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Full text of "Bibliographia geographica Palaestinae. Zunächst kristiche Übersicht gedruckter und ungedruckter Beschreibungen der Reisen ins Heilige Land"

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" 



BIBLIOGRAPHIA GEOGRAPHICA 



PALAE8TINAE. 



ZUNÄCHST 



KRITISCHE UEBERSICHT 



GEDRÜCKTER UND UNGEDRÜCKTER BESCHREIBUNGEN 



REISEN INS HEILIGE LAND. 




TITUS EGBLEß.'r» 



' % 

VH*. . •' * f 






LEIPZIG 

VERLAG VON S. HIRZEL. 
1867. 



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Das Recht der Uebersetzung ist Vorbehalten. 



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VORBEMERKUNGEN. 



1865 pilgerte ich nach Palästina, hauptsächlich im Vorhaben, 
Nazareth und seine Umgebungen sorgfältig zu durchforschen und darüber, 
nachdem über drittehalb hundert Zitate für diese galiläische stadt zu einer 
Vorarbeit gesammelt waren, mit kritischer zugabe bericht zu erstatten. 
Ungünstige umstände riethen \mir vor dem berge Karmel in der rhede 
von Haifa, auf den abstecher nach dem nur noch sieben stunden ent- 
fernten bestimmungsorte zu verzichten . Da ward denn bald, gleichsam 
zum tröste für den gescheiterten plan, der entschluss gefasst, vorliegen- 
des werk in angriff zu nehmen . 

Der leser erhält eine Übersicht der geographischen litteratur von 
Palästina in einer ausführlichkeit, dass dadurch der grund gelegt wird, 
auf dem andere weit leichter und fester fortbauen, ein- und anbauen 
mögen. Meine grundlegung in solchem umfange würde selbst auf einer 
der reichhaltigsten bibliotheken unmöglich geworden sein, wenn ich nicht, 
wandernd von land zu land in Europa, sowol zu vielen bücherschätzen 
zutritt hätte erlangen können, als von wolwollenden , zu dank mich ver- 
pflichtenden männern in Deutschland und Russland unterstützt worden 
wäre. Wie ich wesentlich darauf hielt, in Palästina selbst mich genauer 
umzusehen, auf dass ich in den stand gesetzt werde, eigene Wahrneh- 
mungen und beobachtungen in meinen Schriften niederzulegen , so war 
auch mein streben beharrlich dahin gerichtet, dass ich selber die bücher 
zur hand bekomme, nicht bloss um ihr dasein zu bezeugen, sondern auch 
um den titel richtig zu schreiben und den werth, wenigstens in beziehung 
auf Palästina, anzuschlagen. So kommt es, dass neues ans licht gezogen, 
zweifelhaftes in Sicherheit gebracht, irriges preisgegeben wird. Übrigens 
bleibt, wie niemand lebendiger davon überzeugt sein kann als es der Ver- 
fasser selbst ist, immer noch viel zu thun. Kein landeskundiger und 
litteraturkenner, der mein buch beurtheilen will, wird nicht mängeln be- 
gegnen; ich darf jedoch , ohne einen schwerem vorwurf der Unbeschei- 
denheit auf mich zu laden, zugleich behaupten, dass ich jedem, auch 
dem kundigsten, manches, ich möchte sagen, vieles biete, was ihm bisher 
dunkel oder unbekannt war. 



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IV 



Neben den ergebnissen der autopsie gibt es freilich auch viel kopir- 
tes. Aus besorgniss, den beamteten und angestellten zu viel mühe zu 
verursachen, schrieb ich selbst auf den bibliotheken , wenn es sich nur 
um verschiedene außagen handelte, nicht selten einfach den katalog ab; 
sogar derjenige zuverlässigerer antiquare musste mir hier und da dienen . 
Liesen kopien schenke ich wirklich mehr vertrauen als manchen aus den 
bibliographischen werken, und wenn daraus fehler hierher überschlichen, 
so wird man mich wol nicht in strengerem sinne verantwortlich machen . 

La ich seit etwa dreissig jahren für diesen zweig des Wissens thätig 
war, so entsprang, zu meinem bedauern, eine nicht ganz gleiche behänd - 
lung , theils weil ich anfangs vorzüglich auf Jerusalem bedacht nahm, 
theils weil ich immer gründlicher zu werke ging . Eine recht beklagens- 
werte Ungleichheit ist noch die, dass zumal die zweite abtheilung des 
buches nicht universell genug aus fiel , indem die deutsche litteratur zu 
sichtlich überwiegt Ler engländer oder amerikaner , der franzose, italie- 
ner, Spanier, holländer , Skandinavier, slave u. s. fi mag nicht wenig 
lücken fühlen. Für ihn wird es indessen ein leichtes sein, einige seiner 
nazionallitteratur auszufüllen. Immerhin dürften wichtigere werke kaum 
vermisst, vielmehr manche Schriften weg gewünscht werden. Hingegen 
war, wo möglich, die durchgängige Verbindung der bibliographie mit der 
kritik fast einzig in der ersten abtheilung durchaus beabsichtigt, und 
in der zweiten kommt bibliokritik darum selten vor , weil mir dünkte, 
dass die produkte der aügenzeugen ungleich grössere aufmerksamkeit 
verdienen. 

Ler pater J. Gagarin, S. J., sagt in der wol durchdachten anzeige 
meines Theodericus (Etudes religieuses, historiques et litteraires. Paris 1865, 
sept., s. 122): Nous possedons deja plusieurs listes d* ouvrages sur la 
Terre-Sainte; il s’agirait seulement de les collationner enire eiles, de les 
completer les unes par les autres , et d’y ajouter quelques notes dans 
lesquelles on signalerait les diverses editions de chaque ouvrage, et les 
bibliotheques qui renferment les manuscrits. In wie fern ich die aufgabe 
löste, mag man nach dem folgenden beurtheilen. 



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ÜBERSICHT DES INHALTES. 



' Vorgang in der Übersicht der werke 1 ff. 

Erste abtheilung. Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augen- 
zeugen 5 ff. 

Zweite abtheilang. Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst 
wahrscheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen 207 ff. 

4 * 

Dritte abtheilung. Ansichten und karten. * 

a. Ansichten 227 ff. 

b. Karten 232 ff. 

Register 249 ff. 



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Vorgang in der Übersicht der werke. 



Eine Übersicht der quellen zur landeskunde von Palästina gaben unter 
andern : 

1582. Michael Aitsinger. Der ausführliche titel seines buches, wie 
derjenige anderer Schriften wird später angegeben werden. Er nennt als seine 
Vorgänger in der beschreibung der Terra Promissionis den Brocardus Mo- 
nachus (1283), den Joannes Mandeuill (1322), Bredenbachius (1 483), Petrus 
Apianus (1532), Jacobus patriarcha Ierosolymitanus (1536), Gerardus Mer- 
cator (1537), Wolfgangus Weyssenburgius (1 542), Tillmannus Stella (1 557), 
Guilhelmus Postellus (1561 und 1563) und andere. Ich setze in dieser Über- 
sicht stets das jahr des druckes und zwar dann, wenn mehrere ausgaben 
vorhanden sind, wo tliunlich, das letzte voran. 

1590. Johannes van Adrichom. Seinem Theatrum Terr® Sanct» 
hängte er hinten ein quellenverzeichniss an, das viel sorgfältiger ausgearbeitet 
und vollständiger ist als das von Aitsinger. Besonders bemerkens werth ist 
es, dass derselbe auch mehrere handschriften , wie den Fretellus, benutzte, 
und er ist heute noch nicht ohne belehrung. 

1713. Alphons Lasor a Varea. Universus Terrarum Orbis scriptorum 
calamo delineatus. Patav. Im 2. theil s. 296 ff. das verzeichniss der autoren 
über das h. Land, das aber nicht sehr genau ist. Z. B. steht Frebelli (statt 
Fretelli) Archid. Antioch., de Terr® Sanct® locis. Nach Grässe’s Trds. 4, 
115 ist der wahre narne des Verfassers Rafaello Savonarola. 

1719. Giovanni Francesco Gemelli (ediz. Venez.). Im 1. bändchen 
seines Giro del Mondo findet sich vorne ein Catalogo de' Viaggiatori, e delle* 
loro Opere. Raccolte de’ Viaggi, Viaggi in diverse parti del Mondo, dann 
auch Viaggi d’Asia und Viaggi della Palestina. 

1766. Wilhelm Albert Bachiene. Im 1. th. des 1. bd. sind die hülfe- 
mittel der erdbeschreibung von s. 1 — 26 angegeben. 

1784. Joh. Georg Meusel, Bibliotheca historica, scriptores dePal®stina 
2, 70 sqq. Lip&. Gut brauchbar. S. Bitter, 2. ausgabe f 15, 31, Julius Petz- 
holdt, Bibliotheca bibliögraphica. Leipzig 1866, 774. 

1787. Gottlieb Heinrich Stuck, Verzeichniss von filtern und neuern 
Land- und Reisebeschreibungen. 2. Theil mit vollständigem Realregister. 
Halle. 8. Darin viel brauchbares. 

T o b 1 e r , Bibliograpbia. 1 



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2 



1790. Johann Joachim Bellermann, Handbuch der biblischen Litera- 
tur. Erfurt. 8. Im 2. theil die biblische geographie von 6 bis 157. Eine 
gelehrte, gute Zusammenstellung. 

1808. G. Boucher de la Richarderie, Bibliothfcque universelle des 
Voyages. Paris. Im 4. torne, p. 398 sqq. sind viele pilgerbllcher angeführt. 
Die namen der autoren stehen manchmal so verschrieben, wie Madgen für 
Meggen, Sapelruche für Sarebruche, dass sie kaum erkannt werden können. 
Vgl. 3. Wander. 426. 

1811. Chateaubriand. Pariser ausgabe von 1811 (2. ausg.), Intro- 
duction, second Mömoire, I, LXXV1 sqq. Eine oberflächliche Zusammen- 
stellung ohne bibliographische genauigkeit, zum theile mit kopiefertiger Wie- 
derholung von fehlem des Boucher de la Bicharderie. 

1823. Ernst Fr. Karl Rosenmüller, Handbuch der biblischen Alter- 
thumskunde. Im 1. b. s. 6 bis 130 die erkenntnissquellen. S. Ritter 15,23. 

1827. Joachim Heinrich Jäck, Taschen-Bibliothek der wichtigsten . . 
See- und Landreisen. Nürnberg. Im 3. bändchen vorne eine kurze und 
flüchtige Übersicht der reisen nach Palästina seit 1500 jahren. 

1835. H. Berghaus, Memoir zur Karte von Syrien. Gotha. S. 1 bis 
21. S. Ritter a. a. o. Auch Marinus Didericus de Bruyn von Utrecht gibt 
in einem memoir zu seiner karte von Palästina die quellen an. 

1845. S. Munk. S. 654 sqq. eine beachtenswerthe , z. b. Chateau- 
briand streng und gerecht richtende, Note sur-les Voyages en Palestine. 

1845. Fr. Arnold. S. unten sub hoc anno sein Zion, 620—622. 

1845. Lud. Lalanne, des pMerinages en terre sainte avant les Croi- 
sades in der Bibliotheque de l’ficole des Chartes. Paris. Im 2. th. (2 öme 
sörie), s. I sqq. Brauchbar. 

1847. X. Marinier. Vorne im 1. band s. VII ff. eine übersieht mit 
wenigen beachtenswerthen notizen. 

1 848. John Kitto, Palestine, the Bible Hist, of the Iloly Land. Lond. 
IV bis XXIII. Ritter a. a. o. 

1850. Karl Ritter. Seine meist kritisch und mit Sorgfalt zusammen- 
gestellten quellen finden sich sowol 15, 23 bis 81, als auch 16, 302 ff. 
Ein sehr lehrreiches stück arbeit. 

1851. G. H. van Senden. Im 1 . theil, in den Aanmerkingen trifft 
man von s. 331 an eine Übersicht der Schriften, die von fleiss zeugt. 

1853. Vivien de Saint-Martin , les vieux Voyages ä la Terre-Sainte 
du XIV me et XV me siede, in den Nouvelles Annales de Voyages, 1853. 1, 
53; 3, 36. Jahresübersicliten auch in der Ann£e göographique von 1862, 
1863, 1864 und 1865. Zu vgl. la Syrie et les Terres Bibliques in der 
Revue germanique publice par Ch. Dollfus et A. Nefftzer (Paris), 1858, 423 
sqq. Alles lesens werth, doch wenig neues. 

1854. Laorty-Hadji. Elfte ausgabe 525 sqq. Notice par ordre chrono- 
logique des Relations de Voyages dans la Terre Sainte, imprimöes ou manu- 
scrites. Die Übersicht, die vom Bordeauxerpilger bis zum Volney reicht, 
gewährt einige belehrung. 

1856. Eduard Robinson. Im 2. band der Biblical Researches, als 



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3 



Appendix I, Chronological list of Works on Palestine, Jerusalem, and Mount 
Sinai, von s. 533 bis 555. Ein vortreffliches, kritisch gediegenes verzeich- 
niss; allein der Verfasser, wie Julius Petzholdt (Bibliotheca bibliographica. 
Leipzig 1866. 805) irren sich, wenn sie glauben, dass dasselbe bis zurzeit 
Breydenbachs und Fabri’s nahezu, wo nicht ganz vollständig sei. Wichtigem 
werken ist ein stern vorangesetzt. 

1857. Alessandro Bassi. In seinem Pellegrinaggio storico e descrit- 
tivo, l, 233 sqq., steht eine keineswegs umfassende, mithin auch nicht be- 
friedigende Bibliografia Palestina, die vom 4. Jahrhundert an bis auf Burck- 
hardt kommt, nach ihm aber nur noch Mislin anführt, und die namen der 
autoren nicht immer richtig wiedergiebt. 

1857 f. Wilhelm Engelmann. Bibliotheca geographica. Verzeich- 
niss der seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zu Ende des Jahres 
1856 in Deutschland erschienenen Werke über Geographie und Reisen mit 
Einschluss der Landkarten, Pläne und Ansichten . . Mit einem ausführlichen 
Sach-Register . . Leipzig, W. Engelmann, 1857 f. 8. 2 hälften. Palästina und 
Jerusalem 118—122, 136—156, 1092, 1094 f. 

1858. F. Geisheim. In seinem Locliner (s. sub anno 1435) 54 — 57 
eine ergänzung meiner litteratur in der Topogr. 1. 

1858. H. Bonar. In seinem Land of Promise, 2. ed., 517 — 525. 
Der Verfasser gab sich mühe, neues aufzubringen und zu sagen. 

1858. H. Jolowicz. Seine Bibliotheca Aegyptiaca, Leipzig, enthält 
viele Schriften, die auch Palästina angehen. 

1858. Lorenz Clem. Gratz. Im Schauplatz s. 618 bis 634 ein ziem- 
lich ausführliches verzeichniss, hier und da mit kritischen, aber etwas ein- 
seitigen bemerkungen. S. unten sub anno 1848. 

1858. C. W. M van de Velde. Sein Memoir to accompany the Map 
of the Holy Land enthält s. 7 sqq. ein, wenn auch sehr lückenhaftes, doch 
sehr beachtenswerthes verzeichniss von Flavius Josephus bis auf Stewart 
(1857); besonders iu kartographischer beziehung lehrreich. 

1859. Titus Tobler. Beiträge zur Litteratur finden sich im 1. buch 
der Topographie XI ff. und im 2. b. 1007 ff., in der 3. Wanderung 413 ff., 
auch 361 ff. Ausserdem haben einiges literarische in teresse im ‘Ausland’, 
1861, s. 6 ff.: Das heilige Land und die Italiener, 1862, s. 2033 f.: Das 
heilige Land und die Griechen, in der Zeitschrift ‘ Die Schweiz', 1863: Das 
heilige Land und die Schweizer. 

1860. Karl von Raumer. Das quellenverzeichniss zeugt von einer 
geschickten auswahl; dazu gute kritische bemerkungen. 

1861. Fulgence Rignon, Annales du Commissariat gänäral de la 
Terre Sainte k Paris, ibi 1861, darin von s. 80 bis 99 Liste des princi- 
paux ouvrages imprimäs ou manuscrits sur la Terre Sainte. Das verzeich- 
niss ist theilweise durch Verstümmelung der namen unter aller kritik; doch 
enthält es auch manches nutzbare oder manchen guten wink. 

1861 ff. Julius Petzholdt, Neuer Anzeiger für Bibliographie und Biblio- 
thekwissenschaft (Dresden), darin sein Verzeichniss einer Sammlung von 
Reisen ins Heilige Land, 1861, 273 ff., 337 ff. ; 1. Nachtrag 1862, 118 ff., 
2. von F. L. Hoffmann das. 120 ff., 141 ff., 183 ff., 244 ff., 285 ff.; 1863, 

1* 

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4 



6 ff., 47 ff., 75 ff, 107 ff. Nur s. 108, 109 u. 110, so wie 1866, 253—256 
rührt wieder das verzeichniss von Petzholdt her. Das ganze, das 96 seiten 
zählt, ist zwar nicht umfassend, aber doch reich und lehrreich und in biblio- 
graphischer beziehung das genaueste. Eine Übersicht der Übersichten gibt 
J. Petzholdt in seiner Bibliotheca bibl., verweisend auf Raumer (803), E. Ro- 
binson (804), K. Ritter (807), Tobler (807 f.), van de Velde (809), Petzholdt 
und Hoffmann (811). 

1864. A. v. Noroff. Addition ä la bibliographie de la Terre Sainte, 
in seiner Übersetzung von Daniers Pölerinage en Terre Sainte, 208 — 217. 
Das verzeichniss enthält manches neue, und ist besonders durch den eintrag 
russischer und polnischer Palästinareisen werthvoll. Man darf den Verfasser 
mit mehr oder minder vertrauen zitiren, da er eine grosse bibliothek besitzt, 
und nur das als beitrag aufnahm, was er selbst sah. 



Die werke von Flavius Josephus sind nächst der bibel die hauptquellen 
für die alte geographie. Ausser der amsterdamer-ausgabe von Siegbert Haver- 
kamp, 1726, 2 bände in folio, welche das griechische original mit der latei- 
nischen Übersetzung enthalten, verdient auch die griechische ausgabe von 
Dindorf (Parisiis 1854) berticksichtigung. Zu erwähnen sind ferner die 
distanzangaben des Antoninus Augustus im Itinerarium Provinciarum, wovon 
eine ausgabe 1519 in Florenz, eine andere in Lyon sine anno apud haeredes 
Simonis Vincentii, eine dritte 1575 in Basel veröffentlicht, noch andere von 
And. Schott (Col. Agripp. 1600), von P. Wesseling (Amstelaed. 1735), sowie 
von ö. Parthey und M. Pinder (Berol. 1848) besorgt wurden. Einen ausreichen- 
den auszug enthält nach der florentiner-ausgabe Reland’s Palästina, 1. 2. c. 4. 



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ERSTE ABTHEILUNG. 



Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augenzeugen. 



Schriften, die ich nicht benutzen konnte, werden in der ersten abtheilung vorne mit einem 
Sternchen (*) bezeichnet. 

333. Dör ungenannte pilger von Bordeaux. Nach C. A. Walckenaer, 
der für den I. band der Histoire des Croisades von Michaud eine vortreff- 
liche abhandlung über die Schrift dieses pilgers abfasste (s. 485 bis 508) 
erschien die 1. ausgabe sine loco 15S8 durch Peter Pithou, in sehr klein 12., 
38 s. Ich fand in Leyden: Itinerarivm a Bvrdigala Hiervsalem vsque et 
ab Heraclea per Aulonam et per vrbem Romam Mediolanum vsque. Ante 
annos mille et ducentos simplici sermone scriptum, ex antiquissimo exemplari 
nunc primum editüm. 1589. 12. S. 1. Den gleichen, aber abgekürzten titel 
sah ich, ebenfalls mit der jahreszahl 1589, in der vatikanischen bibliothek. 
In der Vorrede wird vom ms. nur gesagt, dass demselben auch beigefügt sei 
des Antoninus Itinerarium illud publicum Viarum militarium sive regionum 
et evectionum, welches aus dem gleichen exemplar früher schon herausgegeben 
worden sei: cui ut et hoc inposterum conjungi possit, Patissonii cur® et 
Studio debebitur. Anfang : Sic, civitas Burdigala. Ende : Explicit Itinerarium. 
Ex cod. V. C. De verbis gallicis . . Das leydner-exemplar hat wenige werth- 
volle handschriftliche bemerkungen. Es ist klar, dass, trotz des kurzen Zeit- 
raums, die ausgaben von Pithou und Patisson verschieden sind. Schott und 
Wesseling, so wie Parthey und Pinder gaben mit dem Itinerarium des Anto- 
ninus auch das Itinerarium Hierosolymitanum heraus. Im 3. th. des Itinfraire 
von Chateaubriand (Paris 1811), 223 sqq., erschien die pilgerschrift nach 
der ausgabe von Wesseling. Was für eine ausgabe J.-P. Migne für seinen 
Patrologi® Cursus completus, t. 8. p. 791, benutzte, kann ich nicht angeben. 
S. im theolog. Litteraturblatt von J. H. Keusch (Bonn 1866) J. B. Haneberg’s 
anzeige meines Theodericus 38. Eine handscbrift, schmal 8., aus dem 8. jahr- 
hundert, sah ich auf der Stiftsbibliothek in Verona, cod. 52, p. 126: Itinera- 
rium ab Bordigala ad hierusalem. Nach dem cod. in dieser stadt wurde in 
der Revue arch&dogique, august 1864, das Itinerarium mit all* den Schreib- 
fehlern, dergleichen man in der edizion von 1589 reichlich trifft, heraus- 
gegeben, und James Fergusson bängte 117 sq. daraus einen auszug seiner 
neuesten schrift über the Holy Sepulchre (1865), wie Berggren seinem Fla- 
vins Jo8ephus 54 f. einen nach der ausgabe von Parthey und Pinder an. 
Auch die reichsbibliothek an der rue de Richelieu in Paris enthält nach J. de 
Bertou eine hs. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pelerinages 1, 233. Ich ent- 



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6 



deckte ein stück auf der alten bibliothek der abtei S. Gallen im pergament- 
codex nr. 732, kl. 4., aus dem ersten viertel des neunten jahrhunderts. In 
demselben kommen von s. 98 — 114 drei fragmente vor. Das erste, wol 
aus dem 6. jahrhunderte, beginnt mit den Worten : Hierosolima habet portas 
duodecim extra postitia, und schliesst mit: ubi disclpuli uiderunt Dominum 
Iesum, postquam resurrexerat a mortuis. Das 2. bruchstück, unter der 
rubrik : De uirtutibus Hierusalem, enthält alles, was der Bordeauxpilger von 
Neapolis bis Hebron bringt, nur etwas versetzt, so dass Neapolis nach Hebron 
kommt. Das 3. stück hebt an: De monte Arminiae exeunt flumina duo, 
und endet: et omnes uidentes inclinantes capita sua dormierunt. Deo Gra- 
tia. Ich bin gesonnen , sowol das itinerarium des Bordeauxpilgers, als auch 
die 2 ungedruckten bruchstücke, so Gott will, ohne lange Zögerung, mit 
kritischen bemerkungen herauszugeben. Das jahr, in welchem der pilger 
Jerusalem besuchte, ist etwas schwer auszumitteln. Er gibt an, dass er zur 
zeit, die auf das j. 333 fällt, als nämlich Flavius Valerius Dalmatius und 
Marcus Aurelius Xenopliilus konsuln waren, von Chalcedon am 30. mai weg- 
zog und am 26. dezember (des gleichen jahres) nach Konstantinopel zurück- 
kehrte. Nimmt man den 26. dezember als den tag des aufbruchs nach 
Jerusalem an, so ist allerdings das j. 334 richtig. Man mag in dieser an- 
sicht auch dadurch bestärkt werden, dass die reiseroute von dem palästini- 
schen Cäsarea sofort nach Heraclea übergeht, ohne mehr Konstantinopel zu 
berühren. Von dieser stadt aber setzte er im sommer 333 über den Bos- 
phorus nach Chalcedon (Skutari) und verfolgte den landweg bis Jerusalem 
und Hebron, schiffte sich dann wahrscheinlich von Cäsarea nach Konstan- 
tinopel ein, das er noch einmal im winter besuchte, und trat dann von Hera- 
clea aus die rückreise zu lande an. Vgl. Walckenaer 1. c. 503, mein Gol- 
gatha 80. Von bedeutendem werth. 

C. 339 und 390. Eusebios, bischof von Cäsarea, und der h. Hie- 
ronymus von Stridon. Evatßlov . . negl twv totiixlov ovo/ndiwv iv rfj 
S-tia ygacpij, vorne der titel : Onomasticon urbium et locorum Sacrae Scripturae : 
sev über de Locis Hebraicis, Graecö primüm ab Eusebio Caesariensi, Deinde 
Latinö Scriptus ab Hieronymo, In commodiorem verö ordinem redactus, va- 
riis additamentis auctus, notisque et Tabulä Geographicä Judaeae illustratus, 
Operä Jacobi Bonfrerii . . Recensuit et animadversionibus suis auxit Joannes 
Clericus .. Amstelaedami, F. Halma, 1707. Gr. fol. 7 bll., 160 s. Ohne die 
bemerkungen von Le Clerc erschien das buch in Paris 1631, 1659, auch als 
anhang zu Sanson’s Geographia sacra 1704 (Halma), zur Geogr. sacra des 
Carolus a S. Paulo 1711 (Wetsteen), in Ugoliüi Thesaurus Antiqq. sacr. t. 5., 
in den ausgaben der werke von J. Martianay, Paris. 1699, fol., t. 2. p. 385 
sqq., und von D. Vallarsius, Verona 1735, fol., vol. 3. p. 131 bis 290. Bei 
Vallarsius fehlt nach Raumer (Palästina. 4. Aufl. 4) die Version, die orte 
sind für die genesis, das 2. buch Moses’ u. s. f. besonders alphabetisch ge- 
ordnet. Ebenso ordnet der pergamentcodex auf der alten Stiftsbibliothek in 
S. Gallen, nr. 133 (s. meine ausgabe des Antoninus M. 68 f.), so wie dort 
der pergamentcodex nr. 130 aus dem 10. jahrhundert, mit dem anfang: In- 
cipit Prologus locorum et nominum, mit dem ende: Explicit liber nominum 
ebraicorum feliciter. Schon Melanchthon edirte nach Raumer: Hieronymi 
ecloga de locis hebraicis. Wittembergse 1522. Die neueste ausgabe be- 
sorgten F. Larsow und G. Parthey, Berol., F. Nicolai, 1 862. Kl. 8. XV, 441 s. 
Mit 1 karte und einem vortrefflichen index; ohne diesen aber wäre wegen 



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der eigentümlichen alphabetischen Ordnung das zu suchende mit mühe zu 
zu finden. Beide herausgeber behandelten kritisch die edizionen von Bon- 
fröre, Martianay, Le Clerc und Vallarsius, und verglichen einzig einen dem 
texte des Vallarsius mehr oder minder entsprechenden leydener-codex. Die 
ausgabe von Le Clerc hat das gute, dass in 3 kolumnen neben einander 
steht die freie lateinische Übersetzung des Hieronymus, der griechische text 
des Eusebios und die wörtliche lateinische Übersetzung des letztem, mit den 
vielen anmerkungen von Bonfröre. Uebrigens enthält die Übersetzung von 
Hieronymus auch berichtigungcn und manche zugaben, wie in Bethlehem, 
desgleichen neue artikel, wie Bethmacha. S. Robinson B. R. 2, 534, das Vor- 
wort von Larsow und Parthey und F. S. Stein’s Eusebius 79 f. (Würzburg, 
Thein, 1859). Das wichtigste werk, welches bis auf die neuere zeit über 
die alte biblische geographie geschrieben wurde. 

In den Schrifterklärungen von Hieronymus findet sich hier und da etwas 
geographisches; zumal zu beachten ist aber das sogenannte Epitaphium 
Paula*. Der 72. brief des h. Hieronymus de vita, obitu et conversatione 
Paulse, in welchem er die denkwürdige Pilgerfahrt der römerin kurz be- 
schreibt, findet sich in Epistolarum Sancti Hieronymi pars tertia, tract. XIII., 
Aaij b sqq. Basil., Nicol. Kesler, 1497. Fol. aa bis zz und Aa bis Hh aus- 
nahmsweise 8 bll., weil sonst eine Signatur nur 6 bll. zählt. Das epitaphium 
auch in Vallarsii ed., I, 690, nach Raumer a. a. o. 

C. 520. Theodors. De situ terrae sanctae secundum Theod‘ et de 
via filiorum Israel. Diese beschreibung erschien nach einer liandschrift 
nr. 4808 der kaiserlichen bibliothek zu Paris in der Revue archöologique, 
Paris, august 1864, s. 108 ff., ohne Überschrift, mit den Worten beginnend: 
Civitas Hierusalem habens portas majores sex. Eine andere lesart fand ich 
zu London im brittischen museum, cod. membran., Cottonian Library, Titus. 
D. 3, kl. 8., etwa aus dem 1 2. jahrhundert, s. 6S ff. Diesem enthob ich jene 
Überschrift, und glaubte in der abkürzung Theodorus lesen zu dürfen. Einen 
auszug nahm ich in die ausgabe des Theodericus, 244 ff., auf. Die abwei- 
chungen beider handschriften , so weit ich sie aus der Revue und meinem 
auszuge kenne, sind hin und wieder bedeutend, doch nicht wesentlich. Ich 
setzte früher (Theod. 247) das alter in die erste hälfte des siebenten jahr- 
hunderts, geleitet zunächst vom ausdrucke löwenteich (lacus leonum) oder 
löwengrube, weil dem kaiser Heraklius im j. 628 der märtyrer ruhestätte in 
Jerusalem gezeigt wurde, welche im 1 2. jahrhunderte löwenhöhle genannt 
wurde; allein die wiederholte erwähnung des kaisers Anastasius, einmal 
wegen der erbauung des Täufer-Johannesklosters am Jordan, dann deswegen, 
weil der Vorgesetzte Urbicius in Konstantinopel unter seiner regirung ge- 
storben sei, führt zur vermuthung, dass zu dieser zeit oder bald nachher 
die beschreibung abgefasst wurde, und zwar um so sicherer, als sonst keines 
kaisers gedacht wird. Die künde ist ganz neu, dass Anastasius in Palästina 
ein kloster erbaute, und hätte der Verfasser unter oder bald nach Justinian 
gelebt, so würde er weit mehr stoff zu solcher erwähnung gefunden haben, 
wie denn auch Antoninus Martyr sich auf Justinian bezog. Die kaiserin 
Theodosia, deren gedacht wird, bietet wol für die bestimmung der zeit keinen 
halt; denn, davon abgesehen, dass ich ihren namen weder bei Nikephoros 
Kallistos, noch bei andern finden konnte, ist es so gut als gewiss, dass man 
es hier mit einem Schreibfehler zu thun hat, da nach allen andern angaben 
die kaiserin Eudocia, gemahlin des kaisers Theodosios d. j., die kirehe des 



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märtyrers Stephan stiftete, und es mithin heissen sollte: ab imperatrice, 
uxore Theodosii. Verschrieb der Verfasser doch auch Pelagia auf dem Ölberg 
zu Thekla. Was den werth der schrift betrifft, so muss man ihn haupt- 
sächlich dem alter beilegen; manche interessante notizen sind erhalten, und 
sie werden , und mehr noch , an ein günstigeres licht treten , wenn der text 
einmal kritisch gesichtet sein wird. Am meisten stösst sie durch die ausser- 
ordentlich mangelhafte rechtschreibung und Ordnung. Die vielen entfernungs- 
angaben lassen sich wenigstens zu Vergleichungen verwenden. Vgl. m. Theo- 
deric. 244, 246 sqq. 

C. 530. 'IfQozlsovg FgaafiaTixov JZvi'txdrjuos wurde mit dem 
Antoninus Augustus und dem pilger von Bordeaux in den Vetera Romanorum 
Itinera von P. Wesseling zu Amsterdam 1735, 631 — 734, herausgegeben. 
Ein trockenes verzeichniss palästinischer und anderer Ortschaften. 

G. 570. Die reisegesellschaft des Antoninus Martyr von Piacenza. 
De Locis Sanctis quae perambulavit Antoninus Martyr . . Nach hand- und 
druckschriften herausgegeben von Titus Tobler. St. Gallen, Huber, 1863. 
8. 129 s. Der älteste druck Angers, Avril, 1640, späterer 1680 nach einer 
andern handschrift in Bollandi Acta sanctor., maji t. 2. p. X sqq., ein nach- 
druck daraus in Ugolini Thesaur. antiqq. sacrar. t. 7. p. 1207 sqq. S. Antonin. 
M. 67 ff. Ausser den benutzten codd. sah ich in Wien auf der hofbibliothek 
einen sehr schön geschriebenen pergamentcodex, nr. 2432, 4., bl. 35 bis 44, 
aus dem 1 2. jahrhundert, und einen andern auf der Universitätsbibliothek in 
Berlin, ms. lat. 32, 8., hl. 32 bis 47, pergament, au S dem 15. jahrhundert. 
Wesentlich würden mir diese handss. bei herausgabe des Antonins nicht ge- 
nützt haben; doch hätte ich einiges verbessern können. 3 codd. finden sich, 
nach der angabe Michaud’s (Hist, des Croisades 1, 518), auf der kaiserl. 
bibliothek in Paris. Eine vorzügliche abhandlung: Antoninus Martyr, seine 
Zeit und seine Pilgerfahrt nach dem Morgenlande, schrieb Fr. Tuch. Leipzig, 
Edelmann, 1864. 4. 39 s. Er setzt, ohne ein jalir näher auszumitteln, die 
Wanderung in das letzte viertel des 6. jahrhunderts. Vgl. m. Antonin. 57 ff. 
Die reiseskizzen, hier und da ohne Ordnung, enthalten viel abergläubisches, 
aber doch auch einiges brauchbare. Meine ausgabe enthält so viel berich- 
tigungen und auch einige Zusätze, dass die frühem edizionen sich beinahe 
überlebt haben. 

637. Sophronios, patriarch von Jerusalem. Eine beschreibung der 
h. stätten nach der einnahme der h. stadt durch Omer Iben elChattäb in 
gebundener rede in Sophronii Anacreontica, welche in Angeli Maii Spicilegium 
roman. 4, 57 griechisch und ins lateinische übersetzt 623 enthalten sind. 
Man findet in dem gedichte interessante, brauchbare notizen. 

G. 670. Der französische bischof Arculf. Adamnani Scotohibemi 
Abbatis celeberrimi, De Sitv Terrae Sanetae, Et Quorundam aliorum loeorum, 
ut Alexandriae, et Constantinopoleos , Dibri tres Ante annos nongentos, et 
amplius conscripti, Et nunc primum in lucem prolati, Studio Jacobi Gretseri. 
Ingolstadii, ap. Angermariam, 1619. 4°. 17 bll., l!8s. Mit 3 grund rissen 

im text. Wieder gedruckt in Gretseri Opp. omn. t. 4. Ratisb. 1734. Auch 
in Mabillon Acta sanctor. ordinis S. Benedicti saec. 3. p. 2. pag. 499. Sancti 
Adamnani Abbatis hiiensis de Locis Sanctis ex relatione Arculfi episcopi galli 
libb. 3 ebenfalls in J.-P. Migne’s Patrologiae Cursus complet. t. 88. Paris., 
Migne, 1850. Gr. 8. Halbpag. 779 sqq. Nach der ausgabe von Gretser. 
Man findet ff. handss. : a . cod. in S. Germain des Prata aus dem 8. jahr- 



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hundert. William Reeves, the Life of St. Columba. Dublin, University Press, 
1857. 4. S. VIII. b. Cod. lat. 314 auf der k. Staatsbibliothek in München, 
aus dem 9. Jahrhundert. Sehr werthvoll, kürzer, gedrängter als der gretser- 
sche abdruck, ohne den bailast sed et hoc etiam sancti Arculfi relatione 
didicimus u. s. f., hat aber nur die Zeichnung der Zionskirche, c. Der berner- 
cod. 582 (s. m. Antoninus Martyr 69 f.), aus dem 9. jahrhundert, enthält auch 
den Arculf, der ebenfalls mit planen ausgestattet ist. Ich verglich diese hs., 
und es ergaben sich manche Varianten , aber wenig erhebliche. Vgl. Top. 2, 
1020. d. Pergamentcod. in Brüssel, nr. 2921, kl. 4., aus dem 9. jahrhun- 
dert. Er ist ziemlich inkorrekt geschrieben, e. Cod. in Salzburg aus dem 
9. oder 10. jahrhundert. Reeves a. a. o. f Pergamentcod. in der vatika- 
nischen bibliothek, nr. 636 A, fol., aus dem 1 1 . jahrhundert. S. m. Antonin. 
M. 70. Gretser standen bei seiner herausgabe eine vatikanische hs., wahr- 
scheinlich diese, und ein Cod. Corbeiensis zu geböte. Leider mangeln bei 
Migne die verschiedenen lesarten, mit wenig ausnahmen. So viel ich mich 
erinnere, fehlen die pläne im cod. vaticanus. g. Cod. in Rheinau aus dem 
1 1 . jahrhundert. Reeves a. a. o. h. Pergamentcod., nr. 320 auf der stifts- 
bibliothek in S. Gallen, 4., aus dem 12. jahrhundert. Ich verglich ihn an 
vielen stellen, ohne wesentlich abweichendes vom gretserschen drucke zu finden. 
i. Pergamentener cod. historise eccles., alte nr. 1 54, 4., auf der hofbibliothek 
in Wien, aus dem 13. jahrhundert. Er geht bloss bis de monte Oliveti und 
ist von sehr untergeordnetem werthe. Ich hätte noch den alten, sehr ver- 
stümmelten, sonst sehr schönen pergamentcodex auf dem brittischen museum, 
biblioth. Cotton., fol., Tib. D. V, genauer anführen können ; allein dies mag ge- 
nügen, weil meine Übersicht ohnehin sehr lückenhaft bleibt. Es dürfte wol der 
mühe lohnen, einen nach den druck- und handschriften rezensirten text herauszu- 
geben, ohne dass die textkritik ganz bedeutendes zu tage fördern würde. Die 
beschreibung rührt von Adamnanus, abte des klosters auf der schottischen insei 
Jona oder Icolmkill, her, welcher der erzählung des französischen Jerusalemfah- 
rers Arculf folgte, nachdem dieser auf der rückreise durch einen sturm an 
die küste dieses eilandes verschlagen war. Bei der feststellung der zeit, in 
welche die wallfahrt fällt, halte ich mich an die meldung (1. l.c. 10), dass 
etwa 3 jahre vor dem besuche Jerusalems und zwar unter der regirung des 
chalif Moawieh (bei Mabillon Majuvias neben Navias, im berner-, wiener- 
und s. galler-cod. Mauias, im vorzüglichen münchner-cod. Mauinas, sara- 
cenorum rex, qui nostra setate fuit judex) ein näher beschriebenes wunder 
sich ereignete. Nun regirte Moawieh I. von 661 bis 680 n. Chr. und Moa- 
wieh II. im j. der hedschra 64 oder 683 nur wenige monate. S. l’Art de 
vörifier les dates 632. Nach Moawieh II. findet man keinen chalif dieses 
namens mehr, der in berticksichtigung fiele; denn man hat noch das datum 
an der hand, dass im j. 698 Adamnan dem könige von Northumberland, 
Alfred, die beschreibung überreichte. Nach jenen Untersuchungen kann 
Arculf spätestens 683 in Jerusalem gewesen sein. Es wäre wol einseitig, 
anzunehmen, dass bei der ausmittelung des datum gerade Moawieh II. zu 
verstehen sei, sondern es ist vielmehr höchst wahrscheinlich, dass der staats- 
kluge Moawieh I. gemeint sei. Willkürlich wählte ich zwischen den jjj. 661 
bis 680 ungefähr das j. 670. Die schrift wurde deutsch nach dem inhalt 
von J. Heinrich Jäck in seiner Taschen-Bibliothek der wichtigsten und inter- 
essantesten Reisen durch Palästina (Nürnberg, Haubenstricker, 1827), 1, 
13 ff., herausgegeben. Ausführlicher ist und mehr werth hat die englische 
Übersetzung in Thomas Wright’s Early Travels in Palestine. London, H. G. Bohn 



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(auch unter dem titel Bohn’s Antiquarian Library angeführt), 1858. 1 sqq.; 
zu vgl. XIII. Arculfs Relation de son voyage findet sich, nach Kunstmann 
zu München, in den Mdmoires de l’Institut 10, 531. 8. besonders Johann 
Beckmann, Litteratur der älteren Reisebeschreibungen. Göttingen, Röwer, 
1810. 2, 508 ff. Die schrift ist in mancher beziehung von grossem werth. 
Manche fehler mögen sich deswegen eingesehlichen haben, weil der pilgrim 
nicht an ort und stelle geschrieben, sondern das gesehene und erfahrene 
weit weg vom durchreisten lande einem andern diktirt hatte. 

Man besitzt einen auszug, aber auch mit einigen Zusätzen in folge der 
Vergleichung mit den Schriften der alten, aus der feder des englischen möu- 
ches Beda Venerabilis , der ihn bald nach Adamnan niederschrieb. De Locis 
Sanctis Libellvs qvem de Opvscvlis Maiorvm abbreviando Beda composvit, 
ist enthalten in Venerabilis Bedas . . Opervm t. 3. Coloniae Agripp., Hierat., 
1612. Fol. 363 — 371. Auch als anhang in der ingolstadter-ausgabe des 
Adamnan von 1619: Accessit Eorundum librorum (von Adamnan) Breuia- 
rium, seu Compendium, Breuiatore venerabili Bedä Presbytero, cum pro- 
legomenis et notis. Ebenfalls im Recueil de la Sociötd Göographique (Paris), 
t. 4. p. 794 sqq.: Amodo de Libro Arculfi, episcopi Galliae temporibus Bede 
presbiteri, nach einer engl. hs. dem Bernardus beigefügt von Francisque 
Michel. Das Amodo darf nicht als eigenname gelesen werden, sondern es 
muss heissen : ac oder at modo, eben jetzt, nach dem vorgange des Bernard. 
Ich sah im brittischen museum das betreffende ms., und man könnte aus 
Am allerdings Amodo machen, wenn es sinn hätte. Der cod. ratisb. civ. 
2 auf der k. bibliothek in München enthält den beda’schen auazug bis Ce- 
dron augeat. Den gleichen text gibt daselbst auch der cod. schir. 3 f. 5. 
Ein ms., Mp. th. f. 74, pergament, fol., aus dem 9. Jahrhundert, auch auf 
der Universitätsbibliothek in Würzburg, fragment; ein anderes in der vati- 
kanischen bibliothek, gleiche nr. 636 A, pergament, fol., aus dem 11. jahr- 
hundert (s. m. Antonin. 70): Incipit Libellus Bedae Venerabilis de locis 
sanctis. 8. Petzholdt’s Anz., 1862, 122 f. 

C. 728. Der h. Willibald, bischof von Eichstädt. Die reise zuerst 
gedruckt in H. Canisii Antiquae lectionis tom. 4.p. 484 (Ingolstadii 1601 — 1604). 
Vita Sancti Willibaldi Episcopi Eistetensis Primi, Scripta a quadam Sancti- 
moniali Heidenlieimensi. In J. Mabillon Acta sanctorum ordinis S. Benedicti. 
Saec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672. 365 sqq. Eine andere biograpkie von 
einem ungenannten Verfasser a. a. o. 383 sqq. Ferner: De S. Willibaldo . . Vita 
Seu Hodoeporicon, auctore virgine consanguinea Sanctimoniali Heidenheimensi, 
ex editione Canisii correcta ex variis lectionibus Gretseri. Vita altera. Auc- 
tore anonymo perantiquo. Ex editione Canisii. Enthalten in den Acta sanc- 
tor., jul. t. 2. Antverp., Du Moulin, 1721. Fol. 485 — 519. Mit 2 kk. 
Ebenfalls in H. Canisii Antiq. lect. . praefationes . . adjecit Jac. Basnage. 
Amstelaedami, Wetsteen, 1725. Fol. T. 2. p. 100 sqq. Willibald, ein gebor- 
ner engländer, kam noch sehr jung, etwa 22 jahre alt, über Damask, 
Nazareth, Tiberias , und Jericho nach Jerusalem und von da zurück nach 
Ptolemais. Er brachte auch einen ganzen winter in Jerusalem zu, und zwar 
um 728, was daraus zu entnehmen ist, weil er vor den papst Gregor III. 
(regirte von 731 bis 741) nach der Pilgerfahrt, die über sieben jahre dauerte, 
gelassen wurde. Heinrich Hahn weiset in seiner gründlichen historisch- 
geographischen abhandlung : Die Reise des h. Willibald nach Palästina (Ber- 
lin, Gebauer, 1856) nach (15), dass dieser pilger von 727 bis 729 Palästina 



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durchwanderte. So weit ich nachsah, übersetzte Wright den reisebericht der 
klosterfrau von Heidenheim, welcher an ausführlichkeit und werth jenen des 
ungenannten Verfassers übertrifft, ziemlich vollständig und zuverlässig ins 
englische. S. Early Travels 13 — 22, Petzholdt a. a. o. 123. Die schrift, 
zwar sehr kurz, ist von geographischem und geschichtlichem werth, steht 
jedoch tief unter Arculf. Man kann nur bedauern, dass Willibald seine 
reiseerlebnisse nicht selber niedergeschrieben hat. 

G. 865. Der fränkische mönch Bernard. Bernardi, Monachi Franci, 
aliud Itinerarium, factum in loca sancta anno 870. Ex ms. cod. bibliothecse 
Remigiange apud Remos, in J. Mabillon Acta sanctor. ordin. S. Benedicti. 
Ssec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672, 524 sqq. Auch gedruckt in den Rela- 
tions des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage et Ssewulf 
Publikes en entier pour la premiere fois d’apres les manuscrits de Cambridge 
de Leyde et de Londres par Francisque Michel et Thomas Wright Publi- 
cations de la Sociötö de Geographie. Paris, Bourgogne et M., 1839. Gr. 4. 
S. 201 — 35 als Extrait aus dem 4. t. der Mömoires dieser gesellschaft, Iti- 
nerarium Bernardi Sapientis s. 7 8 8 . sqq. Letzterer abdruck nach dem per- 
gamentcod. der bibliothek Cotton, Faustina. B. I. S. 192 im brittischen 
museum : Incipit itinerarium trium monachorum Bernardi scilicet et sociorum 
eins et de sanctis locis et de babilonia. Ebenfalls nach der aiisgabe von 
Mabillon in J. - P. Migne’s Patrologige Cursus completus, t. 121. Paris, 
Migne, 1852. Gr. 8. Col. 569 — 574. Der text bei Mabillon und Michel ist 
im wesentlichen gleich; kaum mehr als einmal besser bei diesem als bei 
jenem. Hingegen ist hinten nach den Worten bei Mabillon (Migne): quod 
tarnen aliis diebus non possunt, bei Michel neues. Die Übersetzung Th. 
Wright’s ins englische, in den Early Travels 22 — 31, ist vollständig und 
gut. Bernard war ungefähr 865 in Jerusalem; nach 870 könnte es deswegen 
nicht sein, weil er, wie er schreibt (1), von dem papste Nikolaus, nämlich 
dem I., der nach einer regirung von 9 jahren 867 starb, und ein anderer 
kann nicht gemeint sein, die erlaubniss zur Pilgerfahrt erhielt, vorausgesetzt, dass 
die Wanderung 3 jahre dauerte. Die hss. Cotton und in Oxford geben irrig 
das j. 970 an. Die beiden reisegefährten waren, wie ich im cod. des brit- 
tischen museums las, ein mönch, Theudemund, und ein Spanier, namens 
Stephan: Ego Bernardus duobus memet ipsum sociaui fratribus in deuotione 
caritati8, ex quibus erat unus ex monasterio beati Vincencii beneuentani no- 
mine Theudemundus, alter hispanus, nomine Stephanus. Bernard reiste über 
Kairo, El-Arisch, Ramleh, Emmaus nach Jerusalem. Seiner erzählung, der 
man einiges werthvolle verdankt, darf man um so lieber trauen, als er selber 
sie niederschrieb und sie nicht, wie Arculf und Willibald, auf mehr unsichere 
weise in die feder sprach. Vgl. Beckmann’s Litt. 2, 517 ff., Robinson’s B. 
R. 2, 535 sq., van Senden 1, 338, Wright a. a. o. XVI, Petzholdt’s Anz., 
1862, 141. 

988. Abu Abdallah Mohammed el-Baschschäri von Jerusalem. 

Eine kurze, beachtenswerthe beschreibung der stadt Jerusalem in Jäcüt’s 
Reisen, aus seinem geographischen Wörterbuche gezogen (ins deutsche 
übersetzt) von F. Wüstenfeld, Zeitschrift der Deutsch, morgenländ. Gesell- 
schaft (Leipz. 1864), 462 f., wieder fast ganz abgedruckt im ‘Ausland’ 
(Augsburg, Cotta), 1864, 955 f. Es ist schade, dass Wüstenfeld nicht, 
gleich Jaubert bei der ausgabe des Ekßdrisi, hin und wieder die worte des 
arabischen textes beisetzte. So wird im arabischen ohne zweifei 0^3 



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s&ulenthor stehen, was der Übersetzer als bäh el-’omür, das tempelthor, wie- 
dergibt und dadurch eine grosse Verwirrung in die reihe der stadtthore bringt. 

C. 1000. Eine anonyme Kosmographie, im brittischen museum, 
Cottonian Library, Galba. A. VII, pergamentcodex; p. 26 sqq. eine beschrei- 
bung von Palästina. Nach dem titel reicht sie bis zum j. 1000; allein ich 
kam nicht so weit, obschon ich mille anni las. Die hs. ist ungemein kor- 
rupt, zum theil unleserlich. Andere mögen dieselbe mehr würdigen. Ich 
schenkte ihr wenig, yielleicht zu wenig aufmerksamkeit. 

1064. Der abt Ingulf von Croiland. Reise nach Jerusalem. S. Ri- 
chard Haklvyt, The principal Navigations, Voyages, Traffiques and Dis- 
coueries of the English Nation. London 1599. Fol. 2, 8 sqq. 

1095—1125. Foucher de Chartres, kaplan Balduins I. Fulcherii 
Carnotensis Gesta peregrinantium Francorum cum armis Hierusalem pergen- 
tium, in Bongars’ Gesta Dei per Francos. Hanov., Aubr., 161 1. Fol. S. 381 sqq. 
Topographisches über Jerusalem 397 f., über Ortschaften in Galiläa 402, 423, 
432, 438. Das Sammelwerk von Bongars gewährt überdies manche aus- 
beute für die geographie. Ich führe daraus # noch folgende von Michaud 
lehrreich analysirte werke (Bibliographie des Croisades 1, 24 sqq.) über die 
geschichte der kreuzzüge an: 

a. 1095 — 1099. Der franzose Tudebove. Bei Bongars anonym vorne, 
1 sqq.: Gesta Francorum et aliorum Hierosolymitanorum. Auch in F. Du- 
chesne’s Histor. Francor. scriptor. 4, 77 7 sqq. Die lesarten sind hier und 
da bedeutend abweichend. Vgl. Michaud, Bibliographie 1, 24 sq. 

b. 1095-1099. Robert, mönch zu St.-Remi de Reims. Roberti 
Monachi Historia hierosolymitana, p. 30 sqq. Ingleichen handschriftlich in 
S. Gallen, hier auch deutsch. S. Haenel CataL 696, 703. Deutscher druck 
im Reyssbuch dess heyligen Lands, Das ist Ein Grundtliche beschreibung 
aller vnd jeder Meer vnd Bilgerfahrten zum heyligen Lande. Franckfort 
a. M. (durch Feyrabend) 1584. Fol. Dies ist die ausgabe von Sigmund 
Feyrabend, schlechthin Feyrabends Reyssbuch genannt. Als die exemplare 
vergriffen waren und Franz Niklaus Roth überhaupt die Verlagsartikel des 
buchhändlers an sich gebracht hatte, besorgte er eine 2. auflage, Franck- 
fort, druck von J. Saur, 1609. Fol. Da aber Roth auch noch andere reise- 
beschreibungen, die seit der ersten auflage erschienen sind, aufnehmen wollte, 
so theilte er das ganze Sammelwerk in 2 theile : der l. enthält' die Samm- 
lung von Feyrabend, und der 2., von einem vornehmen historicus besorgt, 
der jedoch, um Wiederholungen zu vermeiden, einiges wegliess, erschien unter 
dem titel: Reyssbuch des H. Lands, Darinnen deutlich begriffen, alle vnd 
jede neuwe Meer vnnd Bilgerfahrten zum H. Grab . . vollnbracht, vnd be- 
schrieben worden : Durch . . Nicolaum Christophorum Radziuili . . Johann 
Schwallarten . . Salomon Schweyggern. Franckf., Saur, 1609. Beide theile 
haben besondere register aller denkwürdigen Sachen. Diese ausgabe nenne 
ich einfach Roths Reyssbuch dess H. Lands. Anscheinend zum 3. mal wurde 
das werk aufgelegt in Frankf. a. M. von Gottfried Tampach 1 629. Fol. 
Ohne Roth’s Vorwort zum 1. th., der verkehrt Schweigger, Radzivil und 
Schwallart enthält, während mit dem Vorwort zum 2. th. (Roth) der ‘Ander 
Theil’ Frankf: a. M., drucker J. Saur, Verleger Fr. N. Roth, 1609, die 
ältern reisebeschreibungen reproduzirt. Die Versetzung war wol Sache des 
buchbinders oder sein fehler. Übrigens widersprechen sich die jahrzahlen. 



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Im 1 . und 2. th. der ausgabe von Tampach entsprechen Seitenzahlen, kusto- 
den, Signaturen jenen der altern ausgabe vollständig, obgleich die jahrzahlen * 
1609 und 1629 angegeben sind. Tampach’s ausgabe ist mithin nichts als 
eine titelausgabe. Noch erschien eine titelausgabe : Bewehrtes Reissbuch 
dess Heiligen Lands . . Nürnberg, Johann Andreas und Wolffg. Endters, 
1659. Fol. Wie bei Roth 1. th. 875, 2. th. 334 s. Die Sammlung ist 
brauchbar, wenn auch die originalwerke vorzuziehen wären. Robert findet 
sich in Roths Reyssbuch 1, 1 — 54. S. Petzboldt’s Anz., 1861, 273 ff. 

c. 1095 — 1099. Baldricus (Baudry), erzbischof von Polio. Historia 
ierosolimitana Baldrici Archiepiscopi. Bei Bongars 1. c. 84 sqq. Mss. gibt es 
in Chartres, Montpellier, Sens. S. Haenel Catal. 133, 241, 439. 

d. 1095 — 1099. Raimond d’ Agiles, Chorherr in Puy. Raimondi de 
Agiles . . Historia Francorum qui ceperunt Iherusalem. Bei Bongars 1. c. 

1 39 sqq. 

e. 1095—1120. Albert, Chorherr in Aix. Historia hierosolimitanse 
expeditionis edita ab Alberto canonico ac custode Aquensis Ecclesise. Bei 
Bongars 1. c. 184 sqq., zumal 272 sqq. Beachtens werth. 

f. 1095 — 1106. Ein ungenannter. Gesta Francorum expugnanlium 
Hierusalem. Bei Bongars 1. c. 561 sqq. Mit diesem abdrucke verglich ich 
einen grossen theil des ms. auf der Universitätsbibliothek in München, nr. 672, 
auf papier, aus dem 14. jahrhundert, und fand, dass jener vollständiger, 
mithin vorzuziehen ist. Eine wesentliche Verschiedenheit ergab sich nirgends, 
ausser dass bei Bongars, 574 oben, das shmstörende : In eadem villa (statt 
valle wie im ms.) inter civitatem et montem Oliveti, vorkommt. Eine andere 
handschrift sah ich auf der hofbibliothek in Wien, neue nr. 3529, auf papier, 
aus dem 15. jahrhundert, mit der rubrik: Gesta Godofridi ducis de Boulion 
et aliorum. S. m. Theoderic. 172. Eine hs. auch in S. Omer. S. Haenel 
Catal. 162, 267. Besonders beachtenswerth s. 572 sqq. (Bongars). 

g. 1100 — 1124. Ein ungenannter. Secunda pars Historise hieroso- 
limitanse. Bei Bongars 594 sqq. 

C. 1098. Ein ungenannter. Innominatus I. in meinem Theoderic. 

113 sqq.: Descriptio sanctorum locorum, und 238 ff. die bemerkungen dazu. 

Eine bedenkliche, immerhin interessante Zusammenstellung der zeit nach weit 
aus einander liegender angaben. 

1099. Raoul von Caen, der jedoch erst 1107 nach Syrien kam, in- 
desser die kriegsereignisse des j. 1099 nach glaubwürdigen zeugen niederschrei- 
ben konnte. Gesta Tancredi in expeditione Jerosolymitana, auctore Radulfo 
Cadomensij in E. Martene’s und U. Durand’s Thesaurus novus affädector., 
t. 3. p. 108 sq. Fol. S. 181 ff. eine stückhafte beschreibung von Jerusalem 
und seinem weichbilde. Auch im 5. t. der Rer. ital. scriptores von A. 
Muratori. 

1102 f. Per kaufmann Säwulf, später mönch. in der abtei Malmes- 
bury. Relatio de Peregrinatione Ssewulfi ad Hierosolymam, et Terram Sanc- 
tam, in den Relations des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage 
et Ssewulf publ. par Fr. Michel et Th. Wright. 4. S. 237—74. Ein son- 
derabdruck erschien in Paris, Bourgogne, 1839, als Extrait du Recueil de 
Voyages et de Mdmoires de la Socidtd de Gdographie de Paris (Paris 1839), 
unter dem titel: Relation des Voyages de Ssewulf ä Jerusalem et en Terre- 



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14 



Sainte, mit einer einleitung von d’Avezac. Vgl. oben sub anno 865 Bemard. 
Vollständig übersetzt mit den berichtigungen des lateinischen texte s nach 
E. Willis ithe Church of the Holy Sepulchre. London 1849. 141 sqq.) in 
Th. Wright’s Early Travels 31 sqq. S. auch Wright XIX sq., XXIX sq., 
Petzholdt’s Anz., 1862, 142. Die erzählung ist treuherzig und beach- 
tenswerth. 

1103 — 1250. Das urkundenbuch der grabkirche in Jerusalem. 

Privilegia Ecclesie Sancti Sepulcri Iherusalem. Sie wurden nach hss. im 
Vatikan von Eugen de Roziere unter dem titel: Cartulaire de l’figlise du 
Saint Söpulcre de Jerusalem in Paris, imprimerie nationale, 1849, 4., heraus- 
gegeben. Es ist eine ungemein schätzbare Sammlung von urkunden. Dieser 
hält dem werthe nach die wage des Sebastian Paoli unentbehrlicher Codice 
diplomatico del Sacro Militare Ordine Gerosolimitano. Lucca 1733. Fol. 

2 voll. Ich kann nicht sagen, wie weit folgendes, von Fulg. Rignon ange- 
führtes (Annales du Commissariat gönöral en T. S., Paris 1861, 95) buch 
einschlägt : Ancients Statuts de l’Ordre Hospitalier et Militaire du S.-Söpulcre 
de Jerusalem, suivis des Bulles, Lettres Patentes et Reglements authentiques 
dudit Ordre. Paris 1776. 8. N 

C. 1112. Der h. Theotonius. S. Theotonii vita auctore cosevo cano- 
nico regulari, in Bollandi Acta sanctor., 18. febr v 108 sqq. Die Chorherren 
des h. grabes wollten Theotonius in ihr stift aufnehmen; allein er konnte 
sich nicht dazu verstehen, ohne vorerst nach Spanien zurückzukehren und 
dort seine häuslichen angelegenheiten zu ordnen. Er blieb aber für immer 
in seinem vaterlande. Die erzählung, so kurz sie ist, dient der historischen 
kritik. Auch andere biographien der heiligen bei den Bollandisten führen 
ins h. Land, und gewähren einige belehruug. 

1113 — 1115. Der russische abt Daniel. Die reisebeschreibung Da- 
niels erschien in den von Sacharoff herausgegebenen Reisen der Russen im 
Ausland (Puteschestwia Russkich ludei w tschujia zemli). 2. ausg. St. Peters- 
burg 1837. 1, 34. Eine Übersetzung besorgte Abraham von Noroff: Pöleri- 
nage en Terre Sainte de rigoumöne russe Daniel. St. Pötersbourg, imprimerie * 
de l’Acadömie Imperiale des Sciences, 1864. 4. VIII, 220 s. Mit karten und 
plänen. Von s. 145 an folgt der russische text: IIAdOMHWvb t ^AHM*lA 
MHMXA. 30 mss. wurden benutzt, um den text herzustellen. Man liest die 
schrift mit grosser aufmerksamkeit und mit nicht wenig belehrung ; doch ist 
nicht alles klar genug, um es gehörig für die Wissenschaft verarbeiten zu 
können. Lehrreich sind auch die kritischen oder auch weniger kritischen 
bemerkungen des herausgebers. Vgl. Top. I, XVIII. 

G. 1150. Eine anonyme beschreibung von Palästina. De situ urbis 
Jerusalem et de Locis Sanctis intra ipsam urbem sive circumjacentibus, in 
de Vogüd’s figlises de la Terre Sainte 412—433 in 4. Abgefasst wurde 
eigentlich die handschrift, welche hier a^gedruckt vorliegt, zwischen 1151 
und 1157. Es ist eine wahre kompilazion; es wurden mehrere stücke zu- 
sammengesetzt, die auch ein verschiedenes alter haben mögen. Ein stück 
findet sich' im brtisseler pergamentcod. nr. 9826, aus dem 13. jahrhundert, 
von s. 127 an: Descriptio locorum circa Hierusalem adiacentium. Ebron me- 
tropolis. S. Vogüö 4! 4. Die schrift endet wie bei Vogüd 433 mit dem 
epitaphium und den königen Balduinus de Burgo und Fulco tertius ; nur ist 
noch (139 sqq.) ein verzeichniss der bischöfe von Jerusalem angehängt. Im- 



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Hierhin ist die schrift, welche einem ältern, noch nicht bekannten compendium 
sehr nahe kommen muss, von bedeutendem werthe. S. die einleitung de 
Vogüö’s 408 sqq., m. Theoderic. 150,f., 1 59 f. 

C. 1150. Der isländische abt Niklaus. Symbol# ad geographiam 
medii aevi, ex monumentis islandicis. Ed. . Ericus Christ. Werlauff. Hauniae, 
Gyldendal, 1821. 4. S. Anniversaria in memoriam reipublic# . . Daniae ,. . 
restauratae indicit regiae universitatis Hauniensis rector. Hauniae, Schulz, 
1821. Darin s. 9 sqq. ohne Überschrift die beschreibung der reise durch 
Deutschland, die Schweiz, durch Italien nach Kypern und ins h. Land (28 
— ^i), eine lateinische Übersetzung neben dem original, mit einem plan von 
Jerusalem. Der abt Nikiaus darf, nach Werlauff, genau genommen, nicht 
als Verfasser angesehen werden, sondern derselbe schrieb, wie einst Adam- 
nan, nach der mündlichen erzählung des pilgers; allein am ende der schrift 
(32 b) steht, gegen diese behauptung, ausdrücklich: Itinerarium hoc r civita- 
tum enumeratio, caeteraque notitia literis mandata est ex ore Nicolai Ab - 
batis. Das alter lässt sich auch danach bestimmen, dass erwähnt wird, 
Askalon, das erst 1153 in die hände der Christen fiel, sei noch heidnisch. 
Die sehr kurze schrift gewährt einige belehrung. Es gab auch andere 
reisebeschreibungen oder anleitungen für den pilger, welche in altnordischer 
spräche abgefasst waren, aber trotzdem den lateinischen titel Flores pere- 
grinationis hatten. Bemerkenswerth ist eine kompilazion theils historischen, 
theils theologischen inhalts, abgefasst auf befehl des königs Häkon Magnüs 
son im 1 3. jahrhundert, unter der Überschrift Stjörn (Ghristiania ISÜ1 — 63. 8.) 
bekannt. 2 monographien in altnordischer spräche, welche die h. stadt und 
ihre Umgebungen zum vorwurfe haben, und dem werthe nach den arbeiten 
der lateiner und franzosen gleich gestellt werden, erschienen in den Anti- 
quites Kusses 2, 415 — 423. Zu erwähnen ist eine anonyme dänische be- 
schreibung: Thee Helliae Staedhe (ms. Arn.-Magn., n. 792, 4., fol., 188 — 
196), wovon 2 bruchstücke von Brandt (306 — 310) veröffentlicht wurden. 
Dazu kommen noch die fragmente der reise des bruders Mauritius, welcher 
als kaplan einen hohen baron vom hofe Häkon des grossen, königs von Nor- 
wegen, im 12. jahrliunderte begleitete; das ms. wird in den archiven zu 
Christiania aufbewahrt. Dann einige stellen des buches von Skalhölt (Anti- 
quitds Kusses 2, 442 — 448) und das itinerär des kanzlers Haukr (Antiqq. 
Russ. 2, 426 — 442). Ich warf die skandinaven zusammen, weil ich, ausser 
dem abte Nikolaus, keinen kenne und mich berufen muss auf Paul Riant’s 
Expdditions et Pelerinages en Terre Saintc. Paris 1865. 8. S. 7, 62, 72, 
82, 441 sqq. * 

1153. Der gelehrte mohammedaner Esch-Scherif el-£drisi. Ano- 
nym erschien ein auszug aus seinem buche tyj nashet el- 

meschtak (vergnügen eines neugierigen) unter dem titel: Geographia Nvbien- 
sis id est accvratissima totivs orbis in septem climata divisi descriptio, con- 
tinens praesertim exactam vniuersse Asise, et Africae, rerumque in ijs hactenus 
incognitarum explicationem. Recenter ex Arabico in Latinum versa a Ga- 
briele Sionita . . et Ioanne Hesronita. ., Maronitis. Paris., Blageart, 1619. 4. 
Der titel Nubiensis rührt vom irrthum her, dass die arabischen herausgeber 
annahmen, der Verfasser sei ein nubier ; er wurde in Ceuta geboren. Ara- 
bisch früher in Rom 1592, 4., in Madrid 1799, 8. Die Syria descripta a 
Scherifo El-Edrisio et Khalil Ben-Schahin Dhaheri gab E. F. C. Rosenmttller 



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16 



(Lips., A. Barth, 1828. 4.) lateinisch und arabisch mit noten heraus. Ita- 
lienisch von Dominico Mauri (Colleg. romano, 1632). Eine andere italienische 
Übersetzung von Bernardo Baldi findet sich handschriftlich in Montpellier. 
S. Haenel Catal. 236. Die geographie, von Amöd. Jaubert ins französische 
übersetzt, erschien im Recueil de Voyages et de Mömoires, publid par la 
Socidtd de Gdographie. Paris, A. Bertrand, 1836. 4. t. 5. Ein kurzer aus- 
zug in englischer Übersetzung bei G. Williams Mem.) 130 sqq. Diesen wich- 
tigen arabischen Schriftsteller führe ich vielleicht nicht mit recht hier an, 
weil es ungewiss ist, ob er Syrien und Palästina aus eigner anschauung 
kennt. Vor 1153 konnte das buch nicht geschrieben sein, weil der Ver- 
fasser die eroberung Askalons berührt. Vgl. J. Melch. Hartmann’s Edrisii 
Africa. Gotting. 1796, 8., Bellermann 2, 41 f., C. Rommel, Abulfeda Ara- 
bise descriptio, Gott. 1802 (litt.), IV, Robinson 2, 536, Grässe’s Trds. 2, 463. 
Sehr viele christliche reisebeschreiber könnten des moslem humanität und 
toleranz oder nächstenliebe zum vorbilde nehmen. 

C. 1155. Der pseudonyme Eugesippus oder Eretellus. Tractatus 
de distantiis Locorum Terrse Sanctae. Quem compilavit Evgesippus A. D. 
1040. In Leonis Allatii —v/u/mxTa .. Ed .. Barth. Nihvsio. Colon. Agr., I. 
Kalkofen, 1653. 12. S. 104 — 120. Ein abdruck auch, besonders paginirt, 
hinter des Josephi Genesii de rebus constantinopol. libri IV in Venedig 1733. 
Unter dem namen Fretellus wurde diese Schrift in Stephan. Baluzii Miscel- 
lanea . . aucta opera et studio Ioann. Dorain. Mansi, Luc® 1761, t. 1. p. 
434 sqq., veröffentlicht, wo auch 8. 602 zu vergleichen ist. Beide drucke 
sind sehr inkorrekt. Laurent hat zuerst wieder darauf aufmerksam gemacht, 
dass Eugesippus und Fretellus das gleiche geschrieben haben oder dem einen 
untergeschoben wurde, irrte aber in der annahme, dass in Eugesippus der 
falsche und in Fretellus der wahre name erkannt werden müsse. S. R. Nau- 
mann’s Serapeum. Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde 
und ältere Litteratur. Leipzig, T. O. Weigel, 1858, 101 ff.; auch im jahr- 
gang 1865 kam jener darauf zurück. S. einlässliches in m. Theoderic. 151 ff. 
Ich hätte nur noch zusetzen können, dass im brittischen museuin zu London 
ein papiercodex, der aber, defekt, nur bis Jerusalem reicht, aufbewahrt wird. 
S. Biblioth. Arundel, nr. 291, 4., s. 6S a. Ferner ebendaselbst, Biblioth. 
Cottonian, Caligula A. 3. Dieser pergaraentcodex, 4., enthält voran: Croni- 
con Nicholai Glocestri ab initio mundi usque ad annum 838, und s. 20 sqq. 
liest man: Modo autem, reverende mi domine, quantum a parvitate uostra 
sacrorum locorum terre promissionis, scilicet israelitice regionis, noticiam 
querere dignatus es, prout sanius potero, sublimitati tue diligenter elucidare 
non dedignabor. Uertam eja stilum u. s. f. Zuletzt folgt eine liste der 
könige und Patriarchen von Jerusalem. Durch meine Vergleichung des 
Eugesippus-Fretellus mit dem Theoderich in den noten wird wol eine be- 
richtigte ausgabe der erstem zwei überflüssig, da ihr wertli ohnehin nicht 
hoch angeschlagen werden darf, und die abfassung etwas unordentlich ist. 
Es wäre Zeitverschwendung, wenn man die unstatthaftigkeit des j. 1040 
beweisen wollte. 

C. 1157. Berthold IV., herzog von Henrieberg. De Itineribus 
religiosis quorundam comitum ac principvm Hennebergi® in Palsestinam sche- 
diasma prius. Meining®, J. C. Hassert, 1735. 4. Die reise des herzogs 
wurde 1157 angetreten, und er starb während derselben. Nach dem Sche- 
diasma posterius (Meining® 1736) fand Wilhelm I. den tod auf der Jerusalem- 



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fahrt 1426. Wilhelm III. reiste mit dem herzog Albrecht. Die beiden 
schediasma sind eine lyzealschrift von Chr. Albr. Erck. Sie enthält für die 
geographie kaum nennenswerthes, und ich würde sie hier nicht eingereiht 
haben, wenn nicht der vielversprechende titel andere verleiten könnte, sie 
mit mühe aufzusuchen. 

1160—1173. Der jüdische kaufmann, Rabbi Benjamin Ben Jonah 
aus Tndela in Navarra. Itinerarivm Benjaminis (Tudelensis). Cum Ver- 
sione et Notis Constantini L’Emperevr ab Oppyck. Lugd. Bat., Elzevir, 
1633. Kl. 8. Öfter gedruckt, z. B. ex versione Benedicti Arise Montani, 
Lips. 1764, .auch in Hornii Ulyssea 339 — 428 (Stuck 2, 13), französisch in 
den Yoyages . . en Asie dans les XII, XIU, XIV et XV siöcles. Par P. Berge- 
ron. La Haye 1735, 4., tome 1: Voyage du cölebre Benjamin, und ein jahr 
früher in Amsterdam, 8., par J. P. Baratier. Eine neue französische aus- 
gabe besorgte E. Carmoly (Brüssel 1852). Eine sehr gute ausgabe ist die 
englische: The Itinerary of Rabby Benjamin of Tudela. Translated and 
edited by A. Asher. London and Berlin 1841 sq. 8. 2 voll. Ebenfalls in 
Wright’s Early Travels 63 — 126. Eine holländische Übersetzung von J. 
Keijzer in Leyden 1847. Nach Carmoly erschien die 1. ausgabe hebräisch 
1543 in Konstantinopel, die 1. Übertragung, eine lateinische, 1575 in Ant- 
werpen, und er zählte überhaupt 9 ausgaben des Originals und 26 Über- 
setzungen in lateinischer, englischer, französischer, holländischer und jüdisch- 
deutscher spräche. Vgl. Meusel 1, 2, 725 ff., Robinson 2, 536, Zarncke’s 
literar. Centralblatt, 1852, 587. Die darstellung des spanischen juden, der 
unter der herrschaft der franken % ungestört Palästina durchreisete, ist so 
glaubwürdig als di© anderer reisebeschreiber zu seiner zeit und darf nicht 
übergangen werden, wenn sich auch hier und da märchenhaftes einschlich. 

C. 1165. Der priester Johannes Würzburger oder von Würzbnrg. 

Johannis Wirzburgensis . . descriptio Terrae Sanctae. Eruit ex Cod. MS. 
Inclyti monasterii Tegernseensis in Boiaria . . Romanus Krinner. In B. Pezii 
Thesaurus anecdotorum noviss. Aug. Vind. 1721. Fol. T. I . p. 3. pag. 4S4 sqq. 
Dieses ms. scheint sich noch in der münehner- Staatsbibliothek vorzufinden; 
denn Haneberg am oben sub anno 333 a. o. 37 führt einen cod. von Tegern- 
see 1418 unter cod.' lat. 19418 an. Eine andere und zwar schöne und 
korrekte hs. findet sich auf der Universitätsbibliothek in Berlin, ms. lat. 32, 
pergament, 8., bl. 1 — 33, aus dem 15. jahrhundert. Da der druck etwas 
verdorben aussieht, so sollten wol für einen neuen abdruck die hss. zu rathe 
gezogen werden. Deutsch als auszug in der Taschen-Bibliothek von J. Heinr. 
Jäck 2, 76 ff., aber kaum brauchbar. Der gelehrte Ruland in Würzburg 
stellt die ansicht auf, dass Johannes Würzburger kein anderer sei als der 
dichter und redner, meister Johann Gail, ein geborner franzose. S. Theo- 
deric. 144 f. Die Schrift, von Robinson 2, 538 tief unterschätzt, ist werth- 
voll und neben Theoderich unentbehrlich. S. Vogüd 1. c. 183, Topogr. I, 
XVIII, Theoderic. 146 ff., 160 f., 169 f. 

C. 1165. Pilgernotizen des priesters Othmar. Visio Othmari pres- 
byteri. Nach einer hs. in einer baierischen bibliothek bei Jakob Gretser, 
t. 3. de 8. cruce 4. p. horti S. Crucis c. 29 et 30, auch bei Öuaresm. 2,590 sq. 
Kurz, bei letzterem nur 28 halbseitige zeilen, und doch nicht zu übersehen. 

C. 1170. Der mönch Epiphanios von Jerusalem. Desselben Jitiytj- 
oig . . 7t&qI rfjg Svgiag, xai r rjg aylag IldXewg, xrxt rcoy h> avrfj aylmv 

T o b 1 e r , Bibliographia. 2 



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18 



T07 iwy, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellius, in Leonis Allatii 
2v{i/LiixTa 48 — 63. Früher ungenau in der Expositio Thematvm Domini- 

corvm et Memorabilivm quse Hierosolymis svnt. Avtoribus et testibvs ocv- 
latis, poeta Graeco anonymo, et Epiphanio Monacho S. Vrbis ciue, Logogra- 
pho minime spernendo. Fed. Morellivs . . expressit. Lvtetiae, Fed. Morelli, 
1620. Kl. .8. Eine andere ausgabe auch indem sub anno 1155 (Eugesippus) 
angeführten werke von Genesius. Nach Ebert ist das buch in Amsterdam 
bei Waesberghe erschienen. Ob die beschreibung auch in Epiphan. Mon. et 
presb. Edita et Inedita cura Alb. Dressei, Paris, et Lips., 1843, 8., enthal- 
ten ist, weiss ich nicht. S. Robinson 2, 538, Topogr. 1, XX, Petzholdt’s 
Anz. % 1862, 143, Tkeoderic. 150, Grässe’s Trös. 2, 487. Der schrift gibt 
der umstand einigen werth, dass der Verfasser den griechischen Standpunkt 
einnahm. 

C. 1170. Eine anonyme beschreibung des h. Landes. Sie beginnt 
ohne Überschrift mit den Worten: Per viam superiorem ab Accaron in s. 
civitatem pergentibus. Als Innominatus II. abgedruckt hinter dem Theode- 
rich 118 sqq. Vgl. daselbst meine bemerkungen 248 ff. Die schrift enthält 
einiges, was man anderwärts nicht findet. 

C. *1170. Kurze beschreibung der heiligen Stätten von einem un- 
genannten. Descriptio itineris in Terram Sanctam, in Joh. Georg. Eccardi 
Corp. histor. medii aevi, 2, sp. 1346 — 1 348,. abgedruckt. Der text ist etwas 
korrupt, kann aber doch zu Vergleichung mit andern beschreibungen ver- 
wendet werden. 

1172. Heinrich der Löwe, herzog von Baiern und Sachsen. Der 

reisebericht des abtes Arnold von Lübeck findet sich s. 241 — 58 in der 
Chronica Slavorum Helmoldi . . et Arnoldi. Lubecae, Wessel, 1659. 4. Der 
gleiche bericht auch in der titelausgabe von J. Möller. Lub., Böckmann, 
1702, 4., so wie in Scriptorum Brunsvicensia illustrantium t. 2. Cura G. Gv. 
Leibnitii. Hanoverae, Foerster, 1710. Fol. S. 630 — 637. Eine deutsche Über- 
setzung lieferte J. C. M. Laurent nach der ausgabe in den Monumenta Ger- 
maniae. Mit einer Vorrede von J. M. Lappenberg. Berlin 1853. Vortitel: 
Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 3, 28 1 ff. Ich benutzte: Dissertatio 
historico -geographica, exponens glor. mem. Principis Henrici Leonis, Dvcis 
Bavariae et Saxoniae, Iter Hierosolymitanum . . a Praeside . . J. Frid. Schmid 
.. Respondente Christ. Conr. Clodio. Helmstad., G. W. Hamm, 1711. 4. 1 bl., 
86 s. In einem wüst von gelehrsamkeit ist das brauchbare schwer heraus- 
zufinden. Man sehe von s. 41 an. Der herzog beschenkte reichlich die 
grabkirche in Jerusalem. S. Petzholdtfs Anz., 1862, 144. 

C. 1172. Der wolunterrichtete deutsche Theodericb. Theoderici 
libellus de Locis Sanctis editus . . Cui accedunt breviores aliquot descriptiones 
Terrae Sanctae. Nach hss. mit bemerkungen herausgegeben von Titus Tobler. 
St. Gallen, Huber. Paris, Franck, 1865. Kl. 8. Pater Wilh. An t. Neumann, 
kapitular des Cisterzienser- Stiftes Heiligenkreuz unweit Wien, machte mich 
darauf aufmerksam, dass bei Trithemius de Viris 111. O. S. B. 1. 2. c. 16. 
stehe: Theodericus Monachus Hirsaugiensis vir doctus et eloquens scripsit de 
locis Terrae Sanctae libr. I. Es unterliegt keinem zweifei, dass die schrift 
von Theodericb zu den bedeutendsten mittelalterlichen berichten über das h. 
Land gehöre, urtheilt Haneberg im sub anno 333 angeführten litteraturblatt 
(34), und ich unterschreibe dieses urtheil. 



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1175. Der Vicedominus Burkhard (Gerhard) von Strassburg. Gerardi 
Friderici I. in iEgyptum et Syriam ad Saladinum legati Itinerarium, in der 
sub anno 1172 angeführten Chronica Slavor. 516 — 525; deutsch von Laurent 
a. oben sub anno 1172 a. o. 281 ff. Unter dem namen Magister Burchar- 
dus, Vice-Dompnus Gentinensis (wol Argentinensis) Ecclesie, erschien der 
kurze gesandtschaftsbericht hinter Jules de St.-Genois’ Thietmar 58—61, von 
J. C. M. Laurent nach hss. berichtigt im Serapeum, 1858, sonderabdruck 
Leipz., Weigel, 1858. 5 — 12. Allein beide ausgaben müssen eine bearbeitung 
des ursprünglichen textes sein, weil voran das jahr 1175 steht, und doch 
wiederholt auf den spätem Thietmar verwiesen wird. Der abstecher nach 
Jerusalem wird bei St.-Genois nicht erwähnt, dagegen bei Laurent 1 1 f. mit 
den wenigen zeilen : Inde (nahe bei Damaskus) a quodam patriarcha Jheroso- 
limis perducta fuit (ein Marienbild). Tune temporis quedam abbatissa supra- 
dicti loci causa oracionis et peregrinacionis in Jherusalem peregrinauit, et 
impetrata tabula a domino patriarcha Jherosolimitano eam secum ad suam 
ecclesiam transportauit. Accidit autem hoc anno incarn. Dom. CCCLXX. Sed 
postea paucis annis elapsis cepit ymago picta crescere et fortiter ex ea sacrum 
oleum emanare. Deinde procedens vsque ad Accaron veni. Deinde Jherosoli- 
nris. A Jherosolimis veni vsque Aschalon. Hec ciuitas supra mare sita est 
et parua, muris et fossis valde munita, et est satis sana. Abiui uero per 
desertum. Nach Laurent (a. a. o. 3 f.) steht fest, dass der Verfasser nicht 
Gerhard, sondern Burkhard hiess. S. auch Ritter’s Erdk. 15, 40 f., Robinson 
2, 536 sq., Petzholdtfs Anz., 1862, 145. 

1175—1180. Der Rabbi Petachia von Regensburg. Peregrinatio 
R. Petachiae, in Joh. Christ. Wagenseil Exercitationes sex varii argumenti. 
Altdorf., Schönnerstsedt, 1687. 4. 160 — 203. Hebräisch und lateinisch auch 
in Ugolinus’ Thesaurus antiqq. 6, 1166 — 1192. Französisch und hebräisch: 
Tour du Monde, ou Yoyage du Rabbin Pötachia . ., enthalten im Nouveau 
Journal Asiatique, Paris 1831, t. 8. p. 257 — 307, 353 — 413, von E. Carmoly. 
Hebräisch und englisch von A. Benisch, mit noten von ihm und W. F. Ains- 
wortb. London 1856. S. Robinson 2, 536, Petzholdfs Anz., 1862, 144 f. 
Die schrift enthält wenig einschlagendes, und dieses noch ist von geringem 
belang. 

C. 1180. Eine kurze beschreibung der h. Stätten in Jerusalem 
und Bethlehem von einem ungenannten. Sie beginnt: Oies la deuise del 
sainct liu de iherusalem qui onques les uora cerkier por orer, und ist abge- 
druckt in der Topogr. 2, 1003 — 1006. Weil die kirche in Mär Eliäs, die 
um 1160 wieder hergestellt war, gleichwie beim Innominatus II. (Theoderic. 
126), als bestehend erwähnt wurde, so nahm ich schon deswegen eine spätere 
zahl als wahrscheinlich an. Die kirche mit dem prätorium steht noch ohne 
schwanken auf dem berge Zion, und man darf mithin auch nicht zum j. 1187 
heruntergehen. Die klare pilgeranleitung verdient einige beachtung; in eini- 
gen stücken kann die Citez de Iherusalem ergänzt werden. 

C. 1180. Eine anonyme aufzählung der h. Stätten. Sie beginnt 
ohne aufschrift: Ego iui de Accon in Caifa, und endet in Tortosa, vbi fece- 
runt capellam in honore beate virginis. Nach der Heil.-Kreuzer-hs. nr. 88 in 
der österreichischen Vierteljahresschrift für kathol. Theologie . . von Th. Wiede- 
mann, Wien, 1866, 8., s. 221—257, als Innominatus V. (211) im anschluss 
an meine 4 Innominati herausgegeben von W. Ant. Neumann. Belehrend 
ist die Einleitung (211 — 221) und sehr reichhaltig und umfassend sind die 

2 * 



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anmm. Der cod. F. 12 im chorherrenstifte S. Florian enthält auch die 
2. hälfte, wie sie bei Thomas vorkommt (s. 22 f. sub a. 1187), nach einer 
brieflichen mittheilung von pater Neumann. Das pilgerbüchlein ist kurz, 
enthält wenig deskriptives, meist distanzangaben , doch auch einiges neue, 
weswegen man durch den druck eine willkommene gäbe erhalten hat. 

C. 1182—1185. Der historiker Wilhelm, erzbischof von Sftr. Belli 
sacri historia Libris XXIII comprehensa, de Hierosolyma, ac Terra Promis- 
öionis . . Gvilielmo Tyrio .. autore . Basil., Brylinger et Op., 1549. Fol. 
Andere ausgaben daselbst 1560, 15S3. Die Historia rervm in partibvs 
transmarinis gestarvm . . Edita a . . Willermo Tyrensi, erschien auch in den 
Gesta Dei per Francos von Bongars, s. 629 — 1043. Statt Guilielmus kommt 
im spanischen auch die form Guillermo vor. Nach de Saulcy (Voyage en 
Terre Sainte. Paris 1865. I, 88) gibt es eine lateinische Edition de l’Acaddmie 
des Inscriptions et Belles-Lettres , t. 1. Da weiter nichts bemerkt ist, so 
kann ich nicht angeben, ob vielleicht diese edizion nach dem pergamentcod. 
in der bibliothek der medizinischen schule in Montpellier vom grafen Beugnot 
besorgt wurde (s. meine ausgabe des Antoninus Martyr 62 f.). Dass die 
berichtigung des textes geboten war, liegt auf der hand, und gerade wegen 
des verschiedenen lautes geriethen Karl v. Raumer und ich ein wenig an 
einander. Schon Kunstmann in München machte auf die abweichenden aus- 
gaben aufmerksam. G. Philipps und Görres, hist, polit. Blätter, 1858,196. 
Besonders s. man, namentlich über die noch vorhandenen hss. Paul Riant: 
De Haymaro Monacho . . Accedit eiusdem Haymari M. de expugnata 1191 
Accone lib. tetrastichus. Paris. 1865. 8. P. 7 sqq. Ueber eine italienische 
Übersetzung schreibt Riant 1. c. 22: Prava eadem lectio in Italica Guillelmi 
Tyrii versione, a Laurentio Florentino 1347 conscripta, reperitur: qui, in 
1. 20. c. 1.(1167), mentionem quamdara ‘Willelmi Acconensis episcopi’ recte 
primum translatum (Guglielmo vescovo d’Acri) ipse, addita uota, adulterat 
(Arcivescovo d’Acri). Cod. ms. bibl. Laurent., plut. 61, nr. 15, fol. 186. Ins 
französische wurde Wilhelm von Gabriel du Pröau übersetzt. S. Riant 1. c. 25. 
Französische Übersetzungen sind handschriftlich vorhanden in Besan^on (aus 
dem 13.jahrh.) und in der Bibliotheque de rinstitut zu Paris (pergament- 
cod.). S. Haenel Catal. 71, 295. Eine deutsche Übersetzung lieferte E. und 
R. Kausler mit 2 plänen und 1 karte. Stuttgart 1840. 8. In dem werke 
des besten geschichtschreibers der kreuzzüge trifft man manche sehr schätz- 
bare geographische episode, z. b. 1. 8. c. 1 sqq. 

C. 1185. Eine kurze anleitung von einem ungenannten. Sie be- 
ginnt: Omnibus volentibus visitare Sepulchrum Domini, occurrunt loca ista: 
In Nazareth . ., und endet bei Jerusalem: Inde ubi natus est s. Johannes 
, Baptista, mit der aufschrift des herausgebers : Instructio sive enarratio quae- 
dam locorum Terrae sanctae, eorum praesertim quae in templo s. Sepulchri 
visuntur, ex antiquo manuscripto accepta. In dem oben sub anno 1165 
angeführten buch von Gretser und bei Quaresm. 2, 5S7, hier nicht einmal 
eine folioseite füllend. Vor 1184 konnte die anleitung nicht geschrieben 
sein, da sie ad puteum Jacob kommt, der erst 1184 aufgedeckt wurde. 
Topogr. 2, 60. Vgl Bernard. Thesaurar. in Guizot’s Collection’ des Mömoires 
pour l’histoire de la France, t. 1 9. p. 14. S. auch Topogr. 1, XIX. Eine 
hs. K. 31 findet sich, nach Neumann, in Melk; aus dem 12. jahrhundert. 
Vielleicht liess Gretser sie drucken. Nicht zu übersehen. 

1185. Der mönch Johannes Phokas von Kreta. Seine 'Excpgcung ly 



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cvyotyti % (Sy an ^Avxioydag fit/qig c hqoGoXv/na)y xuoTQwy , xai /(oqcoy , 
JEvqiag, (Doiyixrjg, xai t&v xaxä TIaXaiGiiyt]v ayiwy roncay, mit lateinischer 
Übersetzung von Barthold Neuhaus (Nihusius) in Leonis Allatii ^v/u/lux za 
1 — 46. Eine andere ausgabe auch in dem sub a. 1155 (Eugesippus) ange- 
führten werke von Genesius, nach Ebert und Petzholdt (Anz., 1862, 146) 
ebenfalls in Amsterdam bei Waesberghe. Lateinisch in Bollandi Acta 
sanctorum, maji t. 2. p. I sqq. Phokas, der sohn des mönches Matthäus, 
der auf der insei Patmos lebte, ist schon deswegen von werth, weil er 
zwei jahre eher, als die Christen Jerusalem räumeq mussten, die kirchen und 
klöster, vomämlich dieser stadt und ihrer Umgebung, ziemlich ausführlich 
schilderte. 

1187. Die ausführliche beschreibung der stadt Jerusalem und der 
Umgebung von Hugo Plagon. Ci orroiz lestat de la eite de Iherusalem, 
comment eie siet (berner-cod. 41), gewöhnlich unter dem titel: La citez de 
Iherusalem 1187, zitirt. Die altfrauzösische beschreibung erschien zuerst 
als note auszüglich in des grafen Beugnot Assises de Jerusalem, 2, 531 sqq., 
beginnend mit den Worten: En quel estat la citez de Jerusalem et li seins 
lieu estoient ä ce jour, und geht bis ä Romme, welche der herausgeber auf 
der Bibliothfcque royale erhielt und sie als genau und im 13. jahrhundert 
abgefasst bezeichnet. Aufgenommen auch von Schultz 107 sqq., Williams 
(Mem.) 134 sqq., Holy City, 1849, 1, app. 134, von Robinson 2, 556 sqq., 
ins englische mit vielen fehlem, wahrscheinlich aus Williams, übersetzt bei 
Barclay 368 — 377. Der urtext war ohnehin sehr fehlerhaft, und ich gab 
1854 nach 3 berner-hss. einen vielfach berichtigten heraus in der Topogr. 
2, 987 — 1002. Nach Aless. Bassi (Rignon’s Annal., 1863, 104) wurde 1859 
die nämliche beschreibung von der akademie der inschriften und schönen 
Wissenschaften im Recueil des historiens des Croisades, t. 2., veröffentlicht. 
Bassi rühmt diese ausgabe als die beste. Uebrigens ist seine, wie de Saul- 
cy’s (Voyage en T. S. 2, 21) bibliographische bezeichnung von der art, dass 
ich nicht weiss, ob der eigentliche herausgeber der graf Beugnot ist. Ein 
jahr nachher erschien diese beschreibung nach der nämlichen quelle in den 
figlises de la T. S. des grafen de Vogüö, ohne dass dieser der letzten aus- 
gabe gedachte, als anhang von s. 436 bis 444. Ein ms., welches, so weit 
ich nachsah, den text gerade so enthält wie bei Vogtie, findet sich in Brüssel, 
pergamentcod. in folio, doppelkolumnig, nr. 9493, aus dem 1 3. jahrhundert. 
Es ist eine fortsetzung der geschichte des Wilhelm von Sür, bringt aber das 
stück nicht bei der eroberung Jerusalems durch Saläh ed-Din an, sondern 
17 zeilen unter dem satze: En grant peril laissat Federic les crestiens en 
la eite de iherusalem. Quar eie estoit toute declose sanz fermete (1229). 
Endet: obeissans a Rome si come en disoit. Man entdeckte indess in neuerer 
zeit noch andere manuskripte, und es wäre zu wünschen, dass einmal eine 
kritische ausgabe veranstaltet würde. Ueber den namen des fortsetzers der 
geschichte von Wilhelm dem Tyrier ist man noch nicht einig. Ich folgte Du 
Gange und Marin (Geschichte Saladins. Zelle 1761. Vorne unter den Schrift- 
stellern), welcher letztere erklärt, dass der wahre Continuator Guilielmi Tyrii 
bei Edm. Martene und U. Durand (t. 5) in Hugo Plagon entdeckt wurde. 
Dagegen führt L. de Mas Latrie in der Bibliothöque de l’öcole de Chartes, 
1859, sept. — oct., 38 sqq., gestützt auf die berner-hs. nr. 41 H: La chronique 
d’Heruoul, valet de Balian d’Ibelin, an, dass auf der reise von Näbulus nach 
Nazareth die Worte eingeschaltet seien: ‘Dont Balian dlbelin fist descendre 



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un suen valet [qui avoit ä nom Hernoul, ce fu eil qui ceste conte fist mettre 
en escrit] et l’envoia dedens le cbasteF (hs. fol. 73) und zwar im gleichen 
Schriftstücke, welches La citez de Iherusalem enthalte. Mas Latrie kommt 
zum schluspe, dass nichts verbürge, Hugo Plagon sei der Verfasser gewesen 
(154 sqq.), und Guizot (Mömoires pour l’histoire de la France 19, VII sq.) 
möchte auch nicht unbedingt beistimmen. Hinwieder bemerkt Bassi (1. c.), 
dass im Recueil der akademie La Citez de Iherusalem einen unter dem 
namen: handschrift Rothelin bekannten theil der fortsetzung von Wilhelm 
ausmache. S. Schultz 115 ff., Topogr. 1, XXII und 2, 984 ff., Planographie 
von Jerusalem 4, 3. Wanderung 413 f., Antoninus Mart. 63 f., Theoderic. 173, 
Robinson 2, 537, de Vogüe 1. c. 433 sq. Der Verfasser gibt sehr interessante 
details, fast alle in so klarer darstellung, dass sie nichts zu wünschen 
übrig lässt. 

C. 1187. Eines ungenannten verzeichniss der heiligen Stätten, 
welche vom pilger besucht werden. Die anleitung, welche unmittelbar 
nach der so eben genannten beschreibung der stadt folgt, beginnt: Nous 
vous avons dit comment la sainte Citez de Iherusalem seoit au jour que 
Salehadin et li autre Sarrazin la conquisterent sur les Chrestiens : apres nous 
dirons des pelerinages, comment li pelerin y aloient, und ist enthalten im 
angeführten werke Vogüö’s 444 sqq. Nach Bassi (1. c.) wurde auch dieses 
verzeichniss von der akademie der inschriften ein jahr früher durch den druck 
bekannt gegeben. Im gleichen brüsseler-ms. (94 93), welches La citez de 
Iherusalem enthält, folgt gleich dieses verzeichniss, welches mehr den von 
Vogüd benutzten mss. Sorb. 383 und 387, F* frang. 8404 (1. c. 434) ent- 
spricht. Ich halte dafür, dass dieses stück von einem andern Verfasser her- 
rühre, weswegen ich es auch getrennt hier aufführe. Der kopist war nur 
bestrebt, mehr oder weniger zusammengehöriges an einander zu reihen ; denn 
in einer geschickte der kreuzzüge sucht man eine pilgeranleitung wol um- 
sonst, während Hugo Plagon eine Schilderung der stadt, wie sie im jahr 
1187 war, ebenso gut einschalten konnte, als seiner zeit der geschichtschreiber 
Flavius Josephus ähnliches gethan hat. Auf jeden Fall wurde die anleitung 
nicht vor 1187 geschrieben, da es im texte lautet: monte Syon: lä fu la 
grant yglise qui est abatue ou Nostre Dame trespassa. Der brüsseler-cod., 
der auch noch die beschreibung der verschiedenen nazionen, nach einigen 
auslassungen über Aegypten, in nachfolge hat, weiset hinten die jahrzahl 
1261. Als ich 1861 in Brüssel die hs. sah, merkte ich mir vor, dass sie 
den druck verdiene. 

G. 1187. Eines ungenannten Schilderung der nazionen, der templer, 
hospitalbrüder , der ehrwürdigen statten, der quellen, berge, thiere, 
bäume, der veränderten namen. Tractatus de locis et statu sancte terre 
ierosolimitane, herausgegeben von G. M. Thomas in den Sitzungsberichten der 
k. baieriseben Akademie der Wissenschaften, 1865, 2. bd. München, G. Franz, 
1865. 8. Sonderabdruck s. 12 — 24. Auch mit vielen anmm. von Wilh. 

Ant. Neumann in der sub anno 1180 angeführten theologischen Vierteljahrs- 
schrift s. 258— 282 als zweite abtheilung. In Brüssel beginnt ein perga- 
mentcod. 10150, kl. 4., aus dem 1 2. jahrhundert: Terra iherosolimitana, und 
endet : plurimos fuisse et nullos, nur 5 seiten zählend. Auf der letzten Seite 
steht die jahrzahl 1190. Nach dem katalog wäre der Verfasser Wilhelmus 
Marchianensis. Der 2. theil ist, aber fehlerhaft genug, manchmal sogar un- 
verständlich , in Eccardi Corp. histor. medii aevi, 2., col. 1350 — 1353, ab- 



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gedruckt. Vgl. oben sub anno 1170. Thomas 10. Der abdruck von Neu- 
mann reicht nur bis s. 24 bei Thomas, und so fehlt bei ihm von: De rege 
et baronibus, an, inbegriffen den abschnitt : De excidio regni et regibus Jeru- 
salem. Das fehlende gehört jedoch mehr der geschichte an. Aehnlich ist 
die papierhandschrift in der bibliotheca rehdigeriana zu Breslau , S. IV. 3. 
p. 22, 4., aus dem 15. jahrhundert, lxix 1 ' — lxiiij. Die aufschrift lautet: 
Sytus et descriptio terre jerosolimitane , und das ende: Explicit Sytus et 
descriptio terre jerosolimitane. Deo gratias Amen. Auch dieser cod., wie 
die münchner, hat die könige u. s. w., und liest man s. lxiij: Rex Guydo. 
Hiis diebus Sybilia . ., cum duobus filiis suis, mortua est. Damit kommt man auf 
das j. 1194, mit den münchner-hss. auf 1107. Je nachdem der kopist in 
späterer zeit lebte, führte er wol die geschichte der könige weiter fort. Der 
kern der schrift fällt unzweifelhaft in das j. 1187 oder in ein früheres jahr ; 
denn die kirche des h. Stephans, der dort' gesteinigt ward, wird als beste- 
hend erwähnt; sie wurde bekanntlich noch vor der belagerung im j. 1187 
geschleift. Man vgl. auch bei Basnage, ausgabe von Burchard, 4. tom. : De 
terra Jerosolymitana. S. Thomas 21, Neumann 272. Auch heisst es (Neu- 
mann 270;: In ecclesia Dominici Sepulcri sunt Canonici S. Augustini. Die 
sorgfältigen herausgeber verdienen den dank für den schätzbaren beitrag. 

1191. Meister Walther Vinsauf. Itinerarium Regis Anglorum Richardi 
Et aliorum in terram Hierosolymorum. Auctore Gaufrido Vinsauf. ln Histo- 
riae Anglicanse scriptores quinque. Oxoniae, Sheldon, 1687. Fol. 2, 245 
— 433. Englisch in den Chronicles of the Crusades. London, H. G. Bohn, 
1848. 8. S. 69 — 339. Nach Reinh. Pauli (Gesch. von England. Hamb. 
1853. 3, 874 ff.) wurde die autorschaft ohne grund dem ritter Gottfried 
Viusauf zugeschrieben. Michaud (Bibliogr. des Croisades 1, 477 sq.) nennt 
den Verfasser Gauthier Vinisauf. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 146. Der geo- 
graph findet einiges brauchbare. 

C. 1200. Boha ed-Din, Schriftführer des Sultäns Saläh ed-Din. 

Vita et res gestae Sultani, Almarichi Alnasiri, Saladini. Auctore Boliadino 
f. Sjeddadi. (arab.) Ed. et latine vertit Albertus Schultens. Lugd. Bat., Lucht- 
mans, 1732. Fol. Titelausgabe 1755. S. Robinson 2, 537. Der index geo- 
graphicus von Schultens ist besonders lehrreich. 

1210. Der Babbi Samuel bar Simson aus Lunel. Itinöraire de Pa- 
lestine, in den Itinöraires de la Terre Sainte . . traduits de Thöbreu . . par 
E. Carmoly. Bruxelles, A. Vandale, 1847. 8. S. 127 — 166. Mit einer ein- 
leitung des herausgebers 115—126. Carmol/s kenntnisse gehen auf der 
Christenseite nicht über Chateaubriand hinaus; nur dass die rittersche karte 
benutzt wurde. Das itinerarium beschränkt sich beinahe nur auf anführung 
von gräbern und ist unwichtig. 

C. 1210. Der bischof und legat Jakob von Vitry. Jacobi de Vitri- 
aco . . Libri dvo. Quorum prior Orientalis , siue Hierosolymitanae : Alter, 
Occidentalis Historiae nomine inscribitur . . opera D. Franc. Moschi . . in lucem 
edit. Dvaci, Balthasar, 1597. 8. Die Praefatio dazu rückte Canisius dem tom. 6. 
Antiq. lect. hinten bei. Auch in Bongars’ Gesta Dei per Francos 1051 — 
1149, und in Martene’s und Durand's Thesaur. Novus Anecdotor. Lut. Paris. 
1717. Fol. Sp. 267 — 306. In Turin findet sich ein ms. auf der Universi- 
tätsbibliothek und ebenso in Berlin (katalog fol. 1 36. b). Andere mss. in 
Arras, S. Omer, in Paris (Biblioth&que de l’Arsenal), in Valencia (descriptio 
terrae sanctae), abgekürzt in Middlehill. S. Haenel Catal. 49, 260, 319, 809, 



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865 f., 1000. Französisch Paris 1604. 12. Jakob wurde später nicht bloss 
bischof, sondern kardinal und wird von Burchard (de Monte Sion) irrig als 
Patriarch angeführt. S. edit. Laurent 45, 73. Die zitirten stellen vgl. bei 
Bongars 1074 und 1079, woraus erhellt, dass die lesarten ein wenig ab- 
weichen, aber auch, dass Jakob wahrscheinlich Jerusalem besuchte, weil er 
Burchard als autorität gilt. Ueberhaupt gibt der französische bischof (be- 
sonders s. 1067 — 1129) eine auf eigne anschauung beruhende physische, 
geographische, theilweise naturhistorische werth volle beschreibung des h. Lan- 
des. J1 ot en france.i.bon clerc qui prescha de le crois qui auoit anon maistres 
iakes de uitri. Cod. ms. bern. 113 p. 160 A\ S. Adrichom. nach s. 286 bl. I", 
Stuck 2, 125, Ritter 15, 44, Petzlioldt’s Anz., 1862, 147, Sur les lettres 
in&iites, die wenige geographische notizen enthalten, Jules de S.-G&iois in 
den Mömoires de l’acad&nie Royale .. de Belgique t. 13 (1849). 

1212. Wilbrand, graf Hallermund von Oldenburg, domherr von 
Hildesheim, nachher bischof von Utrecht. Willebrandi ab Oldenborg, 
Itinerarivm Terrae Sanctae. In Leon. Allatii 2vf.tf.uxza 122 — 152. Ebenfalls 
hinten bei Genesius (s. oben sub anno 1155). Nach Ebert erschien das buch 
auch in Amsterdam bei Waesberghe. Beckmann sagt nun, dass der druck- 
ort in den ov(Lif.uxTa falsch angegeben sei , weil das buch in Amsterdam 
gedruckt wurde. Neuere ausgaben veranstaltete mit vieler Sorgfalt J. C. M. Lau- 
rent: Wilbrandi de Aldenborch . . Peregrinatio. 4. 3 — 30, (ins deutsche) über- 
setzt und erklärt 40 — 67. Hamburg, T. G. Meissner, 1859. 4. Auch ist Wil- 
brändus de Oldenborg in dem werke von Laurent: Peregrinatores medii aeyi 
quatuor, Lips., Hinrichs, 1864, 4., der vierte: iterum edita, 162 — 190. Dem 
herausgeber diente, ausser dem druck von 1653, eine berliner-hs. vom 17. jahr- 
hundert. Der text erscheint in den neuesten ausgaben mehrfach berichtigt; 
doch wesentlich neues enthält er nicht viel, und zumal ist zu beklagen, dass 
auch hier das endsttick fehlt. S. Beckmann 2, 529 ff., Petzholdtfs Anz., 1862, 
146. Dem buche lässt sich werth und brauchbarkeit nicht absprechen, und 
jener tritt um so sichtlicher hervor, wenn man erwägt, dass er bloss 25 jahre 
nach Saläh ed-Din’s einnahme von Jerusalem Palästina durchpilgerte. 

1217. Meister Thietmar. Magistri Thetmari Iter ad Terram Sanctam.. 
Ex cod. ms. edidit Titus Tobler. St. Galli et Bernse, Huber, 1851, 16. Bei- 
nahe gleichzeitig, doch offiziell erst am ende von 1851, erschienen lateinisch 
Yoyages faits en Terre-Sainte par Thetmar, en 1217, et par Burchard de 
Strasbourg, en 1 175, 1189 ou 1225; Par .. Jules de Saint-Gönoiö , als 
Extrait des 25.theils der Mömoires de TAcadömie Royale. 4. 615, von 3 9 — 58 
Epistola (in meiner ausgabe die aufschrift : De terra sancta) Mag. Thetmari. 
Vorzüglichen fleiss auf die ausgabe verwandte Laurent: M. Thietmari historia 
de dispositione terre sancte. Collatis codd. Hamburg., Vratislav. Stelzneri et 
Rhedigeri, Guelpherbytano, libris editis recensuit J. C. M. Laurent. Hamburgi, 
J. A. Meissner, 1852. 4. Particula 1. s. 9 — 33 geht nur bis s. 20 der spätem 
ausgabe. Eine particula ulterior kam nicht mehr heraus, dafür das ganze: 
Mag. Thietmari Peregrinatio. Ad fidem cod. . . edidit annotatione illustravit 
codd. recensum scripturse discrepantiam indicem rerum et verborum adiecit 
J. C. M. Laurent. Hamburgi, T.T. Meissner, 1857. 4. 2bll., 1 — 80 s., text l — 
54. Diese ausgabe macht die früheren edizionen entbehrlich, sich selbst 
aber sowol wegen der bereinigung, als wegen der Vervollständigung des 
textes unentbehrlich. Ein verdeutschter, Jerusalem und Bethlehem angehender 
auszug nach der basler-hs. : Magister Thetmars Reise nach Palästina und 



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Egypten, im Anfang des 13. Jahrhunderts. Bearbeitet und mitgetheilt von 
J. A. Sprecher v. Bernegg, ist enthalten in H. Mr. Malten’s neuester Weltkunde, 
1844, 8. (Frankf. a. M., Brönner). 184—93. S. mein Bethlehem VIII, Siloah- 
quelle und Oelberg 317 ff., Topogr. t, XXIII f., 3. Wanderung 414, Petzholdt’s 
Anz., 1861, 279 und 1862, 146 f. Thietmar blieb 4 tage und 4 nächte in 
Jerusalem. Für dieses ist er nicht bedeutend, sonst aber, besonders wegen 
der auch den berg Sinai umfassenden pilgerfahrt, verdient er beachtung, in 
der that mehr, als ihm bisher zu theil wurde. 

C. 1220. Eine kurze beschreibung des heiligen Landes von 
einem ungenannten. Pergamentcodex, biblioth. Arundel. 52. D, im 
brittischen museum, doppelspaltig, aus dem 13. jahrhundert, von bl. 73 h an 
nicht einmal 5 kolumnen umfassend. Die beschreibung beginnt: Or vous 
dirai de la seinte eite de Jerusalem et del pais envirvn. Jerusalem est assis 
en mi le munde. Dann Damaskus, Antiochien, Tyrus, 74*: iordan. Auch 
Aegypten und der berg Sinai ist mitgenommen. Eine beschreibung von Jeru- 
salem, die man gerade erwartet, fehlt. Meist trockne distanzangaben und 
von sehr untergeordnetem werthe. 

C. 1220. Eine kompendiöse darstellung des h. Landes von einem 
ungenannten findet sich in Brüssel, papierhs., nr. 7579, fol., aus dem 
1 6. jahrhundert: kopie ex ms. Rubese-Vallis. Dieselbe beginnt: Historia Hiero- 
soiimitana. Liber primus. Ebron Metropolis olim philistinorum , was auf 
den Eugesippus-Fretellus zurückdeutet, und endet: Post hunc (Balduinus) 
Joannes comes Breniensis regnauit. Der graf Johann von Brienne, später 
könig von Jerusalem, starb 1237. Wilken’s Gesch. 7, 438. Der dortige 
cod. ms. 9826, von gleichem inhalte, bricht dagegen in der aufzählung der 
könige von Jerusalem bei Fulco, graf von Anjou, der 1143 mit tod abging, 
ab. Ich sah die hss. zu wenig durch, um ihren werth und ihre Verwandt- 
schaft mit dem Tractatus de locis sancte terre (s. oben sub anno 1187) ge- 
hörig beurtheilen zu können. 

C. 1220. Der grieche Jäküt el-Hamawi. S. oben sub anno 988, in 
der zitirten Zeitschrift s. 459 — 464. Ein Jerusalem betreffender auszug er- 
schien im ‘Ausland’ von 0. F. Peschei. Augsburg, Cotta, 1864. 956 f. Aus- 
züge lieferte im französischen de Guignes in seinen Notices et extraits des 
Mss. de la Bibliothöque du Boi. Paris 1787 sq. Tom. 2. S. C. Rommel, 
Abvlfedea Arabise descriptio. Gott. 1802. 4. Litt. IV. Rommel sagt, dass 
Eben Nur Jacut eigentlich Bakui heisse. Vgl. Bellermann 2, 43 f. Von werth. 

1226 ff. Johann von Joinville, feldmarschall Ludwig IX., königs 
von Frankreich. Memoirs of Louis IX. king of France (commonly called 
Saint Louis). By John Lord de Joinville, in den Chronicles of the Crusades 
' (s. oben sub anno 1191) 351 — 556. Vgl. auch Joinville, Histoire de St. Louis IX.. 
p. Ch. du Fresne, sieur du Cange. * Paris 1668 und Paris 1761. Fol. S. 
Wilken’s Gesch. 7, hinten 66, Grässe’s Trös. 3, 472 sq. Wegen einiger geo- 
graphischer notizen zu beachten. 

C. 1244. Der englische mönch Matthäus Päris. Matthsei Paris, 
monachi Albanensis Angli, Historia major. Paris, G. Pelö, 1644. Fol. Er 
nahm 1217 das ordenskleid und starb 1259. Einiges topographische stimmt 
wesentlich mit Wilhelm von Sür (8, 2). Ein auszug in Michaud’s Biblio- 
graphie des Croisades 1, 533 — 550. Vgl. Grässe’s Trös. 5, 134. Einiges 
historische und geographische ist brauchbar. 



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*C. 1247. Der nachherige Papst Urban IV. Jacobi Pantaleonis 
Galli Patriarchae Hierosolyraitani über de T^erra saneta. Er trug die päpst- 
liche Krone von 1261 bis 1264. Ich führe die schrift aus Adrichomius an 
(287 n ), und ich war nicht im stände, sie irgendwo zu entdecken. Eine Ver- 
wechslung mit Godefredus Monachus S. Pantaleonig, der annalen geschrieben 
hat, wäre nicht mögüch gewesen, wol aber mit dem Jacobus patriarcha 
Hierosolymitanus. In gedruckten ausgaben wird Jakob nicht, wie in der 
ed. Laurent 73, Iacobus de Uitriaco, ierosolimitanus patriarcha, sondern ge- 
wöhnlich Dominus Jacobus, patr. Hieros., genannt. Jacob de Vitry, welchem 
der zuname Pantaleon gegeben werden konnte, und der von Burkhard (s. 
oben sub anno 1210, s. 24) wirklich patriarch von Jerusalem genannt wurde, 
darf wol nicht gemeint sein. Die reiseschilderung eines Jacobus, Patriarchen 
von Jerusalem, gedruckt 1536, wird von Aitsinger und nachher von Le Clerc 
in seiner praefatio zur Geographia Sacra Sanson’s p. 22 angeführt. Einen 
nicht hieher gehörenden Pantaleam werden wir sub anno 1552 antreffen. 

*C. 1250. Philippus. Gloriosae ac sanctae civitatis Jerusalem peregri- 
nationes scire cupientes nec non totius terrae sanctae, oportet prius, sicut 
mihi videtur, Nazareth pergere, quia dignum est, quod ubi nostrae redem- 
ptionis fuit initium, inde nostrae peregrinationis sumamus exordium.- So lautet 
der anfang eines Schriftstückes, cod. Melicens. H. 17, auf papier. Die gleiche 
hs. findet sich auf der wiener- hofbibliothek, im stifte Klosterneuburg und in 
Troppau. Die schrift hat mit der des Odoricus viel verwandtes. Schwer 
ist es, den Philippus, den einfach ein paar handschriften haben, recht kennen 
zu lernen, einmal weil man nicht weiss, ob dies der name des Verfassers 
oder des kopisten sei, und dann weil, gesetzt den fall, dass man es hier 
mit dem autor zu thun hat, es nur Sache der vermuthung ist, wenn man 
auf den prior provinciae terrae sanctae fällt, dessen brief bei Quötif und 
Echard, Biblioth. dominic. 1, 104, abgedruckt ist. Gefällige handschriftliche 
mittheilung des pater Wilh. Ant. Neumann in Heiligenkreuz. 

C. 1250. Der protonotar Perdikas von Ephesos. IltQÖixov i tqco- 
tovotolqIov T7jg > E(ftoov 'ExyQaaig i itgl t(vv iv ‘ItgoooMfuoig xvQtaxwv #£- 
fiduov, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellus in Leonis Allatii 
2vf.if.uxja 65 — 7S, früher (1620) mit Epiphanios (s. oben diesen sub anno 
1170), und hinten im Genesius (s. oben sub anno 1155). Perdikas, ein 
augenzeuge, schrieb in gebundener rede, und wenigstens einiges lässt sich 
zu nutzen ziehen. • 

1258. Der jüdische gräberpilger Jakob von Paris. Description des 
Tombeaux Sacrös, in den oben sub anno 1210 (Samuel bar Simson) ange- 
führten Itinöraires 183 -188. 

C. 1270. Eine gedrängte beschreibung des heiligen Landes von 
einem ungenannten. Haec est via ad Terram Sanctam, als Innominatus III. 
zu meinem Theodericus 128 — 134, bemerkungen 250 — 253. Vgl. Neumann 
in der oben sub anno 1180 angeführten Zeitschrift s. 224. 

C. 1275. Kurze anleitung zu einer wallfahrt von einem, unge- 
nannten. Sie beginnt: De Famagusta est propior via ad terram, als Inno- 
minatus IV. zu meinem Theodericus 134 — 140, bemerkungen 253 f. Vgl. 
P. Neumann a. a. o. 221, 246. Beide, der Innominatus III. und IV., sind von 
untergeordnetem werthe. 



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C. 1283, vor- und nachher. Der graf Burchard (Burkhard) von 
Barby, Ordensbruder im kloster vom berge Zion. Die älteste ausgabe 
erschien im Rudimentum nouiciorum zu Lübeck bei Lukas Brandis de Schasz 
1475.* Fol. Von bl. 164 — 188: prologus terre sancte. Mit einer sehr un- 
vollständigen karte von Palästina. Ich sah das buch unverstümmelt in der 
biblioth&que de l’arsenal in Paris. Dieser ausgabe folgte eine in Basel 1494. 
16. — In Venedig 1519: Veridica Terre Sancte Regionumque finitimarum 
ac in eis mirabilium descriptio. Nusquam antebac impressa. Impressum 
Uenetiis, T. de Tridino, 1519. Kl. 8. AufE 1 a steht: Reverendi et devotis- 
simi . . fratris Borchardi Alimani, ordinis predicatoris, liber, jqui inscribitur de 
Descriptione T. S. eidemque adiacentium regionum. Der bologner-professor 
Chrysostomus de Casali ordnete das ms., verbesserte etwas den styl, und 
flocht namentlich auch die sehr zahlreichen Verweisungen auf die h. schrift 
ein. Herausgeber war der predigermönch Joannes Host de Romberch Kyr- 
spersis. Jener schrieb dazu auch ein sehr brauchbares Repertorium descri- 
ptionis T. S., welches er aus Burkhard schöpfte, alphabetisch ordnete, immer 
auf die kapitel und §§. hinweisend. In einem ebenfalls unpaginirten exem- 
plar der gleichen venezianischen ausgabe, in Edibus Joannis Tacuini de Tri- 
dino, las ich nach: Veridica Terre Sancte etc., die Überschrift: Liber de- 
scriptionis Terre Sancte: eidemque adiacentium regionum editus ab eruditis- 
simo et deuotissimo patre ordinis Predicatorum professore Borchardo Alimano 
explicit, mit einem vorausgehenden alphabetischen register. — Ausgabe 1532 
in Basel : Locorvm Terrae Sanctae exactissima Descriptio, avtore F. Brocardo 
(Herwag, fol.), im Nows Orbis Regionvm (Hervag. Fol.) und in Paris im 
gleichen Orbis (Galeocant. Fol.), mit karte; herausgeber Simon Grynäus. — 
1536 in Antwerpen : Descriptio Terrae Sanctae exactissima, autore Brocardo 
(Stels. Kl. 8.). — 1537 in Basel eine neue auflage der Descriptio von 1532. 

— 1544 in Paris ein abdruck der antwerper-ausgabe von 1536 (Poncet 
Lepreux). — 1554 in Wittenberg: Descriptio Locorvm Terrae Sanctae ex- 
actissima Autore quodam Brocardo (J. Crato. Kl. 8.). — 1555 in Basel: Lo- 
corvm Terrae Sanctae . . avctore Brocardo im gleichen Orbis (Hervag. Fol.). 
S. das j. 1532 und 1537. — 1579 in Wittenberg: Descriptio et caet. wie in 
der ausgabe von 1554 (Joh. Lufft. Kl. 8.). — 1587 in Wittenberg: hinter 
Peucer wie in den 2 früheren ausgaben. — 1 587 in Magdeburg: Borchardus 
monachus Germanus. Descriptio terrae sanctae (4.). — 1593 wieder in Magde- 
burg : Fratris Borchardi , Alemani, . . liber , qui inscribitur Descriptio Terrae 
sanctae, herausgegeben von Reinerus Reineccius (Kirchner. 4.). — 1604 in 
Ingolstadt: Burchardus de Monte Sion in Canisii Lectionis antiquae t. 6. p. 
295 sqq., eine bedeutend andere lesart, aber mit wesentlichen druckfehlern 
(4). — 1624 in Köln. — 1707 in Amsterdam: Locorum Terrae Sanctae.. 
auctore F. Brocardo, aus Simon Grynäus’ Novus Orbis nach der basler-aus- 
gabe von 1555, hinter dem sub anno 339 oben angeführten Onomasticon. 
Fol. 169 — 192. — 1719' in Paris, in J. S. Menochii explicatio totius Scrip- 
turae Sacrae (Fol.). — 1722 in Venedig, in J. S. Menochii Commentar. Sacrae 
Scripturae t. 2. append. 151 sqq. (Fol.) — 1725 in Amsterdam: Descriptio 
Terrae Sanctae, auctore Burchardo de Monte Sion, , mit anmerkungen von 
Jakob Basnage, im Thesaurus Monumentorum ecclesiasticor. et historicor. sive 
Henrici Canisii (neue ausgabe der) Lectionis antiquae (Wetsteen. Fol.). 3 — 28. 

— 1746 in Venedig: Locorum Terrae Sanctae exactissima Descriptio, auctore 
F. Brocardo, in Blas. Ugolini Thesaurus Antiquitatum Saerar., vol. 6., hinter 
Reland sp. 1025 — 1068 (J. G. Herthz. Fol.). Es ist genau ein nachdruck 



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der amsterdamer-ausgabe von 1707 oder aus Simon Grynäus’ Novus orbis. 
— 1864 in Leipzig: Peregrinatores medii mvi quatuor Burchardus de 
Monte Sion . . Quorum . . duos . . ad fidem librorum manuscriptorum recensuit 
J. C. M. Laurent. Lipsise, J. C. Hinrichs, 1864. 4. Dies ist eine vielfach be- 
richtigte und vervollständigte ausgabe, so dass alle ältern, wenigstens ohne 
Vergleichung mit dieser, nicht gebraucht werden dürfen. Auch wird die be- 
nutzung des buches durch kritische anmerkungen und durch ein namen- 
register ungemein erleichtert. Im mittelalter hat Burkhard die mönche oder 
gelehrten nicht wenig beschäftigt, und viele bibliotheken besitzen daher hand- 
schriften. Der fleissigen handschriftenschau von Laurent habe ich übrigens 
nur weniges beizufügen. In der bibliotheca Kelidigeriana zu Breslau enthält 
die papierhandschrift S. IV. 3 a. 38, in quart, aus dem ende des 14. jahr- 
hunderts, hinten den Burchardus: Incipit descriptio terre sancte ierusalem. 
Beginnt: Dilectissimo in Christo ihsu patri fratri purgardo lectori fratrum 
predicatorum ordinis in Meydburg frater purgardus de monte syon. Diesem 
Burkhard sind noch ganz kurze beschreibungen beigefügt, welche zu ver- 
werthen wären. Sehr wichtig ist die basler-papierhand Schrift A. 1.28, ein- 
kolumnig, 4., aus dem 1 5. jahrhundert. Brocardus’ traktat beginnt nach dem 
Fretellus ohne namen und auffechrift, nicht einmal auf frischer seite : Cvm 
in veteribus historiis legamus, und schliesst : De Thaphinis ueniens in Menphis 
et inde per cet. Explicit. Der Schluss ist bedeutend abgekürzt. Offenbar 
könnte Laurent’s so fleissige ausgabe nach dieser basler-hs. noch bereichert 
werden. Ein cod. in Brüssel, nr. 9177, auf papier, aus dem 14. jahrhun- 
dert, der 8. bei Laurent 7 : Incipit prologus de situatione terre sancte. Cum 
in veteribus hystoriis , sicut dicit beatus . . , und endet : hec de liiis dicta 
sufficiant. Explicit libellus editus a fratre Brochardo theutonico ord. predieat. 
de descriptione (ms. distriptione) et tevminatione terre sancte quam ipse totam 
perambulauit et vidit et diu ibi stetit. Quem conscripsit dominus Jo. Reg- 
naldi. Vgl. die einleitung Legrand d’Aussy’s zu Bertrandon de la Brocquiere, 
in den Mömoires de morale et de politique. Paris, Baudouin, 1810. 4. 2. 
t. 5, 467. Ein anderer brüssler-cod. , 9095, datirt vom j. 1455. Die 
münchner-papierhandschrift auf der Staatsbibliothek, Clm. 5307, 4., vomj. 1470, 
enthält bl. 92 ff.: Descriptio terre sancte. Sanctissimo (?) in cristo ihesu patri 
fratri Burcardo lectori fratrum ord. predicat. in Magdeburg frater Conradus 
de monte Syon, und endet: Neapolis sub abbate templi Cayphas sub cesa- 
riensi episcopo etc. finis est. Eine andere papierhandschrift daselbst, Clm. 
16204, fol., aus dem 1 5. jahrhundert, fängt an: Declaratio terre sancte et 
descriptio eius ierusalem. Dilectissimo in christo ihsu patri fratri Burchardo.. 
in Maydeburg frater Burchardus de monte syon. Nach dem prolog heisst 
es: Primo igitur sumo initium a ciuitate acharensi; ende (unpaginirt) : Nea- 
polis sub abbate templi Ceyla sub Cesariensi episcopo. Explicit descriptio 
terre sancte Jerusalem. Nach Kunstmann auch auf dieser bibliothek Clm. 
16,209, p. 222, 8., und der Clm. 5307, p. 92 — 157, hat Cunradus de Monte 
Sion. Zu vgl. Clm. 4514. Der sehr schön und gross geschriebene perga- 
mentcod. auf der hofbibliothek in Wien, olim hist. prof. 661, neue nr. 509, 
vomj. 1306, 4., zweikolumnig, der 25. bei Laurent 10, beginnt 3": Incipit 
descriptio locorum Terre sancte. Dilectissimo in Christo Iesu patri fratri 
Purchardo . . in Meydeburcli frater Burchardus de monte Syon. Cum omni 
denotione, und endet IS 1 ’. S. Theoderic. 250. Dieser cod. weicht von Laurent’s 
druck weit ab, ist bedeutend abgekürzt und hat, so Zusagen, mehr äussem 
als innern werth. Auch die Universitätsbibliothek in Breslau bewahrt eine hs., 



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CI. IV bist, eccles. 192 7, foll. 94 (fol. 373 des katalogs). Sie beginnt: Cum 
in veteribus historiis legamus. Eine hs. Descriptio Terrae Sanctae in Mont- 
pellier (s. Haenel Catal. 231) ist wahrscheinlich dem Burchard zuzuschreiben ; 
desgleichen die hs. in Strassburg: de dispositione Terrae Sanctae (Haenel 
461). Nach dem Vorgänge von Beckmann unterscheidet Laurent (10) zwei 
beschreibungen von Burkhard, eine kürzere, die er an einen freund, den les- 
meister Burkhard richtete, und eine ausführlichere, die er erst später, nach 
der rückkehr iu die heimat, abfasste. Übrigens macht er ( 1 8) noch 4 feinere 
Unterscheidungen: 1. die älteste ausgabe von 1475, 2. die ausgaben im 
Novus orbis, 3. die ausgaben von Venedig 1519 und von Magdeburg mit der 
Zueignung und 4. die ausgaben von Ingolstadt und Antwerpen (1725). Die 
2. klasse bietet eine schlechte abkürzung. Nach Legrand d’Aussy 1. c. 449 sq. 
hatte Philipp von Valois, könig von Frankreich, vor, für das h. Land etwas 
grosses zu unternehmen. In dieser zeit der bewegung, 1332, legte zu dem 
ende ihm der deutsche Brochard 2 lateinisch geschriebene werke vor. Das 
eine war eine beschreibung des landes, und das andere, 2 bücher und 12 
kapitel bildend, gab die verschiedenen wege an, welche das heer einzuschla- 
gen hätte u. dgl. Von letzterem werke, von dem Legrand 460 sqq. eine 
lesenswerthe analyse gibt, konnte ich weiter keine kenntniss erhalten als 
das, was ich bei besprechung des Advis dicectif anführen werde. — Ich 
komme jetzt zu den Übersetzungen. Deutsch erschien: Fleyssige beschrey- 
bung der Örter jm heyligen land gelegen, durch bruder Burcarden eyn Munch 
beschriben , im deutschen Novus orbis : Die New weit , der landschafften . . 
Strassburg, v. Andla, 1534. Fol. Bl. 92 — 103. Von Mich. Herr übersetzt. 
Dann 1584 im Heyssbuch dess heyligen Lands, welches hinten mit Burk- 
hard abschliesst, bl. 455 466: Eigentliche vnd warhaffte Beschreibung dess 

Heiligen vnd anderen anliegenden Ländern . . Sonders fleiss vom Bruder Bro- 
cardt . . Lateinisch in einem Blich an tag geben, Aber jetzundt erst . . trewlich 
verteutschet, vnd in Truck gefertiget. Ingleichen 1609 in der zweiten auf- 
lage dieses reisebuches unter dem gleichen titel 1, 854 — 875. Die Über- 
setzung, dem texte im Novus orbis (auch bei Simon Grynäus) folgend, ist 
nicht schlecht. Eine freie deutsche bearbeitung lieferte Jäck in seiner Taschen- 
Bibliothek 2, 81 — 93. Französisch erschien Burkhard im buch: La mer 
des hystoires, Paris, P. le Rouge, 1488, fol., 1, 189, 2. ausgabe Paris 1516, 
fol., 3. ausg. Paris, Galiot du Prös, 1536, kl. fol. Nach Legrand 4 55, 
459 sq. besorgte im auftrage des herzogs Philipp des Gütigen der Chorherr 
Joseph Miölot (oder Melot. Haenel Catal. 767) eine Übersetzung, die er 1455 
zu ende brachte: Le livre de la description de la Terre-Saincte , fait en 
l’onneur et loenge de Dien, et compilö jadis, Fan 1 332, par fröre Brochard, 
l’Alemant, de Fordre des Preescheurs; Advis directif pour faire le passage 
d’oultre mer. Nach Kunstmann auch französisch in der Collection de Chron. 
Beiges, monumeuts de Hainaut, t. 4.p. 226. Das lateinische stück lautet 
nach einer hs. in der wiener-hofbibliothek , neue nr. 536: Directorium ad 
passagium faciendum. In nomine Patris et filii et Spiritus Sancti Incipit 
Directorium ad passagium faciendum . editum per quendam fratrem ordinis 
predicatorum scribentem experta et uisa potius quam audita ad serenissimum 
principem Doncinum Dominum Johm (Philipp) francie regem illustrem Anno 
Domini 1332. Dies, wie folgendes vernehme ich vom pater Neumann, dass 
Petrus de Palude nach Natalis Alexander (7, 155) den könig Philipp zu 
einem kreuzzuge anfeuerte, und dass dieser schriftsteiler (ssec. XIII. c. 2. 
art. 5. ausgabe 1669, p. 146) bemerkt: De sacra expeditione adversus Turcas 



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obeunda commentarium misit (Burcbardus) ad Philippum Regem Christiauis- 
simum anno 1232 (1332) laudatum a Zunita. Auch bei Quötif und Ecliard 
(Scriptores Ord. Prsed. 1, 517) sei ein Directorium ad Philippum angeführt. 
Italienisch findet sich nach professor Kunstmann, dem ich einige schriftliche 
mittheilungen verdanke, die Descriptio veridica (1519) auf der Staatsbiblio- 
thek in München, cod. 319 m . 8. Eine holländische Übersetzung ging in das 
Woordenboek von Halma, Leeuw. 1717 (450), über. Der name des pilgers 
wurde bald Brocardus, bald Burchardus geschrieben. Die ältesten ausgaben 
haben Burchardus; in dem Novus orbis kam der name Brocadus auf und 
zuletzt in die ausgaben von Amsterdam und Venedig (1746). Unter diesem 
unrichtigen namen wurde der autor von Ritter, Robinson und, meines Wis- 
sens, von allen andern der neuzeit zitirt, bis Laurent in seiner ausgabe für 
Burchardus de monte Sion siegreich auftrat. Übrigens darf dieser Burkhard 
weder mit Burchard von Strassburg, noch mit Bonaventura Brocardus, wie 
es namentlich Jäck (2, 81) that, verwechselt werden: Palästina, seu Descriptio 
Terrae Sanctae solertissima. Autore R. P. F. Bonaventvra Brocardo Monacho 
Thevtonico . . Restitutore V. P. F. Philippo Bosquiero Caesariomontano . . Col. 
Agripp., J. Crith, 1624. Kl. 8. 5 bll., 67 s. Ich kenne .diese Schrift nicht, und 
weiss nur, dass sie nicht dem Burkhard vom berge Zion zugeschrieben wer- 
den darf. S. Adrichom. 287% Xgvodvd'. 17 (6 Movayog BgoyugÖog . . 6 
onoiog iazu&T] e7iif.ttXtozazog, xui uxgißtozazog zoaov IlegiodevTrjg, oaov 
xai Vfcoyguif og oXyg zf/g rijg zavzyg), Meusel 1, 2, 75 f., Bellermann 2, 72 f., 
Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in-, den Orient, Jena, Cuno, 
1792, 8., 2, 167, Beckmann 2, 31 ff., Jäck 2, 81 f., K. Ritter 15, 43, van 
Senden 1, 347, Robinson 2, 538 sq., Topogr. 1, XXIV ff., Theoderic. 212 f., 
253, besonders Petzholdt’s Anz., 1861, 279 f. und 1862, 147 ff., Laurent 
3 sqq. — Arculf und Burkhard haben im mittelalter die leser von Schriften 
über das h. Land völlig beherrscht. Der- letztere verwendete als ein kluger 
mann mehrere jahre auf die Pilgerfahrt, während welcher er ohne zweifei 
die nothwendigsten kenntnisse der arabischen spräche sich erwarb, und er 
beurtheilte andere glaubensgenossen mit christlicher milde. Natürlich be- 
nutzte er bei der ausarbeitung des Werkes manche Vorlage, wie, nach eigner 
angabe, den Jacques de Vitry; indessen bleibt immer noch ein ansehnliches 
stück original. Er wurde nicht nur häufig gelesen, sondern auch von andern 
Schriftstellern oft geplündert. 

C. 1294. Der predigermöncli und glaubensbote Riccoldo (irrig 
Richard) da Monte di Croce. Fratris Ricoldi de Monte Crucis ordinis pre- 
dicatorum über Peregrinacionis, der zweite von Laurent’s Peregrinatores medii 
sevi 105—141, nach dem wolfenbüttler-ms. : Itinerarius fratris Richoldi, das 
ich nach Grotefend in der 3. Wander. 414 anführte. Das Vorwort, der erste 
de Galilea handelnde abschnitt und die Schlussworte finden sich aus einem 
mainzer-cod. abgedruckt im Recensus codd. antiq. complurium, tarn Mss. 
quam Impressorum, Moguntiae in Rmi Capituli Metropolitani Bibliotheca lati- 
tantium (Val. Ferd. v. Gudenus Sylloge I variorvm Diplomatariqrvm Monvmen- 
torvmque vetervm . . FrancofvrtiadM., Hort, 1728. 8. 383 — 5). Eine italienische 
ausgabe erschien unter dem titel: Itinerario ai paesi Orientali di Fra Ric- 
coldo da Monte di Croce dominicano . . dato ora in luce da fra Vincenzio 
Fineschi. In Firenze, F. Moücke, 1 793. 8. Der herausgeber glaubt, dass 
die reise im italienischen vom pilger selbst geschrieben, wol aber etwas kürzer 
ausgefallen sei. Auch: Viaggio in Terra Santa di Fra Riccoldo da Monte 



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di Croce volgarizamento del secolo XIV secondo un manoscritto della Biblio- 
teca Imp. di Parigi. Siena, Mucci, 1S64. 8. XV, 27 8. Desgleichen u. d. t.: 
Per Nozze Loreta-Zambrini (febbr. 1864), unterzeichnet von F. L. Polidori, 

F. Grottanelli, L. Bianchi. Im j. 1351 übertrug Jehan Le Long, von Ypres, 
die Schrift aus dem lateinischen ins französische. 2 hss. bewahrt die Staats- 
bibliothek in Paris, und eine fand ich in der berner-stad tbibliothek, nr. 1,25 : 
Vorage du frere Ricul, ung bon preudomme des freres prescheurs, qui par 
le commant du sainct pere ala oultre mer pour preschier, hinten: Explicit . 
le Ytineraire de la peregrinacion frere Riculd. Weniges nahm ich daraus in 
die Topogr. 2, 351, 467 f., 532, 565, 686 auf. Sonst ist, meines Wissens, 
von der französischen Übersetzung nichts gedruckt. Ich verglich stückweise 
diese und die italienische Übersetzung mit dem drucke bei Laurent, und es 
ergaben sich wenig erhebliche abweichungen. Im allgemeinen ist derselbe 
durchaus vorzuziehen, und namentlich das italienische von fehlem nicht frei. 
Die französische Übertragung ist klarer als das original; doch streift sie, da 
der Übersetzer, wol dem kitzel, mehr zu geben, nicht widerstehen konnte, 
theilweise an eine Umschreibung; auch die Ordnung, wenigstens an einem 
orte, ist eine andere. Man darf für gewiss ausgeben, dass Laurent in be- 
nutzung der italienischen ausgabe und der französischen Übersetzung an eini- 
gen stellen den text richtiger hergestellt haben würde. Ich erinnere an die 
korrupte stelle V 5 communicantes. Post missarum solempnia, und das 
tramorticionis V 39 würde aus dem italienischen tramortigione leicht hervor- 
gegangen sein. Riccoldo, der auch Improbatio Alcorani (Hispali 1500') schrieb 
(8. Hain 13913), war von Monte di Croce, einem toskanischen dorfe im be- 
zirke Mugello, gebürtig. Da Riccoldo von den tempelherren in der weise 
spricht (III 4), als haben sie das Castrum Peregrinorum im besitze, welches 
die christeil 1291 verlassen hatten, so folgt daraus, dass seine Wanderung 
in oder vor dieses jahr fällt. Er starb 1320. Lehrreiches über Riccoldo 
soll Abel- Römusat in der Biographie universelle von Michaud geschrieben 
haben. S. Jac. Quötif et Ecliard, Scriptores ordinis prsedicatorum, 1, 504 1 ’, 
Fineschi in der einleitung zur wallfahrt, Francesco Poggi in der ausgabe von Sigoli 
XXXIII sqq., Sinner’s Catal. MS. bibl. Bern. 2, 460 sqq., Grässe’s Lehrbuch 
einer Literärgeschichte 2, 1, 49, auch 776, 780, Grotefend’s Boldensele (s. 
sub anno 1336) 235, Laorty-Hadji 527, Topogr. h, XXVI, 3.Wander. 414, 
Petzholdtfs Anz., 1862, 148, 1866, 254, Laurent 103 sq. nebst seinen anmm. 
am fusse des textes. Die erzählung ist schlicht, bündig, treuherzig, und sie 
verdiente wol, von dem vortrefflichen deutschen philologen herausgegeben zu 
werden. 

C. 1300. Der arabische kosmograph Dimishki. Syrien og Palestina, 
Studie efter en Arabisk Geograph fra Slutningen af det 1 3de og Begyndelsen 
af det 14de Aarhundrede med en Indledning af A. F. Mehren. Kjobenhavn, 
Schultz, 1862. 4. S. 25 — 81. Eine vollständigere analyse des Werkes gab 
Mehren in den Nouvelles annales des Voyages von Malte-Brun, jahrg. 1860, 
1,2 und 64. S. l’Annöe göographique 1864 von Vivien de St.-Martin. Paris, 
Hachette, 1865. 136. Palästina kommt kurz weg; doch ist das wenige 
belehrend. Vgl. Rihlet min Dimeschk esch-Schäm ila el-Kods, vom schech 
Abd el-Ghäni , bei Hammer in seinem bericht über Reinaud’s französische 
Übersetzung von Abulfeda’s geographie, Sitzungsbericht der k. Akademie der 
Wissenschaften in Wien, 1849, 28. ^ 

C. 1300. Der armenische fürst Haithon (Haython oder Aithon). 



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Haithoni Armeni Historia orientalis, quse eadem et de Tartaris inscribitur. 
Brandenb. 1671. 4. 92 — 107. Am Schlüsse des buches kommt, nach «Täck 
(2, 95), eine kleine reise von Palästina vor. Ich kann dies nicht bezeugen; 
dagegen kenne ich : Liber historiarvm partivm Orientis, sive Passagium terrae 
sanctae, Haythone, ordinis Praemonstratensis, Authore, scriptus 1300. Haga- 
noae, J. Sec, 1529. 4. Dies wurde zuerst französisch niedergeschrieben, 
und zwar nach dem diktat Hayton’s von Nikolaus Salconi, der es 1300 ins 
lateinische Übertrug. Ein lat. cod., nr. 5514, findet sich in der ‘Bibliotheque 
nationale’ zu Paris. S. Bertrandon de la Brocquiöre von Legrand d’Aussy 
(sub anno 1432), 444 sq. Französischer druck: Histoire Orientale Ou des Tar- 
tares, De Haiton, Parent du Roi d’Armenie, in P. Bergeron’s Voyages faits 
principalement en Asie, tom. II. Vgl. das. Traitö des Tartares I, 48 sqq. 
Das buch gewährt historisches interesse, ist mehr eine anleitung zu eroberung 
Jerusalems, und geographisches würde mau hier vergebens suchen. S. Ritter 
15, 42, Grässe’s Trös. 3, 223 sq. 

C. 1310. Der venezianische edelmann Marin Sanuto (oder Sanudo), 
zugenannt Torselli. Liber secretorvm fidelivm Crvcis Super Terrae Sanctae 
recvperatione et conservatione. quo Et Terrae Sanctae Historia ab Origine. 
et Eiusdem vicinarumque Prouinciarum Geographica descriptio continetur. 
Cuius Auctor Marinvs Sanvtvs dictus Torsellvs . . Nunc primüm, cum libello 
eiusdem argumenti, sine auctoris nomine, Ex MSS. veteribus editus. Orien- 
talis Historiae Tomus II. Hanoviae, ap. hered. I. Aubrii, 1611. Fol. Hinter 
Bongars’ Gesta Dei per Francos, in denen Willerinus Tyrensis und andere 
den 1. theil der Orientalis Historia bilden, von s. 1 — 281; 289 — 316 Tor- 
selli’s Epistolae. In Florenz sah ich auf der biblioteca Magliabechiana einen 
sehr schönen pergamentcodex in folio , allein ohne Zeichnungen und grund- 
risse, und in einer papierhandschrift aus dem 15. Jahrhundert aufs. 169 f . : 
Descriptio uenerabilium locorum sancte ciuitatis Jerusalem, ein stück aus 
einer grossen kosmographie und nichts anderes als ein auszug aus Marin 
Sanuto. Von den 3 büchern die 14. pars (243 — 262), Continet Locorvm 
dispositionem, maxime Terrae Sanctae. Dazu gehört ein grundriss von Accon 
und Jerusalem; ein verbesserter und weit schönerer der letzten stadt findet 
sich in Vogüö’s figlises 436 nach einer hs. Man hüte sich aber, nur den 
einen oder andern ausschliesslich zu benutzen; denn es müssen beide ver- 
glichen werden, weil sie einander ergänzen. 'Der Verfasser legte sein werk, 
das er im j. 1306 begonnen, 1321 dem papst Johann XXII. vor. Sein be- 
streben, ein beinahe schwärmerisches, ging dahin, das h. Land wieder zu 
erobern. Allerdings setzte er den fuss auf dasselbe, indem er in dem Vor- 
worte (3) ausdrücklich erwähnt: Vicibus multis extiteram in Alexandria, et 
Acon. Zweifelsohne war er auch in Jerusalem, und das Stillschweigen mag 
daher rühren, dass er vom papste, mit dem er später in nähere Verbindung 
trat, keine erlaubniss zur reise dahin hatte. S. Michaud’s Bibliographie des 
Croisades 1, 128—136, Ritter 15,41 f. Torselli schreibt im ganzen genau, 
nicht ohne Vorbereitung. Manche stellen lauten beinahe wörtlich so, wie 
bei Burkhard im Novus orbis. 

C. 1310. Kurze beschreibung der heiligen Stätten für die pilger 
von einem ungenannten. Hee sunt peregrinaciones et loca terre sancte. 
Nach dieser aufschrift beginnt der fromme Wegweiser: Primo in Jerusalem 
est templum Domini gloriosura, und schliesst: Prope est monasteriura Jeronimi 
et cetera locorum. Das ms. bewahrt die wiener-hofbibliothek, nr. 352. Der 



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katalog bemerkt wol nicht mit recht: Manus saeculi XIII. Die reihefolge 
der h. Stätten ist beinahe wie bei Marin Sanuto, und dasselbe scheint theil- 
weise eine, immerhin auch neues enthaltende, ausziigliche Umarbeitung der 
schrift des Venezianers. Zuerst bei diesem finde ich die ecclesia salvatoris 
auf Zion, und dann erst bei unserm anonymus wieder. Wenn es bei Pipino 
(3. Wander. 406) heisst: fui . . in strata, ubi sancta crux . . super mortuum 
posita fuit, so heisst es beim anonymus: Sequitur via, in qua probata fuit 
s. crux. Daraus folgere ich, dass dieser dem Marin Sanuto und Pipino in 
der zeit nahe war. Es ist ein kurzes, ziemlich trockenes verzeichniss, jedoch 
keinesweges werthlos. Die mittheilung einer abschrift verdanke ich der ge- 
fälligkeit des pater W. A. Neumann in Heiligenkreuz. 

1314 ff. Der jüdische gelehrte Esthori b. Mose ha-Parchi aus der 
Provence. On the Geography of Palestine. From Jewish sources. By Zunz. 
(Translated from the German by the Editor). Ein auszug aus dem werke 
Khaftor va-ferach des Parchi im 2. bd. von Asher’s Itinerary of Rabbi Ben- 
jamin of Tudela, s. 397 — 448. Das sehr seltene original, welchem der aus- 
zug entnommen, ist cura Mosis Kohen b. Sacharia, Yenet. per Meier b. Jacob 
Parenz, s. a. (c. 1546—50), 4., erschienen. Eine neue ausgabe wurde ver- 
öffentlicht unter dem titel: Caftor wa-pherach auctore Pharchi (Parchi), liber, 
in quo de ritibus Terram Sanctam spectantibus nec non de Geographia, Anti- 
quitatibus , Nummis etc. eodem pertinentibus agitur . . textum e cod. ms. 
bibliothecse Bodlej. emendavit . . annotationes adjecit Hirsch Edelmann. Berol., 
J. Sittenfeld, 1852. Gr. 8. Sehr schöner druck; man lasse sich indessen 
durch den einzig lateinischen titel nicht täuschen, weil der ganze inhalt nur 
hebräisch ist. S. Asher’s Benjamin 2, 260—263; wenn nun aber derselbe 
das urtheil über Parchi dahin abgibt (260): is the first and most important 
author on the topography of Palestine, -so liess er sich von patriotenliebe 
zu weit verleiten. Vgl. Robinson’s gemesseners urtheil 2, 539, Munk 655, 
3. Wander. 414, Petzholdt’s Änz., 1862, 183. Parchi besuchte von Ägypten 
aus das h. Land. In Beisän , von wo ' aus er zu erforschung der gegend 
ausflüge machte, verbrachte er 5 jahre und 2 in Galiläa. Für die alte geo- 
graphie ist Parchi, besonders weil er die oft übereinstimmenden Ortsnamen, 
wie sie bei den eingebornen von mund zu mund gingen, sorgfältig aufschrieb, 
sehr werthvoll. 

1320. Der predigermönch Francesco Pipino von Bologna. Fran- 
cisci Pipini tractatulus de locis Terre Sancte. Incipit Tractatus alius de 
locis terre sancte per me Franciscum Pipinum. Erschienen, doch ohne den 
letzten tlieil, in der 3. Wander. 400 — 412. Eine zweikolumnige pergament- 
handschrift, kl. 8., sah ich später auf der ehemals grossherzogl. bibliothek 
in Modena. Ich ermangelte nicht, das sehr schöne, übrigens stellenweise 
kaum leserliche ms. ein stück weit mit dem drucke zu vergleichen, und es 
ergaben sich wenig wesentliche Verschiedenheiten. Indessen sollten, wenn Pipino 
wieder gedruckt würde, nothwendig die abweichenden lesarten des cod. in Modena 
aufgenommen werden, weil damit einige berichtigungen ermöglicht werden 
können. In Muratorii Rer. italic. scriptor. 9, 587 sqq. kommt nicht die reise 
ins h. Land von Pipino vor, sondern seine chronik, welche dasselbe nicht 
berührt; wol aber erwähnt der herausgeber, dass Pipino geschrieben habe: 
Ista sunt loca sacrse venerationis quse ego frater Franciscus Pipinus (gerade 
so beginnt auch der cod. in Modena), nach einem cod. Estense. Vergebens 
würde man sonst irgendwo den abdruck der reise suchen. Dieser Pipino 

To bl er, Bibliograph ia. 3 



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übersetzte bekanntlich des Bernardi Thesaurarii Liber de acqnisitione Terr» 
Sanctse aus dem französischen ins lateinische. S. Murator. 1. c. 6, 657, C. 
Schönborn’s Bibliographische Untersuchungen über die Reise-Beschreibung des 
Sir John Maundevile (Breslau, Grass, 1840. 4.) 9, Top. 1, XXVII. Die 
schrift enthält einige interessante bemerkungen. 

C. 1320. Der franziskaner Oderico (Oderich) von Pordanon (Portnau) 
im Friaul. Odorici de Foro Iulii Liber de terra sancta, die 3. schrift der 
Peregrinatores medii aevi quatuor von Laurent, s. 1 46 — 158, mit dem Schlüsse: 
Istud scripsit frater Odoricus de Foro Iulii, cum remeasset de partibus in- 
fidelium ad suam prouinciam, a. D. 1330. Ausser der berliner-hs., welche 
Laurent drucken liess, finden sich codd. in Wolfenbüttel: Itinerarius fidelis 
fratris Oderici , socii militis Mandavil per Indian) , licet hic prius et alter 
posterius peregrinationem suam descripsit, in Basel E. m. 20: Oderici de 
Foro Julii descriptio terre Sancte, in Bern ms. 125: Itinerarium Oderici 
Forojuliensis ordinis minorum, in Utrecht, hinter Boldensel, Odoricus de Foro 
Julii, autor. ecclesiast. nr. 339, fol., aus dem 15. Jahrhundert; allein hier 
dürfte die schrift über die Tatarei zu verstehen sein, wie auch es von dem 
codex in Middlehill: Itinerarium in partibus infidelium a. 1331 compositum, 
der fall sein wird. S. Haenel 859. Damit ist die hs. in S. Omer: Fr. Odonis 
itinerarium de mirabilibus Orientalium Tartarorum, zu vgl. S. Haenel 262. 
Oderico schrieb die reiseerlebn isse nicht selber nieder, sondern diktirte sie 
gegen das ende seines lebens 1330 (f 1331) dem bruder Wilhelm de Solagna 
in Padua. Oderich’s buch: De mirabilibus orientalium Tartarorum, wurde 
zugleich mit M. Polo und Riccoldo von Jean Le Long, von Ypres, aus dem 
lateinischen ins französische übersetzt. In der ausgabe des Marco Polb in 
Venedig 1496 ist auch ein stück der reisescbilderung von Oderico beigefügt. 
Ramusio hinwieder veröffentlichte in seiner Collezione di viaggi (2, 245 und 
253, ed. de’ Giunti 1583) 2 berichte des itinerarium von Oderico, die etwas 
verschieden abgefasst sind. Ganz abgedruckt steht der reisebericht, nach 
P. Bergeron in seinen Voyages: Traitö des Tartares, 53, lateinisch in Hakluyfs 
Navigations, t. 2. Allein dies ist wol schwerlich von dem Liber de Terra 
Sancta zu verstehen, sondern von der missionsreise in andere asiatische 
länder, wie man sie auch in den Acta sanctorum: De B. Odorico, sive Or- 
derico, (Jan.) 1, 986 — 992, findet: Oderici Peregrinatio ab ipsomet descripta, 
in welcher reiseschilderung über das h. Land nichts enthalten ist. Vgl. Mei- 
nert bei Marignola 9, Poggi in der ausgabe von Sigoli XXIX sqq., Schönborn 
über die Reisebeschreibung des John Maundevile, Breslau, 1840, 19 f., 
Grotefend’s einleitung zu Boldensele 235, Brunet 4, 160 sq., Grässe’s Trös. 
5, 10, Laurent 145. Letzterer hat das verdienst, den wirklich interes- 
santen reisebericht, den er mit noten versah, zugänglicher gemacht zu haben. 

C. 1321. Ismail Ben Ali Abu el-Feda, ömir von Hamah in Syrien, 

Abvlfedae Tabvla Syriae . . Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis 
explanavit J. Bemh. Koehler . . Accessere I. I. Reiskii V. C. Animadversiones. 
Lips., Schoenemark, 1766. 4. Bll. 34^ text 1 — 144, supplem. 147 — 166. Eine 
zweite, verbesserte ausgabe erschien in Leipzig und Königsberg 1786. Die 
reiskische Übersetzung des ganzen Werkes steht in Büsching’s Magazin für 
die neue Historie und Geographie 4, 121 ff. und 5, 299 ff. Ferner ist an- 
zuführen : Arabiae descriptio arabisch und von J. Greaves ins lateinische über- 
setzt in Hudson’s Geographia veter. Scriptor. minor. t. 3. Oxoniae 1712. Auch 
findet sich angehängt die ‘Description gönörale de l’Arabie faite par le Sultan 



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Ismael Abulfeda, Traduite en Francois sur les meilleurs Manuscrits, öclaircie 
par des Notes/ als anhang zu De la Roque’s Voyage dans la Palestine. 
Paris 1717.' 1—27. Christoph Rommers ausgabe von Arabise descriptio, 
Gottingse, H. Dieterich, 1802, 4., ist ita ut Abulfedea descriptio commentario 
perpetuo illustretur. Eine vollständige edizion des ganzen geographischen 
Originals besorgten zu Paris 1837 und 1840 Reinaud und Mac Guckin de 
Slane. Vgl. Silvestre de Sacy in de Guignes’ Notices et extraits 4, 522 sq. 
S. Bellermann 2, 47 ff., Robinson 2, 539. Die hohe und einflussreiche Stel- 
lung des Verfassers war sehr geeignet, interessante und glaubwürdige nach- 
richten zu sammeln. 

C. 1324. Der arabische reisende Mohammed Iben Batüta von Tanger. 
Travels of Ibn Batüta; translated from the abridged arabic Manuscript Co- 
pies . . With Notes, illustrative of the History, Geography, Botany, An- 
tiquities, etc. By Samuel Lee. London, J. Murray, 1829. 4. XVIII, 243 s. 
Palästina kommt aber bei Lee viel zu kurz weg. Vollständiger erschien 
eine französische Übertragung: Voyages d’Ibn Batüta. Traduction par C. De- 
frömery et le Dr. B. R. Sanguinetti. 2 thl. Paris 1853. 8. J. G. L. Kose- 
garten de Mohammede Ebn Batvta . . eiusque itineribus, lense, libr. Croeker., 
1818, 4., gibt nur das iter persicum, maldivicum und africanum. S. Robin- 
son 2, 540, Grässe’s Trös. 3, 406. Werthvoll. 

1332. Der dominikanermönch Otto von Nyenhnsen aus Minden, 
genannt Wilhelm von Boldensele. Guilielmi de Baldensel Hodoeporicon 
ad Terram Sanctam, in Henr. Canisii Antiquse lectionis t. 5. Ingoist. 1604. 
4. 95 sqq. Daraus des Guilielmi de Baldensel, Equitis aurati Hierosolymi- 
tani, Hodoeporicon . . A. 1336. Ab ipso scriptum, rogatu Thalayrandi Comi- 
tis Petragoricensis, S. R. E. Presbyter! Cardinalis . . mit Vorrede und Zusätzen 
wieder abgedruckt in dem oben sub anno 1283 (Burchard) angeführten Sam- 
melwerke von Basnage, t. 4. Amstelsedami, Wetsteen, 17 25. Fol. 332 — 357. 
Eine neue ausgabe besorgte 1855 C. L. Grotefend : Itinerarius Guilielmi de 
Boldensele, welchem eine kurze Epistola Guilielmi de Boldensele ad Petrum 
abbatem Aulae Regiae vorangeht, in der Zeitschrift des histor. Vereins für 
Niedersachsen. Hannover, Hahn, 1855 (jahrgang 1852). 8. 236 — 286. Mit 
einleitung 209 — 236 und anmerkungen. Wol die beste ausgabe. Diese 
Schrift war zu seiner zeit sehr verbreitet, wie mehrere handscliriften in den 
bibliotheken bezeugen. Grotefend diente diejenige in Wolfenbüttel. Ich sah 
eine in Brüssel (nr. 8779, pergament, 4.), in Utrecht (autor. eccles. nr. 339: 
Descriptio Terre Sancte. Incipit liber de quibusdam partibus vlframarinis 
et prsecipue de terra sancta . . compilatus per . . guillelmum bolonsele) , in 
Basel (D. fv. 8, auf pergament : de Boldenselen), auf der wiener-hofbibliothek 
(neue nr. 3529, papierhandschrift, aus dem 14. oder 15. jahrhundert, von 
Bolesem, Bolepem oder Bolczen, beginnend aufs. I32 a : Incipit prologus liber 
de quibusdam partibus vltramarinis. 8. Theoderic. 172). Ein ms. findet sich 
auch in der Universitätsbibliothek zu Giessen, nr. 159. Im jahr 1351 über- 
setzte den reisebericht Jehan Le Long, mit dem wir schon bei Riccoldo be- 
kannt wurden; 2 mss. bewahrt noch die reichsbibliothek in Paris, nr. 8392 
und 7500 (ancien fonds du roi). Eine freie deutsche bearbeitung von Karl 
Peter: Reise nach Palästina durch Wilhelm von Boldensleve, in Jäck’s Taschen- 
Bibliothek der . . Reisen durch Palästina. 2, 109 — 162. Auch : Des angeblichen 
Johanniter-Ordensritters Otto vonNienhus, genannt Wilhelm von Boldensele Reise 
nach Palästina, im Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, 

3* 



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1861, 149 ff. Der name des Verfassers, zum beweise, dass man im mittel- 
alter es nicht immer so genau nahm, wurde verschieden geschrieben, wie 
oben schon Beispiele gegeben wurden, ferner: Boideselle, Bouldeselle, Bolen- 
sele, Bolerisele, Botzencelle, Bottenzel u. s. f. Ich folgte Grotefend. Man hat 
1336 als das jahr der reise bisher beinahe durchgängig angenommen; allein 
dies ist unrichtig, wie namentlich Alessandro Bassi bei Rignon (Annal., 1863, 
70) bemerkt: 1336, annöe dans laquelle il öcrivit son röcit sur les instances 
du Cardinal Talleyrand de Pörigord, et non l’annöe de son pelerinage. Wa- 
rum er Boldensele einen voyageur de l’an 1330 nannte, sehe ich nirgends 
begründet. Ich wählte nach Petzholdt das j. 1332. S. Beckmann 2, 226 ff., 
oben sub auno 1102 d’Avezac 1. c. 429 sq., Grässe’s Lehrbuch 2, 1, 769, 
Laorty-Hadji 527 sq., Grotefend 209 ff., Topogr. I, XXVII f., 3. Wandel*. 4 1 4, 
baron de Hody’s Godefroy de Bouillon et les Rois latins de Jerusalem, 2. öd., 
Paris, H. Casterman, 1859, 8., 168, Petzholdt’s Anz., 1862, 1 84 f. Bolden- 
sele, der wackere deutsche, reiste mit einem priester und bedienten zu Was- 
ser nach Konstantinopel, Phönikien, Philistäa, Ägypten, dann nach dem berge 
Sinai uud über Berseba nach Jerusalem. Die von ihm mit klarem blick 
abgefasste reiseschrift verdient beachtung. 

1334. Der Rabbi Ishak Chelo aus Aragon. Sein reisebericht in 
Carmoly’s Itiuöraires de la Terre Sainte, 235 — 264, ist überschrieben: Les 
Chemins de Jerusalem. Der kabbalist zog mit seiner familie aus Spanien 
nach Jerusalem, um sich hier bleibend niederzulassen. Von da schrieb er 
an seinen vater, seine freunde und bekannten mehrere briefe, von denen 
einer jene Überschrift erhielt. S. Carmoly’s einleitung 219 sqq. Werthvoll. 

C. *335. Kurzes verzeichniss der heiligen Stätten von einem un- 
bekannten. Es beginnt mit den Worten: Questi sono i viaggi che debbono 
fare li pellegrini, che vanno oltra mare per salvare l’anima loro, e che puö 
fare ciascuna persona stando nella casa sua, pensando in ciascuno luogo 
che di sotto h scritto, e in ogni santo luogo dica uno paternostro e Ave 
Maria, und wurde von Michele Melga unter dem titel herausgegeben: Viaggi 
in Terra Santa descritti da anonimo trecentista. Napoli, Fibreno, 1862. 8. 
s. 7 — 11. Übergegangen auch in Gargiolli’s Sammlung (s. unten sub anno 
1384, Frescobaldij, 441 — 450: Viaggio in Terra Santa. Von einigem ge- 
schichtlichen werthe. 

C. 1336 (1322 — 1356). Der englische ritter John Maundeville. 
Es wird allgemein angenommen, dass Maundeville, angeblich 1356 zu Lüttich, 
den reisebericht ursprünglich in französischer spräche geschrieben habe, aus 
der er zunächst ins englische und lateinische überging. Das französische 
war damals besser verstanden, als eine andere spräche ; selbst Marco Polo’s 
erste Schrift war französisch. Es muss auffallen, dass wir so wenig lateinische 
ausgaben besitzen, was sich etwa dadurch" erklärt, dass das abenteuerliche 
und lügenhafte, womit der Verfasser die leser zu gewinnen suchte, die ge- 
lehrten nicht sonderlich anzog, und dass der ganze karakter der schrift mehr 
den eines Volksbuches, in Frankreich wie in England, in Italien wie in 
Deutschland, hat. Wer ohne gewissen Volksbücher schreibt, geniesst den 
vortheil, dass seine leser nicht kritisch verfahren. Ich beginne demgemäss 
mit den französischen ausgaben. Ein abdruck bat folgenden titel s. a. et 1. : 
Monteuille compose par messire Jehan de monteville cheualier natif dangle- 
terre de la ville de saint alain. Lequel parle de la terre de promission, 
de hierusalem, et de plusieurs pays, villes, ' et isles de mer, et de diuerses 



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et estranges choses, et du voyage de hierusalem. 4. Das mir vorgelegene 
exemplar ist unvollständig, mit vielen plumpen holzschnitten. Eine andere 
französische ausgabe, die ich sah, hat den kurzen titel: Ce livre est appele 
mandevifie. 1480 (Lyon, Bartholomieu Buyer, nach Hain 10641). Das buch 
erschien auch 1487 (Lyon, Jean Cres, nach Hain 10642, Pierre Bouteiller. 
4.), 1517 (Regnault), 1542 (Canterel), 1729 und 1735 (verstümmelt) in P. 
Bergeron’s Kecueil de divers voyages curieux. Leide 1729; la Haye 1735. 
•4. : Recueil ou Abregd des Voiages, et Observations, du Sr. Jean de Mande- 
ville, hinten im 2. th. Grässe führt (Trös. 4, 360) 4 ausgaben s. 1. et a., 
1 Paris s. a. an. Mss. gibt es noch eine menge; ich fand in Brüssel ein 
ms. aus dem 1 5. jabrhundert, nr. 10420: Voyage d’Oultremer, ein anderes 
von ungefähr gleichem alter, nr. 10439, item ein 3., nr. 14787 und ein 4., 
nr. 11141, in Leyden eine pergamenths., fol. (ms. lat. Voss F. 75), aus dem 
15. jahrhundert, in Paris beim grafen de l’Escalopier eine papierhs. in 
folio: Cy Commence le liure des parties d’oultre mer lequel fut fait et or- 
donne par messire Ihän de mandeuille, mit einer zierlichen titelzeichnung, 
und in Bern ms. hist. nr. 58 (Sinneri Catal. 2, 415), eine papierhandschrift, 
fol., aus dem 15. jahrhunderte ; Legrand d’Aussy führt (s. 445, s. weiter 
unten sub anno 1432 f. Bertrandon) eine 1477 abgefasste hs., Staatsbiblio- 
thek in Paris, nr. 10024, an. Überdies gibt es hss. in Aix, Dijon, Middle- 
hill. S. Haenel Catal. 4, 147, 869. — Lateinisch erschienen Maundeville 
und der von Sudheim mit einander, s. 1. et a., etwa 1495, fol. Incipit: Ta- 
bula presentis libri singula per ordinem capitula . . , auf bi. 1 : Commenta- 
tio brevis terre iherosolimitane, und bl. 58 : Explicit jtinerarius a terra an- 
glie. Darauf Registrum in librum ludolphi de itinere ad terram sanctam. 
De Constantinopoli . . ; ende bl. 112: Domini ludolphi ecclesie parochialis in 
Suchen pastoris libellus de itinere ad terram sanctam Finit feliciter. Dann 
folgt noch Marcus Paulus. Alles in einem bande. Diese äusserst seltene 
ausgabe findet sich auch von Schönborn (s. oben sub anno 1320, Pipino) 
angeführt; doch trifft die blätterzahl nicht ein, so dass auf einen andern 
druck der gleichen Sammlung geschlossen werden muss, wenn nicht irrthümer 
unterliefen. Die von mir gesehene ausgabe wird in der akademischen biblio- 
thek in Leyden aufbewahrt. Zwei andere alte drucke, die Schönborn (8) 
anführt, kenne ich nicht. S. ]3ei Hain 10643, 10644. Bei van Adrichom 
(287a) steht: Descriptio Ierusalem locorumque sacrorura Ioannis Mandeuille 
Angli, alias Monteuillani, qui an. Domni. 1322. suam peregrinationem per- 
fecit, et sedulö perscripsit. Impress. Antwerpise per Wouwer, 1564. Hand- 
schriften gibt es mehrere: in Brüssel nr. 1163; in Leyden ms. Vulcanii no. 
96, auf pergament, 4., aus dem 14. jahrhundert, beginnend: Prohemium 
Johannis de Mandevylle in opus inceptum de itinerario peregrinorum cum 
mirabilibus adiacentium locorum, ende : Explicit Itinerarium Johannis Maunde- 
vyle militis scriptum in anno iubileo per manus Ricardi Blecclewe monachi 
Alandon . anno domini 1390; in Gotha pergamentcodex, nr. 192, 4., begin- 
nend bl. 169: Incipit Itinerarium a terra Anglie in partes iherosolimitanas, 
ende: et spiritus sancti Amen; in Dresden papierhandschrift, F. 69a, aus 
dem 15. jahrhundert: Itinerarium; in Berlin FoL 179 b unter den Itineraria 
in linguam latinam tradita; in Wien neue nr. 3529 mandauilla (s. Theoderic. 
172); in Breslau zu Maria Magdalena vom j. 1414 (nach Schönborn 10); 
in Turin auf der Universitätsbibliothek papierhandschrift H III 1 ; in Glas- 
gow nach Haenels Catal. 795. Schönborn weist ausführlich nach, dass 
Maundeville die reisebeschreibung nicht selbst abgefasst habe, und dass die 



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ihm bekannten 2 lateinischen ausgaben mehr eine abgekürzte bearbeitung 
der Urschrift, dass sogar Widersprüche vorhanden seien ( 1 7 f.), und dass der 
lateinische druck namentlich auszüge aus Oderich von Portnau enthalte (19 ff.). 
— Ich komme jetzt zu den englischen ausgaben. Da Maundeville ein eng- 
länder war, so ist es sehr wahrscheinlich, dass er die reise auch selbst in 
englischer spräche niederschrieb, und zwar nachdem eine lateinische Über- 
setzung schon bekannt war. Englisch erschien die reise Westminster 1499, 
8., London 1503, 8., ibi 1568, 4., ibi 1618, 4., ibi 1657, ibi 1670, ibi, 
Stot, 1684, 1696, 4., 1705, London, 4., 1 7 10, ebenda, 4., 1722, 4., 1725: 
The Yoiage and Travaile of Sir John Maundeville, Kt. which treateth of the 
way to Hierusalem. . Reimprinted from the Edition of A. D. 1725. With an 
Introduction, additional Notes, and Glossary, by J. 0. Halliwell. London, 
published by E. Lumley, 1839. 8. HalliwelTs ausgabe erschien aber auch 

1727. Thomas v Wright legte- in seinen Early Travels in Palestine 127 — 282 
im j. 1848 eben diese ausgabe zu gründe; nur erlaubte er sich, das eng- 
lische dem heutigen anzupassen. Ich zitirte selten die französische Urschrift 
oder die Übersetzung im Reyssbuch dess heyligen Lands, sondern fast nur 
Wright’s englische ausgabe als die zugänglichste, der ich am meisten ver- 
trauen schenkte. — Eine italienische Übersetzung erschien Mailand 1480, 4., 
Bologna 1488, 4.: Tractato de le piu maravegliose cose . . reducte e colte 
sotto brevita in lo presente compendio dal . . Mandavilla. Impress. bon. p. 
Ugon. Rugerium (Ich sah diese ausgabe oder den titel in London und Nea- 
pel, Studij); Venedig 1491, das. 1496, 4., Florenz, L. de Morgiani, 1492: 
Johanne de mandauilla . Tractato . . per Maestro Manfredo da Monteferato ; 
Bologna 1492 und 1497, 4., auch Mailand 1497, Venedig _ 151 5, daselbst 
1534: Qual tratta delle marauegliose cose e piu notabile ch si trouino: e 
come presentialmente ha cercato tutte le parte habitabile del modo, Schluss : 
Stampato in Venetia per Aluise di Torti . . kl. 8.; und 1567, 8. Hier reihe 
ich den Codex in Paris, Bibliotheque de PArsenal, in lingua provenzale an: 
della Terra Santa. S. Haenel Catal. 357. — Der deutsche zählt mehrere 
ausgaben, und zwar sehr alte und eine neue: 1481 Augsburg, fol., Anthoni 
Sorg, Übersetzung von Michael Velser (wol verschrieben Michelfelser) ; 1482 
fol., ebendaselbst, ^von hannsen schönsperger : Hie hebt sich an das püch des 
Ritters herr Hannsen von Monte-Villa, ende: Ich Johanns von Montevilla . . 
gewesen zwelff jar, ohne paginazion und Signatur, übrigens schöner druck, 
aber mit schlechten holzschnitten ; 1484 Strassburg, Johannes Prussz, fol., 
ebenfalls Übersetzung von Velser; 1488 Strassburg, Johannes Prussz, 4., 
Übersetzung von Otto Demeringen, auch daselbst 1499, fol., 1501, 1507, 
1580 Frankfurt, Joh. Spiess, mit holzschnitten ; 1584 im Reyssbuch (s. oben 
sub anno 1095 — 1099, Robert): Herrn Johannis de Monteuilla D. vnd Rit- 
ters je. Reysen vnnd Wanderschafften durch das gelobte Landt, Indien . . 
von jhm in Französischer und Lateinischer Sprach, vor 260 Jaren, selbst 
beschrieben. Nachmals, durch Otto von Demeringen, Thumbherru zu Metz 
in Lothringen, verteutscht, in der frankfurter -ausgabe von 1609 1, 759 — 
812; auch 1600, 8., 1690 Köln und Nürnberg, 1692 Köln: Dess vortreff- 
lich- Welt -Erfahrnen auch Hoch- und weit -berühmten Herrn Doctoris und 
Engelländischen Ritters Johannis de Montevilla curieuse Reiss - Beschrei- 
bung . .: Nunmehr Allen Teutschen Reyss- und vieler Landen auch dero 
Sitt- und Manieren Liebhabern zu gutem übersetzet. Ehmals gedruckt zu 
Cölln Jetzt von Neuem aufgelegt, vermehrt und verbessert, 8.; .ingleichen 
1696; 1852 (doch s. a.) Reutlingen, verlag von Fleischhauer: Des edlen 



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engelländischen Ritters und weltberühmten Landfahrers Johann v. Montevilla 
wunderbare und seltsame Reis-Beschreibung . . von Neuem ans Licht gestellt 
durch Ottmar F. H. Schönhuth, 8., und 1828 in kürze mitgetheilt: Reisen 
Johann v. Montevilla, in Jäck’s Taschen-Bibliothek (s. oben sub a. 670) 2, 163 — 
194. Handschriften finden sich: in Gotha ein pergamentcod., nr. 584, fol., 
i aus dem 15. jahrhundert, 2kolumnig, eine Übersetzung des Otto v. Diem- 
ringen, ein anderer pergamentcodex, nr. 26, fol., beginnend: Hie her nach 
hebt sich an das puch Johann von Montevilla des Ritter, und endet: das 
wir ny mer von dir werden gescheyden Amen, geschrieben 1472 von Martin 
Scherffenberger ; in Dresden eine papierhandschrift, F. 184b, 4., von Ulr. 
Gamper 1433 ‘sehr genau und deutlich* verfertigt; in Berlin, fol. 204 und 
205, quart 322, auch Montevilla fol. 550 und quart 271; in Nürnberg, 
stadtbibliothek, 4., aus dem 16. jahrhundert, nebst bruder Ulrich (wahr- 
scheinlich aus Oderich oder Aldrich verschrieben) von Friawl (Friaul). An- 
dere mss., das eine vom j. 1460, das andere von v. Diemeringen in Strass- 
burg, ein drittes in S. Gallen nach Haenels Catal. 469, 702. — Man kenut 
auch eine spanische Übersetzung, Valencia 1540, fol.; eine flämische Zwoll 
1483, eine andere Gent, 4. (1650?): Men heeft desen nieuwen Gendschen 
Druk van alle Fouten gesuywerd; eine niederländische, fol., (1470?): Dit is 
die tafel van desen boecke, in Antwerpen 1494, 4.: Hier beghint een ge- 
noechlije boec gemaect, in Amsterdam (1650?), 4.: De wonderlyke Reize van 
Jan Mandevyl, was vielleicht der volksroman ist. Desgleichen sah ich zu 
Leyden in der bibliotheca academica ein ms., nr. 14. F., 4., wie es scheint, 
aus dem 14. jahrhundert: Om dat also is dat land van ouersee, endet p. 
73b: Ende ic Jan mandeuille Ridder . . ende in allen tiden Amen Amen 
Amen. Selbst eine böhmische Übersetzung kam heraus, 1510 und 1513 in 
Pilsen, 8., 1619 und 1796 in Prag, 8. Es wäre sehr viel zu thun, um 
einen reinen text, zumal der oft verstümmelten Ortsnamen, herzustellen, um 
auszuscheiden, was die Übersetzer und abschreiber hinzugeflieki; haben. Ich 
verglich ein wenig die deutsche Übersetzung im Reyssbuch mit der englischen 
in Wright’s Travels, und fand mit wenig mühe, dass viel arbeit übrig bleibt. 
S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1, 2, 77, Hain’s Repertor. 10641 ff., Ebert’s 
bibliogr. Lexikon, Legrand d’Aussy 1. c. 445, Schönborn a. a. o. 3 ff., Bru- 
net 3, 252 sqq., S.-Gönois’s Histoire des Voyageurs beiges (2. öd.) 1, 20, 
Ritter 15, 44 f., Robinson 2, 539, Topogr. 1, XXIX, 3. Wander. 415, 
Grässe’s Trös. 4, 360 sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 183 f. Erst muss eine 
genauere analyse des reiSebuches, als sie bisher gemacht worden, voraus- 
gehen, bis ein genügendes urtheil über den werth desselben gefällt werden 
kann. Vor derhand werden Wissenschaft und gewissenhaftigkeit einen ziem- 
lich geringen werth beilegen. 

1336—41. Ludolf (Rudolf, Peter), pfarrer von Sudheim (Suthem). 
Zuerst register, auf dem 2. blatte: De terra sancta et itinere iherosolimitano 
et de statu eius et aliis mirabilibus que in mare conspiciuntur videlicet me- 
diterraneo . Reuerendissimo in cristo patri ac domino domino suo gratioso 
Haldewino de steiuuordiä padebornensis ecclesie episcopo ludolphus parochia- 
lis ecclesie in Suchen rector debitam reuerentiam et honorem. Cum multi 
de partibus . . und schliesst : Et hec sunt itinera terre sancte bona sed non 
publica in quibus omnia loca et oratoria predicta comode perlustrantur in 
statu et dispositione prout erat Anno domini ic. Et scio quod ab aliquo 
viuenti non possum reprobari quia de hii$ que vidi et veraciter audiuitesti- 



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monium perbibeo . Et hoc ad devocionem et reuerenciam reuerendissimi 
in christo patris et domini domini Haldewini in paderbnrnensi ecclesia epis- 
copi dignissimi conscripsi et nomine domini invocato incepi et compleui cui 
laus per infinita secula seculorum Amen. Finit feliciter libellus de jtinere 
ad terram sanctam. Kl. fol., sine loco et anno, aber nach Ebert 12489 in 
Strassburg von Eggesteyn gedruckt. Die 34 bll. nach Ebert treffen mit der 
von mir eingesehenen ausgabe zusammen; noch besser aber nr. 12490, zwei- 
kolumnig, sine anno und Seitenzahl. Ich sah auch eine andere alte ausgabe, 
kl. fol., mit 34 bll., wie bei Ebert 12489, text einkolumnig, mit gleichem 
anfange und ende, nur dass hier noch vorkommt: terram sanctam «7 Eine 
fernere alte ausgabe s. oben sub a. 1336 (Maundeville s. 37). Jene ausgabe 
ist die gleiche, welche Ferdinand Deycks in seiner ausgabe: Ludolphi, Rec- 
toris ecclesie parochialis in Suchen, de itinere Terrae Sanctae über (Stuttgart, 
litter. Verein, 1851. 8.), s. XXIII anführte und benutzte; sie soll um 1468 
erschienen sein, und wirklich notirte ich auch dieses früher nach einer alten 
ausgabe (Topogr. 1 , XXVIII). Andere ältere drucke sind mir nicht bekannt. 
Jedenfalls gibt es keine ältere gedruckte Jerusalemfahrt als Ludolfs. Einem 
venezianer-drucke nach Robinson (2, 540) traue ich nicht Bonar will hin- 
wieder (518), dass Sudheim mit Maundeville 1480 in Venedig gedruckt 
wurde. Erst 1825 treffe ich wieder auf eiuen druck in Middlehill, kl. 8.; 
Itinerarium ad Terram Sanctam. Per Petrum de Suchen . . ex ms. . edidit 
Thomas Philipps. Es ist jedoch nur ein stück, das bis zum kapitel von 
der insei Rhodos reicht. Ohne zweifei wird Phiüpps seine beiden Codices 
benutzt haben. S. Haenel Catal. 829, 864. Die beste lateinische ausgabe 
nach hand- und druckschriften ist ohne weiteres jene von Deycks s. I — 102. 
Lateinische hss. werden von Schmeller (bei Deycks, Umschlag) und Deycks 
(XXII, XXIV) angeführt. Ich sah in Gent auf der öffentüchen bibliothek 
einen sehr schön und gross geschriebenen pergamentcodex in gr. folio, mit 
n. 13 f (136),. doppelkolumnigen seitab, aus dem ende des 15. jahrhunderts. 
Anfang: Registrum in librum Ludolphi de itinere ad terram sanctam. Nach 
dem register folgt: Prologus in librum domini Ludolphi de Suchen, und 
Schluss: cui laus per infinita secula seculorum Amen. Domini Ludolphi 
ecclesie parochialis in Suchen pastoris Libellus de itinere ad terram sanctam 
finit feliciter. — Eine deutsche Übersetzung erschien 1477 sine loco, aüein, 
nach Deycks, in Augsburg bef Zainer: Petrus, pfarrer zu suchen: Von dem 
gelobten land vnd weg gegen iherusalem von iren wesen und wunderen die 
in dem grossen mör gesehen werdent. 4. Ich fand gleichfalls den ‘Ritter 
von Turn’, den herzog Emst von Baiern und Österreich, ‘Sand Brandons 
Buch*, Schildtberger und ‘Petrus, pfarrer zuo suochen’, in einem quartband 
zusammengebunden; hinter letzterm steht das j. 1513 und der druckort 
Basel. Der ritter von Turn ist jedoch den andern stücken nicht ganz gleich; 
das blatt hat etwa 45 zeilen, Brandon, Schildtberger und der zu Sudheim 
dagegen etwa 35 zeilen. Nach einer handschriftlichen bemerkung wurden 
3 davon 1473 in Ulm bei Johannes Zeiner gedruckt. Die reisebeschreibung 
findet sich auch im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgabe von 1584 (s. 
oben sub anno 1095, Robert) und 1609, hier 1, 813 — 854: Fleissige Auff- 
zeichnung aller gelegenheit, Reysen, Gebräuchen, Wunder . . , so in dem hey- 
ligen vnd daran angrentzenden Oertern, vom 1336. biss auff das 1350. Jahr 
vermeldt worden. Geschehen durch den Herrn Rudolphen Kirchherrn zu 
Suchen in Westphalen, der dieselbig viertzehen Jahr beharrlich in diesen Län- 
dern gewesen, vnd alle dero Gelegenheit in einem lateinischen Buch beschrie- 



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ben. Jetzundt erstmals zu Ergentzung dieses Reyssbuchs getrewlich ver- 
teutschet. Für einen gewöhnlichen leser ist die ausgabe im Reyssbucb ziem- 
lich brauchbar, da nicht viel, selten etwas wesentliches weggelassen oder 
falsch übersetzt ist. Oft bediente sich freilich der Übersetzer des positive, 
während im lateinischen original der Superlativ steht. Eine spätere ausgabe, 
in 8., etwa aus dem ende des letzten jahrhunderts, kann ich einzig nach 
einem zerrissenen exemplar beurtheilen, welchem das titelblatt und einiges 
hinten fehlte, so dass ich nur 1 02 seiten zählte. 1844 liess Thomas Phi- 
lipps in Middlehill in gr. 12. ein stück bis kap. 33 mit zahlreichen miss- 
verständnissen drucken. Es gibt mehrere deutsche handschriften. S. Kose- 
garten (nach Schmeller) 4, 7 f., 9 f. 1. citando. Noch erübrigt, die nieder- 
deutsche ausgabe anzuführen : Ludolf von Suchen Reisebuch ins heilige Land 
in niederdeutscher Mundart. Herausgegeben von J. G. L. Kosegarten. Greifs- 
wald, Koch, 1861. 8. S. 17 — 68, anmm. 69 — 88. Beginnt: Veni sancte 
spiritus Guder lüde is vele, de enes geweset hebben over mer. Der name 
des Verfassers zeigt eine seltsame Unsicherheit. Bald steht Ludolf, bald 
Rudolf; allein im letztem worte scheint R verschrieben. Vgl. meinen Theo- 
deric. 236. Weniger unsicher ist die Schreibung des Ortsnamens Suchen oder 
Suchern; allein wo der ort zu finden sei, war die ausmittlung schwer. Pro- 
fessor Brand in Paderborn theilte mir mündlich mit, dass Suchern oder Su- 
chen falsch sei, und es Sudhem, heute Sudheim, heissen müsse, das 4 stun- 
den von Paderborn abliege. Mir sind 2 Sudheim bekannt ; das eine ist ein 
schloss etwa eine Viertelstunde von dem Städtchen Lichtenau in der diöcese 
Paderborn und das andere ein dorf im hardenbergischen, fürstenthum Kalen- 
berg. ln den hss. konnte leicht c für t angesehen werden und daher der 
irrthum entspringen. S. Ritter 15, 45 f., Robinson 2, 540, Deycks über ältere 
Pilgerfahrten nach Jerusalem, mit besonderer Rücksicht auf Ludolfs von 
Suchen Reisebuch des h. Landes (Münster 1848. 8.), seine ausgabe von 
Ludolf XIX — XXV, Topogr. I, XXVII I, 3, Wander. 415, Petzholdt’s Anz., 
1862, 185 f., Kosegarten a. a. o. 3—16. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 292 sq. Die 
distanzen sind ungenau; sonst manches brauchbare. 

C. 1340. Der Schöch Iben el-Wardi. Excerptum geographicum de 
terra Syriae exponens ex Ibn ol Wardii geographia et 

historia natvrali. Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis explanavit 
Io. Bemh. Koehler, hinten in seinem oben sub 'anno 1321 angeführten Abu 
el-Feda s. 169 — 1-92. S. Köhler’s Prooemium g sqq., Bellermann 2, 49 f. 
Vgl. Grässe’s Trös. 3, 406. Weniges beachtens werth. 

*C. 1340. Der franziskaner Filippo Brüssel! von Savona berichtete 
über die h. Stätten in Palästina. Rignon, 1861, 83. 

1345. Der franziskaner Niccolö di Poggibonzi. Auf der bibliotliek 
in Siena eine papierhandschrift, fol., 14 B., B. VI. no. 2, s. 97 ff. : Oltramare 
di Nicolao di Poggibonzi fatto nel 1345. Al nome di Dio, della sua santissima 
Virgine Maria. Es gibt übrigens mehrere codd., zu Florenz in der Maglia- 
becchiaua, Laurenziana und Palatina. Alessandro Bassi hofft eine hs. der 
Riccardiana veröffentlichen zu können, und Michele Melga verspricht den 
druck für die Raccolta de* testi, meines Wissens nach dem ms. in Siena. 
S. Poggi bei Sigoli XXXI sq., Rignon, 1863, 68, Melga 5 (oben sub anno 
1335). Die beschreibung ist ausführlich und klar, daher der druck sehr zu 
wünschen. 



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1346. Der edelmann Rudolf von Framexnsperg. Itinerarium nobi- 
lis . . Rudolphi de Frameynsperg . . in Palaestinam, ad montem Sinai et in Egyp- 
tum, a. D. 1346. In H. Canisius’ Antiqua lectionis 6, 322 sqq., auch in der 
ausgabe von Basnage 4, 358. Die 4 quartseiten lange reiseskizze in der 
ersten ausgabe enthält nichts über Jerusalem. S. Robinson 2, 540. 

*1347. II libro del Passagio di Terra Santa ed 6 traslato di fran- 
cescho in fiorentino per Lorenzo di Firenze Cittadino. Cod. XLV nach Bi- 
blioth. Laurent. (Florenz) Catal. 5, 268 sq. Mittheilung von pater Neumann. 
Leider durfte ich in Florenz die bibliothek nicht besuchen. Ob das ms. 
wirklich eine Pilgerfahrt beschreibt, kann ich nicht angeben. 

*C. 1349 kann Stephan von Nowgorod nicht in die* Hciliglandpilger eingereiht 
werden, weil es bewiesen ist, dass er nur bis Konstantinopel kam und einige bruchstücke 
aus Daniel einschaltete. Dieser war, sagt v. Noroff, für die russischen pilger lange zeit 
gerade so ein Vademecum wie Burkhard filr die lateinischen. S. Noroffs Daniel 209. 

C. 1350. Der minorit und päpstliche legat Johannes von Mari- 
gnola : Reise in das Morgenland v. J. 1339 — 1353. Aus dem Latein über- 
setzt, geordnet und erläutert von F. G. Meinert. Prag, G. Haase, 1820. 8. 
Das Original in den Monutnenta historica Boheraiae nusquam antehac edita. 
Prag» 1768. 2, 68 sqq. Das büchlein gewährt wenig belehrung. 

C. 1370. ‘Von der Stat ze Jerusalem*, lateinisch verfasst von Härtel 
von Liechtenstain, deutsch von Lewpolt, lesmeister, der übrigens auch in 
Jerusalem war. Nach einer papierhandschrift auf der hofbibliothek in Wien, 
histor. prof. nr. 707, 4., 8. 94 u ff. Die erwähnung der löwenhöhle nahe bei 
Jerusalem und anderes lässt schliessen, dass die reise ins 14. jahrhundert 
fällt. Die beschreibung verdient gedruckt zu werden. 

1374 und 1422. Eine kurze beschreibung von Palästina von einem 
oder eher zwei ungenannten: Epitome bellorum sacrorum, in qua etiam 
descriptio Palästina, in Heinr. Ganterns* Antiqua lectionis 6, 249 sqq. Ein 
theil wurde 1374 (p. 271), der. andere 1422 (p. 293) geschrieben. Der Ver- 
fasser des letztem, falls wirklich 2 an der epitome arbeiteten, weilte 1422 
in Jerusalem. Ein ziemliches flickwerk. S. de Hody’s Godefroid de Bouillon. 
2. <$d. 295. 

*1381. Johann von Bodmann, die handschrift seiner Jerusalemfahrt, 
angeführt in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 
1835, sp. 273 ff.: Reisen einiger Niederländer durch Teutschlaud im 15. 
Jahrhundert. Nach dieser Zeitschrift zu vgl. Senkenberg Corp. jur. German. I. 
Vorrede s. XXIX. 

1384. Der toskaner Lionardo di Niccolö Frescobaldi. Viaggio . . 
(desselben) in Egitto ed in Terra Santa. Roma, C. Mordacchini, 1818. 8. 
Mit beleuchtung des herausgebers Guglielmo Manzi. Auch im Sammelwerke 
des Carlo Gargiolli : Viaggi in Terra Santa di Lionardo Frescobaldi e d’altri 
del secolo XIV. Firenze, G. Barbera, 1862. 16. Von 3 — 149. Vgl. Poggi 
in seiner ausgabe des Sigoli XXXIX, Domenico Moreni in seinem M&riano 
da Siena XXXVIII sq. (s. unten sub anno 1431), welcher den fehlerhaften 
druck von Rom rügt, und Gargiolli, der sagt XV : E a ciö correggemmo 
la cattiva stampa romana del Frescobaldi sopra i codici riccardiani; non 
trascurando il ricasoliano, che la gentilezza , del cavaliere Alberto Ricasoli 
Firidolfi ci concesse di poter consultare. Frescobaldi, der gedrängt und mit 
ziemlich nüchternem verstände schreibt, war mit seinen reisegeföhrten Simone 



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Blgoli, Giorgio Gucci, Andrea ßinuccini, Antonio di Paolo Mei, Bartolommeo 
da Castel Focagnano und Santi del Ricco, vom SiDai her zu eDde 1384 in 
Jerusalem. 

1384. Der florentiner Simone Sigoli. Viaggio ai Monte Sinai di 
Simone Sigoli . . or per la prima volta pubblicato con due lezioni sopra il 
medesimo, una di Luigi Fiachi, e l’altra di Francesco Poggi . ., e con note 
ed illustrazioni di questf ultimo. Firenze, alP insegna di Dante, 1829. 8. 
1 — 101, Illustrazioni 103 — 272. Die beschreibung erschien auch in Neapel 
1831, 8. (Grässe’s Lebrb. 2, 1, 770, Tr£s. 6, 403), im 427. bändchen der 
biblioteca scelta di opere ltaliane. 2. ediz. Milano, G. Silvestri, 1841. 
Kl. 8. .Ebenfalls gedruckt in Parma, P. Fiaccadori, 1843, 16., mit noten 
von M. B. Puoti, und zu Florenz 1862 im Sammelwerke von Gargiolü 153 — 
268. Die sehr gedrängte erzählung enthält einige werthvolle notizen. 

1384. Der florentiner Giorgio Gucci. Viaggio ai Luoghi Santi di 
Giorgio Gucci, in Gargiolli’s Sammelwerk 271 — 438. In Bandini Biblioth. 
Leopold. Laurent. 2, 176 ist das Viaggio des Giorgio di Messere Ghuecio 
erwähnt. Ein anderes exemplar. cod. XXX Plut. 42, Biblioth. Laurent, ca- 
tal. t. 5. p. 194. §. 1 (pater Neumann). Die lebendige, schätzbare beschrei- 
bung Gucci’s unterscheidet sich von den 2 vorhergehenden wesentlich da- 
rin, dass sie zugleich Galiläa umfasst, und gerade auch aus diesem gründe 
denselben vorzuziehen ist. Das auffallende, dass Frescobaldi und Sigoli vom 
nördlichen Palästina schweigen, lässt sich etwa dadurch erklären, dass Gucci, 
ohne sie, mit ein paar anderen die unzweifelhaft gefahrvolle tour nach Da- 
mask wagte. 

1385. Der augsburger Lorenz Egen. Wie Lorenz egen von Augs- 
purg etc. zoch gen Sant kathareinen etc., nach einer münchner-hs. veröffent- 
licht (von F. Keinz) in 0. F. Peschel’s Zeitschrift: Das Ausland, cotta’scher 
verlag, 1865, 917 — 919. Man findet in dem kurzen und unsäuberlich ge- 
schriebenen berichte einiges beachtenswerthe ; auch verdient er, wie die nie- 
derdeutsche ausgabe des Ludolf von Sudheim, die aufmerksamkeit des deut- 
schen Sprachforschers. Übrigens steht Egen den so eben genannten 3 flo- 
rentinem an bildung weit nach. 

* 1389. Ignatius, diakon beim russischen metropoliten Pimen. Sein 
bericht von der reise gen Jerusalem ist enthalten in Nicon. Chron. Peters- 
burg 1786, 4, 158 — 184, in Tatiwitsch’ russ. Gescb. 4. bd., in den russi- 
schen annalen und in Sacharoff s Sammlung (s. oben sub anno 1113, Daniel). 
S. Grässe’s Lehrb. 2, 1, 776 f., Noroff bei Daniel 209. 

1389. De? utrechter priester Johann de Hese. Itinerarius ioannis 
De Hese presbyteri Traiectensis dioecesis a Hierusalem per diuersas partes 
mundi Incipit feliciter, hinten : Impressum Parisius per Robert . gourmont pro 
Oliuerio senant. Sine anno. 8. Eine ausgabe 8. 1., a. et typ. n., 4., führt 
Hain 8535 an; eine Parisiis 1489 unter nr. 8536; eine dritte Daventriae, 

R. Pafraet, 1499, 4., unter nr. 8537. Eine andere mir bekannte ausgabe: 
Hese Itinerarium ad Iherusalem. Daventr. 1504. 4. Eine 3.: Peregrinatio 
Joannis Hesei ab vrbe Hiervsaletn institvta, et per Indiam . . Antverp., I. 
Withagius, 1565. 12. Die berliner -Universitätsbibliothek bewahrt ein ms., 
fol. 245. 1 : loh. de Hese descriptio itineris Hierosolymam 13S9 suscepti. 

S. Beckmann 2, 390 ff., 561 f., Hammer’s Gesch. d. osman. Reichs, 10. b. 
Man darf sich durch den vielversprechenden titei nicht irre führen lassen. 



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Es finden sich in der schrift, nur die wenigen worte über Palästina: Fui in 
Hierusalem in Majo, visitando ibidem sancta loca, peregrinando ulterius ver- 
sus Jordanem, et per Jordanem ad mare rubrum, dafür manches vom prie- 
ster Johannes. 

1395. Der ritter Simon de Sjirebruche, baron von Anglure. Iovr- 
nal contenant le voyage faict en Hiervsalem et autres lieux de deuotion, 
tant en la terre Saincte qu’en jEgypte. Par . . Messire Simon de Sarebruche 
Cheualier, Baron d’Anglure, au diocese deTroyes, eil l’annöe 1395. Mis en 
lumiere pour la premiere fois sur le manuscript trouud en vne Biblioteque. 
A Troyes. Par Noel Moreay, dict le Coq, 1621. 12. Eine neue ausgabe 
in 12. erschien in Paris bei Pouget-Coulon 1858: Le saint Voyage de Jeru- 
salem par le Baron d’Anglure, in der Biblioth&que catholique de voyages et 
de romans, mit wenigen anmerkungeu. S. 23 — 222. S. die notice bibliogra- 
phique des herausgebers 13 sqq., Gemelli 1, bl. 9, Laorty-Hadji 528. Der 
name wurde auch Sarrebruche und Salebruche geschrieben. Die reise erzählte 
eigentlich nicht dieser, sondern einer seiner geführten. Ziemlich gut. 

♦ 1395. Relation d’un voyage de Metz ä Jerusalem. S. L’Austrasie, 
revue du nord-est de la France, t. 3., zitirt von Rignon a. a. o. 84. 

C. 1400. Beschreibung des heiligen Landes von einem unbe- 
kannten. Hie in dem puch vindet man die gelegenhayt die weit vnd die 
leng des heyligen lantz in der haydenschafft vnd ze Jerusalem enhalb mers. 
Wye vur ein Stat oder ein darff von einander gelegen ist. Cod. ms. vien- 
nens. 4578, auf papier, zweikolumnig, fol., 195 1 ’ ff. Verzeichnet in Schwand- 
neri repertorium. Von wenig werth. 

*C. 1400. Reise eines ungenannten nach dem heiligen Lande. Der 

bericht ist niederdeutsch abgefasst und enthalten in Theod. Benfey’s Orient 
und Occident, Göttingen, Dieterich, jahrg. 1861, s. 448 — 480. S. Petzholdt’s 
Anz., 1862, 187. 

*C. 1400. Reise eines ungenannten nach Jerusalem. Eine unge- 
druckte, gedrängte beschreibung id flämischer spräche, eigenthum des buch- 
händlers A. de Bruyn in Mecheln. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 205. 

*C. 1400. BiÖmonis Hierosolymipet® Itinerarium per Italiam et Pa- 
l®stinam scheint verloren gegangen zu sein. S. Werlauff in den oben sub 
anno 1150 angeführten Symbol® 2. 

C. 1400. Ein ungenannter griechischer pilger. 'dnodtifyg mql 
twv ‘Ityoaolvftfov, mit lateinischer Übersetzung: Anonymvs de locis Hiero- 
solymitanis, in Leonis Allatii 2vf.if.uy.ia (s. oben sub anno 1155) 80 — 102, 
auch hinten bei Genesius (s. ebendaselbst) und, nach Eberf, in Amsterdam 
bei Waesberghe erschienen. Im vatikanischen katalog fand ich den titel: 
De Hierosolymitanis locis Gr. lat. Wahrscheinlich ist es die gleiche schrift. 
S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Bei angabe der ortsentfernungen zeichnet 
sich der Verfasser durch ungenauigkeit aus, und im texte finden sich einige 
grosse lücken. 

C. 1410. Johannes Schildtberger aus München. Schildtberger, Ein 
wunderbarliche, vnnd ktirtzweylige Histori, wie Schildtberger, einer aus der 
Stat München in Bayern, von den Türcken gefangen, in die Heydenschafft 
gefüret, vnnd wider heymkommen . . gantz kürtzweylig zu lesen. Nürnberg, 
J. v. Berg, Vnd Vir. Newber. 4. Ohne angabe des jahres und der seiten- 



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45 



zahlen, aber mit abbildungen. Die ausgabe von Franckfurdt a. M , W. Han, 

4., sine anno, ist auch alt, doch etwas neuer, der titel gleich dem vorigen 
bis an die Worte: sehr lüstig zu lesen; mit weniger abbildungen. Grässe 
führt (Lelirb. 2, 1, 781) eine ausgabe Frankfurt 1494, 4., Magdeburg 1606, 

8., an. Eine andere quartausgabe in Frankfurt 1549 bei Hermann GüLfferich. 
Im vortrefflichen katalog der Universitätsbibliothek in Berlin werden 8 aus- 
gaben , davon 6 als im besitze der bibliothek, erwähnt , s. 1. et a. 2, s. 1. 2, 
s. a. Frankfurt a. M. 1. Ich kenne eine ausgabe in fol., 2kolumnig, s. 1. et a.: 
Das buch sagt von Hertzog Ernsten. Auch von dem Schildtberger Vnd 
Sant Brandon, ferner : Hier valiet an der Schildtberger, der vil Wunders er- 
faren hat in der heydenschafft vnd in der Türkey, fol., I Seite mit 33 und 
34 zeilen. Vgl. das Repertorium bibliograph. von Hain 14515. Ich fand 
den Schildtberger gleichfalls 1513 (nach einem handschriftlichen marginale 
1473 in Ulm von Johannes Zeiner) gedruckt (s. oben sub anno 1336, s. 
40): Ich Schildtberger zoche auss von meiner heimet mit Namen auss der 
stat münchen. Neuer abdruck ohne angabe des druckjahres, gegen 1700. 
1814 gab A. J. Penzel in kl. 8. aus einer alten hs. übersetzt bei Fleischmann 
in München heraus : Schiltberger’s aus München von den Türken in der 
Schlacht von Nicopolis 1395 gefangen, in das Heidenthum geführt, und 
1427 wieder heimgekommen, Reise in den Orient. Auch (lateinisch?) nach 
Marmier l, XVII im 21. theil der Archaeologia britannica (4.). Eine ausgabe 
nach einer heidelberger-hs. besorgte K. F. Neumann , der sinolog (München, 
Selbstverlag, 1859. 8. S. 51 — 161): Ich Johanns schiltberger zoch uss von 
miner haymat, mit namen uss der Stat münchen. Diese ausgabe ist auch 
geniessbarer als die unglückliche Übersetzung ins neuhochdeutsche von Penzel, 
durch eine einleitung 3 — 48, so wie durch Zusätze von Fallmerayer, Ham- 
mer-Purgstall und durch eigne, genügt übrigens nicht in textkritischer be- 
ziehung. Letzterer schrieb auch besonders eine beriehtigung der orientali- 
schen namen Schildtbergers (4.). S. Hammer im 9. bd. der Denkschriften 
der baierischen Akademie der Wissenschaften. Eine schöne papierhandschrift 
in 4., aus dem 1 5. jahrhundert, findet sich auf der stadtbibliothek in Nürn- 
berg (?), nr. 34; zuerst kommt ‘Brandan’, hinten Hanns Schiltperger. Bei flüch- 
tigem überblicke fand ich darin nichts neues. Vgl. Hain 3718 ff. Der rei- 
sende fasst sich ungemein kurz, und ist im ganzen zuverlässig. 

1413. Der marquis Nicolö da Este, herr von Modena, Reggio und 
Parma. Viaggio a Gerusalemme di Nicolö da Este descritto da Luchino 
dal Campo ed ora per la prima volta messo in luce a cura di Giovanni 
Ghinassi, in der Collezione di opere inedite o rare dei primi tre secoli della 
lingua. Torino, unione tipografico^editrice, 1861. Kl. 8. 1, 105 — 148. Ghi- 
nassi edirte seinen eigenen codex. Das klar geschriebene tagebuch ist be- 
achtenswerth ; die geographischen bemerkuugen des herausgebers aber zeigen 
ganz ungenügende kenntnisse (149 — IGO). 

1419. Nomper II., herr von Caumont, Castelnau, Castelculier und 
Berbiguiferes. Voyalge d’oultremer en Jh^rusalem par le Seigneur de Cau- 
mont Tan 1418 Publiö pour la premiere fois d’apres le manuscrit du Musee 
britannique Par le marquis de la Grange. Paris, A. Aubry, 1858. 8. XIX, 
150 8 ., register der namen und glossar 151 — 193. Mit einem facsimile. 
Übrigens ist dies bloss eine titel ausgab e ; die erste ausgabe erschien 1848. 
Papierhandschrift im brittischen museum zu London, Catal. of Egerton. Nos I. 
4. S. eine ausführliche anzeige in : Das heilige Land. Organ des Vereines 



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46 



vom h. Grab. Köln 1860, 18 — 21, 43—48. Man liest den dürftigen be- 
richt mit interesse. Dass der Verfasser 1419 in Jerusalem war, versichert 
er s. 50 ausdrücklich. 

*1420. Der diakon Zosimus, mönch des klosters S. Sergius bei 
Moskau. Kniira iviaro.ieMan Kcchocb, cnphni» cmpaHiuiK'b, ^iaKona 
3 ociimu o nym Iepyca-iiiMCKOM't 40 l^aparpa^a h 40 lepyca^iiiMa 
(Das buch, genannt £*Voc, d. i. Wanderer, des diakons Zosimus von der kie- 
rosolymitanischen reise nach Konstantinopel und Jerusalem). Der bericht 
erschien in der oben sub anno 1113 angeführten Sammlung von Sacharoff. 
S.’Noroff bei Daniel 209. 

1422. Der ritter Guillehert de Lannoy, herr von Santes, Willerval, 
Tronchiennes und Wahegnies, aus Flandern. A Survey of Egypt and 
Syria, undertaken in the year 1422, by Sir Gilbert de Lannoy, Knt. trans- 
lated from a Manuscript . . With . . notes . . By John Webb. Französisch und 
englisch in der Archaeologia : or, miscellaneous Tracts relating to Antiquity, 
published by the Society of Antiquaries of London. Vol. 21 (jahrg. 1827), 
281 sqq., die englische Übersetzung 408 sqq. Mit ansicht von Jäfa und 
mit plan von Akka. Französisch: Voyages et Ambassades de Messire Guille- 
bert de Lannoy, Chevalier de la Toison d’or . . 1399 — 1450. Mons, Hoyois, 
1810. 8. S. 3 — 129. Mit 1 glossar und 1 karte. Diese schrift würdevoll 
C.-P. Serrure als Nr. 10 der Publications für die Sociötö des Bibliophiles 
de Mons veröffentlicht. De Hody versichert (Godefroid de Bouillon, ausgabe 
von 1859. 334), dass Schayes nach einer hs. im besitze des grafen G. de 
Lannoy eine neue und bessere ausgabe vorbereite. Möge sie auch wolfeiler 
werden als die alte; denn ich musste für ein exemplar über 26 fr. bezahlen. 
S. J. LeleweFs Guillebert de Lannoy et ses voyages en 1413, 1414 et 1421 
commentös en fran^ais et en polonais, Bruxelles 1844, 8. (mit karte), auch 
Posen 1844, St.-Gönois 1, 130 sqq., Bonar 519, Grässe’s Trös. 4, 101, Petz- 
lioldt’s Anz., 1862, 187. Es sind eigentlich gesandtschaftsberichte an den 
könig von England, in mehrfacher beziehung beachtens werth. 

1426. Johannes Passerhammer. Seine Pilgerfahrt findet sich in Dresden, 
papierhandschrift, 4., M. 65. 5, zweikolumnig, 85 1 ’ — 88". Anfang: Daz ist 
die Ordnung wie man sich halten sol vber mer vnd auch die heiligen stet 
besuchen. Das ende, wo der Verfasser sich Basserhamer unterzeichnet, zeigt, 
dass er nicht gewiss in Palästina war. Für die geschichte der tradizionen 
mag man weniges gebrauchen. 

1431. Der priester Mariano von Siena. Del Viaggio in Terra Santa 
fatto e descritto da Ser Mariano da Siena . . Codice inedito. Firenze, Magheri, 
1822. 8. LIV,' 132 s. Herausgegeben und mit einer einleitung versehen 
von Domenico Moreni. Dieser benutzte ein ms. der Magliabechiana in Flo- 
renz. Gedruckt auch in Parma 1843. Ebenso verweiset Mariti, Viaggi 4, 
80, nach einer florenzer-hs. auf einen pilgrim, der 1431 Palästina besuchte, 
einen domherrn von Siena, den er aber Gaspare di Bartolommeo nannte. 
Wenn keine Verschreibung anzunehmen ist, so wäre dieser wol ein reise- 
gefährte des Mariano. Die druckschrift verdient beachtung. Einen Marianus 
Senensis s. bei Hain 10769. 

1432. Der vorschneider Philipps des Gütigen, herzogs von Bur- 
gund, Bertrandon de la Brocquiöre. Voyage d’outremer et retour de Je- 
rusalem en France par la voie de terre, pendant le cours des anuöes 1432 



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47 



et 1433, Par Bertrandon de la Brocqui&re . . ; Ouvrage extrait d’un manu- 
scrit de la Bibliothöque nationale, remis en franQais moderne, et publid Par 
... Legrand d’Aussy. Enthalten in den Memoires de TCnstitut National des 
Seiences et Arts. Mömoires de morale et politique. 2. T. 5. Paris, Boudouin, 
1804. Gr. 4. Discours pröliminaire 422 — 469, text von da bis 637. Mit 
gleich lautendem titel auch in : Selection of curious, rare, and early Voyages . . , 
chiefly published by Hakluyt . . , to which . . this is intended as a Supple- 
ment. London, Woodfall, 1812. Gr. 4. 69 — 145. Schon bei Hakluyt: The 
Discoveries of the World. Lond. 1601. 4. 69 sqq. Englisch by T. Johnes, 
Herford 1807. 8. Desgleichen in Wright’s Early Travels: The Travels of 
Bertrandon de la Brocquiere, 283 — 382. Ein ms. auf der reich sbibliothek 
in Paris, alter grundstock des königs, no. 10, 264. S. Laorty-Hadji 528, 
Robinson 2, 540, Petzholdt’s Anz., 1862, 244. Kurz, doch wegen der treu - 
herzigkeit lesens werth. 

* 1433 f. Philipp, der letzte graf zu Katzenellenbogen, Pilgerfahrt 
nach Ägypten und Palästina, in: Vorzeit, 1821, 43 ff., von Arnoldi. S. 
Jolowicz. 

1435. Hans Lochner, doktor der arzneikünde, von Nürnberg. Die 

Hohenzollern am heiligen Grabe zu Jerusalem, insbesondere die Pilgerfahrt 
der Markgrafen Johann und Albrecht von Brandenburg . . Aus den Quellen 
bearbeitet von F. Geisheim. Berlin, F.Duncker, 1858. 8. 205 — 253 : Hans 
Lochner’s Beschreibung der Pilgerfahrt der (angeführten) Markgrafen; 207: 
Hier hebt sich an die Beschreibung der fart. Mit einer fleissiges Studium 
verrathenden Einleitung 3 — 204. Die Veröffentlichung ist verdankenswerth. 

1436. Der nürnberger Georg Pfinzing: Es ist zu wissen, das ich 
iörg pfintzing pin ausgetzogen vber mer gen dem heyligen grab. Ein per- 
gamentcodex, kl. 8., aus der mitte des 1 5. jahrhunderts, sehr leserliche Schrift, 
auf der schwarzischen bibliothek in Nürnberg, nr. 299. Die beschreibung 
verdient gedruckt zu werden. Vgl. Geisheim’s Hohenzollern am h. Grabe 30. 

1438. Der jude Eiiah von Ferrara. L’Amour de Sion. Dies ist 
die Überschrift eines der briefe, welchen Eiiah an seine familie in Ferrara 
richtete. In Carmoly’s Itinöraires de la T. S. 331 — 338, einleitung des her- 
ausgebers 323 — 330, seine lehrreichen noten 339 — 360. Der brief ist nicht 
ohne interesse. 

1449 f. Der Würzburger Stepban Gumpenberger. Warhafftige be- 
schreybung der Meerfart so von den Gestrengen, Edlen vnd Ehrenfesten Ste- 
phan von Gumpenberg, Fridrich von Wolffskel, vnnd Hans von Kamerau, 
Auch dem Ehrsamen Hans Strigel vnd Nicolao Magerer, bede Burger zu 
Würtzburg, sampt vier Dienern, eim Koch, eim Maler, eim Reuter, eim 
Schreyber, vnnd eim Caplan von Würtzburg, so Johann Eyselsaner geheissen, 
im Winter ist vollbracht worden, wie sie mit liülff des Allmechtigen zum 
heyligen Grab, vnd fürters gen Damascon, da Sanct Paulus bekert ist worden 
vnd andere end der Heyden schafft , gewesst, vnd was für angst, not vnd 
gefar sie erlitten, auch Wunders gesehen vnd erfaren haben, *c. Von tag 
zu tag fleissig vnd gründtlich beschriben, vnd in Truck verfertigt, vor nie- 
mals gesehen. Getruckt zu Franckfurt am Meyn, G. Raben vnd Weyg. Han, 
1561. 4. Herausgegeben von Kaspar Bawr. Mit gleichem titel erschien 
die reiseschilderung auch 1584 in Feyerabend’s und 1609 in Roth’s Reyss- 
buch dess heyligen Lands, hier 1, 438 — 465. Gumpenberger, der in Jeru- 



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48 



salem starb, schrieb nicht selbst. Man könnte annehmen, dass sein Schreiber 
das tagebuch abfasste, wenn mau nicht vorziehen will, den kaplan Eyselsaner 
für den Verfasser zu halten. Dass der Verfasser übrigens auch mit kopiren 
sich abgab, geht aus einer stelle hervor (444): Ich schrieb den gantzen tag 
ab die Schrifft von dem Berg Caluarie biss in Pilatus Hauss, vnd andere 

ding mehr. In der that hört das tagebuch s. 460 auf, und ihm folgt noch 

eine kurze beschreibung (460 — 465) der heiligen städte Jerusalem und Beth- 
lehem, die als eine in Jerusalem leicht erhältlich gewesene kopie betrachtet 

werden kann. Das tagebuch, wie der anhang ist von werth, indem beide 

zu den glaubwürdigem reisesehriften gehören. 

C. 1450. El-Chalil Ben Schahin von Dh&her. E libro Khalili Ben- 
Schahin, qui inscribitur flos expositionis provineiarum et declarationis viarum 
et tractuum, in der oben sub anno 1153 (el-Edrlsi) angeführten Schrift Rosen- 
müllers, arabisch 17 — 27, lateinische Übersetzung 35 — 56. Enthält wenig 
einschlagendes. 

1454. Jan Aertsz, factor Emanuel XIV., königs von Portugal. Keys 
Door verscheyde landen. Gedaeu by den Faetoor van den . . koning van 
Portugael Emanuel XIV. S. 1. et a. ; da. aber forrnat (klein) und schrift wie 
bei Vlaming, uud da Aertsz diesem angebunden ist, so gilt wol auch gleiches 
jahr und gleicher ort des druckes. Die beschreibung ist ausführlich und 
von werth ; allein sobald der Verfasser Jerusalem und seine Umgebungen ver- 
lässt, gibt es einen solchen Wirrwarr, dass man kaum mehr etwas brauchen 
kann. Das seltene buch fand ich in Berlin. 

1458, 62. William Wey. The Itineraries of William Wey, fellow of 
Eton College . . To Jerusalem, A. D. 145$ and A. D. 1462 . . From the ori- 
ginal manuscript in the bodleiau library. Printed for the Roxburghe Club. 
London, J. B. Nichols, 1857. 4. Mit einlei tung von G. Williams. Die 1. reise 
beschrieb Wey in gereimten versen englisch und die 2. ad Terram Sanctam 
lateinisch. Nicht sehr beachtenswerth. 

1458. Der ritter Robert de Sancto Severino. Commemoratione, et 
recitatione de le cose sequite et uedute nel felice et deuoto ad terra sancta 
Viagio facto in MCCCCLVIII per.. Io magnifico, et magnanimo Sign. D. 
Roberto de Scto Seuerino. Papierhs., 4., in der casa Trivulzio zu Mailand, 
A 607. Er reiste in gesellschaft des Giouane Mateo Butigella, des doktors 
der medizin Giouane Martino von Parma, eines Martino Todhesco und ande- 
rer. Einen andern cod., eine papierhs. in 4., sah ich in Bologna auf der 
Universitätsbibliothek. Die Überschrift lautet bis MCCCCLVIII gleich; von 
da aber: per linfrascripti magnifici signore et caualiere con lor famiglia . . 
Roberto de sancto Seuerino . . , und schliesst : in secula seculorum. Amen. 
Anders lautet auf der öffentlichen bibliothek in Parma die papierhs. HH. V. 
129, 4.: 1458 die 3 february Iteratio facto per lo magnifico Caualere Signor 
domino Ruberto Sansauerio (die familie heisst jedoch Sanseverio) del arme 
duchal capitauio da Jerusalem a Sancta Katerina . . Io roberfo di Sanuerino 
essendo remasto in Jerusalem per la infermitade dello spettabile dettore di 
medicina . . Schluss : Quiui se finisse lo Itenerario de Jerusalem a lo monte 
Sinay facto et descripto per lo potente et magnanimo signore domino 
ruberto da Sancto Seuerino. In diesem cod., welcher theilweise sehr ver- 
blichen ist, nimmt der name des Verfassers 3 verschiedene formen an. Nach 
dem grafen Julius Perro in Mailand gibt es noch andere hss. Vgl. Ritter 
15,47. Der bericht ist sehr gedrängt und von wenig werth. 



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49 



*1458. Juan Mateo Butigella, historia de la Tierra Santa. MS. in 
Toledo. S. Haenel Catal. 989. 

1458. Eine holländische beschreibung der Jerusalemfahrt von 
einem ungenannten. Die peregrinatie van iherusalem, ein pergamentcodex 
in 4., im brittischen museum, additional MS. 1^836 — 1845, nr. 10,286, zwei- 
kolumnig, bl. 137 — 146. Von fremder hand ist hinten die bemerkung an- 
gefügt: ‘Eine andere Handschrift in der Bibi, der Maatsch. van Nederl. Lett. 
te Leyden.’ Gedrängt, sehr klar und verdient gedruckt zu werden. 

1458. Anton Pelchinger, professor zu Tegernsee. Von der Schickung 
vnd gestalt des heiligen Grabs vnsers herren Ihesu Christi zu Jerusalem 
vnd aller lanndt die darvmb ligunt vnd sunder von der Schickung der stat 
Jerusalem alls sy vor zeyten gewesen ist vnd yezendt ligunt ist. Auch von 
dem Ablas den man zü Jerusalem vnd an anderen heyligen stetten daselbs 
erlangen mag. Vom Bruder Anthonio pelchinger . . Cod. ms. vienn., hist, 
eccles. nr. 146, auf papier, kl. 8. S. 35 ff. Die schrift hat wenig werth. 
Ähnlich lautet eine münchner-hs., Cgm. 1276, aus dem j. 1454: Von der 
Schickung und gestalt des h. Grabs, von einem benediktiner. 

1458. Felice Feliciano: De via . eundi . de . Jope . in Jervsalem . et . 
de . sancto . sepvlchro . et . aliis . locis. Cod. ms. auf der Stiftsbibliothek in 
Verona. Unbedeutend. 

1460. Der ritter Hans Bernhard von Eptingen. Seine Pilgerfahrt 
im: Der schweizerische Geschichtsforscher. 7. bd. Bern, Jenni, 1828. 8. 
S. 313 — 402. Der schweizer war ein edelmann von geist und bildung. 
Offenen sinnes auch für weltliches, erzählt er anziehend, und er verdient 
nicht gewöhnliche beachtung. S. Topogr. 2, 1007. 

1461. Wilhelm m., herzog zu Sachsen: Reise nach dem heiligen 
Grabe, auf der öffentlichen bibliothek in Gotha, pergamentcodex in 4., 54% 
und dort ein viel schöner geschriebener pergamentcodex in fol., nr. 159. p. 
197. Aus der ersten hs. erfährt man (66), dass auf die wallfahrt 13624 
dukaten, eine ungeheure summe zu damaliger zeit, mitgenommen wurden, 
wodann die ausgaben speziell aufgeführt erscheinen. Wilhelm bestieg auch 
den berg Quarantana. Plettenberg wird als Verfasser bezeichnet. Der reise- 
bericht wurde nach einer hs. in der bremer-stadtbibliothek auszüglich mit- 
getheilt im Morgenblatt für gebildete Leser, 1865, nr. 39, 40, 41. Dieser 
au8ztigliche bericht ist eine bearbeitung von der art, dass das wissenschaft- 
liche interesse verloren geht. Vgl. unten sub anno 1476 Mergenthal. 

*1463. Anonyme italien, que. Ton croit 6tre de Bologne et de la fa- 
mille Mezzavacca : Description de la Terre Sainte, des lieux et ödifices situds 
au sud de Jerusalem, 1463. Le manuscrit se trouve ä Bologne, dans la 
biblioth&que de St.-Sauveur. Rignon, 1861, 85. 

* 1465. Georg Emmerich, bürgermeister in Görlitz. Die beschreibung 
der Pilgerreise findet Bich bei Hoffmann, Script, rerum Lusaticarum, 8. 372 ff, 
Vgl. Umständliche Beschreibung des Heiligen Grabes zu Görlitz. Görlitz, 
Custos des h. G., 1829. 8. S. 11 ff. Golgatha 251. 

*1466. Der kaufmann Basilius von Moskau. Ein ms. findet sich in 
einer Sammlung, welche der bibliothek der h. synode in Moskau angehört. 
S. Mouravieff, reise 1, XXXIX, Robinson 2, 540, Noroff bei Daniel 210. Der 
bericht sei sehr kurz und trocken. 

Tobler, Bibliographia. 4 



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1469. Johannes Kettner von Geisenfeid: beschreibnng des heilgen 
grabes. Münch. Cgm. 854, fol. 18 — 54. Unwichtig. 

1470. Der im&m Kem&l ed-Din Mohammed Ben Abu esch-Scherif 

esch-Schafii el-Kodsi. The history of the Temple of Jerusalem. Trans- 
lated from the Arabic MS. of the lmäm Jalal-Adiu Al Siüti. By James Rey- 
nolds. London, A. J. Valpy, 1836. 8. Einen auszug übersetzte Paul Lem- 
ming (Hauniae 1817. 4.). Kemäl ed-Dtn, dessen namen nach Hammer (Wien. 
Jahrbb. d. Liter., 81, 22) Reynolds unrichtig beibrachte, kam schon 1444 gen 
Jerusalem, und sein buch wurde 1470 beendigt. Er f 1500. Man erfährt 
in demselben voraus eine raasse, meist schlecht geordneter, mohammedanischer 
Überlieferungen, dann aber auch einiges von werth für die topographie. Der 
Verfasser benutzte zu seiner arbeit ff. quellen (nach Hammer’s berichtigungen 
a. a. o. 22 f.): 1. Mosir el-Gharam (was spuren lässt zum besuche von Jeru- 
salem und Damask) ; 2. die baumschule der trefflichkeiten des h. hauses (b&t 
el-makdes) ; 3. die trefflichkeiten des h. hauses, vom sch&ch Abd er-Rahman 
Iben ed-Dschüsi; 4. das buch der Vertraulichkeit in den trefflichkeiten der 
heiligen (stadt), vom richter Emin ed-Dtn Ahmed; 5. der äusserste Sammler 
in den trefflichkeiten der äussersten moschee (mesdschid el-aksa), geschrie- 
ben 1182 von Iben Asakir; 6. der erwecker der Seelen zum besuche der 
heiligen (stadt), vom schöch Burhan ed-Din el-Fesäri; 7. die anzeige für den 
anbetenden in den geboten der moscheen, ^vom schöch Beder ed-Din es-Ser- 
keschi; 8. die erleichterung der zwecke für den besuch der moscheen, vom 
schöch Schahab ed-Din Ahmed Iben el-Amad (f 1404); 9. die trefflichkeiten 
Syriens, vom schöch Abu el-Hasan Ali Iben Mahmud. Nach Herbelot (Ham- 
mer a. a. o. 23 f.) verfasste auch Mohammed Ben Mahmud el-Kodsi (f 1374) 
eine geschichte Jerusalems ^jjJ| er führte auch die 2 werke: 

H. lob in der erobcrung Jerusalems und das buch der eroberungen Jeru- 
salems an. Vgl. Bellermann 2, 51, Schultz (konsul) 48, Topogr. l,XXXIlIf. 

1470. Beschreibung der heiligen Statten von einem ungenannten: 
Hie hebt an das buoch von dem weg zuo dem holigen grab Vnd in das 
gelobt land Jerusalem Vnd von jrem wesen Vnd wonders des mers dz ales 
wirt hienach kurtzlich begrifen. Papierhs. in Wien, histor. prof. nr. 442, 
fol. 144 ff., hinten mit der jahrzahl 1470. Das buch hat etliche historische 
angaben von einigem werth. 

1470. Der Chorherr Ulrich Brunner vom Haugstift zu Erfurt. Anno 
domini LXX° octaua die mensis martii bin Ich Vlrich Brunner Canonicus . . 
Papierhs. auf der öffentlichen bibliothek in Dresden, kl. 4. Ein kurzer be- 
richt darüber vom archivar Herschel in R. Naumann’s Serapeum, 1853, 189 ff. 
S Petzholdifs Anz., 1862, 244. Eine gewöhnliche, pilgermässige , übrigens 
s hr klare beschreibung. 

1470. Anselm Adorne, herr von Corthuy, aus Brügge. Anselme 
Adorne, Sire de Corthuy, p&lerin de Terre-Sainte : sa famille, sa vie, ses 
voyages et son temps. Röcit hi6torique , par M. E. de la Coste. Bruxelles, 
Gand et Leipzig, C. Muquardt, 1855. 8. 303 s. S. St.-Gönois’s Histoire 1, 
30 sqq. Ein lateinisches ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181. Unbedeutend. 

1474. Bruder Alexander Binuccini. Col nome de la sanctis- 

sima^et indiuidua Trinita . . Jo Frate Alexandro di philippo rinuccini per 
fare ei suo peregrinaggio del scto sepulcro . . in Yrusalem. Papierhs. in 
kl. 4., in der casa Trivulzio zu Mailand. Scheint wenig beachtenswerth. 



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1474. Frate A. da Firenze: Da firenze si ua a bologna . , Hinten zeigt 
die hs. mangelhaftes. Von einer vena assaj gross a daqua sagt der Verfasser : 
qm (Jerusalem) e riceuuta Jn una piscina bella e grande la quäle lanno 
domini 1474 di nuovo si muraua o instauraua. Mit dem Rinuccini im glei- 
chen bande in der casa Trivulzio. Die Schrift ist sehr beachtens werth. 

1474. Meister Johannes Fridach von Düsseldorf. Incipit tractatulus 
magistri Johannis Fridach de Dusseldorp, quem fecit per informationem et 
auisationem peregrinare volentium ad terram sanctam secundum omnia que 
ipse vidit et expertus est in propria persona illuc proficiscendo. Papierhs. 
in Brüssel, 4., nr. 8771. Ist mehr eine gedrängte anleitung ohne erzählung 
von erlebnissen; früher wd brauchbar. 

1474 (?). Eine anleitung für pilger von einem ungenannten. The 
Informatyon for pylgrimes unto tlie Holy Lande ; that is, to wyte, to Rome, 
to Jherusalem, and to many other holy places. Imprynted at London, in 
the Flete strete, . . by Wynkyn de Worde, M.CCCC. and XXIHI. Anderson 
290. Allein vor XXIIII ist offenbar L ausgefallen, so dass 1474 heraus- 
kommt. Bonar, welcher den titel nicht buchstäblich so abdrucken Hess (51 9), 
hat in arabischen Ziffern dasjahr 1524. Er verweiset auf die Retrospective 
Review 2, 327. Grässe führt im Trös. 3, 325 an eine ausgabe London, 
W. de Worde, 1515, 4., und bemerkt irrig, dass die beschreibung von einem 
gewissen John Moreson herrühre. Ich sah unzweifelhaft die gleiche schrift: 
Informacön for Pylgrimes vnto The Holy Londe. London, W. Nicol, 1824. 

4. Der abdruck ist ein facsimile. Mit angabe der Örter und distanzen ist 
dies eine anleitung, wie sich der pilger verhalten soll, wie im essen, trinken, 
reiten, ruhen, im sichversehen mit geld, im bezahlen, schenken. Doch wurde 
bViij die erzählung einer reise nach Jerusalem aufgenommen. Diese schrift 
sollte nicht übergangen werden. 

*1475. Griffon, flamänder. Itindraire ou topographie de la Terre 
Sainte, 1475. Rignon, 1861, 85. Ich fand sonst Griphon einzig von Lasor 
a Varea angeführt (2, 297): Griphonis Belggae (minor.) Terrae Sanctae iti- 
nerarium. 

*1476. Martin Ketzels von Augsburg Reise nach dem gelobten 
Laude im J. 1476 von ihm selbst beschrieben ; herausgegeben von Rhenanus. 
Enthalten in : Altes und Neues für Geschichte und Dichtkunst von Bothe 
und Vogler, 1832, 1, 28, bei Koner 2, 334. Nach: Der Nürnbergischen 
Münz-Belustigungen 4. Theil von G. And. Will (Altdorf, Ch. Riegel, 1767. 4. 

5. 148) war J. Martin Ketzel mit dem herzog Albrecht von Sachsen 1472 
(1476) und mit dem herzog Otto von Baiern 1486 zum h. grabe gezogen. 
Im ganzen machten aus der familie Ketzel 8 die Jerusalemfahrt; der letzte, 
J. Michael, 1498. ln Mone’s Anzeiger für Kunde d. deutsch. Vorzeit, 1835, 
273 ff., ist für Martin Ketzel (hs. in Heidelberg) das jahr 1446 angegeben. 
Übrigens fällt mir auf, dass ich bei Mergenthal, der gleich nachfolgen wird, 
den Martin Ketzel in der gesellschaft des sächsischen herzogs Albrecht nicht 
finden konnte. • 

1476. Der landrentmeister Hans von Mergenthal. Gründliche vnd 
warhafftige beschreibung Der löblichen vnd Ritterlichen Reise vnd Meerfart 
in das heilige Land nach Hierusalem , des . . Herrn Albrechten , Hertzogen 
zu Sachssen, Landgraffen in Düringen . . *c. . Dabey ein kurtzer Auszzug der 
PUgramschafft ins gelobte Land, Hertzog Wilhelmen zu Sachssen . . zubefin- 

4* 



4ß 



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den. Gestellet durch . . Hansen von Mergenthal, :c. So selbsten persönlich 
mit und darbey gewesen, *c. Jetzund zum ersten mal in Druck auszgangen. 
Leipzig, In Verlegung H. Grossen, 1586. 4. 60 bll. oder Ai — Piiij. Gefeilt 
und herausgegeben von Hieronymus Weller. Ohne zweifei floss auch der 
anhang Niij h ff. aus der feder Wellers. Ausser der kurz geschilderten reise 
des herzogs Wilhelm im j. 1461 (S. oben sub anno 1461) ist noch die wall- 
fahrt des herzogs Friedrich 1493 und des herzogs Heinrich 1506 berührt. 
Die beschreibung erschien auch (nach Robinson) in Leyden 1602, 4., und: 
Jetzo in Rheimen verfasset, durch Joh. Steurlein. lehna 1611. 4. Abzüg- 
lich findet man die reise in Hormayr’s Archiv für Geographie, Historie, 
Staats- und Kriegskunst, 8. jahrg. 1815 (Wien), 363 ff. Die quelle ist nicht 
angegeben. Eine hs. bewahrt die öffentliche bibliothek in Gotha. Lateinisch 
findet sich die Pilgerfahrt des herzogs Albrecht (l sqq.) in: Itinera sex a 
diversis Saxonise ducibus et electoribus . . in Italiam omnia, tria etiam in 
Palaestinam et terram sanctam facta. Studio Balthasaris Mencii. Witebergse, 
W. Meisner, 1612 (vorrede). 12. Dieser wallfahrt folgt (37 sqq., sehr kurz) 
1474 die des herzogs Friedrich, dann 1499 Heinrichs I. (49 sqq.), welcher 
sie 1500 (und, wie oben steht, 1506) wiederholte. Die beschreibungen der 
reise Friedrichs und Heinrichs sind unbedeutend; doch dürfen sie nicht über- 
sehen werden. Lateinisch auch: Peregrinatio seu Passagivm ad Terram S. 
Ill m . Principis Alberti Dvcis Saxonise . . Ex cod. cosevo Cartusise Gemnicen- 
sis in Avstria, enthalten in: J. B. Mencken, Scriptores Rervm Germanicar. 
Lips., Ch. Martin, 1728. Fol. 2, col. 2103 sqq. In München ist der Cgm. 
38901 f. 211 — 216, vom j. 1467, und in Melk (nach pater Neumann) ein 
sehr schön geschriebener cod. (nicht signirt) zu vergleichen. S. Geisheim’s 
Hohenzollern 8 f., Petzholdt’s Anz., 1861 , 282; 1862, 120 f. Der werth 
ist für den Paläs tinographen gering. 

*1476. Alexandre Arioste de la province de l’fimilie. Topogra- 
phie de la terre Sainte, dddiöe au duc de Ferrare . . Le manuscrit, contenant 
sa lettre ä Sixte IV, datöe d’Antioche, Sur l’Etat de VEglise d’Aniioche, 
dont il ötait commissaire apostolique, et les lettres de Pierre, patriarclie 
d’Antioche, ä Sixte IV egalement, par lui traduites de l’arabe en latin, se 
trouve ä Bologne, au couvent de l’Annouciade des Fröres Mineurs. Riguon, 
1861, 85. 

1479. Bathsherr Johannes Tücher von Nürnberg. (N)Ach cristi*. . 
gepurt M. cccc. Ixxix. iare. Am donerstage der do was d’ sechst tag des 
monats may. Bin ich Hans tucher . . meines alters eins vhffunfftzig iare 
vn funff woche daselbst auszgezoge etc. Schluss: Wie wol dies puchlein in 
kurcz verschinne tage gedruckt ist. yedoch nach dez das nit gnit soliche 
fleiss vnd auffsehe als wol not gewessen were beschehe. vn doch dy ma- 
terij des selbe puchlels an ihr selbst lustig ist. darüb vnd zu widerbringung. 
vorigs vnfleysz. ist der so disz puchlein czu drucken gestifft hat bewegt 
worden. Das mit allez fleyss zu vbersehen. vnd alle tadel vnd mangel . . 
hinweck zunemen. vnd also noch einmal gerecht gepessert vn vnstrefflich 
drucken lossen zu nureinberg (Zeninger) nach xpi gepurt. M. cccc. vnd in 
dem. lxxxij. iar. 4. 79 bll. Eine ausgabe Augsburg, Schönsperger, 1482 in 
fol., Nürnberg 1483, Strassburg, Knoblochtzer , 1483, fol. In der ntirn- 
berger-ausgabe 1484, kl. 8., heisst es wieder: vnd also noch ein mal gerecht 
gebessert vnd vnstrefflich drucken lossen; ingleichen Strassburg, Knobloch- 
zer, 1484, fol.; Augsburg, A. Sorg, 1486, fol.; Nürnberg 1486; Augsburg, 



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53 



A. Sorg, 1488, fol.; Frankfurt a. M., G. Raben und W. Han, 1561, 4.: 
Gründtlicher vnd Eigentlicher Bericht der Meerfart, so Johan Thucher . . 
Mit dem Gumpenberger (s. diesen sub anno 1449) zugleich erschienen. Auch 
in Feyrabends Reyssbuch (s. oben sub anno 1095, Robert) von 1584, bl. 
349 — 374, in Roths Reyssbuch von 1609, 1, 652 — 698, hier beginnend: 
Verzeichnis der Reyss zum Heyligen Land, vnd zum Berg Sinai, vnd was 
an diesen Orten Zusehen. Alles trewlich an Tag geben, von . . Johann Tü- 
chern ., der obgemeldte Ort im Jahr 1479. vnd 1480. durchreyset. S. Hain 
nr. 15663—15667, Petzholdt’s Anz., 1861, 282 f.; 1862, 244 f., Grässe’s 
Tr6s. 6, 209. Eine papierhs. in 4. wird auf der Stadtbibliothek in Augs- 
burg aufbewahrt. Es darf dieser pilger nicht übergangen werden. 

*1479. Jacob Kreyck und Deryck Vogel, reize van Zutphen toe 
Jerusalem na den heiligen grave Christi a. 1479. MS. in Middlehill. S. Hae- 
nel Catal. 873. 

1480. Jernsalemfahrt von einem ungenannten. Le voyage de la 
saincte eite de hierusalem auec la description des lieux portz, villes, citez, 
et aultres passaiges fait lan mil. iiij. C. iiij. xx (quatre-vingt) . . Imprime 
novellement a Paris (hinten) par Alain lotrian et Denis iannot. 12., ohne 
paginazion. Eine andere ausgabe ä Paris, Nicol. Chrestien, 12., und eine 
quartausgabe, Paris 1510 und Liege, Streel, 1600, führt Brunet (2, 384; 
5, 423) an. Unbedeutend. 

1480. Der herzoglich mailändische kanzler Santo Brascha. De- 

scrizione o sia Relazione del suo Viaggio a Gierusalemme. Prseced. anct. 
ep. ad Magnificum Dominum Ant. Landrianum, Ducalem Thesaurarium gene- 
ralem. Am ende post orationem metricam ital. compactam et Ambrosii Ar- 
chinti Mediolanensis ep. ad Sanctum Brascham: Leonardus Pachel et Ulde- 
ricus Scinczenzeler Theutonici, hortatu Ambrosii Archinti hoc Opusculum in 
hicem attulerunt anno natali Christiano 1481. 4. g. ch. s. pp. n. Dann: 
Memoria de le casteile et terre grosse che sono sopra, die 2. seite ohne 
titel, die 5. (a i) : Ad Magnificum Dominum Landrianum. Ducalem Thesau- 
rarium generalem. Sanctus Brascha. Salutem. Inspiratio da la pueritia'per 
isino a questa hora . . de andare personalmente a uisitare la 3anctissima 
Cita de Ierusalem . . Hinten hv l> : Insigni uiro Sancto brasche, ducali can- 
cellario. S. P. D. Ambros, archintus, und nach dieser lateinischen Zueignung 
vom j. 1481 hvj": Impressum Mediolani per magistrum Leonardum Pachel 
Auno (anno) M. CCCC. lxxxxvij. Kl. 4. Ich sah auch angeführt: a. Tutto il 
sno itinerario di giorno in giorno all’ sanctissima cita de Ierusalem nelT anno 
1480. L. Pachel et U. Scinczenzeler, 1481. 4. b. Santo Brascha, Descri- 
zione, o sia Relazione del suo Viaggio a Gerusalemme. Mediolani, L. Pachel, 
1487. 4. c. Viaggio al s. Sepulchro. Mediolani, L. Pachel, 1497. 4. Es gibt 
ferner eine ausgabe in Florenz, 12. S. Hain 3763 f., Brunet 5, 423, Gräs- 
se’s L. 2, 1, 770, Tr£s. 1, 524. Treuherzig geschrieben, und mehreres 
brauchbar. 

1480 und 1483. Der predigermönch Felix Fabri (Schmid) von Zü- 
rich, lesemeister in Ulm. Eigentliche beschreibung der hin vnd wider 
Fahrt zu dem Heyligen Landt gen Jerusalem, vnd furter durch die grosse 
Wüsteney zu dem Heyligen Berge Horeb Sinay, darauss zuuernemmen was 
Wunders die Pilgrin hin vnd wider auff Land vnd wasser zu erfahren vnd 
zu besehen haben, Vber die mass kurtzweilig vnd lüstig zu lesen, sonder- 
lich denen so der Heiligen schlifft ettwas erfahrn sein, Vormals im druck 



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nie dergleichen ausgangen. 1556. 4. 219 bll. Mit titelvignette. Das buch 
erschien in Ulm. In Salzburg fand ich ein exemplar mit dem titel: Eigent- 
lich beschreibung der hin vnnd wider farth zu dem heyligen Landt gen Je- 
rusalem, vnd furter durch die grosse Wüsten zu dem Heiligen Berge Horeb 
vnd Sinay .. Anno 1557. 4. 220 s. Mit einem holzschnitte auf dem ti- 
telblatte*. Auf dem 2. bl. : Eine Missiue oder Epistel zu vier Edelen Herren, 
die bei dem Heyligen Grabe sindt Ritter worden. Den . . Hansen Werli von 
Zimber . . Heinrichen von Stöffel . . Hansen Truchsses von Waldpurg . . 
vnd . . Beren von Rechberg vonTHohenrechberg. Missiua oder Epistel . . von 
jrem Pilgerbuch Das jhnen jhr Capellan, Bruder Felix hat gemacht. In der 
Vorrede wird gesagt, dass Felix auf bitten hin ,das nachgehende Büchlein 
gemacht, aus meinem lateinischen buch , das ich für mich selbest habe ge- 
macht.’ Dies ist wol ein nachdruck, aber, wie der titel zeigt, etwas kor- 
rekter. 1584 wurde diese beschreibung von Feyrabend (bl. 122 — 188) und 
1609 von Roth (1, 227 — 349) ins Reyssbuch aufgenommen, hier mit etwas 
weitläufigerem Titel; denn es sind die oben genannten 4 lierren in denselben 
aufgenommen, und es steht weiter: im Jahr nach Christi Geburt, 1483. 
vorgenommen, vnd folgends 84. volinbracht. Die beschreibung gilt eigent- 
lich der 2. reise. In Dresden sah ich ein exemplar in kl. 4., 219 bll., mit 
dem handschriftlichen titel: Ulm, gedruckt Bey Ph. E. Ilm, 1663. , Seiner 

Führtrefflichkeit wegen zum 7. Mahl gehuckt.’ Die wallfahrt von Jerusalem 
nach Bethlehem und die beschreibung der letztem stadt theilte auszüglich 
Guido Görres im Organ des Vereines vom h. Grabe: Das heilige Land, 
Köln, 1862, 159 — 162, 170 — 185, mit. Der sei. baron von Lassberg be- 
sass ein ms. des ins deutsche übersetzten Evagatorium: Beschreibung der 
hin vnnd wider farth zu dem Heyligen Landt. 1577, 4., und er rühmte von 
ihm, dass es vollständiger als das lat. original sei. Eine lateinische ausgabe 
liess lange auf sich warten: Fratris Felicis Fabri Evagatorium in Terr» 
Sanctae, Arabiae et Egypti •Peregrinationem edidit C. D. Hassler. Stuttg., 
Societ. litterar., 1843 — 9. 8. I 4 bll., 480 s., II 2 bll., 545 s., III 2 bll., 
'575 s. Die Persönlichkeit des kühnen und wolunterrichteten Wanderers zog 
die aufmerksamkeit nicht wenig auf sich. Franz Häberlin von Ulm schrieb, 
auch aus handschriftlichen quellen schöpfend, über ihn eine lesenswerthe 
abliandlung: Diss. historica sistens vitam, itinera et scripta Fr. Felicis Fabri 
. . ad illustrandam historiam patriam. Quam . . 1742 . . proponit praeses 
Franc. D. Haeberlin Ulmanus respondente Erhardo Riedlin Ulmensi. Gotting. 4. 
Der pilger nannte sich selbst Felix Schmid von .Zürch (das. 16). Breyden- 
bacli, mit dem er während der 2. reise zusammentraf, urtheilte Über ihn 
günstig (inkunabel von 1488 Viiij b): Herr Felix fabri predigerordens in 

der heyligen geschriffte ein wolgelerter Lessmaister vnnd ein bertiembter 
ernsthaflftiger prediger zuo Vlm, welicher auch vormals zuo jherusalem ist 
gewesen ein erfarner vater. S. Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. I, 
XXXV, 3. Wander. 416, Petzholdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 117 f. 
Schmid, dessen werk erst nach der lateinischen ausgabe richtiger beurtheilt 
werden kann, war ein offener köpf, guter beobachter, ein Sammler vieler 
merkwürdigen dinge, und das, was er selbst erlebte und fleissig niederschrieb, 
verdient glauben. Jedoch findet man bei ihm manches wörtlich so, wie man 
es bei Tücher liest, wobei ihm aber immer noch der rühm bleibt, aus dem 
1 5. jahrh. der hervorragendste und belehrendste pilgernde Schriftsteller zu sein. 
— Zusatz . Bruder Felix Fabers gereimtes Pilgerbtichlein von Anton Birlinger. 
München, E. A. Fleischmann, 1864. 8. 31 s. Ich kenne keinen bericht von 



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der ersten Pilgerfahrt in 1480 als diesen gereimten, obsehon nach dem 
Reyssbuch 274 ein lateinisches pilgerbtichlein vorhanden sein sollte. Jenes 
thut sich 80 wol durch lesenswerthen inhalt, naive innigkeit, als durch die 
schwäbische mundart mit dem mangelnden ö (dafür e) und ii (dafür i) her- 
vor, in welcher jener abgefasst wurde. Da Fabri ein gebomer Zürcher ist 
(mit hör Felix einrem predger von Zirich und von Ulm. 27) — trei f. f. f. 
gend in zarkennen. 29. F(rater) F(elix) F(abri) — , so ist es unwahrschein- 
lich, dass er sich an den schwäbischen lautmangel oder die lautverschiebuög 
gewöhnen konnte, sondern vielmehr fast ausser frage, dass der bericht oder 
das gedieht von Johannes Dillinger, der sich 1482 am ende unterschrieb, 
mehr oder minder Überarbeitet wurde. 1480 pilgerte Fabri mit Jörg vom 
Stain als dessen kaplan, und besuchte auch den aspbaltischen See, nicht 
aber, wie auf der zweiten fahrt, den berg Sinai. Vgl. Birlinger, bemerkun- 
gen 30 f. Es sollte ein korrekterer text herausgegeben werden. 

1483. Der mainzer-dechant Bernhard von Breydenbach. Ich sah 
eine ansgabe s. 1. et a., ohne Signatur und Seitenzahlen in frakturdruck, 4.: 
Reuerendissimo in xpo patri dno . . Bernhardus de Breydenbach . .; hinten 
auf 2 s. ein verzeichniss der Ortschaften und der entfernungen , und dann 
auf dem nächsten blatte (2 s.): Sequuntur quedam communia vocabula de 
ydiomate saracenico in latinum translata. Genau kennt man folgende aus- 
gabe: (R)Euerendissimo in xpö patri et diiö dnö Bertholdo sancte Magütin. 
sedis Archiepiscopo Sacri Romani Imperij per germaniam Archicancellario ac 
principi electori düö suo gratiosissimo Bernhardus de Breydenbach dicte ec- 
clesie Maguntineü. decanus simul et camerarius obedientiam promptam et 
deuotä . Am Schlüsse: Sanctarü peregrinationü in montem Syon ad vene- 
randum xpi sepulcrü in Jerüsalem . atq^r in montem Synai ad diuä virginß 
et martire Katherinä opusculum hoc cötentiuü p Erhardii reüwich de Traiecto 
inferiori impressum In ciuitate Moguntina Anno salutis. M. cccc. Ixxxvj. die 
xj. Februarij Finit feliciter. Fol. 147 bll. Mit eingedruckten holzschnitten. 
Auf der bibliothek in Brüssel sah ich ein sehr schönes exemplar auf weis- 
sem Schreibpapier, ebenfalls 1486, aber 4.; der plan von Jerusalem in der 
Vogelansicht kolorirt. Eine andere ausgabe I486 ebenfalls 4.; doch sah 
ich im brittischen museum eine ausgabe in fol. signirt, und in fol. einen 
druck auf pergament. Eine ausgabe 1490 in Speyer per Petrum Drach, 
der titel wesentlich gleich, fol., 104 bll. Dann eine speirer-ausgabe 1502, 
4. und eine zu Wittenberg 1536: Breydenbach peregrinatio ad terram sanc- 
tam. — Wir kommen zu den deutschen ausgaben. Jakob Wilhelm Feuer- 
lein benutzte eine vom j. 1484 nach seiner schrift: Einladung zu einer Feyer 
der Königl. Deutschen Gesellschaft auf den 13. Hornung 1750. Hiebey eine 
Abhandlung von Bernhard von Breydenbach Reise in das gelobte Land. 
Göttingen, J. F. Hager. 4. Hain führt 3958 eine ausgabe s. 1. et a. an: 
Dis huch ist innhaltend die heiligen reysen gein Iherusalem. Eine fernere 
ansgabe hat den titel: Dem hochwirdigsten vatter yn cristo. vnd herren hem 
Bertholdo dess heyligen stüles zu Mentz Ertzbischoff. des Römschen riches 
Ertzkantzler durch ttttsche lande vnd kurfursten ic. mynem gnedigsten herren 
Ich Bernhard vö Breydenbach dess selben hohen stifftes yn mentz dechan 
vnd camerer ic. Myn schuldigen willigen dienst vnd vndertenige gehorsame, 
allezyt dienstlich zu vor. Am Schlüsse: Dises werck ynnhaltende die heyli- 
gen reyssen gen Iherusalem zu dem heiligen grab vnd fürbass zu der hoch- 
gelobten jungfrauwen vnd mertreryn sant Katheryn durch Erhärt rewich von 



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Vttricht ynn der statt Meyntz getrucket Ym jar vnsers heylss. tusent. vier- 
hüdert. vn lxxxvj. . Endet sich seliglichen. Fol. 146 bll., mit holzschnitten „ 
im texte. Eine andere ausgabe von 1486 sah ich: Die heyligen Reyssen 
gen Iherusalem zu dem heyl. grab. Meyntz, E. Rewich. Auch 1487, fol. 
Ich benutzte desgleichen: Die fart oder reyss vber mere zu dem heylige 
grab. vnsers herren Ihesu cristi gen Iherusalem, dedikazion: Ich Bernhard 
von Breydenbach .. Augsburg, Ant. Sorg, 1488. 4., ohne Seitenzahlen. Mit 
abbildungen. Ferner ist Breydenbachs reisebeschreibung enthalten in Feyr- 
abends Reyssbuch von 1584 bl. 50 — 122 und in Roths Reyssbuch 1, 91— 
226, hier: Beschreibung der Rheyse vnnd Wallfahrt, so der wolgeborne Herr, 
Herr Johann, Graff zu Solms, Herr zu Mtlntzenberg *c. In Gesellschaft Herrn 
Bernharts von Breitenbach . . vnd Herrn Philipsen von Bicken, Ritters, K. 

. . vollnbracht, wie solches- von ehrngemeltem Herrn von Breitenbach, selbs 
schrifftlich verfasset vnd an tag geben. Damit, mit einer ausgabe von 
Strassburg 1612 und mit einer voll Nürnberg 1659, welche letztere zwei 
Jäck kannte, hätte das deutsche publicum satt bekommen, wenn nicht dieser 
eine bearbeitung in seiner Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina, 
2, 195—218, 1828 veröffentlicht haben würde. — In der litteratur geht es 
manchmal launig zu. Die bessten werke finden keine Verbreitung in ver- 
schiedener herren ländern , wie Ed. Robinsons hauptwerke , die weder ins 
französische, noch ins italienische übergetragen wurden, während leichtere 
waare überall herumfliegt. Konnte doch Fabri’s in lateinischer spräche ab-* 
gefasster bericht erst im laufenden jahrhunderte zum durchbruch gelangen. 
Niemand dachte daran, ihn den franzosen, italienern, Spaniern oder nieder- 
ländem, wie er es verdient hätte, mundgerecht zu machen. Ein anderes 
Schicksal war der reisebeschreibung v. Breydenbachs beschieden. Ein dom- 
dekan, ein edelmann mochte die weit mehr anziehen, und es ist auch ge- 
schehen. Besehen wir zuerst die französische Übersetzung: En ce present 
livre est contenu le voyage et pölerinage d’oultremer au sainct sepulchre . . 
tirö du latin par frere Nicole le Huen. Lyon 1488. Fol. Auch Lyon 1489. 
Ins j. 1488 fällt auch das buch mit dem titel: Des saintes peregrinations 
de Jerusalem et des lieux prochains du mont Synai . . tire du latin . . par 
frere Nicole le Huen. Lyon, M. Topie, fol. Es scheint nur ein anderer 
titel zu sein. Hingegen ist nach Grässe (Trds. 1, 538) die schrift: En ce 
present livre, Lyon 1489, eine Übersetzung vom bruder Jehan Hersin. Dann 
kam 1517, fol.: Le grant voyage de Iherusalem, Traduit du latin par Nie. 
le Huen, gr. 4., zu Paris, Fr. Regnault, heraus. — Spanisch : La Viaje de 
la tierra sancta q hizo el Decan de Maguncia de Alemafia I . Bernardo de 
Breidenbac. Qarago^a 1498 (dieser titel ist im brittischen museum ms.). 4. 
Mit schönen holzschnitten, wie in andern drucken, und mit zahlreichen, nicht 
über die studirstube hinausgehenden Zusätzen von Martinez Dampiös. Pagi- 
nirt und hinten mit einem register. In Modena sah ich die Übersetzung von 
Dampiös s. 1. et a. — Niederländisch erschien die reise 1488 in Mainz: 
Den eerwirdichsten vader in xpo en here here Bartoldt Eertzbiscop . . Bern- 
hardt vö Breydenbach, am Schlüsse: Dit werck inhoudende die heylighe 
beuarden tot dat heylige grafft. Fol. Mit eingedruckten holzschnitten. Der 
titel, Petzholdt entnommen, lautet genau wie jener der deutschen ausgabe 
1486. In Brüssel sah ich ebenfalls eine ausgabe 1488. Das exemplar hat 
einen holzschnitt mit den Worten: Bernhardus de breidenbach decanus et 
Camerarius ecclesie Moguntine Johannes Comes in Solms et dominus in 
Mintzenberg, unten: Philippus de Bicken miles, hinten: Dit werck bis zu 



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57 



‘Endet salichlicken ’ genau wie bei Petzholdt. Van Senden führt eine nieder- 
deutsche ausgabe von 1488 unter dem titel an (1, 351): Bevarde te Jhe- 
rusalem en tot Sinte Katheryn door Bernhard van Breydenbach. Im katalog 
des brittischen museums steht: Hier nae volghet dat beghin deser bevarde 
van Bernhard . . Mentzs 1488. Fol. Auch: Dat boek van den Pelgrim. 
Delff. 1498. 4. — Englisch: Translation of a portion of the account of a 
pilgrimage to Jerusalem, Terra Santa etc., enthalten im Journ. of the R. 
Geogr. Society 9 (1839), 311. Die abbildungen rühren vom utrechter Er- 
hard Rewich her, welchen Fabri (l, 353) einen sehr feinen maler nennt, 
und welcher für die reisegesellschaft die Seehäfen, städte und landschaften, 
voraus aber das h. Land und die trachten der einwohner aufnahm. Man 
weiss auch, dass er später sich als buchdrucker und Verleger hervorthat. 
S. Stuck 2, 19, Hain 3956 ff., Brunet 1, 458 sqq., Grässe L. 2, 1, 772, 
Koner 2, 334, Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. t, XXXV f., 3. 
Wander. 416 f., de Hody*s Godefroid de Bouillon 339 sq. (öd. 1855), Petz- 
holdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 245 f. Auch ist (nach Grässe a. a. o.) 
zu vergleichen : Zuverlässige Nachrichten von der seltenen Reisebeschreibung 
Bernh. v. Breydenbachs in den Arbeiten einer vereinigten Gesellschaft in der 
Oberlausitz, 3, 1 59 — 182. Breydenbach ist jetzt das geschlecht der grafen 
von Fridberg. Es geschieht gänzlich unrecht, dass die nicht unverdienst- 
liche schrift immer unter dem namen Breydenbachs herumläuft, weil sie 
eigentlich ein predigermönch , Martin Roth , abfasste, wie Fabri (1, 347) 
bezeugt, welcher die genauigkeit der beschreibung rühmt. 

*1483. Der ritter Philipp von Bicken. Philippi Biken, Terrae 
Sanctae itinerarium. Spirae 1490. Ich fand diese schrift nur von Lasor a 
Varea, 2, 296, angeführt. Dagegen kennt man den namen aus der beschrei- 
bung des mainzer-domdekans, in dessen reisegesellschaft er sich befand. 

1483. Dietrich von Schachten. Dideriei von Schachten Beschreibung 
der Reise ins heilige Landt, welche Herr landgraff Wilhelm, der ältere, 
anno 1483. Sontags nach Ostern Vorgenommen. Papierhs. in Kassel, nr. 
65, 4., 269 s., eine kopie aus dem j. 1726. Eine andere dort aufbewahrte 
hs., 4., nr. 84, unpaginirt, besagt, dass 1483 unrichtig und 1491 zu lesen 
sei. Ein auszug wurde mitgetheilt a. von Ledderhose in den hessischen 
Denkwürdigkeiten 3. thl. ; b. danach im Wochenblatt der Johanni ter-Ordens- 
Balley Brandenburg, 1862, 37 f. Die richtige jahrzahl kann ich, bei abgang 
von mehr quellen, nicht ausmitteln. Ich hielt mich einfach an die 1 . hs. 
Der bericht ist nicht ohne interesse. Gedruckt nur die rückkehr, Marburg 1 806. 4. 

1484. Der graf Ludwig von Hanau -Lichtenberg: die pilgerfahrt 
zum h. Grabe in Jerusalem, mitgetheilt von Tr. Märcker in Berlin. Enthal- 
ten im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Organ des germanischen 
Museums. 1862, sp. 79 ff. Es ist dies kein förmlicher reisebericht, sondern 
ein ausgaberegister , welches immerhin beachtung verdient. Die Chronologie 
kommt hier wieder in kollision mit dem von Schachten; denn von diesem 
meldet die hs., dass er mit dem grafen von Hanau reiste. 

*1485. Der graf Gabriele Capodilista, jurist aus Padua und bür- 
germeister in Perugia : Itinerario di Terra Santa e del monte Sinai. S. 1. 
et a. (Perugia?) 4. Hain 4382, Grässe L. 2, 1, 770, Trös. 2, 43, Marmier 
1, XVIII. Ein sehr seltenes buch. 

1485. Der genter Joos van Ghistele. T Voyage van, Mher Joos 



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van Ghistele . . Tracterende van veelderande wonderlicke . . dinghen, gheob- 
serueerd . . in den lande van Beloften, Assirien . . Te Ghendt, by Henric 
van de Keere, 1557. 4. 6 bll., 348 s. Eine ältere ausgabe Loewen, 1530. 
Ich sah die von 1563; eine andere noch gibt es von 1572 by de Weduwe 
- van Gheeraert van Salenson. Die beschreibung ist aus der feder des Am- 
brosius Zeebout , des kaplans von unserm van Ghistele. 8. Stuck 2, 131, 
St.-G£noi8 I, 33, 155—192, Grässe L. 2, 1, 272 f. und 2, 2, 164, Trds. 
3, 77, Petzholdt’s Anz., 1862, 245. Van Ghistele langte im sommer 1485 
in Jerusalem an. Für Palästina ist Zeeboufs beschreibung eben nicht be- 
deutend. 

*C. 1485. Claudius Mirebel, Voyaiges de Jerusalem et de Sainte- 
Katerine. MS. nr. 57 auf der bibliothek in Lille. St.-Gdnois 1, 34 sqq. 

G. 1485. Peregrinationes totius terra sanct®. Infrascripte sunt 
peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis visitantur. Et 
est sciendum quod in illis locis in quibus est signum CI. ibi est plenaria 
absolutio. Venetiis, B. de Sessa, 1491. 8. Ich las den titel auf einem 
exemplar so: Peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis 
uisitatur. Et est sciendum quod in illis locis in quibus est signum (crucis) 
sunt septem annorum et septem quadragenarum de indulgentia. Predicte 
autem indulgentie concesse fuerunt a sancto Siluestro Papa, ad preces sancti 
magni Constantini imperatoris et sancte Helene matris eius. Beginnt dann: 
Primo de peregrinationibus yopen usque Hierusalem. Venetiis, ap. Bapt. de 
Sessa Mediolanensem, 1491. 8. 8. Hain 12579. Bei Brunet 5, 423 Ve- 

netiis c. 1520. Auch handschriftlich in Gent, gr. fol., pergament, 2spaltig, 
nr. 13 f (136), aus dem 1 5. jahrhundert. Sehr verwandt sind 2 mss. aus 
dem 15. jahrhundert im stifte 8. Florian; das eine beginnt: Hce sunt pere- 
grinaciones et indulgencie terre sancte, que a modernis peregrinis visitantur 
(pater Neumann). Es gibt überdies Peregrinationes civitatis Jerusalem, et 
totius Terrae Sanctae etc. Andegavi 1493. 8. Zu vgl. auch Brunet 3, 674 
sq., Grässe’s Tr£s. 5, 199. 

1485 ff. Der pater Francesco Suriano aus Venedig. Itinerario de 
Hierusalem del R. P. Francesco Suriano. 1542. Dieser titel ist handschrift- 
lich. Dann beginnt der druck so: ln nome de la beatissima trinita. Inco- 
menza el trattato de terra santa con le soe dechiaratione : compilato per 
frate Francesco Suriano da Uenetia . . Ine li anni del signore. 1485. Hin- 
ten: Finisse il libro chiamato Itinerario de Hierusalem. Composto per el. 
R. P. frate Francisco Suriano Ueneto. Stampato nouamente in Uenetia- p 
Francesco Bindoni. Nel anno d. S. 1524. 12. Suriano oder Soriano war 
von 1493 — 95 guardian vom berge Zion, und ihn traf als solchen auf der 
Pilgerfahrt Pietro Casola (56). Die beschreibung bewegt sich dialogweise. 
Beachten s werth. Alessandro Bassi erwähnt (Rignon, 1863, 192, vgl. 1861, 85) 
einer früher von den franziskanem in Jerusalem aufbewahrten hs., ohne dass 
es klar wird, ob dieses Itinerario zu verstehen sei. Suriano ist der älteste 
geschichtschreiber der franziskanermission im h. Lande. Die sehr seltene 
druckschrift sah ich in Lucca. 

1 4 8 5 f . Der edelmann Georg Lengherand von Mons. Voyage de Georges 
Lengherand, Mayeur de Mons en Haynaut, a Venise, Rome, Jerusalem, mont 
Sinai et le Kayre, — 1485-1486 — avec Introduction, Notes, Glossaire, 
etc. Par le Marquis de Godefroy M&iilglaise. Mons, Masquilier, 1861. 8. 
XVI, 296 8. Es ist nr. 19 der Publications der Socidtä des Bibliophiles 



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beiges, söant ä Mons. Ein ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181, F. J. Mo- 
ne’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 2,73 ff., St.- 
Gönois’ Voyageurs beiges 1, 33. Eine ' treuherzige, nutzbare erzählung. 

1486. Der ritter Konrad Grünemberg aus Konstanz. Reiss be- 
schreibung von Constanz aus Bis nacher Jerusalem . . samt abbildung vnd 
beschreibung der Orthen . . beschrieben von Konrad Grünemberg zu Con- 
ßtanz. Papierhs., fol., im badischen archive zu Karlsruhe nr. 32. Einen 
pergamentcodex, fol., 541, sah ich in der öffentlichen bibliothek zu Gotha: 
‘Ich Conrad Grünemberg’, mit vielen kolorirten abbildungen. Ziemlich leid- 
liche abbildung von Raman (Ramleh», von Lydda (ruinen der Georgskirche), 
ziemlich ordentliche abbildung einer moschee nahe bei Ramleh, von Jerusa- 
lem, eine ziemlich treue des grabtempels, der grabkapelle, eine schlechte 
von Bethlehem, auch eine beachtenswerthe ansicht von Jäfa (felslöcher). Ich 
merkte mir auch die älteste abbildung des grabes Absalom (thal Josaphat 
mit den einzelheiten). Der text ist von geringem werth. Will man die be- 
schreibung mit den abbildungen herausgeben, so müssen nicht nur beide Co- 
dices verglichen, sondern es muss auch bei Rewich (Breydenbach-Röth) nach- 
gesehen werden, um beurtheilen zu können, was bei Grünemberg original 
oder nur kopie ist; denn ich fand, wenigstens im schönen codex zu Gotha, 
viel kopien. Jedenfalls hat der druck von Rewich nicht so viel abbildungen, 
wie Ain Kärim, H. Kreuz, das bad zu Jerusalem. Übrigens schreibt Grü- 
nemberg: Vff das Ich Conrat Grünemberg Ritter In meiner walfart zu dem 
hailgen grab (meiner lieben gönner vnd fründ Ingedenk) was Ich sältsams 
gefelligs vnd wunderbarlichs gesechen hab Inn disem nachfolgenden werkly 
abgedildet. Vnd vff das genäwst mit flis (So vil Ich wil) gehabt hab glich 
vergstaltet. Ich kann mich des Wunsches, es möchte dem Grünemberg mehr 
aufmerksamkeit geschenkt werden, um so weniger entschiagen, als die hand- 
zeichnungen schöner sind als die holzschnitte von Rewich. S. Mone’s An- 
zeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 270 ff., Geisheim’s 
Hohenzollem 7, 55. 

1487. Niklaus le Huen, professor der theologie. Le grant voyage 
de Iherusalem . . auec . . aulcuns langaiges des turcz, tranlatees, hinten: 
Imprime a Paris pour Francoys regnault . . Lan 1517. 4. Le Huen ken- 
nen wir als Übersetzer der breydenbachischen reisebeschreibung , und bei 
Breydenbach den gleichen titel, was eben jetzt in mir zweifei erregt, ob le 
Huen’s titel und buch nicht der art sei, um den leser in den irrthum zu 
führen, dass der verfasse? wirklich das h. Land bereisete. Eine ausgabe 4. 
beim gleichen Regnault 1522. Vgl. Marmier 1, XVIH, Topogr. 1, XXXVI, 
2, 1007 f. Mag das buch eine blosse bearbeitung des Breydenbach-Röth 
sein oder nicht, es ist gewöhnliche pilgerkost. 

1 489. Reiseskizzen eines ungenannten. Illustrazioni in un anonimo 
viaggiatore del secolo XV. Livorno, G. V. Falorni, 1785. 8. IV, 76 s. 
Herausgeber ist Giovanni Mariti. Erst wenn die- verschriebenen Ortsnamen 
Sunsüm, Charabla, Sumechalil, Thaba, Beygimel, Vozaba, Lahar (46 sqq.) 
u. 8. f. erklärt sein werden, mag man den werth des auszuges besser beur- 
theilen können. 

*C. 1490. Eines ungenannten Voyage ä Jerusalem. Ms. in Lyon. 
8. Haenel Catal. 196. 

*C. 1490. Der minorit Niklaus de Faraad aus Ungarn. Descriptio 



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locorum Terrse Sanctm auctore Fr. Nicolao de Farnad. Wien, gedruckt vor 
1500. 4. 8. NorofFs Daniel 210. 

1491. Der s. galler Stephan Kapfmann. Jesus Maria. Diss sind die 
stet dy stefFan kapfman von sant gallen, die zit burger zu friburg In öcht- 
land besucht und etliche pater noster deren ich peterli hab. dar an gestri- 
chen Hat. Papierhs. auf der bibliothek des alten Stiftes in S. Gallen, gr. 4., 
nr. 610. Kapfmann war im 36. altersjahre in Jerusalem, 2 tage weniger 
als ein jahr auf der reise. Meist eine trockene aufzählung der gefeierten 
stellen, gleich der Schrift Ulrich Leman’s , eines andern 8 . gallers, die, als 
ein bericht über seine wallfahrt nach Jerusalem im j. 1472, auf der Staats- 
bibliothek (Cgm 692) in München aufbewahrt wird. 

1491. Den Viktor Freese führe ich aus Rerum Frisicarum historia, ab Vbbone 
Eramio, Frisio (Lugd. Bat., Elzevir, 1616. Fol.), aus dem gründe an, damit nicht je- 
mand in diesem bnche eine ordentliche beschreibung der Jerusalemfahrt suche. Man 
vernimmt nur, dass Esdard, der 2. sohn Ulrichs aus Friesland, 1491 mit dem erfahrnen 
Viktor Freese nach Jerusalem reiste und das jahr darauf gesund zurückkehrte. Emm. 
1. 30. p. 460. Vgl. van Senden 1, 351. 

*1491. Der böhmische bruder Martin Kabatnik. Seine reise nach 
Palästina erschien nur böhmisch, zuerst in Prag 1518, dann 1577 (das buch 
kam auf den index), in Olmtitz 1639, in Prag 1691, 1708. In den spä- 
tem ausgaben sei vieles geändert. Harant, welcher den namen Kabateik 
schreibt, sagt von ihm, dass er die reise sehr schlecht und nicht gründlich 
beschrieben, auch nichts anderes, als was ihm begegnet,* bemeldet habe. 
Nun ist dieses urtheil schon deswegen unrichtig, weil Kabatnik gar nicht 
schreiben konnte, und deshalb die beschreibung Adam Bakalc if, bürger und 
notar in Leitomischel , abfasste. Das original (ms.) findet sich zu Prag in 
der dombibliothek. 8. Balbini Bohemia docta,* tractat. I. p. 151. Grässe 
führt an (L. 2, t, 775): Nikolaus Bakalar, Beschreibung der heiligen Orte 
im gelobten Lande. Neupilsen 1498. 8. 

1492. Der mailändische kaufmann Bernardino di Kali. In nomine 
patris. Et filij. Et spiritus sancti Amen. Prefatione. Per che questa vita 
mortale fragile et caduca ecc. ; auf der 3. Seite roth : In nome del padre et 
del figliolo et del spirito santo Amen Incomincia la Jerosolimitana peregri- 
natione facta da me Bernardino Di nali milanese mercadante in venetia nel 
Anno dela salute Humana. MCCCC° lxxxxij. Sehr schöne pergamenths., 
kl. 8., auf der öffentlichen bibliothek in Lucca. Es kommen die gebete vor. 
Scheint nicht wichtig. 

*1492. Peter Fasbender von Molsberg, Pilgerfahrt zum h. Grabe. 
Hs. in der Stadtbibliothek zu Trier. Geisheim’s Hohenzollem 55. 

1 492. Schilderung einer reise ins heilige Land und auf den Sinai 
von einem ungenannten. Voyage ä la Terre-Sainte, au mont Sinai et au 
couvent de Sainte - Catherine. Notice sur un manuscrit de la bibliothöque 
publique de Rennes, im gedruckten katalog nr. 157, von E. Morin. Rennes, 
Ch. Catel, sine anno (C. 1860) 8. 16 s. Analyse und ein auszug lassen 
wünschen, dass das ganze ms. gedruckt werde. 

* 1493. Johannes von Lobkowitz und Hassenstein, ms. von ersterem. 
Grässe L. 2, 1, 775. 

*1493. Des grafen Botho HI. von Stolberg Tagebuch der Reisen 
in das gelobte Land. Ms. im gräfl. stolberg-wernigerodi sehen archiv. S. J. 
F. Plessing über Golgatha und Christi grab. Halle 1789. 108. 



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1494. Der priester Pietro Casola ans Mailand. Viaggio di Pietro 
Casola a Gerusalemme tratto dalP autografo esistente nella Bibliotheca Tri- 
vnlzio. Milano, P. Ripamonti Carpano (hinten Edizione fuori di commer- 
cio), 1855. 4. 6 bll., 131 s. Herausgeber ist der graf Giulio Porro, der 
eine ungenügende einleitung und von s. 1 1 3 an wenig brauchbare anmm. 
schrieb. Porro, der sich sonst durch gefälligkeit auszeichnete, konnte ich 
nicht bewegen, mir ein exemplar zu behändigen; ich gelangte endlich auf 
antiquarischem wege in den besitz. Das buch ist ausführlich und treuherzig 
geschrieben und lesenswerth. 

* 1494. Jean van Berchem, beschreibung einer Jerusalemfahrt. Hs., 
4., im besitze des barons St.-Gdnois in Gent, der eine einleitung dazu schrieb 
und drucken liess (Gand 1856. 8.). 

1495. Der arabische gelehrte Medschir ed-Din. Medschired-din: 
Enisol-Djelil fit-tarikhi Kouds vel-Khalil. Le Compagnon sublime dans 1’his- 
toire de Jerusalem (und von Hebron). Par M. de Hammer. Enthalten in 
seinen Fundgruben des Orients. Wien, A. Schmid, 1811. Fol. 2, 81 sqq., 
I18sqq., 375 sqq. Eine einschlagende, zum theil ergänzende Übersetzung 
nach dem französischen von Hammer und nach einer im brittischen museum 
aufbewahrten arabischen hs. s. in G. William’s Mein. 143 sqq. Es gibt auch 
noch anderwärts hss., und es wäre, da Hammer 'nicht überall richtig über- 
setzte, sehr zu wünschen, dass des abtes Haneberg in München Vorhaben, 
diesen araber frisch herauszugeben, ausgeftthrt würde. S. Robinson 2, 541. 
Medschir ed-Din (f 1520) ist sehr umständlich und genau. In beschrei- 
bung der viertel und gassen, der moslemischen kirchen und schulen von 
El-Kods übertrifft er alle Vorgänger. 

1495. Der geistliche, Wolff von Zülnhart. Nach Cristi vnsers lieben 
herren gepurt Tauset fierhundert lxxxxv jar am dornstag nach vnser frawen 
tag Annuntiationis . . bin ich wolff von Zülnhart vnd mit im Jörg von Augs- 
purg aussgezogen, auff den weg gen Jerusalem vnd katherina. Papierbs., 
4., in der stadtbibliothek zu Augsburg. Unbedeutend. 

1495. Reise des pfalzgrafen Alexander bei Rhein und des grafen 
Johann Ludwig zu Nassau. Beschreibung der Meerfart zum heiligen Grab, 
dess > . Alexanders . . Auch dess . . Johann Ludwigs, welche sie im Jahr 
1495. angefangen, vnd verbracht im Jahr 1496. Enthalten in Feyrabend’s 
Reyssbuch bl. 30 — 47 und in Roth’s Reyssbuch 1, 55 — 86; ein genügender 
auszug in: Das heilige Land. Organ des Vereines vom h. Grabe. Köln, 
1863, 159 — 175. S. Petzholdf s Anz., 1861, 284 f. Der Verfasser, wahr- 
scheinlich der notar oder kaplan des pfalzgrafen, ist nicht genannt und die 
beschreibung mehr ein trockenes verzeichniss der sagenstätten in form eines 
tagebuchs. 

1495. Der notar Martin Dalmar. Beschreibung Herzog Bugslaffen 
des 10. Peregrination nach dem Heyligen Lande. In welcher wie in einem 
Diario, alle des H. B. Acten und Reisen von einem Orth zuhm andern fleis- 
sig verzeichnet sein. Durch Martin Dalmar, Notar, welcher allewegen mit 
dobey gewesen. Abgedruckt aus einer hochdeutschen hs. (die Urschrift sei 
wahrscheinlich niederdeutsch gewesen) als zugabe zu der 1835 erschienenen 
ausgabe der pommerschen chronik von Thomas Kantzow, der selbst eine 
ziemlich ausführliche, mitunter variirende nachricht von der Pilgerfahrt brachte. 
Der älteste mir bekannte druck findet sich in Feyrabend’s Reyssbuch (1584) 



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62 



bl. 47 — 49 und in Roth’s Reyssbuch (1609) 1 , 87 — 90, hier: Kurtze Sum- 
marische Beschreibung der Rheyss zum H. Grab, So der Durchleuchtige 
Hochgeborne Fürst vnnd Herr, Herr Bugislaus dess Namens der Zehend, 
Hertzog in Pommern, im Jhar 1496. angefangen, vnd das folgende Jhar 
glücklich vollnbracht. Sehr wenig lernt man aus dem nachfolgenden ge- 
dieht: Historia de profectione in Terram Sanctam illustrissimi Principis ac 
domini Bugislai X. Ducis Stetini . . scripta a M. Christiano Kalen Fema- 
riensi. Witeberga 1555. 4. Immerhin schwunghaft, gut geschrieben. Die 
iron Joh. y. Kitscher verfasste und in druck gegebene Tragicomoedia de Hie- 
rosolymitana profectione illustrissimi ducis Pomerianici sah ich nicht. S. Des 
Herzogs Boguslaf X. von Pommern Pilgerreise nach dem gelobten Lande. 
Berlin, R. Decker, 1859. 8. Es ist hier von einem anonymus kein abdruck 
der pilgerschrift, sondern eine einlässliche anzeige, mit belehrenden bemer- 
kungen, gegeben. S. auch Petzholdt’s Anz., 1861, 285. Die reisebeschrei- 
bung ist Übermassen kurz gefasst und für mich unbrauchbar. 

1497. Der rathsherr Hans Schürpff von Luzern. Hans Schürpfen 
. . Pilgerfahrt nach Jerusalem. Mitgetheilt von J. V. Ostertag. Hie in disem 
Büchlin Sind zu vinden Hüpsch seltzam materien vnd geschichten, So den 
persönlich Erfarent Hatt Hans Schürpff, . . mit andern sinen mit Brüdern, 
Als sy denn vff dem mer vnd land gehalten, vnd zu dem Helgen grab ge- 
reyst Hand. Ouch nit me hiegsetzt wirt, denn das der obgenannt Hans 
schürpff selbs gesechen vnd erfaren, Vnd nit nach Hörsegen concipiert Hatt. 
Enthalten im: Der Geschichtsfreund. Mittheilungen des histor. Vereins der 
5 Orte Lucera,'Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Einsiedeln, Benziger, 
1852. 8. S. 182 — 249. Das konzept des Schtirpffen wurde 1498 von 
Peter Wächter ausgearbeitet. Der reisebericht ist etwas dürftig. 

C. 1498. Der ritter Arnold von Harff (van Harue) aus dem jüli- 
cher lande. Die Pilgerfahrt des Ritters Arnold von Harff von Cöln durch 
Italien, Syrien, Aegypten, Arabien, Aethiopien, Nubien, Palästina . . , wie er sie 
in den Jahren 1496 bis 1499 vollendet, beschrieben und durch Zeichnungen 
erläutert hat. Nach den ältesten Handschriften und mit deren 47 Bildern 
in Holzschnitt herausgegeben von E. von Groote. Cöln, J. M. Heberle, 1860. 
8. LVI, 280 s. S. 4 : Item in dem jaere nae Christus geboirt dusent vier- 
hondert ind xcvj des seuenden dages nouembri byn ich Arnolt van' Harue 
ritter etc. mjjns alters xxv jaers, van Coelne vss getzoegen, halff in eyneme 
swaeren moyte . . Dyse pylgrymmacie bin dat meysten deyl myt kouffluden 
getzoegen. Für den palästinographen von einigem werth und auch für den 
deutschen in sprachlicher beziehung beachten swertli. 

1498. Stephan Baumgartner. Nach Christi vnsers liebstenn Herren 
vnndt Seligmachers gebürt 1498 Jare, Bin ich Steffan Baumgartner mitt dem 
Fürsten Hertzog Hainrich zu Sachssen, nach dem Heyligen grab geratet, 
vnnd solche meine Rayss zum gedechtnus Hierin beschrieben, was ich aldo 
von Hailthum zw wasser vnd Landt gesehen hab. Mit einer ansicht der 
grabkapelle (nicht übel) und der stadt Jerusalem (schlecht). Papierhs., 4., 
nr. 369 in der bibliothek des germanischen museums "zu Nürnberg. Vgl. 
oben sub anno 1476 Mergenthal, Geisheim’s Hohenzollern 10.' Die Schrift 
ist unbedeutend. 

*1500. Giovanni di Perugia. Joannes Perusinus O. S. B. Mon. e 
congreg. Cas. conscripsit Itinerarium Terra Sancta, in quam 1 500 profectus 
est. Vide Voss, de Hist. Lat.Iib. 3. p. 709 (ed. Lugd. Bat. f 65 1 ) 9 August. 



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Oldoin. in Athenseo Angusto, p. 186, Fabric. Bibi. med. Lat. 4, 332, Armeil. 
Bibi. 2, 16. Briefliche Mittheilung von pater Neumann. 

*C. 1500. Dodechini, in Palaestinam Peregrinatio. Lasor a Varea 
2, 296. Porro sagt in seiner einleitung zum Casola, was gar sehr näherer 
prüfung bedarf: Dopo questo (Willibald) abbiamo il viaggio di Dodechino (il 
continuatore della Cronaca universale di Mariano Scotto) abate di 8. Isibodo. 

*C. 1500. Jo. e Dusseldorp, Carmelita, Terrae Sanctae itinerarium. 
Lasor a Varea 2, 296. Vgl. Dusseldorp oben s. 51. 

G. 1500. Les passaiges doultremer faitz par les francoyg. Nou- 
uellement imprime. Paris, M. le Noir, 1518. 4. Beachtenswerth. 

*C. 1500. Jo. de Heit. Itinerarius in Hierusalem. Daventr. 1505. 
4. S. Stuck 2, 52, Geisheim’s Hohenzollern 55. 

G. 1500. Das hauptpilgerbuch der italiener im sechszehnten Jahr- 
hundert von einem ungenannten. Viazo da Venesia al sancto iherusalem 
et al monte sinai. sepulcro de sancta chaterina piu copiosamente et verissa- 
mente descrito che nessuno degli altri: cum dessegni de paesi citade porti 
et chiesie et sancti luoghi et molte altre sanctimonie ch’ qui se trouano de- 
signate et descrite chomo sono neli logi lor propri etc. Bologna, J. de Ru- 
biera, 1500. Fol. Mit holzschnitten und einer ansicht von Jerusalem. 
Dieses buch ist sehr selten, so dass ich es nicht zu sehen bekommen konnte, 
und dass es piir auch nicht möglich ist, bestimmt zu behaupten, dass dieses 
die erste, älteste ausgabe des vielgenannten Viaggio da Venezia al Santo 
Sepolcro ist. Das pilgerbuch erlebte sehr viel auflagen, und es hält schwer, 
sie alle aufzusuchen und für die richtigkeit einzustehen. Uiaggio da Uenetia 
al sancto sepulchro et al monte Sinai. Venetia, Nicol. Zopitio, 1518. Kl. 8. 
Diese ausgabe, mit holzschnitten versehen, findet sich in der bibliothek des 
franziskanerklosters in Jerusalem. Das Viagio da Venetia al Sancto Sepulchro 
von 1520, 8., hat auf dem titelblatte eine ansicht von Venedig, und hinten 
steht: Finito el santissimo viagio d’ Jerusalem nouaroente stampato in Ue- 
netia per Joannem Tacuino da Trino Nel Anno . . MCCCCCXX . . Regnante 
llnclito principe Leonardo Leoridano. 1521 sei das Viaggio ebenfalls her- 
ansgekommen. 1524 erschien es zu Venedig in 8., in der vatikanischen 
bibliothek nr. 6122. Man kennt auch eine venezianer -ausgabe von 1531 
und Venezia, Zoppino, 1536. Dann: Uiaggio da Uinegia al Santo Sepolcro 
.. Nouamente stampato .. per Nicolo di Aristotile detto Zoppino, 1537. 
1538 schon wieder in Vinegia (8.) aufgelegt, auch 1546 (Venezia), 1555 
(Venezia), ibi 1588 per Barthol. di Valenti; ibidem 15S3, 12., bei L. Ualuas- 
sori, e G. D. Micheli, mit einem anhang : Le vie, o ceremonie di Hiervsalem, 
beim gleichen verlegen 1583. Ich sah auch die ausgabe desselben Verlegers 
1587, kl. 8. 3 jahre später eine ausgabe ebenso in Venedig. Dann Ve- 

rona 1592; Venedig 1598 in 12. Im j. 1604 in Venezia, Domenico Im- 
berti, kl. 4.) beim gleichen daselbst 1605. Nun schreibe ich den vollstän- 
digen titel meines exemplars ab: Viaggio | da Venetia | al Santo Sepolcro, | 
et a al Monte Sinai; | Col dissegno delle Cittä, Castelli, Ville, Chiese, Mo- 
nasterij, | Isole, Porti, et Fiumi, che sin lä si ritrouano. | Et vna breue re- 
gola di quanto si dee osseruare nel detto uiaggio, e quel | che si paga da 
luoco a luoco, si di dacij, come d’altre cose. | Aggiuntoui il modo di pigliar 
le sante Indulgenze, et ä che | Chiese, Monasterij, et altri luochi siano con- 
cesse. | Et dinuouo aggiuntoui vna Tauola, che denota quante miglia sono 



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64 



* 



da | luoco a luoco sino in Gierusalera. | In Venetia, MDCV1I. | Appresso gli 
Heredi di Domenico Farri. Kl. 8. A bis M s. oder 96 bll. Auf dem titel- 
blatte stellen 3 kreuze in bolzschnitt. Von da bis 1673 (Yenetia) treffe ich 
keinen neuen druck. Eine ausgabe in Bassano, 8., erschien 1675 und 1728. 
Ich führte die ausgaben so genau als möglich an, und vermag leider nicht 
zu entscheiden, wo sich etwa eine titelausgabe eingeschlichen habe. Jetzt 
komme ich zu einer andern reihe von ausgaben. Man glaubte, dass dieses 
anonyme Viaggio eigentlich einen pater Noe zum Verfasser habe. Mir will 
dies nicht einleuchten; denn vor dem j. 1600 finde ich den namen Noe auf 
keinem titel des Viaggio da Venezia al S. Sepolcro; es müsste denn sein, 
dass ich die ausgaben von 1536, 1592 und 1598 irrthümlich nicht mitfasse. 
Mich will vielmehr bedünken, dass die buchhändler, um dem pilgerbuche 
noch mehr absatz zu verschaffen, auf den einfall geriethen, einen pseudo- 
nymus in den titel aufzunehmen. Dies ist auch so ziemlich die meinung 
des paters Pietr’ Antonio di Venetia (s. diesen unten sub anno 1700), der 
von Noe als dem Verfasser des Viaggio sagt (bl. 3 n ): se pure realmente ne 
fü Tauttore, stimandolo piü tosto opera di qualche persona semplice, masche- 
rata col nome di questo Religioso, per acquistarsi piü credito nel darlo alla 
stampa; del che ne dä tutto il motiuo di dubitare il vedere, che il nostro 
diligentissimo Annalista Lucca Uadingo non fk alcuna mentione di questo auttore 
nel Catalogo, che forma de Scrittori della Religione. Man konnte um so 
eher auf einen Noe verfallen, als es einen Venezianer Noe Bianco gibt (s. 
diesen unten sub anno 1527). Ein anderes exemplar, das ich besitze, hat 
beinahe buchstäblich genau den titel, welchen ich bereits vollständig mit- 
theilte; nur steht zwischen altre cose und Aggiuntoui: Composto dal R. P. 
Fra Noe delF Ord. di S. Francesco. Auf meinem exemplar ist das jahr des 
druckes nicht angegeben : In Lucca, Per Salv. e Giandom. Maresc. Kurz 8. 
192 8., die mithin den oben angegebenen 96 bll. vollkommen entsprechen. 
Auf dem titelblatte stellt ein holzschnitt die urstände, unten mit den Worten : 
Mors. mea. vita tva, vor. Ich betrachte diese Noe -ausgabe sine anno als 
die älteste. Mit dem j. 1600 in Lucca finde ich eine ausgabe bei de Hody 
430 (ed. 1855). Die ausgabe von 1610, In Venetia, Presso Domenico Im- 
berti, kl. 8., bis s. M 8, hat auf dem titel : Composto fedelmente dal R. P. 
F. Noö, del!’ Ord. .; ebenso eine ausgabe in kl. 8. in Venedig 1615; auch 
ibi 1619. Hinwieder ist in der ausgabe Venezia, Imberti, 1648, 8., 96 bll., 
das wort (Composto) fedelmente weggefallen; desgleichen in der ausgabe 
Venezia per Bened. Miloco 1676, 8. Weiter erschien eine Noe -ausgabe in 
Bassano 1685, kl. 8., 1689, 8., in Bologna 1690, ebenfalls kl. 8., in Bas- 
sano, G. A. Remondini, 1728, 8., item in Bassano 1781 (diese ausgabe sah 
ich in Barcelona) und in Treviso, Ant. Paluello, 1791, kl. 8. (diese ausgabe 
sah ich bei einem buchhändler in Venedig). So viel ausgaben ich ansichtig 
wurde, alle sind mit mehr oder minder schlechten, immer den gleichen holz- 
schnitten versehen. Ob die Schrift: De via e Venetiis ad S. Sepulcrum, 
Venet. 1538, 8., angeführt von Lasor a Varea (2, 297), eine Übersetzung 
des Viaggio sei, kann ich nicht entscheiden. Es sind mir auch sonst Über- 
setzungen in andere sprachen nicht bekannt. Oft dürfte wol daraus ge- 
schöpft worden sein. S. Brunet 4, 602 und 5, 423, de Hody 292 (dd. 
1855), Topogr. 1, XXXVIII f., 3. Wander. 417, Noroflf bei Daniel 210, 
213, Petzholdt’s Anz., 1862, 248, Grässe's Trös. 4, 682; 6, 295. Die 
schrift mag seiner zeit, zumal für die pilger, ihren praktischen werth ge- 
habt haben. 



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*1505. Peter de Smet oder Desmet, genannt van Steebroek, ans 
Brüssel. Die darstellung seiner reise nach dem h. Lande in flämischer 
spräche, findet sich als ms. nr. 12636 in der burgundischen bibliothek zu 
Brüssel. Eine analyse von A. B. T. Schayes steht in der Revue de Bruxelles, 
1839, 104 — 119, und nähere nachricht in St.-G£nois’ Vogageurs beiges 1, 
199-210. 

1506. Sir Bichard Guylforde. The Pylgrimage of Sir Richard Guyl- 
forde to the Holy Land A. D. 1506. Pylgrymage towardes Iherusalem. 
London 1511. Die ausgabe von 1506 Edited by Henry Ellis. Auch (Lon- 
don) 1851. 4. S. Bonar 519. Die erzählung ist ehrlich gemeint, bietet 
jedoch wenig. 

1507. Der prior Georg aus dem karthäuserkloster zu Chemnitz. 

Georgia . . Ephemeris s. Diarium peregrinationis transmarinae , videlicet Ae- 
gypti, Montis Sinai, Terrae Sanctae, ac Syriae. In B. Pezii Thesaurus anec- 
dotorum novissimus. Augustae Vindel. 1721. Fol. 2, 3, 453 sqq. Die 
im amtsarchiv von Kahla aufbewahrte hs. bietet noch manche Verbesserungen 
und Vervollständigungen des edirten textes. S. Stickel in der ZS. der Deutsch, 
morgenländ. Gesellschaft 6, 521. Georg, ein mann von klassischer bildung, 
war im dezember 1507 in Jerusalem, und gehört zu den sorgfältigem den- 
kern und Schreibern. 

1507. Der edelmann Martin von Baumgarten in Braitenbach. 

Martini ä Bavmgarten in Braitenbach . . Peregrinatio Jn -Egyptum, Arabiam, 
Palaestinam et Syriam : Jn qua De harum Regionum . . Studio et opera M. 
Christophori Donaveri, . Norimbergae, P. Kauffmann, 1594. 4. Die hinter- 
lassenen des reisenden veranstalteten auf ihre kosten den druck der pilger- 
schrift. Donauer übersetzte das etwas schwerfällige deutsch des pilgers und 
verwob es mit den lateinischen notizen seines dieners Gregorius (latine ut 
potuit tulitque seculum istud, visa gestaque signavit). So entstand aus der 
Vereinigung beider tagebücher das von Donauer gut geschriebene lateinische 
werk. Englisch: The Travels of Martin Baumgarten . . Through Egypt, 
Arabia, Palestine, and Syria. In Three Books Giving an Account of the 
Situation, Nature, Monuments, and Ruins of those Countries . . To which 
is prefix’d The Life of the Author. Enthalten in : A Collection of Voyages 
and Travels , some Now first Printed from Original Manuscripts , otliers 
Non first Published in English .. London, Awnsman and Churchill, 1704. 
Fol. 1, 381 — 452. S. Gemelli l, bl. 9, Meusel 1, 2, 80, Bonar 519, Petz- 
holdfs Anz., 1862, 247. Der bericht ist kurz, und Donauer scheint einiges 
aus Georg entlehnt zu haben. 

*1507. Charles de Bivifere, Chorherr von Lisieux, Voyage en Terre 
Sainte fait en 1507. Ms. in Rouen. S. Haenel Catal. 430. 

1508. Der minorit Anshelm von Krakau. Descriptio Terrae Sanctae 
ejusque itinerarium. Cracoviae, Flor. Ungier, 1512. 4. Auch im Thesaurus 
Monumefntor. eccles. et histor. oder in Heinr. Canisius’ Antiquae lectionis t. 
6. p. 1287 sqq., und in der neuen ausgabe dieser Lectio antiqua von Jakob 
Basnage (Amstelaedami 1725) 4, 776 — 794. S. Topogr. 1, XXXVIH, Ri- 
gnon, 1861, 86, Petzholdt’s Anz., 1862, 247 f. Der Verfasser weilte 1508 
längere zeit in Jerusalem, bringt übrigens meist mönchische tradizionen. Als 
krakauer scheint er unter meilen polnische zu verstehen. Sonderbarer weise 
stellt er 1 schritt und 1 fuss als gleichbedeutend zusammen. Daher schreibt 

Tobler, Bibliographia. 5 



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66 



er auch passus pedum (p. 1290), fusslange schritte, indem man schreitend 
immer einen fuss vor den andern hinstellt. Ich übersetzte das passus mit 
fass. Der Verfasser ist indessen im messen kein muster von Zuverlässigkeit, 
wie p. 1314. 

G. 1510. Der bruder Niklaus Wanckel, des ordens der franzis- 
kaner und der observatiner. Ein kurtze vermerck- | ung der heyligen Stet 
des heyligen | landts. in vnd vmb Jerusalem. | mit verzeychnung der merck- | 
lichsten ding in den selbi | gen geschehen. Auch | wie nahent vnnd | verre 
ein Stat | von der an- | dern sey. Hinten: Gedrückt vnd volendet in der 
Kayserlichen Stat Nürnberg durch Jobst Gutknecht, 1517. Kl 4. A — Eiij, 
der buclistabe zu 4 bll. = 19 bll. S. Noroff bei Daniel 210. Wanckel 
hielt sich 6 jahre lang in Palästina auf. Die schrift ist sehr gedrängt, und 
darf nicht unbeachtet gelassen werden. 

*1511 f. Johan Thenaud (Thenavld), doktor der theologie und 
minoritenguardian in Angouläme. Le Voyage et Itin^raire de Oultre Mer 
faict . . iusque au Cayre. Paris, ä l’enseigne s. Nicolas, 6. a. 8. 64 bll. 
S. Hain 15,466, Grässe’s Tr£s. 6, 113. 

1513. Der franziskaner Antonio Medina aus Spanien. Viaggio di 

Terra Santa con sve stationi e Misterii del M. R. P. Frat’ Antonio Medina . . 

Tradotto di lingva Castigliana, nella Toscana. Dal M. R. P. Pietro Buon- 
fanti. In Fiorenza, G. Marescotti, 1590. 4. S. Laffi 206, Brunet 5, 423, 
Rignon, 1861, 87. Nach letzterem erschien die spanische Urschrift in Sa- 
lamanca 1573, 8., und hat nach Grässe’s Tr6s. 4, 462 den titel: Estaciones 
y mysteriös de la Tierra Santa. Das buch enthält wirklich interessante 

notizen, und der Verfasser zeichnet sich durch milde gesinnung aus. 

*1513. Der flämische edelmann Johann van Zillebeke. Die be- 

schreibung seiner reise nach Jerusalem ist ms. in der bibliothek zu Douai. 
S. einige nachrichten in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vor- 
zeit, 1835, nr. 59, St.-G£nois 1, 38 — 40. Nach Haenel Catal.,160 wäre 
laut ms. Zillebeke viel früher gereist: Voyage k Rome, ä N. D. de Lorette 
et ä Jerusalem en 1499 par Jean de Zeilbeck de Comines. Man kaun etwa 
annehmen, dass die erste reise ins j. 1499 fiel, welche St.-G^nois unbekannt 
blieb. 

1514 ff. Der ungarische franziskaner Gabriel vom kloster zu 
Pecavärad. Compendiosa quedam nec minus lectu iocunda descriptio vrbis 
Hierusalem: atque diligens omnium locorum terre sancte in hierosolymis ad- 
notatio. per quendam in Christo patrem fratrem Gabrielem natione vngarum 
divi Francisci ordinis . .• luculeuter: nam ea ipsa loca propriis conspexit 
ocuüs: congesta ac breviter per eundera comportata feliciter incipit. Com- 
pendium locorum terre Sancte. Sine 1. et a., 4., 38 bll. Das buch dürfte 
um 1525 gedruckt worden sein. Rignon schreibt (Annales, 1861, 85): Ga- 
briel Hongrois. Description de la Terre Sainte, in -4°, 1521. Noroff 
führte in der schrift: Meine Reise nach Palästina (Leipzig 1862. 1, 163) 

und bei Daniel (210) den gleichen titel an, aber unter der autorschaft von 
Frater Nicolaus de Farnad (s. diesen oben sub anno 1490), und nach ad- 
notatio in folgender fassung: per quendam devotum in Christo fratrem divi 
Francisci Ordinis . . Nationis vero Hungarice luculenter, und das übrige 
gleich bis Incipit feliciter. Weiter schreibt Noroff: Impressum Vienne, (circa 
1517) s. a. Le nom de l’auteur se trouve au recto de la dernirbe f. Da 



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auf dem titel der einen ausgabe bestimmt der name des Verfassers, Gabriel, 
gelesen wird, so darf man nicht anstehen, denselben für den richtigen zu 
halten; doch bleibt einiges noch aufzuklären übrig. Vgl. Tuch’s Antoninus 
Martyr (s. oben sub anno 570) 13, Theoderic. 194, Lotze in der gleich an- 
zuzeigenden Schrift VI. Der pilger behandelt auf scholastische weise jeden 
gegenständ in 5 punkten. Er tritt als Schriftsteller selbständig auf und 
macht deswegen seine beschreibung durchaus zu einer beachtenswerthen. 
Doch würden nur auszüge den Wiederabdruck rechtfertigen. 

1517. Hessel van Martena, Tzialling und Julo van Bottnya aus 
Friesland. Eine Wallfahrt von Antwerpen nach Jerusalem aus dem Jahre 
1517. Aus der Handschrift mitgetheilt von Hermann Lotze. Leipzig, Brock- 
haus, 1866. 4. VHI, 19 s. Der titel der holländisch abgefassten hand- 
schrift lautet : Accurata descriptio peregrinationis in Terram Sanctam per . . 
Hesselium ä Martena, . . Tzallingum ä Botnia, necnon . . Iulium ä Botnia 
Frisios, Religionis ergö feliciter susceptse, A . . 1517. Der Verfasser nennt 
den so eben genannten Gabriel seinen ftthrer (6) : die heylige steden die ons 
alle worden geweesen door . . Gabriel, vt Hungarie gebooren. Ziemlich aus- 
führliche und genaue, hin und wieder aber unordentliche beschreibung der 
h. Stätten; indess wenig neues. 

1517. Der ritter Bernhard von Hirschfeld : desselben unternommene 
und von ihm selbst beschriebene Wallfahrt zum heiligen Grabe. Aus einem 
in der grossherzogl. Bibliothek zu Weimar befindlichen Manuskripte. Her- 
ausgegeben von A. von Minckwitz. In: Mittheilungen der deutschen Gesell- 
schaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig. 
Leipz., T. 0. Weigel, 1856. 8. 1, 31 — 106. Eine sehr schöne hs. in Gotha, 
cod. membran. 677, fol. : Bernhardt v. Hirsfelt. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 
285. Die schrift ist sehr unbedeutend; nur weniges verdiente gedruckt zu 
werden. 

1518. Der kaufmann Jacques Lesaige von Douai. Chy sensuiuent 
les gistes repaistees et despens Que Moy Jacques Lesaige . . Ay faict de 
Douay . . en la Saincte Cite de Hierusalem . . Imprime Nouuellement a 
Cambray (1520), B. Brassart, Au depens du dict iacques. 8. Ohne pagi- 
nazion. Vgl. Brunet (5, 423; 3, 106), der eine 2. ausgabe in 4. kannte, 
und das nouvellement imprime weist darauf hin, dass wenigstens 2 alte aus- 
gaben vorhanden sein müssen. 1851 erschien zu Douai in 4.: Voyage de 
Jacques Lesaige, de Douai, ä Rome, Notre-Dame de Lorette, Venise, Jeru- 
salem et autres saints lieux. Herausgegeben von Duthillceul. S. de Hody: 
Les Tombeaux de Godefroid, 345 (ed. 1855). Das buch darf ein wenig be- 
achtet werden, weil es im frischen styl geschrieben ist. 

1519. Der ritter Ludwig Tschudi von Glarus, herr zu Greplong. 
Reyss vnd Bilgerfahrt, zum | Heyligen Grab. | Dess Edlen vnd Ge- | strengen 
Herren Ludwigen Tschudis | . . | . | In welcher nit allein, die fürnemb- | sten 
Stätt vnnd öhrter, Dess Heyligen Landts | Palestinse, vnd der gantzen gegne 
daselbst herumben, | sonder auch ausserhalb deren, vil andere denckwür- 
dige | Stätt, Inseln, Oerther, vnd derer Inwohner, | mancherley Sitten, Art 
vnnd ge- | bräuch, :c. | Neben deme auch, was gedachte Herren, sampt | sei- 
ner gpsellschafft , auff diser Reyss, zu Wasser vnd | Landt begegnet vnnd 
widerfahren: Gantz trewlich vnnd | ausführlich , sampt einem fleissigen Re- 
gister, | vermeldet vnnd beschriben | werden. | Getruckt in dess Fürstl. Gotts- 
haus S. | Gallen Reychshoff, Rorschach am Bodensee, | bey Bartholome Schnell, 

5 * 



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im Jahr, 1606. 4. 6 bll., 160 s. Herausgegeben von Melchior Tschudi, 
d. j. Eine ausgabe mit andern titel Freiburg 1610. 4. Eine hs. in der 
bibliothek zu S. Gallen (Haenel Catal. 703). S. irriges bei Meusel 1, 2, 81 
und Robinson 2, 542. Die reisebeschreibung L. Tschudi’s, eines fein gebil- 
deten und toleranten mannes, gehört zu den lehrreichern, die bekannt sind. 
Vorbereitet durch das lesen der pilgerschriften von Bernhard v. Breydenbach 
und von Felix Schmid, der auch hin und wieder in Tschudis bericht durch- 
blickt, trat er mit einigen Schweizern die Wanderung an, und ward in der 
abfassung des berichtes unterstützt von dem mailändischen edelmanne Lan- 
driano, einem gelehrten, welcher der griechischen uncHateinischen spräche 
kundig, so wie in der geschichte und kosmographie bewandert war. Wahr- 
scheinlich kannte und benutzte Tschudi auch das Viaggio da Venezia al 
Santo Sepolcro. Einiges gute hat man seinem ungehorsam gegen den pater 
guardian in Jerusalem zu danken, dass er einen araber, der italienisch ver- 
stand, sich zum Führer wählte. Dadurch machte er sich vom mönchischen 
einflusse mehr oder weniger unabhängig, und gelangte auch durch die gunst des 
braven mohammedaners Gameli zu stellen, die sonst den Christen unzugäng- 
lich waren. Tschudi schrieb meist bestimmt und klar, und die beobachtun- 
gen sind ziemlich umfassend. f 

1519. Hans Stockar von Schaffhausen. Heimfahrt von Jerusalem 
Hans Stockar’s . . Pilgers zum heil. Grabe im J. d. H. 1519 . . Schaffhau- 
sen, F. Hurter, 1839. 8. Mit portrait und wappen. 5 bll., XII, 244 s. Das 
wort- und sacherklärende register 224 — 244. Herausgegeben von Maurer- 
Constant. Stockar reiste mit Tschudi, stand aber diesem in bildung und 
richtiger anschauung weit, in treuherzigkeit aber gar nicht zurück. 

1519. Der unter waldner Heinrich Stulz, konventherr zu Engel- 
berg: Beschreibung der Pilgerfahrt gehn Hierusalem de a. 1519. Herrn 
Henrich stulzen priesteren von Stanss in geselschaft Herrn Melcher Zur Gil- 
gen, Ritteren und andern Eydgenossen. Papierhs. , 4., 45. auf der stadt- 
bibliothek (Balthasars) in Luzern. Stulz reiste mit Tschudi und Stockar. 
Nicht bedeutend. 

1519. Descriptio veridica 1519, s. oben 1283 Burkhard, s. 27, 30. 

*1519. Der marquis Don Fadrique Henriquez de Ribera (Eivera). 

El Viage que hizo a Jerusalem desde XXIV de noviembre de 1518 que 
saliö de su villa de Bornos hasta xx de octubre de 1520 que entrö in Se- 
villa. Lisboa 1580. 4. Auch daselbst 1608. 4. Ingleichen Sevilla 1606, 
4., Madrid 1733, fol., und daselbst 1786, 8. Grässe’s Trös. 2, 473. 

* 1519. Juan de la Encina (Enzina), reisegefahrte des Don F. H. de 
Ribera, marquis von Tarifa. Trisagia ö via sagra de Hierusalem. Roma 
1521. 8. Die reise ist in heroischen reimen beschrieben. Man kennt auch 
von dem dichter: Viage y peregrination que hizo y escribiö en verso Cas- 
tellano el famoso poeta Juan de Encina en corapania del Marquös de Ta- 
rifa, en que refiere lo mas particular de lo sucedido en su viage y santos 
Lugares de Jerusalem. Madrid 1786. Kl. 8. Auch in einigen ausgaben 
der werke des dichterpilgers. S. Grässe’s Trös. 2, 473, Noroff bei Daniel 
65, 129, 210. 

1520. Der priester und vikar Geert Kuynretorff von Rampen. 

Jerusalemsche Reyse, Soe in Verganghen Jaren gheschiedt is, Dorch . . Geert 
Kuynretorff. . Geprent toe Campen, P. Warnersem. Sine anno. 12., unpa- 



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ginirt. Das sehr seltene büchlein sah ich im Haag. Van Adrichom hat den 
titel (287 b ) : Descriptio Hierosolymitani itineris anno 1520. per D. Gerardum 
Kuynretorff Campensem, et D. Petrum Aenholt Priorem in Vvolzende, et Edo 
Rombes consulem in Sneeck peracti, impressa Campis. Eine ziemlich ge- 
wöhnliche beschreibung der Pilgerfahrt. 

*C. 1520. Ein ungenannter. Viaggio del sepolcro di G. Cristo, 
scritto da un valente uomo. Venezia 1523. 8. Mit abbildungen. Grässe’s 
Trös. 6, 295. 

*1521. Johannes Heuter, präfekt in Delft. Descriptio lerusalem, 
et sanctorum locorum Ioann. Heuteri Prsetoris Delphensisj qui an. 1521. 
vnä cum praedicto Schorel ( Jan van Scorel \ berühmter maler und rathsherr 
in Utrecht, dessen portrait ich auf dem rathhause daselbst sah, nahm vom 
Ölberge aus eine ansicht von Jerusalem auf), et S ÄTT Lamberto Varick S.^ 
Theolo. Licentiato, et S. Hyppoliti Delphensium pastore peregrinationem 
suam absoluit. Ms., mitgetheilt dem van Adrichom, 287 1 *. 

1522. Der ritter Barthelömi de Salignac, doktor beider rechte, 
protonotar des päpstlichen Stuhles, von Burgis in Frankreich. Itinera- 

rivm Sacrae Scripturae. Hoc est Sanctae Terrae, Regionvmqve finitimarvm 
Descriptio . . in Germania nunc primvm in lucem edita, k Bartholomaeo de 
Saligniaco . . Magdebvrgi, A. Kirchner, 1593. 4. 110 bll. Mit einem Vor- 
worte von Reinervs Reineccivs Steinhemivs, der zugleich Borchardi, Alemanni, 

. . descriptio Terrae Sanctae herausgab. Früher erschien das buch in Frank- 
reich, in Paris 1522, Lyon 1525, 12. (ich sah diese ausgabe), ibi 1526, 
aber auch in Deutschland zu Magdeburg schon 1587 in 4. Ich kenne nur 
eine deutsche ausgabe: Itinerarivm Hierosolomitanum , Reiss zum H. Grab 
vnd Pilgramschafft in das gelobte Land, welche . . Bartholomaeus von Sa- 
ligniaco . . mit grosser Leibes gefahr verrichtet, vnd gemeinen Vaterland zu 
lieb in 10. Büchern selbst Lateinisch beschrieben hat. Darinnen' alss in einer 
kurtzen Chronica, des H. Landes jetzige gelegenheit, an Städten, Castellen, 
Dörffern, Bergen, Wassern, Einöden, Antiquiteten vnd andern gedenckwirdi- 
gen Sachen eigentlich erkleret vnd fürgestellet wird . . An jetzo erstlich in 
vnser Deutzsche Sprach gebracht, vnd mit Figuren gezieret. Durch M. Fri- 
dericum Helbachium Eckhartshusanum. Altenburg in Meissen, Henning Gross., 
1612. 8. 16 bll., ohne das register 371 s. S. Adrichom. 287 1 ’, Gemelli 1, 
bl. 8, Beckmann 2, 71 ff., Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1862, 248. 
Der Verfasser kopirte zum theile wörtlich den Burkhard vom berge Zion 
oder die epitome bellorum. Von wenig werth, trotz des prachttitels. 

1523. Der glockengiesser Peter Füessli, rathsherr von Zürich. 
Peter Fuesslins Beschreibung seiner Reise nach dem gelobten Lande. In 
Auszug gebracht von J. Conrad Fuesslin. Als ‘Anhang' zu Heinrich Miri- 
ke’s Reise von Konstantinopel nach Jerusalem . . Nebst einem Fragment der 
von Herrn Peter Füesslin aus Zürich, im J. 1523 gethanen Pilgerreise nach 
dem gelobten Lande. Augsburg 1789. 8. 207 — 224. -Ein anderer auszug 
der hs. findet sich in S. Preiswerk’s Morgenland, 1840, 93 ff., 119 ff., 145 ff. 
Die schrift ist, nach den auszügen, kurz und unbedeutend, oder vielmehr 
fast gar nicht zu gebrauchen. Die kopie der hs. : Bilger-Fart gen Jerusalem 
von Peter Füessli und Heini Ziegler von Zürich, auf der Stadtbibliothek in 
Zürich, S. Mscr. 571, ist ungleich ausführlicher, enthält namentlich weitläufig 
die erlebnisse, und schildert so ziemlich nach der Schablone die heiligen 
Stätten. Einiges verdient beachtung. 



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1527. Der venezianer Noe Bianco. Viaggio del Rever. P. F. Noe 
Bianco Venitianio della Congregation de’ servi. Vinetia, G. de’ Cawalli, 1566. 
12. Spätere ausgaben: Venezia, s. a., 12.; ibi 1570, 8.; ibi 1585, 8.; 
1638, und Bassano 1742, 8. S. Lasor a Varea 2, 296 (Noe Blanci, Ve- 
neti, Itinerarium Terra S.), Rignon, 1861, 88, Grässe’s Tresor. 1, 361. 
Bianco reiste per tutti luoghi di Terra Santa. Das ist etwas ganz anderes 
als das Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro (s. oben 1500, s. 61), auch 
weit weniger werth als letzteres, ohne abbildungen, jedoch mit den Prozes- 
sionen und gebeten. 

1527. Der karmelitermönch Johannes Pascha, doktor der theo- 
logie, aus Mecheln. Peregrinatio cum exaeta descriptione Ierusalem, et 
locorum sanctorum autore Ioan. Pascha . . quam ann. 1527. perfecit; im- 
pressa Louanij per Vellaeum, anno 1563. Adrichom. 287 1 ’. Französisch: 
La Peregrination Spiritveile: vers la terre saincte, comme en Ierusalem, 
Bethlehem, au Iordan etc. Composöe en langue Thyoise, par feu F. Jean 
Pascha, D. en Theologie : Et nouellement translatöe, par venerable Seigneur, 
Nicolas de Leuze, dict de Fraxinis . . A Louain, J. Bogardtäla, 1566. 4. 
Flämisch: Een deuote maniere, Om gheesthlyck Pelgrimagie te trecken, tot 
den heylyghen lande, als te Iherusalem, Bethleem, ter Jordanen, etc. Gbe- 
maect by wylen Heer Ian Pascha . . Ende int licht ghebrocht door M. Peeter 
Calentijn. Tot Louen, H. Welle, 1576. 12. Frühere ausgabe (nach Gräs- 
se’s Trds. 5, 148) Löwen, H. Welle, 1563, 8.; spätere: Gent, C. v. d. Mee- 
ren, 1612, kl. 8. Mehr ein andachts- als reisebuch. 

1527. Der franziskanerbruder Gab. von Rattenberg und Primus 
von Stain, reise nach Palästina. Cod. german. ms. 1274 in der Staatsbiblio- 
thek zu. München. Nicht wichtig. 

1530. Der franziskaner Antonio de Aranda. Verdadera Informa- 
cion de la tierra sancta segun la dispusicion q en el afio de mil y quinien- 
tos y treynta. El muy reuerendo padre F. Antonio de Aranda . . la vio 
y passeo. Alcala, Luys Gutierrez, 1563. 12. Frühere ausgaben werden 
aus dem j. 1531, Alcala, 4., 1533, 4., 1537, Toledo, J. de Ayala, 4., 1545, 
Toledo, F. de s. Catalina, 4., und 1550, fol., angeführt, denen noch 2 ge- 
folgt sind. Eine davon nahm ich hier schon auf, und eine andere, die ich 
sah, erschien 1584, 8.: Agora nueuamente en esta vltima impression muy 
corregida y emendada. Alcala, H. Ramirez. S. Marmier l, XIX, Rignon, 
1861, 86, Grässe’s Trös. 1, 176. Bündig und so geschrieben, dass ich 
mehreres hätte brauchen können. 

*1532. Peter Apianus’ reise nach Jerusalem wird von Aitsinger und 
nach ihm von Le Clerc in seiner praefatio (22) zu Sanson’s Geographia 
Sacra angeführt. 

1532. Der französische priester Dionysius Possot. Tresample et 
abondante description du voyaige de la terre saincte. . En laquelle descrip- 
tion sou nomraees et declarees toutes les Villes Cltez . . Commencent le- 
dict voyaige depuis la ville de Nogeant sur Sene, iusques a la saincte eite 
de Hierusalem . . par Messire Denis Possot presbtre . . A Paris, (hinten) 
Regnault Chaudiere, 1536. 4., unpaginirt. Auf einem exemplar las ich Pa- 
ris, Lhomme Saulvafige, und handschriftlich 1536. Weniges konnte ich 
brauchen; einiges genau wie im Voyage de la s. Citd 1480. 



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*1533. Greffin Arfagart, herr von Courteilles in der Normandie. 

Von ihm kennt man eine reise nach Jerusalem und auf den berg Sinai in 
ms. S. Beckmann 2, 39. Vgl. oben Griffon sub a. 1475. 

*1533. Bo na Ventura Br ochard, franziskaner im kloster Bernay in 
Frankreich. Von ihm kennt man in ms. eine reise nach Jerusalem und auf 
den berg Sinai, die er mit Greffin Arfagart unternommen hatte. Beckmann 
2, 39. S. oben sub anno 1 2S3 Burchard, s. 30. Die hs. wird in der reichs- 
bibliothek zu Paris aufbewahrt. Herausgekommen ist unter dem titel: Iti- 
nöraire des Lieux Saints de la Palestine et du mont Sinai, en Arabie. Paris 
1533. Delineatio et descriptio Ierusalem, et Terrae proraissionis accuratis- 
sime per Bonauenturam Brocardum Bernaitam elaborata. Paris. 1544. S. 
Adrichom. 288 n , Rignon, 1861, 86, Bassi l, 235. 

C. 1535. Der französische polyhistor Guillaume Fostel. Syri® de- 
scriptio Gvilelmo Postello Barentonio avthore. Ap. Hier. Gormöntium 1540. 
12. Dies erschien auch in seinem werke de Universitate etc. Paris. 1563. 
Unbedeutend. Man besitzt auch von Postei: Description et Carte de la 

Terre Sainte. 1553. Postei bereiste zweimal den Orient, aus dem er kost- 
bare hss. mitbrachte. S. Stuck 2, 94, Bassi 1, 235 sq., Noroff bei Daniel 
210. Unbedeutend. 

1535. Jakob Gassot führe ich nur deswegeu an, weil er unrichtig unter den ein- 
schlagenden reisebeschreibern steht; wol hat man von ihm eine beschreibung der reise 
nach Konstantinopel: Le Discours du voyage etc., nicht aber nach Jerusalem. Grässe 
sagt (Tres. 5, 422), dass er in der Bibi, des Voyages 4, 403 irrig für Possot (s. sub a. 
1532) genommen wurde. 

♦Vor 1536. Charles Philippe, Description du voyage de la terre 
sainte. Paris 1536. 4. Geisheim’s Holienzollern 55. 

1537. Ein ungenannter jude und Uri, Simeonssohn, von Biel. Cippi 
Hebraici : Sive Hebrseorum, tarn veterum, Prophetarum, Patriarcharum ; quäm 
recentioruin, Tannseorum, Amor®orum, Rabbinorum monumenta, Hebraicö ä 
lud®o quodam, teste oculato, tum intra, tum etiam extra terram Sanctam 
observata et conscripta, Nunc vero Latinitate donata, notisque illustrata ä 
Joh: Henrico Hottingero. Heidelberg®, S. Broun, 1659. 12. 1 — 80. Mit 
schlechten Abbildungen. Editio secunda auctior ibi 1662, 8., 26 — 88, mit 
2 kk. Das hebräische ist hier nach Carmoly sehr mangelhaft, zumal in der 
2. ausgabe (423). Zuerst wurde der hebräische text auf einem fliegenden 
blatte 1575 in Venedig gedruckt. Uri von Biel, der selbst in Safed wohnte 
und 1575 nach Polen zurückkehrte, kopirte und verbesserte die beschrei- 
bung des ungenannten im j. 1564 und gab ihr den namen Jichus ha-Abot. 
Französisch: Jichus ha-Abot, ou Tombeaux des Patriarches, in Carmoly’s 
Itinöraires (s. oben sub anno 1210, 8. 23) 433 — 460; einleitung 419 — 432, 
noten 461—496. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Die Schilderung enthält 
manches werthvolle. 

*1538 — 40. Der franziskaner Bonaventura de Myrike. Descriptio 
Hierusalem, et sanctorum ejus locorum Bonauentur® de Mirica, Lovaniensis 
Minorit®, qui Hierosolym® ann. 1538. 1539. 1540. continuö habitavit, et 
postea secundö, jamque tertiö eö profectus est; ex cujus etiam ore multa 
excepi. Adrichom. 288 n . S. Rignon, 1861, 85 sq. Dies ist der einzige 
Christ, von dem wir nachrichten aus der zeit des baues der ringmauern von 
Jerusalem (1536 bis 1539) erhalten haben, und ich bedaure daher um so 
mehr, dass mir die Schrift nicht in die Hände kam. 



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1542. Der luzerner-patrizier Jobst von Meggen. Iodoci a Meg-[ 
gen Patricii Lv- | cerini Peregrina- | tio Hierosolymi- | tana. | Diling« | Ex- 
cudebat | Ioannes Mayer. | 1580. 12. 246 s. Herausgegeben von Jobst Se- 
gesser. S. Jäck’s Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina 1, 8, 
Topogr. 1, XLI, Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Der pilger verstand grie- 
chisch, lateinisch, italienisch, französisch, etwas hebräisch, portugiesisch 
und flämisch. Die Pilgerfahrt ist kurz abgefasst, übrigens gut lateinisch ge- 
schrieben, und das lesen macht bei dem nicht seltenen nüchternen behelf mit 
ajunt, dicunt, dicitur, credunt einen wolthuenden eindruck. 

*1544. Gerhard Joa, abt des klosters Abkou in Leyden. De- 

scriptio Jerusalem, et locorum ejus, D. Gerardi loa. Lugduni Batavorum 
Monasterii Abcou Coenobiarchse, qui iter suum peregit an. 1 544. Adrichom. 
288". 

1545. Reise nach Jerusalem von einem unbekannten. Du Saint 
Voyage De Jerusalem En partie fait Et renouvellö le vnze Du mois D’aoust 
Lan de grace 1714. Cod. ms. chart. auf der reichsbibliothek in Paris, S. 
F. (Supplement Frangais) 1460. Die reise sei 1545 unternommen worden; 
wenigstens fiel sie noch in die zeit vor dem auszuge der franziskaner aus 
dem kloster auf Zion. Die kopie beginnt mit der grabkirche. Vgl. Laorty- 
Hadji 528. Mehr eine registrazion der heil. Örter; unbedeutend. 

1546 f. Ulrich Prefat von Wilkanau. Cesta z Prahy do Benatek a 
odtud potom po Mori az do Palestyny . . Voldricha Prefätaz Vlkanova. w 
Praze 1547. 4. Ich sah die ausgabe in folio von 1563; eine andere in 4. 
folgte in 8. 1586. Mit abbildungen von De le Greche , die aber in einer 
spätem ausgabe als der von 1563 fehlen, z. b. mit einer Vogelperspektive 
von Jerusalem und mit terränzeichnung. S. Harant in seiner Vorrede, welcher 
dem Prefat hauptsächlich vorwirft, dass er nur im gelobten Lande gewesen 
sei. S. Beckmann 1, 49 f., Grässe L. 3, 1, 1 166, NorofF bei Daniel 210. 

1547. Der französische arzt und naturforscher Pierre Belon aus 

le Mans. Die 1. ausgabe erschien in' Paris 1553. Dann: Les Observations 
de plvsievrs singularitez et choses memorables, trouu^es en Grece, Asie, 
Iudöe, Egypte, Arabie, et autres pays estranges, redigöes en trois liures, 
Par Pierre Belon du Mans. Reueuz de nouueau et augmentez de figures. . 
Le Catalogue contenant les plus notables choses de ce present liure, est en 
l’autre part de ce feuillet. Paris, G. Cauellat, 1554. 4. Mit dem portrait 
des Verfassers. 12 bll., 212 s. Fernere ausgaben sind: 1555, Anvers, 
Steelsius, 8.; 1558, 4.; 1568, Lyon, kl. 8.; 1588, Paris, H. de Marnef, 4.: 
Les Observations de plvsievrs singularitez . . Reueuz et augmentez de Fi- 
gures. Die Genofevabibliothek in Paris besitzt von dieser ausgabe 2 exem- 
plare; das eine hat die bildliche darstellung des berges Sinai, die in der 
ausgabe von 1554 vorkommt, aber im andern exemplare fehlt. Der Palä- 
stina beschlagende theil, mit Weglassung des naturhistorischen, ist enthalten 
in: Bulletin de TOeuvre des Pölerinages, Paris, Challamel, 1866, 399 — 419. 
v Lateinisch : Petrr Bellonii Cenomani, plvrimarvm singvlarivm et memorabilium 
rerum in Grrncia, Asia, iEgypto, Iudaea, Arabia, aliisq. exteris Prouinciis 
ab ipso conspectaium Obseruationes , tribus Libris express«. Carolvs Clv- 
sivs Atrebas h Gallicis Latinas faciebat. ^.ntverpiae, C. Plantin., 1 589. Kl. 
8. 8 bll., 495 s. Englisch London 1693, 8. Deutsch im auszug bei Pau- 
lus, Sammlung der merkw. Reisen in den Orient i, 203 — 285; 2, 3 -26: 
Peter Belon’s Bemerkungen auf einer Reise von Cairo durch den Sinaitischen 



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Strich vom Peträischen Arabien nach Palästina . . Aus dem Französischen 
Original, Paris 1755. in Quart, neu übersetzt. Man merke sich diese angeblich 
französische ausgabe. S. Gemelli 1, 5. bl., Munk . 655", Grässe L. 3, 1, 
1161, Ritter 15, 49, Robinson 2, 542, Topogr. 1, XLI, 3. Wand. 418, 
Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Belon war ein heller und umsichtiger beob- 
achter, Rauwolffs trefflicher Vorgänger, und ist heute noch in manchen 
stücken lehrreich. 

1549. Der pariser Antoine Regnaut. Discovrs dv Voyage d’ovtre 
mer av sainct Sepvlcre de Iervsalem, et avtres lieux de la terre Saincte. . 
Par Autlioine Regnaut burgeois de Paris. Lyon, aux despens de Y Autheur. 
1573. 4. Mit vielen plumpen holzschnitteil. Vgl. Grässe’s Trds. 6, 66. 
Man findet beim pilger vollständig die gebete der lateiner. In der Topogr, 
1 , XL führte ich nach Chateaubriand einen Regnault .an, und einen solchen 
fand ich wirklich im katalog der öffentlichen bibliothek zu Marseille. S. To- 
pogr. 1, XLI, 3. Wander. 418. 

*1549 — 52. Andrä Thevet d’Angouläme. Cosmographie de Levant 
par F. Andrö Thevet d’Angoulöme. En Anvers par Jean Richart, au Soleil 
d’or, 1556 pet. in 8°, 157 f. et 2 pour la table. Le voyage en Palestine 
occupe les pp. 114 — 131 et celui du mont Sinai les pp. 111 — 113. Noroff 
bei Daniel 210 sq. Frühere ausgabe: Lyon, J. de Tournes, 1554. KI. 4. 

‘Mit weniger figg. Spätere ausgabe 1575. Fol. 2 voll. Bonneserre bei du 
Rozel 15, 22, 62, Grässe’s Trös. 6, 133. 

C. 1550. Anton Tenerreyro. Itinerario de Antonio Tenerreyro. Lis- 
boa, typogr. Rollandiana, 1829. Kl. 8. Nach der ausgabe von 1560. Kurz 
auch die reise von Damask über Cefete (Safed) und Ramala (Ramleh) nach 
Gazara (Ghäseh) erzählt. 

C. 1550. Der sogenannte Jerusalempilger Bartholomäus Georgie- 
witz von Krakau. Opera nova che comprende quattro libretti . . Bartho- 
lomeo Georgieuitz authore. Roma, A. Barre, 1555. Gr. 12. Nicht gez. Mit 
einer karte und erklärung derselben. II primo libretto tratta del pellegri- 
naggio della terra santa di promessione, et di tutti piu notabili luoghi che 
questo tempo dalli christiani pellegrini si soglion o ueder’ et uisitarli : et delle 
cerimonie et processioni sante, ch’iui si usan’ osseruare. Eine frühere aus- 
gabe: Roma, Blado, 1553, 8., und eine spätere: Roma, Bolano, 1566, 8. 
Französisch: Georgiewitz (Barth.), Voyage de Ierusalem, avec la description 
des oitez, villes etc.., mis en lumiere par (Lambert) Darmont a Liege, 
Streel, 1600, 4. S. Laffi 325, Stuck 2, 12, Brunet 2, 383 sq., Grässe’s 
Trös. 3, 54, Rignon, 1861, 88. Auch im kleinen büchlein de Tvrcarvm 
moribv8 epitome (Roma 1598. 16.) nennt sich Georgiewitz pilgrim: Barth. 
Georgieuitz PÄegrino auctore. Wenn auch das sehr seltene pilgerbuch (aus- 
gabe 1555) nicht viel darbietet, so ist es doch nicht zu übersehen. 

1551. Dr. Thunger: Tagebuch meiner Reise nach Jerusalem, Cod. 
germ. ms. nr. 954 in der Staatsbibliothek zu München. 

1552 ff. Bonifazio Stefani, guardian des heiligen Landes, später 
bischof von Stagno, aus der Isola di Mezzo bei Ragusa. Liber de pe- 
renni cvltv Terrae Sanctae, et de fructuosa eius Peregrinatione : Auctore Fr. 
Bonifacio Stephano Ragvsino, Prasdicatore Apostolico, et Stagni Episcopo. 
Venetiis, ex Typographia Guerraea, 1573. 12. 286 s. Ohne pläne und ab- 



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bildungen. Das bftchlein ist sehr selten, und weder Ritter (15, 49), noch 
de Hody (351, 1. ed.), noch auch Mislin (deutsche wiener-ausgabe 2, 196) 
konnten es finden. Ich sah ein exemplar beim verstorbenen grafen Karl de 
l’Escalopier in Paris, der eine sehr reichhaltige Palästinabibliothek seiner, 
wie es scheint, indifferenten wittwe hinterliess, und, erst später, auf der hof- 
bibliothek in Wien, überdies in den katalogen der biblioteca Vaticana und 
der reichsbibliothek in Paris, an weichem letztem orte aber das gewünschte 
nicht zum Vorschein gebracht werden konnte. Auch ist von Noroff zu S. 
Petersburg im besitze eines exempiars. Durch druckfehler ist die schrift 
hier und da sehr entstellt. S. Robinson 2, 54 2, Topogr. 1, XLII, Planogr. 
von Jerusalem 8, 3. Wander. 419, Bassi 1, 237, Rignon, 1861, 87. Der 
styl des Verfassers ist gedrängt und klar. Er tritt hin und wieder in to- 
pographisches ein; das letztere scheinen Quaresmio und Mariano Morone 
vollständig ausgezogen zu haben. Im ersten buche kommt nichts geogra- 
phisches vor, sondern es enthält nur gebete, die gottesdienstlichen Verrich- 
tungen, prozessionen. Die eigentliche topographie wird nur nebenbei einge- 
flochten, um die Stätten der tradizion klarer zu beleuchten. Das büchlein 
verbreitet sich nicht allein über Jerusalem und seine Umgebung, sondern auch 
über Galiläa. Der Verfasser ist darum nicht zu übersehen, wejl später so 
manche in seine Fussstapfen traten. In Stefanie gesellschaft reiste nicht 
bloss Pantaleon von Aveiro, den wir sogleich kennen lernen werden, sondern 
auch der berühmte Anatom Andreas Vesal aus Brüssel, wie jener, ein ebenso 
geistvoller als energischer mann, selbst bezeugt (242): Ipsa enim planities 
Hierico est valde pulchra^ et si culta esset, ad producendum apta omnia 
genera fructuum in ea, ut a peritis in arte medica accepi, praecipue ab An- 
drea Vesalio, qui ipsam unä mecum peregrinatus est. S. Noroff bei Da- 
niel 211. 

1552. Der franziskaner Pantaleon von Aveiro. Itinerario da Terra 
Sancta, e suas particularidades composto por frey Pantaleam, d’Aveyro. 
Lisboa, J. Galram, 1685. 4. Die älteste ausgabe sei, nach Petzhold t’s Anz., 
1862, 251, im j. 1539, 4., in Lissabon bei Lopez erschienen; allein hier 
muss ein druckfehler sein, wie wir bald sehen werden. Dagegen ist wol 
die älteste ausgabe, in 4., Lisboa, S. Lopez, 1593 erschienen und hat auf 
dem titel Pantaliam, D aveiro. Eine ausgabe, viel schlechterer druck, offen- 
bar nachdruck,' Lisboa, A. Aluarez, 1596, auf dem titel mit Pantaliäo Da- 
ueyro und mit der bezeichnung: Agora nouamente acrecentado cö raais de- 
clara$io dos lugares de terra Sancta. /Eine spätere ausgabe, die von 1600, 
Lisboa, 4., hat den namen Pantaliäo Daueyro, mit der gleichen bezeich- 
nung des neudruckes. In der ausgabe vom jahr 1593 nennt sich der 
Verfasser in der Vorrede Frey Pantaliäo Franciscano. Spätere ausgaben 
scheinen nur wenig oder kaum bereichert worden zu s0n ; alle sind 
mit gebeten versehen, gehen aber an abbildungeil leer aus. S. Qua- 

resm. 2, 190 n , Lasor a Varea 2, 296 (Pantaleonis de Avenio), Bellermann 
2, 79, Gratz 623, Topogr. 1, XLII, XL VIII, Rignon, 1861, 88 (De Aveira 
Reimprim^ en l603 et en 1720) und 1862, 94 sq., Petzholdt a. angeführ- 
ten o. Pantaliäo gedenkt in seiner schrift sehr häufig des Bonifazio Stefani, 
und empfing er von diesem offenbar viel belehrung. Quaresmio schreibt 1. c. : 
P. Frater Pantaleon Lusitanus, P. Bonifacii individuus socius, qui cum eo in 
partibus istis longam moram traxit, et maxima pietate et curiositate loca 
sancta visitavit . . Doch ist von Pantaliäo eben nicht viel zu lernen. 



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1553. Der engländer John Locke. The Voyage of M. John Locke 
to Jerusalem, in Richard Hakluytffc Navigations 2, 106. Wenige zeilen vom 
h. Lande. Vgl. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. In der londoner -ausgabe ist 
der narne Lok geschrieben. 

1553. Der apotheker Daniel Ecklin von Aarau. Zwo Reisen zürn 
heiligen Grab. Die Erste dess Edlen vesten Johansen von Ehrenberg, so er 
sampt andern vom Adel vnd etlichen Niderländern volbracht: Darinnen 
neben andern Sachen auch meldung beschicht, wie sie zu Rhama die Edlen 
gefangnen Teutschen Bilger, Melchior von Seydlitz, . . Wolffgang Müntzer 
von Babenberg . . : Die ander so Daniel Ecklin von Arow gethan . . Basel, 
S. Apiar. , 1576. 4. Letztere ist dem aarauer-schultheissen Samuel Meyer 
gewidmet ; aus der widmung erfährt man, dass Hans Huldrich Ragor Eck- 
lins entwurf redigirte und herausgab (ausg. 1710). Spätere ausgaben sind: 
1580, 8., herausgegeben nach dem tode des pilgers von H. H. Ragor; 
Raiss zum heiligen Grab, So M. Daniel Ecklin von Arow gehn Jerusalem 
gethan, was er in der zeit erlitten, Sampt einer kurtzen beschreibung des ge- 
lobten Lands, vnd der Statt Jerusalem, wie es noch zu vnserer zeit eine 
gestalt liierumb habe. Sehr lustig vnd nützlich zu lesen vnd auch zu hören 
(Heydelberg, Müller, 1581, 8., 32 bll.); 1582, Köln, 8.; 1 583, Heydelberg, 
sehr kl. 8.; 1584 und 1609 im Reyssbuch des heyligen Lands, dort bl. 
399 — 404, hier 1, 749 — 758: Vom heyligen Landt, was -darin vnd vnder- 
wegen zu sehen, sampt beschreibung der Reyss hineyn vnd herauss. Alles 
ordendlich verzeichnet durch Daniel Ecklin von Arow, der im Jar 1552. 
hineyn gezogen, vnd im 1553. jar wider herauss kommen; 1585, Tübingen, 
A. Hock, 8.; 1 592, Magdeburgk, kl. 8.; 1600, 8.; 1 607, Leipzig, 8.; 1634, 
Augspurg, 12.; 1694, Annaberg, kl. 8. (im katalog der Universitätsbibliothek 
in Berlin Annaberg, 8., s. a.) ; 1 699, Basel, kl. 8.; 171 0, Basel, J. C. von Mechel, 
1 2., mit dem titel genau wie im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgenommen die 
ausfallenden Wörter ‘vnd nützlich’, und mit einer titelvignette in holzschnitt; 
1803, Basel, kl. 8. S. Grässe L. 3* 1, 1166, Petzholdt’s Anz., 1861, 285f., 
und 1862, 249, Noroff bei Daniel 211. Der 21 jahre alte Ecklin war ein 
abenteurer erster klasse. Trotz seiner schönen worte, er wolle im beschrei- 
ben von alten skribenten nichts nehmen, welche das h. Land nie gesehen, 
von denen der eine dem andern nachfahre, die ungewisses für gewisses ge- 
ben, und nur auf einer saite spielen, wie es vor viel 100 jahfen gewesen, 
und er wolle sich in der Schilderung genau an die jetzige gestalt halten, ist 
er nicht wichtig. Schon haucht m ihm als einem Protestanten der geist der 
reformazion ; allein es fehlt ihm vier Ragor zu sehr an gründlicher bildung, 
als dass man für ihn eingenommen werden könnte. 

*1554. Antonio Soarez da Albergarica ( Albergaria) , Itinerario e 
peregrinaräa. Hs. in der bibliothek S. Francisco zu Lissabon. Vgl. Haenel 
Catal. 1026. Eine kurze anzeige des inhaltes geben, nach professor Kunst- 
mann in München, die Memorias da litteratura portugueza, t. 2. p. 340 — 5. 
Den aufenthalt bei den maroniten lieferte im auszuge Kunstmann in der Tü- 
binger-quartalschrift, b. 27, s. 40. v Die reise wurde 1554 angetreten. Ge- 
fällige mittheilung von professor Kunstmann. 

C. 1555. Der priester Gabriel Giraudet aus Le Puy. Discovrs dv 
voiage d’ovtre mer av Sainct Sepvlchre de Ierusalem, et autres lieux de la 
terre Saincte: Et du mont de Sinai . . Par Gabriel Giraudet Prebster. To- 
lose, A. et I. Colomiös, 1583. 8. Petzholdt las (Anz., 1862, 253) in der 



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gleichen ausgabe Marchand de la ville de nostre Dame du Puy en Velay, 
statt Prebster. Es gibt auch eine edizion Paris, T. Brumen, 1585. Bei 
Grässe (Tres. 3, 89) scheint 1575 (Lyon, M. Jove) ein druckfehler. Der 
Verfasser logirte bei den franziskanern auf dem berge Zion. Unbedeutend. 

1556. Der edelmann Hans von Ehrenberg. S. oben sub anno 1553 
Ecklin. Auch erschien die beschreibung im Reyssbuch dess heyligen Lands, 
1584, von bl. 273 — 275, und 1609, 1, 510 — 514, hier: Dess . . Johansen 
von Ehrenberg, Reyse zu dem heiligen Grab, so er sampt andern vom Adel 
vnd etlichen Nid erländern, im Jahr .. 1556. angefangen vnd glücklich voll- 
bracht, wie solches von jhm selbst auffgeschrieben vnd verzeichnet. S. Petz- 
holdt’s Anz., 1861, 286. Der von Ehrenberg schreibt kurz und trocken, 
und gewährt eine sehr karge ernte. Er reiste, wie manche andere, offenbar 
nur wegen des r^tterschlages. 

1556. Der ritter Wolfgang Müntzer von Babenberg. Reyssbe- 
schreibung Dess . . Wolffgang Müntzers von Babenberg . . Von Venedig auss 
nach Jerusalem, Damascum vnd Constantinopel, vnd dann wider nacher Ve- 
nedig: Darinnen die gelegenheit derselben Länder, Innwohnenden Völeker, 
Sitten vnd Gottesdienst, jc. Innsonderheit die eygendliche beschaffenheit dess 

H. Grabs, vnd anderer Oerter begriffen vnd vermeldet. Ingleichen wie Er 
Müntzer bey 3. Jar langJn derTürckey gefangen gewesen, was er daselbst 
in wärender Dienstbarkeit aussgestanden, Endlichen . . zur erwünschter Frey- 
heit wider gelanget . . Alles auss seiner eygnen Hand verzeichnuss in Truck 
verfertigt. Nürnberg, L. Lochner, 1624. 4. 10 bil. , 135 s. und register. 
Mit dem bildnisse des Verfassers. Der buchdrucker Ludwig Lochner war 
zugleich herausgeber. Ein auszug: Rejse des Edlen Wolfgang v. Müntzer 
aus Bamberg u. s. w., mitgetheilt von einem baierschen staatsdiener, ist ent- 
halten in Jäck’s Taschen - Bibliothek der .. Reisen durch Palästina 2, 219 
— 232. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. Unbedeutend. 

1556. Der edelmann Melchior von Seydlitz auf Niklasdorf und 
Wirben in Schlesien. Die beschreibung der reise erschien besonders 1576, 
Basel, bei Samuel Apiario; 1580, Görlitz, 4.; 1581, Leipzig, 4.; 1582, 
Görlitz; 1584, ibi; 1591, ibi, 4., durch besorgung des Ambrosius Fritsch; 
im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 250 — 273, und daselbst 1609, 

I, 466 — 509: Gründliche Beschreibung der Wallfahrt, nach dem heyligen 
Landt, . . Melchiors von Seydlitz, :c. Wolffen von Oppersdorff, Niclaus von 
Reidburg, vnd Moritz von Altmanshausen, *c. Neben Vermeidung det jäm- 
merlichen und langwirigen Gefängnuss derselbigen Gesellschafft, *c. Gestehet 
durch . . Melchior von Seydlitz. Aeltere ausgaben, wenigstens die görlitzer 
von 1582, sind mit schönen holzschnitten ausgestattet. Eine papierhs. fin- 
det sich in der bibliothek zu Dresden, H. n. 184. Holländisch: Gbgelukkige 
Jerusalemsche Reyse. Amsterdam 1662. 4. Übersetzt von P. ^Angelen. 
S. Jäck’s Taschen-Bibl. 1, 8, Grässe L. 3, 1, 1166, Bonar 520, Geisheim 
55, Petzholdt’s Anz., 1861, 286 f. Die gesellschaft Seydlitz’ wurde in Pa- 
lästina gefangen, und in Ramleh vom ‘ehrliebenden Kriegsmann’ Hans von 
Ehrenberg besucht (Seydlitz 481). Einzelnes nicht ohne interesse. 

*1560. Caspar de Bavincourt (später) Abbas scripsit peregrinationem 
suam Hierosolymitanam , ad montem Sinai etc. Claruit circa a. 1576. V. 
Bucelin. in Bened. Rediviv. p. 111 et Foppens, Bibi. belg. 1, 63. Nach 
pater Neumann. 



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*C. 1560. Iter Hierosolymitanum. Venet. 1563. 8. Italienisch. 

Ich sah den titel im katalog der vatikanischen bibliothek. 

*1561. Itinerarium Joan. Qodscalci Iserman Delphensis, quod ann. 
1561. absoluit. Adrichom. 28 8 b . 

1561. Emanuel Ortl von Augsburg. Nachdem der Hertzog vnd ain 
Rath der Stat Venedig ainen gebrauch habenn . . Alls, nun Jch Emanuel 
Örtl von Augspurg bey ainem Edellman zu Venedig Aluigio Mocenigo ge- 
nannt gediennt hab, hat sich Jnn zeyt solcher meiner diennst zugetragen, 
Das gedachter mein Herr Mocenigo . . zu dem . . Sultan Suliman Erwelt 
vnnd verordent wordenn . . Allso Sassen wir Inn Gottes Namen vff solche 
galle den 3 May des 1. 5. 61. Jars. Papierhs. in 4. auf der Stadtbibliothek 
in Augsburg. Die reise nach Jerusalem ist unbedeutend. 

1561. Gerson, sohn Ascher’s, von Scarmela: Jichus ha-Tsadikim 
oder gräber der gerechten. Enthalten in Carmoly’s Itinöraires de la Terre 
Sainte 377 — 3S8, einleitung 363 — 376, noten 389 — 416. Es erschienen 
auch 2 deutsche Übersetzungen. Das original enthält eine menge gebete, die 
an den gräbern der gerechten oder an den h. Stätten verrichtet werden. Von 
wenig werth. 

1561. Albrecht, graf zu Löuwenstein und herr zu Scharpffeneck. 
Pilgerfahrt gen Jerusalem, Alkayr, In Egypten, vnd auff den Berg Synai, 
Durch mich Albrechten . . vollbracht, vnd nachfolgender massen verzeichnet. 
Welche sich angefangen . . den 3ü. Martij . . 1560 vnd 1 Jahr, Auch sich 
geändet den 16. tag Augusti, Anno 1562. Enthalten im Reyssbuch des hey- 
ligen Lands 1584, bl. 188 — 212, und dort 1609, 1, 349 — 391. Beiden 
ausgaben ist ein pilgerbuch, das wahrscheinlich auf der reise irgendwo auf- 
gegriffen und kopirt wurde, angehängt: Pilgerbuch, was durch das gantze 
heilige Landt vnd Egypten vor heilige Örter hin vnd wider Zusehen, vnd von 
Pilgern zubesuchen seyn, Ein kurtz Verzeichnuss dess heiligen Landts vnd 
Egypten, So an Graff Albrechts von Löuwenstein Buch angehenekt gewesen 
ist, vnd jetzundt allererst auss clem Latein verteutsclit worden, in letzterer 
ausgabe von s. 392 — 395. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287. Belehrung ge- 
währt die ‘Vorzeit*, jahrg. 1826, 199, und 1827, 43, so wie Hormayr’s 
Taschenbuch, 1833, 16. S. Koner 2, 335. Ein pergamentcodex, 4., nr. 4 1 7, 
findet sich in Gotha. Der graf Albrecht zeigt sich durchweg* als ein mann 
von feinerer bildung. 

1561. Jakob Wormbser, der ältere, Eigentliche Beschreibung der 
Aussreysung vnd Heimfahrt dess . . Jacob Wormbsers, wie er im Jar 1561. 
naher dem heyligen Land vnd dem Berg Synai abgereyset, vnnd im folgen- 
den Jar wider zu Hauss kommen. Von jhm selbst allein im gedächtniss 
auffgeechÄeben , Jetzund aber in besserer aussfertigung dieses Wercks in 
Druck gegeben. Enthalten im Reyssbuch dess heyligen Lands 1584, bl. 
213 — 235, daselbst 1609, 1, 396—437. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287 f. 
Wormbser, ein reisegefährte Albrechts zu Löuwenstein, war Protestant, im 
schreiben trocken und verlegte sich auch auf das kopiren. 

*1563. Hans von Godem, Beschreibung einer Rais geen Jerusalem. 

Hs. auf der lyzealbibliothek in Dilingen, nr. XV, 63. Beigebunden ist auch 

die hs. Jakob Wurmbsers. Gratz 622. 

* 

*1563. Descriptio Jerusalem et locorum ejus Isbrandi Godefridi Del- 



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phensis, sororis meae mariti, qui ann. 1563. peregrinationem suam perfecit. 
Adrichora. 28S h . % 

1565. Johann Helffrich von Leipzig. Kurtzer vnd wahrhafftiger 
Bericht, Von der Reiss aus Venedig nach Hierusalem, Von dannen in Ae- 
gypten, auff den Berg Sinai, Aleair, Alexandria, vnd folgende widerumb gen 
Venedig. Vollbracht vnd beschrieben, Durch Johan. Helffrich, jetzo Bürger 
in Leipzig. Jetzunder auffs new vbersehen, vnd mit etzlichen Figuren ge- 
mehret. Leipzig, Berwalds Erben, 1582 (schluss: 1581). 4. 106 bll., mit 
eingedruckten holzschnitten. Frühere einzelausgaben : 1578, Leipzig, Jac. 
Berwaldts Erben, 4.; 1579, Leipzig, 4.; 1580, Leipzig; 1581, Leipzig, 4.; 
1582, ibi, 4.; spätere einzelausgaben: 1589, ‘Jetzunder auffs new vberse- 

hen, vnd mit etzlichen Figuren gemebret’, Leipzig, bei Zachar. Berwald, 4., 
mit mittelmässigen holzschnitten, welche z. b. den Elemin in Jerusalem, die 
grabkapelle (sehr schlecht), das grab Absaloms (kaum kenntlich) u. s. f. vor- 
stellen. Ebenfalls im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 375 — 399 
und 1609, 1, 699 — 748, hier der titel genau wie in der ausgabe von 1582, 
aber mit weglassung der worte: Jetzunder auffs new u. s. w. S. Grässe L. 
3, 1, 1168, Petzholdt’s Anz., 1861, 288 und 1862, 251, Noroff bei Daniel 
211. Helffrich ist ziemlich ausführlich ; namentlich berührt er auch die ge- 
brauche. Er bekundet eine vielseitige bildung, ist im ganzen zuverlässig, 
und schon ein wenig kritisch, wie er sich denn häufig des Wortes ‘sol’ 
bedient. 

1565. Petrus Villinger, pfarrer zu Arth im Schweizerland. Bil- 

gerfahrt vnd Beschreibung der Hierusolomitanischen Reiss in das heylig Land, 
vnd deren Prouintzen Palestina, wie es zu jetziger Zeit beschaffen, wz noch 
an Antiquiteten , an allen vnd jeden H. Oertern vii sonsten Zusehen. Da- 
neben ein schöne Lehr vnnd Vnderweisung eines Christlichen Bilgers, 
so sich auff solche Reiss begeben will, wie er die anfahen, auch sich 
auff der Strass verhalten, vnd für wem er sich fürzusehen vnd zuhieten 
hat, 2C* Welche Reiss . . Petrus Villinger, weilund Pfarrherrn zu Art . . 
Ano 1565. fürgenommen vnd dan 1568. vollendet, vnd nachmals selbst be- 
schriben. Neben Vermeidung dess erlitnen erschröcklichen Schiffbruchs, 
jämmerlichen, langwirigen Gefencknus, vnd eilender Peinigung vnd Todts 
seiner Mittbrüder. Vnd letstlich von seiner glücklichen Erledigung, :c. Co- 
stantz am Bodensee, N. Kalt, 1603. 4. 10 bll., 183 s. Etwas korrigirend 
herausgegeben vom deutschen Schulmeister Peter Schmid in Zug. Villinger 
war mit dem Johannes ‘Helffreich’ aus Leipzig in Jerusalem. Die schrift ist 
wol wegen der unglücklichen erlebnisse spannend, sonst aber nicht bedeutend. 

1565. Jakob Dirkz Boekenberch (Bockenberg) von Gouda in Hol- 
land, Reise nach Jerusalem. Köln 1620. Dortrecht 1651. 12. S. Bachiene 
1, l, 16, Beltermann 2, 77, Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina*l, 9. Im 
holländischen kenne ich: Waerachtige Beschryvinghe Van d’Oude ende Nieu- 
we Stadt lErusalem, alsoo die geweest is ten tyden onses Salichmaeckers 
Iesv Christi . . Beschreven van Fl. Joseph vs. Alsoo die oock teghenwoor- 
dich is, Bereyst ende beschreven Van . . Iacob Boekenberch, ende Hierony- 
mus Scheyt, indenjaer 1600, ende 1612. Loven, H. van Hastens, 1628. 8. 
Ohne Seitenzahlen, nur signirt. Das letzte stück, das neue, hat auch einen 
besondern titel. Mit abbildungen aus Zuallart. Es ist nur Jäfa, Ramleh, 
Jerusalem, Bethlehem und der berg Sinai beschrieben. « Unbedeutend. In der 
annahme des reisejahrs 1565 folgte ich Bachiene. 



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1565. Der amtsmann Adrian de Vlaming. - Keys na Hierusalem, 
Gedaen by Heer Adriaen de Vlaming, Raedt in Dordrecht. Ende sijn huys- 
vrowe Juff r . Maria van H*******. In ’t jaer 1 565. Tot Dordrecht, V. 
Caeymacx, 1651.-12. Auch in Adr. van Nispen Voyagien. Dordr. 1651. 
12. S. 39 — 89. S. Meusel 1, 2, 82, Jäck 1, 9. Unbedeutend; mehr ein 
register. 

1566. Der reichsschultheiss Christoph Fürer von Haimendorf, aus 
Nürnberg. Christopbori Füreri ab Haimendorf . . Itinerarium ASgypti, Ara- 
bise, Palsestinse, Syrise, aliarumque regionum Orientalium . . Norimbergse Ex 
officina Abr. Wagenmanni, 1621. 4. 8 bll. , 118 s., dazu 57 bll. Index, 
Oratio funebris etc., zu hinterst mit der angabe: Norimbergse Typis Abr. 
Wagenmanni. 1620. Die Signaturen zeigen indessen, dass alles zusammen- 
gehört. Der druck war also 1620 beendigt; als Verleger aber wählte Wa- 
genmann das j. 1621. Irrthümlicher weise würde man wol auf zwei anfla- 
gen, die eiue von 1620 und die andere von 1621, scbliessen. In Petzholdt’s 
Anz.,^1862, 251, hat man ein gleiches exemplar vor sich. Nebst dem bild 
des pilgers, einer ansicht des berges Sinai, der h. stadt, der Stirnseite der 
Christusgrabkirche (kopie), einem plan dieser kirche (kopie aus Zuallart) 
nach dem tode herausgegeben von Georg Richter. Mit gleichem titel erschien 
das itinerarium schon 1570. 4. Ein auszug über Jerusalem in Ch. Besoldi 
historise urbis et regni Hierosol. Argentor., Zetzner, l 636. 344 sqq. Deutsch: 
Nürnberg, Wolffgang Endters, 1646. 4. In Nürnberg werden noch ein paar 
hss. aufbewahrt. Dort sah ich im germanischen museum eine lateinische hs. 
von 685 folioseiten, 1672", die viel weitläufiger als der lateinische druck 
ist und wol verdiente, mit diesem verglichen zu werden. Ein anderes ms. 
daselbst in 4., 236 s., ist deutsch wie die ausgabe in Nürnberg 1646, fangt 
aber so an : Im Namen der Heiligen Dreyfaltigkeit und sindt wihr Alexander 
von der Schullenburg vnd Jch Christoph Füerer von Haimendorff auf den 
21 tag Julij Anno 1565 Ihm Willens zu dem Heiligen Landt . ., und schliesst 
mit: hohenn berg, von dannen au ff Wien zu man siehet. Auch diese deutsche 
hs., die ich zu ihrem vortheile mit der lateinischen ausgabe verglich, ist viel 
weniger kurz als der lateinische druck, in dem man, auf dem wege von 
Gaza nach Jerusalem, Aga Barbara (Barbarah, Agia Barbara, St. Barbara), 
Mensel (Medschdel), Amani (Hamämeh) und Pharanj vergebens sucht. Deutsch 
im auszug in Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina 2, 233 — 254, freie Über- 
setzung von einem baierschen staatsdiener. S. Grässe L. 3, 1, 1168. Fürer 
war sehr jhng in Jerusalem; der text zeugt von fleiss. 

*1566. Georg Huszthius. Descriptio peregrinationis Georgii Huszthii 
de anno 1566. In der vatikanischen bibliothek, bibliotheca reginae cod. nr. 

9 31 ). Das werk, 30 bll,., ist die eigne handschrift des Verfassers, der in 
türkische gefangenschaft gerathen war. Nach Beda Dudik mittheilung voo^ 
pater Neumann. 

1570. Wolfgang Gebhart von Pruck, Reise nach Jerusalem. Cod. 
bav. ms., nr. 3003, in der Staatsbibliothek zu München. 

1575. Der augsburgische stadtphysikus Leonhard Hauwolf (Raucli- 
wolff), M. D . Leonharti Rauwolfen, der Artzney Doctorn, vnd bestehen Me- 
dici zu Augspurg Aigentliche beschreibung der Raiss, so er vor dieser zeit 
gegep Auffgang inn die Morgenländer, fürnemlich Syriam, Judaeam, Arabiam, 
Mesopotamiam, Babyloniam, Assyriam, Armeniam jc. nicht ohne geringe mühe 



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vnnd grosse gefahr selbs vollbracht: neben Vermeidung vil anderer seltzsamer 
vnd denckwürdiger Sachen, die alle er auff solcher erkundiget, gesehen vnd 
obseruiert hat. Alles in drey vnderschidliche Thail mit sonderem fleiss ab- 
getheilet, vnd ein jeder weiter in seine sondern Capitel, wie dero jnnhalt in 
zu end gesetztem Register zufinden. Laugingen, L. Reinmichel, 1582. 4. 
Im jahr 1582 erschien die gleiche beschreibung , wahrscheinlich nachdruck- 
weise, in Frankfurt am Mayn bei Cb. Raben, in 4. Der titel lautet wört- 
lich gleich. 1583 wurde in kl. 4., in costen vnd verlag Georgen Willers, 
getruckt zu Laugingen, durch L. Reinmichel: Der Vierte Thail . . etlicher 
schöner Kreüter, so vns noch vnbekandt, vnnd deren doch bey den alten 
Medicis, vnnd in seiner Rayss in die Morgenländer gethon, gedacht wirt, 
artliche vnnd lebendige contrafactur* dem gemamen nutz zu gutem, in truck 
verfertiget. Ohne Seitenzahlen. Die zahl der gar nicht Übeln abbildungen 
ist nicht gross. Man findet mehr Überschriften als einen eigentlichen text, 
übrigens die arabischen namen dabei. Auch sind die 3 ersten theile ent- 
halten im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 276 — 34^ und dort 1609, 
1, 515 — 652. Der titel ist hier wörtlich gleich wie in der lauginger-^us- 
gabe von 1582; nur sind die letzten worte: wie dero jnnhalt . *. zufinden, 
weggelassen. Ein arger betrug wurde 1681 vom buchdrucker Noah von 
Millenau in Rotenburg (4.) durch eine überarbeitete ausgabe des Rauwolf bei 
Vermeidung aller data, die auf die zeit der pilgerfahrt schliessen lassen könn- 
ten, gespielt : Leonis Flaminii Itinerarium per Palsestinam Das ist, Eine mit 
vielen schönen Curiositaeten angefüllte Reiss-Beschreibung. Darinnen, durch 
ein wunderbahre Schiff-Fart und Meeres-Gefahr in das gelobte heilige Land, 
viel merckwtirdige und seltzame Begebenheiten, . . Wie dann auch Von dess 
gelobten heiligen Lands Zustand, und was aller heiligen Ortßn, denckwttrdi- 
ges zu observiren, also eingerichtet. Dass, ob wohlen sonst auch viel lti- 
nerävia und Reyss-Bücher am öffentlichen Tag liegen, in diesem jedoch viel 
n 'Sonderbahres zu lesen, so in andern nicht befindlich, Worbey auch allerhand 
Figuren befindlich, die zu diser Reyss-Beschreibung wohl sich accomodiren, 
und seine Erletiterung geben werden, Mit Fleiss und wohl bedacht aussge- 
fertiget von obig-erwehnten Leone Flaminio, Rerum Exoticarum Admiratore 
et Cultore. Dass hier der pflanzentheil, wie im Reyssbuch , rfehlt , braucht 
kaum erwähnt zu werden. Im auszuge von Deisböck in Jäck’s Taschen- 
Bibliothek der. .Reisen durch Palästina 2, 261—287. Eine englische Über- 
setzung erschien in John Ray’s Sammelwerk : Travels into the eastem Countries. 
London 1693. 8. 1, 396. Ebendaselbst 1738, 2, 1 — 338. Holländisch in 
der die reisen von 1563 bis 1576 begreifenden, von Pet. van der Aa zu 
Leyden 1707 in 8. veranstalteten Sammlung, bd. 9, aber auch einzeln ver- 
kauft unter dem besondern titel : Seer aanmerkelyke Reysen na en door Sy- 
rien . . beschreven door Leendert Rauwolf Nu aldereerst uyt het Hoogduytsch 
vertaalt. 8. 398 s. Man muss sich wundern, dass keine Übertragung ins 
lateinische bekannt ist. Etwas muss doch transspirirt haben, da es nicht 
wahrscheinlich ist, dass der Quaresmio, welcher den augsburgischen arzt 
beinahe mit wuth anfiel, deutsch verstand. S. Beckmann 1 , 1 ff . und 2, 
170 ff., Bellermann 2, 77, Grässe L. 3, l, 1168, Trds. 6, 39, Ritter 15, 49 f., 
Robinson 2, 542, Top. l,XLIVf., Petzh. Anz., 1861, 288 f. und 1862, 251 f. 
Rauwolf ist der deutsche Belon des 1 6. jahrhunderts. In diesem sind den 
beiden ärzten und botanikern an wissenschaftlichem streben und geben keine 
Jerusalemfahrer überlegen. Rauwolf verband mit gelehrsamkeit und um- 
sichtiger beobachtung und christlichem sinn Selbständigkeit und den muth, 



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dass er z. b. den mönchen sagte , er sei nicht gekommen , bausteine und 
bauholz zu besuchen. 

1578. Lupolds vou Wedel Zug nach Syrien und Jerusalem, im Wo- 
chenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, 1862, 65 ff. Ziemlich 
ausführliche, doch ordinäre beschreibung eines nicht alles glaubenden Pro- 
testanten. 

1579. Der edelmann Hans Jakob Breuning von und zu Buochen- 
bach. Orientalische Reyes Desa . . Hanss Jacob Breüning . . , so er selb 
ander in der Türckey . . , so wol in Europa als Asia vnnd Africa, ohn einig 
Cuchium oder FreyGleit, benantlich in GriechenLand, Egypten, Arabien, Pa- 
lestina, das Heylige Gelobte Land vnd Syrien, nicht ohne sondere grosse 
Gefahr, vor dieser zeit verrichtet. Alles in Fünff vnderschiedliche Meer- 
fahrten disponirt vnd abgetheylet, auch was in einer jeden derselben, von 
tag zu tag fürgangen, ordentlich vom Authore selbsten verzeichnet: darinn 
ein jede abgesonderte Materj vnder jhr eigen Capitel oder Titul gebracht, 
vnd mit schönen Kupfferstücken gezieret. Mit angehenckter Summarischer 
Computation aller Meylen : sampt einem kurtzen Appendice, vnd ausführlichen 
Registern, so wol der Capitel als anderer denckwirdigen Sachen. Strassburg, 
J. Carolo, 1612. Fol. 17 bll., 299 s. und wieder 7 bll. Mit dem portrait 
des Verfassers und mit eingedruckten kupfern; 'S. 220 der plan von Jerusa- 
lem nach Antonio de Angelis. Der Verfasser war ein sehr gebildeter, in 
sprachen bewanderter junger Protestant, und sein buch verdient beachtung, 
und zwar um so mehr, als es jetzt sehr selten ist. Vgl. Beckmann 2, 269 ff., 
Petzholdfs Anz., 1862, 253. 

C. 1580. Visitatio Ex Jaffa ad S. civitatem Jerusalem. Neue hs., 4., 
C. VI. ^0, in der öffentlichen bibliothek zu Siena, pag. 144 sqq. Nichts als 
aufzählung der ablassstätten, mit wenigen historischen noten ; z. b. liest man 
von den franziskanern auf Zion (144): per Turcas expulsi fuerunt Religiosi 
anno 1559; habitantes ibidem annis 246. 

*C. 1580. Viaggio di Gerusalemme. Venezia 1597. 16. In der 
vatikanischen bibliothek. 

1581. Der Schriftführer Jean Palerne aus Forez. Peregrination dv 
Jean Palerne Foresien . . Oü est traictö de plusieurs singularitös , et anti- 
quitös remarqudes ös Prouinces d’Egypte, Arabie deserte, et pierreuse, Terre 
Saincte, Syrie, Natolie, Grece,. et plusieurs Isles tant de la mer mediter- 
ranee, que Archipelague. Auec la maniere de viure des Mores et Turcs, et 
de leur Religion . . Plus est adioustö vn petit dictionnaire en langage Fran- 
gois, Italien, Grec vulgaire, Turc, Moresque, en Arabesque, et Esclauon, 
necessaire k «ceux qui desirent faire le voyage. Lyon, I. Pillehotte, 1606. 
12. Eine titelausgabe 1626. S. Gemelli 1, bl. 9, Petzholdt’s Anz., 1862, 
253 f., Grässe’s Trös. 5, 105. Das büchlein des 26jährigen Verfassers ist 
sehr ordinär. 

1581. Der prediger Salomo Schweigger aus Sultz in Würtemberg. 

Es erschienen ausgaben 1608, 4., in Nürnberg; 1609 im Reyssbuch dess 
heyligen Lands 2, l — 137; 1613, 1614, 1619, 1638, 1639 in Nürnberg, 
4., hier mit dem titel: Ein newe ReyssBeschreibung auss Teutschland Nach 
Constantinopel vnd Jerusalem. Darinn die Gelegenheit derselben Länder, 
Städt, Flecken, Gebäuw, *c. der umwohnenden Völcker Art, Sitten, Gebräuch, 

Tobler, Bibliographia. 6 



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Trachten, Religion vnd Gottesdienst, :c. Insonderheit die jetzige waare Ge- 
stalt dess H. Grabs, der Stadt Jerusalem vnd anderer heiligen Oerter, darbey 
allenthalben der heiligen Schrifft vnd dess Authoris Meinung hievon . . Dess- 
gleichen dess Türckischen Reichs Gubernation, Policey, Hofhaltung, Nutz- 
barkeit dess Reisens, vnd vielerley andern lustigen Sachen, Mit hundert 
schönen newen Figuren, dergleichen nie wird gewesen seyn, In III. vnter- 
schiedlichen Büchern Auffs fleissigst eigner Person verzeichnet vnd abgerissen 
Durch Salomon Schweigger, damals Diener am Evangelio übers dritte Jahr 
zu Constantinopel, je. Hernach aber Prediger der Kirchen zu vnser. Frawen 
in Nürnberg. Vnd jetzo auff offtes Begehren vieler fürnemer, erfahrner vnd 
guthertziger Leut, männiglich so wol zum Trost vnd Warnung, als zur Lust, 
Zum vierdtenmal Gedruckt . . durch Christoff Locliner, In Verlegung Wolff- 
gang Endters. 22 bll., 340 s., und auf der letzten s. steht anno 1638. Mit 
dem bildnisse des Verfassers, mit eingelegten und eingedruckten, nicht son- 
derlich rühmenswerthen holzschnitten. Nach Schweigger war die ausgabe 
von 1639 die 4., und unter den 6 ältern edizionen, die ich namhaft machte, 
müssen 3 oder, wenn ich die im Reyssbuch nicht einrechne, doch 2 titel- 
ausgaben sein. Die letzte ausgabe erschien 1664 zu Nürnberg in 4. Da- 
gegen wurde ein auszug 1660 in 8. und 1661 in Onoltzbach, quer 6., her- 
ausgegeben. Eine wenig gekannte lateinische ausgabe besorgte M. Crnsius: 
Hodopoericon seu itinerarium S. Schweigkeri in Aegyptum, Palsestinam, Ara- 
biam atque Syriam. 1586. 8. S. Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1861, 
289, und 1862, 254, Topogr. 1, XL VI. Schweigger schreibt lückenhaft 
und nicht ohne vorurtheile, im ganzen aber aufgeklärter als weitaus die 
meisten seiner Vorgänger. Das buch endet mit viel bescheidenheit ; es er- 
fordere weit mehr zeit und geld, wenn man etwas gediegenes leisten solle, 
bemerkte er gewiss nicht mit unrecht. 

1581. Der kaufmann Laurenz Aldersey von London. The first 

voyage or ioumey, made by Master Laurence Aldersey . . to the Cities of 
Jerusalem, and Tripolis jetc. Penned and set downe by himselfe. Enthalten 
in Hackluyt’s Navigations 2, 150sqq. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 253. 
Kurz, dabei treuherzig geschrieben. 

*1582. Triphon Korobeinikoff, russischer kaufmann, gesandter des 
Czar Johann Wassilliewitsch, Kynqa Tnii«i>ona KopoöehmiKOBa, xoa^eiiie 
b% I^aphrpa^'b h bo Airrioxiio ii bo Iepyca*inMB ii bo Emnen» m b’b 
CimahcKyio ropy .. B’B 1582 roßy. Die beste ausgabe ist in SacharofFs 
Sammelwerk (s. oben sub anno 1113 Daniel) enthalten; immerhin bedarf sie 
noch der Verbesserung, weil einige hss. vollständiger sind. Noroff bei Da- 
niel 211. Vgl. 3. Wander. 425. Korobeinikoff brachte geschenke nach Kon- 
stantinopel, Antiochien, Jerusalem, Ägypten und auf den berg Sinai. 

1583. Der ritter Melchior Lussy, landammann von Unterwalden 
unterhalb des Kernwaldes. Reissbuch gen Hierusalem. Welcher massen 
. . Melchior Lussy . . in das heilige Land Palestina gezogen ist. Darinnen 
dann die fürnembste Stätt vnd Orther von Christo . . weyland persönlich 
heimgesucht, vnd durch das hohe Werck Menschlicher Erlösung geziert vnd 
geheiliget, ordentlich beschrieben werden. Samptt Weiterer Verzeichnuss viler 
anderer denckwürdiger örther vnnd zufallender Gefahren, welche gedachtem 
Herrn, sampt seiner Gesellschaft auff diser Pilgerfahrt zu Wasser vnd Land 
begegnet seyn. Jetzund zum erstenmal zu sonderer Belustigung dess Christ- 
lichen Lesers im Druck aussgangen. Freyburg m Vchtland, A. Gemperlin, 



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1590. Kl. 4. 7 bll., 113 s. Lussy reiste von Venedig, wo er hauptmann 
war, ab, wurde durch den sturm nach Tripolis in Syrien verschlagen, kam 
dann nach Kypern zurück und gelangte erst von da nach Jäfa und weiter 
nach Jerusalem. Die sclirift ist gerade nicht sehr lehrreich. 

1583. Johann von Lauffen aus Luzern, Reise n^ch Jerusalem. Ins 
neuhochdeutsche dem wesentlichen nach übersetzt ist enthalten in der Lu- 
zerner Zeitung, jahrg. 1864, Gebr. Räber, nr. 209, 216, 223, 229, 236, 
243, 250, 257. Die beschreibung liest sich angenehm, ohne dass sie den 
druck verdient hätte. Vgl. 3. Wander. 419. 

1583. Der oberst Rudolf Pfyffer von Luzern, Jerusalemische Pil- 
gerfahrt. Papierhs. in der Stadtbibliothek (Balthasars) zu Luzern. Pfyffer 
reiste mit Lauffen und Lussy. Unbedeutend. 

1583. Oertel, Reise nach Palästina. Cod. germ. ms. in der Staats- 
bibliothek zu München, nr. 3001. Vgl. oben sub anno 1561 Emanuel ÖrÜ. 

Von einigem werth. 

1583. Der furst Niklaus Christoph Radzivil, herzog in Olika und 
Nieszwiesz , graf in Szydlowiec und Myr. Hierosolymitana Peregrinatio 
Ulvstrissimi Domini Nicolai Christophori Radzivili . . IV. Epistolis compre- 
hensa, Ex idiomate Polonico in Latinam linguam translata et nunc primüm 
edita. Thoma Tretero interprete. Brvnsbergse, Schönfels, 1601. 4. 6 bll., 

314 s., mit eingedrucktem portrait und abbildung. Eine andere ausgabe in 
fol. erschien zu Antwerpen, Moreti, 1614: Nunc varie aucta, et correctius 
in lucem edita. Mit 1 plan der Christusgrabkirche auf s. 384. Ebenfalls * 
Jaurini, Streibüg, 1753. 4. Deutsch: Hierosolymitanische Reyse und Weg- 
fahrt. Meyntz, Lippen, 1603. 4. 274 s. Angehängt sind die prozessions- 
gesänge. Ohne diese im Reyssbuch dess heyligen Lands 1609, 2, 139 — 243: 
Jüngst geschehene Hierosolymitanische Reyse vnd Wegfahrt . . Welche in 
vier Sendschreiben begriffen, darinn sehr nützliche, lustige vnd seltzame ding, 
im Heiligen vnd Egyptischen Land: . . zu ersehen. Auss Poliseher Sprach, 
in Latein versetzt, Durch H. Thomam Tretervm . . Jetzund aber auss La- 
teinischer Sprach in Teutsch Verfasset, Durch Lavrentivm a Borkav. In 
Deutschland wird fast nur diese ausgabe zitirt, für welche nicht die ver- 
mehrte und verbesserte 2. lateinische ausgabe von 1614 zu gründe gelegt 
werden konnte. Ich bin ohne nachricht, wann und wo das polnische origi- 
nal erschienen ist; nur kann ich anführen: Tidmaczona przez X. Andr. 
Wargockiego. Wroclaw 1847. 8. S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1,2, 84 sqq., 
Bellermann 2, 77, Munk 655", Robinson 2, 543, Topogr. I, XLVI f., Petz- 
holdt’s Anz., 1861, 289, und 1862, 285. Der fürst Radzivil war ein frei- 
gebiger, guter römischer katholik, ein vertrauen einflössender, sehr gebildeter 
mann. 

1585. Samuel Kiechel aus TJlm, Reise durch Europa, Asien nach 
Jerusalem a". 1585 bis 1589. Münchner-cod. germ. ms. 1247; auch ein ms. 
im besitze der familie, mit anmm. von S. Auszug in der bei Cotta in Stutt- 
gart u. Tübingen erschienenen Zeitschrift : Morgenblatt für gebildete Stände, 
jahrg. 1820, nr. 162, 164 f., 167, 222, 228, 231, 233, 236. S. Petzhold t’s 
Anz., 1862, 285, Topogr. 1, XL VII. Wichtiger als manche andere reise- 
schilderung. 

1586. Johann Zuallart, schultheiss von Ath und amtmann von 

6 * 



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Süly. II devotissimo Viaggio di Giervsalemme. Fatto, & descritto in sei 
libri dal Sig r . Giouanni Zuallardo, Caualiere del Santiss. Sepolcro di N. S. . . 
Aggiontovi i dissegni di Varij luoghi di Terra Santa . . Roma, Zanetti & 
Raffinelli, 1587. 4. 10 bll., 402 s. n. 5 bll. Mit eingedrucktem portrait, 
grundriss und zahlreichen abbildungen. Der druck ist schön, die holzschnitte 
kaum schöner als in andern au3gaben, nur nach einem grössern massstab. 
Spätere ausgaben 1593, 4., in Rom; Di nuouo ristampato, e corretto. In 
Roma, Appresso Domenico Basa, 1595. Kl. 4. 351 s. und 7 bll. register (Ta- 
vola). Mein exQmplar dieser ausgabe enthält zwar das portrait des Verfas- 
sers nicht, sonst aber mehrere grundrisse und abbildungen, welche letztere 
weit weniger werth haben als die erstem. Das 6. buch, welches mehr ge- 
sondert erscheint, contiene l’Orationi, che si dicano ne’ luoghi Santi di Gie- 
rusalemme, con altre conueneuoli ä dire da* Pellegrini. Lettera del . . Do- 
menico Danesi da Montepulciano Protonotario Apostolico. Al . . Giou. 
Zuallardo . ., suo Osseruandissimo. Dell* Antiquitä, de’ frutti del S. Pelle- 
grinaggio, ä chi si conuenga, quanto Dio ami i Pellegrini, e fautori loro. 
Man darf wol behaupten, dass das 6. buch das werk des Danesi ist, wel- 
cher mit Zuallart wallfahrte. Noch gibt es eine ausgabe Rom, 1597, 8. 
Französisch: Trös-dövot Voyage de Jerusalem. Anvers, 1604. 4.; auch 
Anvers, A. S’Conninck, 1608. 4.: Le tres-devot voyage de Jerusalem, avecq 
les figures des lieux saincts et plusieurs autres tiröes au naturel. Eine aus- 
gabe von 1626, Antwerpen in 4., nennt de Hody (Description des Tombeaux 
de Godefroid . . 1. öd. 350) eine blosse titelausgabe. Deutsch: Joh. Schwal- 
lart’s Deliciae Hierosolymitanae, oder Bilgerfahrt in das heilige Land . . Jetzo 
aber verteutscht durch G.E.L. Cöllen 1606. 4. Auch 1609 im Reyssbuch 
dess heyligen Lands 2, 245 — 334, in 5 büchern: Deliciae Hierosolymitanae 
et totius Palaestinae. Das ist, Bilgerfahrt in das heilige Land, darinn nicht allein 
dasselbige sampt seinen heiligen Oertern zu Jerusalem, Betlehem, Bethanien, 
vnd an dem Fluss Jordan, :c. Auff das eigentlichst vnnd fleissigst beschrie- 
ben . . werden. Neben einer schönen vnd nothwendigen Vnderweisung, was 
zu solcher Reyss nötig Wie man dieselbige anfahen, vnd auff dem gantzen 
Weg sich verhalten soll: Dergleichen zuvor nie in Truck aussgangen. Erst 
in Italiänischer Spraach beschrieben durch . . Johann Schwallarten Rittern 
dess H. Grabs. Jetzo aber verteutscht durch G. E. L. Der name Zuallart, 
der eigentlich Zwallard gewesen sein soll, wurde je nach dem bildungstriebe 
der verschiedenen idiome zu Zuallardo und Schwallart verunstaltet. S. Bel- 
lendann 2, 77, St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 37 sqq., van Senden 1, 
354 f., Robinson 2, 543, Topogr. 1, XLVII, Petzholdt’s Anz., 1861, 289 f., 
und 1862, 285. Zuallart hielt sich nur 12 Tage im herbstmonate 1586 in 
Palästina änf. In dem buche sind weniger die besehreibungen der h. Stätten 
und die prozessionsgesänge zu schätzen als vielmehr die grundrisse und ab- 
bildungen, und zumal diese verleihen dem werke einen grössern werth. 
Quelche nel fatto possono compiacermi, sagt der wanderer (19), b che mi 
vedo esser stato il primo , che mi sono adoprato (con la Vista, che delli 
luoghi parte per parte scopriuo) in fame disegni, i quali per essere giudi- 
cati da quelli che in quelle parti sono stati, verisimili, e naturalissimi hö 
sparso per l’opera, e per farle piü sottilmente non hö sparmiato fatica ne 
spesa alcuna, sforzandomi, venuto in Roma, di farle disegnare meglio. Meine 
begründung, dass Zuallart die Zeichnungen wirklich selber verfertigte, war 
fast eine stimme in der wüste; denn Robinson schrieb wie früher: apparently 
from his own drawings. Zuallart wird von della Valle (1, 143 h genfer-aus- 



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gäbe) als sehr wahrhaft befunden. Sehr häufig wurde er von spätem pil- 
gern ausgeplündert. 

1587. Bernhard Walter von Walters weil, kammerer und oberster 
Stallmeister des erzherzogs Maximilian Ernst zu Österreich. Wegweiser 
und Richtschnur in dem heiligen und gelobten Lande zu reisen durch . . 
Bernhard Walter. Grätz 1605. 8. min. 8. Jos. Hammers Geschichte des 
osman. Reichs 10, 382. Geisheim’s Hohenzollern 56. Auch in der Vorrede 
der folgenden ausgabe wird verwiesen auf gegenwertiges Tractätlein so schon 
zu Grätz inn Steyermarckt vor disem an das Liecht kommen: Beschreibung 
Einer Reisz ausz Teutschland bisz in das gelobte Landt Palästina, vnnd gen 
Jerusalem, auch auff den Berg Synai, vyn dannen widerumb zu ruck auff 
Venedig vnd Teutschland. Durch . . Bernhard Walter, von Walterssweyl . . 
eigener Person besichtigt, vnd beschriben. Gott dem Alimechtigen zu for- 
derst vnd vnsern Herrn Jesu Christo zu ehrn vnd lobwärdigister gedechtnus. 
Wie auch sein heiliges Grab, warhafftiger eigentlicher form vnd gestalt, wie 
solches noch auff heutigen tag in der Statt Jerusalem Zusehen ist, durch 
schöne Figuren menniglich zu gutem für äugen gestelt. Darneben auch 
mehrerley denckwürdige Sachen vmbstendig vermeldet werden. München, A. 
Berg, 1609. Kl. 8. 16 bll., 69 bez. bll. u. 3 unbez. Mit dem bildnisse <jes 
Verfassers, mit kopirten karten und abbildungen. Vorangedruckt ist ein förm- 
licher kalender, und bl. 62 — 68 wird der pilgrim mit einem nicht ganz Übeln, 
dem breydenbachischen ähnlichen Verzeichnus etlicher Arabischer vnd Türcki- 
scher Wörter regalirt. Oben auf den seiten steht durchgängig und sehr be- 
zeichnend: Wegweyser in das H. Landt. Eine titelausg. ibi 1610. Anmuthig 
und nicht ohne kenntniss geschrieben, jedoch nur eine anleitung für den pilger. 

1588. Giovanni Francesco Alcarotti, Chorherr in der kathedrale 
zu Novara. Del Viaggio di Terra Santa. Da Venetia . . Nova, et reale 
descrittione diuisa in sei Libri del . . Gio. Francesco Alcarotti. ln Novara, 
Sesalli, 1596. 4. S. Laffi 164, welcher sagt, dass das buch nachher in 
Mailand, Genua, Turin, Parma, Modena und in andern städten Italiens ge- 
druckt worden sei. Nach Quaresmio erschien das buch in Novara schon 
1595 (2, 184"). Vgl. Daldini 17. Alcarotti reiste im Oktober 1587 ab. 
Seine reisebeschreibung ist eine ziemlich ordinäre. 

1588. Der ritter de Villamont, kammerjunker des königs von 
Frankreich, aus dem Anjou. Les Voyages dv Seignevr de Villamont, Che- 
ualier de l’Ordre de Hierusalem. . Diuisfez en trois liures. Le Premier con- 
tient la description des villes et forteresses de l’Italie . . Av Second est ample- 
ment traictö de la Slauonie, Grece, Turquie, Moree, Cephalonie, Cädie, Chypre, 
Hierusalem, et de tous les Saincts lieux oü nostre Seigneur J.-C. a faict des 
miracles: Auec la croyance des Chrestiens Grecs, Armeniens, Syriens, Geor- 
giens, Abyssins, et autres Chrestiens de PAsie et Affrique. Et au Troisiesme 
est la description de Syrie . . Ensemble la valeur et changement des mon- 
noyes qui se despendent en tous les Royaumes et Prouinces cydessus . . Et 
les Ordonnances des Grand-maistres et chefs de TOrdre des Cheualiers du 
Sainct Sepulchre de Hierusalem. IH. Edition. Paris, Claude de Monstr’oeil 
(oder Monstrer’oil) et 1. Richer, 1598. 8. 8 unbez., 347 bez. u. 21 unbez. 
bll. Von den 2 vorangegangenen ausgaben kenne ich nur nach Rignon 
(1861, 87) die von Arras 1596. Spätere ausgaben: Paris 1600; Arras, G. 
de la Riviöre, 1602, 12., und Paris, de Montr’oeil et Richer, 1602, 8. Di- 
vises en trois livres, desquels le contenu est en la page suiuante. Demiere 



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Edition. Ferner Paris 1604, 4.; Arras 1605, 8.; Lyon 1606, 8.; Paris 
1609; Hoven, T. Darö, 1608 und 1610, 12., mit dem titel wie in der aus- 
gabe von 1602, nämlich nach Liures: Le contenu d’iceux est en la page 
guiuante. Derniere Edition reueuö et augmentee en la fin de chacun Liure, 
d’vne Guide des diuers chemins par lesquels l’on va en Hierusalem, Rome, 
Venise, Naples, Lorette et Egypte, et de plusieurs choses helles et rares qui 
s’y voyent. 4 bll., 815 s. u. 8 bll. Ebenfalls Li&ge 1608. Spätere ausga- 
ben: Lyon 1611, 8.; Paris 1614, 8.; Lyon 1614, 12; Hoven, de la Hayes, 
1618, 12., mit dem titel genau wie in der ausgabe von 1610, doch scheint 
die ausgabe von 1618 (12 bll., 816 s. u. 8 bll.) nur eine titelausgabe zu sein; 
und Lyon 1620. S. Grässe L. 3, 2, 822, Trds. 6, 317, Rignon, 1. c., .Petz- 
holdt’s Anz., 1862, 285 f. Das buch enthält weniges von grösserm werth. 

1588. Der kapellmeister Francisco Guerrero von Sevilla. Viage 
de Jervsalen, qve Hizo Francisco Gverrero, Razionero, y Maestro di Capilla 
de la Santa Iglesia de Sevilla. Dirigido al Ilvstrissimo , y Reverendissimo 
Seiloi Don Rodrigo de Castro .. Sevilla por Cabe$as, 1675. 8. 5 bll., 117 s. 
Frühere ausgabe Alcala, 1605, und spätere: Breve trattado del viage que 
hizo a la ciudad Santa de Jerusalem , don Francisco Guerrero, Itacionero. 
Valladolid, A. del Riego, 1785. 12. S. Rignon, 1861, 83, Petzholdt’s Anz., 
1862, 285. Grässe, Tr6s. 3, 174, hat: F. Guerreiro, Itinerario do Viagem 
que fez a Jerusalem. Lisboa 1734. 4. Im alter von 60 jahren reiste Guer- 
rero nach Jerusalem. Der bericht ist kurz und sonst von gewöhnlichem 
Zuschnitte. 

*C. 1590. Le blano voyage en Itaiie, Ierusalem, Egypte, Syrie. MS. 
in Dijon. S. Haenel 147. 

1591. Johann Somer von Middelburg in Seeland. J. Somers Zee en Landt Rey- 
sen gedaen naer de Levante .. (a. 1591). Amsterdam 1661. 4. Mit figuren. Diese auf- 
lage wird als die 3- bezeichnet. Deutsch: See- und Land-Reysz nach der Levante. Ins 
Teutsche Übersetzt durch Philemervm Irenicvm Elisivm. Franckfurt, W. Serlin, 1664. 
4. 200 s. Desgleichen: Johann Sommers . . Wasser und Land-reyse, Gethan nach, der 
Levante, oder Morgen-ländcrn . . ausz dem Niederländischen ins Hochteutsche . . Uberg»- 
setzet. Amsterdam, Christ. Cunradus, 1664. 4. Der Verfasser war nur in Joppe; denn 
wegen Unsicherheit konnte er nicht in die h. stadt hinaufreisen. Was er von Jäfa be- 
richtet, ist theilweise etwas fabelhaft Das buch verdient von unserer seite keine be- 
achtung. 

C. 1591. Gorgonio Galeazzo von Mantua. Der bericht von seiner 
wallfahrt (non ha guari) ist enthalten in: Dialogo delle cose piv illvstri di 
Terra Santa, II quäl contiene Fvltimo viaggio solito ä farsi da’ Pellegrini . . 
Composto dal molto illustre Sig. Lodouico Arriuabene. Verona, M. A. Pa- 
lazzolo, 1592. Kl. 8. S. Noroff bei Daniel 211. Unbedeutend. 

1593. Niklaus de Hault. Le Voyage de Hiervsalem faict Fan 1593. 
Contenant l’ordre, despence, et remarques notables en iceluy. Par Nicolas 
de Hault. Chavmont et Paris 1601. 12. Vgl. Grässe’s Trds. 3, 219. Es 
wird die beerdigung des türkischen turdschmän auf Zion erzählt (7 2 sq.). 
Unbedeutend. 

C. 1593. Johann Sanderson s. sub anno 1672. Topogr. 1, XLIX. 

1595. Der priester Juan Ceverio von Vera in den Pyrenäen. Viage 
de la Tierra Sancta, desde la ciudad de Roma a la sancta de Hierusalem, 
en el ano. de 1595. En Roma, en casa de Nicolas Mucio, 1596. 8. Spä- 
tere ausgabe: Madrid, L. Sanchez, 1597. 8. Dann: Viaie de la Tierra 



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S&ncta, y descripcion de Iervsalem . . Con vn Itinerario para los peregrinos. 
Compvesto por Ivan Ceuerio de Vera . Pamplona , M. Mares, 1598. 12. 

Später Pamplona 1613. 8. S. Bellermann 2, 80, Bassi 1, 236, Grässe’s 
Trds. 6, 278. Unbedeutend. 

1596. Der franziskaner Bernardino Amico von Gallipoli. Trattato 
delle Piante et Immaginj de Sacri Edifizi di Terra Santa Disegnate in Ie- 
msalemme secondo le regole della Prospettiua, et uera misura della lor 
grandezza Dal R. P. F. Bernardino Amico . . Stampate in Roma e di nuouo 
ristampate dall istesso Autore in piu piccola forma, aggiuntoui la strada do- 
lorosa, et altre figure. In Firenza, P. Cecconcelli, 1620 (hinten 1619). Kl. 
fol. 5 bll., 65 s., 47 kupfert. Die erlaubniss zum drucke der ersten aus- 
gabe in grösserem format zu Rom wurde 1609 ertheilt. Nach Grässe (Trds. 
1, 101, 343) erschien die erste ausgabe in Rom bei Ant. Tempesta. Amico 
hielt sich 5 jahre in Palästina auf und war 1596 präses des h. grabes. 
Schade, dass das wenigste, namentlich die aufrisse und durchschnitte, zuver- 
lässig ist. Es unterliegt keinem zweifei, dass ein theil in Italien mit hilfe 
der phantasie, vielleicht nicht einmal von Amico allein, ausgearbeitet wurde. 
Hingegen sind die meisten grundrisse von grossem werth und in mancher 
Beziehung jetzt noch nicht tibertroffen : eine reiche fundgrube späterer pltin- 
derer, unter denen ich Quaresmio nenne. Freilich stimmt nicht alles artis- 
tische tiberein mit dem texte, von dem Bassi sagt (1, 236): II tesso b in 
barbaro italiano. Die Stiche sind von Callot und deswegen gesucht. S. Ro- 
binson 2, 543, Willis, Church of the Ho ly Sepulchre 158 sq., Topogr. 1, 
XLIX, Petzholdt’s Anz., 1862, 286. 

1596. Der jesuitenpater Hieronymus Dandini von Cesena: Missione 
apostolica al Patriarca e Maroniti del monte Libano. Cesena 1656. Fran- 
zösisch: Voyage du mont Liban, traduit de l’Italien du R. P. Jerome Dan- 
dini, nonce en ce pays la. Oü il traite tant de la crdance et des cotitumes 
des Maronites, que de plusieurs particularitez touchant les Turcs, et de 
quelques lieux considerables de l’Orient, avec des remarques sur la theologie 
des Chr&iens du Levant et sur celle des Mahometans. Par R. S. P. (Ri- 
chard Simon, P&rej. A Paris, L. Billaine, 1675. 12. 402 s. Deutsch ab- 
züglich in Paulus* Sammlung der Reisen 2, 201 - 240: Hieronymus Dandi- 
ni’s Reisebemerkungen über die Maroniten u.s.f. Englisch: Dandini*s Voyage 
to the Mount Libanus, in J. Pinkertons : A General Collection of the . . most 
interesting Voyages and Travels. London, Longman, 1811. 4. Vol. 10. 
Früher London 1698. 8. Man findet im buch auch einen streifzug durch 
Palästina. S. Beckmann 2, 355 ff., Grässe’s Trds. 2, 324. Belehrend. 

1596. Johann van Kootwyck,' doktor der rechte, aus Utrecht. 
Itinerarivm Hierosolymitanvm et Syriacvm; in quo variarvm gentivm mores 
et institvta; Insularum, Regionum, Vrbivm situs, vnä ex prisci recentiorisque 
srnculi vsu; vnä cum euentis, quse Auctori terrä marique acciderunt, dilu- 
cidä recensentur . . Avctore Ioanne Cotovico . . Antverpiae, ap. H. Verdus- 
sium, 1619. 4. 16 bll., 518 s. u. 13 bll. Mit eingedruckten kupfern. Flä- 
misch: De loflycke reyse van Jerusalem ende Syrien ghedaen ende in het 
latyn beschreven by H r Jan van Kootwyck . . ende in de Nederlandsche 
tale vertaelt by Adriaen van Meerbeek. Antwerpen 1620. 4. S. Gemelli 1, 
bl. 9, Munk 655, Raumer (4. aufl.) 7, Robinson 2, 543 sq., de Hody’g 
Tombeaux de Godefroid de Bouillon .. (1. aufl.) 353, van Senden 1, 355. 
Kootwyck schrieb klar, gediegen, mit Wahrheitsliebe, und obschon er Zual- 



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larts reise als handbuch benutzte, so wie seine abbildungen, grandrisse und 
processionsgebete kopirte, giebt er doch manches neue und brauchbare. 

1598. Der kaiserliche rath und kammerer Christoph Harant, frei- 
herr von Polschiz und Weseriz auf Pezka. Putowänj . . do Zemiö Swatö, 
Zemiö Judske, . . potom na Horu Oreb, Synai k Swatö Katerinj . . Pana 
Krystoffa Haranta z Poskzic Bedruzic. w Praze 1608. 4. 2 theile in 1 bd. 
Neue ausgabe ebenda (Prag) 1854. 2 hefte. Deutsch: Der Christliche Ulys- 
ses, Oder Weit-Versuchter Cavallier, Fürgestellt ln der Denckwürdigen Be- 
reisung So wol desz heiligen Landes, Als vieler andrer morgenländischer 
Provintzen, Landschafften, und berühmter Städte: Welche mit sonderbarer 
Curiosität und kläglicher Bemerckung aller solcher fremden Oerter und Ge- 
bräuchen, Sitten, Natur- und Eigenschafften, wie auch andrer Denck- und 
Schauwürdigkeiten, der, zwar lang allbereit in Gott ruhende . . Christoph 
Harant, . . im Jahr 1598. rühmlich vollenbracht ; auch alle Begebenheiten, 
Vorfälle, und Anmerckungen derselben, in eine Zweygetheilte Historische Er- 
zehlung, aus eigener augenscheinender Erfahrung verfasst, und, nebst Bey- 
fügung mancher schönen zur Erläuterung dienenden Figuren, anfangs selbst, 
in Böhmischer Sprache, ordentlich, glaub- und grundrichtig beschrieben; 
Folgends hernach aber dessen leiblicher . . Bruder, . . Joh. Georg Harrant, 
2 C. im Jahr 1638. aufs fleissigste geteutschet: Und nunmehro endlich . . 
Christoph Wilhelm Harant, Freyherr . ., zur Ergetzung dess teutschen Le- 
sers, zum Druck befördert. Nürnberg, Wolfg. Endter, 1678. 4. 19 bll., 
881 s. u. 18 bll. Mit titelkupfer, 3 portraits, einer landkarte und einge- 
druckten, sauber ausgeführten, weder von Zuallart, noch auch von Amico 
kopirten abbildungen. S. Beckmann 1 , 4 1 ff., Noroff bei Daniel 2 1 2, 
Petzholdt’s Anz., 1862, 287. Der freiherr von Polschiz ist gelehrt und be- 
lehrend. 

1599. Don Aquilante Eocchetta. Peregrinatione di Terra Santa e 
d’altre provincie di Don Aqvilante Rocchetta Caualiere del Santissimo Se-’ 
polcro. Palermo, A. dell’ Isola, 1630. 4. Beachtenswerth, weil der pilger 
auch die arabischen namen der Ortschaften aufnahm ; nur für Jerusalem und 
seine Umgebung von weniger werth. Die bilder sind übrigens Zuallart ent- 
lehnt. 

1600. Der observantiner Henri Castela von Toulouse. Le saint 
Voyage de Hierusalem et du mont Sinai. Bourdeaux 1601. Kl. 8. Mar- 
inier 1 , XXI. Le sainct voyage de Hiervsalem et Mont Sinay . . Auec 
plusieurs figures. Par R. P. F. Henry Castela. Bovrdeanx, L. Sonnivs, 1603. 
4. Le sainct Voyage de Hiervsalem et du Mont Sinay faict en Tan du Grand 
Iubilö 1600. Par . . Castela. Reveu et Corrigö par le mesme Autheur. 
2 de ediction. Paris, L. Sonnius, 1612. 12. Die auflagen von 1603 und 
1610 hatte ich selbst vor äugen, und da die letztere ausdrücklich als die 
2. angegeben ist, so möchte ich schliessen, dass Marmier und nach ihm Ri- 
gnon (1861 , 88) sich in der jahrzahl verschrieben. Hymnen, antiphonen 
und gebete nehmen sehr viel raum ein in dem büchlein, das heute im gründe 
wenig belehrung gewährt. Die abbildungen stammen aus Zuallart. Ausser- 
dem schrieb der Verfasser: Le Guide et adresse pour ceux qui veulent faire 
le Voyage de la Terre Sainte. Paris 1604. 4. S. Grässe, Trös. 2, 64. 

*1600. F. Pedro de S. Domingo. El devotissimo viage de la Tierra 
Santa que hizo el Hermanno F. Pedro de S. Domingo el ano de 1600. En 
Napoles 1604. Kl. 8. 8 bll., 239 8. Noroff bei Daniel 212. 



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*C. 1600. Louis Balourdet, pfarrer von HareiL Seine Jerusalem- 
fahrt wurde gedruckt ä Chaalons en Champagne en l’annde 1601. Beau- 
grand 211 (öd. 1754). 

*C. 1600. Der predigermönch Dominicus Barrely, Voyage de la 
Terre Sainte. MS. in Aix. S. Haenel Catal. 11. 

*1600. Wilhelm Biddulph, kaplan bei der englischen faktorei in 
Haleb. The Travels of foure Englishmen and a Preacher into Africa, Asia, 
Troy etc. and to the Black Sea : and into Syria publ. bf T. Lavender. Lon- 
don 1609. 4. Anonym: The Travels of foure Englishmen and a Preacher 
into Africa, etc., and into Syria, Cilicia, Pisidia, Mesopotamia, Damascus, 
Canaan, Galilee, Samaria, Judea, Palestine, Jerusalem, Jericho, and to the 
Red Sea, and to sundry other places; begunne in the yeere Jubile 1600 
and by some of them finished the yeere 1611, the others not yet returned, 
at London, 1612. Bonar 520 sq., Grässe’s Trös. 1, 419, Alexander Rus- 
sell’s Naturgeschichte von Aleppo (Übersetzt von J. F. Gmelin), Göttingen 
1797, 1, 161. Vgl. Timberlake, 1601. 

C. 1600. Pellegrinaggio della terra santa, e di tutti piu notabili 
luoghi che questo tempo dalli christiani pellegrini si sogliono ueder’ et uisi- 
tare: e delle ceremonie et processioni .sante. Dem exemplar, das ich in 
Siena sah, fehlt das titelblatt. Diesen titel entnahm ich dem katalog. Am 
Schlüsse des btichleins: In Roma appresso Antonio Barre, und auf der letz- 
ten Seite: Si uendono alla bottegha del segno della Gatta, In Campo di 
Fiore. Kl. 4. 69 bll. Das schön gedruckte büchlein ist dem papste ge- 
widmet, und darf, obschon es über das ziemlich ordinäre kaum hinausgeht, 
nicht ganz übersehen werden. 

1601. Henry Timberlake. A troue and stränge Discourse of the 
Travels of two English Pilgrims: What admirable Accidents befell them on 
their Journey towards Jerusalem, Gaza, Grand Cairo, Alexandria, and other 
Places. Also, what rare Antiquities, Monuments, and valuable Memories . . 
they saw in Terra Sancta . .; with a perfect Description of the Old and 
New Jerusalem, and Situation of the Countries abont them. A Discourse 
of no less Admiration, than well worth the Regarding; Written by Henry 
Timberlake, on the behalf of himself and his fellow pilgrims. London, Okes, 
1611. Kl. 8. 33 s. Das buch erschien auch daselbst 1603, 4., ibi 1608, 
4., ibi 1616, 4., ibi 1620, 4.; ibi 1631, 4. Fernere ausgaben: True and 
Strange Discourse of the Travailes of two English Pilgrimes . . written by 
Henry Timberlake, on the behälfe of himselfe and his fellow pilgrime. 1620. 
4. Dann : Two Journeys to Jerusalem. Containing First, A stränge and true 
Account of the Travels of Two English Pilgrims some years since . . By 
H. T. Secondly, The Travels of Fourteen Englishmen in 1669. From Scan- 
deroon to Tripoly, Joppa, Ramah, Jerusalem . . By T. B. ( Burrel ) . . To 
which is 'added . . Beautified with Pictures. London, N. Crouch, 1683. 12. 
Voran geht: lerusalem as it now is. Unter den pictures ist zuvörderst ein 
schlechter plan von Jerusalem aus der Vogelschau zu verstehen. Auch unter 
dem namen Timbertake (1 konnte in ältern Schriften leicht als't gelesen wer- 
den) enthalten in : The Harleian Miscellany : Or a Collection of scarce, cu- 
rious, and entertaining Pamphlets and Tracts. London, Osborne, 1744. 1, 
327 — 42. Es gab mithin besondere reisebücher zweier engländer von Henry 
Timberlake, von dem 2 bearbeitungen vorhanden sind, der 4 engländer von 



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Biddulph und der 14 von I \ Burreh S. Lindray 424, Robinson 2, 544, 
Bonar 520 sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 287 f., Grässe’s Trös. 6, 161. 

1601. Der predigermönch Steffano Mantegazza. Relatione tripar- 
tita del Viaggio di Giervsalemme . . Descritta da Fra Steffano Mantegazza. 
Milano, P. Pontio, et G. B. Piccaglia, 1616. 4. Auch Stuck (2, 94) kannte 
diese ausgabe. S. Geisheim, Hohenzollern 56, Noroff bei Daniel 212. Frü- 
here ausgabe Milano 1601. 8. Gewöhnliche beschreibung, in der jedoch zu 
beachten ist, dass der Verfasser besonders auf den orden der predigermönche 
rücksicht nimmt. 

1603. Reinhard von Bemmelberg, freiherr zu Bemmelberg. Wa*r- 

haffter Auszzuge, verzaichnus, vnnd Beschreibung, des . . Rhainhardtenn von 
Bemmelberg, Freiherren zue Bemmelberg . . , was er Seiner volbrachten Raisz, 
von Münichen in Ober-Bayeren geleegen etc.: gheen Hierusalem Waalendt, 
alle tag gesechenn vnnd Erfaren Hatt. Ausz ltalianischer, in vnnserr teuttsche 
Sprach, auff das getbreuulichst verköerdt. Anno Domini im: 1603: Jarr. 
Cod. membran. in der Stadtbibliothek zu Leipzig, 4., Rep. IV. 85\ Es muss 
noch genauer ausgemittelt werden, ob nicht unter dem j. 1 603 das der Über- 
setzung verstanden werden müsse. Dies ist eine ausführliche beschreibung 
der erlebnisse, sonst fast ohne werth. 

1603. Der Schulmeister Ulrich Meier zu Russwil im kanton Lu« 
^ zem: Pilgerreise nach Jerusalem. Ins neue deutsche übergetragen in der 

Luzerner Zeitung, jahrg. 1865, nr. 194, 201, 208, 215, 222, 229 u. 236. 
Leichte waare, doch aufrichtige erzählung. 

1604. Der baron Henri de Beauvau und de Manonville. Relation 
Iovrnaliere dv voyage dv Levant faict et descrit par . . Henry de Beavvau 
. . Reveu augmente et enrichy par i’Autheur de pourtraicts des lieux plus 
remarquables. Nancy, Iacob Garnich, 1619. 4. Frühere ausgaben: Toul, 
du Bois, 1608, 8.; Paris 1610, 12.; Nancy 1615, 4. S. Hody’s Tombeaux 
de Gudefroid de Bouillon .. 354 (öd. 1855), Rignon, 1861, 89, Noroff bei Da- 
niel 212, Petzholdfs Anz., 1862, 28S, Grässe’s Trös. s. v. Beauvau ver- 
reiste mit dem baron de Salignac, und man war von der ankunft de Breves* 
gerade vorher unterrichtet (104, öd. 1619). Unbedeutend. 

1604. Jacques du Castel, reisegefahrte des französischen gesand- 
ten am türkischen hofe, Francois Savary de Brfeves. Relation des Vo- 
yages de Mr. de Breves, faits en Hiervsalem, Terre Saincte, Constantinople 
. . Le Tovt recveilly par S. D. C. Paris, Th. de laRvalle, 1630. 4. Dieser 
Sieur D. C. ist nach der druckbewilligung Jacques du Castel, Escuyer. Eine 
frühere ausgabe erschien 1628. S. Le Quien, Or. Christ. 3, 8S6 D, Gemelli 
1, bl. 5, Laorti-Hadji 529. Die schrift ist beachtenswert!!, auch wegen be- 
rücksichtigung alter Ortsnamen. — Marinier führt (1, XXI) De Brebis, Rela- 
tion des Voyages en terre sainte (Paris 1628. 4.), an; allein es ist fast 
mehr als gewiss, dass dieser name nur ein lese- oder Schreibfehler ist. 

*C. 1605. Itinerario da India, com a descrip^äo de Hierusalem, por 
Gasp. de Bernardino. Lisboa, V. Alvarez, 1611. 4. S. Brunet 5, 423. 
Vgl. über diesen portugiesischen franziskaner Rignon, 1861, 91. 

1606. Wolfgang Stockman von Unterwalden oberhalb des Kern- 
waldes. Ain Reüs Biechly vff Jeruszelem Zu Dem Aller Helligisten grabs 
Jesu Cristi Anno 1606 Welcher Mass ich Wolffgang Stockman . . Bin dahin 



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gezogen . . Vnnd was vns für glick ist zu Henden khommen Oder vnglick 
ist hienach Vff gezeichnet. Papierhs. im besitze von Aloys Stockmann, des 
raths, in Kernen (dem ich die mittheilung verdanke), 237 8. 12. Die be- 
schreibung von Bethlehem nahm ich in die Topogr. 2, 468 — 473 auf, und 
sie ging auch, ohne angabe der quelle, in neudeutscher und etwas gekürzter 
form in: Das heilige Land, Organ des Vereines vom h. Grab (Köln, 1861, 
183 — 186), über. Eine selbständige, treuherzige erzählung. Man hat mit 
dem Verfasser zu beklagen, dass die damalige Unsicherheit der gegend ihm 
nicht einmal erlaubte, Bethanien und H. Kreuz zu besuchen. 

1608. Johann Wild ans Nürnberg. Neue Reysbeschreibung eines 
Gefangenen Christen, Wie derselbe neben anderer Gefährligkeit zum sibenden 
mal verkaufft worden, welche sich Anno 1604. angefangen, vnd 1611. jhr 
end genommen, Darinnen ausführlich zu finden, die Stätt, Länder vnd Kö- 
nigreich, sampt deroselben Völcker, Sitten vnd Gebräuch, so vil er in we- 
render Reys gesehen vnd erfahren. Insonderheit von der Türcken vnd Araber 
Järlichen Walfa(irt von Alcairo nach Mecha . .: Vom Berg Synai, vnd an- 
derer gelegenheit, :c. Item von der Statt Jerusalem, dess H. Grabs, dess 
Tempels Salomonis, vnd der Statt Damasco, Cypern, Rhodis, Wie auch der 
grosen Statt Alcairo . . Dessgleichen von der Statt Constantinopel . . End- 
lich wie er durch Poln wider inn Teutschland kommen: Sampt einer Land- 
tafel, darinnen seine vornemste Reysen In IIII. vnterschiedlichen Büchern 
begriffen. Auffs fleisigst eigner Person Beschrieben vnd aussgestanden Durch 
Johann Wilden . . Mit einer Vorrede Herrn Salomon Schweiggers. Nürnberg, 
durch B. Scherffen, 1613. 4. 20 bll. , 262 s. Mit einer sehr schlechten 
landkarte. Unter dem titel: Pilgerfahrt nach Jerusalem, ein cod. germ. ms. 
1272 auf der Stadtbibliothek in München. Nach Will im nürnbergischen 
gelehrtenlexikon , voce Wilden, ist seine reisebeschreibung selten, was ich 
auch bestätige. Dieselbe athmet treuherzigkeit und enthält manches eigen- 
tümliche. 

1610. Der geheimrath Georg Sandys aus Bishops Thorpe. George 
Sandys* Travailes, containing a History öf the Turkish Empire, etc. a De- 
scription of the Holy Land, of Jerusalem, etc. with fifty graven Maps and 
Figures. London 1615. Fol. Auch London 1621. The III. edition: A 
Relation of a Joumey begun An. Dom. 1610. Fovre Bookes. Containing a 
descriptiou of the Turkish l£mpire(,) of Aegypt, of the Holy Land, of the 
Remote parts of Italy, and Ilands adioyning . . London, Allot, 1632. Fol. 
2 bll., 309 8. mit grösstentheils eingedruckten abbildungen. Dies ist der 
kupfertitel. The V. Edition : Sandys Travailes : Containing a History of the 
Originall and present State of the Turkish Empire: Their Lawes, Governe- 
ment, Policy, Military force, Courts of Justice, and Commerce . . A De- 
scription of Constantinople . .: Also, Of Greece, with the Religion and Cu- 
stomes of the Graecians. Of Aegypt . . : Of Armenia, Grand Cairo, Rhodes, 
tlie Pyramides, Colossus; The former flourishing and present state of Ale- 
xandria. A Description of the Holy Land; of the Jews and severall Sects 
of Christians living there; of Jerusalem, Sepulchre of Christ, Temple of So- 
lomon; and what eise either of Antiquity, or worth observation. Lastly, 
Italy . . Cyprus, Crete, Malta, Sicilia . .; of Rome, Venice . .; and other 
places of note. Illustrated with Fifty Graven Maps and Figures . . London, 
Cotes, 1652. Fol. (Auch mit dem kupfertitel wie oben). 3 bll., 240 s. 6. 
auflage 1658; auch London 1670, fol.; ibi, William J., 1672, fol. Ein 



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auszug Of a Description of the Holy Land. By Sandys, in: Navigantium 
atque Itinerantiura Bibliotheca: Or, a compleat Collection of Voyages . . By 
John Harris. London 1705. Fol. 2, 783 — 788. Holländisch: Sandys Vo- 
yagien, Behelsende Een Historie van de Oorspronckelijcke ende tegenwoor- 
dige Standt des Turcksen Rijcks . . Van Aegypten . . : Neffens Een beschrij- 
vinge van het H. Landt; van de Jooden ende verscheydene Secten der 
Christenen aldaer; van Jerusalem, het Graff Christi . . Eyndlyck, Italien . . 
Cyprus . .; van Romen . . Vytft Engels yertaelt, Door J. G. Verciert met 
30. treeffelijcke Kopere Figueren. Amsterdam, Benjamin, 1653. 4. 1 bl., 
292 s. Mit 3 kupfertaf. u. eingedruckten abbildungen. Die ausgabe tot 
Utrecht, L. Roeck, 1654, 4., mit dem gleichen titel, hat 263 s. Der kup- 
fertitel ist viel kürzer: Sandys Voyage ofte een Beschryvinge vant Heylich- 
landt vande Iooden en verscheyden Secten der Christenen aldaer van Ieru- 
salem Het Graff Christi, den Tempel Salomons Als Meede De Notoirens 
Waerdige Antiquiteyten van Tvrkyen, Grieken, Egypten, en andere vreemde 
Landen. Unter den 30 artistischen darstellungen , welche Zuallart entlehnt 
wurden, und wie böi Kootwyck sauberer ausgearbeitet, sind 3 schönere kup- 
ferstiche. Deutsch : Sandys Reisen Inhaltende Die Histori von dem ursprüng- 
lichen und gegen wertigem Stand dess Türckischen Reichs . . : Von Egypten . . 
benebens Einer Beschreibung des Gelobten Lands: Von den Juden und un- 
terschiedlichen Secten der daselbst wohnenden Christen: von der Stadt Je- 
rusalem, dem H. Grab . . (und weiter, wie der holländische titel lautet). 
Franckfort, Schiele, 1669. 12. 16 bll., 638 s. Mit 26 kupferstichen. S. 
Gemelli 1, 5. bl., Robinson 2, 544, Petzholdt’s Anz., 1862, 288 f. Beach- 
tenswerth, ohne gerade sehr erheblich zu sein. 

1610 f. Jean Boucher, guardian der franziskaner in Le Hans, von 
Besan^n. Le Bovquet Sacre*. Compose’ des plvs belles flevrs de la Terre 
Saincte. Par le P. Bovcher, Predicateur Obseruantin. Reueu, purgö, et cor- 
rigö par TAutheur. Derniere Edition. Troyes, I. Baldvc, 1640. Kl. 8. 7 
bll., 682 s. u. eine ausführliche unbez. Table des Matieres. Eine frühere 
ausgabe erschien Nancy 1615, 4., Caen 1618, 8., Paris 1622, ingleichen 
1625. Im Aduertissement au Lecteur, ausgabe 1640, sagt der Verfasser, 
dass einige Verleger verschiedene male seinen strauss in Rouen und Caen 
gedruckt haben, aber so voll fehler und ärgerlicher entstellungen , dass er 
sich wahrhaft schämen müsse: par leur ignorance ils ont flestri les plus 
belles fleurs de mon Bouquet, leur ostant vne grande partie de leur lustre, 
pour empescher les ubeilles de les rechercher afin de succer leurs douceurs: 
car c’est la coustume des abeilles de voler sur les fleurs, pour en tirer la 
liqueur, afin d’en . composer puis apres vn miel doucereux. Spätere auflage: 
Le Bovqvet Sacrd, composö des Roses du Calvaire, des Lys de Bethleem, 
des Iacintes d’Olivet. Lyon, C. Langlois, 1679. Kl. 8. Dann Roüen 1697, 
auch 1698, 1735 in 8. Ich kenne auch eine lyoner- ausgabe bei B. M. 
Mauteville, kl. 8., aber ohne druckjahr. Vielleicht ist dies die früheste aus- 
gabe. Die bewilligung zum drucke ist von 1613 datirt. Boucher de la 
Richarderie knüpft an die ausgabe von 1698 die bemerkung (4, 398 sqq.): 
II y a de ce voyage une ödition beaucoup plus ancienne, mais que je n’ai 
pas pu döcouvrir. Für eine neuere ausgabe in Rouen wurde eine druckbe- 
willigung von 1741 eingeholt. S. Noroff bei Daniel 312, Grässe’s Trös. 1, 
506. Die urtheile über den werth des blumenstrausses von Boucher lauten 
sehr ungleich. In meinem exemplar von 1640 lese ich handschriftlich: 



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Maavais livre en ce qu’il n’est pas exact dans ses narrations. J’ai en 
figypte et n’ai rien vu qui fut analogue ä ce que l’auteur dit; il est vrai 
qu’un espace de 150 ans a pu changer les moeurs, dteindre le caractöre des 
nations, et döpeupler les villes. Der franziskaner Alessandro Bassi sagt 
(1, 236): Malgrado le dieci edizioni fatte in Francia ed in brevissimo tempo 
di qnesto libro, vuolsi confessare, che codesto bouquet ö ben poco fragrante, 
tanto gli e sdolcinato e da secentista. Hingegen nennt ein anderer minorit, 
Rignon(1861, 89), das buch ein ouvrage fort estimd. Boucher weilte 6 monate 
in Jerusalem und seiner nächsten Umgebung. Er ist höchst phantasiereich, 
wie schon der titel beweiset, übrigens gutmüthig und sprachgelehrt ; die 
biene kann doch hier und da etwas süsses holen. 

1611 f. William Lithgow, Discourse of a Peregrination from Scot- 
land to the most famous Kingdoms in Europe, Asia, and Africa. London 
1632. 4. Ibidem 1646. 4. Holländisch: Willem Lithgouws Negen-thien 
Jaarige Lant-Reyse, Uyt Schotlant, na de vermaerde deelen des Werelts Eu- 
ropa, Asia, ende Africa. Voltrocken In drie dier-gekochte Voyagien, en in 
het besichtigen van 48 oude en moderne Koninkrijcken, 21 Republiken, 10 
Absolute Vorstendommen, en 200 Eylanden. Waer in begrepen is Een per- 
tinent verhael vande Wetten, Religie, Policien . . Als mede d’On-uytspreke- 
lijcke Tormenten die den Autheur geleden heeft door de Inquisitie van Mo- 
lagom in Spanjen. . Uyt ’t Engels overgeset, -en met kopere Platen verziert: 
Den derden Druck. Amsterdam, J. Benjamin, 1656. 4. 3 bll., 134 s. Für 
eine holländische auflage Amsterdam 1652, 4., ist Robinson der gewährs- 
mann (2, 544). Vgl. Grässe’s Trds. 4, 222 sq. Wenige notizen sind inter- 
essant; anderes ist nachlässig. Der Verfasser zeichnete sich dadurch aus, 
dass er nach seiner gewohnheit zu fuss ging. 1612 war er in Jerusalem. 

1612. Giovanni Paolo Pesenti von Bergamo. Peregrinaggio di Gie- 
rvsalemme fatto e descritto per Giov. Paolo Pesenti, Cavaliere del Sss. Se- 
polcro di Nostro Signore. Bergamo, C. Ventura, 1615. 4. Auch Brescia, 
B. Fontana, 1628. Kl. 8. 16 bll., 188 s. Eine Schilderung von der ge- 
wöhnlichsten art. 

1612. Der apotheker Jean Mocquet, aufseher des museums in den 
Tuilerien zu Paris. Voyages en Afriqve, Indes Orientales, et Occidentales. 
Faicts par Jean Mocqvet . . Divisez en six Livres, et enrichis de Figures. 
Roven, Caillove, 1645. 8. 4 bll., 442 s. u. 6 bll. Mit 8 kk. Auch Rouen 
1665, 8.; ibi, F. Vavltier, 1670, 12.; Paris 1830, 8. Älteste ausgabe: 
Paris, Heuqueville, 1616 sq. Holländisch : Reysen in Afrique, Asien, Oost- 
en West-Indien, gedaen door Jan Mocquet . . overgeset uyt de Fransche Tale. 
Dordrecht, Andriesz, 1656. 4. 7 bll., 153 s. Mit eingedr. abbild. Deutsch: 
Wunderbare Jedoch Gründlich- und warhaffte Geschichte und Reise Begeb- 
nisse In Africa, Asia, Ost- und West-Indien von Jan Mocquet . . aus dem 
Französischen in Hochdeutsche Sprache übersetzet und entdecket durch Io- 
hann Georg Schochen. Lüneburg, Lipper (1688). 4. 30 bll., 632 s. Mit 
10 kk. Diese Übersetzung wird nicht wenig getadelt. Englisch von N. Pul- 
len. London 1696. 8. S. Bonar 521, Petzholdt’s Anz., 1862, 290, Grässe’s 
Trds. 4, 555. Der bericht ist (im 5. buch) kurz und wenig brauchbar. Chän 
Minieh nennt Mocquet (386, fr. ausg. 1670) Lameny und Chän et-Tedschär 
(388) Eonjar. 

1613. Der Wundarzt Hans Jakob Amman von Thalwil am Zur- 
chersee. Reiss In das Gelobte Land: Von Wien auss Oesterreich, durch 



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Vngariam, Serviam, Bulgariam vnd Thraciam auff Constantinopel : Ferner 
Durch Natoliam, Cappadociam, Ciliciam, Syriam vnd Judaeam, auff Jerusa- 
lem: Von dannen Durch die Wüste vnd Aegypten gehn Alexandriam, fol- 
gends vber dz Mitlendische Meer in Siciliam, vnd durch Italiam auff Zürich 
in die Eydgenoschafft: In dreyen Theylen, sampt deren Landen vnd Stetten 
gelegenheiten, Einwohneren, Policeyen, Sitten vnd Gebreuchen: auch andern 
vorgefallnen denckwürdigen Sachen, kurtz, doch eigentlich beschriben Durch 
Johann Jacob Amman, Burger vnd bestellten Wundartzt zu Zürich. Zürich, 
Hardmeyer, 1618. Kl. 8. 8 bll. , 228 s. Zweite auflage 1630. 8. Die 
dritte auflage hat den titel: Reiss in das Gelobte Land, Hrn. Hans Jacob 
Ammans sei. genant der Thal wyler Schärer. Von Wien auss Oestereich, 
und so zwar nicht buchstäblich, doch wörtlich gleich bis zu , Gebreuchen*, 
dann aber : auch andern denkwürdigen Sachen vnd Begebenheiten ? Mit nach 
dreyen andern Reissbeschreibungen vermehret, und schönen Kupfern gezieret. 
Zürich, Michael Schauffelbergers , 1678. Kl. 8. 9 bll., 170 s. Mit dem 
portrait des pilgers und einem plan von Jerusalem. Auf dem titelkupfer 
findet sich eine nicht ganz üble ansicht von Jerusalem aus ost. S. Petzholdt’s 
Anz., 1862, 290 f. Der bericht trägt schon eine lebhafter protestantische 
färbe und wird, wegen des treuherzigen tons, heute noch, wenn auch selten 
mehr gelesen. 

'1614. Hieronymus Scheidt von Erfurt. Kurtze vnd Warhafftige Be- 
schreibung der Reise, Von Erffurdt aus Thüringen nach dem gewesenen ge- 
lobten Lande, vnd der heiligen Stadt Jerusalem. Mit beygefügtem Abriss, 
der Gelegenheit gedachter Stadt, neben der jetzigen Gestalt des Tempels vnd 
heiligen Grabes. Darbey auch mehrentheils erzehlet syend die Länder, Städte 
vnd Oerther, durch vnd an welchen hin, ich in eigner Person beydes zu 
Wasser vnd zu Lande, hinein und herausserwarts gereiset, als seyend: 
Meissen, Francken, Schwaben vnd Schweitzerland, Lombardey, Italien, Sar- 
dinien, Malta, Sicilien, Candia, Cypern, Palestina, Pampbilien . . vnd andere 
Oerther mehr. Verfertiget durch Hieronymum Scheidt. Erffordt, Singe, 1615. 
4. 75 bll. mit einschluss des grundrisses, eines portraits u. 3 abbild. Spä- 
tere ausgaben: Erfurt 1617, 4.; Helrastädt 1674, 4. Dann: Kurtze vnd 
warhaffte Reise -Beschreibung, Der Reiss von Erffurt, und so lautet weiter 
der titel wörtlich 'gleich wie in der ausgabe von 1615. Helmstädt, P. Zei- 
sing, 1679. 4. 7 bll., 128 s. Mit 1 kpf. S. Beckmann 1, 705 f., Geis- 
heim*8 Hohenzollern 56, Petzholdt’s Anz., 1862, 291. Vgl. sub anno 1565 
Boekenberch. Der Verfasser trat im 20. lebensjahr die reise nach Jerusalem 
an. Die schrift hat einen treuherzigen ton, sonst wenig werth. 

1614. Palästinische Reise des Rhodiser- Ritters Conr. v, Pursperg. 
Cod. germ. (b.) ms. 3006 in der münchner-staatsbibliothek. 

C. 1614. Der franziskaner Joseph de Brunis von Venedig. Re- 

dvctorivm Hierosolymitanvm In qup candide, et sincere describitur quidquid 
diu desiderabatur siri (scire?), de omnibus ad sanctam Hierusalem spectan- 
tibus videlicet, numerus locorum rev. Patrum Diui Francisci . . Admirabilis 
deuotio Sanctuariorum quamplurium. Multitudo prsecipuarum reliquiarum, 
copia Indulgentiarum . . Et tandem generosa condonatio, priuilegiorum mul- 
torum, quibus gaudent, inprimis . . P. Guardianus S. Montis Sion . . Haec 
omnia collecta, et conscripta sunt, per Patrem Josephum de Brunis. Vene- 
tiis, G. B. Bonfad, 1616. 12. Auch August® 1651. Rignon, 1861, 89 (de 
Bruni). Kurze, ungenügende beschreibung der h. Stätten, dann die prozes- 



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sionsgesänge in der grabkirche; s. 33 Compendio di tvtti li Santvarii Che 
sono dentro, e fuori della Santa Cittä di Gerusalem, incominciando dal Zaffo, 
ö Ioppen. Schluss: Nvmero dei Frati, Che stanno nei Luoghi di Terra 
Santa. Der werth der schrift, deren Verfasser sich wahrscheinlich im k. 
Lande aufhielt, ist sehr relativ. 

*C. 1615. Aug. Bruno, Viaggio di Terra Santa. Palermo 1622. 8. 
Angeführt in: Bibliografia Sicola von Aless. Narbone. Palermo 1850. 1, 240. 

1616. Der römische patrizier Pietro della Valle. Yiagg b di Pietro 
Della Yalle il Pellegrino Con minuto ragguaglio Di tutte le cose notabili 
osseruate in essi, Descritti da lui medesimo in 54 Lettere familiari, Da di- 
uersi luoghi della interpresa peregrinatione , Mandate in Napoli AIP erudito, 
e fra’ piü cari, di molti anni suo Amico Mario Schipano, Diuisi in tre parti, 
cio h la Tvrchia, la Persia, e l’India, Le quali hauran per Aggiunta, Se Dio 
gli darä vita, la quarta Parte, Che conterrä le figure di molte cose memo- 
rabili, Sparse per tutta l’Opera, e la loro esplicatione. Roma, Mascardi, 
1650. 4. 780 s., 17 bll. Spätere ausgaben: 1654, 1658, 1662, 1663; 
Venetia 1661 (4 voll.) und 1664. Dann Viaggi di Pietro della Valle, und 
so weiter lautet der titel wörtlich wie in der ausgabe von 1650 bis zum 
worte Flndia; darauf Co’l ritorno in Patria, Et in quest’ vltima Impressione, 
aggiuntaui laVita delF Autore. Venetia, P. Baglioni, 1667. 12. I (Palästina 
enthaltend) 17 bll., 550 s., Tavola 12 bll., II 610 s., Indice 13 bll., III 
644 s., Indice 15 bll., IV 612 s., Tavola- 11 bll. Ohne figuren. Gedruckt 
auch in Bologna 1672, 12., 4 voll., Ven. 1681, 8., 4 voll, und 1843 in 
Turin, 12., 2 voll., Brighton, G. Gancia, 8., 2 voll. Französisch: Voyages 
de Pietro della Valle . . dans la Turquie, FEgypte, la Palestine, la Perse, 
les Indes orientales et autres lieux. Paris 1661 — 1663. 4. 4 voll.; traduit 
de Fitalien par les PP. Et. Carneau et Fr. Le Comte, Paris 1664; 1670, 4.; 
Rouen 1745, 12., 8 voll.; Paris 1745, 8.; Amsterdam 1766, 8. Englisch: 
London 1665. Fol. Holländisch: Amsterdam 1654, 4., ibi 1665, 4., und 
ebendaselbst 1666, 12. Deutsch: Petri della Valle, Eines vornehmen Rö- 
mischen Patritii Reiss-Beschreibung in unterschiedliche Theile der Welt, Nem- 
lich In Türkey, Egypten, Palestina, Persien, Ost-Indien . . Samt Einer aus- 
führlichen Erzehlung aller Denck- und Merkwürdigster Sachen, so darinnen 
zu finden und anzutreffen; Nebenst den Sitten, und Gebräuchen dieser Na- 
tionen und anderen Dingen, dergleichen zuvor niemals von anderen ange- 
mercket und beschrieben worden. Erstlich von dem Authore selbst, der 
diese Reisen gethan, in Italianischer Sprach beschrieben . .: Nachgehends 
auss dieser in die Frantzösische und Holländische; Anjetzo aber auss dem 
Original in die Hoch-Teutsehe Sprach übersetzet, mit schönen Kupfferen ge- 
ziert, und vieren wohlanständigen Registern versehen. Genff, J.-H. Wider- 
hold, 1674. Mit dem Vortitel: Petri della Valle, zugenandt Der Pilgram, 
Reiss-Beschreibung in die Orientalische Länder. Fol. I 10 bll., 218 s. u. 6 
bll., II 1 bl., 236 s. u. 6 bll., III 2 bl., 244 s. u. 7 bll., IV 3 bll., 231 s. 
u. 6 bll. Mit dem portrait des Verfassers und seiner gattin sitti Maani und 
mit etlichen schönen kupferstichen, wie überhaupt der genfer-neubürger Wi- * 
derhold, welcher die Übersetzung einem andern tibertrug, und das werk den 
1 3 alten und den 3 zugewandten orten der Eidgenossenschaft widmete, sich 
wirklich angelegen sein liess, dasselbe schön auszustatten. S. Gemelli 1, 
bl. 7, Munk 655 b , Barbiers Dictionn. 3, 446, Grässe L. 3, 2, 820, Trds. 

6, 251, Ritter 15, 50 f., Raumer 7, Robinson 2, 544, Petzholdt’s Anz., 



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1862, 291 f. Deila Yalle war im frtthjahr 1616 in Jerusalem. Er ist et- 
was breit, doch vorurtheilsffeier als viele andere und nicht ohne werth. Er 
starb 1552 und erlebte nur einen geringen theil des ruhms, womit das pu- 
blictim seinen namen so reichlich und so lange umgab. 

1616 bis 1626. Der minorit Francesco Quaresmio von Lodi. Vor- 
titel: Fr. Francisci Qvaresmii ex ordine minorvm Elvcidatio Terrae Sanctae, 
historica, theologica, moralis. Haupttitel: Historica theologica et moralis 
Terrae Sanctae Elvcidatio : In qua pleraque ad veterem et praesentem eiusdem 
Terrae statum spectantia accuratä explicantur, varij errores refelluntur, veri- 
ta8 fideliter exacteque discutitur ac coraprobatur. Opus non tantüm ad Ter- 
ram Sanctam proficiscentibus, sed etiarn Sacrae Scriptvrae studiosis et Divini 
Verbi praeconibus vtilissimum. Auctore Fr. Francisco Qvaresimo Laudensi 
. . Cum triplici Indice, et Elencho Concionvm. Antverpiae, B. Moret., 1639. 
Fol. I xl, 924 s. u. 49 bll. ; II 1014 s. u. 61 bll. Mit karten, grundrissen 
(aus Amico ohne angabe der quelle), ansichten. 8. Munk 655 sq., Raumer 7, 
Robinson 2, 544, van Senden 1, 161, Bassi 1, 237, Rignon, 1862, 94, 
Petzholdt’s Anz., 1862, 292. Quaresmio war ein jahrzehn in Palästina, 
guardian von Jerusalem, apostolischer kommissar des h. Landes, generalpro- 
kurator des Ordens der mindern brüder, 1637 guardian des klosters S. An- 
gelo in Mailand. Das werk wurde 1616 angefangen und um 1625 vollendet; 
der druck dauerte von 1634 bis 1639, was etwas absticht zu dem heutzu- 
tägigen erscheinen von heften, welche der bücherhunger kaum erwarten mag. 
Quaresmio schrieb auch Jerosolym» afflict« et humiliatae deprecationem ad 
Philippum IV, regem CathoJicum, ut libertatem ex Turcorum tyrannide asse- 
quatur. Mediol. 1631. Der Verfasser, ein ungemein fleissiger arbeiter, ist zwar 
in seiner Schreibart bis zum ermüden weitschweifig, doch für den, welcher die 
geduld nicht verliert, viel baliast über bord zu werfen, von grossem werth, indem 
er manches geschichtliche von Wichtigkeit, inschriften, aus dem archiv des 
berges Zion urkunden mittheilte, und besonders auch einen umfassenden Um- 
riss der Überlieferungen und der lateinischen klostereinrichtungen der weit 
überlieferte. Mir ist keine 2. auflage bekannt; so viel aber darf ich trotz 
dem behaupten, dass die elucidatio für den gelehrten geradezu ein unent- 
behrliches werk ist. Unter den vielen franziskanem , welche das h. Land 
beschrieben, hat sich keiner so verdient gemacht wie Quaresmio. 

*1616. Cavazzoni. Von diesem sagt Giovanni Fantuzzi in seinem 
werke: Notizie degli scrittori Bolognesi, tom. 3 p. 163: II Viaggio di Bo- 
logna al Santo Sepolcro a Gerusalemme, con la descrizione di tutte le cose 
notabili da lui vedute, e con i documenti, e awisi a* Pellegrini, i quali viag- 
giano per quelle parti, con le vedute delle Cittä, e di que’ luoghi Santi, il 
tutto disegnato a penna, con grandissima diligenza, e Maestria, nelT anno 
1616. Questo Ms. al tempo del P. Orlandi stava nelle mani di Gioseffo 
Magnavala . . Ora non si sä, presso chi sia. x 

1617. Nicolas B6nard von Paris. Le Voyage de Hiervsalem et 
avtres lieux de la Terre S ,e , faict par le S r . B6nard . . Ensemble son retour 
Par L’italie, Suisse, Allemagne, Holande et Flandre, En La tres Fleuris- 
sante et Peuplee Ville de Paris Auec Vne ample description des choses plus 
remarquables et Vne Instruction necessaire Pour les Pelerins Voyagers es 
Stz Lieux cy dessus de Hierusalem. Paris, D. Moreau, 1621. 12. 7 bll., 
759 s. Mit dem portrait des Verfassers und mit landkarten. Das buch er- 



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schien auch 1657. Bönard machte die Pilgerfahrt au printemps seines al- 
ters; einige notizen sind von werth; meist aber kopie aus Villamont. 

*1619. Adriaen de Vos. Joumael ofte Beschryvinge van de Jeru- 
salemsz Reyse, gedaen by Adriaen de Vos. Delf. 1655. Bonar 521. 

C. 1620. Gusman. Der Landstörtzer Gvsman, Von Alfarche, oder Picaro genant. 
Darinnen seine Reyss nach Jerusalem in die Turkey . . Auss dem Spanischen Original 
erstmals an jetzo verteutscht Durch Martin vm Frewdenhold. Franckfurt a. M. 1626. 8. 
Die beschreibung der h. Orte in Jerusalem und Bethlehem ist ausführlich, wahrschein- 
lich aber nur kopie und das ganze ein roman. 

1621. C H *AyLa Irj . Ich wählte diesen titel als den wahrscheinlich- 
sten oder doch angemessensten aus dem JZiV«£ des Werkes. Er fehlt in 
dem exemplar — und ein vollständiges konnte ich nie und nirgends, selbst 
nicht einmal angezeigt, finden — , das, als eine grosse Seltenheit, der konsul 
Schultz in Jerusalem besass, und das seit seinem tode , aller nachfragen unge- 
achtet, unwiederbringlich verschwunden ist. So sind auch Verfasser, drucker, 
druckort mir unbekannt, und das jahr der Schrift konnte so ausgemittelt 
werden: Der Verfasser schreibt, Jäfa sei ein Städtchen mit einem neuerbauten 
festen kastell (xcofnonohg f.ie veoxviovoy o/vgoy xdaiQov); der bau eines 
neuen kastells hatte im 1. viertel des 17. jahrhunderts statt. j3. Topogr. 2, 
603. Noch bestimmteres erfährt man s. 79, dass die franziskaner in S. Jo- 
hann ein kloster bewohnten, was ihnen 1621 zum ersten mal nur wenige 
monate und erst wieder 1672 vergönnt war. S. Topogr. 2, 373 f. Der 
druck des buches, das 104 folioseiten enthält, fällt wahrscheinlich ins jahr- 
zehn 1760 ff. Die Vignetten mit lateinischem motto beweisen wol zur ge- 
nüge, dass die schrift im Abendlande, wahrscheinlich in Venedig, gedruckt 
wurde. Unzweifelhaft kannte der Verfasser das land , das er schildert, 
aus eigner anschauung. Wir haben hier ausnahmsweise kein reisebuch vor 
uns, sondern eine einfache, ziemlich gedrängte beschreibung der heiligen 
lande und orte, in welcher Jerusalem den hauptplatz einnimmt. Die Zeich- 
nungen, 60 säuberlich ausgeftihrte kupferstiche , verrathen ein wenig grie- 
chischen geschmack, sind aber offenbar durch aneignung abendländischer 
kunst gehoben und im allgemeinen eine sehr willkommene erscheinung. 

1621. Des-Hayes, baron de Cormenin. Voiage de Levant Fait par 
le Commendement dv Roy en lannöe 1621 par Le S r . D. C. Paris, A. Tav- 
pinart, 1624. 4. 4 bll., 404 s. u. Table des matiöres 10 bll. Mit 4 land- 
karten, 3 grundrissen und ein paar abbildungen. Spätere ausgaben: Paris 
1629; Paris 1632; ibi 1645, 4. Ich verglich den plan von Jerusalem in 
den ausgaben von 1629 und 1645 und fand ihn gleich ; auch die Seitenzah- 
len stimmen überein. S. de Hody’s Tombeaux de Godefroid de Bouillon etc. 
357 (ed. von 1855), Petzholdt’s Anz., 1862, 292. Die inizialen D. C. sind 
wol als De Cormenin zu lesen. Dessen ungeachtet ist es einleuchtend, dass 
der baron die reise nicht selbst, sondern etwa ein sekretär beschrieb. Des- 
Hayes wurde vom könig Ludwig XIII. nach dem h. Lande gesandt, haupt- 
sächlich um den Übergriffen der armenier zu wehren, und es wurde ihm zu- 
gleich vom monarchen empfohlen, zum schütze der franziskaner in Jerusalem 
ein konsulat zu errichten. Der gesandte weilte 22 tage lang in der h. stadt. 
Die schrift, welche von Chateaubriand theilweise wörtlich kopirt wurde, ist 
der beacbtung vollkommen werth, auch wegen der urkunden im texte. 

* 1 622. Der pater Pacifique von Provins in der Brie Champenoise. 
Le Voyage de Perse faict par le Rd. P. Pacifique, contenant les remarques 

To bl er, Bibliographia. 7 



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particulieres de la Terre Sainte . . Paris 1645. 8. 2te auflage. VIII bll., 
432 s. u. Table 12 s. Relation historique de son Pölerinage ou de sa Mis- 
sion en Terre Sainte, en figypte et en Perse. Par ordre du Roi Trös-Chrd- 
tien et de la Congrögation de la Propagande. Paris, D. Thierry, 1648. 8. 
S. Noroff bei Daniel 212, Rignon, 1861, 92, Lasor a Varea (Itinerarium 
ad Terrain Sanctam. Paris. 8.) 2, 297, Topogr. 1, LIII, Bassi 1, 237. 

1622. Der laienbruder des predigerordens Raimund Ribes. Rela- 
cion del Viage de la Santa Civdad de Hierusalem, y otros lugares adjacen- 
tes en la misma Tierra Santa. Por Fray Raymundo Religioso Lego de la 
Orden de Predicadores. Barcelona, E. Liberos, 1627. 8. Einige notizen 
von werth. 

1623. Der dänische reichsrath, ritter Heinrich Rantzow , herr zu 
Schöneweide, Aagard etc. Denckwttrdige Reise-Beschreibung, Nach Jeru- 
salem, Cairo in Aegypten und Constantinopel. Worinnen Die remarquabel- 
sten Begebenheiten, die curieusesten Sachen, und was Er an bemeldten Oer- 
tern sonderbares bemercket, gantz eigentlich fürgestellet werden Durch den 
Weylapd . . Heinrich Rantzowen . . Hamburg, G. Liebernickel, 1704. 8. 
Erschien zuerst in Kopenhagen bei Wering 1669. S. 3. Wander. 422, Petz- 
holdt*B Anz., '1862, 293. Ganz unbedeutend. 

1624. Bonaventura Brocardus vgl. sub anno 1283 s. 30 und sub 
anno 1533 s. 71. 

1625. Johann Georg Steiner aus dem Gaster, kanton S. Gallen. 

Gründliche Relation oder wahrer bericht vnd Eigentliche Ver Zeichnus der 
Voll Zognen Reyss und Heilige Wallfart in das Heylige Land Palastinam 
Nach Jerusalem und denen Vm Ligenden Hoch Heiligen Oertheren der Ge- 
burth, Lebens, Leydens Vnd Sterbens Vnsers Herren Jesu Christi. Besche- 
chen Von Mir Johan Georg Steiner, Land Man im Gaster, Gebürtig zu Kalt- 
brun, Vnd sein Threüer Reyss Gefertt Heinrich Hägner, aus der Landschaft 
Marckh, Gebürtig von Wangen. Die hs., 4., wurde mir aus Kaltbrunn mit- 
getheilt. Von sehr untergeordnetem werthe. S. Topogr. 1, LHI. 

1627. Der pater procurator des h. Landes Antonio del Castillo. 

El devoto Peregrino, y Viage de Tierra Santa. Compvesto por el Padre 
Fray Antonio del Castillo. Madrid, J. F. de Buendia, 1665.' Kl. 8. Frühere 
ausgaben: 1644 (ich las dieses jahr im katalog zu Lyon); Madrid 1654; 
Madrid 1656, 4.; Paris 1664, 4. Spätere: Paris 1666, fol. ; Barcelona, 
Suria, 1700, 8. 4 bll., 576 s. Abgedruckt ebenfalls in Rodriguez Sobrino’s 
Geschichte des heil. Landes und daraus ins französische übersetzt von L. 
Poillon. Paris et Tournai, H. Casterman, 1858. 8. 2, 346 bis 540. Mit 
anmm. theilweise im texte selbst. Die ausgabe von 1665 ist ohne Zeich- 
nungen. S. Gonsales 217, Ritter 15, 50, Robinson 2, 544, Bonar 523, 
Rignon, 1861, 89, Petzholdt’s Anz., 1862, 293. Castillo bringt einiges in- 
teressante; wundern muss man sich aber dennoch, dass man in Frankreich 
und Belgien die Übersetzung einer schrift verbreitet, die, abgesehen von 
manchen irrigen dingen, nun einmal weit hinter uns liegt. 

1 629 ff. Esprit Julien von Malaucenne oder der karmelitermönch 
Philippus a sanctissima Trinitate. Itinerarivm Orientale R. P. F. Philippi a 
gg.nn Trinitate Carmelitse Discalceati ab ipso conscriptuin. In quo Varij 
successus Itineris, plures Orientis Regiones, earum Montes, Maria et Flu- 



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mina, Series Principum, qui in eis dominati sunt, Incolae tarn Cbristiani, 
quäm Infideles Populi. Animalia, Arbores, Plantae et Fructus ; Religiosorum 
in Oriente Missiones, ac varij celebres euentus d^scribuntur. Lugdvni, A. 
Ivllieron, 1649. 8. 8 bll., 431 s. Pagina 4 i 9 wird : De mea peregrinatione 
de Terra Sancta, einiges über Galiläa mitgetheilt. Französisch: Voyage 
d’Orient du R. P. Philippe de la tres-saincte Trinitö . . composö, revu et 
augmentö par lui meme. Lyon, A. Jullieron, 1652. 8. 592 s. Wurde von 
Pierre de S. Andrö übersetzt. Auch Lyon 1669. 8. Italienisch: Viaggi 
Orientali del Reverendissimo P. Filippo della SS. Trinitä, generale de’ Carme- 
litani Scalzi. Roma, F. M. Manoini, 1666. 8. Auch in dieser Übersetzung 
sah ich keine Zeichnungen. Spätere ausgabe Venetia, C. P. Brigonci, 1667. 
8. Ich sah desgleichen diese ausgabe. Dann ebenfalls Venetia, Brigonci, 
1670. 12., 6 bll., 730 s., und, vielleicht irrig für 1670, Venetia 1676. 12. 
Deutsch: Vortitel: P. ä S. T. Orientalische Reise-Beschreibung; haupttitel: 
P. ä S. T. Orientalische Räisebeschreibung. Worinnen unterschiedliche Be- 
gebenheiten seiner Räise, vielerley Orientalische Landschafften, das Gebürg, 
Meer und Flüsse, die Zeit-Rechnung der Fürsten so darinnen geherrschet, 
ihre Einwohner so wol Christen als Ungläubige, ingleichem auch Die Thiere, 
Bäume, Pflantzen und Früchte so darinnen gefunden werden, endlich man- 
cherley Geschichten so darinnen sich haben zugetragen. Franckfurt, J. G. 
Schiele, 1671. 8. 12 bll., 488 s. Ich finde die Übersetzung ziemlich zu- 
verlässig. Spätere ausgaben: Frankfurt 1673, 8. und daselbst, W. Röder, 
1696, 8.: Des wohl-ehrwürdigen P. Philippi von der H. Dreyfaltigkeit, . . 
orientalische Reisebeschreibung, worinnen, . . S. Gemelli 1, bl. 7, Beckmann 
1, 149 ff., Grässe L. 3, 2, 820, Petzholdt’s Anz., 1862, 293 f. Nicht bloss 
findet sich im 8. kap. des 8. buckes eine nicht zu übersehene wallfahrt in 
das gelobte Land, sondern auch im 1. kap. des 3. b. eine beschreibung des 
berges Karmel, die in unsern tagen noch viel belehrung gewährt. Wir fin- 
den in derselben die dörfer Bistan (Bustan), Dalieh (Dali), Kasser, Beläd 
esch-Schech (Beladcheq), Dsckadschur (Jajour), Ain Aud, Ain Ghasal, die orte 
Mokata (ort des todtschlages), Schif er-Rebän (Schifel-Rueban), Nowabi mit 
dem zerstörten tempel u. s. f. Die namen müssen, weil der Verfasser ein 
franzose ist, auch französisch ausgesprochen werden. Sie sind so geschrie- 
ben, dass sie heute leicht erkannt werden können, und es ist demnach nicht 
zu bezweifeln, dass der P. Philipp arabisch verstand. Begreiflich bekümmerte 
sich der karmeliter nicht wenig um den erinnerungsreichen berg mit den ver- 
schiedenen Ortschaften, dessen nur 10 s. zählende beschreibung allein ein 
gewöhnliches pilgerbuch aufwiegt. 

*C. 1630. Bernärd de Carolina, aus der provinz Estremadura in 
Spanien. Reise nach der h. stadt Jerusalem, neue beschreibung des h. 
landes, und reise auf den berg Sinai, spanisch. Neapel 1632. Rignon, 
1861, 92. 

1631. Jor. Vincent Stochove, herr von St. Katharina, alt-bürger- 
meister der stadt Brügge, nnd sein reisegefährte, der Zahlmeister Eau- 
vel. Voyage du sieur Stochove. Bruxelles, Velpius, 1643. 4. Die bewil- 
ligung zum drucke .wurde 1642 ertheilt. Voyage du Levant dv Sr. de 
Stochove Escr. . II. Edition reveüe, et augmentee. Brvsselles, H. A. Velpius, 
1650. 12. 9 bll., 508 s. u. 1 bl. Mit portrait. Troisiesme Edition, reveüe, 
et augmentöe. Bruxelles, H. A. Velpius, 1662. Kl. 8. 8 bll., 508 s. u. 
Table l bl. Es scheint dies bloss eine titelausgabe zu sein. Spätere auf- 

7* 



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läge: Bruxelles 16GI. 8. Dann: Le Voyage d’Italie et dv Levant, De Mes- 
sieurs Fermantel, Conseiller au Parlement de Normandie, Favvel, Maistre 
des Comptes en ladite Province, Sieur d’Oudeauville, Bavdovin de Laynay: 
Et de Stochove . . Contenant la description des Royaumes, Provinces, Gou- 
yememens, Villes, Bourgs, Villages, Eglises, Palais, Mosquöes, Edifices, an- 
ciens et modernes; Vies, moeurs, actions, tant des Italiens, que des Turcs, 
Juifs, Grecs, Arabes, Armeniens, Mores, Negres, et autres Nations qui habi- 
tent dans lltalie, Turquie, Terre Sainte . . Avec plusieurs remarques, mer- 
veilles et prodiges desdits pays, recueillis des Escrits faits par lesdits Sieurs 
pendant ledit voyage. Roven, Heravlt, 1664. 12. 4 bll., 483 s. Ich sah 
eine ausgabe mit dem gleichen titel, Rouen, L. Behourt, aber in dem be- 
schnittenen exemplar sine anno; vielleicht ist es die von 1668, 4. Hollän- 
disch : Het bereyste Oosten Door Jo r . Vincent Stochove . . Behelsende de nau- 
keurighe beschrijvinghen vande Rijcken, Landen, Steden, ende Dörpen, Kercken, 
Moskeen, oude ende nieuwe Ghestichten, Manier van leven, Godtsdienst, ende 
bedrijf vande Turcken, loden, Griecken, Araben, Armenianen, Mooren, ende 
andere Nation die Turckyen, ’t H. Landt . . Den tweeden Drvck. Bij wijleut 
den Hr. Autheur oversien, van een vierde vermeerdert, ende met 33. Kopere 
Plaeten verliert. Brugghe, J. van der Meulen, 1681. 8. 4 bll., 450 s. Mit 
dem portrait des Verfassers von Hollar. Ich zählte in meinem exemplar nur 
9 kupferstiche , lauter darstellungen nach der h. Schrift. Im titel ist noch 
beigefügt: Ottoman, ofte Kort begryp u. s. w. ; allein dies ist vom gleichen 
Verleger als ein besonderes büchlein, mit besonderer paginazion 1680 her- 
ausgegeben worden. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 107 — 126, Petz- 
holdt’s Anz., 1862, 295 f. Der Vorredner der französischen ausgabe ohne 
druckjahr sagt, dass Stochove nach seiner rückkehr die reisebeschreibung in 
Brüssel herausgab. Darauf erschien eine 2. und 3. ausgabe, so dass 4000 
exemplare abgesetzt wurden, die aber durch viele fehler entstellt waren. Da- 
her sorgte er für die Veröffentlichung eines neuen französischen textes, der 
mit dem im buche Stochove’s nicht vollkommen überein stimme, mais un livre 
tout different; denn es wurde auch das ms. des verstorbenen Fauvel, fler 
ebenfalls seine eigenen beobachtungen gemacht hatte, zu rathe gezogen. In 
gedachter beschreibung ist weniges von einiger bedeutung enthalten; sie 
dient jedoch immerhin zur Vergleichung. 

*1631. Omer Cälme von Veurne in Belgien. Er hinterliess ein in 
flämischer spräche geschriebenes ms. über seine wallfahrt, welches in Furnes 
aufbewahrt wird. St.-Gönois’ Voyageurs beiges l, 66 sq. (2. öd.). 

1631 ff. Der minorit und missionar Engine Roger. La Terre 
Saincte; ov Description topographiqve tres-particuliere des saincts Lieux, et 
de la Terre de Promission. Auec vn Traittö de quatorzefiations de differente 
Religion qui l’habitent, leurs mceurs, croyance, ceremonies, et police . . Le 
tovt enrichy de Figvres. Par F. Evgene Roger Recollect . . Paris, A. Ber- 
tier, 1646. 4. 9 bll., 440 s. u. eine ausführliche Table des Matieres ungez. 
Spätere auflage: Paris, A. Bertier, 1664. S. Beaugrand 209 sq., Gemelli 1, 
bl. 9 (Questo trattato benche fatto da un Monaco non lascia d’essere di 
molta utilitk), Bonar 522, Rignon, 1861 , 90. Mit manchen abbildungen, 
von denen einige aus Amico oder Quaresmio entlehnt sind, andere dagegen, 
wie die ansicht von Nazareth und ein plan der dortigen alten kirche, origi- 
nal zu sein scheinen. Roger ist überhaupt sehr lehrreich, obschon ich nicht 
in abrede stelle, was der franziskaner Beaugrand schreibt: le R. P. Eugene 



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Rdcolet . . s’est bien tromp6 dans s a* Chronologie, ainsi qu’en plusieurs 
autres choses. 

1633. Jan van der Linden, mönch der todtenbegleitenden b rüder 
in Antwerpen. Heerelycke ende geluckige reyze naer het heyligh Landt 
en de stadt van Jerusalem , Beschreven ende bereyst door Broeder Jan van 
der Linden, Pater van de Celle-Broeders tot Antwerpen . . Antwerpen, Vinck, 
1634. 4. Eine ausgabe von 1681 (Antwerpen, Jacops, 4., 80 u. 62 s.) 
und eine ohne druckjahr (Brussel, G. Cawe, 4. I 80 s., druckbewilligung 
von 1715; II sah ich nicht) fügt diesem titel bei: Tot stichtinge ende re- 
creatie van de Jongheyt, die geerne wat nieuws lesen. Leest, begrypt ende 
onthoudt. Den lesten Druck, van nieuws oversien en vp veele plattsen ver- 
betert. Die ausgabe sine anno hat keine abbildungen, wol aber viel einge- 
druckte holzschnitte die von 1681, was auch auf dem titel bemerkt ist: 
Ende met schoone Figuren daer toe dienende verciert. Das buch wurde, 
dem vernehmen nach, etwa lOOmal aufgelegt, und sogar noch im anfange 
des 19. jahrhunderts in den schulen gebraucht. In der druckbewilligung 
steht ausdrücklich : Dese Reyse . . sal tot Stichtinge ende Onderriclitinge van 
de Jongheydt mögen gedruckt ende in de Scholen gelesen werden. S. St.- 
G&iois’ Voyageurs beiges 2, 127 — 133, Hody’s Tombeaux de God. 361 
(l. öd.), Petzholdtfs Anz., 1862, 296. Mitten im texte findet sich eine menge 
mit anderer, etwas zu sehr verzogener kurrentschrift gedruckter gebete. Die 
beschreibung ist gesund, belehrend, ohne fanatismus. 

1634—1636. Ein pater guardian des berges Zion. Der stahlstich- 
titel: Vera e fedele Relatione della perdita et recuperatione d’alcuni Sti. 
luoghi di Gerusalemme et Bethleemme cominciata l’anno 1634 e terminata 
Fanno 1636. composta da Padre Graue altreuolte Guardiano del Sacro Monte 
Sion ; der haupttitel ; Relatione fedele Della grande controuersia nata in Gie- 
rvsalemme circa alcvni Santvarii Da Greci vsurpati ä Latini. Materia con- 
cernente la maggior gloria, che la Romana Chiesa, e li Catolici Potentati 
habbino in Leuante : perö e non meno curiosa, che degna d’essere con grande 
senso ponderata, sl dalle Maggiori Potestä Ecclesiastiche, come Secolari. Per 
procurarne la giusta recuperatione, e la conueniente conseruatione , per ho- 
nore della Catolica Fede. Descritta da vn Religioso- Minorita. Lodi, C. 
Calderino, 1637. 4. 9 bll. , 170 s. Der Verfasser ist sehr wahrscheinlich 
der P. Paolo von Lodi, welcher vom j. 1632 bis 1635 dem guardianat Vor- 
stand. Die schrift, auch mit aktenstücken versehen, ist besonders zur ge- 
schichte der christlichen Zwistigkeiten in Palästina sehr brauchbar. Der 
grosse streit in den jj. 1634 — 37 wird hell beleuchtet. Eine kleine fackel 
trägt auch Eug. Roger (391 sqq.) hinzu. Wol werde ich einen auszug ver- 
öffentlichen. 

' *1634 — 1637. Der kaufmann Basilius Gagara von Moskau. Schil- 

derungeiner reise ins h. Land, nach Ägypten und auf den berg Sinai: 
BacHjiifl, TKHTieMT» Kaaamja, po^OM'L ILiecemma, npo3Bimi,eMT* Farapij, 

Kano xo 4 Hjn» bo lepycajiHM'B h bo Emner* n bt» l^apnrpa^, n kslko 

CBflTMMT» MtCTdATB nOKjlOHHJlCH, H Ha MoCKßt 3a de ßtAO ero BejlilO # 
necTi» uowiyuHwi'L, ott» BejiiiKaro Focy^apa l^apa noHsa.iosaH'L y'iHHeH'L 
6 hti> roCTeMi. Enthalten in SacharofFs Reisen (s. oben sub anno 1113); 
vollständig ist der text in einem ms. auf der bibliothek der h. synode in 
Moskau. S. Mouravieffs h. Land, l, LIV, Noroff bei Daniel 212. 



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102 



1636. Georg Christoph Neitzschitz auf Stöckelberg, Wöhlitz und 
Zärbitz. Des weilant . . George Christoff von Neitzschitz . . Sieben- Jährige 
und gefährliche Welt Beschauung durch die vornehmsten Drey Theil der 
Welt Europa, Asia und Africa. Worbey alles, aller Orte Denckwtirdiges 
fleissig erforschet und aufgezeichnet worden, dergleichen vorhin niemahls an 
Tag kommen. Nunmehr auf Beförderung dessen . . Bruders aus des Seligen 
Hand-Buche in diese richtige Ordnung gebracht und denen Rarität Begierigen 
uff Begehren Einer hohen Person Durch den Druck mitgetheilet Von Chri- 
stoff Jägern. Budissin, Kretzschmar, 1666. 4. 1 bl., 390 s. Unverbürgt 
ist eine auflage zu Budissin 1663, 4., 389 s. Spätere ausgabe: Budissin, 
Kretzschmar; Leipzig, Oehler, 1673. 4. I bl., 390 s. u. 10 bll. Die auf- 
lage in Nürnberg 1674, 4., ist von Beckmann verbürgt. Mit der annahme 
von nur 2 auflagen stimmt der titel der folgenden ausgabe überein : Sieben- 
jährige und gefährliche Neu-verbesserte Europä-Asiat- und Africanische Welt- 
Beschauung Des . . Georg Christoff von Neitzschitz . . Zum dritten mal also 
heraus gegeben, Dass 1. Die vorigen Druck nur angeregte Historien er- 
gänzet, 2. Den n Raritäten und Curiosen Sachen andere beygefügt, 3. Die 
jetziger Zeit nach geänderte Orthe nachgetragen, 4. Viel Orthe und Dinge 
in Kupffern und Rissen vorgestellet werden. Samt einem ausführlichen Re- 
gister aller denckwürdigen Sachen, In Discursen und allenthalben desto besser 
anzuführen und zu gebrauchen, Von Chr. Jägern. Nürnberg, J. Hoffmann, 
1686. 4. 3 bll., 319 8. u. 12 bll. Mit karten u. kupfern. Grässe verzeichnet 
(Trös. 4, 656) eine ausgabe Würzburg 1678. 4. Spätere ausgabe in Mag- 
deburg, G. Vetter, 1753. S. Beckmann 1, 232 ff., Robinson 2, 545, Petz- 
holdt’s Anz., 1862, 294 f. Von einigen kupferstichen weiss ich, dass sie 
kein original sind. Die interessante, leidliche ansicht der h. stadt vom Öl- 
berge aus gehört dem 1 6. jahrhundert an. Verdächtig ist es, dass der Ver- 
fasser von Jerusalem nach Jäfa verreiste und dann auf einmal nach Jericho 
zurückkommt. 

*1639, 1640, 1641. Voyage du Sieur Du Loir contenu en plu- 
sieurs lettres öcrites du Levant. Paris 1654. 4. S. Gemelli 1, 8. bl., 
Noroff bei Daniel 213. 

1641 f. Der minorit Claudio Olgiati von Como. Viaggio di Gierv- 
salemme Con la descrittione, non solo de Santi luoglii ; et altri visti, si nell’ 
andare, come nel ritornare, raä anco di molte altre cose degne . . Fatto, et 
mandato in luce dal Padre F. Clavdio Olgiati . . Milano, F. Ghisolfi, 1647. 
8. S. Pietr’ Antonio di Venetia 7, Daldini 17. Das gut geschriebene buch 
enthält, ausser den Zeremonien, einige notizen, zumal historische, von werth. 

1641. Der karaitSam ben David Jemsel aus Troki in Litthauen. Ich führe diesen, 
der allerdings nach Palästina reiste, einzig deswegen an, dass man in seiner reisebe- 
schreibung (Itindraires de la Terre Sainte von Carmoly 511 — 533) nicht suche, was man 
nicht findet, nämlich die beschreibung einer reise nach Palästina. Der Verfasser bricht 
in Ägypten ab. 

1644. Francis-Charles Du Rozel, herr von Gravier. Voyage de 
Jerusalem et antres Lieux Saints effectuö et döcrit en 1644 par Messire F.- 
C. du Rozel . . Publiö avec Prdface, Annotations et Commentaires, par Bonne- 
serre de Saint-Denis. Paris, Dumoulin, 1864. Gr. 8. 2 bll., 156 s. Petz- 
holdt’s Anz. , 1866, 254 f. Die schrift enthält einiges brauchbare; meist 
sind die noten des herausgebers krass und verkündigen eine unbegreifliche 
Unwissenheit. 



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103 



1644—47. Der franziskaner und Präsident des h. grabes Bernar- 
din Snrius von Eoermonde in Geldern. Le pieux Pelerin, ou Voyage de 
Ierusalem Divisö en trois Livres, contenans la description Topographique de 
plusieurs Royaumes, Pais, Villes, Nations estrangeres, nommöment des quatorze 
Religions Orientales, leurs moeurs, et humeurs tant en matiere de Religion, 
que de Civile conversation etc. Ioinct un discours de l’Alcoran, et un 
Traictö, de la Cltö de Ierusalem, et de tous les Saincts Lieux de la Palestine. 
Le tout remarquö et recüeilli par le R. Pere Bernardin Surius . . Commissaire 
de la Terre Saincte es annöes 1644. 1645. 1646. 1647. Brvsselles, F. 
Foppens, 1666. 4. 14 bil., 596 s. u. Table 4 bll. Frühere ausgabe Bru- 
xelles 1664, 4.; spätere Gent 1789. Flämisch erschien der pilger, nach der 
Versicherung von Surius (436, aufl. 1666), 3mal in Brüssel bei J. Mommart. 
Ich kenne nur das genauere einer auflage in Brüssel 1650, 8., und daselbst 
1661. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 155 — 165, de Hody’s Tombeaux 
de God. 363 (l. ed.), Rignon? 1861, 89. Der Verfasser warein sorgfältiger 
beobachter und ist nicht wenig belehrend. Vieles schrieb er jedoch aus 
Boucher wörtlich ab. 

1647. Der staats- und geheimrath Balthasar de Monconys zu Lyon. 

Iovrnal des Voyages de M. de Monconys . . Oü les S^auants trouueront vn 
nombre infini de nouueautez, en Machines de Mathematique . .; Outre la 
description de diuers Animaux et Plantes rares . . , les Coütumes et Moeurs 
des Nations , et ce qu’il y a de plus digne de la connoissance d’vn honeste 
Homme dans les trois Parties du Monde. Enrichi de quantitd de Figures 
en Taille - douce des lieux et des choses principales , Auec des Indices tres- 
exacts et tres - commodes povr l’vsage. Premiere Partie, Voyage de Portu- 
gal, Prouence, Italie, Epypte, Syrie, Constantinople, et Natolie. Lyon, H. 
Boissat et G. Remevs, 1665 f. 4. I 4 bll., 491 s., II 2 bll., 503 s., III 4 
bll., 96 s. Herausgegeben von de Liergues, dem sohne Monconys’. Spä- 
tere ausgaben: Paris 1677, 4., Lyon 1678, 4., 2 voll., Paris, Delaulne, 
1695, 12., 5 tom. Deutsch: Des Herrn de Monconys ungemeine und sehr* 
curieuse Beschreibung Seiner In Asien und das gelobte Land, nach Portu- 
gall . . gethanen Reisen, Worinne Er allerhand artige und nicht gemeine . . 
Experimenta . . zum Theil angeführet, . . zum Theil . . abgezeichnet hat; 
Alles mit schönen Kupffern versehen, und anjetzo zum erstenmabl aus der 
Französischen in die Hochteutsche Sprache übersetzet von M. Christian 
Juncker. Leipzig und Augspurg, L. Kroniger u. G. Göbel, 1697. 4. 6 bll., 
1024 s. u. ungez. bll. Register. Vortitel: Mr. Monconys’ curieuse Reise- 
beschreibung im Stahlstich. Die Übersetzung ist nicht übel; doch darf sie 
zu wissenschaftlichen arbeiten nicht benutzt wefden. Die kupferstiche sind 
weit schlechter als im original. Spätere auflage: Leipzig 1734. S. Ritter 
15, 51, Robinson 2, 545, Grässe’s Trös. 4, 574, Petzholdt’s Anz., 1863,6. 
Der reisende, als mathematiker und physiker bekannt, ist sehr unterrichtet, 
und gibt einiges beachtenswerthe. 

1647 bis 1649. Der franziskaner Johannes Schauwenburgh, Präsi- 
dent des h. grabes in Jerusalem. Trino et vni Deo, philantropo Virgini 
matri, et seraphico Patri, Angelis sanctisque Omnibus. Ad maiorem laudem 
honorem et gloriam Peregrinus Tripartitus Hoc est Diligens et accürata 
descriptio piorum, sanctorüm et memorabiliüm locorüm rerümque, per Ger- 
maniam, Italiam, Galliam et terram sanctam: in hunc ordinem congesta a. 
Christi 1667 K. per Fratrem Joannem Schauwenburgh. Papierhandschrift, 



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104 



4., 58, auf der Universitätsbibliothek in Berlin. Das buch enthält viel ab- 
bildungen und ist sehens- und lesenswerth. Ein auszug verdiente gedruckt 
zu werden. 

C. 1649. Georg Andriesz. De Beschryving der Reizen van Georg 
Andriesz; Deur Oostindlen . . Syrien, Palestina . . in ’t Jaar 1644, tot aan 
zyn wederkering in ’t 1650 jaar. Door Adam Oclarius (übersetzt). T 
Amsterdam, J. Rieuwerts, 1670. 4. Mit kk. Etwa ein paar seiten über 
das h. Land. 

C. 1650. (Pierre de la Vergne de Tressan.) Relation nouvelle et 
exacte d’un Yoyage de la Terre Sainte. Ov Description de l’ötat present des 
lieux oü se sont passöes les principales actions de la vie de Jesus Christ. 

' Paris, A. Dezallier, 1688. Kl. 8. Ebendaselbst 1742 (handschriftlich) 12. 
S. 3. Wander. 421, Noroff bei Daniel 213. Gemelli schreibt (1, bl. 9): Re- 
lazione succinta, ma assai curiosa. Unbedeutend; ganz religiös, doch nicht 
animös gehalten. Die reiserouten sind etwas speziell mitgetheilt. Im ganzen 
geniessbar. 

t 9 

* C. 1650. Jakob Josten’s Reisebeschreibung durch die Türkey, 
Ungarn . ., das gelobte Land, Neu Jerusalem, Ost- und West -Indien. Lübeck 
1652. 4. S. Stuck l, 155. 

*1651. Der russische archidiakon Jonas : üyTeuiecTBie iepoAi&KOHa 
Iohh no Cbhthm'L ivrfcCTaMT» (Reise zu den h. Stätten). In dem oben sub 
anno 1113 angeführten Sammelwerke von Sacharoff. Jonas unternahm die 
Pilgerfahrt auf Veranlassung Paisios’, des Patriarchen von Jerusalem, der in 
Moskau sich befand, und im begriffe stand, nach Palästina zurückzukehren. 
S. Noroff bei Daniel 212. 

*1651. Der mönch Arsenius Suchanoff: IIpocKHHUTapni ApcemH 
CyxaHona (Proskinitarion). Der vollständige texi* dieser röise findet sich 
handschriftlich in der bibüothek der h. synode zu Moskau. Arsenius wurde 
von Nikon, dem Patriarchen von Moskau, in den Orient gesandt, um den 
ritus der orientalischen kirche zu beobachten, und um griechische oder sla- 
wische handschriften aufzusuchen. S. Noroff bei Daniel 212 f. 

C. 1651. Der ordenspriester Arsenios. ÜQoaxvp^xd^iop xwp ‘Tbqwp 
xoncop onov ivQiaxopxai elg xtjp Aylap Ilihv l JeQOvaakrif.i . J Exdod-ev Uolqu. 
Idqatviov l ItQOf.iopa%ov . . ÜQog xop ix’kaf.inqixaxop Tlgtyylna xal dtp&ipxrjp 
MoldoftXayjug. 3 Ep ‘Epexfyoip, a/§«(1661). iT«pa 'ApSqIu. xw 'IovXiaUö. 
12. Das büchlein umfasst nicht bloss Jerusalem, sondern das ganze h. Land. 
Es ist mit holzschnitten versehen, welche denen im Yiaggio al S. Sepolcro 
des pseudonymen Noe wie ein ei dem andern ähnlich sind ; schlecht die an- 
sicht von Nazareth. Das ganze von geringem werth. Chronologisch mag 
dieser Arsenios nicht gerade hierher gehören. Ich fand indess grund, ihn 
dem Arseniks Suchanoff nachfolgen zu lassen, um es dem leser leichter mög- 
lich zu machen, dass er beide, wenn er lust hegt, identifizire. 

1652. Der Chorherr Jean Doubdan zu St. Denis in Frankreich. 

Vortitel: Le Voyage de la Terre - Sainte. Par M. I. Doubdan. Haupttitel: 
Le Voyage de la Terre - Sainte. Contenant Vne veritable description des 
lieux plus considerables que Nostre Seigneur a sanctifiö de sa presence, 
Predications, Miracles et souffrances. L’estat de la Ville de Ierusalem, tant 
ancienne que moderne. Les guerres, combats et victoires que nos Princes 



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Francis ont remport£ sur les Infideles, auec quelques ceremonies de la 
Pasque des Chrestiens Orientaux, oü il est traitte du fleuue Iourdain, de la 
Mer-morte, de la Quarantaine, de Nazaret, du Mont-Thabor, et autres places 
celebres. Le tout conforme aux T&noignages de rEscriture-Sainte, et des 
bons Autheurs qui en ont traitte . . Troisiesme edition. Reueue, corrig^e, 
augment^e et enrichie de nouuelles Figures. Par M. I. Dovbdan. Paris, 
F. Clovsier, 1666. 4. 5 bll., 714 s. u. 5 bll. Mit mehr als 10 kk. Frühere 
ausgaben: Paris 1657, 4., daselbst 1661, 4., Paris 1662, 4. Spätere aus- 
gabe: Le Voyage de la Terre Sainte, par M. I. D. Paris, 1667, 4. So 
erschien auch die 1. ausgabe bloss mit den inizialen I. D. S. Gemelli 
1, bl. 9 (Questo viaggio b tedioso, e poco letto), Raumer 7 f., Robinson 2, 
245, Laorty-Hadji 530, Rignon, 1861, 92, Petzholdt’s Anz., 1863, 6 f., 
Grässe’s Tr6s. 2, 429. Der Verfasser schrieb manches gut beobachtete, nicht 
ohne genauere kenntniss der litteratur, treuherzig nieder. Die abbildungen 
zeichnen sich durch ein originelles aussehen aus. Vgl. Topogr. 1, LIV. 

1652 — 1658. Der mailändische pater Mariano Morone von Maleo, 
guardian des berges Zion. Terra Santa Nuovamente Illustrata dal P. F. 
Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Anderer titel : Terra Santa nvovamente 
Illvstrata Dal P. Fr. Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Opera, ed Histo- 
ria varia Non meno curiosa, che diuota. Piacenza, G. Bazachi, 1669. 4. 
Der titel ist ausserordentlich lang, gleichsam eine inhaltsübersicht. Der 1. 
theil handelt vom h. Lande, von den pilgern und den angrenzenden orten, 
der 2. theil dagegen von den besitzern, bewohnern, ihren sitten, von den 
franziskanern u. s. w. Ingleichen: Warhafftiger Ausszug Z weyer Schreiben, 
dess verloffenen 1652. Jahrs (von Jerusalem den 28. Mai und 24. August) . . 
von dem R. P. Mariano di Maleo . . an . . Patrem Electum Zwinner. Durch . . 
(diesen) in Truck geben. München, L. Straub, 1653. 4. S. Robinson 2, 
545, 3. Wander. 421 f. Das buch Morone’s ist eines der belehrendsten, 
die im 1 7. Jahrhunderte geschrieben wurden. Wäre es mir früher zugäng- 
lich geworden, so würden lücken meiner Schriften weniger fühlbar sein. Die 
liste der guardiane des berges Zion 2, 379 sqq. ist nicht allenthalben ganz 
zuverlässig, und man thut wol, die liste von Artaud de Montor (Considä- 
rations sur Jerusalem et le Tombeau de J6sus - Christ suivies d’ informations 
sur les freres-mineurs et l’Ordre des Chevaliers du S. S^pulcre. Paris, A. 
le Clerc, 1846) 62 sqq., sowie jene von Poillon bei Sobrino 2, 549 sqq. 
zu vergleichen und zu ergänzen. 

* C. 1652. Pater Laurentius a divo Paulo, ein gebomer Schwede, 
aus der fürstlichen familie Skitta, im h. Lande Sekretär des pater Mo- 
rone da Maleo. Peregrinatjo sancta. Romse, Ang. Bernabö, 1658. 8. Die r 
sen titel las ich in der bibliothek zu Pisa. Vgl. Rignon, 1861, 90. 

*1652. Pater Eugenio de S. Francisco, augustiner, aus Andalusien. 
Relicario , y viaje de Roma, Loreto y Jerusalem, que hizo el P. Fr. Eugenio 
de S. Francisco. Cadix 1682. 4. Itinerario y segunda peregrinacion. Sevilla 
1712. 4. S. Rignon, 1861, 93, Noroff bei Daniel 213. 

C. 1655. Arnd Gebhard von Stammer aus Sachsen. Morgenlän- 
dische Reise- Beschreibung, Dess . . Arndt Gebhardts von Stammern, :c., 
Welcher Vor etzlichen Jahren, mit grosser Lebens -Gefahr, iedoch aber durch 
hochpreisende Gnade Gottes, ohne Verlust des Lebens gethan : Darinnen Die 
denkwürdigsten Dinge, so in solchen Ländern zu sehen und zu mercken, und 



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106 



zuförderst Das Heilige Grab . . Jesu Christi, Neben andern umbliegenden 
Heiligen Oertern, gantz eigentlich beschrieben werden. Jena, Fleischer, 1671. 
12. 6 bll. , 228 s. Zum andern mal gedruckt in Jehna, J. Th. Fleischer, 
1675. 12. Die eine ausgabe findet sich in Petzholdt’s Anz., 1863, 7, und 
ein ex. der andern besitze ich. Meusel 1, 2, 89, Stuck 1, 285 und Beller- 
mann 2, 83 haben eine ausgabe Gera 1670, allein wol irrig. Magere, doch 
etwas bessere reisebeschreibung als die gewöhnlichste. 

1656. Der kapuziner Ignaz von Eheinfelden. Vortitel: Newe Je- 
rosoloraytanische Bilgerfahrt. HaupttiteT: Newe Jerosolomytanische Bilger- 
Fahrt, Oder kurtze Beschreibung dess gelobten Heyligen Landts, von Christo 
Jesu . . betretten vnnd geheyliget , :c. Durch P. F. Ignativm von Rhein- 
felden . . , Predigern, durchwandlet vnd beschriben , :c. Mit Angehencktem, 
Summarischen Bericht, Franciscaner - Ordens Provintzien, Custodien vnnd Per- 
sohnen. Insonderheit aber Vnterschidlichen Missionen oder Sendungen deren 
Capuccineren , zu Erweiterung Catholischen Glaubens inner vnnd ausser Eu- 
ropen, in Asien, Affrica, :c. Costantz am Bodensee, J. Geng, 1664. 4. 9 bll., 
304 s. u. 3 ungez. bH. In der ausgabe Würtzburg, Hertz, 1667, 4., 7 bll., 
160 und 76 s.'mit 2 bll. register, steht auf dem titel nach ‘durch wandelt 
und beschrieben , : Mit unterschiedlichen Kupfferstücken und Holzschnitten 
geziert, und wieder in Druck gegeben. Die holzschnitte sind zum theile in 
den text gedruckt. Der bericht, in welchem der Verfasser meist dem fürsten 
Radzivil folgte, hat eine durchaus seraphische physiognomie. Ihm lag wenig 
daran, den leser mit biblischer geographie zu belehren. Er bekümmerte sich 
wenig darum, ob er den nüchternen denker mit weit hergeholten dingen be- 
hellige, er übernahm die Verantwortlichkeit mit aufheften von märchen, ohne 
acht auf die gefahr, dass er sich als einen leichtgläubigen mann kennzeichne. 
Doch in und neben dem gelehrten witze findet man oasen von brauchbarem 
und dankenswerthem. 

1658. Jean de Th6venot. Relation d’vn Voyage fait av Levant. 
Dans laqvelle il est cvrievsement traitd des Etats sujets au Grand Seigneur, 
des Moeurs, Religions, Forces, Gouuernemens, Politiques, Langues et coustu- 
mes des Habitans de ce grand Empire. Et des singularitez particulieres de 
l’Archipel, Constantinople , Terre - Sainte , Egypte, . . Deserts d’Arabie, la 
Meque: Et de plusieurs autres lieux de l’Asie, et de TAfrique, remarquez 
depuis peu, et non encore döcrits jusqu* ä present . . Par Monsieur de The- 
venot. Roven (Paris, Jolly), 1665. 4. 9 bll., 576 s. Mit des Verfassers bild. 
Eine ausgabe in Paris 1664 ist nicht gehörig verbürgt; Gemelli 1, bl. 8 
hat 1665. Spätere auflagen: Paris 16" 4 , 1681 (nach Gemelli 1684) und 
1689. Nach Gemelli auch Amsterdam 1705. 5 voll. Dann: Vortitel: Les 
Voyages de Mr. de Thevenot; haupttitel: Voyages de Mr. de Thevenot en 
Europe* Asie ef Afrique, Divisez en trois Parties, contenant cinq Tomes. 
Premiere Partie contepant le Voyage du Levant. Dans laquelle entr’ autres 
choses il est soigneusement traitd des Etats sujets . . Troisieme Edition, 
enrichie de figures en taille douce. Amsterdam, M. C. le Cöne, 1727. 
12. I 8 bll., 378 s., mit dem bilde des Verfassers und mit kupfern, II 4 bll., 
3SI - 939 s. u. Table des Matteres 19 bll. (enthaltend Palästina), HI 22 bll., 
414 s., IV 2 bll., 415—709 8. u. 13 ungez. bll., V 6 bll., 344 s. u. Table 
des Matteres 11 bll. Wenn diese auflage wirklich die 3. ist, so müssen in 
den angaben der auflagen von 1664, 1674, 1681 und 16S9 irrthümer 
stecken. Robinson (2, 545) führt auch eine amsterdamer - ausgabe von 1712 u. 



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107 



1727 an. Englisch: Travels in the Levant . ., London 1637, und: Mr. The- 
venotfs Travels to Jerusalem, and several other Parts of Judaea, from 
Cairo in Aegypt, in: Navigantium atque Itinerantium Bibliotheca : Or, a 
compleat Collection of Voyages . . By J. Harris. London, 1705. 2, 435 — 49. 
Deutsch: Reisen In Europa, Asia und Afrika. Franckfurt a. M., P. Fievet, 
1693. 4. Mit vielen kk. I (Palästina) 11 bll., 419 s. u. 9 bll., II 2 bll., 
285 s. u. 7 bll., HI (Ost-Indien) 2 bll., 228 s. u. 6 bll. Diese Übertra- 
gung ist nicht überall treu. Holländisch: Gedenkwaerdige en zeer nauw- 
keurige reizen van den heer Thevenot, uit bet fransch vertaeld door G. V. 
Broekhuyzen. T Amsterdam 1081. 4. S. Munk 656% Ritter 15, 51, Ro- 
binson, de Hody’s Tombeaux de Godefr. 367 (1. aufl.), Petzholdt’s Anz., 1863, 
7 f. Weniges von werth. 

1658. Der franziskaner Electus Zwinner, generalprediger, kom- 
missar des h. Landes und guardian in Bethlehem. BLumen-Buch, Dess 
Heiligen Landes Palestinse, So in drey Bücher abgetheilt. Durch P. Fr. 
Electvm Zwinner . . München, J. Wagner, 1661. 4. 14 bll., 660 s. u. 35 
bll. register. Mit 1 karte, vielen entlehnten ansichten und grundrissen im 
texte. Wenn Electus schrieb: Fr. Electus del., so muss ‘nachgezeichnetf 
übersetzt werden. Der titel des Buches gemahnt an das bouquet sacrö des 
P. Boucher. Das 1 . buch handelt von den namen des h. Landes, von den 
Provinzen, von Jerusalem, wie es zur zeit des Verfassers war u. s. f., das 
2. buch zerfällt in 23 pilgerschaften, wie das werk von Quaresmio in pere- 
grinationes, und das 3. buch handelt von Städten, die nicht streng zum h. 
Lande gehören, wie von Antiochia, Damask u. s. f. Zwinner benutzte auch 
das archiv der franziskaner in Jerusalem , mehr aber noch das grosse werk 
des franziskaners von Lodi. Doch tritt er hin und wieder in belebender 
weise selbständig auf. 

1659. Der jesuitenpater Joseph Besson. La Syrie Sainte ov La 
Mission de Iesvs et des Peres de la Compagnie de Iesvs en Syrie. Par le 
R. P. Iosepli Besson. Paris, I. Henavlt, 1660. 8. 2 theile, im 2. die Pil- 
gerfahrt ins h. Land. La Syrie et la Terre Sainte au XVII n si&cle par le 
P. Joseph Besson . . Nouvelle edition revue par un pere de la meme Com- 
pagnie (de Jösus). Poitiers, Oudin, Paris, Palmö, 1862. 8. XV u. 462 s. 
Der herausgeber ist Niklaus de Poirresson, als sollte sich sein name auf 
Besson reimen. Von mir eine deutsche bearbeitung des Stückes : Besson’s 
Vergleichungen zwischen Morgen- und Abendländischem aus dem 17. Jahr- 
hundert, in: Das Ausland von O. F. Peschei. Augsburg, J. G. Cotta, 1863, 
s. 893 — 896, 920 — 923. S. Laorty-Hadji 273, 530. Besson war ein geist- 
reicher mann, der trefflich beobachtete, und wenn gleich seine Schrift von 
Sophismen wimmelt und meist bekanntes enthalt, so bietet sie doch manches 
bemerken s werthe dar. 

1660. Voyages du Sr. Povllet. Novvelles Relations dv Levant Qui 
contiennent diverses remarques fort curieuses non encore obseruöes touchant 
la religion, les moeurs et la politique de plusieurs peuples. Avec une exacte 
description de l’empire du Turc en Europe et plusieurs choses curieuses 
remarqudes pendant liuit annöes de seiour . . Enrichie de cartes et de figu- 
res. Paris, L. Billaine, 1668. Gr. 12. I 454 s., II 624 s. S. Gemelli 1, 
bl. 8, Beckmann 1, 220 ff. Im 2. theil (453 — 457) sehr wenig über das 
h. Land, aber das wenige von ziemlich gesundem aussehen. 



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1660. Die achtzigjährige J emsalemfahrerin Helena Cheron aus 
Frankreich. Conferences spiritveiles, ov L’Eloge et la Relation du Voyage 
de lerusalem fait en PAn 1660. ä l’äge de 80 ans par la deffunte, pieuse 
et heroique Helene Cheron, veuve de Nicolas Berger on . Par le Sieur 
Charles de S. Germain Docteur en Medecine, Conseiller et Medecin ordi- 
naire du Roy. Paris, P. de Bresche, 1671. 12. S. Topogr. 1, LXIV, 3. 
Wander. 422. Fromm, dabei sehr wenig instructiv gehalten. 

1660. Laurenz Slisansky aus Bosskowitz in Mähren. Newe Reiss- 
beschreibung nacher Jerusalem vndt dem H. Landte, wass darinnen Denk- 
würdiges zesehen, wie auch von der Türcken Glauben, Handel vndt Leben in 
aller Kürtze Beschrieben vnd in Truckh aussgangen, Durch Lavrentivm 
Slisansky. Wienn, S. Rickhisin, 1662. 4. Mit plänen von kirchen nach 
Zuallart. Treuherzige erzählung von wenig bedeutung. 

1660. Der ritter Laurens d’Arvieux, französischer gesandter bei 
der othmänischen pforte. Voyage fait par ordre du Roy Louis XIV dans 
la Palestine, vers le Grand Emir, Chef des Princes Arabes du Desert, connus 
sous le nom de Bedoüins ou d’ Arabes Scenites, qui se disent la vraie 
posteritö d’Ismael fils d’Abraham. Oü il est traitö des Moeurs et des 
Coütumes de cette Nation. Avec la Descriptiou generale de PArabie, faite 
par le Sultan Ismaöl Abulfeda, traduite en Francois sur les meilleurs 
Manuscrits, avec des Notes. Par Monsieur D. L. R. (de la Roque). Paris, 
A. Cailleau, 17 i 7. Kl. 8. 16 bll., ohne Abulfeda 316 s. Mit kupfern. S. 
oben sub anno 1321 s. 35. Arvieux starb 1702, und de la Roque schrieb 
das buch nach den instrukzionen , welche nach dessen denkschriften abge- 
fasst waren, und die er für die reise in die Levante in Marseille erhielt, so 
wie nach mittheilung einiger specialfreunde, die mit Arvieux in Paris und 
Marseille, in Konstantinopel und Sidon verkehrten, wie mit Petis de la Croix, 
Galland und dem jesuiten de Clermont, nach dem briefwecbsel zwischen die- 
sem und dem ritter. Allein nicht bloss Zusammenstellung war Sache La 
Roque’s, sondern auch Verbesserung des styls, da der Verfasser auf die reinheit 
desselben wenig fleiss verwendete. Die beschreibung von Palästina findet sich 
auch in den Mömoires du Chevalier d’Arvieux, contenant ses Voyages ä Constan- 
tinople, dans l’Asie, la Syrie, la Palestine, l’figypte et la Barbarie, recueillis 
de ses originaux, par J. B. Ldbat Paris 1735. 8. 6 tomes. Diese Mömoi- 
res erschienen auch in guter Übersetzung deutsch : Des Herrn von Arvieux . . 
hinterlassene merkwürdige Nachrichten, worinnen er sowol seine Reise nach 
Constantinopel , in Asien, Syrien, dem gelobten Lande, Egypten, und der 
Barbarei, als auch die Beschaffenheit dieser Länder, die Religion, Sitten, 
Gebräuche, und Handlung dieser Völker, nebst der Regierungsart, der natür- 
lichen Historie, und den besondern in diesen Gegenden vorgefallenen Bege- 
benheiten, genau und richtig beschreibet, im Französischen herausgegeben 
von dem Herrn Labat, und iezt ins Deutsche übersezt. Kopenhagen und / 
Leipzig, J. B. Ackermann, 1753 — 56. 8. I 16 bll., 432 s. u. register 8 bll., 

II (Palästina enthaltend) 2 bll., 426 s. u. register 9 bll., HI 4 bll., 468 s. 
u. register 9 bll., IV 2 bll., 474 s. u. register 8 bll., V 4 bll., 524 s. u. 
reg. 13 bll., VI 4 bll., 528 s. u. reg. 12 bll. Die arbeit Labat’s war ein© ' 
weit grössere als die La Roque’s, nämlich eine umfassende. Jener stellte 
die nachrichten aus den hinterlassenen tagebüchern aller reisen zusammen, 
welche d’Arvieux unternommen hatte. Rosenmüller gab heraus: Die Sitten 
der Beduinen - Araber. Leipzig ,1789. 8. Englisch: The Cheval. D’Arvieux’s 



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Travels in Arabia. London 1718. 8. Auch daselbst 1728. S. Es ist mit- 
hin eine Übersetzung der ersten schrift von 1717. Auch nur diese wurde 
von G. Kuipers, prediger zu Nieuwerkerk aan den IJssel, ins holländische über- 
setzt zu Utrecht herausgegeben. Eine sehr interessante kritik des Werkes von 
Arvieux ist, wie knall und fall, in folgender Schrift enthalten : Lettres critiques 
de Hadgi Mehemmed Efendy a M de la Marquise de G * av svjet des Me- 
moires de M. le Chevalier d’Arvieux. Avec des öclaircissemens curieux sur 
les Moeurs, les Vsages, les Religions, et les differentes formes de Gouverne- 
mens des Orientaux. Traduites de Turc en Francois par Ahmed Frengui, 
Renegat Flamand. Paris, Didot et Quillau, 1735. Kl. 8. XVIII, 220 s. 
u. 11 bll. Manches ist in der schrift belehrend, anderes leidenschaftlich ge- 
halten. Sonderbar nimmt es sich aus, wie der mohammedaner Hadschi Me- 
hemmed gegen d’Arvieux die Christen, namentlich die römischen, vertheidigen 
zu müssen glaubt (62): Sied-il bien ä un Chrötien, et ä un Chrötien Romain, 
de dire ironiquement , en parlant de la sainte maison de Lorette, qu’ilavü 
ä Nazareth ses fondemens que les Anges jugerent a propos d’y laisser, 
et de dire, en parlant de PEglise bätie sur la maison de sainte Elizabeth, 
il y a un trou au cöte gauche de VAutel gü sainte Elizabeth ( qui etoit 
une femme prudente) cacha son eher ftls pendant le massacre des Inno - 
eens . S. d’Arvieux’s Voyage dans la Palestine, Avertissement, Raumer 8, 
Ritter 15, 51, Robinson 2, 545 sq., Laorty-Hadji 531, van Senden 1, 358, 
Rignon, 1861, 91. Es ist gerade ein lichtpunkt im werke d’Arvieux’s, wel- 
chem die kenntniss der arabischen spräche trefflich zu statten kam, dass er 
eine freiere ansicht über die tradizionen gewann. Dieser unbefangene, lehr- 
reiche reisende ist zwar nicht der erste, der, wie er selbst bekennt, ’obne 
grossen glauben 4 (2, 171) verschiedene tradizionelle merkwürdigkeiten be- 
suchte, jedoch der erste, der sie überhaupt skeptisch, schwerlich aber im- 
mer mit dem gehörigen würdigen ernste, behandelte. 

1665 — 68. Der minorit Anton Gonsales, guardian in Bethlehem, 
kommissar des h. Landes, von Mecheln. Hiervsalemsche Reyse van . . 
Anthonivs Gonsales . . Verdeylt in ses boecken. I. vervattende de reyse uyt 
Antwerpen tot de have van Jerusalem. II. Beschryft de H. Plaetsen van ’t 
JA Landt. III. Wort beschreven ’t koninckryck Syrien. IV. T vermaert 
ryck van Egypten. V. De Weder -komste uyt het heyligh Landt tot Ant- 
werpen. VI. Rare boomen, bloemen, kruyden, vier - voetighe beesten, voghelen 
visschen ende kostelycke ghesteenten. T’ Antwerpen, M. Cnobbaert, 1673. 
4. 4 bll., 821 s. u. ungez. bll. register. Dies gilt vom 1. theil (buch I, 
II u. HI), der mir einzig bekannt ist; beide theile haben nicht weniger als 
1320 eng gedruckte seiten. Auf einem andern titelblatte ist der name des 
Verfassers Gonzalez geschrieben : Ierusalemse Reijse gedaen, ende beschreven 
door F. Antonius Gonzalez. Mit karten und vielen, darunter beachtens- 
werthen kupferstichen nach neuen Zeichnungen. S. St.-Gönois’ Voyageurs 
beiges 2, 167 — 176, de Hody’s Tombeaux de God. 321 (2 öd.). Die be- 
schreibung ist ausführlich und wirklich beachtenswerth, indem sie viel brauch- 
bare notizen enthält. 

1666. Der arzt Gabriel Bremond von Marseille. Viaggi fatti nell’ 
Egitto Svperiore ed Inferiore, nel monte Sinay e lvogbi piv conspicvi di 
quella Regione; in Gervsalemmc, Givdea etc. Opera del Signor Bremond 
Marsiliese. Roma, P. Moneta, 1679. 4. Spätere ausgabe: Descrittioni esatte 
dell’ Egitto superiore ed inferiore, monte Sinai, Libano, Terra Santa ecc. 



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Bologna 1680. Der herausgeber war Gior. Corvo und der Übersetzer A. 
R. Ceri. Alessandro Bassi rügt (1, 238), dass der Übersetzer der italieni- 
schen und französischen spräche nicht mächtig genug war. S. Laffi 330, 
Gemelli I, bl. 9. Der franzose beobachtet und schreibt mit einsicht. 

1666 A. Der franziskaner Barthölemy Deschamps aus Lüttich. 

Voyage de la Terre Sainte et du Levant, par P. F. Barthölemi Deschamps, 
recollet . . Liöge, P. Danthes, 1678. 12. 602 s. Die schrift ist sehr sel- 
ten. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 68, de Hody 1. c. 440 (1. ed.). 
Eine ausgabe sine anno sah ich in Göttingen. Nicht ganz ohne iöteresse 
ist das buch, in welchem die erzählung sich zwanglos fortspinnt. 

1666, 1667 und 1668. Der oberschlesier Franz Ferdinand von 
Troilo, auf Tassot, Jeutritz, Girssdorf und Koisdorf , sächsischer kam- 
merjunker. Orientalische Reise - Beschreibung Franz Ferdinand von Troilo. 
Ritters des heiligen Grabs; haupttitel: Frantz Ferdinand von Troilo . . 
Orientalische Reise -Beschreibung. Wie er Zu dreyen unterschiedenen mahlen 
nach Jerusalem, von dannen in Egypten auf den Berg Sinai, und ferner 
nach Constantinopel sich begeben, auff der letzten Rück -Reise aber von See- 
Räubern gefangen, nach Algier in die Barbarey gebracht, zwey mahl ver- 
kaufft, und durch Gottes wunderbare Schickung zu Ende des 1669. Jahres 
wiederumb erlöset worden. Worbey aller derer Länder Art, und heilige Örter 
aussführlich beschrieben, deren Inwohner erstes Herkommen, Religionen, Ge- 
bräuche und Sitten, und denckwürdiges mit grosser Leib- und Lebens -Ge- 
fahr ängemercket werden mögen, nunmehr auff Begehren dem günstigen Leser 
aussführlich Nach vier Jahren Von dem Authore selbst abgetheilet, vor Augen 
gestehet wird. Dresden, M. Bergen, 1676. 4. 1 5 bll., 669 s. Spätere auf- 
lage: Frantz Ferdinand von Troilo . . Orientalische Reise - Beschreibung, Wie 
dieselbe aus Teutschland über Venedig, durch das Königreich Cypern, nach 
dem gelobten Lande , insonderheit der Stadt Jerusalem, von dannen in Egyp- 
ten, auf den Berg Sinai, und vielen andern entlegenen Morgenländischen 
Oertern mehr, So wohl zu Wasser, als Lande, unter sehr vielerley Glücks- 
und Unglücks- Fällen vollbracht, absonderlich wie er auf der Rück -Reise 
von denen See -Räubern gefangen . . durch Göttliche Schickung wiederum 
daraus befreyet worden ; Worbey Alle Länder und Oerter ausführlich beschrie- 
ben, deren Inwohner- Herkommen, Religion, Gebräuche, und was nur Denck- 
wtirdiges fürkommen, mit besonderm Fleisse auffgezeichnet, und alles in ein 
vollständiges Register gebracht worden. Leipzig und Franckfurth, G. Leschen, 
1717. 8. 4 bll., 888 s. u. register 32 bll. Ich notirte in Prag auch eine 
auflage Gehr, (sonst Dresden) 1733. 8. Bekannter ist die auflage Dresden 
und Leipzig 1734, 8. Beckmann schreibt (2, 285): In der erdichteten 
orientalischen Reise, welche der Conrector Joh. Valent. Merbiz unter dem 
namen Troilo hat drucken lassen. Allerdings hat für die erste auflage Joh. 
Valent. Merbitz ein gedieht an den von Troilo drucken lassen; mehr aber 
that er nicht. Die reisebeschreibung trägt durchaus den Stempel der echt- 
heit. S. Raumer 8 (4. ed.), Robinson 2, 546, Petzholdt’s Anz. , 1863, 8 f. 
Troilo war Protestant, hier und da leichtgläubig ; im ganzen aber verdient er 
glauben und beachtung. 

1665 — 1674. Der jesuitenpater Michael Nau. Voyage nouveau de 
la Terre Sainte, enrichi de plusieurs remarques qui ,servent k l’intelligence 
de la sainte Ecriture . . Paris, Pralard, 1679. 8. 671 s. Baron de Hody 
führt (Tombeaux 324, 2: aufl.) eine anonyme ausgabe in Paris 1674 (?) an. 



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Spätere auflagen: Paris, A. Pralard, 1702, gr. 12., 661 s., mit dem namen 
Naud statt Nau; Paris 1744. Zuletzt: Nouveau Voyage . . Sainte Ecriture. 
Et de diverses reflexions Chrötiennes qui instruisent les Ames devotes dans 
la connoissance et l’amour de J. C. Par le R. P. Nau . . Nou veile Edition. 
Paris, J. Barbou, 1757. Kl. 8. 10 bll., 661 s. Die 1. druckbewilligung 
datirt vom 17. febr. 1678, und schon aus diesem gründe dürfte das j. 1674 
bei Hody verschrieben sein. Nau bereiste 1665 mit dem provenzalischen 
edelmanne de Bonnecorse, damals französischen konsul in Sidon, das land 
Galiläa und 1674 mit dem marquis de Nointel, französischen gesandten bei 
der othmänischen pforte, das ganze h. Land. Ohne wissen des Verfassers 
wurde, einige Jahre vor der ausgabe des Vayage Nouveau im j. 1679, ein 
bericht über Galiläa veröffentlicht (comme on en a döja donnö au Public k 
mon insceu, un recit que j’en [Galiläa] fis il y a quelques annöes , et qu’il 
est assez exact, je le feray ajouster icy, l’augmentant seulement de quelques 
Remarques que j’ay faites au second voyage que j’y ay fait avec M. le 
Marquis de Nointel. 530). Dieses beigefügte ist: Voyage de Galilöe, das 
5. buch des Werkes ausmachend. Jener früher herausgegebene bericht, von 
dem Nau schreibt, erschien unter dem titel: Le Voyage de Galilee. Paris, 
M. le Petit et E. Michallet, 1670. 12. 8 bll., 259 s. Das büchlein trägt 
die Unterschrift D. S. A. oder S r de S. A., woraus Barbier ohne zureichen- 
den grund Salvinien d’Alquie zu machen lust hatte. Nach dieser ausgabe 
von 1670 schloss ich früher, dass das Voyage de Galilöe mit dem konsul 
Bonnecorse in die jj. 1667 und 1668 fiel; allein da Nau, in beziehung auf 
die reise in gesellschaft de Nointel’s, welche im j. 1674 unternommen war, 
schreibt (531): Je fis il y a pres de dix ans, le voyage de Galilee avec 
M. de Bonne-corse, so sollte ich für diese erste galiläische reise das j. 1665 
annehmen. Uebrigens erklärt sich Nau (643) ganz bestimmt, dass am 31. 
dezember 1 667 der konsul, mit dem er reiste, wegen der araber sich bei- 
nahe nicht getraute, den berg Karmel oder Karmain zu besteigen. Das ver- 
dienst, die autorschaft des 1670 gedruckten Voyage de Galilöe in Nau ent- 
deckt zu' haben, gebührt Abraham de NorofF (bei Daniel 207, 213). S. Gemelli 

1 , bl. 9 (Questo viaggio b assai curioso, ed e uscito da penna crudita) , 3. 
Wander. 422, Petzboldt’s Anz., 1863, 9. Robinson (2, 54 6) schien das buch 
so selten, dass er sich bewogen fand, zu bemerken, dass er ein exemplar 
aus der Universitätsbibliothek in Göttingen benutzte. Ich besitze die ausgabe 
von 1757. Der Verfasser verstand, was immer hervorzuheben ist, arabisch. 
Im historischen folgt er meist dem Quaresmio, fast blindlings. Sonst ent- 
hält das buch viele neue beobachtungen, welche ihm keinen geringen werth 
verleihen. Im 17. jahrhundert ist Nau unter den römischen katholiken, was 
Maundrell unter den Protestanten. 

*1668. Des Monceaux, Voyage en Pelestine et en Grece, in: Voyages 
de C. Bruyn, t. 5. p. 389 — 498. S. Beckmann 2, 445, Grässe L. 3, 

2, 822. 

1668. Der franziskaner Jacques Flor. Goujon, Präsident des h. 
grabes in Jerusalem. Histoire du Voyage de la Terre- Sainte, oü tout ce 
qu’il y a de plus remarquable . . Par le R. P. laques Goujon . . Ouurage 
enrichi de plusieurs figures en taille douce. Lyon, P. Compagnon, 1670. 
4. Spätere ausgabe: Histoire du voyage de la Terre - Sainte. Lyon 1761. 
4. Das buch soll auch 1672 aufgelegt worden sein. S. Gemelli 1, bl. 9, 
de Hody’s Tombeaux 419 (1. öd.), Bonar 523, Brunet 6, 1585 (neueste 



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auf!.), Rignon, 1861, 90. Die in kupfer gestochenen illustrazionen sind zum 
theil eine wahre plünderung ans Bernardino Amico ; der plan von Jerusalem 

ist sehr schlecht. Vgl. Topogr. 1 , XCIV. Im ganzen wird in der schrift 

kein schritt über die grenze des unbedeutenden gethan. 

*1668. Relation du voyage, fait ä Jerusalem en 1668 par Boisot. 
Ms. in Besangon. S. Haenel Catal. 71. 

1669. Pilgerfahrt von vierzehn engländem s. sub anno 1601, 
Timberlake. 

C. 1670. De la Croix, Sekretär der französischen gesandtschaft 
in Konstantinopel. VoYage Nouveau de la Terre Sainte. Contenant Son 
Etat Ancien, et Moderne. Par le S r . de la Croix. Cod. ms. gall. 710, 4., 
in der Staatsbibliothek zu München. Noroff (bei Daniel 2 1 5 ) führt sub anno 

1793 einen Sr. Delacroix an, dessen ms. (4. 257 8.) als eine kopie aus der 

orientalischen bibliothek von Marcel 1859 in Paris verkauft wurde. . Die 
schrift de la Croix’s, welcher 1660 unter de Nointel den posten eines secre- 
tärs versah, enthält einiges interessante. Die angeklebte karte von Bonfrfere 
hat die jahrzahl 1661. Wann der Verfasser eigentlich das h. Land durch- 
reiste, wird nicht gesagt. 

*C. 1670. Jouvin, le voyageur d’Europe oü est le voyage de Tur- 

quie, qui comprend la Terre -Sainte et l’Egypte. Paris 1676. 12. S. Jo- 
lowicz. 

1670. Des schöch Ibrähim el-Khijäri el-Medeni rfeise durch einen 
Theil Palästinas, in der einladungsschrift für die feier des pfingstfestes von 
Friedrich Tuch . . Leipzig, W. Vogel, 1850. 4. Etwas brauchbares. 

C. 1672. Die engländer Johann Sanderson, Heinrich Tfrnberly 
(und kapitän Johann Smith). Seer gedenckwaerdige Vojagien van Joh. San- 
derson, Hendrick Timberly, en capt. Johan Smith, Door Europa, Asia en 
America. Nevens een pertinente Beschryvinge van ’t Heylige Landt. Met 
kopere Platen verliert . ’t Amsterdam, J. van Dyck, 1678. Sanderson ist 
unbedeutend und Tpnberly (85 ff.) ganz unbedeutend. Ich merkte mir vor, 
dass Sanderson 1671 von London abreiste. Nun aber bemerkt Patrick 
Russell in seinen aumerkungen zu Alexander Russell’s Naturgeschichte von 
Aleppo (l, 160 f.), dass JohannSanderson vom j. 1584 bis 1602 im Mor- 
genlande sich aufhielt, und dass der verständige reisende insbesondere seine 
eigene Wanderung nach Jerusalem beschreibt. In diesem nebel vermag ich 
den Sonnenstrahl der Wahrheit nicht zu erblicken ; doch möchte ich mich eher 
zu einem irrthum im holländischen erklären als die angaben Russells aus der 
luft gegriffen mir denken. Man kennt von Smith : The true Travels, Adven- 
tures and Observations of Capt. John Smith, in Europe, Asia, Affrica and 
America, from A. D. 1593 to 1629 etc. London, T. Slater, 1630. Fol. 
S. Grässe’s Trös. 6, 424. 

1673. Der arzt und Wundarzt Angelo Legrenzi aus Venedig. II 

Pellegrino nell’ Asia, cio& Viaggi Del Dottor Angelo Legrenzi . . Con li 
Ragguagli dello Stato della Santa Cittä /di Gierusalemme, Bethelemme, Naza- 
reth, et altri luoghi Santi, e Cittä Maritime. Opera divisa in XXXII. Pelle- 
grinaggi .. Venetia, D. Valvasense, 1705. 12. I 10* bll. , 240 s. u. 
Indice 6 bll., II 426 s. Mit einem titelkupfer. II. mit etwas veränder- 
tem titel: Con li raguagli dello Stato delT Impero Ottomano, del Re di 



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Persia, de Mogori, e . . Legrenzi hielt sich längere Zeit in Haleb auf. Man 
liest seine schrift gerne nnd mit nutzen. 

1674. Cornelio Magni. Qvanto di piü cvrioso, e vago Hä potuto 
raccorrq Cornelio Magni Nel secondo biennio da esso consumato in viaggj, 
e dimora per la Turchia. Parma, A. Pazzoni, 1692. 12. Die briefe im 
21 theile Principalmente contengono la visita della Santa Cittä di Gierusa- 
lemme, co’ Santuarii ä lei aggiacenti; diffondesi poi pe’l resto di Giudea. 
Magni reiste mit dem französichen gesandten de Nointel nach Jerusalem wie 
Nau; er steht aber diesem weit nach. 

1675. , Der deutsche edelmann Otto Friedrich von der Gröben. 
Orientalische Reise -Beschreibung, Des Brandenburgischen Adelichen Pilgers 
Otto Friedrich von der Gröben: Nebst der Brandenburgischen Schifffahrt 
nach Guinea, und der Verrichtung zu Morea, Unter ihrem Titel. Marien- 
werder, Reiniger, 1694. 4. 4 bll. , 399 s. Mit 29 kk. Frühere auflage, 
ohne dass sie die erste wäre: Des Herrn Otto Friedrich von der Groeben 
Orientalische Reisebeschreibung. Neue Auflage, verbessert und mit Anmer- 
kungen versehen. Danzig, D. L. Wedel, 1779. 8. 8 bll., 334 s. S. Petz- 
holdfs Anz., 1863, 10. Einiges ist nützlich, und die schrift gehört wenig- 
stens zu den bessern pilgerbüchern von gewöhnlichem schrote. 

1679. Der priester Domenico Laffi aus Bologna. Viaggio in Levante 
al Santo Sepolcro di N. S. G. Cristo, et altri Luoghi di Terra Santa, di 
D. Domenico Laffi . . Bologna, A. Pisarri, 1683. Kl. 8. 576 s. Auch Bo- 
logna, G. Pisarri, 1738. 8. 479 s. S. Bonar 523. Einiges brauchbar, 
sonst aber unsäuberlich geschrieben, z. b. s. 286 (2. aufl.) Adamano statt 
Adamnano, Arnulfo statt Arculfo. 

1679 f. Johann Baptist de Burgo, abt in Cläre und apostolischer 
vikar von Irland. Viaggio di cinqve anni In Asia, Africa , & Europa del 
Turco di D. Gio. Battista de Bvrgo Abbate Clarense . . Con la distinta 
descrittione delle Forze, Fortezze di detti paesi, tanto in terra ferma, com’ 
anche di tutti i Porti di Mare , e di tutte le Isole. Con la [descrittione di 
Gierusalem, Gran Cairo, Alessandria, Constantinopoli, et altre Cittä di Tur- 
cbia, con molte altre Curiositä. Milano, Agnelli, sine* anno (1686). 12. 
I 18 bll., 548 s., II 6 bll., 503 s. Grässe führt (Trös. 1, 576) 3 voll. an. 
Ohne Ordnung geschrieben, meistentheils kompilazion. 

1681. Wallfahrt eines italieners nach Nazareth. Kupfertitel: Viaggi 
in Levante; haupttitel: Nazaret Gloriosa Relatione de Viaggi di Levante, 
Fatti coir Eccell. Sig. Polo Michiel Capitanio delle Naui ; principiando dalle 
Bocche di Costantinopoli sino per tutta la Soria con la descrittione di diuerse 
Cittä Turchesche vedute, e successi curiosi del viaggio, e specialmente della 
Cittä Santa di Nazaret . . Venetia, D. Lovisa, 1700. 12. 6 bll., 204 s. 
Der Verfasser ist auf dem titelblatte nicht genannt ; aber aus bescheidenheit 
steckt er am ende der Vorrede in einem anagramm: Olmoriga Cottigiame 
Ratlzano (Girolamo Giamecotti Nazirato?). Der Verfasser motivirt sein ana- 
gramm so: Anche Apelle miracolo d’ingegno nell’arte sua non ardiua farsi 
veder nell* opre sue alla seoperta, mä dietro 11 quadro da lui dipinto ed esposto 
alla veduta de tutti ä bello studio nascosto recchieggiaua il giudicio, che 
n’era formato. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 10. Nicht ganz ohne werth. 

Tobler, BiMiographia. 8 



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114 



1681. Der maler Cornelius de Brayn ans dem Haag. Reyzen Van 
Cornelia de Bruyn, Door de vermaardste Deelen van Klein Asia, De Eylan- 
den Scio, Rhodua, Cyprua, Metelino, Stanchio, &c. Mitagadera de voor- 
naamate Steden van iEgypten, Syrien En Paleatina, Verrijkt met meer ala 
200. kopere Konstplaaten , vertoonende de beroemdste Landschappen , Ste- 
den, &c. Allee door den Autbeur aelfa na het leven afgetekend. Delft, H. 
van Krooneveld, 1698. Fol. 11 bll., 398 s. und 4 bll. register. Mit 1 
titelkupfer, dem bilde de8 verfas8er8, 1 karte; die zahl der kupferstiche be- 
trägt im ganzen 210. (Die reisen durch Russland, Persien und Indien er- 
schienen 4714 besonders.) Französisch kam das werk mehrmals heraus; 
selbst der name des Verfassers wurde in le Brun übersetzt. Voyage au 
Levant, C’est k dire Dans les Principaux endroits de l’Asie Mineure Dans 
les Isles de Chio, de Rhodes, de Chypre &c. De m&ne que Dans les 
plus Considerables Villes d’Egypte, de Syrie, Et de la Terre Sainte; En- 
richi de plus de Deux Cens Tailles - douces, oü sont reprösentöes les plus 
cölebres villes, Pals, Bourgs, & autres choses dignes de remarque, le 
tont dessind d’aprös nature: Par Corneille Le Brun. Traduit du Fla- 
mand. Delft, de Kroonevelt, 1700. Fol. 7 bll., 408 s. u. 3 bll. Spä- 
tere auflagen: Paris, 1714, fol. Auch Nouvelle ddition augmentee con- 
siddrablement. Rouen, Ferrand, 1725. 4. I 648 s. , II 565 s., und im 
gleichen jahr in Paris nouvelle ddition, revue par Fabbd Banier, 5 voll. 4. 
Dann: Voyages de Corneille Le Brun au Levant . .; Enrichi d’un grand 
nombre de Figures en Taille -Douce . . La Haye, Gosse et Neaulme, 1732. 
4. 1 8 bll., 648 s. u. 6 bll., II 565 s. u. 6 bll. S. Gemelli 1, bl. 8, 
Beckmann 2, 409 ff., 439. Raumer 8 (4. ed.), Barbier’s Dictfonnaire 3, 
430, Grässe L. 3, 2, 823, Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, Petzholdfs 
Anz., 1863, 9 f . Der holländische künstler ist skeptisch, hier und da werth- 
voll; schade, dass seine schönen abbildungen nicht überall zuverlässig und 
dass selbst im urdrucke die Zeichnungen nicht mit gehöriger Sorgfalt in 
kupfer gestochen sind. Ich möchte es einen glücklichen umstand nennen, 
wenn die Originalzeichnungen noch aufgefunden und benutzt werden könnten. 
Ich machte eine traurige erfahrung, welche freiheit sich lithographen und xylo- 
graphen mit den Zeichnungen erlaubten, indem sie echt orientalischem einen 
fränkischen Stempel aufdrückten. 

1684. Heinrich Myrike, reformirter prediger der holländischen 
gesandtschaft in Konstantinopel. Reyse nach Jerusalem und dem Land 
Canaan, Ans Licht gegeben und mit vielen Anmerkungen erkläret und ver- 
mehret, Von Joh. Henrich Reitz. Osnabrück, Fuhrmann, 1714. 8. 5 bll., 
128 s. u. register 4 bll. Auch Itzstein 1720. Heinrich Mirike . . Reise 
von Konstantin opel nach Jerusalem und dem Lande Kanaan. Mit vielen 
Anmerkungen von Palästina je. von Johann Heinrich Beiz . Augsburg, C. 
F. Bürglen, 1789, 8. S. 1 — 161, zugabe 161 — 206. Holländisch: Rotter- 
dam 1725. S. oben s. 69, Bellermann 2, 83, Robinson 2, 546, Petzholdt's 
Anz., 1863, 10. Von wenig werth. 

1688 f. Der gelehrte franzose La Roque. Voyage de Syrie et du 
Mont-Liban: Contenant la Description de tout le Pays compris sous le nom 
de Liban et d’Anti-Liban, Kesroan, &c. ce qui concerne FOrigine, la Cröance, 
& les Mceurs des Peuples qui habitent ce Pays: la Description des Ruines 
d’Heliopolis , aujourd’huy Balbek, & une Dissertation historique sur cette 
Ville ; avec un abregd de la Vie de M. de Chasteüil , Gentilhomme de Pro- 



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115 



vence, Solitaire du Mont-Liban; & l’Histoire du Prince Junös, Maronite, 
mort pour la Religion dans ces derniers temps. Par M. de la Roque. Paris, 
A. Cailleau, 1722. 12. I 6 bll., 347 s., II 1 bl., 321 s. u. I bl. Auch 
Amsterdam 1723. 12. Aus der druckbewilligung vom 25. november 1716 
ersieht man, dass sie damals schon das Voyage dans la Palestine und Vo- 
yage du Mont-Liban zusammenfasste. In der Vorrede zum letztem heisst es, 
dass das publicum mit einiger befriedigung les Voyages de TArabie- Heu- 
reuse, et de la Palestine aufgenommen habe, und wirklich erschien nach 
Bellermann (2, 83) die eine reise von La Roque in Amsterdam 1716, gr. 12., 
und die andere daselbst 1718, gr. 12. Auch deutsch: Leipzig 1740. S. snb 
anno 1660 Arvieux, Robinson 2, 546. In der Originalschrift La Roque’s 
hat nur sehr weniges auf Palästina bezug. 

*1690» Der franziskaner Franciscus Caccia, generalkommissar des 
heiligen Landes, Er gab mehrere Schriften heraus. 1. Compendium seu 
brevis relatio Locorum Sanctorum quse seraphicus ordo Franciscanorum ultra 
quadringentos Annos legitime possedit et a Scbismaticis per aliquos Annos 
injuste et dolose ablata, nunc iterum majori gloria nobis per Decretum magni 
Sultani, Anno 1690. Die 26. Junij sunt restituta. Authore Pat. Francisco 
Caccia. Vienna A., A. Heyinger, 1693. 4. Mit abbildungen des -kreuzwe- 
ges nach Zuallart. — 2. Monumentum Glorise seraphicse. Das ist : Gedenck- 
Zeichen Seraphischer Ehr, Dess . . Vatters Francisci, Und Dero Mindern 
Ordens -Brüdern . . Durch P. Franciscum Caccia, Provinciae Austriae Patrem . . 
Wienn, Ph. Fievet, 1694. 4. Auch mit dem Vortitel: Ausführliche Be- 
schreibqpg dess H. Grabs J. Christi zu Jerusalem. Mit schönen Kupffern 
gezieret. Darin ist geschichtliches über die anmassung der griechen enthal- 
ten; s. 118 ein plan von Jerusalem wie bei Quaresmio, s. 130 plan der 
grabkirche wie bei Bernardino Amico, nur dass er durch nachlässigkeit des 
kupferstechers verkehrt erscheint, s. 138 die abbildung der grabkapelle und 
s. w., theils wie in der folgenden schrift, aber unten mit den Worten: De-, 
lineatio quorundam locorum Sacrorum Jerosolymis. Diese schrift ist ein 
durcheinander ohne logische Ordnung, mit einigen beachten swerthen notizen, 
mehr ein heraus streichen der thaten des franziskanerordens als eine klare, 
zusammenhängende beschreibung des h. Landes. — 3. Jerusalem seu Palsestina 
nova, Oder Das . . Heilige Land, burch A: R: P. Francisc. Caccia. 
Wienn, C. Lercher, 1706. 4. Mit etwas schlechten holzschnitten. Die an- 
sicht von Jerusalem ungefähr wie bei de Angelis ; es steht jedoch darüber : 
Biltnuss, welche Patri Francisco Caccia Com. Gen. Terrae Sanctae aus dem 
H. Landt in originali überschickt worden. 1691. Ueberhaupt haben die 
Schriften von Caccia vorzüglich wegen einiger geschichtlichen daten und der 
abbildungen mehr und minder werth. Noroflf (bei Daniel 2 1 3) kennt eine hs. 
in 4. etwa aus dem j. 1712 und zwar ein autograph: Itinerarium Terrae 
Sanctae, von dem er sagt, dass dagegen die deutsche ausgabe nur eine ge- 
drängte Zusammenstellung sei: II a refondu son travail dans le present 

MS., l’a augmentö con sidö rab lernen t et en a fait presque un nouvel ouvrage 
plus substantiel. S. Hietling l, 331. 

1693. Doktor Giovanni Francesco Gemelli Careri aus Neapel. 
Giro del Mondo del Dottor D. Gio: Francesco Gemelli Careri. Napoli, G. 
Roselli, 1699. 8. Dann: Nuova edizione accresciuta, ricorretta, divisa in 
nove volumi. Con un Indice de’ viaggiatori, e loro Opere . . Tomo primo 
Contenente le cose piü ragguardevoli vedute nella Turchia. Venezia, G. 

8 * 



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116 



Maffei, 1719. 8. Voll. 9. I 18 bll., 314 s. u. Tavola 3 bll. Mit dem 
bildnisse des Verfassers , l Vignette und mit kupferstichen. In diesem 
bande (I) wird Palästina besprochen. Terza Edizione di molto accresciuta, 
e ricorretta dall’ Autore. Napoli, Parrino, 1721. 8. 12 bll., 406 s. u. 

5 bll. Nuova edizione . . (wie in der ausgabe von 1719). Venezia, Coleti, 
1728. 8. 16 bll., 314 s. u. 3 bll. Diese ausgabe scheint für die von 1 7 1 9 
nur eine titelausgabe zu sein. Englisch in: A Collection of Voyages and 
Travels. London, Awnsman and Churchill, 1704. Fol. 4, l sqq. Franzö- 
sisch: Voyage du Tour du Monde, Traduit de l’Italien de Gemelli Careri, 
Par M. L. N. (Le Noble). Paris 1719. 8. 6 voll. Nouvelle Edition aug- 
mentöe sur la derniöre de ITtalien, et enrichie de nou veiles Figures. Tom. I. 
De la Turquie. Paris, Ganeau, 1727. 8. 1 bl., XXIV, 592 s. u. 3 bll. 
Auch in: Histoire gönörale des Voyages. Nouvelle edition. Ä la Haye, P. 
de Hondt, 1758. 4. 16, 341 sqq. Allein hier ist das h. Land übergangen, 
ohne dass der leser viel verliert. S. Petzholdt’s Anz. , 1863 , 10 f. Ich 
besitze das exemplar (aufl. 1719) aus dem nachlasse Karl Ritters, und hier 
lese ich handschriftlich von diesem: ‘Ker Porter in seinen Observations on 
the Turks (Voy. I) nennt diese reisen erlogen . . Vielleicht thut er daher 
auch dem Neapolitain Doctor unrecht? . . Auch wird Gemelli von keinem 
gleichzeitigen orientalischen reisenden erwähnt.’ Ich möchte nicht anstehen, 
dass der Gemelli wirklich Palästina durchreiste. Er ist sonst nicht unnütz. 

*C. 1695. Der jerusalemische archimandrit Simeon Simonowitsch 
aus Serbien. Bericht über Jerusalem, herausgegeben mit illustrazionen, 
Wien 1748; als anhang zur reise des russischen pilgers B. Barsky. S. die- 
sen sub anno 1723. Noroff bei Daniel 124. 

1697. Johann Balthasar Metzger von Grossostheim bei Aschaffen- 
burg. Kürze beschreybüng : von dem heylichen land Iüdea, von dem Neyen 
Jerüsalem : und deren ümbligende Stett ünd Flecken : alwo Christus . ., 
mit beyfügüng aller seyner Myracüllen ünt Wünder Wercken : auch an wel- 
chem orth, solche gesehen, wie die Stött zü selbiger zeit: gewesen: wie sie 
an iezo sein . . : wie die Christen gehalten . . : ünd alle deren lands frucht- 
barkeith : ünd beschaffenheit ist allda aüfs beste ünd genaüste von anno 1698. dürch 
lohan Balthasar Metzger . . aüff gestelt, und in den truck gegeben ; worbey alle 
die Stette, mit ihren schönen Küpfer platenan geviegt . . dan ich das land Selbsten 
von anno 1684. bis 1698. dürch reist habe, wie hir negst mit mehrem an zeicht 
gegeben. Amsterdam 1710. Kl. 4. 4 bll., 140 s. Mit portrait. S. Petz- 
holdt’s Anz., 1861 , 290. Statt eines solchen im schlechten deutsch ge- 
schriebenen titels ist es eine wonne, einen in einer fremden spräche zu lesen. 
Für Palästina ist das buch, so zu sagen, ohne werth. 

1697. A. de la Mottraye. Voyages du Sr. A. de la Mottraye en 
Europe, Asie et Afrique . . Ä la Haye 1727. Deutsch: Reisen des Herrn de 
la Mottraye in die Morgenländer. Aus der Französischen Urschrift in einen 
Auszug gebracht. Berlin und Stettin, F. Nicolai, 1783. 8. 6 bll., 332 s. 
Übersetzt von K. Fr. Trost. S. Engelmanns Biblioth. geogr. 124. Der ver- „ 
fasser, ein verständiger beobachter, war in Ramleh, ohne dass er Jerusalem 
besuchte. 

1697. Henry Maundrell, kaplan. der englischen faktorei in Haleb. 
Journey from Aleppo to Jerusalem at Easter 1697. Oxford 1703. 8. Da- 
selbst 1707. The III. Edition, To which is tiow added an Account of the 



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117 



Author’s Journey to the Banks of Euphrates at Beer . . Oxford, at the 
Theatre, 1714. Gr. 8. 6 bll. , 145 s. mit 7 unbez. u. 10 bez. s. Nebst 
14 kk. Die 6. auflage mit Zusätzen Oxford 1740. 8. The VII. Edition . . 
With an Index to the whole Work. Oxford 1749. Gr. 8. 6 bll., 171 s. 
Mit 1 5 kk. gedruckt für Meadows in London. Ebenfalls in J. Pinkertons : 
A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon- 
don, Longman, 1811. 4. Vol. 10. 1839 gab Halliwell den Maundrell mit 
noten heraus. Auch 1848 in Thomas Wrighfs Early Travels in Palestine 
383 — 512. An Abstract of . . Maundrel’s Journey from Aleppo to Jerusa- 
lem, being a Supplement to Mr. Saudys, in : Navigantium atque Itinerantium 
Bibliotheca : Or, a compleat Collection of Voyages . . By John Harris. Lon- 
don 1705. Fol. 2, 788 — 800. Französisch: Voyage d’Alep k Jerusalem, 
k Päques en l’annöe 1697 . . Traduit de FAnglois. Utrecht, G. van Pool- 
sum, 1705. Kl. 8. 6 bll., 251 s. Mit 9 kk. Auch Paris 1706. 12. Hol- 
ländisch: übersetzt von Muntendam 1705, 8.; Utrecht 1713, 4.; in Halma’s 
Wordenboek van het H. Land. Franeck 1717. 4. Zuletzt: Een reisje 
van elf weken en vijf dagen van Aleppo naar Jerusalem. Met platen. Gro- 
ningen 1831. Herausgegeben von J. A. Oostkamp. Es erregt staunen, wie 
viel die holländer theils durch original werke, mehr aber noch durch Über- 
setzungen für das h. Land bis auf unsere zeit gethan haben. Wenn ein 
kleines volk mit eigner litteratur so viel erzeugnisse aufweiset, so legt es 
zeugniss ab, dass ihm das gelobte Land ebenso so sehr anliegt, als dass es 
viel bildung besitzen oder sehr bildungsfähig sein muss. Deutsch: Gantz 
Neue -Reise -Beschreibung nach dem Gelobten Lande. Darinnen Die jetzige 
Beschaffenheit und der alle*- neueste Zustand des Heiligen Landes, Und aller 
darinnen Sehenswürdigen Städte, auch anderer in Heil. Sckrifft vorkommen- 
den Oerther befindlich; Welche Im Jahr 1700. mit möglichster Observantz 
verrichtet, und in Englischer Sprache beschrieben, auch in verschiedenen 
Kupfern vorgestellet M. Henrich Maundrell. Hamburg, Liebernickel, 1706. 
8. 7 bll., 206 s. Der Übersetzer ist Ludwig Friedrich Vischer. Dann: 
Henrich Maundrell, . . Reise - Beschreibung Des Heiligen Landes, Aller 

darinnen Sehens -würdigen Städte und Oerter, so in Heiliger Schrifft aufge- 
zeichnet sind; Nach allen Umständen beschrieben, auch das merckwürdigste 
in Kupfer vorgestellet wird. Vermehret Mit einer zweyten Reise . . Ham- 
burg, C. W. Brandt, 1737. 8. 4 bll., 206 s. Dieser titel ist minder prahle- 
risch und nicht unrichtig (mit dem reisejahr 1700) wie der alte. Der Vor- 
titel lautet: Reise von Aleppo nach Jerusalem. Angehängt sind 2 briefe 
Maundrells, der eine vom märz 1699 und der andere vom april 1700. Die 
9 kupfer sind zum theile schlecht. Auch in: Reisen in die Morgenländer. 
Wien, Schrämbl, 1792. 8. 1. band. Dies ist ein schlechter nachdruck in 
Berlin erschienener deutscher Übersetzungen von englischen reisenden. Ich 
verglich diese Übersetzung mit der guten folgenden in Paulus’ Sammlung 
der merkwürdigsten Reisen in den Orient (Jena 1792): Reise von Aleppo 
nach Jerusalem um Ostern 1697. gemacht . . übersezt nach der 6. Ausgabe 
des Originals, Oxford 1740. I, 7 — 193, nebst den 2 briefen bis 196 und 
mit anmerkungen 295 — 342. Auch die hamburger-ausgabe von 1737 ist 
weit besser als die berlin- wiener. S. Bellermann 2, 84, Munk 656", Rau- 
mer 8 (4. aufl.), Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, van Senden 1, 363, 
Grässe’s Trös. 4, 448, Petzholdfs Anz., 1863, 11 f. Der Verfasser schreibt 
nüchtern und gediegen, und seine schrift kann heute noch in mancher be- 
ziehung vielen als muster dienen. 




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*1697. R. Chiswell. Journal of a Voyage from Aleppo to Jerusa- 
lem. Ms. im brittischen Museum zu London. 

1697. Der franziskaner Konrad Hietling, guardian in Bethlehem. 

Peregrinus affectuose per Terram Sanctam et Jenisalem a Devotione et Cu- 
riositate Conductus, tarn in pietate quam notitiä instructus expedit in Christia- 
nitatem. Sub auspiciis . . Georgii Ferdinandi, S. R. I. Comitis de Falben- 
haubt . . Curiosis, Et Devotis Librum I. et II. Annotante, et deferente Fratre 
Conrado Hietling. Graecii, D. Wälder, 1713. Fol. I 5 bll., 343 s., H 270 
s. u. Index 1 0 bll. Mit 1 titelkupfer, 1 karte nach den Stämmen, 1 vogel- 
ansicht von Jerusalem, 1 plan der kirche und geburtskapelle in Bethlehem 
(ziemlich nach Quaresmio), mit dem grundriss der via dolorosa, mit einer an- 
sicht des Ölberges und der grabkirche in Jenisalem nebst durchschnitt. S. 
Bonar 524. Es ist dies ein ausserordentliches werk, nach seiner art ein 
sehr gelehrtes, grösstentheils in gebundener rede. Was nicht in versen be- 
sungen wird, oder der prosaische theil zwischen den versen ist mehr ein 
kommentar oder nebensache. Peregrinus meus, schreibt Hietling, in primo 
Palaestinus, in secundo libro totus Jerosolymitanus Urbem Sanctam lustrat, 
et illustrat. In dem kommentar findet sich hin und wieder etwas brauch- 
bares. -Am Verfasser ist die Selbständigkeit zu rühmen, wie sie sich beson- 
ders an einem beispiele zeigt. Man hatte allgemein behauptet, dass die fran- 
ziskaner wegen der gräber Davids und Salomos vom berge Zion durch die 
mohammedaner vertrieben worden seien. Unbefangen äussert sich, nach Di- 
dacus de Cea (üb 1. c. 8. § t. fol. 21 1), Hietling (1 , 330; 2, 9): Po- 
tissima causa fuit expulsionis defectus judicii, et indiscretionis alicujus Guar- 
diani suae opinioni inconsulte et nimium pertinaciter inhaerentis. Der fran- 
ziskaner hatte das glück, im grafen von Falbenhaubt einen Mäcenas zu finden, 
durch welchen der druck des voluminösen buches zu stände kommen konnte. 
Dr. Laurent und ich, willens, vom j. 333 (pilger von Bordeaux) an bis zum 
j. 1187 alle reisen nach dem h. Lande in einer Sammlung herauszugeben, 
haben heute Ursache, den pater Hietling zu beneiden; wir vermögen, aus 
mangel an Unterstützung, unser Vorhaben nicht auszuführen. 

1697. Der domherr A. Morison von Bar le Duc. Relation histo- 
rique d’un Voyage nouvellement fait au Mont de Sinai et ä Jerusalem. On 
trouvera dans cette relation un dötail exacte de ce que l’autlieur a vü de 
plus remarquable en Italie, en Egipte et en Arabie. Dans les principales 
provinces de la Terre - sainte. Sur les cötes de Syrie et en Phoenicie. Dans 
les Isles de la Mediterranöe . .; avec une idöe juste de la religion, du 
genie, des moeurs et des coutümes des Turcs. Par le Sieur A. Morison . . 
Divisöe en trois Parties. Toul, A. Laurent, 1704. 4. 11 bll., 758 s. Mit 
I portrait u. 2 karten. Deutsch: Reisebeschreitging . . Hamburg 1704. 4. 
Eine hs. wird in Metz bewahrt nach Haenel Catal. 220. S. Gemelli 1, bl. 9 
(Questo viaggio non b cattivo, e forse ancora utile, essendo de’ piü moderni), 
Ritter 15, 52, Robinson 2, 546, Petzhold t’s Anz., 1863,110. Der Verfasser 
schreibt ausführlich und wol unterrichtet; doch scheint am werke die Schreib- 
art das beste. 

*1697 ff. Der franziskaner Vinzent Stern aus Villingen, aposto- 
lischer missionar und präses des h. Grabes. Seine briefe sind mitge- 
iheilt von J. Leichtlen in den Schriften der Gesellschaft für Beförderung der 
Geschichtkunde zu Freiburg im Breisgau. Freiburg i. B. 1828. 1, 562 ff. 
Geisheim’s nokenzollem 57. 



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1698. Der minorit Giovanni Benedetto, Ragguaglio di Terra Santa. 
Cod. ms. ital. 43 in der Staatsbibliothek zu München. Schön geschrieben, 
aber ohne eigene forschung, so weit ich sah. 

1699. Der franziskaner Felix Beaugrand. Relation nouvelle et tres- 
fidelle De la Terre Sainte par Felix Beaugrand. Paris, A. Warin, 17 00. 
2 theile in 1 band kl. 8. 160 s. Relation fidelle du Voyage de la Terre 
Sainte, Dans laquelle se voit tout ce qu’il y a de remarquable, tant par 
Mer que par Terre, depuis le ddpart de Marseille jusqu’au retour de ce 
saint Yoyage. Par un Religieux de S. Francois Observantain, qui a fait le 
Yoyage trois fois. Paris, G. Valleyre, 1754. 12. 2 bll., 248 s. u. Table 
5 bll. In der druckbewilligung vom 25. jenner 1754 wird diese ausgabe 
einfach als une nouvelle Edition bezeichnet. Anonym auch Paris 1760. 
Früher zitirte ich, weil ich nur eine anonyme ausgabe kannte, das buch im- 
mer so: Voyage 1699. S. Bellermann 2, 84, Bonar 524, Rignon (nach 
diesem eine aufl. 1760), 1861, 94, Noroff bei Daniel 213. Im ganzen un- 
bedeutend. 

C. 1700. Der minorit Pietr* Antonio von Venedig. Gvida fedele 
alla Santa Cittä di Giervsalemme, e descrittione di tvtta Terra Santa Diuisa 
in trentacinque Pellegrinationi , che si pratticano al giorno d’oggi. Con la 
notitia de luoghi circonuicini, e misteri operati in essa. Col numero delle 
Indulgenze Plenarie, e di 7. anni, & ä quali Chiese, Monasteri, & altri 
luoghi siano concesse. Et vna breue Regola di quanto si deue osseruare 
nel viaggio, con vna chiara notitia di quanti miglia vi sono da luogo ä luogo, 
sino alla S. Cittä. Operetta non men curiosa, che diuota, & vtile ä qual- 
siuoglia persona, che vogli intraprendere vna si santa, e meritoria Pellegri- 
natione. Del P. Pieta*’ Antonio di Venetia. Venetia, D. Lovisa, 1703. 8. 
8 bll., 429' s. u. Tavola 8 bll. Mit vielen in den text gedruckten holz- 
schnitten, beinahe durchgängig nach dem Viaggio al S. Sepolcro. Spätere 
ausgabe: Venetia, D. Lovisa, 1714, 8.; Venetia, D. Lovisa, 1715, 8. S. 
Briemle 323, Berggren 3, 40, Topogr. 1, XLVIII, Hody’s Tombeaux 430 
(1. öd.), Rignon* 1861, 93. Nach Chrysanthos (91), der buch und kapitel 
zitirt, muss es noch eine andere auflage gegeben haben (xa&wg ötif.ui(6vu 
. . 'Aviwviog Btvtxog tv tu u. KecpaX. tov devr^QOv BißXiov % rjg Hegi- 
ygayris zrjg c Ayiag r?jg); denn in der angeführten ausgabe von 1703 
gibt es keine eintheilung in bücher und kapitel. Pater Antonius motivirt 
die herausgabe der schrift hauptsächlich damit, dass das alte buch : Viaggio 
da Venezia al S. Sepolcro, das in vieler händen sich befinde, für seine zeit 
nicht mehr geeignet sei. Zudem ist des Venezianers guida mit weit mehr 
methode geschrieben und allerdings, abgesehen von den illustrazionen , eine 
quellenschrift, die hin und wieder belehrung gewährt. 

C. 1700. Der minorit Daniele von Casale. Sacro Viaggio a Terra 
Santa Composto dal Padre Daniele di Casale. Vercelli, P. A. Gilardono, 
1711. KI. 8. Ein anderer, aber fehlerhafter druck erschien früher. Nach 
dem 1. drucke hielt sich Daniele wieder, etwa 4 jahre, im h. Lande auf, 
um sich noch besser zu orientiren. Das büchlein ist beachtenswerth , ent- 
hält der persönlichen erlebnisse wenige; doch wurde der massstab der 
kritik nicht angelegt. 

1700—1709 und (Egmond) 1720 — 1 723. Johannes Heyjnan, professor 
orientalischer sprachen in Leyden, und Johan Ägidius van Egmond van 



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der Hyenburg, holländischer gesandter in tfeapel. Reizen door een ge- 
deelte van Europa, Klein Asien, verscheide Eilanden van de Archipel, Syrien, 
Palestina of het H. Land, Aegypten, den Berg Sinai, enz. In den beginne 
van deze Eeuw gedaen door . . Johan Aegidius van Egmond van der Nyen- 
burg . . en . . Johannes Hey man . . Alles uit beider eigenhändige nagelaten 
Schriften opgemaakt, in een goede order gebragt, Briefs - gewyze zamen- 
gestelt en behoorlyk ter Druckperse bezorgt door Johannes Wilhelmus 
Heyman, M. D. Leyden, A. Kallewier, 1757 f. Gr. 4. I 8 bll., 412 s. u. 
2 bll., II 1 bi., 431 8. J. W. Heyman, ueffe des Johannes Heyman, hatte 
den unglücklichen gedanken, die handschriften beider reisenden zu verschmel- 
zen, und so verpfuschterer das ganze. Englisch London 1759. 8. 2 voll. 
S. Meusel l, 2, 9t, Jäck a. a. o. 1, 11, Raumer 8, Ritter 15, 52, Robin- 
son 2, 546 sq., van Senden 1 , 363 f., Laorty-Hadji 531, Petzholdtfs 
Anz., 1863, 47. Das werk verdient immerhin beachtung im hohen grade. 

*1701. Leontins. Pilgerfahrt von Moskau nach Jerusalem 1701. Hs. 
in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Auch erschien der gleiche 
bericht unter dem namen Iwan Lukianoff : IlyTeuiecTBie Bt CßBTyio 3e»uiio 
CTapooöpiiAqa MocnoBCKaro CBaujemiiiKa «lyKb/uioBa , bi> ijapcTBoeauie 
lleTpa BejiHKaro. Mock. Noroff bei Daniel 214. 

1702. Der päpstliche korporal Niklaus Reymann von Maria -Ein- 
siedeln in der Schweiz. Gründtliche Relation, Oder Wahrer Bericht vnd 
eygendtliche Verzeichnis Der vollzognen Reiss vnd H. Walfahrt in das H. 
Land Palestinam nach Jerusalem, vnd denen vmbligendcn hochheiligen 
Oerthern der Geburt, Lebens* Leydens, vnd Sterbens vnsers HErrn vnd Hey- 
lands Jesu Christi. Beschehen Von mir Nicolao Reymann . . Zugleich mit 
meinem getrew- vnd beständigen Reiss - Gefehrten Joseph Ackermann von 
Hitzligen . . im Lucerner - Gebiet . ., gemein angefangen Den 4. Hornung 
1702. vnd glücklich vollendet, den 26. Mertzen, 1703. Zug, J. C. Rooss, 
1705. 12. I bl., 230 s. u. Register 3 bll. Mit l titelkupfer. Der Ver- 
fasser war des italienischen völlig kundig, und konnte auch mit den mönchen 
leicht verkehren. Die sehr seltene sclirift enthält manche lehrreiche notizen. 

*1704. Der mönche Makarius und Silvester reise nach Jerusalem. 
Ms., 4., in der Sammlung von Undolsky: IlyTJ» na»rb MOHaxa^rb MaKapiio 
h CüjibBecTpy 1131 MOHacTupa BceMiMocTiiBaro Cnaca Hosropo^Ka 
CtsepcKa 40 Cb. I'pa 4 a Iepycajuma, bt> 1704 ro 4 y. Noroff bei Da- 
niel 214. 

*1704 — 1705. Des ordenspriesters Hierotheus von Retschanin in 
Serbien reise nach der stadt Jerusalem. IlyTbuiacTBie rpa4y lepy- 
ca^HMy Iepooeii, iepoMOHaxa PauaHHHCKaro. Veröffentlicht vom professor 
Bodiansky in den Schriften der gesellschaft für alterthümer und geschieh te 
zu Moskau. Noroff bei Daniel 214. Bemerkenswerth ist, wie man mir ge- 
fällig aus S. Petersburg mittheilt, die beschreibung des gottesdienstes , wie 
er damals in Jerusalem gehalten wurde. 

* 1707 — 1709. Des mönches Hippolyt Wischensky von Tschernigow 
Pilgerfahrt nach Jerusalem und auf den berg Sinai: lle^Hpiiuaaia hjih 
nyreuiecTBeHHHK'b MoHaxa finno4HTa BnuitucKaro. Hs. in fol. auf der 
öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Noroff bei Daniel 214. 



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121 



1707, 1710 und 1713. Der franziskaner Johannes Cantius Solik. 
Fasciculus Myrrhse in campis Palästinas collectus: seu Sacrorum Locorum 
ibidem existentium (prout nunc sunt) brevi methodo descriptio a Joanne 
Cantio Solik. Brun®, J. F. Sveboda, 1716. 4. Die seiten gehen bis Ee. 
S. Myller 1, 142. Gedrängt, ohne kritik, kaum mehr brauchbar. Ich er- 
innere an das bouquet von Boucher und an das blumenbuch von Zwinner. 
Die minoriten mit ihrer lebhaften phantasie lieben die floskeln. 

1709, 1712, 1716, 1722 f. Vinzent Briemle aus dem ehemaligen 
bisthum Konstanz. 'Die Durch die drey Theile der Welt, Europa, Asia 
und'Africa, Besonders in denselben nach Loreto, Rom, Monte - Cassino, nicht 
minder Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Berg Sinai, *c. k . und andere heilige 
Oerter des gelobten Landes angestellte Andächtige Pilgerfahrt, Worinnen 
nicht allein Solcher Gnaden -Orte Ursprung, grosse Wunderthaten , heilige 
Reliquien und Ablass, sondern auch derer Yölcker Sitten, der Länder wunder- 
liche Gewächs, der Thiere Eigenschafften, \ind alle andere Merkwürdigkeiten 
zu finden; Also, Dass sich deren nicht allein die Pilger, sondern auch Rei- 
sende von Adel, welche fremde Länder zu besehen belieben, ingleichen Kauf- 
Leute und andere zu ihrem Nutzen und besseren Unterricht bedienen kön- 
nen. Aus eigener Erfahrung, durch achtzehen -jährige mühesame verrichtete 
solche Reisen, zu seiner Privat - Ergötzung aufgezeichnet von Vincentio 
Briemle . . Jetzo aber Mit sonderbaren Anmerkungen aus vielen alt- und 
neuen Geschieht- und Land - Beschreibungen , auch andern bewährten Au- 
toren versehen, durch Johann Joseph Pock , Ritter . ., beeder Rechten 
Doctorem . . Anderer Theil. Die Reisen von München durch Saltzburg, 
Cärnten und Welschland, biss an das Adriatische Meer und desselben 
durch die Türckey in das H. Land, dann alle darinnen heilige auch 
andere sehens - würdigen Ort, biss in Egypten, mit verschiedenen Kupfern 
ausgezieret. München, G. C. Weber (Nürnberg), 1729. 4. 8 bll., 560 s. 
u. Register 30 bll. Kupfer finden sich im werke sehr spärlich, lauter kopien: 
eine vogelansicht der h. stadt vom Ölberge aus, ein grundriss der frauen- 
grabkirche im Josaphatsthale und der Marienkirche und ihrer höhlenbauten 
in Bethlehem, das grab Christi mit kapelle nebst plan der kirche. Wenn 
nicht der hofrathsadvokat Pock, der alles redigirte, während die wittwe 
Maria Regina den nachlass ihres mannes dem abte Hermann in Roth zueig- 
nete, als bürgschaft gelten könnte, da er die vielen Zeugnisse des etwas 
abenteuerlichen reisenden eingesehen haben musste, so würde man zweifeln, 
ob Briemle wirklich in Jerusalem war, und wenn ja, so waren seine notizen 
äusserst dürftig, der art, dass Pock fast alles aus ältern Schriftstellern ent- 
lehnte, wie denn über den neubau der grabkirche kein wort steht, und die 
nachricht über Ain Kärim durchaus dem zustande in der mitte (ies 1 7. jahr- 
hunderts entspricht. Man darf von Briemle unbedenklich das äuge abwenden. 

1712. Michael Eneman, schwedischer gesandtschaftsprediger. 
Det Helige Landets Beskrifning . . af Michael Eneman författad är 1712. 
och de följande, ünder en läng, äfwentyrlig, dock lyckelig, pä . . konung 
Carl XII. befalming och kostnad öfwer det Landet giord resa. Upsala 1740. 
4. Sehr ausführlich und beachtenswerth über Jäfa, über dessen handel, zoll, 
ausfuhr. Vgl. Berggren 3, 191 fl*. 

*1712. Des mönches Barlaam Pilgerfahrt nach Jerusalem: Ilepe- 
rpnHaqia h.ih üyTHHKT» 40 Cß/rraro rpa^a lepycajMMa. Otb MOHaxa 
Bapjia&Ma. Hs. in der Sammlung voq Undolsky. Noroff bei Daniel 214. 



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122 



*1712. Andreas Ignatieff, russischer gesandtschaftspriester in Kon- 
stantinopel, seine reise von da nach Jerusalem: AHApeft HruaTbeB'b, 

CBmiiemuiK?». nyreuiecTBie ii3i» KoHCTaHTHHonojm bi» lepycjuiHM’L. Hs. 
in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg, Sammlung des grafen Tolstoy. 
Noroff bei Daniel 214. 

1715. Der priester Turpetin ans der diözese Orleans. Yoiage de 
Monsieur Turpetin . . Dans Les Saints Lieux de Jerusalem. Coli. gall. hist, 
nr. 23, fol., in der bibliothek des arsenals zu Paris. Die hs. (wahrschein- 
lich kopie), welche der graf de l’Escalopier besass, hat den titel: Journal 
des St. Lieux de Jerusalem et de Rome fait par le Sr. turpetin . . Fol. 
Vgl. Haenel Catal. 357 , Laorty-Hadji 531 f. Die schrift enthält einige 
brauchbare notizen. 

1715. Der erzbischof Br. Henrik Benzelias in Land. In: Den Swenska Mercu- 
rius von Gjörwell, 4. jahrg. 2. th. (4. quartal, 1758), Stockholm, ist Benzelias’ reise 
nach Jerusalem nur kurz berührt (s. 227). Eigne briefe von ihm sind im jahrg. 1760, 
april, mai, junius, s. 148 ff., hinter einem briefe Hasselquist’s aus Alexandrien im mai 
1750, nichts aber Uber Palästina enthaltend, abgedruckt. 

1716. Der von Ludwig XIV. mit einer wissenschaftlichen Sen- 
dung betraute Paul Lucas. Voyage du Sieur Paul Lucas, fait par ordre du 
Roi dans la Grece, l’Asie Mineure, la Macedoine et l’Afrique. Tom. I. Con- 
tenant la Description de la Natolie, de la Caramanie, & de la Macedoine. 
Tom. II. Contenant la Description de Jerusalem, de l’Egypte, et du Fioume : 
avec un Memoire pour servir k l’Histoire de Tunis, depuis l’annöe 1684. 
Amsterdam, la Compagnie, 1714. 8. I 15 bll., 323 s. u. 5 bll., II 5 bll., 328 8. 
Mit 2 karten u. 17 kk. Frühere ausgaben: Paris, 1704. 12., 2 voll.; k la 
Haye 1 7 OS ; Paris 1710, 2 voll. Spätere: Rouen 1719, 12., 3 voll.; Amster- 
dam 1720, 12., 2 voll.; Paris 1724, 12., 3 voll. Letzte auflage: Voyage 
du Sieur Paul Lucas, fait en 1714, &c. par ordre de Louis XIV. dans 
la Turquie, TAsie, Sourie, Palestine, Haute et Basse Egypte, &c. Oü l’on 
trouvera des Remarques trös - curieuses . . ; une Description du Gouvernement, 
des Forces, de la Religion, de la Politique et de l’dtat present des Turcs . . 
Amsterdam, la Compagnie, 1744. Kl. 8. I (enthaltend Palästina) 13 bll., 
384 s. u. Table 4 bll., II l bl., 384 s. und Table 3 bll., III l bl., 346 s. 
u. 5 bll. Mit 1 karte und mit kk. Deutsch: Allerneueste Reise In Klein 
Asia und Africa; Worin die merckwürdigste Alterthtiraer Von Griechen- 
Land . . Mit angenehmen Umständen beschrieben werden. Auf Befehl Des 
Königs Von Franckreich, Abgelegt von Hm. Paul Lucas. Aus dem Franzö- 
sischen ins Deutsche übersetzet. Nebst einer accuraten Land -Carte. Ham- 
burg, Wiering, 1721, 1724. 8. 2 theile. S. Gemelli 1, bl. 8, Bellermann, 
2, 83, Grässe’s Trds. 4, 276, Petzholdt’s Anz., 1863, 47 f. In der schrift 
findet sich weniges von einiger bedeut ung. Das j. 1716 gilt der spätem reise. 

1719. Marcel Ladoire, vikar des heiligen Landes. Voyage fait k 
la Terre Sainte en l’annde 1719. Contenant la Description de la Ville de 
Jerusalem, tant Ancienne que Moderne, avec les Moeurs et les Coustumes 
des Turcs. Paris, J. B. Coignard, 1720. 8. 6 bll., 398 s. u. 5 bll. Nicht 
ohne werth, zumal wegen der aufmerksamkeit , welche dem bau des grab- 
doms geschenkt wurde. 

1719. Der Zisterzienser Robert Leob, abt des stiftes und klosters 
unserer lieben frau zum h. Kreuz im Wald, in Hiederösterreich. In- 
cunabula Verbi incarnati et lectulu^, morientis Hierosolymis a . . Domino 



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123 



Roberto . . arduo olim Itinere in Palaestinam snscepto pervestigata Annis 
1719 et 20 . . Nunc pono ex autographo Itineris ejusdem Diario fideliter 
descripta et publici juris facta operä Patrum Cisterciensium Campililij de- 
gentium 1731. Gr. 8. 2 bll. carmen votivum, dann s. 440 — 548. Der 
berausgeber war ein konventual in Lilienfeld. Dieser titel wurde mir vom 
pater Neumann im H. Kreuz mitgetheilt. Deutsch : Der Andächtige Pilgrim, 
oder Wahrhafftige und Merck würdige Beschreibung der Reise, welche . . 
Herr Robertus . . In das heilige Land und nach Jerusalem glücklich hinter- 
leget. Aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet von Jasander. Nürn- 
berg, J. A. Schmidt, 1740. 8. 8 bll., 176 s. u. Register 8 bll. Die latei- 
nische ausgabe ist sehr selten, selten die deutsche. Robert benutzte den 
Adrichomius, nach Neumann im lateinischen original den Adamnan (Arculf). 
Er schreibt lieblich, doch nichts gediegenes für die geographie. 

1719. Balthasar Schmid aus Schwaben. Dess In das gantze Ge- 
lobt- und Heilige Land zwey mal verreiseten Pilgrams Balthasar Schmids, 
Verfasste und aussgeführte Reis -Beschreibung; In welcher dem Geist- und 
Weltlichen Leser Zum Lust und Nutzen, Die vorfallende Oerter, Länder, 
Gewächse, Seltsamkeiten; Die Völker samt ihrem Ursprung, Sprachen, Sit- 
ten, Glauben; Wie auch die Erklärungen Der Hebräischen und anderer 
fremden Wörtern . . Mit grosser Mühe und sorgsamen Fleiss vorgestellet 
hat P. Magnus Schleyer , Dess . . Gottes - Hauses Elchingen Benedictiner. 
Ulm, E. D. Süss, 1723. 8. 11 bll., 900 s. u. 10 bll. Mit dem portrait 
des Verfassers, 1 karte und mit kk. , einer originalen ansicht des berges 
Calvaria (584), sonst kopien. Das buch hat wenig itinerären werth, und 
trägt mehr einen theologischen karakter. 

1720—1723. S. oben sub anno 1700 (Heyman) den holländer van 
Egmond. 

1721. Charles de Sainte-Maure, genannt le Commendeur de Beau- 
lieu. Nouveau Voyage de Grece, d’Egypte, de Palestine, d’Italie, de Suisse, 
d’Alsace, et des Pais-Bas. Fait en 1721, 1722, et 1723. La Haye, P. 
Gosse, P. de Hondt, 1724. 8. Unter dem Epitre unterschreibt sich der 
Verfasser mit den buchstaben C. D. S. M. XXX s., 1 bl., 412 s. Englisch: 
A new Journey Through the Kingdoms and Provinces of Italy, Greece, 
Egypt, and Palestine; As also Thro’ Swisserland, Alsatia, and the Nether- 
lands. Written by a French Officer, who travelled those Countries in the 
Years 1721, 1722, and 1723. In XXV Familiär Letters to a Friend. 
Containing Many Curious Observations relating to the Present State of those 
Countries, not mention’d by Other Writers. The second Edition. London, 
J. Osborn, 1739. 8. 4 bll., 269 s. und Index 5 bll. S. Petzholdt’s Anz., 
1863, 48. Unbedeutend, vielleicht apokryph. Die Übersetzung ins englische 
ist ziemlich frei. 

1722. Professor Thomas Shaw von Oxford. Travels, or Geographi- 
cal, Physical and Miscellaneous Observations &c. — Travels, or Observations 
relating to several parts of Barbary and the Levant. By Thomas Shaw. 
Oxford, Theatre, 1738. Fob 4 bll., XVI, 442 u. 60 s. mit 4 bll. Nebst 
1 1 karten , 2 1 kk. u. in den text eingedruckten holzschnitten. Spätere 
ausgabe: London 1757. 4. (Laorty-Hadji erwähnt 532 eine oxforder von 1 746 
in folio); Edinburgh 1808, 8.; auch in Pinkerton’s Sammelwerk: A general 
Collection of Voyages and Travels. London 1810. 15,222 sqq.: Dr. Tho- 
mas Shaw, into Syria and the Holy Land. Französisch: Voyages de Mons . 



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Shaw, M. D. dans plusieurs provinces de la Barbarie et du Levant : Conte- 
nant des observations g^ographiques, physiques, philologiques et meines snr 
les royaumes d’Alger et de Tonis, sur la Syrie, FEgypte et l’Arabie Petrde. 
Avec des Cartes et des Figures. Tradoits de l’Anglois. La Haye, J. 
Neaulme, 1743. 4. I 1 bl., XL u. 414 s., II iv n. 162 s. Mit bemer- 
kungen und Verbesserungen vom autor selbst. Nebst 160 s. Extraits de 
plusieurs Auteurs . . Deutsch : Thomas Shaws . . , Reisen oder Anmerkungen 
verschiedene Theile der Barbarey und der Levante betreffend. Nach der 
zweyten engländischen Ausgabe ins Deutsche übersetzt und mit vielen Land- 
karten und andern Kupfern erläutert. Leipzig, B. C. Breitkopf, 1765. 4. 
lObll., 424 s. u. Register 11 bll. Mit 32 kupfertafeln. Die Übersetzung 
rtyhrt von J. H. Merk her. In der 2. abtheilung (227) beschlägt das 1. ka- 
pitel Syrien, Phönikien und das h. Land. Ins holländische übersetzt Uit het 
Engelsch . . door Boddaert, met anteekeningen v. Rau, Tydeman en Saxe. 
Amsterdam 1780. Gr. 4. 2 voll. Die Verfasser von anmerkungen waren 
Professoren in Leyden. S. Bellermann 2, 85, Munk 656 1 ', Raumer 8, Ro- 
binson 2, 547, van Senden 1, 364 f., Engelmanns Bibliotheca geogr. 121, 
Petzholdt’s Anz. , 1863, 48 f. Über Palästina spärliches vom nüchternen 
beobachter. 

1723. Eines Salzburgers reise nach Jerusalem. Cbm., nr. 3007, 
in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend. 

*1723 1747. Des Basilius Barsky fussreise nach den h. Stätten in 

Europa, Asien und Afrika, Unternommen 1723 und beendigt 1747. S. Pe- 
tersburg 1778. Fol., und zwar russisch: BaciLiiif BapcKHi. IlyTeniecTBie 
kx cBAThumTB mIjctüml bx Eßpoirfe; Aaiii h Alpinst, npe^npiaToe bx 
1723 h oKouueHHoe bx 1744 ro 4 y. C. IleTepö. 1778. Bx a. 5., letzte 
ausgabe 1800. 4. 2 voll. Noroff bei Daniel 214. In topographischer und 
biblischer hinsicht, schreibt man mir gefällig aus S. Petersburg, ist Barsky’s 
reisebeschreibung nicht von bedeutung, aber sie verdient alles lob wegen 
der umständlichen beschreibung der kirchen und klöster, die man in der- 
selben findet. 

*C. 1723. Der generalprocurator des franziskanerordens Francisco 
Diaz aus Galizien in Spänien. Lucerna hierosolymitana, die ein sehr ge- 
schätztes buch sei. Er starb 1728 in Rom. Rignon, 1861, 93. 

1725. Der pater Neret, missionar von der gesellschaft Jesu in 
Syrien. Schreiben desselben an den p. Fleuriau über Palästina, in: Nouv. 
Memoires des Missions de la Compagnie de Jesus. 5 , 1 — 121. Deutsch 
in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient. Jena 1798. 
4, 86 — 129. Lehrreich. 

1725. Der laienbruder Juan de el Santissimo Sacramento. Viaje, 
y peregrinacion de Jerusalem, Que hizo el Hermano Fr. Juan de el San- 
tissimo Sacramento Religioso Lego de el Orden de nuestro Ser. P. S. Fran- 
cisco. Lisboa, D. Gonsales, 1744. 12. Die beschreibung ist kurz und 
ordinär. 

1726. Der patriarch Chrysanthos von Jerusalem. XyvaavS-ov 
rov /Liaxa^KOTUTOv IIuiQiuQyov Ttov ‘IeQoooXvjuwt' c JöTOQia , xai üiQtyQaq^ 
rfjg Ayiag rijg, xai rijg Ayiag HoXewg c JiQOvaaXtjfi , Ex fj xai mpi ttjg 
aQxalag olxodo^rjg rtjg ix avrfj MeyuX^g 'ExxXrßiag , tjTOi tov 2tßao/uto v f 



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125 



xai Qiiov Naov t rjg rov KvqIov fj^xwv Avaordotwg, xotvwg fjdi] Xeyofiivrjg 
jov Ayiov Td(pov xai twv /ueid ravra avaxuivtafLtwv rov avzov xutu 
dia(poQovg xatQovg. Chrysanthi Beatissimi Patriarch« Hierosolymorum Histo- 
ria et Descriptio Terr« Sanct«, Urbisque Sanct« Hierusalem, In qua et de 
Veteri, qum in ea est Ecclesi« Magnm «dificatione , Venerandi nempe ac 
Divini Templi Ascensionis Domini Nostri, vulgo Sancti Sepulcri nuncupat«, 
deque ipsius postea secundum varia tempora instaurationibus. c Erajirjoi , 
1728. il«p« Aviwviw iw BoqtoXi. Gr. fol. 4 bll., 136 s. Das titelblatt 
mit einer Vignette unter dem lateinischen titel ; auch mit einem grossen plan 
der h. stadt und der grabkirche. Das buch ist im ganzen von wenig werth, 
und diesen erhält es zumeist dadurch, dass der Verfasser ein grieche ist, 
der uns schon auf dem titel leibhaft anschaut, indem ein patriarch auf dem 
berge Zion, höher als dieser selbst und schier so breit als die bürg Davids, 
in eine kolossale posaune stösst. Der Verfasser kannte auch einen theil der 
fränkischen litteratur, wie die Schriften des Burkhard (6 Movaydg Bqo/uq- 
Sog, ij BovQX&Sog ), Adrichomius (6 XgioTtavog ASQiyofTiog. 17), Quaresmio 
(o 0Qa OQayylaxog KßaQlo(.aog. 94), den Peter Anton von Venedig (6 ix 
rfjg ru&wg twv Mivovqiwv Oquteq Avrwvtog Btvtrog. 91), Sanson (6 
NixoXaog 2dvowv, iniarif.iog rtwyQucpog rov BuaiXlwg twv rdXkwv. 18) 
und Reland (ASgiavog c PtXdvöog c OXXuvSog . 19), und unter den griechischen 
Schriftstellern nannte er den jerusalemer- Patriarchen Dositheos (83), den 
grosslogotheten Alexander Maurokordatos in Konstantinopel (druck in Bukarest 
1716) und den atheniensischen metropoliten Meletios (18 f.). Chrysanthos 
gab auch heraus eine anleitung, betreffend die hochherrliche vortrefflichkeit 
der h. stadt Jerusalem und das h. Land und lebengebende grab unsers 
Herrn, Tvno&ev iv t fj Ayia JJoXei . xard (urjva ^enze/ußQiov . UaQlyec&ai 
SwQtdv ix (.ilQovg tov tlavaylov Tdcpov. Das ist wol der erste druck in 
Jerusalem. In diesem buche wird der bannfluch und die ausstossung aus 
der gemeinschaft ausgesprochen über diejenigen, welche sich widersetzen, 
das holz des verehrungswürdigen kreuzes, das ehrwürdige und lebengebende 
grab unsers herrn , das heil. Golgotha, die h. stätte der kreuzigung, die heil, 
höhle der menschwerdung unsers Herrn, seine fussstapfen auf dem Ölberge 
und andere heil. Stätten anzubeten, d. i., zu ehren, gleich wie die Vorväter 
vor der zeit der heil, apostel an ,bis heute’ sie hier angebetet und verehrt haben, 
weil eine andere lehre gegen die kirchliche Überlieferung und die rechte aus- 
legung der heil, schrift anliefe, und eine Verdrehung nach den eingebungen 
der phantasie wäre. Chrysanthos, aus der familie der Notara, folgte seinem 
oheim Dositheos im patriarchale. Jener, nach Vollendung seiner Studien in 
der griechischen litteratur, besuchte, mit erlaubniss seines oheims, die höhern 
lehranstalten in Padua und Venedig, wo er latein, mathematik und astrono- 
mie trieb, dann Bologna, darauf die meisten hochschulen Europas, zumal 
die von Frankreich. So erwarb sich der mann eine bei neugriechen unge- 
wöhnliche bildung, und er ist auch einer der wenigen neugriechischen theologen 
und schriftsteiler von einigem ruf. S. Lusignan 2, 221 sq., Jowett 434 f., 
Herzog’s Real-Encyklop. für protest. Theologie u. K., artikel Chrysanthos. 

1726. Pater Angelicus Maria Myller, Ordens der diener unserer 
lieben frau, böhmischer provinz. Peregrinus in Jerusalem. Fremdling 
zu Jerusalem. Oder: Ausführliche Reiss - Beschreibungen, Worinnen P. An- 
gelicus Maria Myller . . Seine Fünff mit GOttes Geleit in Europa, Asia, und 
Africa glücklich zurückgelegte Haupt - Reisen , Nebst allen anbey vorgefalle- 



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126 



nen Denkwürdigkeiten, zu Ehr und Lob des Allmögenden Grossen Schöpffers 
Himmels und der Erden; wie auch zu Lieb und Nutzen des Nächsten auff- 
richtig beschreibet, und in Fünff Bücher abgetheilet, unverhalten an Tag 
giebt. Alles Mit Chronologico - Historischer Calculation der Länder, König- 
reichen, Inseln, Halb -Inseln, Haupt -Städten und Städten; Nebst deren Ur- 
hebern, Regenten, Glauben, Sprachen, und Gebräuchen :c. :c. Zugleich Mit 
Hydro- und Geographischer Observation Aller Reisen zu Wasser und Land 
genau vorgestellet. Prag, J. Emler, 1729. 4. I 20 bll., 462 s. u. Register 
6 bll. Mit dem bildnisse Ferdinands, des erzbischofs von Prag. Das 2. 
buch : Peregrinus in Jerusalem, . . Das ist : Aussführlicher Orientalischen Reiss- 
Beschreibungen Andertes Buch, Worinnen P. Angel. M. Myller . . Seine un- 
ter Göttlichen Schutz glücklich zuruck gelegte Änderte Reiss von Jerusalem 
nacher Constantinopel Mit Chronologico - Historischer Calculation aller Denck- 
würdigkeiten, Nebst Hydro- und Geographischer Observation aller merck- 
würdigen Dingen und Begebenheiten über Wasser und Land aufrichtig be- 
schreibet, Auch Die fürnehmste Oerther, Städte und Insuln, mit vielen an- 
deren Seltsamkeiten an Tracht und Lebens -Arth der Menschen; Eigen- 
schaften vieler unterschiedlichen Thieren ; Beschaffenheiten verschiedener 
Mineralien, Steinern, Kräutern, Frucht- Blumen- und Balsam -bringenden Ge- 
wächsen, jc. in Kupfern vorgestellet. Prag, J. W. Helm, 1730. 4. Dieses 

2. buch (band) enthält 8 bll. , s. t-^-296 und Register 4 bll., sowie, das 

3. buch (Egypten) mit gleichem titel, Prag, M. A. Höger, 1730, 2 bll., s. 
297 — 520 und Register 4 bll. Mit 37 kk. Das 1. buch enthält keine 
kupfer; das 4. buch (reise nach Haleb und Schebet Seman) und das 5. (reise 
nach Alexandrette, Kypern und Rom) oder der 3. band, Prag bis 1732, fehlt 
in meinem exemplar. Spätere auflage: Wien und Nürnberg, P. C. Mo- 
nath, 1735. 4. 10 bll., 964 s. u. 9 bll. Mit titelkupfer u. 70 tafeln. S. 
Petzholdtfs Anz., 1863. 49, Gratz 624, 632 (unvollständige und irrige an- 
gaben), Geisheim’s Hohenzollern 57. Das werk des aufrichtigen Verfassers, 
mit Tlen prozessionsgesängen versehen, ist nicht ganz ohne werth. 

1726. Der polnische edelmann Thomas Stanislaus Wolski. Illustris 
Peregrinatio Ierosolimitana Latiüs protracta per tres insigniores Mundi Partes, 
k Thoma Stanislao Wolski . . nempe Per Evropam, Asiam & Africam, In 
quibus multa Regna peragravit Barbarorum, infideliumque tarn in terra firma, 
quam in Mari existentia; innumerasque penetravit Insulas . . Cujus Autho- 
ris vita in exordia ejusde peregrinationis proponitur. Leopoli, Confratern. 
S. Trinitatis, 1748. 4. 9 bll., 291 s. u. Index 5 bll. S. Petzholdfs Anz., 
1861, 291. Einige notizen des ungemein abergläubischen pilgers brauchbar, 
dessen buch sehr selten ist. 

1730. Johann Schwaiberger’s reise nach Palästina. Cod. bav. ms., 
nr. 2968, in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend. 

C. 1730. Des abtes Bartolomeo Angeli Viaggio die Terra Santa. 
Venezia 1738. 8. S. Bassi I, 239. Unbedeutend. 

1731. Der franzose Tollot. Nouveau Voyage fait au Levant &s 
annöes 1731 et 1732. Contenant les descriptions d’Alger, Tunis, Tripoly 
de Barbarie, Alexandrie en Egypte, Terre Sainte, Constantinople, &c. Par 
le sieur Tollot. Paris, A. Cailleau, 1742. Kl. 8. Vortitel: Nouveau Voyage 
du Levant. 2 bll., VI u. 354 s. Tollot reiste mit dem akademiker, ritter 
de la Condamine. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 49. Die kurze, liebliche, doch 
nicht überall genaue erzählung ist zu beachten. 



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127 



1733. Die schwedischen gesandten am othm&nischen hofe Karl 
Friedrich v. Höpken und Eduard Carlsson : Stora Svenska Herrars Resa 
. . Stockholm 1768. Dies stehe auch übersetzt in Büschings Palästina, wo 
ich es aber nicht fand. Es sei eine kurze beschreibung der reise dieser 
männer ins gelobte Land, welche (in schwedischer spräche) mehrere auflagen 
erlebt habe. S. Berggren 3, 200 f. Ich kenne: Twänne Stora Swenska 
Herrars Rese - Beskrifning, Ifr&n Cypren, til Asien, Förlofwade Landet, Jeru- 
salem, och Christi Graf, Jämte Andra märkwärdiga Orter och namukunniga 
Ställen, med Chronologiska, Genealogiska och Geographiska Anmärkningar. 
Upsatte af L. R. Stockholm, L. C. Grefing, 1768. 4. Wahrscheinlich ist 
dies die gleiche Schrift, welche Berggren nur ungenauer anführte. L. R. ist 
Lorents Rebren, offenbar der herausgeber. S. Geisheim’s Hohenzollern 57. 
Die bloss 1 6 s. umfassende beschreibung ist gedrängt, klar, lesenswerth. 

1734. Der esquire Karl Thompson. The Travels of Charles Thom- 
son containing his observations on France, Italy, Turkey, the Holy Land, 
Arabia, Egypt, and many other parts of the World with a description of 
Jerusalem, and other places mentioned in the Holy Scriptures. Dublin 1744. 
8. 4 voll. With many plates and coloured maps. Auch London 1748. 4. 
3 voll. Deutsch: Reisebeschreibung von Palästina in S. J. Baumgarten’s 
Sammlung von Erleuterungsschriften und Zusätzen zur allgem. Welthistorie. 
Halle, Gebauer, 1747. 4. 1. thl. S. Bellermann 2, 85, Raumer 8, Bonar 
524. Der Verfasser ist treuherzig und bibelfest, kopirt hin und wieder 
Maundrell und huldigt allzusehr den mönchischen Überlieferungen, weswegen 
seine schrift zu den reisebesclireibungen von gewöhnlichem schlage gehört, 
obgleich er sich hier und da eine einsprache gegen jene erlaubt. 

*C. 1735. Der kaufmann James Haynes. Travels in several parts 
of Turkey, Egypt, and the Holy Land, by James Haynes. London 1741. 
Er besuchte einzig Galiläa. Bonar 524. 

1738. Der doktor der rechte Richard Pococke, bischof von Meath: 

Description of the East, and some other Countries. London 1743 — 48. Fol. 
3 thl. in 2 voll. Auch London 1770. 4. Desgleichen bei J. Pinkerton: 
A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon- 
don, Longman, 1S10. 4. 10, 406 sqq. Ohne die abbildungen. Deutsch: 
Richard Pocockes . . Beschreibung des Morgenlandes und einiger andern 
Länder Der erste Theil von Egypten Aus dem Englischen übersetzet durch 
Chr. Ernst von Windheim . . und von . . dem . . Canzler von Mosheim mit 
einer Vorrede versehen. Erlangen, Stifthaus, 1754. 4. 14 bll., 457 s. 
Mit einem in kupfer gestochenen Vortitel : Richard Pokocke Beschreibung des 
Morgenlandes erste^ Theil von Egypten, mit einer karte und sonst mit vie- 
len kupfertafeln. Der zweite Theil von Palästina, Syrien, Mesopotamien, 
Cypern und Candien. Daselbst. 24 bll., 428 s. u. Register 10 bll. Mit 
l titelkupfer : Richard Pokocke Beschreibung des Morgen Landes der Zweyte 
Theil vom Heiligen Lande, Syrien, Mesopotanien , Cypern und Candien, mit 
karten und sonst vielen kupfertafeln. Dann: Zwote Auflage nach der eng- 
lischen Grundschrift genau durchgesehen und verbessert von Job. Friedr. 
Breyer, und mit Anmerkungen erläutert von Joh. Christian Daniel Schreber. 
Erlangen, Walther, 1771, 73. 4. 2. thl. 5 bll., 392 s. mit 36 kupfertafeln. 
Auch dasselbe Erlangen 1791, 92. 4. Vielleicht eine titelausgabe. Franzö- 
sisch: Voyages de Richard Pockocke . . En Orient, dans l’Egypte, l’Arabie, 



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128 



la Palestine, la Syrie, la Grfece, la Thrace, &c. &c. &c. Contenant une description 
exacte de l’Orient & de plusieurs untres Contrees : comme la France, l’Italie, 
l’Allemagne, la Pologne, la Hongrie, &c. & des observations interessantes sur 
les Moeurs, la Religion, les Loix, le Gouvernement, les Arts, les Sciences, 
le Commerce, la Geographie et l’Histoire Naturelle et Civile de chaque pays, 
et gener&lement sur toutes les curiosites de la Nature & de l’Art qui s’y 
trouvent: Traduits de l’Anglois sur la seconde edition, Par une Societe de 
Gens de Lettres. Paris, J. P. Costard, 1772. 8. 6 tom. Mit dem Vortitel: 
Voyages de Richard Pockocke. Der 3. theil enthält Palästina. Dieser Über- 
setzung fehlen tlie karten, pläne und abbildungen, sie ist abgekürzt und in 
wissenschaftlicher beziehung kaum brauchbar. Barbier’s anführung (Diction- 
naire 3, 447): traduit de l’anglois par de la Flotte. Paris 1731. 12. 2 
voll., ist irrig. Munk gedenkt (656 1 ’) auch einer ausgabe von 1771 in 7 
voll. 12. Holländisch von Ernst Wilheln Cramerus. Utrecht 1776 — 1786. 

4. 6 th. in 3 bänden. Rutger Schutte schrieb dazu eine Vorrede, der er: 
Verhandelingen over de Reizen der Israeliten in de Woestiju , anhängte. 

5. Bellermann 2, 86, Raumer 8, Robinson 2, 547, Ritter 15, 52 f., van 
Senden 1, 365, Engelmanns Biblioth. geogr. 120, Grässe’s Trds. 5, 373, 
Petzholdt’s Anz., 1863, 50. Der Verfasser, im frühling 1738 neben Körte 
in Jerusalem, ist ein guter beobachter, und ihm hat man viel zu verdanken; 
doch mangelt seinem styl, wenigstens nach der deutschen Übersetzung von 
Windheim, hier und da kiarheit. Keiner lieferte so viel grundrisse wie er, 
die sich aber freilich durch Unzuverlässigkeit sehr wenig empfehlen. Die 
Ortsnamen in der spräche der araber aufzunehmen, schlug er ganz seltene 
routen ein, z. b. von Ain Kärim über das grosse, von B6t Hanlna her- 
ziebende thal nach Kalönieh und dann über dasselbe zurück nach D6r el- 
Musullabeh. Darin liegt eben das verdienstliche, dass Pococke dem tross 
der pilger nicht folgte. 

1738. Der buchhändler Jonas Körte von Altona. Jonas Kortens 
. . Reise nach dem gelobten Lande, Aegypten, Syrien und Mesopotamien. 
Altona 1741. 8. Mit 3 Supplementen. Halle 1746. 8. Jonas Kortens 
Reise nach dem weiland Gelobten Nun aber seit siebenzehn hundert Jahren 
unter dem Fluche liegenden Lande, Wie auch Nach Egypten, dem Berg 
Libanon, Syrien und Mesopotamien, Von ihm selbst aufrichtig beschrieben, 
Und bey dieser zweyten Auflage mit zwey Supplementen vermehrt. Auf 
Kosten des Autoris. Halle, Grunert, 1743. 8. 15 bil., 736 s. Mit 5 kk. 
Dann unter dem gleichen titel, doch nach ‘aufrichtig beschrieben’ mit der 
abänderung: Und dieser dritten Auflage das dritte und vierte Supplement 
hinten angefüget. Halle, J. C. Grunert, 1751. 8. 15 bil., 712 s. u. Re- 
gister 12 bil. Drittes Supplement 6 bil., s. 1 — 108, viertes Supplement, 
ebenfalls mit besonderm titel, 111 — 286 s. u. Register 6 bil. Mit 2 titel- 
kupfern, 1 plan und 1 vogelansicht von Jerusalem u. a. Ein auszug nach 
der ausgabe von 1751 ist enthalten in Paulus’ Sammlung der . . Reisen in den 
Orient 2, 29 — 200. Holländisch: Reize naar Palestina .. übersetzt nach 
der 3. ausgabe. Amsterdam 1781. 8. 2 tfoll. S. Bellermann 2, 85 f., Munk 
656 b , Raumer 8 (4. aufl.), Robinson 2, 547, van Senden 1, 366, van de 
Velde’s Memoir 8, Rignon, 1861, 94, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 , und 
1863, 49. Der übereifrige pictist kämpfte mit scharfen Waffen gegen den 
götzen - und reliquiendienst. Er liebt vorzüglich angriffe auf die sagen der 
mönche. Nüchterne kritik würde man übrigens bei ihm vergebens suchen. 



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129 



Immerhin kommt man von ihm, dessen entschiedenes anftreten wirklich einen 
impuls gab, nicht leer weg. 

*C. 1738. Heinrich Venzow’s Reise nach Jerusalem, Cairo &c. 
Hamburg 1740. 8. 3. Stuck 2, 124. Mir scheint die angabe Stucks nicht 
ganz richtig; es könnte eine Verwechslung mit Rantzow (s. das j. 1623) 
stattgefunden haben. Der titel lautet, so weit er bekannt ist, wesent- 
lich gleich. 

1746. Der karmelitermönch Leandro von Santa Cecilia. Palestina 
owero primo Viaggio di F. Leandro di Santa Cecilia Carmelitano Scalzo 
in Oriente scritto dal medesimo. Roma, A. Rotilj, 1753. Kl. 4. 14 bll., 
200 8. Mit karte und abbildungen. Dies bildet den 1. theil, Persia owero 
secondo Viaggio den 2., Rom 1757, und Mesopotamia owero terzo Viaggio, 
ebenfalls 1757, den 3. theil. S. Jäck’s Taschen -Bibliothek der . . Reisen 
durch Palästina 1, 12. Vgl. Bellermann 2, 87. Man findet im 1. theil 
manche interessante notizen; doch ist es unkritisch, wundergierig geschrie- 
ben. Der Verfasser übte auf den reisen die arznei- und wundarzneikunst aus. 
Das buch ist selten. 

C. 1746. Symeon, archimandrit des h. grabes. IlQoaxvvrirdQtoy 
t rjg dyiag noXewg ^ItQOvaaXrjfx , xal ndorjg naXaiorivrig vvv ngärov uqo- 
TQonjj, tvXoyia re xal vevoa rov (.taxaQiwrdrov xal aocpoXoyicordrov naxQog 
xal narqiaQyov l hQoaoXvf.icü v xvqIov llaQ&eviov Tvnoig ftera oyeäicov 
Ixdo&lv, xal danavj] rov navayiov xal £ cooöoyov Tucpov , naqd rov navo- 
aiwrarov aQyifxavÖQirov rov avrov dyiov racpov, xvgiov 2i j/uecov rvnix)d-(v. 
7va naQlyrjrui roig tvatßloi ydqiv. ly ßilvve r rjg avorQtTjg 1749. 4. 56 s. 
mit vielen, durchgängig schlechten abbildungen. Der plan der grabkirche 
ist der von Zephar in der Ayla rij. Die Vorrede schrieb Symeon ; ob auch 
den text ganz, ist unermittelt. Dieses griechische, durch viele druckfehler 
entstellte bethaus (nQoaxvvrjruQioy) hat nur werth, um den Standpunkt des 
griechischen pilgers kennen zu lernen. Eine Übersetzung ins russische wurde 
besorgt von les rascolnics Brinskis sur une relation faite par Simeon Archi- 
mandrite de Jerusalem; ohne datum, 4. Das exemplar, welches ich in der 
bibliothek des arsenals zu Paris sah, gehörte Theodor Karjavine, einem 
angestellten an der k. Universität 1771. Auch mit vielen schlechten abbil- 
dungen, und die schrift (text) ist gestochen (stereotyp) wie in der griechi- 
schen ausgabe. 

*C. 1750. Der pater Parvilliers. Les stations de Jerusalem, vdri- 
fides sur les lieux. Avignon 1768. Rignon, 1861, 94. 

G. 1750. Der archimandrit Seraphim Pissidios und der ordens- 
priester Oideon. KovrXov StQQKp. 'ÄCyßx jLiovnaylx, JCgtordg *E(plvri(xity]v 
/xeXßovr öXovn ayiäx naortjyrj ytQrjv 2iaQerva/xeaarj, IlQOOxvvTjrdQiov r rjg 
dyiag noXecog c IeQovaaXfj(x xai ndaug IIaXai(jriy7jg . . dcptsQco&f] rtfi oaiw - 
rdrw oxtvotpvXaxi rov navayiov raipov xvqIw xvqim 2wq>QOvi(p. Me- 
rayXcornad'ly rovQxiart nagä rov . . aQyj^ayÖQirov . . 2(Qa(pti/Lt rov Iha - 
aiöiiov . . danavrj , Im/ueXtia , xal diOQd'wati Ttdlov c IeQO/xovdyov . ’Ev 
^/tixfjia r ijg 2a§(x)viag , */. JT . 7?. n^lixontpj 1758. 4. Der text ist neu- 
griechisch und türkisch neben einander. Das buch beginnt mit einer anrede 
des kyprischen mönches Gideon an den grabhüter Sophronios. Die nicht 
ganz uninteressante beschreibung verbreitet sich über Jerusalem und seine 
Umgebung; das h. grab ist voraus weitläufig bedacht. Hinten sind gebete. 

Tobler, Bibliographie 9 



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Der druck geschah mit beweglichen typen und ist daher verschieden von den 
andern proskynetarien. Die abbildung des h. grabes (s. 18) ist ganz will- 
kürlich; etwa das kloster S. Saba hat einige ähnlichkeit. Das seltene und 
seltsame buch sah ich in Göttingen. 

1750. Johann Baptist Leiblich, des dritten franziskanerordens. 
Pilger in Jerusalem. Oder: Wahrhaft- eigentliche Beschreibung der Reiss 
nacher Jerusalem, Was allda sowohl in Jerusalem, als anderen Heil. Oer- 
tern, Bethlehem, Nazareth, Galliläa merck würdiges zu sehen, Wie auch Mit 
Göttlicher Gnad die reisende Pilgern erfahren haben, Und von Johann Bap- 
tist Leiblich . . gesehen worden. Lob DeM ALLerhöChsten. Prag, C. La- 
baunin, 1753. Kl. 8. 3 bll., 280 8. Auch Wien, J. Th. Trattner, 1754. 8. 
Die von aufrichtigkeit diktirte beschreibung ist lieblich zu lesen. Ein exemplar 
der ersten ausgabe besitze ich, und eines der 2. sab ich in Göttingen. 

1751. Der arzt and naturforscher Friedrich Hasselqaist ans Com- 
walla in Ostgothland. Iter Palaestinum: aller Resa til Heliga Landet . . 
Stockholm 1757. 8. Deutsch: D. Friedrich Hasselquists .. Reise nach 
Palästina in den Jahren von 1749 bis 1752 . . herausgegeben von Carl 
Linnäus. Aus dem Schwedischen (von Thomas Heinr. Gadebusch). Rostock, 
J. C. Koppe, 1762. Gedruckt in Leipzig 1761. 8. 9 bll., I (tagebuch) 
1 — 266, II (naturalien) 269 — 606. Englisch: Voyages and Travels in the 
Levant . . London 1766. 8. Französisch: Traduit de l’Allemand par M. 
E. (Eidons). Paris 1768. 12. 2 voll. Holländisch : Reise naar Palestina 
of het H. Land, in het licht gegeven door den beroemden Hoogleeraar Car. 
Linnaeus. Amsterdam 1771. Ein Register über die naturhistorischen ge- 
genstände in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 7, 
238 — 260. S. Bellermann 2, 87, Munk 656 sq., Barbier, Dictionnaire, 3, 
432, Raumer 9, Robinson 2, 548, Ritter 15, 53 f., Laorty-Hadji 532, 
Bassi 1, 239. Strand veröffentlichte: Flora Palaestinae sub praes. D. D. 
Car. Linnaei proposita a Bened. Joh. Strand. Upsaliae 1756. Martii 10. 
Enthalten in Linnö’s Amqenitates academicae. Editio secunda. Erlang» 
1788. 8. 4, 443 sqq. Nach Ritter (15, 54) findet sich diese Flora Pa- 
laestinae auch bei Giovanni Mariti, Viaggio da Gerusalemme per le coste della 
Soria 2, 191—240. ln der deutschen Übersetzung (2, hinten) wurde aus- 
drücklich bemerkt, dass diese abhandlung weggelassen wurde, weil sie nichts 
anderes als ein nachdruck der linnäischen dissertazion aus den Amoenit. 
acad. sei. Die dissertazion wurde nach Rydel, Hasselquist, dessen nach- 
lass von den Türken mit 14,000 thlr. erkauft werden musste, nach Pococke, 
Rauwolf (erklärungen von Gronov\ nach Shaw (erläuterung von Dillen) und 
nach Prosper Alpinus ausgearbeitet. Man muss sich wundern, dass Johann 
Gottlieb Buhle für seine sehr fleissige arbeit : Calendarivm Palaestinae oeco- 
nomicvm Commentatio in concertatione civivm academiae Georgiae Avgvstae 
. . 1785 . . praemio ornata (Gottingae, J. C. Dieterich. 4. VH1 u. 56 s.), 
Hasselquist eher selten benutzen konnte. Vielleicht besser würde die wenig 
bekannte Schrift La Billandiere’s ausgeholfen haben, nämlich : Icones Plan- 
tarum Syriae rariorum, descriptionibus et observationibus illustratae. Lutetiae 
Paris., Prevost, 1791. 4. Der nüchterne Verfasser reiste 1787 nach Syrien. 
Nur in naturhistorischer hinsicht ist das buch des Schülers von Linnö, selbst 
jetzt noch, von grossem werth. Hasselquist glaubt übrigens nicht gerne an 
die Überlieferungen. 

1752. Der franziskaner Ladislaus Mayr. Reisbeschreibung nach 



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131 



Jerusalem in Palästina, abgetheilt in drey kleine Bände, t . von der hinaus- 
reis. 2. von dem Aufenthalt. 3. von der Zurückreise, ausgearbeitet Von P. # 
Ladislaus Mayr .. Landshut 1782. In diesem jahre nämlich wurde die 
schrift zum 3. mal bearbeitet. Quer 8. Mit vielen gar lieblichen handzeich- 
nüngen. Cod. bavar. ms., 2967, in der Staatsbibliothek zu München. Aus- 
zugsweise in Hormayr’s Taschenbuch, jahrg. 1833, mitgetheilt. S. Geis- 
heim’s Hohenzollern 57. Der text bietet nicht gerade eine ansehnliche aus- 
beute; allein die Zeichnungen hätten eher die Veröffentlichung verdient als 
manche, die heutzutage herumgeboten werden. Besonders auch auf die tracht 
nahm der pilger rücksicht (Beylage). 

1753, 1756, 1763, 1772 und 73. Der franzose Salvator Lusignan. 
A Series of Letters . Addressed to Sir William Fordyce . . Containing A 
Yoyage and Journey from England to Smyrna, from thence to Constan- 
tinople, and from that Place over Land to England . . Translated from the 
Original into English by the Author. To which is prefixed, A Short Answer 
to Volney’s Contradictions on Ali - Bey’s History and Revolt ; and an Appen- 
dix; containing a particular Description of the Holy Land, and a concise 
Narration of the modern Patriarchs who resided in that Holy See, from the 
Beginning of the Sixteenth Century to the present Timp; with some Anec- 
dotes. By S. L. Koaftonohz^g. London, Payne, 1788. I 1 bl., xlviii 
u. 271 s., II 1 bl. u. 260 s. Dann: A Genuine Yoyage to Smyrna, &c., 
a minute detail of the present state of Jerusalem made during a three 
years* residence in that city, with a relation of the pilgrim’s journey to the 
Holy Land, by S. Lusignan. Gedruckt 1801. 2 voll. S. Bonnar 524. 
Im auszuge deutsch: Reise nach der Türkei und einem Theil der Levante, 
nebst einer Beschreibung von Palästina. Aus den Briefen des Herrn Saviour 
Lusignan an Sir Wm. Fordyce . . Hamburg, C. E. Bohn, 1789. 8. 126 s. 
Was da in der Übersetzung, ist gut. Das buch enthält manches beachtens- 
werthe und wird unterschätzt. 

1754. Der judenmissionar Stephan Schultz, director des callen- 
bergischen Institutum judaicum. Die Leitungen des Höchsten nach seinem 
Rath auf den Reisen durch Europa, Asia und Africa. Aus eigener Erfah- 
rung beschrieben ; und auf vieles Verlangen dem Druck übergeben von M. 
Stephanus Schultz . . Halle im Magdeburgischen, C. H. Hemmerde, 1771 — 
75. 8. 5 bde. Im 5. bd., 8 bll., 50 t s. u. 13 bll., kommt Palästina mit 
1 plan der Christusgrabkirche vor. Ein sehr guter auszug findet sich in 
Paulus* Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 6, 1 — 324, mit 
Anmerkungen von Paulus 327 — 354; 7, 1 — 226 u. Register 227 — 237. 
S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54. Schultz schrieb hier und da lehrreich, 
aber nicht immer zuverlässig, dabei prolix und nicht so selbständig, dass 
er sich nicht so ziemlich ins sagennetz verstrickte. 

*1754. Des priesters F. Caffin von Lüttich reise nach Palästina. 
Handschriftlicher brief in der bibliothek zu Lüttich, Miscellanea patriae t. 
XXIII. p. 36, 14 bis. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 87. 

1760- 63. Pater Germanus Steinhart, franziskaner der strassbur- 
ger oberdeutschen provinz. Historische Reisebeschreibung in- und aus 
dem heiligen Land : Oder Angenehme Anleitung ohne Gefahr oder Ermüdung 
alles zu sehen, was in dem ganzen heiligen Land, von dem allda lebend- 
und leidenden Welt -Heyland noch vorhanden, samt vielerley Seltenheiten, 

9* 



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132 



welche auf dem Hin- und Herweg in seinem Tagbuch getreulich verzeichnet 
Germanus Steinhart . . Rastatt, M. M. Schällin, 1770. 8. Historische Reise- 
beschreibung in- und aus dem heiligen Land, nach der wahren Beschaffen- 
heit und angetroffenen Seltenheiten beschrieben von R. P. Germanus Stein- 
hart . . Zweyte verbesserte Auflage. Rastatt, J. W. Dorner, 1785. Kl. 8. 
140 s. u. 2 bll. Gedrängt und lieblich geschrieben, nicht bedeutend, doch 
nicht ohne belehrung neben abergläubischem und unbrauchbarem. Das buch 
ist sehr selten. 

1766. Carsten Hiebuhr's Reisen durch Syrien und Palästina, nach 
Cypem, und durch Kleinasien und die Türckey nach Deutschland und Dänne- 
mark. Mit Niebuhr’s astronomischen Beobachtungen und einigen kleinem 
Abhandlungen herausgegeben von J. N. Gloyer und J. Olshausen. (Auch 
m. d. tit. : C. Niebuhr’s Reisebeschreibung nach Arabien und andern um- 
liegenden Ländern. 3. bd.) Hamburg, F. Perthes, 1837. 4. XXIV, 238 4 
u. 168 8. Mit l tabelle u. 13 tafeln, so wie Niebuhrs bildniss als titel- 
vignette. Englisch: Niebuhrs Travels, in Pinkertons: A general Collection 
of the . . most interesting Voyages and Travels. London, Longman, 1811. 
4. 10, 1 sqq. S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54 f., Petzholdt’s Anz., 
1863, 50. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 674. Stände nicht der name des mit 
recht vielgerühmten orientalischen reisenden auf dem titel, die schrift würde, 
so weit sie wenigstens Jerusalem beschlägt, wenig beachtung finden. 

1767. Der abate und akademiker Giovanni Mariti, toskanischer 
konsulatskanzler. 1. Viaggi per lTsola die Cipro e per la Soda e Pa- 
lestina fatti da Giovanni Mariti Fiorentino dall’ anno 1760 al 1768. Lucca, 
J. Giusti, 1769 — 1776, zuletzt Firenze, Stecchi, e Pagani. 8. 9 theile mit 
abbildungen. 1 1 gestochenes titelblatt, xxrv u. 363 s. (Kypern), Ii 1 bl., 
340 s. (Syrien und Palästina, darin Nazareth und Umgebung bis Csesarea 
Palsestinse), HI 1 bl., 329 s. (Jerusalem, Jericho), IV 1 bl., 349 s. (Beth- 
lehem und Umgebung, S. Saba, Ain Kärim), V 2 bll., xin u. 329 s. 
(Palästina bis s. 14). In diesem theil von s. 16 an und in den übrigen 4 
theilen ist die geschichte von Jerusalem und Palästina enthalten. Deutsch im 
auszug: Reisen durch die Insel Cypem, durch Syrien und Palästina, über- 
setzt von C. H. Hase. Altenburg 1777. Gr. 8. Französisch im auszug: 
Voyages dans llsle de Chypre, la Syrie et la Palestine, avec l’histoire gö- 

4 nörale du Levant; Par M. l’Abbö Mariti. Traduits de Pitalien. Paris, 

Belin, 1791. 8. I vm u. 327 s., II 2 bll., 410 s. Auch eine französische 

Übersetzung, Neuwied, chez la sociötö typographique , 1791 2 voll. Die 
verständig abgekürzte pariser -Übersetzung ist gut; doch bei wissenschaft- 
lichen arbeiten darf eigentlich nur das original gebraucht werden. Z. b. 
schreibt Mariti (3, 7) Zagür (Jäsür), Betegiö (Böt Dedschen), der Über- 
setzer (2, 227) Zagur (also Sagür), Betgö. Weder dem deutschen, noch dem 
französischen Übersetzer waren die 4 letzten bände bekannt. Englisch: 
Travels through Cyprus, Syria etc. London 1791 — 92. 8. 3 voll. — 2. Istoria 
del Tempio della Resurrezione o sia della Chiesa del S. Sepolcro in Gerusa- 
lemme detta dai Greci Idvuaxaatg e MaQxvQiov scritta da Giovanni Ma- 
riti . . Livorno, C. Giorgi, 1784. 8. 356 s. (und 103, schrieb ich in Paris). 

Mit 2 plänen der ' grabkirclie nach Amico, nebst den inscbriften. Diese 

schrift ist sehr selten. Ich sah ein exemplar beim grafen de l’Escalopier, 
so wie auf den öffentlichen bibliotheken zu Modena und Ferrara. — 3. Viaggio 
da Gerusalemme per le coste della Soria. Livorno, Masi, 1787. 8. I xii u. 



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133 



155, II 243 s. Deutsch: Reise von Jerusalem durch Syrien, Aus dem 
Italienischen übersetzt. Strasburg, akadem. Buchhandlung, 1789. 8. 1 iv, 224, 
m s. (von Jerusalem nach Jäfa, Börüt, Sidon), II 187 u. rv s. (Börüt und Um- 
gebung, Mär Hanna, Dör Kaläah, Kesroän, Naher el-Kelb [der Übersetzer 
schreibt Caneflus, statt Hundefluss], Kypern und zurück nach Florenz). In 
dieser Übersetzung wurde, ausser Strand (s. oben Hasselquist sub anno 1751), 
ein pflanzenverzeichniss von Sestini weggelassen. Schwedisch von Sm. Oed- 
mann 1790. 8. Doch kann ich nicht angeben, was oder wie viel in die schwe- 
dische spräche überging. Mithin beschrieb Mariti die reise von Kypern, wo 
er sich geschäfte halber längere zeit aufgehalten, nach Jerusalem und von 
hier dorthin zurück in 2 verschiedenen werken. — 4. Istoria dello stato 
presente della Citä di Gerusalemme. Livorno, T. Masi, 1790. Kl. 8. I xu 
und 279 s. mit 1 schlechten plan von Jerusalem, II vnu. 238 s. Davon 
eine gute französische Übersetzung: Histoire de l’fitat prösent de Jerusalem 
par l’Abbö Mariti, publiöe par le R. P. Laorty-Hadji. Paris, Bolle -Lasalle, 
1853. 4. V1H, 256 s. Einzig flickte der Übersetzer s. 237—256 eine 
Description de la ville de Jerusalem ä l’öpoque du siöge de Titus nach Fla- 
vins Josephus hinzu. Der Übersetzer wäre schuldig gewesen, dem weniger 
kundigen leser, dem übrigens gesunde kost gereicht wird, zu melden, dass 
die beschreibung des gegenwärtigen zustandes ins j. 1767 zurückreicht. So 
täuscht ihn vielleicht das Stillschweigen, dass er sie für eine neue arbeit 
hält. — 5. Istoria Della Guerra Accesa Nella Sorla l’Anno 1771. Dalle 
Armi di Ali-Bey delT Egitto E continovazione del Successo a Detto Aly-Bey 
fino a quesf Anno 1772. Con Aggiunte, e Note di Giovanni Mariti . . Firenze, 
Allegrini, 1772. 8. I, 286 s. Diese historische arbeit gehört, strenge genom- 
men, nicht hieher ; allein sie enthält doch einige verwerthbare geographische 
notizen. Der Verfasser des textes sei Antonio Mondainu — 8. Beller- 
mann 2, 88, Munk 657 n , Ritter 15, 54, Laorty-Hadji 532, Robinson 2, 
548, Bassi 1, 239, meine 3. Wander. 268, Rignon, 1861, 94, Petzboldt’s 
Anz., 1863, 51. Die Schriften Mariti’s werden selten gehörig geschätzt, 
weil sie selten gehörig bekannt sind. Die arbeiten des vorurtheilsfreien und 
gelehrten priesters haben einen bedeutenden werth, und enthalten hin und 
wieder etwas neues. Namentlich ist die beschreibung von Jerusalem (nr. 4.) 
in hohem grade schätzenswerth. Weit mehr erwartete ich von der mono- 
graphischen darstellung der grabkirche. Mariti benutzt ziemlich fleissig die 
Vorgänger, am ausgibigsten den Nau. Man darf wol behaupten, dass nicht 
E. Robinson, sondern der florentiner der kritischen geschichte die bahn brach. 
Es ist zu beklagen, dass nicht alle Schriften ein ganzes — werk ausmachen. 

1772. Der karmelitermönch Marinus Geubels oder des klosterna- 
mens Michael a SS. Trinitate, von Sinay im lande Waes. Jeruzalemsche 
' Reyze, gedaen en beschreven door P. Michaöl a SS. Trinitate . . voor dezen 
Marinvs Gevbels . . ln het licht gegeven door Joanna van Eynde. 1. theil 
Dendermode, J. J. du Caju, 1780. 8. 2. theil Aelst, J. L. d’ Herdt, 1786. 
8. Johanna, die herausgeberin, war die mutter des Verfassers. S. St. - Gönois’ 
Voyageurs beiges 2^187 — 195, de Hody*s Tombeaux 379 sq. (2 öd.). Es 
ist launig geschrieben und einiges zu beachten. 

1 772. Der russische marinelieutenant Sergius Pleschtsclgeew. Tage- 
buch einer Reise des . . Sergjei Pleschtschjeew von der Insel Paros nach 
Syrien und Palästina, nebst einer kurzen Geschichte Alibeys. Aus dem 
Russischen übersetzt von C. G. A. (Arndt). Riga, J. F. Hartknoch, 1774. 8. 



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103 s. Mit 1 karte. 8. Topogr. I, LXIV, Petzholdtfs Anz., 1863, 51. 
Beachtenswerth. 

C. 1772. Der franzose L. E. Cassas. Voyage pittoresque de la 
Syrie, de la Pliönicie, de la Palestine et de la Basse figypte. Par Cassas. 
Paris 1798. Fol. 2 voll. Der prospekt datirt vom j. 6 der republik. Vgl. 
Bellermann 2, 89. Nach Barbier (Dictionnaire 3, 444) wurde der text von 
La Porte du Theil und Le Grand abgefasst, und das unternehmen gerieth 
mit der 30. lieferung ins stocken. Und dennoch hat das noch nicht vollen- 
dete, nach Grässe (Tr6s. 2, 62) auf Verwendung des grafen Choiseul - Gouffier 
auf gerichtlichem wege unterdrückte werk einen ladenpreis von 380 fr. Im 
exemplar, das ich an der rue Richelieu in Paris sah, ist der titel manuskript. 
Die vielen ansichten und die pläne zeichnen sich durch treue und genauig-. 
keit eben nicht aus. Munk nahm manches in sein buch hinüber. Die kupfer- 
platten für das grosse werk gingen in einer feuersbrunst zu gründe. 

1776. Der flämische priester Johann Andreas Jakob Rotthier, 
apostolischer protonotar, von Beveren bei Antwerpen. Reyse naer het 
H. Land, Gedaen in de Jaeren 1776. en 1777. en beschreven door Joannes 
Andreas Jacobus Rotthier . . Opgeheldert met 31. Kopere Plaeten naer de 
Teckeningen ter plaetse gemaekt. Hier is nog by gevoegt de Pelgrimagie 
naer Loretten, Mitsgaders alle de Reysen von onsen Heere Jesus Christus &c. 
T’ Antwerpen, P. J. Parys, 1782. 8. 369 s. u. Tafel 3 bll. Mit dem bild- 
nisse des Verfassers, so wie auch mit vielen abbildungen und plänen. 8. 
St. -G6nois’ Voyageurs beiges 2, 197—202, de Hody’s Tombeaux 380 (2. 
dd.). Der pilger war im zeichnen gründlich unterrichtet, und danach hätte 
man glauben sollen, dass er originalien liefere; allein statt der erwartung 
zu entsprechen, plünderte er die abbildungen, insbesondere aus Bernardino 
Amico. Was die pläne betrifft, so fand ich in den massen, so weit ich 
nachsah, wörtliche Übersetzung aus Amico. Das buch hat im gründe unter- 
geordneten werth. 

1778. Der Chorherr Maria Dominicas de Binos, von Comminges. 
Voyage par l’Italie en Egypte au Mont-Liban et en Palestine ou Terre 
Sainte, Par M. l’Abbö de Binos. Paris, Boudet, 1787. I vm, 301 s., 
II 2 bll., 367 s. Auf dem vortitel steht: Avec figures, und deren gibt es 
wenige, dafür aber trefflich ausgeführte. Spätere ausgabe: Paris, an VIII 
de la Röpublique. Deutsch: Reise durch Italien nach Egypten, auf den 

' Berg Libanon und in das gelobte Land. Breslau und Leipzig, W. G. Korn, 
1788. Kl. 8. 4 bll., 296 s. Das buch wurde frei übersetzt und abgekürzt. 
Bellermann behauptet (2, 89), dass man es mit einer in Frankreich auf der 
Stube gemachten reise zu thun habe ; allein stets empfing ich den eindruck, 
dass der abbö die reise wirklich unternommen habe. Er widmete sein buch 
der kön. hoheit Madame Elisabeth von Frankreich , und wenn es nur ein 
reiseroman wäre, so würde er sich wohl nicht getraut haben, ihr gleichsam 
ins gesicht zu lügen (s. 3 des 1. bandes): j’ai observö dans les parties de 
l’Asie, de l’Afrique et de l’Europe, que j'ai parcourues , que . . De Binos 
erzählt kurz und etwas flüchtig, doch auch einiges, was in der wanne bleibt. 

1779, 1788 — 90. Gratus Bscheider, franziskanerpriester der ober- 
deutschen strassburger -provinz, aus dem Allgäu. Das heilige Land, 
nach seinem gegenwärtigen Zustande geschildert von Fr. Gratus Bscheider . . 
Augsburg, N. Doll, 1792. Kl. 8. 272 s. Mit 1 titelkupfer, 1 ansicht von 



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Jerusalem und Bethlehem. Eines der geniessbarsten bücher, welche die 
franziskaner über Palästina geschrieben haben. Schade, dass es so sehr 
selten ist: daher eine kleine zierde meiner bibliothek. 

C. 1780. Chrysanthos Kamares von Brussa. ngoaxvytjrdgioy rijg 
dylag UoXtcog ^TegovaaXrj/n xul ndatjg UaXaiozlvrjg avyzfS'iy (uiv naget 
tov . . xvqiov XQvodvd'ov tov ix ügovarjg . Ufpiegwd'iy di nag aviov 
tw . . HaiQidgxj] . . l^ßga^iiw ov roTg dvaXw/naoty i'&öod'tj imaiaola 
/Jrif.irjTQlov ®qovI(.iov. *Ey Biivvrj, 3 Iwo. tw Buov/uavoTtgw, 1787. Fol. Vorne 
das bild des Patriarchen Abraham ; ingleichen die abbildung des von David be- 
wohnten palastes, plan der grabkirche, ansicht ihres durchschnittes ganz will- 
kürlich. Der plan von Jerusalem fehlt. Der Verfasser verbreitet sich über Je- 
rusalem, Bethlehem, Hebron, über die h. Stätten in Galiläa. Der text scheint 
mit dem des Chrysanthos (Venedig 1728) so ziemlich übereinzustimmen. 
Sonst aber wechselt der text reichlich mit sehr gefälligen abbildungen von 
echt neugriechischem geschmack. Ein exemplar des seltenen buches sah 
ich auf der öffentlichen bibliothek in Leipzig. 

C. 1781. Des baierischen franziskaner« Obermayer Keise nach 
Palästina. Cod. germ. ms., nr. 4515, in der Staatsbibliothek zu München. 
Unbedeutend. 

1784. Der graf Constantin Francois Chasseboeuf de Volney. Voyage 
en Syrie et en figyte, pendant les ann6es 1783, 1784 et 1785, Avec deux 
Cartes göographiques et deux Planches gravöes, reprösentant les Ruines du 
Temple du Soleil k Balbek et celles de la ville de Palmyre, dans le Dösert de 
Syrie. Par C. F. Volney. H. fidition revue et corrigöe. Paris, Desenne 
et Volland, 1787. Gr. 8. Auch auf Schreibpapier in 4. I xvi u. 383, 

II vm u. 458 s. Mit 3 taf. Die 1. äuflage ist mir nicht bekannt; die 
Vorrede trägt das datum Oktober 1786, und sie müsste demnach in diesem 
jahre erschienen sein. Doch sagt Volney in dem Avertissement (3. th., aufl. 
1792): la pr^face et la conclusion du Voyage en Syrie, publiö 1787, worte, 
die sich auf die 1. ausgabe beziehen sollten. Nouvelle Edition 1792. 8. 

Ohne angabe des druckortes und des druckers. I vm u. 248, II 1 bl., N 
289 s. u. Table 1 bl., III (Contenant les Ruines ou Meditation sur les Rövo- 
lutions des Empires, auch auf einem besondern titelblatte mit der Unterschrift: 

Par M. C — F Volney, Döpute k rAssemblöe Nationale de 1789) l bl., iv, 235 s. 
u. Table l bl. Mit 2 landkarten ; allein die 2 kupfer (Balbek und Palmyra) 
fehlen. Dagegen sind diese wieder angegeben in der III. Edition revue et 
corrigöe par l’auteur; augmentöe etc. de deux gravures nouvelles reprösen- 
tant les pyraraides et le sphinx , auxquelles sont jointes les planches de 
Palmyre, de Baibeck, et trois cartes göographiques toutes refaites k neuf. 
Paris, Dugour et Durand, an VII (1799). Gr. 8. I 2 bll. , x u. 478, 

II 2 bll. u. 452 s. Vierte ausgabe Paris 1807. Englisch: Travels .. ^ 
London 1787. 8. 2 voll. Deutsch: C. F. Volney’s Reise nach Syrien und 
Aegypten in den Jahren 1783, 1784, 1785. Aus dem Französischen über- 
setzt. Mit Charten und Kupfern. Jena, J. M. Mauke, 1788. 8. 3 bände. 

J. B. Rothe gab einen ‘Auszug aus Volneys Reise nach Egypten und Syrien*. 
Dresddb 1799. 8. Holländisch: door J. D. Pasteur. Leyden 1789 — 91. 

2 voll. S. Raumer 9, Munk 657% Robinson 2, 548, Ritter 15, 55, Bassi 
1, 239, Engelmanns Biblioth. geogr. 122, Petzholdfs Anz., 1863, 51. Der 
Verfasser ging nicht ohne Vorbereitung an seine arbeit. 8 monate hielt er 
sich bei den drusen in einem arabischen kloster auf, um mit der arabischen 



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spräche vertrant zu werden. Das reisebuch ist ein meisterwerk. Der graf 
schreibt ungemein lebendig, mit einem sehr gesunden verstände und mit einem 
philosophischen blicke höchst belehrend. Stets bringt er die natur des lan- 
des und der menschen in wechselseitige beziehung. 

*1788 — 91. Joseph Drochoiowsky’s Pilgerfahrt ins heilige Land: 

Pielgrzymka X. Josefa Drochoiowskiego reformata do ziemy $wi$ty . . 
Wilna 1822. 8. 2 voll. Noroff bei Daniel 214. 

*1793 — 94. Der russe Meletius, priester im kloster von Sarowsk. 
IlyTeuiecTBie bo lepycajfHMt, CapoBcnifl nycTumi iepoMOHaxa MejteTia 
Bi 1793 h 1794 r. Mock. 1798. 2. ausg. Moskau 1800. Reise nach 
Jerusalem in form eines tagebuches, welches, wie mir aus S. Petersburg in 
gefälliger weise brieflich mitgetheilt wurde, sehr viel interesse darbiete. Vgl. 
Noroff bei Daniel 215. 

1799. William Oeorge Browne. Travels in Africa, Egypt, and 
Syria from the years 1792 — 1798 by Browne. London 1799. Auch Lon- 
don 1806 in 4. Deutsch: W. G. Brown’s Reisen in Afrika, Egypten und 
Syrien. Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von 
M. C . Sprengel . Mit einer Charte. Weimar, Industrie -Comptoir, 1800. 8. 
Enthalten in Sprengels Bibliothek der neuesten und wichtigsten Reisebeschrei- 
bungen, 1. band. I bl., XVI u. 540 s. Auch Leipzig und Gera 1800. 8. 
Desgleichen W. G. Browne’s Reisen in Afrika, Aegypten und Syrien, 1792 
— 98. Berlin 1801. 8. Über Palästina von s. 352 — 392, in der sprengel- 
schen Übersetzung von s. 425 — 435. Französisch durch Castöra Paris 
1800. 8. 2 voll. S. Raumer 9, Ritter 15, 55, van Senden 1, 365, Grfts- 
se’s Tr6s. 1, 549. Das einschlagende im buche des sonst verdienstlichen 
reisenden ist sehr unbedeutend. 

1799. Der handwerker Joseph Schrödter. See- und Landreise nach 
Ostindien und Ägypten, auf die Berge Sinai und Horeb, nach Gaza, Rama, 
Damascus, Sydon, Tyrus, Jerusalem, Bethlehem, nach dem todten Meere u. 
s. w. in den JJ. 1795 — 1799. Von Joseph Schrödter. Leipzig, P. Ph. Wolf, 
1800. 8. Unbedeutend und unzuverlässig. Es ist fast nur in Deutschland 
brauch geworden, dass handwerksgesellen ihre Pilgerfahrten durch den 
druck bekannt machten, und damit meist durch ungründliche und unzuver- 
lässige darstellungen das publicum anführten. Wir werden später hin und 
wieder auf solche burschen stossen, die in der Veröffentlichung nicht bloss 
ihre eitelkeit befriedigten, sondern auch eine erwerbsquelle suchten, nachdem 
sie auf kosten der klöster oder wolwollender Privatleute Palästina durch- 
streift hatten. 

Zum 18. jahrhundert führe ich nur kurz an, dass die von Alexander 
s Russell abgefasste, von Patrick Russell mit anmerkungen herausgegebene, 
von J. Fr. Gmelin ins deutsche übersetzte Naturgeschichte von Aleppo . . 
(Göttingen 1797 f. 8. 3 thle. in 2 bänden) auch für Palästina sehr lehrreich 
ist. Vgl. Ritter 15, 55, Grässe’s Trös. 6, 195. 

*C. 1800. Viaggio di Gerusalemme colla descrizione dei Luoglp Santi, 
e delle funzioni che ivi si fanno nella Settimana Santa ecc. Roma oppresso 
Antonio Barre. 8. S. a. Das jahr 1800 ist sehr ungefähr geschätzt. 

1&00. M. D. William Wittman, feldarzt der zur türkischen armee 
gestossenen englischen truppen. Travels in Turkey, Asia-minor, 






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Syria and across the Desert into Egypt, during the years 1799, 1800 and 
1801, in Company with the Turkish Army, and the British military Mission. 
To which are annexed, Observations on the Plague, and on the diseases 
prevalent in Turkey, and a meteorological Journal. By William Wittinan 
. . London, R. Philipps, 1803. 4. 595 s. Mit vielen kupfern (auch illumi- 
nirten), karten, plänen und ansichten. Deutsch: W. Wittmann’s . . Reisen 
in der europäischen Türkey, Kleinasien, Syrien und Aegypten in den Jah- 
ren 1799, 1800, 1801 und 1802. Nebst Bemerkungen über die Pest .. 
Aus dem Englischen mit Anmerkungen, und mit Desgenettes , Larrey’s , Pu- 
gnets, Sotiras pnd anderer Untersuchungen über die Pest übersetzt von J. A. 
Bergk. Mit illum. Kupfern. Leipzig, W. Rein, 1804 f. 8. I xx u. 293 s., 
II xii u. 347 s. Deutsch auch: William Wittman’s . . Reisen nach der 
Türkei, Klein-Asien, Syrien und Aegypten, ln den Jahren 1799, 1800 
und 1801. Aus dem Englischen Auszugsweise übersetzt. Weimar, Industrie- 
Comptoir, 1805. 8. I bl., XII u. 208 s. 16. band der sprengelschen 
Bibliothek (s. oben sub anno 1799 Browne). Der Übersetzer war professor 
Schall in Weimar. Dieser auszug ist nicht zu gebrauchen, während das 
vom Übersetzer nicht verstümmelte werk keineswegs ohne werth ist. 

1801. Der englische gelehrte Edward Daniel Clarke. Travels in 
various Countries of Europe, Asi^, and Africa. By E. D. Clarke. Lon- 
don 1811 f. 4. 5 voll. 4. Edition, 8. 1 1 voll., London, Cadell and Davies, 
1817., Gr. 8. Part. II. Greece, Egypt, and the Holy Land. 5 bll., 463 s. 
Mit plan von Jerusalem u. 11 Vignetten. Ausgabe London 1816 — 24 in 8., 
1 1 voll. Auszüge über Palästina deutsch in : Malerische Reise in Aegypten 
und Syrien über Constantinopel nach Griechenland, Dalmatien, Illyrien, 
Neapel und Sicilien. 2. Bändchen enthaltend Malerische Reise in Syrien. 
Mit 26 Kupfern. Leipzig, G. Fleischer, 1 820. Von s. 92 an die reise von 
Akka nach Nazareth, Tiberias, Jerusalem, Bethlehem und zurück über Jäfa 
nach Ptolemais. Auch in der von Bergk übersetzten reise Joliffe’s (sub 
anno 1817) ist die beschreibung von Jerusalem eingeschaltet (201 — 227), 
und zwar ist hier das fragment vollständiger und mithin brauchbarer. S. 
Munk 657", Robinson 548, Ritter 15, 63, van Senden 1, 170. Clarke 
befand sich im julius 1801, aber nur 17 tage, in Palästina. Er ist etwas 
paradox. Immerhin packte er den gegenständ, andere pilger anregend, in 
wissenschaftlicher Unabhängigkeit an, nachdem er fleissigere Unternehmungen 
angestellt hatte. ' 

*1804 f. Weschniakoff von Kaluga und der kaufm&nn Nowikoff. 
IlytffcBHfl 3anncKH bo Cbathü rpa^ IepycaiHM'L h b'l onpecTHOCTH 
OHaro, Ka^ysKCK. ry6. ^BopaH'B BeuiHflKOBMX’B h Ma^MHCKaro uynu^a 
HoBüKOBa bi» 1804 h 1805 r. Mock. 1813. 8. D. h. Tagebuch einer 
reise nach Jerusalem. Moskau 1813. Noroff bei Daniel 215. 

1806. Der vicomte Francois Auguste de Chateaubriand. Itindraire 
de Paris ä Jerusalem et de Jerusalem ä Paris, en allant par la Grfcce, 
et revenant par rfigypte, la Barbarie et l’Espagne ; Par F; A. de Chateau- 
briand. Deuxi&me Edition. Paris, Le Normant, 1811. 8. I cix u. 277 s., 
mit 1 karte, 11 2 bll. u. 413 s., 1H 2 bll. u. 370 s. Die 1. ausgabe, die 
reissend vergriffen war, ist mir nicht bekannt. Von der 2. sagt Chateau- 
briand, dass er aus mangel an Zeit den text nicht mit der wünschbaren 
Sorgfalt durchsah, indessen mehrere bedeutende fehler verbesserte. Wie mag 
Chateaubriand im nachtrock der 1 . ausgabe ausgesehen haben, da der neueste 



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Überzieher noch so viel flecken und löcher hat? Auch die 3. auflage ist 
mir unbekannt; hingegen kenne ich die IV. Edition. Paris, Le Normant, 
-^1822. Gr. 8. I cxx, 270 s., mit 1 karte, II 2 bll., 401 s., III 2 bll., 
354 s. mit 1 tafel facsimile. Dann in den Oeuvres complötes, tome 8 et 9. 
Paris, Pourrat, 1836. 8. Ferner: Bruxelles 1851. 3 voll. Chateaubriand 
illuströ. Paris, Boisgard, 1853. Gr. 4. Mit in der regel schlechten holz- 
schnitten ; Bethlehem z. b. ist unkenntlich. Man wollte nur das äuge be- 
stechen. Dann in den Oeuvres de Chateaubriand, bei A. de Verre, 1858. 8. 

2 voll. Bei Firmin Didot, 1859, 8., 2 voll. ; bei G. Furne, 1859, 8., 1 vol. 
Zuletzt Itinöraire . . iilustrd de gravures sur acier. Lagny, de Vresse, 
1861. 12. 508 p. Auch sah ich eine ausgabe sine anno, mit angehängten 
Les quatre Stuarts und mit dem bildnisse Chateaubriand’s. Englisch: Tra- 
vels . . London 1811. 8. 2 voll. Holländisch: Reize van Parijs naar Je- 
ruzalem en terug door Egypte, Barbarijen en Spanije door A. F. de Cha- 
teaubriand. Dordrecht 1 8 1 1 . Der Übersetzer , N. G. van Kämpen , sagt : 

Ik heb my niet overal aan den droogen letter van het oorspronkelijke ge- 
houden . . heb ik of verkort of geheel weggelaten. Deutsch : Reise von 
Paris nach Jerusalem durch Griechenland und Kleinasien, und Rückreise 
nach Paris durch Aegypten, Nordafrika und Spanien. Von F. A. von Cha- 
teaubriand. Uebersetzt mit einigen Anmerkungen von K. L. M. Müller und 
W. A. Lindau. Nebst einem Anhänge. Leipzig, Hmrichs, 1811. 8. I xii 
u. 173 s. mit 1 kpfr. , II 1 bl. u. f5Ö s. , III l bl., 136 u. 94 s., mit 

3 taf. pläne u. karten. Tagebuch einer Reise von Paris nach Jerusalem . ., 
von Jerusalem durch Egypten, durch die Staaten der Barbarei und durch 
Spanien zurück nach Paris, von F. A. v. Chateaubriand. Uebersetzt und 
mit mehrern Anmerkungen begleitet von /. H. Eichholz . Mit 8 Kupfern. 
Leipzig, Büschler, 1812. 8. 3 thle. Man vermisst in dieser Übersetzung 
das Itinerarium des pilgers von Bordeaux (s. oben sub anno 333) und 
d’Anville’s Dissertation sur l’&endue de Tancienne Jerusalem et de son temple, 
et sur les mesures höbrai'ques de longueur. Eine 3. deutsche Übersetzung 
mit Anmerkungen von Hassler, Freiburg 1817. 3 bände. Zuletzt: Tage- 
buch einer Reise von Paris nach Jerusalem, und von Jerusalem zurück nach 
Paris. Übersetzt von K. von Kronfels. Freiburg im Br., Wagner, 1827. 8. 

7 thle. Enthalten in: Sämmtliche Werke des Vicomte v. Chateaubriand. 
Italienisch: Descrizione di Gerusalemme. Firenze 1825. Seconda edizione. 
Die l . ausgabe kenne ich nicht. Auszugsweise : Descrizione di Gerusalemme 
e luoghi santi. Milano IS26. 12. Itinerario da Parigi a Gerusalemme . . 
Firenze 1831. 8. Auch Turin 1832. 12. 6 voll. Später Napoli ^844. 
Obschon das werk gleich nach dem erscheinen ausserordentlich gerühmt 
wurde, und einen ungewöhnlichen beifall fand, fehlte es doch nicht an an- 
griffen von mehr als einer Seite her. Das schlimmste wäre freilich, wenn, 
wie man mich in Florenz nach glaubwürdigem berichte alles ernstes ver- 
sicherte, die reise nach Jerusalem nur in der stube gemacht worden wäre. 
Wie knall und fall erschien folgende parodie: Itinöraire de Pantin au Mont 
Calvaire, en passant par la rue Mouffetard, le faubourg St.-Marceau, le 
faubourg St. -Jacques, le faubourg St.-Germain, les quais, les champs- 
ölysöes, le bois de Boulogne , Neuilly , "Suresne , et revenant par St. - Cloud, ' 
Boulogne, Auteuil, Chaillot, etc. ou lettres inödites de Chactas ä Atala, 
ouvrage öcrit en style brillant, et traduit pour la premiöre fois du bas-breton 
sur la neuviöme ödition, Par M. de Chateauterne. Paris, J. G. Dentu, 
1811. 8. 2 bll., XIII u. 220 s. Der titel enthält das motto: Une parodie 



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n’öte rien au m^rite qu’un ouvrage peilt avoir. Der Verfasser ist Rene Perrier 
nach Barbier, Supplement, nr. 22711. Die parodie spielt darauf an, dass 
Chateaubriands reise auf Paris und seine Umgebung sich beschränkt habe. 
Eine unbedeutende, doch von tadel nicht ganz freie anzeige von A. L. 
Millin erschien im Extrait du Magazin Encyclopödique , Nro. d’ Avril 1811, 
p. 445. S. Munk 657, Raumer 9, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van 
Senden 1, 371, Gratz 625, Bassi l, 240, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 u. 
1863, 53. Wenn an einem buche einzig der styl beurtheilt werden müsste, 
so könnte ich das werk Chateaubriands nicht genug rühmen; wenn es sich 
aber um die Sache selbst handelt, so ist lauter tadel gerecht. Von beschei- 
denheit und ordentlicher litteraturkenntniss kann beim vicomte keine rede 
sein. Seine worte (2, 64): Dans ce siöcle de lumiere l’ignorance est grande, 
lassen sich nicht selten auf ihn füglich an wenden. Sein werk ist mehr 

blendwerk. Was ein längeres leben fristen soll,* muss mit der Wahrheit enger 
und aufrichtiger im bunde stehen. Was frommt der weit die pomphafte 
Verkündigung, dass er, wegen des braüdes der grabkirche im j. 1808, der 
letzte schilderer des grossen tempels sein werde, wenn er das meiste, was 
sie ins licht stellen sollte, aus der Schrift des Deshayes (2, 216 sqq.), welche 
dem vorletzten jahrbundert angehört, plünderte, ohne seinen Worten in der 
regei etwas beizufügen? Ist das ein bild von 1806? Bei all’ dem sind viele 
franzosen blind genug, Chateaubriand als autorität über Jerusalem anzuer- 
kennen. L’Itinöraire de M. de Chateaubriand, sagt unter andern graf d’Estour- 
mel ( 1 , 419), ce modöle d’exactitude et d’örudition. Tout ce que je pourrais 
dire est öcrit. Doch fängt in der neusten zeit sogar unter den franzosen 
der fixstern an ein wenig zu erblassen, und nur noch solche, die in Chateau- 
briand den hauptpfeiler der mönchischen Überlieferungen erblicken, gehen 
mit ihm durch dick und dünn. In den Mdmoires d’outre - tombe gibt sich 
übrigens der Verfasser selbst die blösse, dass er an seine genauigkeit glaubt 
(3, 38 sq. brü8seler-ausgabe): Tons les voyageurs, ä Jerusalem, m’ont öcrit 
pour me föliciter et me remercier de mon cxactitude, wie Julius Folentlot 
(l’exactitude scrupuleuse des descriptions). Wie dem Verfasser, wenn er 
wirklich 16 tage in Palästina, davon 8 tage in Jerusalem uqd in der Jor- 
danaue, sich aufhielt, es an zeit gebrach, um genauere und umfassendere 
beobachtungen anzustellen, so nahm er sich auch nicht zeit für das bticher- 
studium, um in wissenschaftlicher, zumal historischer beziehung etwas gründ- 
liches leisten zu können. Leider gab er für die menge nur zu lange den 
ton an und schadete vielfach durch hinhalt einer nüchternen forschung und 
einer freiem, unabhängigen meinung ; denn kopiren des flüchtigen reisewerkes, 
ohne sich zu besinnen oder an einen eigenen köpf und mit diesem zu den- 
ken, galt als überaus preiswürdig. Mein geburtstag fällt ebenfalls in das 
jahr 1806, und wie sonderbar reimt es sich, dass gerade in diesem jahr, in 
welchem die Unwissenheit noch so gross gewesen sei, einer auf die weit 
kam, welcher später, viermal in Palästina, an der reihe der entschiedensten 
kämpf er gegen den autor des itinerariums auftrat. 

1806? J. B. Kamjaschott’s Wanderungen durch Syrien, Egypten, und einen Theil 
Arabiens ; nach . seinem Tagebuche und den Bemerkungen anderer klassischer Reisehe- 
schreiber bearbeitet. Erfurt, Hennig, 1806. 8. I vi, 406, II l bl., 266 s. Der abenteu- 
rer, angeblich ein Offizier, reiste mit seiner geliebten, Marcella; in Jerusalem weilte er 
etwas länger, auch Uber die ostern. Er schreibt hin und wieder frivol, vieles aus Po- 
cocke. Der Verleger sollte darüber zur Verantwortung gezogen werden können, ob nicht 
das ganze ein roman, ein kind der spekulazion, eine art betrug sei. 



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1806 f. Der kammerassessor Ulrich Jasper Seetzen von Kiddoge 
in der herrschaft Jever. Ulrich Jasper Seetzen’s Reisen durch Syrien, 
Palästina, Phönicien, die Transjordan- Länder, Arabia Petrsea und Unter- 
Aegypten. Herausgegeben und commentirt von . . Fr. Kruse in Verbindung 
mit . . Hinrichs, . . Hermann Müller und mehreren andern Gelehrten. Berlin, 
G. Reimer, 1854— 1 1 859. 8. I 4 bll., lxxv u. 432 s. , H 2 bll., 400 s. 
(Tagebuch über seinen Aufenthalt in Jerusalem und mehrere Reisen durch 
Palästina, Süd -Phönicien, die Transjordan -Länder und ringsum das Todte 
Meer), HI 2 bll., 502 s., mit 1 titellithographie , IV mit dem besondern 
titel: Commentare zu Ulrich Jasper Seetzens Reisen u. s. f. Ausgearbeitet 
von . . Fr. Kruse und . . H. L. Fleischer in Verbindung mit mehreren an- 
dern Gelehrten. Nebst sämmtlichen Original -Charten Seetzen’s, von ihm 
selbst zu seiner Reise gezeichnet und auf seinen Wunsch vervollständigt durch 
Hinzufügung mehrerer Ortsnamen nach seinen Tagebüchern, so wie der alten 
Namen der zu bestimmenden Orte, von Kruse, xxvu, 1 bl. u. 254 s. Schon 
der 1. band enthält eine reise um das Todte Meer nach Hebron und Jerusalem. 
Früher erschienen briefe von Seetzen in Zach’s Monatlicher Correspondenz 
durch mehrere jahrgänge von 1806 an; besonders beachtenswerth band 17, 
18, 26, 27. Diese briefe wurden stückweise ins englische übersetzt, und 
erschienen unter dem titel: A Brief Account of the countries adjoining the 
Lake of Tiberias, the Jordan, and Dead Sea. London 1813. 4. Besagte 
briefe erschienen auch, ins französische übersetzt, in den Annales des voya- 
ges, 1809—1814. Etwas weniger wichtige auszttge sind in Jos. Ham- 
mers Fundgruben des Orients 1, 43, 112 u. 2, 275, 474 niedergelegt. S. 
Munk 657 b , Raumer 9, Ritter 15, 64, besonders seinen artikel in der Ber- 
liner Zeitschr. für Allg. Erdkunde, 1854, 3, 213 ff., Robinson 2, 549, van 
Senden 1, 170 f., van de Velde’s Mem. 9, Bassi 1, 240. Seetzen gebührt das 
lob, dass er der erste unter den franken das transjordanische gebiet wissen- 
schaftlich bereiste. Er setzte bequemlichkeit, höhere genüsse des lebens und die- 
ses selbst — mit verstand, muth und wunderbarer bebarrlichkeit daran, um die 
geographische karte zu vervollständigen und zu verbessern. Weil er, des ara- 
bischen kundig, mit dem Volke leicht verkehren konnte, so sind seine berichte 
nicht nach der Schablone früherer fränkischer reisender abgefasst, sondern 
aus dem leben geschöpft. Im übrigen stellen sich seine arabischen Ortsnamen 
hier und da etwas wunderlich vor das ange, und man darf keinem zweifei 
raum geben, dass er, wäre ihm das glück vergönnt gewesen, die herausgabe 
selbst zu besorgen, manches geändert hätte. Niemand wird das werk ohne 
grossen nutzen aus der hand legen, und auch Ritter verdient für die anre- 
gung und der Verleger für das mehr patriotische und der Wissenschaft gel- 
tende als lukrative unternehmen den dank der gelehrten weit. 

1807. Der Spanier Domingo Badia y Leblich oder, nach dem an- 
genommenen arabischen namen, Ali Bei el-Abassi. Voyages d’Ali el 
Abassi en Afrique et en Asie pendant les annöes 1803, 1804, 1805, 1806 
et 1807. Paris, F. Didot, 1814. 8. 3 tom. % Im 3. theil Palästina. Eng- 
lisch: Travels in Marocco, Egypt, Arabia, Syria between the years 18Ö3 
and 1807. London 1816. 4. 2 voll. Deutsch: Ali Bey’s el Abassi Reisen 
in Afrika und Asia in den Jahren 1803 — 1807. Aus dem Französischen. 
Weimar, Landes - Industrie - Comptoir, 1816. Gr. 8. 2 voll. Zweite Abthei- 
lung, 608 s., Aegypten, Arabien, Syrien und die europäische Türkei enthaltend. 
Mit l karte. In F. J. Bertuch’s Bibliothek der Reisebeschreibungen 7., 8. bd. 



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S. Raumer 10, Ritter 15, 63 f., Robinson 2, 549, Engelmanns Biblioth. 
geogr. 103. Domingo Badia reiste als mohammedaner , und sein buch ge- 
währt einige belehrung, schon deswegen, weil er in Jerusalem auch die 
grossen moscheen besuchen durfte. 

1810—1812. Johann Ludwig Burckhardt von Basel, im Orient 
Schöch Ibrähim genannt. Travels in Syria and the Holy Land; By the 
late John Lewis Burckhardt. Published by the Association for promoting 
the discovery of the interior parts of Africa. London, Murray, 1822. Gr. 4. 
2 bll., XXIV u. 668 s. Mit Burckhardfs bildniss, 3 karten, 3 plänen und 
mit in den text eingedruckten abbildungen. Herausgegeben vom Sekretär 
William Martin Leake. Deutsch: Johann Ludwig Burkhardts Reisen in 
Syrien und dem Gelobten Lande. Nach seinem Tode herausgegeben von 
der Londoner Gesellschaft . . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders 
abgedruckt.) Jena, Bran, 1822. 8. 1 bl., 272 s. Dann: Johann Ludwig 
Burckhardt’s Reisen in Syrien, Palästina und der Gegend des Berges Sinai. 
Aus dem Englischen. Herausgegeben und mit Anmerkungen begleitet von 
Wilhelm Gesenius . . Mit Charten, vielen griechischen ji. semitischen Inschriften. 
Weimar, Industrie - Comptoir, 1823 f. 8. I xu. , 548 s., II (mit Charten und 
Inschriften: Beschreibung einer Reise von Damaskus durch die Gebirge des 
peträischen Arabien und die Wüste Ei Ty nach Kairo im Sommer 1812) 
x u. s. 546 — 1104. Uebersetzt von Rienäcker. Auszttglich in Jäck’s 
Taschenbibliothek der wichtigsten . . Reisen durch Palästina (Nürnberg 1 828) 
2, 288 — 376; der auszug enthält jedoch nur syrisches und sinaitisches. S. 
Munk 257 h , Raumer 10, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van Senden 1, 
171, Bassi 1, 240 sq., van de Velde 9, Petzboldt’s Anz., 1861, 292 u. 
1863, 53. Sorgfältige Vorbereitung, kenntniss der arabischen spräche, ein 
unbefangener blick, nüchterne beobachtung und äusserste genügsamkeit zeich- 
nen den Burckhardt aufs vortheilhafteste aus. Er sah es nicht darauf ab, 
die längst durchschrittenen wege der Wallfahrer wiederum zu betreten, 
sondern sein dichten und trachten ging dahin, neue bahnen einzuschlagen, 
und allenthalben, wo er durchkam , bereicherte er die geographie und ethno- 
graphie. Ihm verdankt die gelehrte republik eine reihe von entdeckungen 
im H$uran, in Transjordanien, die mit denen des ebenso ausgezeichneten 
deutschen forschers Seetzen wie perlen das 1. viertel des 19. jahrhunderts 
zieren. Der eifer für die Wissenschaft feuerte den schweizer in dem masse 
an, dass er sich der religion der mohammedaner in die arme warf, und dass 
er auch, als der tod ihn in Kairo ereilte, nach den gebräuchen des isläm 
bestattet wurde. Dieser forscher ist in vielef hinsicht das muster eines 
reisenden. 

C. 1812. Der franziskaner Manuel de Garcia. Derechos legales y 
estado de Tierra Santa. Coleccion de documentos y noticias, pertenecientes 
al derecho que las potencias Cristianas tienen ä la posesion de sus santua- 
rios. Manifeste de su estado actual, ideas para volver a su legitima y en- 
tera posesion, y mantenerlos sin tanto consumo de caudales; por el R. P. 
Fr. Manuel de Garcia. Palma, F. Guasp, 1814. 4. S. Bethlehem 139, 
Noroff bei Daniel 2 1 5. Einiges ist beachtenswerth. 

1813. Der farbereibesitzer Johann Heinrich Mayr von Arbon. 
Schicksale eines Schweizers während seiner Reise nach Jerusalem und dem 
Libanon. Von ihm selbst beschrieben. Mit 1 Ansicht von Jerusalem. St. 
Gallen, Huber u. Comp., 1815. 8. I xh u. 212 s. , H 1 bl., 244 s. u. 



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142 



I bl. Johann Heinrich Mayr’s Reise nach Konstantinopel, Aegypten, Jerusa- 
lem, und auf den Libanon. Herausgegeben von Johann Conrad Appenzeller. 
Zweyte verbesserte Auflage. Mit 4 Kupfern. St. Gallen, Huber u. Comp., 
1820. 8. XV u. 576 s. Holländisch: Lotgevallen van een* Zwitser op 
zyne reize naer Jerusalem en den Libanon. Haarlem 1816. 8. S. Raumer 
10, Ritter 15, 68, Petzholdfs Anz., 1863, 54. Zu lebhafte phantasie des 
grundbraven mannes trübte hier und da die klarheit des blickes. Er gab 
mir anleitung zur 1. reise nach Jerusalem. Heimgekehrt schickte ich ihm 
und seinem herausgeber, pfarrer Appenzeller, mein manuskript. Beide be- 
suchten mich nachher, und das resultat der berathungen war, dass ich das- 
selbe der feile des mayr’schen herausgebers anvertrauen solle, weil ich zu 
gelehrt für ungelehrte und zu ungehrt für gelehrte geschrieben habe ; allein 
ich konnte mich nicht dazu entschliessen , und lieber wollte' ich auf eignen 
füssen gehen, als noch so gefällig und anmuthig getragen werden. 

1814. Rramsen m Berlin. Travels in Egypt, Syria, Palestine . . 
London 1815. 8. Französisch: Promenade d’un voyageur prnssien en Eu- 
rope, Asie et Afrique. Paris 1818. 8. 2 tom. Deutsch: Bramsens Reise 
durch die Jonischen Inseln, Aegypten, Syrien, Palästina und Griechenland, 
in den Jahren 1814 und 1815. (Aus dem Ethnographischen Archiv beson- 
ders abgedruckt.) Jena, Bran, 1819. 8. 1 bl., 192 s. S. Jolowicz. Bram- 
gen begleitete den ältesten sohn des englischen baronets, sir Georg Maxwell. 
Der Verfasser ist sehr flüchtig und seine Schrift ohne kritischen werth. 

1814. Der artilleriekapitän Henry Light. Travels in Egypt, Nubia, 
Holy Land, Mount Libanon, and Cyprus. By Henry Light. London, Rod- 
well a. M., 1818. 4. Mit 20 taf. und 14 vign. Deutsch: Reise in Aegyp- 
ten, Nubien und dem heiligen Lande. Aus dem Englischen des . . Henry Light 
. . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders abgedruckt.) Jena, Bran, 
1820. 8. IV u. 204 s. Ohne illustrazionen. Petzholdt (Anz., 1863, 54) 
führt eine ausgabe mit dem gleichen titel aus dem j. 1834 an; allein sie ist 
offenbar eine titelausgabe. Vgl. Grässe’s Trös. s. v. Der sehr aufmerksame 
Verfasser durchreiste flüchtig Palästina. 

1814. Santino Daldini, pfarrer zu Saltrio im komaskischen. Viaggio 
di Terra Santa, diviso in capitoli secondo l’ordine delle materie dal . . 
Santino Daldini . . Milano, M. Carrara, 1829. 12. 168 s. 2. edizione eben- 
daselbst 1830. 12. Daldini . . testimonio oculare recente . Edizione terza . 
Diligentemente corretta ed accresciuta ; e corredata di varie carte interessant!. 
Milano, M. Carrara, 1848. 12. 208 s. Schon in der 2. ausg. : Viaggio e 
Visita. Eine bescheidene und liebliche erzählung mit brauchbaren notizen. 

*C. 1815. Des P. Joseph de Lamego wallfahrt nach Jerusalem. 
Lisboa 1819. Nach Rignon, 1861, 95. 

1815. William Turner Esq. Journal of a Tour in the Levant, by 
William Turner. London, J. Murray, 1820. Gr. 8. I xxvii upd 480, 

II vii u. 608, III vii u. 547 s. Mit 21 zum theil kolorirten kk., 2 land- 
karten u. 1 facsimile. S. Petzholdfs Anz., 1863, 54. Beachtenswerth. 

1815. Otto Friedrichs von Richter Wallfahrten im Morgenlande. 
Aus seinen Tagebüchern und Briefen dargestellt von Johann Philipp Gustav 
Ewers . . Mit Kupfern. Berlin, G. Reimer, 1822. 8. XVIII u. 7 1 5 s. Mit 
dem bildnisse des Verfassers und 15 andern kk. S. Raumer 11, Robinson 



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143 



2, 549, Ritter 15, 65 f., van Senden 1, 171. Das buch gewährt für Je- 
rusalem und seine Umgebung wenig ausbeute ; im allgemeinen aber erzwingt 
es die be wunderung für den 24jährigen jüngling aus Neukusthof bei Dorpat. 
Wie Hasselquist fand er, beide in der blüthe der jahre, in Smyrna den tod, 
ich — 1 S46 die gesundheit. 

C. 1815. Der arzt Merion. Travels of Lady Hester Stanhope . . 
narrated by her physician . London, C. Colburn, 1846. 8. 3 voll. Frühere 
ausgabe London 1845. Das werk ist interessant, namentlich für die beschrei- 
bung der palästinischen gräber. Der Verfasser der Three Weeks (s. unten 
sub anno 1831) schreibt (155) Merryon. 

1815 — 1820. Der missionar William Jowett. Christian Researches 
in the Mediterranean , from 1815. to 1820 . . By . . William Jowett . . 
With an Appendix, containing the Journal of . . James Connor, chiefly in Syria 
*and Palestine. Third edition. London, R. Watts, 1824. 8. 7 bll., 454 s. 
Mit 1 karte. Dann : Christian Researches in (the Mediterranean and in) Syria 
and the Holy Land, 1824 — 26. 8. 2 voll. Mit karten. Die 1. und 2. 
auflage ist mir unbekannt. Auch London 1825, 8., Boston 1826, 12. S. 
Raumer 11, Robinson 2, 550. Das buch ist hinsichtlich der religiösen Ver- 
hältnisse nicht wenig belehrend ; doch hat es zunächst werth für the Church 
Missionary Society. 

1816. Der gelehrte engländer John Silk Buckingham. Travels in 
Palestine through the countries of Bashan and Gilead, east of the river 
Jordan: including a visit to the cities of Geraza and Gamala, in the De- 
capolis. By J. S. Buckingham . . London, Longman, 1821. 4. XXVII, 
553 u. VIII s. Mit <des Verfassers bildniss, 8 landkarten, grundriss u. kk., 
27 Vignetten. 2. ausgabe London 1822. 8. 2 voll. Dazu kamen: Travels 
among the Arab Tribes, inhabiting the countries east of Syria and Palestine, 
including a Journey from Nazareth to the Mountains beyond the Dead Sea, 
and from thence through the plains of the Hauran to Bozra, Damascus, 
Tripoly, Lebanon, Baalbeck, and by the valley of the Orontes to Seleucia, 
Antioch, and Aleppo. With an Appendix, containing a refuthtion of cer- 
tain unfounded calumnies industriously circumlated against the author of this 
work, by . . Lewis Burckhardt, . . William John Bankes, and the Quarterly 
Review. By J. S. Buckingham . . London, Longman, 1825. Gr. 4. XVI 
u. 679 s. Mit 1 landkarte und 28 Vignetten. Deutsch: Reisen durch Syrien 
und Palestina. Von J. S. Buckingham. Aus dem Englischen übersetzt. 
Weimar, Industrie -Comptoir, 1827 u. 1828. 8. I xxni u. 472 s., mit 
vier plänen auf drei tafeln, II 2 bll., u u. 526 s., mit 1 karte. Diese 2 
bände, auch den nachtrag von 1825 ohne die polemik umfassend, bilden in: 
Neue Bibliothek der wichtigsten Reisebeschreibungen den 45. und- 46. band 
der 2. hälfte der I. Centurie. Ein gedrängter auszug sind: Reisen in Pa- 
lästina. Aus dem Englischen des . . Buckingham. Jena, Bran, 1834. 8. 

1 bl., 198 s. S. Raumer 11, Ritter 15, 67 f., Robinson 2, 549 sq., van 
Senden 1, 172, Petzholdfs Anz., 1863, 54 f. Man wirft Buckingham vor, 
dass er voreilig bekannt machte, was seine reisegeßthrten Burckhardt und 
Bankes entdeckt hatten. Mochte er so unedel genug handeln, so kann, doch 
nicht bestritten werden, dass er als kühner Wanderer für die geographie 
manches schätzbare erforschte. 

1817. Der engländer T. R. JolifFe. Leiters from Palestine, descrip- 



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tive of a Tour through Galilea and Judea, with some account of the dead 
Sea . . by T. R. Joliffe. II. edition. London 1820. 8. Die 1. ansgabe er- 
schien in 2 bdd. zn London 1819, 8., and die 3. ebenda 1822, 8. Fran- 
zösisch: Lettres sur la Palestine, la Syrie et l’figypte , haupttitel: Lettres 
sur la Palestine, la Syrie et l’ßgypte, ou Voyage en Galilöe et en Judöe, 
avec une relation sur la mer Morte, et sur l’dtat prösent de Jerusalem ; par 
T. R. J. Traduites de l’anglais sur la seconde ödition, par Aubert de Vitry; 
ornöes d’une carte göographique et de cinq gravures. Paris, Picard - Dubois ; 
Londres, J. Warrick, 1820. 8. 363 s. Mit 1 ansicht der Christusgrab- 
kapelle und 1 karte. In meinem exemplar fehlt die Vorrede. Deutsch: T. 
R. Joliffe’s Reise in Palästina, Syrien und Aegypten im Jahre 1817. Mit 
vielen Zusätzen aus neuen ausländischen Beschreibungen übersetzt. Zum 
Behufe für Bibelleser. Nebst einer Vorrede von E. F. K. Rosenmüller. 
Mit einer Abbildung der Aufschrift auf der Pompejussäule. Leipzig, Industrie- 
Comptoir, 1821. 8. XXII u. 397 s. Der Übersetzer Bergk gibt im Vor- 
worte an, dass er die englische Urschrift nicht erhalten konnte und daher 
das buch nach der französischen Übersetzung von Aubert de Vitry über- 
setzte, und zugleich sich erlaubte, einiges wegzulassen, anderes zusammen- 
zuziehen. Obschon die deutsche Übertragung von manchen guten bemerkun- 
gen begleitet ist, so wie auch auszüge aus Clarke (s. oben sub anno 1801), 
de Forbin und Belzoni enthält, so wird dennoch durch sie die französische 
nicht ersetzt. Holländisch : Reis in Palestina, Syriö . . met Vorrede van E. 
F. K. Rosenmuller. Amsterdam 1822. 8. Übersetzt von B. in Dordrecht 
nach der Übersetzung von de Vitry. S. Raumer 10, Robinson 2, 550, van 
de Velde’s Mem. 10. Die schrift ist nicht ohne werth. 

1817. Der priester Desmazure. Souvenirs de la Terre - Sainte. Moeurs 
et usages des tribus arabes de la Syrie au temps prösent. Par l’abbö Des- 
mazure, Pöre latin du S. Söpulcre. Paris, Pillet, 1846. 8. Interessantes 
über die Sitten und gebrauche der zeltaraber, über Bethlehem und Jerusa- 
lem, aber nichts über den felsengang der Marienquelle, welchen der Verfasser, 
wie anderwärts berichtet wurde, durchschritten hat. 

„ 1817. Der graf Louis Nicol. Phil. Aug. de Forbin. Voyage dans 

le Levant en 1817 et 1818. Par le Comte de Forbin. Paris, imprimerie 
royale, 1819. 2 1 /a i hoch und 2' breit. Mit 80 lithographien und kupfern. 
Verschiedene lieferten dazu die Zeichnungen, wie J. le Gros, Thiönon, Bou- 
ton, Debucourt, Louise Bouteiller, Hippolyte Lecomte, Bourgeois, Daguerre, 
Hersent, Baltard. Der text rödigö par La Porte -Dutheil, Legrand et Lan- 
gles. Paris 1819. 8. 4 bll., 132 s. Ich sah auch in der biblioteca pala- 
tina zu Florenz Forbin’s Voyage pittoresque in 2 voll., und am Ende liest man : 
et un texte rödigö par la Porte - Dutheil , Legrand et Langlös. In Deutsch- 
land erschien: Voyage dans le Levant, par M. le Comte de Forbin. Reise 
nach dem Morgenlande von dem H. Grafen von Forbin. Aus dem Franzö- 
sischen in das Deutsche übersetzt und mit historisch - geographischen Bemer- 
kungen versehen von Ferdinand Leopold Rammstein. Prag, P. Bohmann, 
1823. 8. Der vortitel lautet im französischen und in der Übersetzung wie 
in der pariser- ansgabe. I. liefer. 121, II. 137, IH. 128 u. IV. 181 s. 
Mit 1 plan der grabkirche in Jerusalem von Leisnier nach Amico und mit 
1 kupfertafel. Immer steht auf einer Seite das original und gegenüber auf 
der andern Seite die Übersetzung. In der letzten lieferung findet sich die 
erklärung der kupfertafeln von s. 131 — 165. Das kupferwerk, l' 3" 9"' 



I 



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145 



P. hoch und 1' 8" breit, enthält 78 wirklich schön verfertigte kupfer. In 
Prag erschien ferner nicht nur eine deutsche Übersetzung mit historischen 
Bemerkungen von F. L . Rosmmüller in 4 bänden, 8., 1823 bis 1826, 
sondern auch 1826: Palästina* Sechsunddrei ssig Ansichten aus des Grafen 
Forbins Reise ins Morgenland in aqua-tinta. Quer fol. S. Robinson 2, 550, 
'Petzholdt’s Anz., 1863, 55, Grässe’s Trös. 2, 614. Der Verfasser notirte 
weniges belehrende, und was die illustrazionen betrifft, so ist einiges gut ge- 
zeichnet, dagegen anderes sehr untreu dargestellt. Es ist wahrlich zu be- 
klagen, dass man so viel geld für das grosse werk von so untergeordnetem 
werthe verwendete. 

1817. Der franziskaner Joäo de Jesus Christo. Viagem de hum 
peregrino a Jerusalem, e visita que. feez aos Lugares S antos, em 1817 Fr. 
Joäo de Jesus Christo. Lisbao 1822. 8. 2. ausgabe. Es gibt auch eine 
von 1831. Unbedeutend. 

*1817. Eines ungenannten Voyage en Galilöe et en Judöe, en 1817. 
Rignon, 1861, 95. 

1817 und 18. Die flottenbefehlshaber Charles Leonard Irby und 
James Mangles. Travels through Nubia, Palestine and Syria in 1 8 1 (> 
and 1817. By Mangles. 8. 2 voll. Ich führe den titel genau so an, wie 
ich ihn für ein als in kurzem zu erscheinendes werk bei Bergk (vorrede 
zu Joliffe IX) finde, der ihn am 9. Mai 1821, freilich jedenfalls ungenau, 
geschrieben hat. Wahrscheinlich fällt der druck ins j. 1821, oder wir haben 
es mit folgender auflage zu thun: Travels in Egypt and Nubia, Syria and 
Asia Minor, during the years 1817 and 1818. Printed for private distri- 
bution. London 1822. 8. Auch London 1823. 8. Später kam die schrift 
in den buchhandel. Travels in Egypt and Nubia, Syria, and the Holy Land; 
including a journey round the Dead Sea, and through the country east of 
the Jordan. By Ch. Leon. Irby, and Jam. Mangles. London, J. Murray, 
1844. 8. VIII u. 150 doppelspaltige s. Mit gleichem titel und ebenso viel 
seiten London 1847. Auch London, Murray, 1861. 8. Zweispaltig. S. 
Raumer 11, Robinson 2, 550, Ritter 15, 66 f., van Senden 1, 371, van 
de Velde’s Mem. 10, Grässe’s Trös. 3, 428, Petzholdt’s Anz., 1863, 55. 
Das in gedrängtem styl geschriebene buch enthält viel neues und be- 
lehrendes. 

1818. Der arzt und naturforscher F. W. Sieber aus Böhmen. 

Reise von Cairo nach Jerusalem und wieder zurück, nebst Beleuchtung einiger 
heiligen Orte, von F. W. Sieber . . Mit Kupfern. Prag, M. Neureuter, und 
Leipzig, F. Fleischer, 1823. 8. 168 s. S. Robinson 2, 550. Der Ver- 
fasser schrieb nicht ohne kritik, doch zu sehr unter dem einflusse der mönche. 
Um die Veröffentlichung eines plans von Jerusalem: Karte von Jerusalem 
und seinen nächsten Umgebungen, geometrisch aufgenommen 1818, Prag, 
Neureuter, 1823, fol., erwarb er sich einige Verdienste. Ich sah ihn nie- 
mals und kenne ihn nur nach dem berggren’schen. S. Ritter 16, 307, 
Raumer 1 2, Engelmann 138, meine Planographie 1 0 f. 

1818. Der arzt Robert Richardson, M. D. Travels along the Me- 
diterranean and parts adjacent, in Company with the Earl of Beimore during 
the years 1 8 1 6 — 17 — 1 8. Extending as far as the second cataract of the Nile, 
Jerusalem, Damaseus, Balbec . . London 1822. 8. 2 voll. Mit planen und 
kk. Im 2. theil Palästina. S. Raumer 11, Ritter 15, 67, Robinson 2, 550. 

Tobler, Bibliographia. 10 



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Das buch, weil belehrend, ist nicht zu übersehen; namentlich findet sich 
interessantes über ärzte und arzneien. 

*1818. Th. Legh. Excursion from Jerusalem to Wady Müsa, in 
Macmichael’s Journey from Moscow to Constantinople in the years 1817 
— 18. London 1819. 4 to 4. kap. 185. s. Wiederabgedruckt in dem (ame- 
rikanischen) Biblical Repository ? Oct. 1833. 3, 618. Legh reiste ohne Mac- 
michael von Konstantinopel weiter, und dann, in begleitung von Irby, Mangles 
und Bankes, nach Petra. S. Raumer 11, Ritter 15, 66, Robinson 2, 550; 
letzterer zeichnet den Verfasser mit einem Sternchen aus. 

1818. Der schneidergeselle Joh. Friedr. Jul. Borsum aus Feld- 

bergen bei Hildesheim. J. F. J. Borsums Reise nach Constantinopel, Pa- 
lästina und Egypten, oder: Lebendiger Beweis, wie gnädig Gott dem durchhilft, 
der seine Hoffnung auf ihn setzet. Überarbeitet von David Traugott Kopf. 
2. Auflage. Berlin, Boicke, 1826. 8. XVI, 238 s. u. I bl. 4. ausgabe 
Berlin, J. A. Wohlgemuth, 1850. 12. 1825 die I. S. W. Engelmann 118, 

Petzholdfs Anz., 1863, 56. Der pietistische anstrich half dem werkchen zu 
der 4. auflage. Es ist beinahe werthlos. 

1819. William Rae Wilson, doktor der rechte. Travels in the 
Holy Land, Egypt, etc. By William Rae Wilson . . London, Longman, 
1823. Gr. 8. XII u. 544 s. Mit 8. kk. Second edition. London 1824. 
Fourth edition; London, Longman, 1847. Gr. 8. I xxiv u. 448 s., H vii 
u. 524 8. Mit 15 abbildungen. 8. Raumer 11, Petzholdt’s Anz., 1863, 55. 
Manche treue, malerische darstellung und überhaupt manches zu gebrau- 
chen, und wäre noch mehr, wenn der Verfasser sich nicht als zu leichtgläu- 
big zeigen würde. 

1819. Der schneidergeselle C. F. Stegemann. Wanderung durch 
Deutschland, Polen, Russland, Persien, Caucasien und Aegypten nach Jeru- 
salem, in den Jahren 1814 bis 1821. Nach den Überlieferungen des Rei- 
senden von Friedrich Dörne. 2. Auflage. Danzig, W. T. Lohde, 1825. 12. 
Ohne werth. Er gerieth in Sklaverei, wurde jedoch in Jerusalem um den 
preis des Übertrittes zu den lateinern von den franziskanern losgekauft. 

1819 f. Der architekt Johann Karl Weyand von Herchenheim 
unweit Ulm. Johann Carl Weyands Reisen durch Europa, Asien und Afrika 
von dem Jahre 1818 bis 1821 incl. von ihm selbst beschrieben. Amberg, 
auf Kosten des Verfassers, 1822, 23 u. 25. 8. I 2 bll. , iv u. 280 s., 
mit dem bildnisse des Verfassers, II v, 1 bl. u. 168 s., mit den grabmälern 
von Gottfried und Balduin und 4 andern kk., HI 213 s., mit 3 kk. Auch 
Wien, Mechitaristen - Congregation , 1828. 8. Der Verfasser schildert das 
grab Gottfrieds von Bouillon als vorhanden und zeichnet es ausserhalb des 
gebäudes von Golgotha, wie es vor dem brande im j. 1808 war. Die 
darstellung der kapelle des Christusgrabes, mit der eigenthümlichkeit , dass 
sie den fels erblicken lässt, ist eine gebürt der einbildungskraft. Der text 
selbst seicht geschrieben; vieles kopirt. 

1820. Der missionar James Connor. 8 . oben Jowett sub anno 1815 
— 1820. Im Appendix 413 — 453. Auch: Connor, Relation d’un voyage 
faiten Palestine. 8. Annales des Voyages. Nouv. IX. 1821. 144 bei Koner 
2, 335. Das kurze lesenswerth. 



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147 



1820. Der arzt Ludwig Alexius Paschalis Damoiseau. Voyage en 
Syrie et dans le Dösert, Par feu Louis Damoiseau, attachö ä la mission de 
M. de Portes, (pourachat d’fitalons arabes). Paris, H. Sou verain, 1833. 8. 1 bl., 
IV u. 288 s. Auch Bruxelles 1839. Herausgegeben von Jean May. Deutsch: 
Hippologische Wanderungen in Syrien und der Wüste. Aus dem Französi- 
schen von Th. Heinze . . Leipzig, Mager, 1842. 8. 2 bände. S. Rignon, 
1861, 96. Der wackere Verfasser, welcher Jerusalem und Nazareth besuchte, 
lieferte für die geographie sehr wenig erhebliches. 

1820. Graf de Marcellus, bevollmächtigter minister. Souvenirs 
de TOrient, par le Vicomte de Marcellus . . Paris, Debräcourt, 1839. 8. 2 tom. 
Die Vorrede zur 2. ausgabe wurde 1853 geschrieben. Deswegen war die 
brüsseler-ausgabe von 1840 (12. 3 tom. mit 2 lithographirten tafeln u. 1 
karte) ein nachdruck der 1. auflage. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 75. Troi- 
siöme ödition (jfar le Comte de Marcellus). Paris, Garnier, 1861. 8. XII u. 
600 s. Italienisch: Rimembranze intorno all’ Oriente del Visconte di Marcellus. 
Prato, Giachetti, 1841. Gr. 8. Schon die hohe Stellung erlaubte dem klas- 
sisch gebilbeten Verfasser, manches denkwürdige mitzutheilen. Derselbe hielt 
sich in amtsgeschäften 4 jahre in Konstantinopel auf. 

*C. 1820. Der hutmachergeselle F. Kronecker. Reise aus Stuben- 
berg bei Braunau nach dem gelobten Lande, nebst einer Uebersickt seiner 
durch Europa während eines Zeitraums von 21 Jahren gemachten Wande- 
rungen. 4. Auflage. München 1825. 8. S. Engelmann 1094. 

*1820—21. Der baronet Frederick Henniker. Notes during a 
Visit to Egypt, Nubia, the Oasis, Mount Sinai, and Jerusalem . By Frede- 
rick Henniker . . London, Murray, 1823. Gr. 8. XI u. 340 s. Mit 3 kk. 
S. Robinson 2, 550, Petzholdt’s Anz., 1863, 75; dieser aber führt den Ver- 
fasser, den Robinson als flüchtig und oberflächlich bezeichnet, unter dem 
j. 1819 an. 

1821. Dr. Johann Martin Augustin Scholz, professor der theolo- 
gie zu Bonn. 4. Reise in die Gegend zwischen Alexandrien und Paräto- 
nium, die libysche Wüste, Siwa, Egypten, Palästina und Syrien, in den Jah- 
ren 1820 und 1821 von Joh. Mart. Augustin Scholz. Leipzig und Sorau, 
F. Fleischer, 1822. 8. VI u. 305 s. — 2. Biblisch -kritische Reise in 
Frankreich, . . Palästina . . 1818, 1819, 1820, 1821 . . von Joh. M. Aug. 
Scholz. Leipzig und Sorau, F. Fleischer, 1823. 8. Es finden sich auch 
Verbesserungen des obigen reiseberichtes. : — 3. Handbuch der biblischen 
Archäologie. Bonn 1834. Die abschnitte über biblische Geographie §. II 
— 68. — 4. Commentatio de Golgotb® et sanctissimi D. N. J. C. sepulcri 
situ. Akademische festabhandlung für den 3. august 1825, als den geburts- 
tag des königs Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Thormann, 1825. 4. 22 s. 
Mit l unhaltbaren plan von Jerusalem. — 5. Abhandlung über die Lage 
des heiligen Grabes. Enthalten in den Wiener- Jahrbüchern der Literatur. 
Wien, Gerold, 1826. Gr. 8. 35. band, Anzeigeblatt 22 ff. Mit 1 schlech- 
ten plan von Jerusalem. — 6. Commentatio de Hierosolymae singularumque 
illius partium situ et ambitu. Akademische festabhandlung für den geburtstag 
Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Carol. Georg., 1835. 4. 1 bl., 17 s. Mit einem 
plan der Hierosolyraa vetus. — 7. Calendaria gr®ca duo, quorum alterum Hie- 
rosolymitanum. Bonn® 1823. S. Raumer 10, Robinson 2, 550, Ritter 15, 
68, van Senden 1, 174, Gratz 630, van de Velde 10. Scholz war kenner 

10 * 



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der arabischen spräche und schrift. Dies und ein ziemlich unbefangenes 
urtheil macht seine schriftarbeiten wichtig. Er bringt eine menge neues, 
namentlich auch eine grosse anzahl arabischer namen von Ortschaften. Seine 
Verdienste sind bisher im allgemeinen noch nicht genugsam gewürdigt 
worden. 

1821. Dr. Jakob Berggren, propst und pfarrer zu Skällwik bei 
Soenderkoeping. 1. Hesor i Europa och Oesterländerne. Stockholm 1826 
— 28. 8. 3 theile. Deutsch: Reisen in Europa und im Morgenlande von 
J. Berggren. Leipzig und Darmstadt, C. W. Leske, 1828 — 1834. 8. I rv 
u. 396, mit 1 kupfer und l karte, II 1 bl., 410, mit dem plan von Jeru- 
salem und der karte von Syrien, III 1 bl., 244 8. Mein exemplar hat nur 
im 3. theil die angabe des druckjahrs (1834). — 2. Guide fran$ais - arabe 
vulgaire des voyageurs et des francs en Syrie et en Egypte • avec carte phy- 
sique et geographique de la Syrie et plan g£om6trique de Jerusalem ancien et 
moderne comme Supplement aux voyages en Orient par J. Berggren. Upsal, 
Leffler, 1844. 4. 2 bll., 924 sp. Der artikel Itindraire von sp. 450 — 506 enthält 
die augabe der entfernungen von Ortschaft zu Ortschaft in Syrien und Pa- 
lästina. Karte und plan sind genau diejenigen, welche der deutschen Über- 
setzung beigegeben wurden, nur mit der legende in schwedischer spräche. 
— 3. Flavius Josephus der Führer und Irreführer der Pilger im alten und 
neuen Jerusalem. Mit einer Beilage Jerusalem des Itinerarium Burdigalense 
enthaltend Herausgegeben von Jakob Berggren . . Leipzig, T. 0. Weigel, 
1854. 4. VIII u. 55 s. — 4. Bibel und Josephus über Jerusalem und das 
Heilige Grab wider Robinson und neuere Sionspilger als Anhang zu Reisen 
im Morgenlande von J. Berggren . . Lund, Berling, 1862. 8. XIV u. 444 s. 
S. Robinson 2, 550. Es muss nicht wenig auffallen, dass Berggren lange 
zeit so wenig beachtet wurde. Wenn er nichts geschrieben hätte, als das 
Itindraire, so würde er unsern lebhaften dank verdienen. Er war ein 
wolvorbereiteter , guter beobachter und ein auf verschiedenes, insbesondere 
auf die geographischen nomin a propria der araber aufmerksam gewesener 
Jorsalafarare. In der neuesten schrift stösst freilich eine etwas einseitige 
und leidenschaftliche Verfechtung von hypothesen, zum theil aus mangel- 
hafter oder nicht umfassender litteraturkenntniss. 

1821. John Carae. Letters from the East. 3d Edition. London 
1830. S. 2 voll. Recollections of Travels in the East; forming a Conti- 
nuation of the Letters from the East. By John Carne . . London, Colburn, 
1830. 8. XII u. 348 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 76; allein Robinson 
2, 551 gibt auch für Recollections 2 voll. an. Früher London 1826. 8. 
Deutsch: Leben und Sitte im Morgenlande, auf einer Reise von Konstanti- 
nopel durch das griechische Inselmeer, Aegypten, Syrien und Palästina ge- 
schildert von J. Carne ; nebst einem Anhänge über Griechenland. Aus dem 
Englischen übersetzt . . von W. A. Lindau. Dresden und Leipzig, Arnold, 1826 
— 27. Kl. 8. I 2 bll., 167, II (enthaltend Palästina) 2 bll., 162, III 2 bll., 
143, IV ausserdem mit dem titel: Reise über Cypern und Rhodus nach 
Morea, 158 s. Vgl. Grässe’s Trds. 2, 50. Keine eingehende forschung; 
ein schlichter bericht. 

1822 und später. Dr. Michael Salomo Alexander (WolfF), bischof 
von Jerusalem. Missionary Journal and Memoir of the Rey. Joseph Wolff, 
missionary of the Jews. Revised and edited by John Bayford. London 
1824. 8. Dann mit his first visit to Palestine. London 1827. 3 voll. 



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Ingleichen Joseph Wolff, his Travels and Adventures. 2. ed. London 1860. 
Gr. 8. 2 voll. Zur geschichte der protestantischen mission in Palästina 
nicht leicht entbehrlich. Anlässlich wird bemerkt, dass aus dem j. 1818 
einiges über Jerusalem und Bethlehem von einem schweizerischen geistlichen, 
Burckhardt, in The Missionary Register for 1819 (London 1819. 72 sqq.) 
enthalten ist. Auch vom biscliof S. Gobat geben Zeitschriften. 

1823. Der missionar Plinius Fisk. Memoir of . . Pliny Fisk late 
Missionary to Palestine. Edinburgh 1828. Deutsch: Plinius Fisk, aus dem 
Englischen übersetzt von Heller. Erlangen 1835. Das Dagboek van eenen 
Evangeliedienaar , gehouden op zijne reis door het H. Land (Haarlem 1850. 
2 deelen), ist von Georg Fisk. Mit P. Fisk war Parsons, in dessen Me- 
moir (Edingburgh 1832) nachrichten über Palästina Vorkommen. S. Rau- 
mer 12, van Senden 1, 373. Geniessbar. 

1823. Dr. Westphal, geometer. in Göttingen. Über die topogra- 
phische Lage Jerusalems, zur Erläuterung des Planes aufgenommen von 
Westphal. Aus dessen Tagebuche während einer Reise durch den Orierit in 
den Jahren 1822 und 1823. In: Hertha. Zeitschrift für Erd-, Völker- und 
Staatenkunde von H. Berghaus und K. F. V. Hoffmann. Jahrg. 1825. 1, 
385 ff. Mit Westphal reiste G. Parthey. Vgl. Ritter 15, 307. Die be- 
schreibung des terrains ist nicht besonders gut. 

1824. Der naturforscher Giambatista Brocchi von Bassano. Gior- 
nale delle Osservazioni fatte ne* Viaggi \n Egitto, nella Siria e nella Nubia 
da G. B. Brocchi . . Opera inedita postuma . . Bassano, A. Roberti, 1841 
— 1843. 8. I xiv u. 390, mit dem bildnisse des Verfassers, II 540, III (Pa- 
lästina enthaltend) 576, IV 287, V 775 s. Dazu gehört: Atlante del Gior- 
nale delle Osservazioni fatte ecc. Bassano, A. Roberti, 1843. 8. 2 bll., 20 
Tav. mit erklärungen. Die einleitung rührt vom drucker und Verleger, Ro- 
berti, her, der als herausgeber angesehen werden kann. Das werk, welches 
selbst in Italien schwer erhältlich ist, verdient besonders in naturwissen- 
schaftlicher hinsicht beachtung. 

1825. Der esquire John Madox. Excursions in the Holy Land, 
Egypt, Nubia, Syria, &c. Including a Visit to the unfrequented 'district of 
the Haouran. By John Madox. London, R. Bentley, 1834. Gr. 8. I xiv 
u. 436, II viii u. 403 s. Mit 2 titel- und 25 a. kk. S. Petzholdt’s Anz., 
1863, 76. Für Palästina unbedeutend. 

> 1826 f. Der kaufmann August Jahn von Mainz. Reise von Mainz 

nach Egypten, Jerusalem und Konstantinopel in den Jahren 1826 — 27 von 
A. M. Jahn. Mainz, J. Stenz, 1828 — 30. 8. I (Heft) enthält Reise von 
Mainz über Triest nach Egypten, 4 bll., XXVI und bis s. 110, mit 1 kupfer, 
II enthält Reise von Alexandrien nach Cairo u. s. w. tll — 245, mit 2 litho- 
graphien, III:*Reise von Cairo nach Jerusalem u. s. w. 247 — 382, mit 1 
schlechten plan von Jerusalem nach der vogelansicht , IV : Reise von Jeru- 
salem über fünf griechische Inseln nach Smyrna u. s. w. 383 — 542, mit 
1 lithographie, V: Schilderung von Konstantinopel u. s. w. 543 — 716, 1 bL, 
mit 1 plan von Konstantinopel. Der Verfasser, zwar oberflächlich und leicht- 
fertig, hält sich frei, hütet sich vor Übertreibungen, und tritt insbesondere 
gegen Chateaubriand auf. Das buch ist nicht mehr leicht zu kaufen. 

1826 f. Der priester Luigi Valiani von Florenz. Viaggio a Ge- 
rusalemme per l’Asia e Soria ove si descrivono tutti i luoghi santi della 



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Palestina, Giudea, Galilea, ed altre provincie. Si notano diverse Cittä di 
Siria colle sue precise distanze, usi, costumi, religione, commercio ec. ec. 
Fatto dair Abate Luigi Yaliani . . l’anno 1826. e 1827. Firenze, stam- 
peria granducale, 1828. 12. 196 s. S. Cassini 2, 56. Treuherzige er- 
zählung eines milde gesinnten abate, der sein büchlein dem engländer George 
Rivers Hunter widmete. 

1827. Der arzt R. R. Madden, M. D. Travels in Turkey, Egypt, 
Nubia, and Palestine,. in 1824, 1825, 1826, and 1827. By R. R. Madden. 
London, H. Colburn, 1829. Gr. 8. I xvi u. 401, mit dem kolorirten bild- 
nisse des Verfassers, II vm u. 398 s. Auch London, Whittacker, 1833. 8. 

2 voll. Der muthige Verfasser bringt auch brauchbares, nicht allein für 
heilkünstler. Ob das von Grässe im Trös. 4, 331 angeführte werk: Mad- 
den. The Shrines and Sepulchres of the old and new World, records of 
Pilgrimages in many Lands, London 1851, 8., 2 tom. , dem gleichen ver- . 
fasser zuzuschreiben sei, bin ich nicht im klaren. 

1827. Der ingenieur Giovanni Failoni von Verona. Viaggio in 
Siria e nella Terra Santa preceduto da alcupe notizie geografiche e d’alcuni 
cenni sulle diverse religioni che professano gli abitanti di quelle contrade. 
Coi piani delT antica e nuova Gerusalemme e colla pianta del gran tempio 
del Santo Sepolcro di Giovanni Failoni. Verona, P. Bisesti, 1833. 8. XII 
u. 194 'S., 1 bl. Nicht ganz ohne werth, ob wol die gen auigkeit zu wünschen 
übrig lässt. 

1827 und 1839. Die Frau Moses Monteflore in London. Private 
Journal of a Visit to Egypt and Palestine. London, J. Ricknerby, 1836. 8. 
(Not published). Notes from a private Journal of a Visit to Egypt and 
Palestine (Ebenfalls Not published). London 1844. 8. Der grosse wol- 
thäter der juden, Moses Montefiore, war das 1. mal 1827, das 2. mal 1839, 
auch 1848 und später in Palästina. Die Schriften kamen nicht in den 
buchhandel. Weniges, was sonst die gebildete jüdin schreibt, hat interesse 
für einen weitern kreis. 

1828. Der graf Lion de Laborde, legazionssekretar. Voyage en 
Orient, par Löon de Laborde, prös de 400 vues des monuments et sites 
historiques de l’Asie Mineure et de la Syrie, dessinöes d’aprös nature par 
l’auteur. Accompagndes d’un Texte explicatif , et de Recherches sur l’dtat 
ancien et moderne de ces contrdes. Voyage de la Syrie, un volume in- 
folio en 18 livraisons. Paris, F. Didot, 1842. Gr. folio. Mit Syrien ist 
Palästina inbegriffen. Das werk ist sehr schön und brauchbar. Das Voyage 
de l’Arabie Petrde und den Commentaire gdographique sur l’Exode etc. habe 
ich hier nicht weiter zu berühren. S. Raumer 12. 

1829. Anton Prokesch ritter von Osten, österreichischer ge- 
sandter. Reise ins heilige Land. Im Jahr 1829. Von A. Prokesch .. 
Wien, C. Gerold, 1831. Kl. 8. 148 8. Mit dem Vortitel: Tagebuch meiner 
Reisen. Dänisch: Reise i det heilige Land 1829. Oversat af Christian 
Winther. Kjobenhavn 1839. S. Raumer 12, Ritter 15, 68, Petersen 38. 
Gesendet von der österreichischen regirung in folge der bedrüekungen, welche 
die des kaiserlichen Schutzes geniessenden Christen und juden in Palästina 
erlitten, reiste Prokesch auf diesen Schauplatz. Er schreibt unterrichtet, ge- 
diegen, unbefangen und bringt manches neue. Die kleine schrift wiegt eine 
menge grösserer bticher auf. 



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1830. Der engländer George Robinson. Travels in Palestine and 
Syria. London 1837. 8. 2 voll. Mit karten und plänen. Französisch: 
Voyage en Palestine et en Syrie, par George Robinson, avec vues, cartes 
et plans. Traduction revue et annotöe par l’auteur. Paris, A. Bertrand, 
1838. 8. I Palestine, xxiv u. 381, mit einer leidlichen ansicht von Jerusa- 
lem und mit einem plan der grabkirche von Amico, II Syrie, xi u. 488 8., 
mit einer ansicht von Börüt, mit plänen und karten von Baalbek, Amanän 
und Dscheräsch. Italienisch: Yiaggio in Siria e in Palestina di Giovanni 
(Giorgio?) Robinsön. Prato, Giachetti, 1844. 8. S. Grässe’s Trös. 6, 140. 
Das buch wird wegen Eduard Robinson gleichsam übersehen, und gewährt 
doch einiges interesse. 

*1830 und 1849—50. A. M. MourawiefFs reise nach Jerusalem 
1830. 4. ausgabe S. Petersburg 1840. Dann: üiiCbMa cb Boctokü (orien- 
talische briefe von der 2. reise). 8. 2 voll. S. Noroff bei Daniel 216. 

1830. Puteschestwie ko Swjatym Miestam W 1830 godu. S. Pe- 
tersburg 1835. 8. 2 thle. mit l abbildung der Christusgrabkapelle, 1 guten 
grundrisse der Mariengrabkapelle, t plan der Christusgrabkirche, wie er 
sich bei Williams findet, mit 1 plan von Jerusalem, der sich an den sieber- 
schen anschliesst, mit einem ziemlich hohen hügel Golgotha. Wie weit diese 
schrift derjenigen von MourawiefF verwandt ist, kann ich nicht sagen. 

*C. 1830. Der baron Isidor Justin Severin Taylor. La Syrie, 
l’ßgypte, la Palestine et la Judöe consideröes dans leur aspect historique, 
archöologique, descriptif et pittoresque par le baron Taylor et L . Reybaud. 
Paris, (L. Marne) 1839. 4. 3 voll. Mit 150 tafeln, Zeichnungen von Dauz ats, 
Mayer, Cicöri. Bes. erschien: La Syrie. Paris, Lemaire, 1855. Gr. 8. Grässe. 

1831. Michaud und Poujoulat. Correspondance d’Orient par Michaud 

et Poujoulat 1830 — 31. Paris, Ducollet, 1834. 4. 7 bände; der 4. enthält 
briefe Poujoulat's. 1837 und 38 suchte dessen bruder, Baptistin, die lücken, 
welche die Correspondance zurückliess, nachgehends durch eine reise aus- 
zufüllen: Voyage ä Constantinople, dans l’Asie Mineure, en Mösopotamie, k 
Palmyre, en Syrie, en Palestine et en figypte, par Baptistin Poujoulat. Fai- 
sant suite ä la Correspondance d'Orient. Bruxelles et Leipzig, C. Muquardt, 
1841. 8. I 234, II (Palästina) 304 s. Im gleichen jahre in Bruxelles 

et Leipzig, Meline, Cans et Comp. 8. I viii u. 292, II 316, III 294 s. 
Auch Bruxelles 1842. Vom ersten werke erschien italienisch: Lettere sulla 
Palestina. Livorno 1834. 12. Von Michaud ebenfalls italienisch : La Palestina. 
Livorno 1844. 12. Derselbe gab auch, aber schon vor der reise, eine 
Histoire des Croisades in 5 bänden und eine besonders werthvolle quellen- 
sammlung: Bibliographie des Croisades, in 2 bänden, heraus. Michaud’s 
reisegeföhrte schrieb ein ouvrage couronnö par l’acadömie fran^aise, die 
prachtvoll ausgestattete , aber wenig werthvolle Histoire de Jerusalem. 
Paris, J. Vermot, 1855. Gr. 8. VIII u. 464 s. Mit dem bilde des Ver- 
fassers und l kupfer. 4e ödition, revue et corrigöe. Paris, Vermot, 1861. 
2 voll. 5e ödition. Paris 1865. Die auflage von 1855 wird in Pröface 
als nouvelle ödition bezeichnet, die 1. erschien 1842, und das Avertissement 
spricht von pröcödentes öditions. Diese geschichte wurde ins deutsche über- 
setzt, und auch in Mailand kam 1845 die Istoria di Gerusalemme (8.) heraus. 
Jedenfalls ist die Geschichte der Römerherrschaft in Judäa und der Zer- 
störung Jerusalems von J. Salvador (Bremen 1847) viel unterrichtender. 
S. Ritter 15, 68 f. , Rignon, 1861, 95, Petzholdt’s Anz. , 1863, 78. 



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Aus B. Poujoulat’s Überschätzung von Chateaubriand mag man ihn richtig 
schätzen. 

1831. Der kaufmann Daniel Wegelin von S. Gallen. Erinnerungen 
aus Russland und dem Orient, aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . Heraus- 
gegeben von H. Leemann. Mit 13 ansichten und 2 plänen. Zürich, F. 
Schulthess, 1844—45. 8. 2 bde. Palästina. Bilder aus dem heiligen Lande, 
aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . während seines Aufenthaltes in Je- 
rusalem. Herausgegeben von H. Leemann. Mit 6 Ansichten und 2 Plänen. 
Zürich, F. Schulthess, 1845. 8. 3 bll. , 162 s. Die illustrazionen gehen 
an ; der plan von Jerusalem taugt nichts. Wegelihs reiseschrift ist grössten- 
theils eine schamlose kompilazion; theilweise das meiste aus Hailbronner. 
Es schmerzt mich bitter, in dem plagiator und plagiatverleger landsleute 
zu treffen. Vgl. Topogr. 1, LXX. 

1831. Ein ungenannter. Three Weeks in Palestine and Lebanon. 
Published under the direction of the committee of general literature and 
education appointed by the Society for promoting Christian Knowledge. 
The I3 th ed. London, J. W. Parker, 1853. Kl. 8. VIII und 162 s. Mit 
vielen holzschnitten im texte. Ich kenne auch die auflage ibi 1833. 8. 
Deutsch: Neueste Reise in Palästina. Aus dem Englischen. Mit Ergänzun- 
gen und Zusätzen aus den besten Werken über Palästina, und 22 Abbildun- 
gen. Leipzig, Baumgärtner, 1834. Kl. 8. X u. 162 s. Mit in den text 
gedruckten, wenig empfehlenswerthen holzschnitten. Der Übersetzer hätte 
besser gethan, das original- nicht abzukürzen und dafür auf zusätze zu ver- 
zichten. Es sind lebhafte Schilderungen. M. Russell (Palestine) führt die 
Three Weeks öfter an. Der text befriedigt weit mehr als die holz schnitte. 

1831 f. Der baron Maria Joseph de G6ramb, trappist. Pölerinage 
ä Jerusalem et Au Mont -Sinai* Haupttitel: Pelerinage ä Jerusalem et au 
Mont-Sinai, en 1831, 1832 et 1833; par . . Marie-Joseph De Göramb .. 
Tournay, J. Ca'sterman, 1836. Kl. 8. I 360, II 372, IH 289 u. 33 s. 
Deutsch : Pilgerreise nach Jerusalem und auf den Berg Sinai in den Jahren 
1831 , 1832 und 1833, unternommen von . . Maria Joseph von Geramb. 
Aus dem Französischen. Mit dem Bildnisse des Verfassers und einer An- 
sicht von Jerusalem. Zweite verbesserte Auflage. Augsburg, K. Kollmann, 
1837. 8. I xxxii u. 376, II xii u. 380, mit der Ansicht vom Berge Sinai, 
III viii u. 303 8., mit einer karte. Die l. auflage ist mir nicht bekannt. 
Auf dem titel des 2. und 3. theils steht ergänzend: Aus dem Französischen, 
im Einverständnisse mit dem Verfasser. Der herausgeber ist C. W. Brug. 
Deutsch auch Aachen 1845 — 46. 12. 2 bände. Abgekürzt Augsburg 1847. 
Italienisch: Viaggio al Monte Sinai, nach Jolowicz in den Annali di Sta- 
tistica, 1834, 39, 262 sqq. S. Ritter 15, 70. Der Verfasser schreibt in 
glühendem pathos und ist ein meister von amplifikazionen. Wer empfindelei 
liebt, die an heuchelei streift, dem reicht der eifrige pater manchen lecker- 
bissen. Sonst erhält man von ihm auch interessante notizen, z. b. über 
sitten und gebrauche. 

1832. Henri Cornille. Souvenirs d’Orient, par Henri Cornille. — 
Constantinople. Gröce. Jerusalem. Egypte. 1831. 1832. 1833. Paris, Le- 
doux, 1833. 8. 2 bll., 481 bez. u. 2 unbez. s. Mit titelkupfer. Deuxieme 
ödition. Avec Vignette. Paris, A. Bertrand, 1836. 8. 2 bll., n, 416 s. 
S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Von sehr wenig werth. 



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*1832. Der naturforscher Bov6. Rdcit d’un Voyage k Gaza, Je- 
rusalem . ., im Bulletin de la Sociötd Göogr. Paris 1835. 3, 380 — 382. 

S. Ritter 16, 128, 166. 

1832 f. Der dichter und akademiker Alphons de Lamartine, *4* 
etaatsminister. Souvenirs, Impressions, Pensöes et Paysages pendant un ) 
Voyage en Orient (1832—1833) ou Notes d’un Voyageur par Alphonse de 
Lamartine. Paris 1 835r Stuttg. 1835. Francfort s. M., Jügel, 1835. Gr. 16. 

4 voll. Mit dem portrait. Bruxelles 1838. Nouvelle fidition. Stuttgart, Scheible, 
1839. 8. I x u. 285, II 360, III 333, IV 317 s. Mit portrait, 1 ansieht 
und 2 kk. Paris 1849, 8., 4 voll.; Bruxelles, 1851, 18., 4 voll.; 1854, 12., 

2 voll. Paris 1859, 2 voll., in den Oeuvres compl&tes. Ich kenne auch 
eine ausgabe für den schulgebrauch. Ein bericht von Frau Lamartine als 
Supplement bei Geramb, ed. Tournay, 3, 1 — 22 hinten: Relation Du pele- 
rinage de Jaffa ä Jerusalem fait Par M. m * de Lamartine, en 1833. Deutsch: 
Alphons von Lamartine’s Reise in den Orient . . Erinnerungen, Empfmjdun- 
gen, Gedanken und Landschaftsgemälde. Uebersetzt von Gustav Schwab 
und Franz Demmler. Stuttgart, Metzler, 1835. 8. I x u. 310, II 390, 

III 353, IV 310 s. Englisch: A Pilgrimage to the Holy Land . . By M. 
de Lamartine. London 1835. Holländisch von Wap: Herinneringen, In- 
drukken, Gedachten en Tafereelen, opgedaan gedurende eene reis naar het 
Oosten, 1832 — 33, of aanteekeningen van een Reiziger, door Alphonse de 
Lamartine. Breda en Amsterdam 1835. 4 deelen. Spanisch: Viaje al 
Oriente de Alfonso de Lamartine, traducido por * * *. Madrid, Madok y 
Sagasti, 1846. Kl. 8. 625 s. Die Übersetzung ins italienische kenne ich 
nur dem namen, nicht einmal dem titel nach. S. Ritter 15, 70, van Sen- 
den l, 375, Gari’s critica impugnacion de viaje ä Oriente del S. D. Alfonso 
de Lamartine, Notas 405 — 472, Bassi, Lamartine a Nazaret 1 , 151 sqq., 
Engelmann 120, Grässe’s Trds. 4, 83, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Lamar- 
tine ist unbestimmt, dunkel, weit- und abschweifig, die daten sind zum 
theile konfus. Vieles ist subjektiv und nutzloses geschwätz. Der grosse en- 
thusiasmus, womit das werk jen- und diesseits des Rheins aufgenommen 
wurde, wirft auch einigermassen ein Streiflicht auf das publicum. 

1832 f. De Lamartine’s reisegefahrte Delaroifere. Voyage en Orient, 
par M. Delaroiere. Paris, Debröcourt, 1836. 8. Unbedeutend. 

1832 f. Der graf Joseph d’Estourmel. Journal d’un Voyage en 
Orient. Haupttitel: Journal d’un Voyage en Orient par le Comte Joseph 
d’Estourmel. Paris, Chapelet, 1844. Gr.‘ 8. I vin u. 448, II 2 bll., 566 s. 

Mit sehr vielen chromolithographirten croquis. Das werk erschien auch in 8., 
m 2 voll., ohne abbilduhgen; vielleicht ist es die pariser -ausgabe von 1848. 

Die Schilderungen und Zeichnungen nennt der graf (2, 122) selbst ögale- 
nient fideles. Jene sind sehr mangelhaft, mehr eine kopie der mönchi- 
schen ansichten, fern vom anhauche nüchterner und freier forschung, wie 
es sich von dem abergläubischen, etwas überfrommen Verfasser nicht anders 
erwarten lässt. In bezug auf die Zeichnungen erklärt er sich noch wei- 
ter (123): Un pölerin n’est pas venu k Jerusalem pour mentir, meme en 
peinture. Und gleichwol gesteht er selbst die lüge ein (Denkblätter 570). 

Über diese Zeichnungen wies ich in meinen Schriften gelegentlich nach, wie 
viel traumbildnerei an denselben sei. 

1832 f. Der arzt Edward Hogg, M. D. Visit to Alexandria, Da- 
mascus, and Jerusalem, during the successful campaign of Ibrahim Pasha. By 



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Edward Hogg . . London, Saunders, 1835. 8. 2 voll. Hogg war 1833 
mit Bonomi in Jerusalem. Bethlehem wurde wegen der pest nicht besucht. 
Nüchtern geschrieben. 

1832, 1847. Professor Jakob Philipp Fallmerayer von Tschotsch 
in Tirol. I. Denkschrift über Golgatha und das Heilig -Grab (Mit einem 
Schattenriss von Jerusalem.). Von Dr. Fallmerayer. Aus den Abhandlun- 
gen der k. bayr. Akademie d. W. HI. CI. VI. Bd. III. Abth. (s. 643 ff.). 
"München, G. Franz, 1852. 4. 48 s. — 2. Das Todte Meer. Von Dr. 
Fallmerayer. Aus den gleichen Abhandlungen a. a. o. VII. Bd. 1. Abth. 
(s. 41 ff.). München, G. Franz, 1853. 4. 1 bl., 104 s. Auch in den ge- 
sammelten Werken 1, 173 — 238, aber ohne die gelehrten citate. — 3. Ge- 
sammelte Werke von Jakob Philipp Fallmerayer, berausgegeben von Georg 
Martin Thomas. Leipzig, W. Engelmann, 1861. 8. Im 1. band: Palästina. 
Vier Wochen in Jerusalem, s. 99 — 172. Dieser artikel erschien zuerst in 
der augsburger Allgemeinen Zeitung, bei Cotta, im august und September 1851. 
Der abdruck im Sammelwerke ist sehr wenig verändert. Vgl. Petzholdtfs 
Anz., 1863, 107. Wo es gilt, ein gemälde der gegend mit ihrem ganzen 
gehalte zu liefern, leistet der ausgezeichnete gelehrte und sehr anziehende 
stylist das unerreichte; der leser fühlt das zwischen den ironischen Anspie- 
lungen warm empfundene mit wolthuender wärme. Durch die forschungen 
selbst wird wol auf diesem gebiete, bei all* der fleissigen zurechtlegung des 
materials und trotz der sorgfältigen kritik der neuesten errungenschaften, 
kein Wendepunkt herbeigeführt werden, obgleich der Verfasser, in beziehung 
auf Golgotha, das gegentheil hoffte oder erwartete. 

1832 bis zum tode, der vor wenigen jahren erfolgte. Der rabbi Joseph 
Schwarz. 1. Sefer Tebuot Haarez (hebräisch). Jerusalem 1845. 8. A de- 
scriptive Geography and brief historical Sketch of Palestine. By . . Joseph 
Schwarz . . Translated by Isaac Leeser . . lllustrated with Maps and numer- 
ous Engra vings. Philadelphia, A. Hart, 5610 — 1850. Gr. 8. XXIU s., 1 bl., 
dann 17 — 518 s. u. 1 bl. Mit dem bildnisse des Verfassers. Deutsch: 
Das heilige Land nach seiner ehemaligen und jetzigen geographischen Be- 
schaffenheit, nebst kritischen Blicken in das Carl v. Raumer’sche „Palästina”, 
von R. Joseph Schwarz . . Deutsch bearbeitet von Israel Schwarz. Frank- 
furt a. M., J. Kaufmann, 1852. 8. XIX, 452 u. (Offenes Schreiben und» 
Nachträge) 20 8. — 2. Joseph Schwarz Neueste Beschreibung von Palästina 
•piNS-i maran ncö (Nebst Anhang). Jerusalem 5605 (Hamburg 1847). 8. 
— 3. Joseph Schwarz . . Das heilige Land für Schulen bearbeitet von 
Salomon Hirschinger, herausgegeben von I. Schwarz. Köln, Du Mont- 
Schauberg, 1859. 8. VHI u. 151 s. S. Ritter 15, 59, G. Philipps* und G.^ 
Görres’ Historisch-politische Blätter, 30. b. 1 1 . h., Engelmann 151. Die deutsche 
frankfurter - schrift , ausser dass sie mit kritischen bemerkungen gesättigt oder 
übersättigt ist, verdient über die englische, wenn sie schon weniger schön 
ausgestattet erscheint, den Vorzug; auch sonst trifft man Zugaben und ohne- 
hin einige Verbesserungen. Das werk ist ein rohhaufen, aus dem man mit 
mühe gegenstände von Werth heraussuchen und diese dann erst noch von 
staub und anderer unzierde reinigen muss. In einseitiger talmüdistischer 
haltung gelten dem Verfasser die leistungen der ehesten wenig, ohne von 
deren echtem geiste des umfassenden forschers durchdrungen zu sein. Er 
verspricht weit mehr als er hält; trotz dass er sich mit der kenntniss des< 
arabischen brüstet, schreibt er selten ein arabisches wort korrekt, um nur 



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an ,Kallee’ (229) zu erinnern. Bei all’ den grossen fehlem verdient übri- 
gens Schwarz’ buch die aufmerksamkeit in hohem grade. Am meisten ge- 
reinigt verlies s das Schulbuch die presse. 

1833. Der architekt F. Arundale. Illustrations of Jerusalem and 
Mount Sinai; including the most interesting sites between Grand Cairo and 
Beirout. From drawings by F. Arundale . . With a descriptive account of 
his tour and residence in those remarkable Countries. London, H. Col- 
bura, 1837. 4. Auch: Picturesque Tour through Jerusalem, Mount Sinai 
and the Holy Land. London 1837. 4. Mit karte und 21 chromolitho- 
graphirten tafeln. S. Grässe’s Trds. 1 , 236. Zu wenig beachtet. Des 
künstlers Verdienste um das haram esch-scherif scheinen einzig bekannt. 

1833. Der geistliche Vere Monro. A Summer Ramble in Syria, 
with a Tartar Trip from Aleppo to Stamboul. By . . Vere Monro. Lon- 
don, R. Bentley, 1835. 8. I xrn u. 316, II xn u. 311 s. Jeder band mit 
einem titelkupfer. S. Raumer 12. Sehr verständig und belehrend ge- 
schrieben. 

*1833. Der geistliche Spence Hardy. Notices of the Holy Land .. 
London 1835. 8. 2. edit. 1849. S. Robinson 2', 551. 

1833. Der handelsmann Joseph Pallme. Meine Reisen durch Sicilien, 
Aegypten, Syrien und Palästina, beschrieben und herausgegeben von Joseph 
Pallme. Rumburg, beim herausgeber, sine anno. 8. VI u. 396 s. Auch 
gr. 8. Prag, Andre, 1840. S. Engelmann 946. Die erzählung ist treu- 
herzig; einige notizen sind brauchbar. 

1833. Professor Ernst von Lasaulx (van der Weyden). Erinne- 
rungen an Ernst von Lasaulx. .Von Holland. München 1861. Darin eine 
ganz kurze Schilderung der Jerusalemfahrt Lasaulx’s. 

C. 1833. J. d’Avenel. Rome et Jerusalem. Par J. d’Avenel. Paris, 
Debröcourt, 1841. 8. Kaum zu beachten. 

1834. Robert Curzon. Visits to the Monasteries of the Levant. 
2 d ed. London 1849. 4. Deutsch: Besuche in den Klöstern der Levante 
(Reise durch Aegypten, Palästina, Albanien und die Halbinsel Athos) von 
Robert Curzon, jun. Nach der dritten Auflage deutsch von N. N. W. 
Meissner. Nebst zwölf Kupfertafeln und zwei Musikbeilagen. Leipzig, Dyk, 
1851. Gr. 8. X u. 238 s. 2. mit einem Register vermehrte Ausgabe. 
Leipzig, Dyk,- 1854. Gr. 8. X, 240 s. Dies scheint eine titelausgabe mit 
hinzufügung eines registers zu sein. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Einiges 
von werth. 

1834. Der marschall Aug. Fröderic Louis Viesse de Märmont, 
herzog von Ragusa. Voyage de M. le Marechal Duc de Raguse, en 
Hongrie, en Transylanie, dans la Russie mdridionale, en Crimöe et sur les 
hords de la Mer d’Azoff ; ä Constantinople et sur quelques parlies de l’Asie 
Mineure; en Syrie, en Palestine et en figypte. Paris 1837. 8. 5 tom. 
Auch Bruxelles, sociötö typogr. beige; Leipzig, librairie beige, 1837. 12. 
I 331, H 314, HI (Palestine) 322, IV 263 s. Deutsch: Authentische, un- 
ter Aufsicht des Verfassers besorgte deutsche Ausgabe. Stuttgart, Hall- 
berger, 1837. 8. Diese Übersetzung ist nicht überall treu. Neue deutsche 
Ausgabe. Stuttgart 1853. 4 bände. S. Robinson 2, 551, Ritter 15, 71, 



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Gratz 627, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Der Verfasser, von vorzüglicher, 
zumal militärischer bildung, schreibt ruhig, aber nicht durchgängig mit ge- 
läuterter kritik. 

* 

1834. Der leibarzt Jakob Roser, ritter. 1. Tagebuch meiner Reise 
nach Griechenland, in die Türkei, nach Aegypten und Syrien, im Jahre 1834 
bis 1835. Von Jacob Röser . . Mergentheim, Neue Buchhandlung, später 
Schlosser in Augsburg, 1836. Kl. 8. XVI u. 632 s. Die eintheilung in 
2 bände wurde nicht fest gehalten. — 2. Über einige Krankheiten des 
Orients. Beobachtungen, gesammelt auf einer Reise nach Griechenland, in 
die Türkei, nach Aegypten und Syrien, von Jacob Ritter v. Roeser. Mit 
Abbildungen. Augsburg, J. A. Schlosser, 1837. 8. 1 bl., IV, 1 bl. u. 87 s. 
Röser ist einer der bessern touristen, übrigens tradizionsmann , ohne sich 
als solcher auf eigene forschungen zu stützen. Die medizinische schrift hat 
mehr werth als die andere. 

1834. Der major Skinner. Adventures during a Journey overland 
to India . . London 1837. 8. Deutsch: Abenteuer auf einer Reise nach 
Indien über Aegypten, das heilige Land und Syrien. Vom Major Skinner . . 
Aus dem Englischen von Victor Jacobi. Leipzig, T. Fischer, 1837. 12. 
I.x u. 242, II (fortsetzung von Palästina) 2 bll. u. 214, III 2 bll. u. 
295 s. Auch mit dem titel: Beiträge zur Länder- und Völkerkunde. I, II, 
III. S. Ritter 15, 69. Die darstellung ist lebendig, anziehend, gewährt 
aber wenig belehrung. 

1834. Der wagnergeselle £. Christian Döbel ans Berterode in 
Sachsen -Weimar -Eisenach. Des Wagnergesellen E. Ch. Döbel Wande- 
rungen im Morgenlande. Heraugegeben von Ludwig Storch. Zweite, gänz- 
lich umgearbeitete Auflage. Mit Stahlstichen und Lithographien. Gotha, 
Selbstverlag, 1842. Kl. 8. 2 bde. Die erste 1837 — 40 in 7 heften erschie- 
nene auflage ist von Heinrich Schwer dt redigirt, und hinsichtlich der re- 
dakzion von der 2. und 3. verschieden. Letztere , verbesserte’ mit Stahl- 
stichen. Gotha, Selbstverlag, 1843. 12. I x u. 239, II xvi u. 264 s. 
Mit 9 Tafeln. 7. aufl. Berterode 1863. 8. Döbel weißt hinten ein beige- 
drucktes zeugniss des hofraths Schubert in München vor, ,dass an den treu- 
herzigen Erzählungen des wackern Mannes kein Zweifel blieb*. S. Petzholdt’s 
Anz., 1863, 76. Der pilger und Verfasser colportirte sein werthloses buch 
auch in der Schweiz. Pilgern, pseudo -autor sein, das buch und sich in 
der weit herumtragen und obendrein von dieser tagtäglich bewundert werden 
— nicht wahr? viel auf einmal. 

1834. Der schiffskaplan George Jones. Excursions to Cairo, Je- 
rusalem, Damascus and Balbec. By George Jones . . New -York, van 
Nostrand, 1836. 8. Einiges brauchbar. 

1834—1859. Der amerikanische missionar W. M. Thomson, dok- 
tor der theologie. The Land and the Book ; or, Biblical Illustrations drawn 
from the manners and customs, the scenes and scenery of the Holy Land. 
By'W. M. Thomson, .. twenty-five years a nhssionary of the A. B. 
C. F. M. in Syria and Palestine. Maps, Engravings, &c. New York, 
Harper, 1859. 8. I 560, II 614 s. , beide bände mit karten, l plan von 
Jerusalem und mit vielen in den text eingedruckten abbildungen, von denen 
einige ohne angabe der quelle aus E. W. Lane’s Modern Egyptians entlehnt 
sind. Neue auflage ebendaselbst 1863. Früher erschienen von dem ver- 



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fasser manche ärtikel, z. b. the Sources of the Jordan, the Lake el-Hüleh 
and the adjacent Country, in: Biblioth. Sacra. New -York, 1846. 3, 184 — 
214. Notes on Palestine. Ebendaselbst, 1855, 822 — 833. Journal of a visit 
to Safet and Tiberias, im Missionary Herald. Boston, Nov. 1837. 33, 133 
(nr. 11). S. Bitter 15, 79, van de Velde’s Mem. 12 und Notes on the 
Map (1865) 30. Ein ausserordentlich lehrreiches, geradezu unentbehrliches 
buch. Übrigens ist der Verfasser ein Stockamerikaner ; ausser der englischen 
kennt er wohl keine europäische spräche, und er hat keine Ursache, in Je- 
rusalem wegen so vieler hilfsmittel für den, der sich unterrichten will, über 
embarras du richesse (so wird 2, 467 geschrieben) zu klagen. Einen gelehr- 
ten, weit hergeholten, umfassenden apparat wird man in der schrift vergebens 
suchen. W. M. Thomson (ich weiss nicht, ob es der gleiche ist) gab auch 
heraus: Land of Promise. Travels in Modern Palestine, illustrative of 
Biblical History, Manners, and Customs. Nimmo 1866. 8. 

1835. Der engländer Kinglake. Eöthen. New edition. London, 
Longman, 1856. Kl. 8. 256 s. Frühere ausgaben von 1844 an. Spätere 
London, Murray, 1860. Französisch: Yoyage en Orient, sur la cinquieme 
Edition. Paris, d’Amyot, 1847. 8. Auch gibt es eine holländische Über- 
setzung. S. Grässe L. 3, 3, 1279 u. 1779. Eine sehr lebhafte darstellung, 
doch ohne haschen nach effektmachen; eine in England mit recht beliebte 
lectüre. 

1835 und 1861. Der graf Abraham von Noroff, russischer minister 
der Volksaufklärung. Yon der zweiten reise sind nur wenige notizen in 
den kommentar zum Daniel aufgenommen worden. Reise ins heilige Land 
(russisch). Die 1. ausgabe erschien 1838 und die 3. 1854. Das werk 
enthält pläne und abbildungen. Unter diesen fand ich steifes und gelecktes. 
Das grosse, mehrbändige werk, welches vielleicht die Übertragung ins deutsche 
verdient hätte, kenne ich nicht weiter. Abrahama Norova Putovänl po 
Svatö zemi roku 1835. V Praze 1851. 8. Nach der 2. auflage ins böhmische 
übersetzt von Klimes. Prag 1851. 8. Mir ist nur folgendes stück ganz zu- 
gänglich geworden : Meine Reise nach Palästina. Von Abraham von Noroff. Aus 
dem Russischen von A. Zenker. Mit dem Portrait des Verfassers und einem 
Plan von Jerusalem . . Leipzig, J. J. Weber, 1862. Kl. 8. I x u. 332, 
II 2 bll. u. 264 s. Die Übersetzung ist nur eine auszügliche nach der 
3. auflage. Die Auguste Zenker bemerkt im Vorwort (x), dass die Ver- 
deutschung nicht ohne den wünsch des Verfassers unternommen wurde, um 
der dankbaren erinnerung an seine sei. gemahlin, Barba v. Noroff, geb. 
Panine, als die treue gehilfin bei der ausarbeitung seines reisewerkes, auch 
hierdurch ausdruck zu geben. S. Topogr. I, LXXVI, Kruse bei Seetzen 4, 
249. Das buch hat einen gelehrten anstrich, und würde noch unterrichtender 
sein, wenn es nicht mit abergläubischem und streng traditionsgläubigem durch- 
spickt wäre. Die Zeichnungen sind interessant; doch lassen sie *u wün- 
schen übrig. 

1835 f., 1845 i, 1857 und 1865. Der arzt Titus Tobler, M. D., 
aus Wolfhalden im Abbetzellerlande. I. Lustreise ins Morgenland. Un- 
ternommen und geschildert von . . Zürich, Orell, 1839. Kl. 8. I viii und 
336, II 1 bl. u. 284 s. — 2. Bethlehem in Palästina. Topographisch und 
historisch nach Anschau und Quellen geschildert von . . Mit Karte und 
Tempelplan. St. Gallen und Bern, Huber, 1849. 8. XII u. 273 s. — 
3. jj* Jüdl Grundriss von Jerusalem nach Catherwood und Robinson, mit 



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einem neu eingezeichneten Gassennetze und etlichen, theils zum ersten Male 
erscheinenden, theils berichtigten Gräberplänen nach den Beobachtungen von 
. . St. Gallen u. Bern, Huber (1849). 2' 4" hoch, 1' 9" breit. 2., ver- 
besserte Auflage ibi 1853. Eine selbstanzeige in der Zeitschrift der Deutschen 
morgenländ. Gesellschaft, 1851, 372 — 4. — 4. Golgatha. Seine Kirchen 
und Klöster. Nach Quellen und Anschau von . . Mit Ansichten und Plänen. 
St. Gallen u. Bern, Haber, 1851. 8. XII u. 553 s. Mit beilagen A — G 
inschriften. — 5. Die Siloahquelle und der Oelberg. Von . . Mit einer artisti- 
schen Beilage. St. Gallen, Scheitlin, 1852. 8. 1 bl., VIII u. 327 s. In dieser 
beilage ein Plan von Jerusalem, wie es zur Zeit der Kreuzfahrer war. — 

6. Denkblätter aus Jerusalem. Von . . Mit Ansichten und einer Karte. St. 
Gallen, Scheitlin; Konstanz, W. Meck, 1853 (1852). 8. X u. 760 s. Später 
erschien ohne mein wissen bei .letzteren, an welchen der verlag überge- 
gangen ist, eine 2. auflage, d. h. , eine blosse titelausgabe. Ergänzung 
des reiseberichtes bildet die , Reise von Jerusalem (über Galiläa) nach Bei- 
rut und Smyrna’, 1846, im Ausland, Cotta’s Verlag, 1846, nr. 2S6 — 294, 
297 — 301. — 7. Zwei Bücher Topographie von Jerusalem und seinen Um- 
gebungen. Berlin, G. Reimer, 1853 f. 8. Erstes Buch : Die heilige Stadt. Mit 
artistischer Beilage. CVI u. 677. Zweites Buch: Die Umgebungen. IV u. 
1033 s. — 8. Beitrag zur medizinichen Topographie von Jerusalem. Von . . 
Berlin, G. Reimer, 1855. 8. IV, l bl., 67 s. — 9. Planographie von Jerusalem 
von . . Memoir zu dem nach den Ingenieurs Aldrich und Sypaonds, so wie nach 
Tobler von C. W. M. van de Velde neu konstruirten Grundrisse der Stadt 
Jerusalem und ihrer Umgebung. Mit drei alten Plänen in Facsimile. Gotha, 

J. Perthes, 1858. 4. 24 s. Englisch: Planography of Jerusalem. By .. 
Memoir to accompany the new Ground-plan of the City of Jerusalem and 
the Environs constructed anew by C. W. M. van de Velde after the 7 plans 
of ' the Engineers Aldrich and Symonds, and of Tobler. With a facsimile of 
three ancient Plans. Gotha, J. Perthes, 1858. 4. 26 s. — 10. Dritte 
Wanderung nach Palästina im Jahre 1857. Ritt durch Philistäa, Fussreisen 
im Gebirge Judäas und Nachlese in Jerusalem. Gotha, J. Perthes, 1859. 
Gr. 8. VI, 1 bl. u. 514 s. Mit in den text gedruckten holzschnitten und 
mit einer karte. Ein vorläufiger Bericht erschien in Petermann’s Mitthei- 
lungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt, 1858, 5 — 8. — 11. Meine 
vierte Wanderung im Jahr 1865. In Peschel’s Ausland, cotta’scher verlag, 
1866, 250 — 255, 273 — 279. Dazu gehören Briefe aus Süd und Ost, in 
der augsburger Allgemeinen Zeitung, 1865, 5806 f. , 5823 f. Überhaupt 
sind im Ausland aus meiner feder manche artikel enthalten, von denen in 
neuerer Zeit wol die bemerkenswerthern die ,Analekten aus Palästina’ in den 
jahrgängen 1861, 62, 63, 65 und 66 sind. S. Fallmerayer’s Gesammelte 
Werke 1, 239— 1 253, Topogr. 1, LXX1H, 3. Wanderung 430. In betreff 
der herausgabe älterer pilgerschriften mache ich neuerdings auf Antoninus 
570, Theoderich 1172, Hugo Plagon 1187, Thietmar 1217 und Pipino 1320 
aufmerksam. Die parcellen sind schuld, dass das gesammte weniger bekannt ist. 

1836. J. L. Stephens, Esq. Incidents of Travel in Egypt, Arabia, 
and the Holy Land. By an American. New York 1837. 12. 2 voll. 

London 1837. Andere ausgaben, z. b. London, W. Smith, 1844. 8. IV 
u. 132 s. Auch im Sammelwerke: Universal Library. Voyages and Tra- 
vels. London 1853. Gr. 8. S. Robinson 2, 551, van Senden 1, 177. Der# 
Verfasser schreibt lebendig. 



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159 



1836. Der geistliche J. D. Paxton. Letters from Palestine: written 
during a residence there in the years 1836, 7, and 8. By . . J. D. Paxton. 
London, C. Tilt, 1839. Kl. 8. 2 bll., 263 8. Auch Lexington Ky 1839. 8. 
Vgl. Robinson (deutsche ausg.) 1, XXXVII, Topogr. 1, LXXIV. Sehr ver- 
ständig geschrieben; interessant in geographischer beziehung. 

1836. Der vikar C. B. Elliot. Travels in the three great Em- 
pires of Austria, Russia, and Turkey. By C. B. Elliot . . London, R. 
Bentley, 1838. 8. I 498, II 518 s. Mit 2 titellithographien u. 2 land- 
karten. Palästina im 2. band. S. Robinson 2, 551, Petzholdt’s Anz., 
1863, 1 8. Ziemlich nüchtern geschrieben. 

G. 1836. Der bauer Martin Kreutzhuber aus Baiem. Leben, Wan- 
derungen, Kreuz- und Querzüge, und wundersame Abenteuer zu Land und 
Meer, von Martin Kreutzhuber. Burghausen, F. Lutzenberger, 1840. Kl. 8. 
Der pilger reiste ,zu Fuss’ im alter von 63 jahren. Unbrauchbar. 

1837. Alexander William Graword Lord Lindsay. Letters on 
Egypt, Edom, and the Holy Land. By Lord Lindsay. London, Colburn, 
1838. 8. I xin u. 407, II iv u. 373 s. Mit 2 lithographirten titelbildern, 
3. ed. London 1839. 8. 4. ed. London 1847. 8. Fifth Edition, with ad- 
ditional Preface and Notes, and illustrated by numerous Engravings. Lon- 
don, G. Bohn, 1858. 8. XL u. 458 s. S. Robinson 2, 551, Petzholdtfs 
Anz., 1863, 78. Für Jerusalem werthlos. 

1837. Dr. Joseph Salzbacher, domkapitular zu St. Stephan in 
Wien. Erinnerungen aus meiner Pilgerreise Im Jahre 1837 von Joseph 
Salzbacher. (Die Capelle des heiligen Grabes zu Jerusalem [an sicht]) Mit 
einer Ansicht der St. Peterskirche und des Vatikanpalastes in Rom. Wien, 
L. Grund, 1839. Gr. 8. Nachtitel: Erinnerungen aus meiner Pilgerreise nach 
Rom und Jerusalem, im Jahre 1837. I 1 bl., vi s., 1 bl., 179, mit einem plan 
von Jerusalem, II 4 bll., 196 u. 51 s., mit einer , Stammtafel der Herodia- 
nischen Familie’. S. Ritter 15, 71, Robinson 2, 551. Der ertrag ist als 
almosen für das heilige grab gewidmet. Vgl. Topogr. 1, 317. Der Ver- 
fasser schreibt oft dem Scholz nach, ohne dass er seinen gewährsmann nennt. 
Die schrift ist von untergeordnetem werthe. 

1837. Der naturforscher und arzt D. Gotthilf Heinrich von Schu- 
bert aus Sachsen. Reise in das Morgenland in den Jahren 1836 und 1837 
von Gotthilf Heinrich von Schubert. Erlangen, Palm u. Enke, 1838 — 39. 
Gr. 8. I xviii u. 532, II xrv u. 592, III xx u. 576 s. Mit 1 karte u. 
einem plan von Jerusalem. Vom 1. bd. ist eine neue auflage (Erlangen 
1840. Gr. 8. XVHI, 532 s.) erschienen, , worin sich jedoch nur einige Ver- 
nachlässigungen und druckfehler verbessert finden*. S. Petzholdt’s Anz., 
1863, 78, Raumer 13, Ritter 15, 71 f., Robinson 2, 551, van Senden 1, 
175. Wo es über den naturwissenschaftlichen horizont hinausging, forschte 
der Verfasser nicht gründlich, und er ist eher eine stütze mönchischer leicht- 
gläubigkeit. Wenig geographisches hat werth. Sonst ist das zwar vortreff- 
lich geschriebene und gemüthlich wirklich anziehende werk mehr ein spiel 
mit betrach tungen und gefühlen. 

1837, 1856 bis 1858. Dr. Johannes Rudolf Roth, professor, aus 
Baiem. Von ihm erschien keine besondere schrift; dagegen brachten Peter- 
mann’s Mittheilungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt mehrere be- 
richte. Reise von Jerusalem und dem Todten Meere durch die Araba bis 



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zum Rothen Meere. Jahrg. 1857, 260 ff. Höhenmessungen im Wady el 
Arabah u. 8. w. berechnet von C. Kuhn. Jahrg. 1858, 1 — 3. Meteorolo- 
gische Beobachtungen mit Bemerkungen von Kuhn. Jahrg. 1857, 413 ff. 
Untersuchungen über die Purpurthiere und die Krokodile in Palästina. Jahrg. 
1858, 1 12. Erste Ausflüge in die Ost -Jordan -Länder. Jahrg. 1858, 267 ff. 
Tagebuch über die letzte Reise von Jerusalem nach dem Quellgebiet des 
Jordan, im mai und juni 1858. Jahrg. 1859, 283 — 285. Höhenmessungen 
im östlichen und nördlichen Jordan - Gebiete berechnet von C. Kuhn. Das. 
285 — 294. Bedeutende Verdienste Roth’s sind unbestreitbar; doch ist zu 
beklagen, dass er die zeit nicht besser benutzte und das beobachtete nicht 
fleissiger aufzeichnete. Die erste reise machte er mit Schubert. 

1837. Der feldkaplan J. M. Visino. Meine Wanderung nach Pa- 
lästina. In Briefen an einen Geistlichen der Diözese Passau. Von J. N. 
Visino. Passau, Pustet, 1840. 8. XIV s., 1 bl. u. 496 8. Mit 6 (wahr- 
scheinlich original -) ansichten , einem plan der kirche des hell, grabes , Auf- 
genommen im Jahre 1837 von J. N. V.’ und 1 ganz und gar ungenügen- 
den ,Situations - Plan von Jerusalem mit den nächstgelegenen heiligen Orten. 
Aufgenommen im Jahre 1837 von J. N. V*. Holländisch: Pelgrims- Reize 
uit Griekenland, over Egypte, naar Palestina, beheizende eene opgave van 
de geschiedenis en den tegenwoordigen toestand van alle voor den Christen 
merkwaardige plaatsen in het H. Land. S. van Senden l, 375. Abgerech- 
net die nachfolge Chateaubriands , bietet der Verfasser, der sich ziemlich 
fleissig umsah, einiges interessante. 

1837. Der schuster Johann Georg Fässler von Langen unweit 
Bregenz. Des Sergeanten Johann Georg Fässler . . Militär - Schicksale und 
Reise nach Griechenland, Aegypten und dem gelobten Lande. Von ihm 
selbst erzählt. St. Gallen u. Bern, Huber, 1840. 8. IV u. 213 s. Re- 
digirt von Anton Henne . Unbedeutend. 

1837. Drey Briefe der palästinischen Juden aus Jerusalem, Saffet, 
und Bairut. Aus dem Hebräischen von E. S. Callmann. Prag 1837. 8. 
Aus einer Zeitschrift von Wolf Pescheies. Uebertriebene Schilderung des 
erdbebens am 1. januar 1837 mit interessanten einzelheiten. 

*1837 (wohl früher) Robertson. Travels in Palestine. 1837. 2 voll. 
S. Raumer (2.) 460. 

1837 f. Baptistin Poujoulat. S. oben Michaud und Poujoulat sub 
anno 1831. 

* 1837 und 1838. Henry Moore und George Beck (Beke). Von ihrer 
beschiffung und höhenmessung des asphaltischen Sees hat man nur dürftige 
künde. S. Journal of the R. Geogr. Society, 1837, 7 , 456, Bibliotheca 
Sacra, New York 1843, 15—17. S. Ritter 15, 78. 

1838. Der bergrath Joseph Russegger aus Österreich. Reisen in 
Europa, Asien und Afrika, mit besonderer Rücksicht auf die naturwissen- 
schaftlichen Verhältnisse der betreffenden Länder, unternommen in den Jah- 
ren 1835 bis 1841, von Joseph Russegger . . Mit einem Atlas, enthaltend 
geographische Karten . . Stuttgart, E. Schweizerbart, 1841 — 49. Gr. 8. 
4 voll. 3. Band: Reisen in Unter- Egypten, auf der Halbinsel des Sinai 
und im gelobten Lande . . Mit l geographischen und 1 geognostischen Karte 
des peträischen Arabiens, 2 Tafeln Durchschnitte, vielen Tafeln Pflanzen, 



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Fische und Insekten. 1847. 292 s. S. Ritter 15, 71, 78, Robinson 2, 551. 
Für das geognostische ist der Verfasser unentbehrlich, auch für anderes hier 
und da belehrend. 

*1838. Der graf Jules de Beiftou. Itinöraire de la Mer Morte par 
le Ghor k Akaba et retour ä Hebron, im Bulletin de la Soc. de Gdogr. de 
Paris. T. XI. Paris 1839. P. 274 — 331. Auch: Memoire sur la Depression 
de la Vallöe du Jourdain et du Lac Asphaltite, ebenda T. Xn. 1839. I. 
p. 133 — 135 und P. II. Nivellement du Jourdain, p. 135 — 166 mit karten. 
S. Ritter 15, 78. 

1838. Eusebius de Salle. Pörögrinations en Orient ou Voyage . . 
en Egypte, Nubie, Syrie, Turquie, Gr&ce. Par Eusöbe de Salle. Paris, 
Pagnerre Curmer, 1840. 8. 2 voll. Mehr malerisch als belehrend. 

1838. Der arzt W. R. Wilde aus Dublin. Narrative of a Voyage 
to Madeira, Teneriffe, and along the shores of the Mediterranean, including 
a Visit to Algier, Egypt, Palestine, Tyre, Rhodes, Telmessus, Cyprus, and 
Greece. With Observations on the present state and prospects of . . the Coun- 
tries visited. By W. R. Wilde. Dublin, W. Curry; London, Longman, 
1840. Gr. 8. I xvi u. 464, II vra u. 495 s. Mit eingedruckten holz- 
schnitten und 1 plan von Jerusalem. Second edition, enlarged and revised. 
Dublin, W. Curry, 1852. Gr. 8. XVI u. 648 s. Mit 31 illustrazionen. 
Petzholdfs Anz., 1863, 78. Wilde ist ein genauer und wol unterrichteter 
beobachter, so dass man von ihm, zumal über die gräber, manches ler- 
nen kann. 

1838. Der furst Hermann von Pückler- Muskau. Die Rückkehr. 
Vom Verfasser der Briefe eines Verstorbenen. Berlin, Duncker, 1846 — 48. 8. 

1 (Aegypten) 4ML, 289, II (Syrien) 2 bll., 379, III (Syrien und Kleinasien) 

2 bll., 455 s. Mit abbild. u. 1 karte. Petzh. 1863, 78. Einiges brauchbar. 

1838. Maximilian, herzog von Bayern. Wanderung nach dem 
Orient im Jahre 1838. Unternommen und skizzirt von dem Herzoge Maxi- 
milian in Bayern. Zweite Auflage. München, G. Franz, 1840. 12. 2 bll., 272 s. 
Mit dem bildnisse des Verfassers und 1 vespergesang in noten. Ins unga- 
rische übersetzt von Dr. Med. Niklaus* Bach. Format und werth der schrift 
entsprechen einander. 

1838. Der kunstler Heinrich von Mayr. Malerische Ansichten aus 
dem Orient gesammelt auf der Reise . . Herzogs Maximilian in Bayern nach 
Nubien, Aegypten, Palaestina . . im Jahre 1838 und herausgegeben von Hein- 
rich von Mayr. München, sine anno. Fol. Die lithographien sind kolorirt. 
Französisch : Vues pittoresques de l’Orient, recueillies dans le Voyage . . en 
Nubie, en figypte, en Palestine, en Syrie .. en 1838. Leipz., Weigel, 1839. 
Fol. Auch : Tableaux de genre de l’Orient, recueillis dans le Voyage de . . 
Duc Maximilien de Baviöre et dessinees par Henri de Mayr. Avec un texte 
explicatif par Seb . Fischer . Stouttgart, Ebner, 1846 — 50. Gr. Fol. Avec 
48 planches lithogr. S. Engelmann 124. Fast an allen bildern ist mehr 
oder weniger mangel an naturtreue zu bedauern. Das meiste sieht recht 
malerisch aus; aber es wird effekthascherei hin und wieder einem nicht 
entgehen. 

1838. Der kenner der klassischen litteratur J. van ’s Gravenweert. 

Het Noorden en het Oosten. Reisherinneringen van J. van ’s Gravenweert. 

ToMer, Bibliographia. 11 



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Amsterdam, J. van der Hey, 1840 41. 8. Drie deelen. Im 2. u. 3. theil 

Palästina. S. van Senden 1, 178. Kaum ist etwas beim lesen zu gewinnen. 

1838. Der schneidergeselle D. Holthaus. Wanderungen im Morgen- 
lande während der Jahre 1824 bis 1840 von D. Holthaus. Barmen, Lange- 
wiesche, 1842. Kl. 8. Gewöhnliches handwerksburschenzeug. 

* C. 1838. Damer, Diary of a Tour in Greece . . and the Holy Land. 
With plates. London 1841. 8. 

1838 f. Der kaufinann Eduard Blondel von Genf. Deux ans en 
Syrie et en Palestine (1838 — 1839); par fidouard Blondel. Paris, P. Dufart, 
1840. 8. VH u. 296 s. Aus der erzählung athmet Wahrheitsbeflissenheit; 
sie ist lesenswerth, doch nicht wichtig. 

1838 und 1852. Professor Edward Robinson, doktor der theologie, 
in New- York. 1. Biblical Researches in Palestine, Mount Sinai and Arabia 
Petraea in 1 83 S ; drawn up frorn the original Diaries, with historical Illustrations 
by Edw. Robinson . . With new Maps and Plans in five Sheets. London, 
J. Murray, 184 1. 3 voll. Ganz der gleiche titel in der aasgabe Boston, Crocker 
and Brewster, 1841. Zweite ausgabe: Biblical Researches in Palestine, and 
in the adjacent Regions. A Journal of Travels in the year 1838. By E. 
Robinson and E. Smith. Drawn up from the original Diaries, with histo- 
rical Illustrations, by Edward Robinson . . With new Maps and Plans. 
Boston, Crocker; London, J. Murray, 1856. Gr. 8. I xxx u. 614 s., II xiv 
u. 600 s. Deutsch und zugleich original: Palästina und die südlich an- 
grenzenden Länder. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838 in Bezug auf 
die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smith. Nach 
den Original - Papieren mit historischen Erläuterungen herausgegeben von 
Eduard Robinson . . Mit neuen Karten und Plänen in fünf Blättern. Halle, 
Waisenhaus, 1841. 8. II bl., lxxxiv u. 442, II xiv u. 756, III 1 bl. u. 
1116 s. Die deutsche ausgabe ist der englischen zum theile vorzuziehen, 
weil die arabischen namen mit arabischen typen gedruckt sind. Vorläufig 
erschien ein Kurzer Bericht über eine Reise nach Palästina und der Um- 
gegend im Jahre 1838, in Bezug auf die biblische Geographie unternommen 
von E. Robinson, in der Zeitschrift für die Kuijde des Morgenlandes hrsg. 
von H. Ewald u. a. Göttingen, Dieterich, 1839. 8. 2, 325 — 83. — 2. Bibli- 
cal Researches in Palestine. First Supplement. By Edward Robinson . . 
(From the American Biblical Repository, July, 1842.) New York, Pierry & 
Reed, 1842. Gr. 8. 27 s. — 3. Neue Untersuchungen über die Topographie 
Jerusalems. Von Eduard Robinson. Eine Beigabe zu des Verfassers Werke 
über Palästina. Halle, Waisenhaus, 1847. 8. IV, l bl., 136 s. — 4. Later 
Biblical Researches in Palestine and the adjacent Regions: a Journal of 
Travels in the year 1852. By Edward Robinson, Eli Smith, and others. 
Drawn up from the original Diaries, with historical Illustrations, By Edward 
Robinson . . With Maps and Plans. London, J. Murray, 1856. Gr. S. 
XXX u. 664 s. Deutsch: Neuere Biblische Forschungen in Palästina und 
in den angränzenden Ländern. Tagebuch einer Reise im Jahre IS 52. Von 
E. Robinson, E. Smith und Andern. Nach den Original - Papieren mit histo- 
rischen Erläuterungen herausgegeben vor Eduard Robinson. Mit 1 Karte 
von Palästina von H. Kiepert. Berlin, G. Reimer, 1857. Gr. 8. XXXIV 
u. 856 s. Mit l tafel. Vorläufig. erschien: Abriss einer Reise in Palästina 
im J. 1852 von E. Robinson, E. Smith und Andern, mitgetheilt von prof. 
Fleischer in der Zeitschrift der Deutsch, morgenl. Gesellschaft, 1853, 7, 37 ff. 



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163 



Englisch: OutHnes of a Joumey in Palestine in 1852, im Journal of the Geo- 
graph. Soc., 1854, 24, 1, und in der Bibliotheca Sacra, New York, 1853, 
nr. 37. — 5. Physical Geography of the Holy Land. By Edward Robin- 
son . . London, J. Murray, 1865. 8. XVI u. 352 s. Deutsch: Physische 
Geographie des Heiligen Landes. Aus dem Nachlasse des Verfassers zur 
Ergänzung seiner frühem Schriften über Palästina. Leipzig, F. A. Brockhaus, 
1865. 8. — 6. Abhandlungen in Zeitschriften. Z. b. Excursion for the 
Identification of Pella , in : Bibliotheca Sacra and American Biblical Reposi- 
tory. Andover, Draper; London, Trübner, 1855, 131 — 144. The Site of 
Capernaum, 1. c., 1855, 263 — 282. Über Eleutheropolis, 1. c., 1843, 204 
und 565 — 566; auch 1844, 217 — 20. Über Arimathia, 1. c., 1843, 565 sq. 
Über Ramah Samuels, 1. c., 1844, 602—604. ÜberLegio, Megiddo, Maxi- 
mianopolis, 1. c. , 1844, 220 sq. Über Gibeah Sauls, Rahels grab, das. 
1844, 598 — 604. Die stadt Ephraim, das. 398 — 400. — S. Raumer 13, 
Ritter 15, 72 ff., 79 f., van Senden l, 177, Petzholdt’s Anz. , 1861, 340 u. 
1863, 79. In den werken Robinsons und Smiths allein werden auf dem 
gebiete der erdbeschreibung Palästinas sämmtliche leistungen von Eusebius 
und Hieronymus an überboten. Genauigkeit, beharrlichkeit, gelehrsamkeit, 
Scharfsinn und Unbefangenheit im urtheile sind eigenschaften , welche den 
wahrhaftig hochwürdigen hochschullehrer auszeichnen. In der neuesten zeit 
scheint er jedoch etwas befangener geworden zu sein. Im Vorworte zur 
zweiten auflage der Biblical Researches sagt er, dass der text unverändert 
blieb, except the ferv corrections necessarily incident to such a work. Allein 
es ist eben zu -missbilligen, dass der Verfasser nur wenige Verbesserungen 
anbrachte, während weit mehr erforderlich gewesen wären, und so führt die 
Stabilität, wenn so zu sagen erlaubt ist, den leser, welcher dieser autorität 
so gerne vertraut, in irrthttmer. Von dem neuen oder dritten bande, den 
Later Biblical Researches, gilt das lob, welches dem frühem werke gespen- 
det wurde, und wenn seit 1838 manche tüchtige männer Palästina bereisten, 
so erreichte keiner die klarheit und gediegenheit des umsichtigen beobachters 
und des anerkannten reformators in der geographie von Palästina, dem man 
stets zu grossem danke verpflichtet sein wird. Dass später manche fehler 
aufgedeckt und lticken nachgewiesen wurden, merkt sich der billig denkende, 
ohne dass es ihn gelüstet, den rühm, welcher von den vielen Verdiensten 
ausstrahlt, zu verdunkeln. Das neueste werk, die physische geographie, 
wird schwerlich der erwartung entsprechen, sei es, dass es meist nur einen 
auszug aus den früheren Schriften darstellt, oder dass andere Schriften nicht 
fleissig genug benutzt wurden, etwa deswegen, weil der Verfasser zu früh 
mit tode abging, als dass es ihm vergönnt war, das zusammengestellte selbst 
herauszugeben. Hierbei drängt es mich, noch ein paar worte der anerken- 
nung dem verewigten Dr. Smith zu widmen. Es ist eine ausgemachte sache, 
dass er seinem amerikanischen landsmanne wesentliche dienste leistete. Ver- 
traut mit arabischer sitte und spräche, ging er ihm so an die hand, dass 
ohne ihn die Schriftwerke Robinsons mancher perle entbehrten. Smith selber 
gab, ausser dem, was der beruf als missionar mit sich brachte, weniges 
schriftliche heraus. Hervorzuheben ist: Kurze Uebersicht der Aussprache 
des Arabischen, hauptsächlich wie es in Syrien gesprochen wird, mit Angabe 
der Corruptionen, welchen verschiedene Buchstaben ausgesetzt sind. Von 
Eli Smith. In der deutschen ausgabe der Biblical Researches 3, 832—858. 
In der Bibliotheca Sacra, 1843, 478 sq. , findet man von ihm A Visit to 
Antipatris. S. Robinson 2, 552. 

lt* 



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1839. John G. Kinnear, Esq> Cairo, Petra, and Damascas, in 1839. 
With Remark8 on the Government of Mehemet Ali , and on the present 
prospects of Syria. By John G. Kinnear . . London, J. Murray, 1841. 8. 
Das buch darf kaum übersehen werden. 

*1839. Der maler Goupil Fresquet. Voyage d’Horace Verriet en 
Orient rödigö Par Goupil Fresquet. Bruxelles et Leipzig, Muquardt, 1844. 1 2. 
2 voll. Petzholdfs Anz., 1863, 79. Nach diesem gewährsmanne besuchte 
Fresquet mit Vemet Palästina, wovon ich sonst nirgends kenntniss bekam. 

C. 1839. Der geistliche Henry Formby. A Visit to the East; 
Comprising Germany and the Danube, Constantinople, Asia Minor, Egypt, 
and Idumea. By . . Henry Formby. London, J. Burns, 1843. Kl. 8. -4 bll., 
387 s. Mit 1 titelkupfer. Ganz unbedeutend. 

C. 1839. Ein ungenannter. Reise -Skizzen aus dem Morgenlande. 
Zweibrücken, G. Ritter, 1841. 8. Kaum lesens werth. 

*1839 oder 1840. James Eving Cooley, the American in Egypt; . . 
with Rambles through . . the Holy Land. New York 1842. 8. S. TrÜb- 
ner’s Bibliographical Guide to American Literature. London, Trübner, 
1859. 338. 

1839 f. Der adjutant Ferdinand Perrier. La Syrie sous le Gou- 
vernement de Mehemet -Ali jusqu’en 1840 par Ferdinand Perrier. Paris, 
Bertrand, 1840. 8. Auch Paris 1842. S. Rignon, 1861 , 96. Der Ver- 
fasser begleitete während der feldzüge '1838, 39 und 40 Solimän Pascha, 
und war auch in Jerusalem. Die schrift ist unbedeutend, obwol viel- 
versprechend. i 

1840. Stephen Olin, doktor der theologie.« Travels in Egypt, Arabia, 
Petraea, and theTloly Land. By . . Stephen Olin . . New York, Harper, 
1843. 8. 2 voll. Im 2. band Palästina. Auch New York 1853. 8. 2 voll. 
S. Trübner 340. Ebenfalls daselbst, Harper, 1860. 8. I xui, 458 s., 
II 478 s. Mit 12 Stahlstichen und einem plan von Jerusalem nach Cather- 
wood, der unverantwortlicher weise noch 1860 beigelegt wurde. Die Stahl- 
stiche sind etwas steif. Ausführlich, reichhaltig, beachtenswerth. Nach 
Robinson und Smith hat, meines bedünkens, kein amerikaner besser ge- 
schrieben. 

1840. Frau Francis Egerton. Journal of a Tour in the Holy Land, 
in May and June, 1840. By Lady Francis Egerton. London 1841. 8. 
For private circulation only. Eine liebliche erzählung. Dazu gehören an- 
sichten in gr. folio, und auf dem einband steht: Views in the Holy Land. 
Lord F. Egerton (London 1842), von welchem die Originalansichten herrühren. 

*1840. Der bischof X. Holowinsky. Pielgrzymka do Ziemi Swi^tes 
odprowiono przez X. Holowinskiego (Pilgerfahrt ins h. Land). Wilna 1842 
— 43. Auch 1853. Gr. 8. Noroff bei Daniel 215. 

C. 1840. . Der major Karl von Hailbronner. Morgenland und Abend- 
land. Bilder von der Donau , Türkei , Griechenland , Aegypten , Palästina, 
Syrien, dem Mittelmeer, Spanien, Portugal und Südfrankreich. Vom Ver- 
fasser der Cartons. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 12. 3 voll. 
Im 2. band, VI u. 439 s., Aegypten, Palästina, Syrien. Der Verfasser schreibt 
blühend und malerisch, aber wenig zuverlässig ; das militärische hebt er nicht 
einmal hervor; er glaubt meist an die mönchischen Überlieferungen. 



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*Cm 1840. E. Joy Morry. Notes of a Tour through . . Egypt . . to 
the Holy Land. Philadelphia ,1842. 8. 2 voll. S. Trübner 339. 

*C. 1840. Ein ungenannter. Souvenirs de la Terre Sainte. ln: 
Revue de l’Orient. X. 1846. 311. S. Koner 2, 335. 

1840 f. Ein ungenannter. Acht Wochen in Syrien. Ein Beitrag 
zur Geschichte des Feldzuges 1840. Mit 1 Karte vom Kriegsschauplätze. 
Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 8. VI u. 155 s. Auch mit 
dem titel: Reisen und Länderbeschreibungen der älteren und neuesten Zeit. 
22. Lieferung. Eine Schrift von sehr geringem werth für den palästinisehen 
geographen. 

1840 f. Oberst -lientenant E. Kapier. Reminiscences ofSyria, and 
fragments of a Journal and Letters from the Holy Land. By . . E. Napier. 
London, T. C. Newby, 1843. 8. 2 voll. Nicht zu übergehen, in militä- 
rischer hinsicht besonders. 

1840. Der jesnitenpater Aloys Legrelle von Antwerpen, und 1845, 
der historienmaler Johann Portaeis von Vilvorden. Bethteem. Par fid. 
T. D’apr&s les notes inedites de deux voyageurs beiges, dcrites en 1840 et 
en 1S45. Bruxelles, H. Goemaere, 1851. 16. 47 s. Es ist die 24. liefe- 
rung der Prdcis histonques, welche von dem der gesellschaft Jesu angehö- 
rigen Ed. Terrvencoren herausgegeben werden. Von diesem wurde auch 
dieses kleine und doch nicht zu verachtende büchlein nach den von jenen 
2 belgiern mitgetheilten briefen redigirt. 

1841. Der journalist*und romanschreiber F. W. Hackländer. Reise 
in den Orient von F. W. Hackländer. Mit dem Bildniss des Verfassers. 
Stuttgart, A. Krabbe, 1842. 8. 2 voll. Auch 1846. 8. 1 vi s., I bl., 
196, II rv, 263 s. Auf dem Titel der letzten ausgabe steht: Zweite ver- 
besserte Auflage der Daguerreotyen. Auch in der gesammtausgabe , Stutt- 
gart 1855. Ferner: Ansichten, aufgenommen während einer Reise in den 
Orient im J. 1840 f. Stuttgart 1846. S. Engelmann 123, Gratz 633, 
Petzholdtfs Anz., 1863, 79. Der Verfasser ist ein sagengläubiger und roman- 
tiker. Beinahe werthlos. 

1841. Der kaufmann Karl Theobald Schlegel von Soran. Theo- 
bald Schlegel’s Reise nach dem heiligen Lande herausgegeben von ihm selbst. 
Sorau N.-L. , Selbst- Verlag, 1865. 8. 1 bl., 126 s. Hjüt eingedruckten 
holzsclinitten u. 1 plan von Jerusalem. , Jedem Exemplar ist ein Andenken 
aus Jerusalem beigefügt’. Das wenigste ist brauchbar. 

1842. Der geistliche George Fisk. A PastoFs Memorial of Egypt, 
the Red Sea, the Wildemesses of Sin and Paran, Mount Sinai, Jerusalem, and 
other principal Localities of the Holy Land; with brief Notes of a route 
through France . . By . . George Fisk . . Mit dem Vortitel : A PastoFs Me- 
morial of the Holy Land, etc. By the Rev., G. Fisk. Fourth Edition. Lon- 
don, Seeley, 1847. 8. VHI, 2 bll. u. 485 s. Mit 1 Vignette. New edition 
1866. Die Vorrede zur 1. ausgabe wurde im julius 1844 geschrieben. S. 
oben bei Piinius Fisk sub anno 1823 und van Senden 1, 373. Mehr biblische 
belrachtungen als geographie. 

1842. Die weltumreisende Frau Ida Pfeiffer von Wien. Reise einer 
Wienerin in das heilige Land, nähmlich: von Wien nach Konstantinopel, 
Brussa, Beirut, Jaffa, Jerusalem, dem Jordan und todten Meere, nach Naza- 



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reth, Damaskus, Baibeck und dem Libanon, Alexandrien, Kairo, durch die 
Wüste an das rothe Meer, und zurück über Malta, Siciiien, Neapel, Rom u. 
s. w. Unternommen im März bis Dezember 1842 von lda Pfeiffer . . Nach 
den Notaten ihrer sorgfältig geführten Tagebücher von ihr selbst beschrie- 
ben. Vierte verbesserte Auflage. Wien, J. Dirnböck, 1856. 8. Mit 1 kolo- 
rirten titellithographie. I vra u. 139, II 1 bl., 200 s. Das Vorwort zur 
1. auflage wurde vom Verleger im Oktober 1843 geschrieben. Neueste aufl. 
1857. Böhmisch von Kreöek in Königgrätz. 1846. 8. Pospßil. Ich 
fand ihren namen unter’m 18. junius 1842 im fremdenbuch auf dem Kännel 
neben dem ihres reisegefährten, des grafen Friedrich von Berchthold, der sie 
später nach Brasilien begleitete. Die Schilderung der einen hälfte dieses 
wallfahrerpaares ist treuherzig und wenigstens nicht schlechter als die be- 
schreibungen von manchen männern; immerhin enthält sie viel unrichtiges. 

1842. Der amerikaner David Millard. A Journal of Travels in 
Egypt, Arabia Petraea, and the Holy Land. By David Millard. Rochester, 
E. Shephard, 1841. 8. Unbedeutend. 

1842. Der baier Franz Joseph Felsecker, doktor der rechte und 
Philosophie. Palästina und eines Pilgers Wege dahin. Aus meinem Reise- 
tagebuche. Von F. J. Felsecker. Bamberg, F. Züberlein, 1844. 8. Der 
linkische Verfasser zog geldentblösst in uraltem sinne ins land der ver- 
heissung, und gewährt sehr wenig ausbeute. Der ton ist ein gläubiger, 
gutmüthiger. 

1842. Der amerikanische geistliche Samnel Wolcott. Von ihm 
verschiedene artikel: Notices of Jerusalem, an Excursion to Hebron and 
Sebbeh or Masada, Journey from Jerusalem northwards to Beirüt, Excursion 
to MarSaba, in der Bibliotheca Sacra, 1813, 17—87. S. Robinson 2,251, 
Ritter 15, 79, Denkblätter 79. Die artikel sind Zeugnisse eines fleissigen 
beobachters. 

1842 f. Der geistliche John Blackburn. Hand-book round Jerusa- 
lem, or Companion to the Model, by . . John Blackburn. London, Riving- 
ton, 1846. 12. XV, 126 s. u. 6 bll. Mit der ansicht eines geoplasma von 
Jerusalem, mit einem plan dieser stadt in der vogelansicht und mit einem 
stück gassennetz. Wenig kritisch, aber mit manchen brauchbaren notizen. 

*1842 — 43. Die brüder Tschernezoff, maler. Sörie de vues de la 
Palestine, publide ä St. Pötersbourg. 1845. Fol. Die beiden Tschernezoff 
reisten nach Palästina, in der absicht, die bemerkenswerthesten ansichten 
nach der natur aufzunehmen. Noroff bei Daniel 216 und briefliche mitthei- 
lung aus S. Petersburg. 

1842—43. Der missionar F. C. Ewald. Journal of Missionary La- 
bours in the City of Jerusalem, during the years 1842 — 3 — 4. By . . F. 
C. Ewald. Second Edition. London, B. Wertheim, 1846. Kl. 8. XVI u. 
276 s. Mit 1 grundriss von Jerusalem. Die einleitung für die 1. ausgabe 
wurde 1845 geschrieben. Zu beurtbeilung der jüdischen zustande und des 
protestantischen missionswesens beinahe unentbehrlich. 

*1842—44. Frau Ewald. Jerusalem and the Holy City; being a 
Collection of Lithographie Views and Native Customs from Drawings taken 
on the Spot. By Mrs. Ewald. London? 1864? Day and Sons. In der 
Zeitschrift: The Athenaeum, 1864, 915, wird die publikazion eben nicht 
empfohlen. 



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1842 und 1853. Der künstler W. H. Bartlett. 1. Walks about 
the City and Environs of Jerusalem. By W. H. Bartlett. London, G. Virtue, 
1844. Dann 2. auflage, gr. 8. Mit 1 Vignette, einer ansicht Jerusalems ä 
vue d’oiseau, einem plan der alten stadt, mit vielen Stahlstichen und einge- 
druckten holzschnitten. Ibi sine anno (1850). VIII s., I bl., 255 8. (3.) New 
Edition 1852. — 2. Jerusalem revisited by W. H. Bartlett . . With lllustra- 
tions. London, Virtue, 1855. Gr. 8. Mit 22 Stahlstichen und mit eingedruck- 
ten holzschnitten. 1 bl., Vllls., 2 bll., 202 s. Auch London 1862. Eine kopie 
aus diesen werken sind die Views illustrating the Topography of Jerusalem 
Ancient and Modern. London, Virtue, sine anno. Fol. Die einleitung ist 
französisch geschrieben, der übrige text englisch. Die wenigen blätter sind 
sehr theuer. — 3. Footsteps of our Lord and his Apostles: a Succession 
of Visits to the Sites and Scenes of New Testament Narrative. 1852. 
Royal 8vo. — 4. The Christian inPalestine; or, Scenes of Sacred History, 
Historical and Descriptive. By Henry Stebbing . . Illustrated from Sketches 
taken on the spot, by W. H. Bartlett. London, G. Virtue, sine anno. 4. 1 bl., 
IV s., 1 bl., 234 s. Im vortitel mit einem Stahlstiche lautet es: The draw- 
ings recently taken on the spot. In dieses stebbingsche buch sind manche 
bilder aus den Walks, nicht aber aus dem Jerusalem revisited übergegangen, 
und so sollte man annehmen dürfen, dass the Christian bald nach der ) . auf- 
lage der Walks herausgegeben wurde. Der Verleger hat es so eingerichtet, 
dass gegenüber den Walks auch the Christian neues enthält, und der käufer, 
will er alles haben, genöthigt ist, beide werke sich anzuschaffen, mithin 
mehreres doppelt zu bezahlen. Der Christian enthält nicht minder als 79 
Stahlstiche. — 5. A comparative View of the Situation and Extent of an- 
cient and modern Jerusalem. London. Fol., 4 tafeln mit grossen panorama- 
ansichten Jerusalems. Ich sah wol das gleiche buch unter dem titel : Views 
illustrating the Topography etc., s. nr. 2. — 6. La Syrie, la Terre-Sainte, 
l’Asie Mineure . . illuströes. Une sörie de vues, dessindes d’aprös nature, 
par W. H. Bartlett, W, Pursher, etc. Les explications de gravures (die 
platten wanderten , wie es scheint , von land zu land) par John * Came. 
Traduit de l’Anglais , par Alexandre Sosson. London , Paris % Amörique, 
Fisher. 4. 3 bände. Hinten einiges von Jerusalem, Bethlehem, Bethanien, 
aber nicht treu. Ein nahe verwandtes werk ist: Voyage en Syrie et dans 
l’Asie Mineure, illuströ par 120 magnifiques gravures sur acier, d’aprös les 
dessins pris sur les lieux par W. Bartlett, Thomas Allom, etc. etc. Par 
Clement Pelle et Leon Galibert. London et Paris, Fisher (1843?). 4. 3 theile. 
Auf die gleiche quelle zurttckzuleiten ist wol: La Terra Santa ed i Luoghi 
illustrati dagli Apostoli. Vedute pittoresche secondo Turner , Har ding ed 
altri celebri artisti. Torino, Pomba, 1837. Gr. 8. Aus dem französischen. 
S. Ritter 16, 312, Robinson 2, 552. Der text der Walks und des Jerusa- 
lem revisited ist, wenn auch gut geschrieben, nicht wichtig; er schweift 
ins malerische. Dagegen sind die beiträge von Catherwood für jene 
werthvoll. Robinson rühmt nicht wenig Bartletts künstlerische leistungen. 
Man muss nicht, sondern man wird gerne und freudig gestehen, dass man 
ihm viel verdankt. Manche bilder sind treu gezeichnet und überaus sauber 
gestochen. Immerhin kann ich versichern, dass Bartletts leistungen, was 
naturtreue betrifft, weit zurückstehen hinter denen von Ulrich Halbreiter, 
dessen grosse gewissenhaftigkeit und ausdauer entschieden das beste lieferte, 
der art, dass man in der that beklagen muss, wie man später immer neue, 
aber viel schlechtere ansichten verbreitet und das publicum berückt, statt 



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dass man den vorzüglichen meister, wenn oder wo thunlich, einfach kopi- 
ren sollte. 

1843. Der schottländer John Wilson, doktor der theologie. The 
Lands of the Bible visited and described in an extensive Journey undertakea 
with special reference to the promotion of Biblical Research and the advance- 
ment of the cause of Philanthropy. By John Wilson. With Maps aid 
Illustrations. Edinburgh, W. Whyte; London, Longman; Dublin, Curfy, 
1847. Gr. 8. 1 xxrv u. 504, II x s. , 1 bl., 786 s. Mit karten, vielen 
Stahlstichen und holzschnitten im texte. S. Raumer 14, Robinson 2, 552, 
van de Velde 1 1 . Sehr lehrreich und werthvoll. 

1843. Der zum christenthum bekehrte jude und Sendbote Bidley 
H. Herschell. A Visit to my Father-land. London 1845. 12. New 
Edition 1856. Holländisch Amsterdam 1845. Deutsch: Besuch in meinem 
Vaterland. Notizen, gesammelt auf einer Reise nach Syrien und Palästina . . 
Von Ridley H. Herscbell. Aus dem Englischen übersetzt von E. B. Basel, 

F. Schneider, 1846. Kl. 8. 4 bll., 208 s. Gegen die orientalischen Christen 
zeigt sich der Verfasser höchst unduldsam, und seine schrift ist unbedeutend. 

1843. Der konsul J. N. Craigher. J. N. Craigher’s Erinnerungen 
aus dem Orient Triest, H. F. Favarger, 1847. Gr. 8. 3 bll., 316 s., 
1 bl. Unbedeutend. 

1843. Dawson Borrer. A Journey from Naples to Jerusalem. By 
Dawson Borrer. London, J. Madden, 1845. 8. Einiges zu gebrauchen. 

1843. Dr. J. A. Lorent. Wanderungen im Morgenlande während den 
Jahren 1842 — 3. Mannheim, Löffler, 1845. 8. Nicht zu gebrauchen. 

1843. Der barmherzige bruder Joäd Antonio Gari. Nuevo Viaje 
ä Jerusalem, 6 sea cartas familiäres sobre la Tierra Santa, y los diferentes 
pueblos que la habitan, sus creencias religiosas, costumbres, politica etc., 
con una critica impugnacion . . escritas y dirigidas por el Pbro. F. J. A. 

G. al R. Josö Maria Rodriguez Pbro. quien las publica. Barcelona, Pia, 
1846. Kl. 8., 475 s. Mit 1 plan der kirche in Bethlehem. S. oben La- 
martine sub anno 1832 f. Eines der lehrreichsten bücher von den vielen, 
welche römisch-katholische priester zu Verfassern haben. 

1843. Die romanschreibende klosterfrau, gräfin Ida Hahn-Hahn. 
Orientalische Briefe. Von Ida Gräfin Hahn -Hahn. Berlin, A. Duncker, 
1844. 8. I vhi u. 383 s., H (Palästina) l bl., 346, 1H 1 bl., 406 s., 

1 bl. Englisch 2. Ed. London 1845. Die briefe sind mehr ein Spiegel 

der planderhaftigkeit als der erkenntniss in religiösen und andern dingen. 
Vgl. Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 57 — 79. 

1843. John B. Durbin, doktor der theologie. Observations in the 
East, chiefly in Egypt, Palestine, Syria, and Asia Minor. By John B. Dur- 
bin . . New- York, Harper, 1845. 8. 2 voll. Etwa über die juden und der 

engländer bestreben dafür nachsehenswerth. 

1843 f. John Lowthian von Carleton House bei Carlisle. A Narra- 
tive of a recent Visit to Jerusalem and several Parts of Palestine, in 1843 
— 44. By John Lowthian .. Third Thousand. London, Houlston; Carlisle, 
R. Willan, sine anno. 12. VII u. 151 s. Mein exemplar ist von der 3. aus- 
gabe; von der 2. wurden 2000 exemplare abgesetzt. Mit einer ansicht von 



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Jerusalem und mit einem pflüg auf dem titelblatte. Anspruchlos bietet der 
achtungswerthe Verfasser manches belehrende. 

1843 f., 1866. George Williams, kaplan des bischofs Alexander. 
The Holy City ; or Historical and Topographical Notices of Jerusalem ; with 
some account of its Antiquities and of its present Condition. By . . George 
Williams . . With Illustrations from Sketches by . . W. F. Witts . . Lon- 
don, J. W. Parker, 1845. Gr. 8. XV u. 512 s. 2. Ed. London 1849. 8. 
2 voll. Darin The ärchitectural History of the Church of the Holy Sepulchre 
at Jerusalem. By . . Robert Willis . Dieses werthvolle stück erschien auch 
besonders London, J. W. Parker; Cambridge, J. Deighton, 1S49. Gr. 8. 
VI, l bl. u. 167 s. Mifansichten, durchschnitten und grundrissen. Es enthält 
die 2. auflage auch einen Appendix (Supplement) 1 — 124: Historical and 
descriptive Memoir on the Town and Environs of Jerusalem. (To accompany 
the Ordnance Survey.), welches stück ebenfalls besonders erschien : London, 
J. W. Parker; Cambridge, J. Deigthon, 1849. Gr. 8. VIII u. 164 s. 
Williams lieferte auch besondere artikel: a) in William Smith’s Dictionary 
of Greek and Roman Geography, 2, 16 sqq. b) ins Journal of Classical 
and Sacred Philology. Cambridge, vol. 4. p. 262 sqq.: The Emmaus of 
S. Luke, c) In The Colonial Church Chronicle and Missionary Journal, 
Febr. 1858, Nov. 1859: Excursions in Palestine. Mehr gelangte nicht zu 
meiner kenntniss. S. Robinson 2, 551, Ritter 16, 312, van de Velde’s 
Mem. 10, Noroff bei Daniel 96 u. 117. Die Schriften Williams’ sind vom 
geiste hochkirchlicher Starrheit und der Parteilichkeit gegen den weit über- 
legenen Robinson durchdrungen^ enthalten übrigens, wie namentlich auch der 
artikel in Smith’s Dictionary, manches interessante, das noch mehr werth 
hätte, wenn jene überall von einem weiter umher und tiefer schauenden 
historischen blicke beherrscht worden wären. 

1843 ff. Dr. Ernst Gustav Schultz, preussischer konsul in Jerusa- 
lem. 1. Jerusalem. Eine Vorlesung von Ernst Gustav Schultz. Mit einem 
Plane, gezeichnet von H, Kiepert. Berlin, S. Schropp, 1845. 8. 120 s. — 
.2. Mittheilungen über eine Reise durch Samarien nnd Galiläa (1847). In: 
Zeitschr. der Deutschen morgenländ. Gesellschaft, 1849, 46 f., Monatsberichte 
der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1846, th. 3, 1849, th. 3. — 
3. Carl Zimmermann’ s Versuch einer Construcction der Karte von Galiläa, 
nach den Forschungen des verstorbenen Dr. E. G. Schnitz. Berlin 1853. 
2. ausgabe mit Verbesserungen und neuen irrthümern 1855. Darauf er- 
schien : Geographische Analyse zu dem Versuch einer Construction der Karte 
von Galiläa nebst den Beikärtchen des Gebirges Gilboa, des Felsen Dschafat 
und der Kreuzfahrer - Veste Accon vornämlich herausgegeben nach den 
Forschungen des verstorbenen Dr. Ernst August Schulz . . Konsul . . von 
Carl Zimmermann. Berlin, D. Reimer, 1861. 4. 2 bll., 91s. S. Robin- 
son 2, 551, Ritter 15, 80, meine Planographie 14, van de Velde’s Mem. 13, 
17 sq. Der Verfasser, überkühn in beantwortung alter fragpunkte, gibt 
über Jerusalem eine menge interessanter notizen, hauptsächlich von Williams 
belehrt und bestimmt. Galiläa hat er der Wissenschaft zum theile aufge- 
schlossen. Nur schade, dass das reisetagebuch etwas flüchtig abgefasst war, 
und dass auch Zimmermanns schriftarbeit eine recht nachlässige genannt 
werden muss. 

*1843—49. Der priester Felix Laassner. Pielgrzymka missyjna 
do Ziemi S., Syryi i Egiptu w latach od 1843 do 1849 r. odbyta przez 



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Ksi$dza Feliksa Laassnera. Krakow 1855. 8. D. i. reise ins h, Land, 
nach Syrien und Ägypten in den jj. 1843 — 1849 unternommen vom priester 
Felix Laassner. S. NorrofF bei Daniel 216. 

1843 oder 44. Eliot Warburton. The Crescent and the Cross; or, 
Romance and Realities of Eastern Travel. London 1845. 8. 2 voll. Tenth 
Edit. London, Colburn, 1852, 8. X u. 380 s. Mit einem titelstahlstiche. 
Auch Leipzig, Tauchnitz, 1852. 15. Edit. 1859. S. Schultz* Jerus. 107. 

Einiges beachtenswerth. 

1843 ff. Der konsul von Wildenbruch. Routiers in Palästina und 
Syrien, in: (Berliner) Monatsberichte der Gesellschaft. für Erdkunde. N. F., 
1843, 1, 229 — 234. Profile von Yaffa über Jerusalem zum Todten Meere, 
und von Jerusalem zum Tiberias-See und den Jordanquellen. Ebendas., 1846, 
3, 251 und 270 — 272 nebst Tafel III. Zur Climatologie von Palästina. 
Ebendas., 1843, 1 , 92 und 236—248. Auch über Kariet el-Aneb eben- 
das., 1844, 1, 229. S. Ritter 15, 78 f. Beachtenswerth. 

1844. Lord Nugent. Lands, Classical and Sacred. London 1845. 
2 voll. Auch London, C. Knight, 1846. 12. 2 voll. S. Schultz 1. c. 5. 
Im ganzen ist Nugent ein leichtfertiger alterthümler. Er lehnt sich haupt- 
sächlich an Schultz und Veitch und streitet unberufen fort und fort gegen 
Robinson. 

1844. Charles Reynaud. D’Athönes ä Baalbek par Charles Reynaud. 
Paris, Fume, 1846. 8. Gleichsam fieberhaft geschrieben. 

1844. Der priester Heinrich Gossler in Westphalen. Pilgerreise 
nach Jerusalem von P. Fr. Heinrich Gossler , . Vollständig in vier Liefe- 
rungen, mit einem Stahlstiche und zwei lithographischen Zeichnungen. Pader- 
born, Junfermann, 1852. 8. 1 bl., 369 s., 1 bl. Fast nichts als subjec- 
tives. Ohne schäm liefert der Verfasser eine schlechte ansicht der Stirnseite 
des grabtempels aus dem 16. jahrhunderte, statt eines treuen bildes der 
jetzigen kirche. Ebenso gibt er vor, dass er am 22. mai 1844 in einer 
zelle des Salvatorklosters zu Jerusalem den Ölberg mit der Kidronbrücke 
und dem bache Kidron aufgenommen habe (zu 96), da man doch von dort 
aus nicht ins Josaphatsthal hinabsehen, noch überhaupt einen bach Kidron 
erblicken kann. 

1844. Der priester Franz Joseph Gehlen in Westphalen. 1 . Ans 
den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Lande im Jahre 
des Herrn 1S44. Wallfahrt nach Bethlehem und Hebron. Mitgetheilt von 
Franz Joseph Gehlen . . Münster, Theissing, 1846. 8. 139 s. — 2. Aus 
den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Laude. Ex- 
cursion von Jerusalem nach Jericho bis zum Jordan und todten Meere. 
Ebendas. 1852. 8. 100 s. Beide Schriften, obschon ohne gehörige kritik 
abgefasst, enthalten einige beachtenswerte bilder, und mehr noch die 
erstere schrift. 

1844. Der deutsche einsiedler und tertiarius Aloysius Manzius. 

Der Eremit von Sabina, oder Aloys, des deutschen Einsiedlers, Wanderungen 
nach Jerusalem, Bethlehem und Nazareth, mitgetheilt von seinem Reisege- 
fährten. Münster, J. H. Deiters, 1853. 12. Der reisegefährte war obiger 
Gehlen. Unbedeutend. Der titelholzschnitt , ein geschenk Ulrich Halb- 
reiters, ist besser auf seinem bl. UI, 3. 



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1844 und 1859. Dr. Lobegott Friedrich Konstantin Tischendorf 
von Lengenfeld, professor in Leipzig. 1 . Reise in den Orient von Con- 
stantin Tischendorf. Leipzig, Tauchnitz j., 1846. Kl. 8. 1 xvi u. 319, 
II 319 s. Englisch: Travels in the East. Translated from the German 
by W. E. Schuckard. London 1847. — 2. Aus dem heiligen Lande. Von 
Constantin Tischendorf. Nebst fünf Abbildungen in Holzschnitt und einer 
lithographirten Tafel. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1862. 8. X, 1 bl., 375 s. S. 
Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 113 — 147. Der leser erwarte nicht, was der be- 
rühmte name des Verfassers ihm versprechen dürfte. Er reiste in bibelkritischer 
absicht auf alte hss., und die resultate, so weit sie in der ersten reisebe- 
schreibung mitgetheilt wurden, sind nicht bedeutend. Auf der 2. reise be- 
gleitete Tischendorf den grossfürsten Konstantin. Beim lesen des berichtes 
über dieselbe athmet man etwas hofluft. Es mussten auch im allgemeinen die 
angriffe auf die tradizionen vermieden werden, um nicht den tradizionsgläu- 
bigen fürsten zu verletzen. Doch fühlt man sich von dieser darstellung 
mehr angezogen als von den über- und Untertreibungen des Moritz Busch, 
und immerhin gewährt die schrift einige belehrung, zumal in beziehung auf 
textkritik. 

* 1845. Der mönch Parthenios. CKaaame o CTpaHCTBiu no Poccpi, 
MowiAaBin, Typijiif h Cb. 3eM.rfc. Hhokh DapoeHia. Mock. 1855. 4. 
h. b h 8 . 4 . D. i. reise nach Russland, der Moldau, Türkei und dem h. 
Lande. Parthenios reiste den 23. September 1 S 4 5 vom Athos ab und kam 
den 28. Oktober in Jerusalem an. Seine beschreibung der h. Stätten in Jerusa- 
lem und Palästina bildet den 4. theil seines berichtes, ist ziemlich umständ- 
lich, aber wenig tauglich. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche mittheilung 
aus S. Petersburg. 

1845. Professor W. Krafft in Bonn. Die Topographie Jerusalem^ 
von W. Krafft. Bonn, H. B. König, 1846 (eigentlieh 1847). Gr. 8. XII 
u. 273 s. Mit inschriften, ansichten, plänen und karte. Vgl. Golgatha 90, 
96, Raumer 13, Williams* Mem. 59, Ritter 16, 313. Der theologe Krafft, 
ein reisegefährte von F. A. Strauss, war ungleich muthiger und unterneh- 
mender als dieser. Er besass auch die kühnheit, den Südwind benutzend 
ins haram esch - scherif einzudringen. Die schrift zeugt von fleissigen Studien 
der alten und von sorgfältigem auf suchen der merkwürdigkeiten , bei deren 
beschreibung er aber, wie Williams und Schultz, in die schule Robinsons hätte 
gehen können. Gegenüber jenen zwei gelehrten, für die er immerhin eine 
Vorliebe zeigt, bewahrt er im ganzen eine ebrenwerthe Selbständigkeit, eine 
unparteiische haltung aus lauterer liebe zur Wahrheit. In historischen ex- 
kursen überschätzt und übereilt sich der Verfasser hin und wieder. 

1845. Professor Friedrich Adolf Strauss in Berlin. Sinai und 
Golgatha. Reise in das Morgenland von Friedrich Adolph Strauss . . Mit 
zwei Original - Ansichten. Berlin, Jonas, 1847. Kl. 8. VIII und 431 s. 
4. verbesserte und vermehrte Auflage mit einer Karte des Morgenlandes. 
Berlin, Jonas, 1853. 8. VH u. 420 s., mit 1 tafel. 8. auflage, Prachtaus- 
gabe Berlin, allgemeine deutsche Verlagshandlung, 1863. Hoch 4. III u. 
464 s. Er schrieb auch einen text zu den gleichen bildern, zu welchen Dr. /. 
A. Messmer einen andern ausarbeitete : Die Länder und Stätten der heiligen 
Schrift. In ausgewählten Bildern mit erläuterndem Texte. Stuttgart, Cotta, 
1861. Gr. 4. VHI, 542 s. Mit 30 kolorirten Stahlstichen, 6 lithographien, 
66 holzschnitten u. 1 lithographirten karte. Messmer gab dem buche den 



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titel: Das heilige Land und die heiligen Stätten, Ein Pilgerbuch in ausge- 
wählten Bildern mit erläuterndem Texte von J. A. Messmer. München, Vo- 
gel’sche Verlagshandlung, 1860. 4. 1 bl., X, 356 s. Mit einem sehr schönen 
titelkupferstiche von H. Merz. Indessen dürfte wol letzterer text vorzu- 
zieben sein, da er in das architektonische viel gründlicher eingeht; ohnehin 
ist der text von Strauss schon dagewesenes für den, welcher Sinai und 
Golgotha kennt. Die Verlagshandlung musste von der ansicht ausgehen, dass 
das prächtige bilderwerk nicht die wünschbare Verbreitung finde, wenn nicht 
im texte, in dem einen der römisch-katholische und in dem andern der 
protestantische Standpunkt mehr oder minder fest behauptet werde. Schwe- 
disch gab das Sinai und Golgotha A. Oiivarius 1861 heraus. Es erschien 
auch eine englische und durch ten Kate eine holländische Übersetzung. S. Petz- 
holdfs Anz. , 1861, 338, C. G. Kayser’s Vollst. Bücher -Lexicon 16, 91 f. 
u. 423 f. Durch die vielen auflagen in Deutschland darf man sich im ur- 
theile nicht irre leiten lassen. Sie sind weit weniger dem werthe des buches 
zuzuschreiben, als der gewandten darstellung, die einer gewissen religiösen 
partei, vorab im norden Deutschlands, wo man ungleich mehr liest als im 
Süden, entspricht, einer partei, die eine schwüle atmosphäre liebt, und zum 
historischen aberglauben sich hinneigt. Übrigens soll des rühmlichen gedacht 
werden, dass das buch einiges neue und beachtenswerthe enthält. . 

1845. Der bibliothekar (Ste. Genevifcve) X. Marinier in Paris. 
Du Rhin au Nil. — Tyrol. Hongrie. Provinces Danubiennes. Syrie. Pa- 
lestine. Egypte. — Souvenirs de Voyages. Par X. Marinier. Paris, Ber- 
trand (1847). 8. I 2 bll. , xxix, 396 s. u. 2 bll., II 2 bll. , 496 s. Auch 
(nachdruck) Bruxelles, Livourne, Leipzig, Meline, 1852. Kl. 8. I 267, 
II 252, III (Palestine) 268 s. Mit einigen ansichten. Der erste druck 
enthält mehr und ist schon deswegen vorzuziehen. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 
81. Das buch gewährt wenig. 

1845. Der land schaftsmaler Otto Georgi von Dresden. Die hei- 
ligen Stätten nach Originalzeichnungen nach der Natur von Otto Georgi. 
Leipzig, J. A. Romberg (1854). Gr. 4. 1 bl., VI u. 91 s. Mit kupfern und 
eingedruckten holzschnitten. Sehr schön ausgestattet. Vgl. Engelmann 1095. 
Der titel schon ist nicht ganz richtig; denn Georgi, der begleiter Lepsius’, 
"entlehnte die bilder, mit ein paar ausnahmen, den weniger zuverlässigen 
werken von Roberts und Heinrich von Mayr. Der text ist kompilazion. 

1845. Dr. Harald Bagge, arzt zu Frankfurt am Main. Reise nach 
dem Orient, der europäischen Türkei, Aegypten, Nubien und Palästina. Von 
Harald Bagge . . Frankfurt a. M., J. E. Hermann, 1847. 8. Vis., 1 bl., 
256 s. Das buch des bescheidenen reisearztes enthält wenig interessantes. 

*1845. F. J. Wacek. Vierzehntägiger aufenthalt’in Palästina (böh- 
misch) von F. J. Wacek. In der Zeitschrift Cas, 18. band. 

*1845. Der graf JL Adlerberg. H3 b Pirna bi > Iepy glimmt, CHS. 
1853. 8. D. i. von Rom nach Jerusalem. Noroff bei Daniel 216 und 
briefliche mittheilung. Die beschreibung sei ohne bedeutung. * 

1845. Der abenteurer Frans A. Odilen in Bonn. Reise -Album vom 15. bis zum 
22. Lebensjahre von Franz A. Cöllen, Verfasser der Four Months in Africa. Bonn, 
Selbstverlag, 1849. Kl. 8. VI u. 186 s. Mit dem bildnisse des Verfassers. 2. ver- 
besserte und vermehrte Auflage. Bonn 1850. Gr. 16. Mit 4 kupfern. S. Engel- 
mann 105. Erlogenes und unbrauchbares. Man weiss nicht recht, ob er in Palästina 
gewesen ist, wenn er gleich darüber schreibt. 



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173 



1845. ^ortaels. S. oben Legrelle sub anno 1840. 

1845 f. Dr. J. Nepomuk Sepp, professor in München. 1. ver- 
schiedene artikel als Vorläufer: Forschungen eines deutschen Reisenden in 
Jerusalem, in: Historisch -politische Blätter von G. Philipps und G. Görres. 
München, literar. - artist. Anstalt. 1846 — 7. Gr. 8. 18, 469 — 477; 19, 349 — 
357, 449-463, 589 — 610, 670—685, 735—740; 20, 129—146. — 2. Jeru- 
salem und das heilige Land. Pilgerbuch nach Palästina, Syrien und Aegypten von 
Sepp . . Schaffhausen, F. Hurter, 1863. Gr. 8. I xxxvm u. 781, xxviii 
u. 866 8. Mit dem k bildnisse des Verfassers u. mit vielen eingedruckten 
holzschnitten. — 3. Neue architektonische Studien und historisch - topogra- 
phische Forschungen in Palästina von Sepp. Mit 70 Illustrationen. Würz- 
burg, Stahel, 1867. 8. XLIV, 256 s. Der bekannte geistreiche und ge- 
lehrte Verfasser war zu meiner zeit in Jerusalem. Er hat es darauf abge- 
sehen, die weit mit einer komparativen geographie und geschichte zu über- 
raschen. Darum werden die dinge so weit hergeholt aus allen Zeiten, wie 
aus allen enden und ecken des globus. Das pikante ist einer solchen be- 
handlung des Stoffes nicht abzusprechen; manches ist aber verfrüht und 
einem spätem Zeitalter mit einer reichern anhäufung von materialien und 
forsch ungen Vorbehalten. Nicht so sehr selten wird der leser beinahe von 
Schwindel ergriffen, wenn er den pilgrim die gewagtesten Sprünge machen 
sieht. Immerhin erwarb der Verfasser sich das verdienst, in beziehung auf 
eine geläuterte geschichte und geographie von Palästina ungemein anregend 
zu wirken, und nicht hoch genug darf man ihm in seiner bekannten Stellung 
anrechnen, dass er mit Selbständigkeit die tradizionen geschichtlich behandelt. 
Sonst ist das werk arm an eigenen Wahrnehmungen und beobachtungen 
ausserhalb der studirstube; der Verfasser ist aber aufrichtig genug, das an- 
zuerkennen, was und exakter andere überlieferten. Die jüngste schrift ent- 
hält eine dankenswerthe kritische Zusammenstellung des neuesten. Die 
bolzschnitte, von gar verschiedenen seiten her geborgt, empfehlen sich nicht 
immer durch naturtreue und künstlerische darstellung. Die zitate sind hin 
und wieder unrichtig. S. Topogr. 1, LXXXI f. 

1845 ff. Die Frau konsul Finn. Home in the Holy Land. A Tale 
illustrating Customs and lncidents in Modem Jerusalem by Mrs. Finn. Lon- 
don, J. Nisbet, 1866. 8. VIII u. 520 s. Mit einem titelstahlstiche. Das 
buch enthält manches unterhaltende und ausserordentlich viel lehrreiches, 
das in einen roman gehüllt ist. 

*C. 1845. Castlereagh, A Journey to Damascus, through Egypt . ., 
Palestine and Syria. London 1847. 8. 2 voll. Mit kk. 

*1846. Kapitän Newbold. Recherches du Cpt. Newbold aux envi- 
rons de Jerusalem. Nouv. Annales des Voyag. Nouv. Sdrie. 1852, 31, 6. 
1853, 33, 113. Auch s. Asiatic Soc. 21. April, im Athenseum 1849, nr. 

1 124, s. 491. Den wol unterrichteten traf ich in Jerusalem. Ritter 16, 522. 

1846. Der pseudonyme Dalton. Das Boot und die Karawane , eine 
Familien - Reise durch Aegypten, Palästina und Syrien. Nach der fünften 
Auflage zur Belehrung und Unterhaltung, aus dem Englischen übersetzt und 
mit Anmerkungen versehen von Dr. E. A. W. ’Himly, Professor . . Mit fünf 
Abbildungen. Leipzig, B. Schlicke, 1860. 8. XVHI, 1 bl. u. 419 s. Das 
original kenne ich nicht. Die schrift ist theilweise ungeniessbar. 



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1846. Frau Römer. A Pilgrimage to the Temples and Tombs of 
Egypt, Nubia, and Palestine, in 1845 — 6. By Mrs. Römer. London, R. 
Bentley, 1846. 8. 2 voll. Die Verfasserin gibt beinahe nichts. 

1846. F. A. Neale, Esq. Eight Years in Syria, Palestine, and Asia 
Minor, from 1842 to 1850. By F. A. Neale . . 2. Edit. London, Col- 
burn, 1852. 8. 2 voll., im 1., 121 sqq., über Jerusalem. Unbedeutend 
für Palästina. 

1846. Der preussische prediger H. Ga<|ow. I. Artikel in der Zeit- 
schrift der Deutschen morgenländ. Gesellschaft: Ein Ausflug von Jerusalem 
über Jericho an den Jordan, das todte Meer und nach MarSaba, 1848, 2, 
52 sq. ; Mittheilungen über die gegenwärtigen Terrain Verhältnisse in und um 
Jerusalem, ibidem 1849, 3, 35 sq. — 2. Mittheilungen über Jerusalem aus 
dem Tagebuche eines Augenzeugen . . Königsberg in der Neumark, J. G. 
Striele, 1848. 8. 1 bl., V u. 72 s. — 3. Ph. Wolff gab in seiner reiseschrift 
1849 Gadows plan von Jerusalem nach einem verjüngten massstabe heraus; 
allein die versprochene und mehrseitig befürwortete ausgabe des grossen 
Originals liess immer auf sich warten, und nach dem kleinen Vorläufer, der 
im wesentlichen zeigt, was da kommen sollte, wird es beim versprechen 
bleiben. Fleissige Untersuchungen der aussenseite der harammauer mit sorg- 
fältigen Zeichnungen, die noch nicht gehörig benutzt wurden , verdienen mit 
dem plan nicht das gleiche Schicksal. S. Robinson 2, 552, meine Plano- 
graph. 19 f. Sowol jene artikel als die anonym herausgekommenen Mit- 
theilungen sind lehrreich. 

1846. Der minorit Francesco Cassini da Perinaldo. 1. La Terra 
Santa descritta dal P. Francesco Cassini da Perinaldo . . visitante di Terra 
Santa . . Genova, Ferrando, 1855. 8. I 448, II 495, III 478 8. — 2. Epistola 
e colloqui su Terra Santa. Genova (taubstummenenstalt) 1856. 8. — 3. Un 
Yiaggio in Terra Santa colla descrizione di tutte le Pellegrinazioni che 
soglionsi praticare infra l’anno dai Padri Francescani ai priucipali Santuari 
della Giudea e della Galilea dolci Rimembranze del Padre Francesco Cassini da 
Perinaldo . . Genova, Istituto dei sorto-muti, 1861. 8. 572 s. — 4. Cassini 
gab auch Storia di Gerusalemme in 2 bänden heraus. Sehr lebendig und gut, 
hier und da witzig und launig geschriebene bücher, in denen poesie oder 
iroaginazion vorschlägt. Die Epistola ist jedoch mehr deklamazion. Der 
franziskaner folgt nicht blindlings den tradizionen. 

*1846—47. Der in Börüt angestellt gewesene russische general- 
konsulK. BasiJi. Cnpia ii üajiecTmia noßb TypeuKiiM’B üpaBiiTe./ihCTBOM'b, 
im HCTopiiuecKOMT» h no^iHTHuecKOM’B OTHouiemHx'b. ö^ecca. 1862. 2 T. 
bt> 8 4. D. i. Syrien und Palästina unter der türkischen regirung, dar- 
gestellt aus <Jem historischen und politischen Standpunkt. Odessa 1862. 8. 
2 voll. S. Noroff bei Daniel 216. Es sei eine gelehrte, interessante arbeit. Brief. 

1846 f. Der wagnermeister Joseph Schilling bei Tuttlingen. Aus- 
führliche Beschreibung meiner Reise nach Rom und Jerusalem. Eine" ge- 
treue Angabe aller Städte, Inseln und Plätze, welche ich auf dieser Reise 
berührt habe, besonders aber der Landschaften, Gegenden, Dörfer, Berge, 
Flüsse, Gewächse, Sitten und Gebräuche, welche heut zu Tage in Palästina, 
dem gelobten Lande, vorgefunden werden. Von Joseph Schilling. Dritte 
verbesserte Auflage. Tuttlingen, E. L. Kling, 1854. Kl. 8. 141 s. 
Wenig brauchbar. 



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175 



1846 ff. In den: Hissions -Notizen aus dem heiligen Lande. Heraus- 
gegeben vom Wiener General - Commissariate der heil. Länder, in derMechi- 
tharisten-Congregations-I^uchdruckerei, 8., hefte von 1846 — 1854, finden sich 
lesenswerthe berichte verschiedener Verfasser aus dem h. Lande. Italie- 
nisch : Notizie della Missione in Terra Santa. Commissariato generale di 
terra santa in Vienna. Vienna Nella stamperia de’ PP. Mechitaristi. 8. 

1 846 ff. Der jude J. J. Benjamin aus Foltitscheny in der Moldau. 
Acht Jahre in Asien und Afrika. Von 1846 bis 1855. Von J. J. Benja- 
min . . Nebst einem Vorworte von Berthold Seemann. Mit einer Karte. 
Zweite Auflage. Mit vergleichenden Notizen aus Benjamin de Tudela, R. 
Petachia, Pedro Teixeira und Ritter’s Erdkunde. Hannover, Selbstverlag, 
1858. 8. 1 bl., XI, 314 s. u. 3 bll. Englisch: Eight Yearsin Asia and Africa, 
from 1846 to 1855. With a Preface by B. Seemann. London 1865. 8. 
Ungenau und vieles unklar. 

1847. Dr. Philipp Wolff von Ulm, pfarrer in Botweil. 1 . Reise 
in das Gelobte Land von Philipp Wolff. Stuttgart, J. B. Metzler, 1849. 
Kl. 8. VIII u. 276 s. — 2. Jerusalem. Nach eigener Anschauung und den 
neuesten Forschungen geschildert von P. Wolff. Mit 35 in den Text gedruckten 
Abbildungen. Leipzig, J. J. Weber, 1857. Kl. 8. XIV u. 231 s. Auch mit 
einem titelholzschnitte und verbesserten plan von Jerusalem. — 3. Jerusalem. 
Nach eigener Anschauung und den neuesten Forschungen geschildert von 
Philipp Wolff. Mit 46 Abbildungen und einem Grundriss von Jerusalem. 
Zweite, gänzlich umgearbeitete Auflage. Leipzig, J. J. Weber, 1862. Kl. 8. 
XII u. 225 s. Mit einem neuerdings verbesserten plan der h. stadt. — 
4. Daneben geht ein , arabischer Dragoman’ (ebenda 1857) einher, um die 
Verbindung mit den arabern zu erleichtern. S. Ritter 16, 3 1 3 f., Fallmerayers 
Ges. Werke 3, 475—481, Gratz 632, Kerschbaumer , Anmerk. s. 12. 
Die Schriften des für das h. Land, zumal für Jerusalem, unermüdlich thätigen 
Orientalisten enthalten mehreres interessante, z. b. über die tempelplatz- 
mauer, das Herodium, was selbst dem forscher willkommen ist. Auch die 
neuen bearbeitungen gewähren nicht nur eine angenehme Übersicht bekannter 
und weniger bekannter merkwürdigkeiten Jerusalems, sondern auch einiges 
neue. Die abbildungen, unter denen es auch aus andern Schriften nicht 
kopirte gibt, sind nicht alle zu loben. Der arabische drugoman ist so dürf- 
tig, dass der Verfasser sich bewogen fühlte, einen viel grössern herauszu- 
geben, wozu ihm der konsul Wetzstein behilflich war: Arabischer Drago- 
man. Grammatik, Phrasensammlung und Wörterbuch der neu arabischen Sprache. 
Ein Vademecum für Reisende in Ägypten, Palästina und Syrien, sowie zum 
Gebrauch für den Unterricht. Zw eite, gänzlich umgearbeitete Auflage. Leipzig, 
F. A. Brockhaus, 1867. 8. 

1847. Der prediger Albert Schaffter, professor in Bern. Die ächte 
Lage des h. Grabes. Eine' historisch -archäologische Untersuchung der philo- 
sophischen Facultät der Berner -Hochschule zu Erlangung der Doctorwttrde 
vorgelegt von Albert Schaffter .. Bern|, Stämpfli, 1849. 8. 95 s. Mit 
einem Plan von Jerusalem. Die abhandlung ist fleissig ausgearbeitet. 
Dabei nimmt es aber einen wunder, dass der Verfasser den längern aufent- 
halt in der stadt nicht dazu benutzte, sich durch frische beobachtungen nicht 
fester auf eigenen fuss zu stellen. 

1847. Der minorit Alessandro Bassi aus Piemont, theolog der 
apostolischen delegazion für Arabien und Ägypten. 1 . Pellegrinaggio 



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176 



storico e descrittivo di Terra Santa del P. Alessandro Bassi . . Torino, 
Tipografia Subalpina, 1856. Gr. 8. I xrn, 1 bl., 295, II 379 s. — 2. Deila 
torre Antonia e d’une sua stupenda galleria recentemente scoperta in Gerusa- 
lemme. Gerusalemme 1860. 8. — 3. Abhandlung: L’ancienne figlise de 
Sainte-Anne k Jerusalem Devenue propriötö de la France sous Napoldon III. 
Ütude historique par le P. Alexandre Bassi. 'Jerusalem, au convent des 
PP. Franciscains, 1863. 8. In Rignon’s Annales, 1863, 51 — 241. Bassi 
ist einer der gelehrtesten zeitgenössischen franziskaner. Namentlich wird 
ihm eine genaue kenntniss der mittelalterlichen Schriften nachgerühmt. Das 
Pellegrinaggio , meist nicht gründlich geschrieben, enthält neben kapuziner- 
predigten einiges brauchbare. Einseitig ist die abhandlung über die Anto- 
nia, umsichtiger der artikel bei Rignön abgefasst. 

1847. Die russin von Bagrief- Speransky. Les Pelerins Russes k 
Jerusalem. Par M me de Bagröef- Speransky. Bruxelles et Leipzig, Kiess- 
ling, 1854. Kl. 8. 2 voll. S. Fallmerayers Ges. Werke 3, 457 — 474. 
Über russische Pilgerfahrten sehr beachtenswerth. 

1847. Rafalowitsch : Briefe eines russischen Arztes aus der Türkei. 
Im: Ausland, Cotta, 1847 ff. Russisch erschien das reisebuch zu S. Peters- 
burg 1851. Der sehr einsichtige arzt beutete die gegend meist in natur- 
wissenschaftlicher und medizinischer beziehung aus. 

1847. Der Schulmeister J. H. Schulthess von Engstringen im K. 
Zürich. Reise in’s Morgenland, unternommen im Jahre 1847 von J. H. 
Schulthess. Zürich, Appenzeller, 1854. 8. IV u. 316 s. Unbedeutend. 

1847. Der handwerker Palmer aus Winnenden, lehrer in Jerusa- 
lem. Jerusalem, wie es jetzt ist. Brief eines Laien aus Jerusalem . . zum 
Druck befördert von J. Josenhans. Zweite unveränderte Auflage. Stutt- 
gart, J. F. Steinkopf, 1848. 8. lös. Die schrift enthält einiges beach- 
tenswerthe. 

*1847. Der lieutenant Molyneux. Expedition to tbe Jordan and 
the Dead Sea im Journ. of the Roy. Geogr. Soc. of London, 1848, March, 
104 — 130. S. Ritter 15, 80. 

1847 und 1850. Der kaplan H. B. Whitaker Churtön. Thoughts 
on the Land of the Morning: A Record of two Visits to Palestine. By H. 
B. Whitaker Churton. London, T. Hatchard, 1851. 8. Auch London 
1852. 8. S. Anderson 259. Unbedeutend. 

1848. Der marineoffizier W. P. Lynch. 1. Narrative of the United 

States’ Expedition to the River Jordan and the Dead Sea, by W. F. Lynch 
. . With Maps and numerous Illustrations. Philadelphia, Lea and Blanchard, 
1849. Gr. 8. XX s., dann von 13 — 508. 9 ,h Ed. revised. Philad. 1853. 

Gr. 8. New Edition. London, Blackwood, 1855. 8. Deutsch: Bericht 
über die Expedition der vereinigten Staaten nach dem Jordan und dem todten 
Meere von W. F. Lynch . . Deutsch bearbeitet und mit dem offiziellen bo- 
tanischen Berichte versehen von N. N. W. Meissner. Mit 28 Kupfern und 
2 Karten. Leipzig, Dyk, 1850. 8. Die Übersetzung ist nicht gut, die kupfer 
aber besser als in der Urschrift. Zu gleicher zeit erschien vorläufig ein 
bericht von Karl Ritter: Der Jordan und die Beschiffung des Todten Mee- 
res. Berlin, G. Reimer, 1850, 8., und von mir nach dem original im : Aus- 
land, Cotta, 1850, nr. 1 — 5. — 2. Report of the Secretary of the Navy, 



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177 



with a Report made by Lient. Lynch of an Examination of the Dead Sea. 
Febr. 26 tb 1849; 30 th congress, 2 d Session. — 3. Official Report of the 
United States* Expedition to explore the Dead Sea and the River Jordan; 
published at the National Observatory. Washington 1852. 4. Auch Balti- 
more, J. Murphy, 1852. Diesem berichte ist angehängt des Dr. H. J. 
Anderson Geological Reconnaissance of part of the Holy Land. S. Robin- 
son 2, 552, van de Velde’s Mem. 11. Dies sind die wichtigen Schilderun- 
gen und berichte von der glorreichen nordamerikanischen forschungsreise 
nach dem Jordan und dem asphaltischen See, wodurch die kenntniss dieser 
gewässer und ihrer umgegend ausserordentlich bereichert wurde. 

1848. Der geistliche W. J. Woodcock in Melton Mowbray. Scrip- 
ture Lands : being a Visit to the Scenes of the Bible. By . . W. J. Wood- 
cock. London, Longman, 1849. 8. XII s., 1 bl., 318 s. Mit einem titel- 
bilde und kolorirten abbildungen. Belehrend. 

1848. Der geistliche Moses Margoliouth. A Pilgrimage to the Land 
of my Fathers. By . . Moses Margoliouth. London, R. Bentley, 1850. 
8. 2 voll. Beachtenswert!), namentlich wegen der jüdischen anschauungen 
und angaben. Im ganzen schrieb dieser reisegefährte Woodcock’s nicht genau. 

1848. Dr. Heinrich Thiele, hof- und domprediger zu Braunschweig. 

Jerusalem, seine Lage, seine heiligen Stätten, und seine Bewohner nach eige- 
ner Anschauung dargestellt. Halle, R. Mühlmann, 1861. 8. V1H u. 157 s. 
Einseitig und nicht gründlich; hier und da tautologie. 

1848. Die geborne Schweizerin, frau de Gasparin. Journal dun 
Voyage au Levant par TAuteur du Mariage au point de vue Chrttien. Paris, 
M. Ducloux (auch Genöve, Beroud), 1848. 8. I (La Gröce) 2 bll., VI s., 

1 bl., 341 s., II (L’figypte et la Nubie) 2 bll. u. 505 s., 1 bl., HI (Le Ddsert 
et la Syrie) 2 bll., 493 s., 1 bl. Das buch "ist tradizionsfeindlich , bibel- 
eiferig, pietistisch, dazu romanhaft und sehr leichtfertig geschrieben, im gan- 
zen unbedeutend. Wundern soll man sich, dass römische katholiken diese 
wissenschaftlich dürftige frau oder ihren gatten, den grafen de Gasparin, 
vorzugsweise zur Zielscheibe ihrer an griffe wählen. Solche gegner, wie das 
paar Gasparin, verdienen in der that nicht so viel aufmerksamkeit. Packen 
die tradizionsfreunde lieber den gründlichen Robinson; allein dieser ist in 
Frankreich wenig bekannt, und bezeichnend mag es sein,. dass des letztem 
Palästina von Vivien de St. -Martin in seinen Nouvelles Annales des Voya- 
ges, 1851, 77 sqq., kurz zwar angezeigt wurde, wozu aber die deutsche 
ausgabe herhalten musste. 

1848. Die lehrerin Maria Schuber aus Graz in Steiermark. Meine 
Pilgerreise über Rom, Griechenland und Egypten durch die Wüste nach Je- 
rusalem und zurück, vom 4. October 1847 bis 25. September 1848. Von 
Maria Schuber. Gratz, F. Ferstl, und Wien, Mechitaristen, 1850. 8. VHI s., 

2 bll., 508 s. Zum geringsten theile verwendbar. 

1848. Der jesuit Eugfene Bort. Question des Lieux Saints par 
Eugöne Bort. Paris, J. Lecoffre, 1850. 2 bll. / 75 s. Mit 2 plänen von 
kirchen. Ohne genügende historische kenntniss und leidenschaftlich,, doch 
nicht ohne belehrende notizen geschrieben. S. Topogr. 2, 476. 

1848 f. Der franziskaner Joseph Areso, missionar. Les Lieux 
Saints et les Missions que les Pfcres de la Terre-Sainte entretiennent en 

Tobler, Bibliographia. 12 



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178 



Palestine et ailleurs döcrits dans des lettres pieuses et instrnctives par . . 
Joseph Areso . . Paris, Poussielgue-Rusand, 1862. Kl. 8. 2 bll. , 331 s. 
Das buch erschien zuerst spanisch in der katholischen revue zu Barcelona. 
Es enthält belehrendes und übertriebenes. 

1848 und 1855. Der geborne schweizer ^Takob Mislin, infulirter 
abt von Santa Maria de Big in Ungarn. Les Saints Lieux. Pölerinage 
k Jerusalem, en passant par l’Autriche, la Hongrie, la Slavonie, les provinces 
danubiennes, Constantinople, l’Archipel, le Liban, la Syrie, Alexandrie, Malte, 
la Sicile et Marseille. Par M* r Mislin. Lyon et Paris, Guyot, 1852. 
Gr. 8. I 2 bll., iv u. 447 s., mit 3 tafeln, II 2 bll. u. 490 s., mit ansich- 
ten und 1 plan der grabkirche in Jerusalem. 2. auflage Paris, J. Lecoffre, 
~j“ 1858. Gr. 8. I 2 bll., xxxiii s., 1 bl. u. 595 s., mit 2 karten, II 2 bll. 
u. 612 s., mit 4 tafeln, III 2 bll. u. 548 s., mit 4 bll. karten, grundrisse 
und profile. Spanisch: La Tierra Santa . . Por Mr. Mislin. Traduccion 
Por M. A. Barcelona, Pons, 1852. 8. 2 voll. Nach Robledo (228) ist die 
Übersetzung mittelmässig. Italienisch : I Luoghi Santi. Milano, N. Battizzati, 
1858. 8. I 651, U 728 s. Auch in der Parola cattolica, 11., 12., 13., 
17., 18., 22., 23. u. 27. bändchen. Deutsch: Die heiligen Stätten. Pilger- 
reise nach Jerusalem durch Oesterreich . . den Libanon, Syrien, Alexandria 
. . Von Jokob Mislin. Regensburg, G. J. Manz, 1852 ff. 8. 4 voll. Mit 
1 titelstahlstiche. Auch in der Bibliothek für die reifere christliche Jugend. 
Der 2. theil bildet hier den 12. band. Die ausgabe bei Manz wurde, mei- 
nes erinnerns, vom Verfasser nicht anerkannt. Dann kam die neue bearbei- 
tung heraus : Die heiligen Orte. Pilgerreise nach Jerusalem von Wien nach 
Marseille durch Ungarn, Slavonien, die Donauftirstenthümer . ., von Mon- 
signor Mislin. (Naeh der zweiten Auflage des französischen Originales um- 
gearbeitete und vermehrte Ausgabe.) Mit vielen Karten und Plänen. Wien, 
Hof- und Staatsdruckerei , 1860. Gr. 8. I lii u. 659 s. , mit portrait u. 
3 tafeln, II 1 bl., 689 s., mit 6 tafeln, HI 1 bl. , 698 s. , mit 5 tafeln. 
Diese deutsche ausgabe, herrlich ausgestattet, weicht von der französischen 
Urschrift wenig ab. Sie erhielt einen zusatz, der mich angeht, und in wel- 
chem mit einer ungewöhnlichen leidenschaftlichkeit auf mich losgezogen wird. 
Ich werde, die evangelischen Vorschriften beherzigend, nicht mit gleicher 
waffe mich entgegenstellen, obschon man wol eher von einem laien erwar- 
tet, dass er der Streitlust die zügel schiessen lässt. Selbst dann würde ich 
den kampf vermeiden, wenn sich ein schicklicherer anlass darböte. Übrigens 
entfesselte sich Idislins kampfbegier auch gegen Alessandro Bassi in der 
schrift: La trös-sainte Yierge est-elle nöe ä Nazareth ou ä Jerusalem par 
M* r Mislin. Paris, J. Lecoffre, 1865. 8. 58 s. S. Gratz 628, Bassi 1 , 241, 
Petzholdt’s Anz. , 1861, 339. Die Schriften Mislins haben einen anhauch 
von Wissenschaftlichkeit und gewinnen durch vortrefflichen styl. Sie sind 
eine bedeutende, mehr aber noch eine bedeutsame erscheinung, und bringen 
eine masse merkwürdiger einzelheiten, ohne dass sie in höherem grade lehr- 
reich wären. Dies verschuldet die ganze anlage, die tendenz. Die bücher, 
so dickleibig sie erscheinen, tragen den Stempel des brochurenthums. Es 
gilt den kampf gegen die freiere richtung des Zeitgeistes. Beschreibung des 
landes tritt gleichsam in den hintergrund, sie bildet bloss den rahmen. Be- 
greiflich ist die partei, für welche der abt schreibt, ausserordentlich beflissen, 
seine werke in verschiedenen idiomen zu verbreiten. Solche bücher mögen 
auf eine gewisse frist aufsehen erregen, werden jedoch, wenn auch nicht in 



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nächster Zukunft, vom ströme der zeit so verwaschen und verrieben, dass 
nicht viel haltbares mehr übrig bleibt. 

1849. Der russe A. Umanetz. üota.jKa Ha CHHaif, cb npio6w,e- 
HieMB oTpuBKOBB o Erwirk h Cbhtoh 3eMjib. C. Üemep6. 1850. 2 t. 
bb 8 4. D. i. exkursiön auf den berg Sinai mit bruchstticken über Ägypten 
und Jerusalem. S. Noroff bei Daniel 216. Nach einem brief gilt das j. 1843. 

1849. Dr. Fr. Dieterici, professor in Berlin. Reisebilder aus dem 
Morgenlande. Von Fr. Dieterici. (Mit einer Kartenskizze.) Berlin, Wiegandt 
u. Grieben, 1853. 8. I xrv s., 2 bll., 339 s., II (Sinai, Petra, Palästina) 
3 bll., 376 s. Für Judäa unbedeutend. 

1849. K. Graul, direktor der evangelisch - lutherischen mission 
zu Leipzig. Reise nach Ostindien über Palästina und Egypten von Juli: 
1849 bis April 1853. Von K. Graul . . Leipzig, Dörfling u. Franke, 
1854. 8. 1 Palästina, mit einer Ansicht und einem Plane von Jerusalem 
und einer Karte des Heiligen Landes, XVI u. 310 s., H Reise durch Egyp- 
ten und nach dem Sinai, mit einer Ansicht und zwei Landkarten, XVI u. 
264 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 107 f. Ohne besondern werth. 

1849. Der graf Ch. de Fardieu. Excursion en Orient. L’figypte, 
le Mont Sinai, l’Arabie, la Palestine, la Syrie, le Liban. Par . . de Pardieu. 
Paris, Garnier, 1851. 8. 3 bll., 400 s. Es ist ein sehr gewöhnliches, im- 
merhin gut geschriebenes touristenbuch, aus welchem die Wissenschaft wenig 
nutzen ziehen kann. S. 3. Wander. 9. • 

1849. Der geistliche J. A. Spencer. The East, Sketches of Tra- 
vels in Egypt and the Holy Land. By . . J. A. Spencer. With Illustrations. 
London, J. Murray, 1850. 8. Auch New York 1850. Gr. 8. Die Schrift 
ist hauptsächlich nach Robinson, Williams und Schultz bearbeitet; die ar- 
tistische ausschmückung schlecht gerathen. 

*1849 f. Der arzt de Forest, M. D., Contributions to the Climatology 
of Palestine, in: Bibliotheca Sacra. New York, 1844, 2, 1 , 221 — 224. 
Principal Forbes, der 1857 (?) in Palästina war, schrieb: On the Clhnate 
of Palestine in Modern comparated to Ancient Times . . Enthalten in Pro- 
ceedings of the Royal Society of Edingburgh, 1861, 517 sq. Schon vor 
30 jahren machte professor Shourv in Kopenhagen beziehlich der palme und 
Weinrebe beobachtungen über das klima. S. Edinb. Journal of Science, 1826. 

1849 ff. Berton. Quatre annöes en Orient et Italie (en 1849, 1850, 
1851 et 1852). Par Berton. Paris 1860. 8. 2. ausgabe. Touristenarbeit. 

1850. Der prediger G. H. van Senden, doktor der theologie, zu 
Zwolle. Het Heilige Land of Mededeelingen uit eene Reis naar het Oosten, 
gedaan in de jaren 1849 en 1850, in gezelschap van hare Koninklijke Hoog- 
heid, de Prinses Marianne der Nederlanden, door G. H. van Senden. Go- 
rinchem, J. Noorduyn, 1851 — 52. 8. I xxxvi u. 387, II xxiv u. 360 s. 
Den 2. theil gab G. H. van Senden, prädikant zu Leur (na diens overlijden 
voortgezet en uitgegeven) heraus. Wegen des inmitten des druckes erfolgten 
todes wurde das werk nicht gänzlich nach plan zu ende gebracht. Deutsch : 
Das heilige Land oder Mittheilungen aus einer Reise nach* dem Morgenlande 
in den Jahren 1849. und 1850. . . voü G. H. van Senden . . Aus dem 
Holländischen von P. W. Quack. Stuttgart, Verein für religiös - sittliche 

12 * 



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Hebung des Volks. Sine anno. 8. Ich kenne nur die 1. Keferung. Vieles 
ist beachtenswerte 

1850. James Laird Patterson. Journal of a Tour in Egypt, Palestine, 
Syria, and Greece. By James Laird Patterson. London, C. Dolman, 1852. 8. 
Unbedeutend, mehr Streitschrift des neokatholiken 'gegen die Protestanten. 
Eine ausführliche besprechung in Jörgs historisch -politischen blättern. 

1850. Der architekt Felix Pigeory. Les Pölerins d’Orient Lettres 
artistiques et historiques sur un Voyage dans les provinces danubiennes 
la Turquie, la Syrie et la Palestine avec mission du Gouvernement par Fölix 
Pigeory . . Paris, E. Dentu, 1854. 8. 2 bll., XVIII u. 3 — 554 s. Der 
kopirte, doch sehr sauber ausgeführte plan von Jerusalem (s. 295) hat auf 
der Westseite des haram esch- scherlf die winkelzüge des englischen von 
Aldrich. Nicht gründlich. 

1850. Grumm, Reise von Petersburg nach dem heiligen Land. Aus 
der , Nordbiene’, 8. mai 1851, im , Ausland’, Cotta’s verlag, 1851, nr. 231 ff. 
Nicht besonders erheblich. 

1850. Der kapitän William Allen. The Dead Sea, a new Route 
to India: with other Fragments and Gleanings in the East. By . . William 
Allen. London, Longman, 1855. 8. 2 voll. Im 2. band wird Jerusalem 
behandelt. Beachtenswerth. 

1850. Der geistliche John Anderson. Wanderings in the Land of 
Israel and through the Wilderness of Sinai, in 1850 and 1851. "With an 
Account of the Inscriptions in Wady Mokatteb, or the written Valley. By . . 
John Anderson. Glasgow & London, W. Collins (1853). Kl. 8. 304 s. 

Mit einem titelbild. Der Verfasser traf auch mit ,Schifferle’ (186, 252) zu- 
sammen. Vgl. Scbiferle, 1. reise, 1, 147, 171, 173; 2, 1. Anspruchslos 
geschrieben; einiges belehrend. 

*1850 und 1857. Kaminsky. BocnoMHHamfl üa^OMHHKa. St. Peters- 
burg 1860. 8. D. i. erinnerungen eines pilgers. Noroff bei Daniel 2 1 6 und 
briefliche mittheilung aus S. Petersburg. 

1850 f. Edouard Delessert. Voyage aux Villes maudites Sodome — 
Gomorrhe — Seboim — Adamah — Zoar. Une nuit dans la Citd de Londres 
Une soiröe de hachich ä Jerusalem. Quatriöme Edition. Paris, librairie nou- 
x veile, Boulevard des italiens, 1857. Kl. 8. 2 bll., 281 s. Frühere ausgabe 
Paris, V. Lecou, 1853. Kl. 8. Mich um la traduction röservöe nicht be- 
kümmernd, übersetzte ich ein stück: Das Haschischrauchen und Haschisch- 
essen in Jerusalem, für das , Ausland’, Cotta’s verlag, 1865, nr. 19. In 
meinem exemplar fehlt die karte von de Saulcy, mit welchem er reiste. 
Sehr lebhaft, gut, theilweise frivol geschrieben, trotz dass der Verfasser sich 
an die tradizionen klammerte. 

1850 f. und 1863. Der Senator F. de Saulcy, mitglied des insti- 
tuts. 1. Voyagö autour de la Mer Morte et dans les Terres Bibliques 
exöcut 6 de döcembre 1850 ä avril 1851 par F. de Saulcy . . publiö sous 
les auspices du ministöre de l’instruction publique. Relation du Voyage. Paris, 
Gideet J.Baudry, 1853. Gr. 8. I 2 bll., 399, II 2 bll., 655 s. Im auszug: Voyage 
autour de la Mer Morte par F. de Saulcy. Paris, Pouget-Coulon, 1858. 12. 
I 224, II 219 s. Ein theil der Bibliothöque catholique de Voyages et de 
Romans. In diesem auszuge ist das mehr wissenschaftliche und die ver- 



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letzung einer tradizion sorgfältig vermieden. Englisch: Narrative of a Joumey 
round the Dead Sea and in the'Bible Lands. London 1853. 8. 2 voll. Auch 
London 1854. 8. 2 voll. — 2. Zu dem werke gehört ein atlas. Paris, Gide et 
Baudry, 1853. Kl.fol. Lithographien. Der atlas verdient studirt zu werden ; der 
hohe preis aber wird der ausnutzung bedeutend hinderlich sein. Es fehlt 
auch eine gehörige erklärung. — 3. La Syrie et la Palestine Examen cri- 
tique de Fouvrage de M. van de Velde par M. F. de Saulcy . . Paris, J. 
Rouvier, 1855. Gr. 8. 2 bll., 85 s. — 4. Histoire de l’Art Judalque tiröe 
des textes sacrös et profanes par F. de Saulcy . . Paris, Didier, 1858. 8. 
2 bll., V u. 425 s. — 5. Voyage en Terre Sainte par F. de Saulcy . . Paris, 
Didier, 1865. Gr. 8. I 2 bll., 410 s. u. I bl., II 2 bll. u. 355 s. Mit 
karten und eingedruckten holzschnitten. Es ersdiien auch eine volksausg. 
Souvenirs etc. Paris 1867. 12. 382 s. — 6. Les derniers jours de Jerusa- 
lem par F. de Saulcy. Paris, L. Hachette, 1866. Gr. 8. 3 bll., 448 s. 
Mit ansichten und plänen; nivellement de Jerusalem findet sich schon im 
werk 5 (2 , 38). — 7. Von den artikeln in Zeitschriften führe ich an : Deux 
villes des fivangiles. Beth- Saida et Caphernaoum. Revue archdologique, 
mars 1863, 166—183. S. Robinson 2, 553, Vivien de St.-Martin’s Annöe 
geographique (1863). Paris, L. Hachette, 1864. 8. 265. Vgl. Grässe’s 
Tres. 6, 275. Saulcy, des arabischen mehr oder minder kundig, legte in 
seinen werken manches schätzenswerthe nieder; er liefert aber auch viele 
beweise von seinen ungenügenden vorkenntnissen, litteraturkenntniss insbe- 
sondere, von seiner Selbstüberschätzung bis zur wahrheitverleugnenden eitel* 
keit. Aus dem neuen reisewerke, welches kein für Palästina sich mehr 
interessirender gelehrter unbenutzt lassen darf, erhellt, dass der sanguinische 
Schriftsteller entschieden fortschritte machte. Er verfuhr etwas vorsichtiger, 
doch nieht exakt genug. Verschwendung inurbaner, unwissenschaftlicher 
ausdrttcke und grosser geldsummen wird man dem akademiker wol nicht 
zum rühme anrechnen. Wir danken ihm, dass er in Frankreich so an- 
regend wirkte. 

1850 f. und 1863. Der abbö J. H. Michon. 1. Voyage religieux 
en Orient par . . J. H. Michon. Paris, Comon, 1853. 8. I xu, 308 u. 
28 s., mit 8 tafeln, II 2 bll., 393 u. 10 s. , mit grundrissen. Englisch: 
Narrative of a Religious Journey in the East. — 2. Solution nouvelle de 
la Question des Lieux Saints suivie d’une Notice sur la vöritable rose de 
Jöricho avec deux plans colorös de Föglise du Saint- Söpulcre Indiquant 
Mat de possession des communions chrdtiennes dans l’öglise du Saint- 
Söpulcre, avant et aprös l’incendie de 1808, par . . J. H. Michon. Paris, 
Comon, 1852. 16. 107 s. Der Verfasser der flugscbrift: La papautö ä 
Jerusalem, schreibt, wie schon dieser titel andeutet, in unabhängiger Stellung, 
glaubwürdiger als sein reisegenosse Saulcy, und in manchen dingen lehrreich. 

1850 f. und 1863. Saulcy’s reisegefahrte August Salzmann. Je- 
rusalem fitude et reproduction photographique des monuments de la Ville 
Sainte depuis Föpoque judalque jusqu’ä nos jours par Auguste Salzmann 
chargd, par le Ministöre de l’instruction publique, d’une mission scientifique 
en Orient. Paris, Gide et J. Baudry, 1856. Royalfol. Text 2 bll., 92 s. 
Mit vielen eingedruckten holzschnitten. Plancbes, ibi, 2 tomes. Der text 
verdient gelesen zu werden, und in dem grossen atlas ist das meiste sehr 
gut, anderes freilich auch schwdtz. Es wurde hauptsächlich, mit grund, auf 
jüdisches alterthum, dann auch auf die kirchen des mittelalters rücksicht 



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182 

genommen. Die Überschriften sind hier und da kühn, vielleicht sogar frech 
gewählt, z. b. aquädukt des Pontius Pilatus. Wegen des hohen preises 
von 1440 fr. (180 photographies de trfcs-grand format [24 ^centimfetres 
sur 34] . . publikes en 60 livraisons composäes chacune de trois planches. 
Chaque livraison 24 fr.) ist weislich dafür gesorgt, dass das prachtwerk 
in wenig hände gelange und wenig nutzen stifte. Aber auch die kleine 
ausgabe, 40 photographien, 16 c Ues . auf 22, jede von den 10 lieferungen 
zu 12 fr., ist immer noch theuer genug. Vgl. 3. Wander. 434. 

G. 1850. Maxime du Camp, tägypte Nubie Palestine et Syrie Dessins 
photographiques recueillis pendant les ann&s 1849, 1850 et 1851 accom- 
pagnds 'd’un texte explicatif et prec^d^s d’une introduction par Maxime du 
Camp chargd d’une mission arch&dogique en Orient par le Ministre de 
Tinstruction publique. Paris, Gide et J. Baudry, 1852. Gr. fol. 125 planches. 
Ein band ansichten und ein band text, kein solcher aber zu Palästina in 
dem exemplar, welches mir behändigt wurde. Einige stücke sind sehr in- 
teressant; das meiste aber erscheint zu schwärzlich, mehreres auch verkehrt, 
dass das, was rechts sein sollte, links ist. Wenigstens dieses werk ent- 
sprach nicht meiner erwartung von der photographie für bauwerke. Vgl. 
3. Wander. 432. 

C. 1850. George William Curtis. The Wanderer in Syria. Lon- 
don, R. Bentley, 1852. 8. VIII u. 348 8. In hoch geschwungenem, aber 
wenig auf reelles eingehendem styl. 

C. 1850. Nikl&ns Metmier. Un Voyage k Jerusalem et dans la Teure Sainte. 
Par J. Nicolas Meunier. Avelghem, J. B. Sehipman, 1854. 12. Ganz unbedeutend, ja 
zweifelhaft, ob Meunier wirklich die reise machte. 

C. 1850. Der freiherr Ed. von Callot. Der Orient und Europa. 
Erinnerungen und Reisebilder von Ed. von Callot. Leipzig, C. E. Kollmann, 
1854—55. 8. 10 theile. Mit dem bildnisse des Verfassers. Der 5. th., 5 
— 144, beschlägt Syrien und Palästina. Petzholdt, 1863, 108. Unbedeutend. 

*C. 1850. Der geistliche T. W. Aveling. Voices of manyWaters; 
or, Travels in the Lands of the Jordan, the Tiber, and the Nile. By . . 
T. W. Aveling. London 1855. 8. 

C. 1850. Ein ungenannter. (jjjOsSL * On the true Site of Cal- 

vary: with a restored plan of Jerusalem. In The Museum of Classical 
Antiquities, London, 1853, vol. 2, pp. 311 — 476. 8. Sehr umsichtig ge- 
schrieben. Vgl. van de Velde’s Mem. 13. 

1851. Joseph Francis Thrupp, vikar von Barrington.. Antient 
Jerusalem. A new Investigation into the History, Topography, and Plan of 
the City, Environs, and Temple: Designed principally to illustrate the Re- 
cords and Prophecies of Scripture. With Map, Plans, and other Illustrations. 
By Joseph Francis Thrupp . . Cambridge, Macmillan, 1855. Gr. 8. XII u. 
416 s. S. van de Velde’s Mem. 13. Das buch verräth fleissige forschung; 
indess sind ein paar archäologische bypothesen etwas wunderlich. Thrupp 
lieferte auch einen artikel über Ernmaus Lucm ins Journal of classical and 
sacred Philology, 1860, 262 — 267. S. Eftald’s Jahrb. der Bibi. Wissen- 
schaft, 1860-61, 180 f. 



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183 

1851. Der mail&nder Emilio Dandolo. Viaggio in Egitto, nel Sudan, 
in Siria ed in Palestina (1850 — 51) di Emilio Dandolo. Milano, C. Turati, 
1854. 8. 502 s. Mit 2 landk arten. Gut geschrieben, aber wenig neues 
darbietend. 

1851. Die fürstin Christina Trivulci di Belgiojoso. Asie- Mineure 
et Syrie. Souvenirs de Voyage. Paris 1858. Gr. 8. La vie intime et la 
vie nomade en Orient, in: Revue des deux Mondes, 1855, t. 11, p. 1201 sqq. 
Leichtfertig geschrieben; doch leuchten helle blicke durch. Man stellt sich 
die frage, wie es komme, dass so leichte waare in ein so angesehenes 
öffentliches organ übergehen konnte. 

1851. John Aiton, doktor der theologie. The Lands of tbe Messiah, 
Mahomet, and the Pope; as visited in 1851. By John Aiton . . London, 
A. Fullarton. 1852. 8. Die arbeit ist flüchtig; die ansicht von Jäfa (155) 
sehr schlecht. 

1851. Der franziskanerguardian Joseph Matzek, generalkommissär 
für das heil. Land in Wien, ln den Missions- Notizen (s. oben sub anno 
1846 ff.), 1851, 51—89; 1852, 45—120; 1854, 64—119. In müdem 
tone recht lehrreich geschrieben, von mehr werth als manches grosse 
pilgerbuch. 

1851. Der pfarrer Theodor Pütt. Skizzen einer Reise nach dem 
heiligen Land von Theodor Plitt. Karlsruhe, G. Braun, 1853. 8. 4 bll., 
132 s. Ein beitrag zur geschicbte der protestantischen gemeinde in Jeru- 
salem; sonst, trotz der hohen haltung, von wenig werth. 

1851. Der pfarrer E. W. Schulz in Mülheim. Reise in das gelobte 
Land von E. W. Schulz . . Mit dem Bildniss des Verfassers, einer Karte 
und 17 grösstentheils nach der Natur aufgenommenen Abbildungen. Zweite 
Auflage. Mülheim a. d. Ruhr, F. H. Nieten, 1853. 8. 2 bll., XVI u. 
240 s. Nach dem Vorworte scheint die 1. auflage im gleichen jahr erschie- 
nen zu sein. 3. verbesserte und vermehrte Auflage. Mülheim a. d. R., 
Nieten, 1855. 8. XXVIII u. 376 s., mit 21 tafeln. Auf dem umschlags- 
titel: Zweite Auflage. Billige Volksausgabe. '3. verbesserte und vermehrte 
auflage Duisburg 1855. 8. Holländisch nach der 3. ausgabe, Wyk bij 
Duurstede, Stramroode, 1853. 8. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 339. Breit 
und frömmlich, ohne sich um die Wahrheit, die aus nüchterner forschung 
hervorgeht, zu ängstigen. 

1851. Der pfarrer Friedrich Liebetrut zu Wittbrietzen. 1. Reise 
nach dem Morgenlande, insonderheit nach Jerusalem und dem heüigen Lande. 
Von Dr. Friedrich Liebetrut . . Mit einer Ansicht von Bethlehem und von Jeru- 
salem, einer Karte des heiligen Landes , und einem Grundriss der heü. Stadt 
Hamburg, rauh Haus, 1854. 8. I xii s., 1 bl., 328 s., H iv u. 272 s. 
— 2. Jerusalem, seine Vorzeit, Gegenwart und Zukunft in der Zeit und 
nach der Zeit, und des evangelischen Christen Stellung zu ihr . . von 
Friedrich Liebetrut. Berlin, W. Schultze, 1854. 8. 41 s. S. van de Vel- 
de’s Mem. 1 1 , Petermanns Mittheilungen aus Justus Perthes’ geogr. Anstalt, 
1856, 82 f., Petzholdt’s Anz., 1863, 108. Vgl. meine Planographie 19. 
Unbedeutend für Jerusalem. 

1851 f. Der bäckermeister Johann Hilber in Bruneck. Pilgerreise 
in das heilige Land in den Jahren 1851/52. Von Johann Hilber . . Bruneck, 
J. G. Mahl, 1853. 8. 111 s. Schlichte erzählung. 



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184 



1851 und 1856 f. Joseph Schiferle, pfarrer der diöcese Augsburg. 
1. Reise in das heilige Land, im Jahre 1851 unternommen und beschrieben 
von Joseph Schiferle . . Augsburg, K. Kollmann, 1852. 8. I vi u. 266 s., 
II xn, 418 u. 12 8. — 2. Zweite Pilgerreise nach Jerusalem und Rom in 
den Jahren 1856 und 1857 , unternommen und beschrieben von Joseph 
Schiferle . . Augsburg, K. Kollmann, 1858. 8. I 724, II 468 s. Mit einem 
bilde für jede der 8 lieferungen. Ans der ersten reisebeschreibung ist we- 
nig belehrung zu schöpfen. Übrigens spricht, trotz einiger gar zu derben 
ausfälle, die Persönlichkeit des Verfassers einigermassen an. Die zweite 
schrift lehrt, dass wiederholtes pilgern christlicher gesinnung keine höhere 
weihe ertheilt; sie zeichnet sich durch animosität gegen andersgläubige, zu- 
mal gegen die Protestanten aus. Diese animosität, welche bis an das ge- 
hässige streift, ist auch der hauptvorzug des buches. 

1851 und 1856 f. Pfarrer Theodor Fliedner, doktor der theologie, 
zu Kaiserswerth. Reisen in das heilige Land, nach Smyrna, Beirut, Con- 
stantinopel , Alexandrien und Cairo, in den Jahren 1851, 1856 und 1857, 
von Theodor Fliedner . . Kaiserswerth, zum Besten der Diakonissen -Anstalt 
(ohne angabe des jahres). 8. I : Reise mit 4 Diakonissen in das h. Land, nach 
Smyrna, Beirut und Constantinopel im Jahre 1851. Mit 71 Abbildungen, einem 
Plane von Jerusalem und einer Charte von Palästina und einem Theile Aegyp- 
tens. VIII u. 408 8. Der 2. theil, welcher wahrscheinlich die 2. reise ent- 
haltep sollte, ist mir nicht bekannt. Der 1. theil zeigt, dass der Verfasser 
mehr begeisterung für das christenthum und guten willen hat, als gelehrte 
kenntnisse. Ich weiss wol, dass menschen von Fliedners geistesrichtung alles, 
was nicht ins religiöse einschlägt, als nebensache betrachten. Sie mögen’s, 
und dennoch gehe ich nicht von der ansicht ab, dass die darstellungen 
fromm und wahr zu gleicher zeit sein können. 

1851 f. und 1862. Der holländische marinelieutenant C. W. M. 
van de Velde. 1. Reis door Syrie en Palestina in 1851 en 1852. Door 
C. W. M. van de Velde . . Met Ka arten en Platen. Utrecht, Kemink, 
1854. 8. I viii u. 334, II xvi u. 429 8. Englisch: Narrative of a Journey 
through Syria and Palestine in 1851 — 2. By C. W. M. van de Velde. 
Edinburgh and London 1854. 2 voll. Deutsch: Reise durch Syrien und 
Palästina in den Jahren 1851 und 1852 von C. W. M. van de Velde. Mit 
Karten und Bildern. (Aus dem Niederdeutschen übersetzt von K. Göbel.) 
Leipzig, T. 0. Weigel, 1855—56. 8. I vui u. 337 s., mit 3 tafeln, IIvin 
u. 422 s. mit 2 tafeln. — 2. Le Pays d’Israel Collection de cent vues 
prises d’apres nature dans la Syrie et la Palestine par C. W. M. van de 
Velde. Paris, J. Renouard, 1857 — 58. Gr. fol. 20 lieferungen, jede zu 
15 fr. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 340. Die lithograpbien sind im ganzen 
nicht übel, doch jene von Ulrich Halbreiter bei weitem nicht erreicht. Vie- 
les artet in croquis aus, und den genauen kenner befriedigt die touchemanier 
nicht, weil er schärfere linien möchte. Der text des reisebuches, der hier 
und da etwas verletzendes gegen andere glaubensgenossen (s. Gratz 628) 
hat und für manche zu oft an bibelstunden erinnert, bleibt sehr beachtens- 
werth. Man merkt ihm wol an, dass der ausgezeichnete kartograph bemüht 
war, die geographischen kenqtnisse von Syrien und Palästina ansehnlich zu 
erweitern. Beim überblick der kartenwerke komme ich auf den Verfasser 
noch einmal zurück. 



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185 



C. 1851. Der Chorherr J.-J. Bourassi oder vielmehr Jacques -Noel 
Leduc, weil er nach diesem, der Palästina zweimal besuchte, schrieb. La Terre 
Samte. Voyage dans PArabie Pötröe, la Judöe, la Samarie, la Galilöe et la 
Syrie. Par M. l’Abbö J. J. Bourassö. Tours, A. Marne, 1860. 8. Mit vielen, 
meist schlechten holzschnitten. Leichtgläubig und arrogant geschrieben. 

1 852. Bayard Taylor. Pictures of Palestine, Asia Minor . ., or, the Lands 
of the Saracen. By Bayard Taylor. London, S. Low, 1855. 8. Unbedeutend. 

1852. Der amerikaner J. Thomas, M. D. Travels in Egypt and 
Palestine. Philadelphia, Lippincott, 1853. 8. 1 bl., IX, 174 s. Mit titelbildern 
und 2 eingedruckten holzschnitten. Das büchlein gewährt nur wenig ausbeute. 

1852. Der abb6 Wonner, pfarrer in Metz. Journal de P&lerinage 
en Terre-Sainte. Par l’Abbö Wonner. Metz et Paris, J. Lecoffre, 1853. 
Kl. 8. S. de Hody’s Tombeaux (2. and.) 248. Unbedeutend; doch fliessend 
geschrieben. 

1852. J. Bottu de Limas. Six mois en Orient en 1851 et 1852 
par J. Bottu de Limas. Lyon, N. Scheuring, 1861. 8. VII u. 506 s. 
Das architektonische ziemlich sorgfältig beschrieben ; sonst viel Unwissenheit 
und Übertreibung. 

1852. Der geistliche Horatio B. Hacket lllustrations of Scripture: 
a Tour through the Holy Land. By . . Horatio B. Hacket. Boston 1855. 
8. Auch London, T. Nelson, 1857. 8. Nicht ohne fleiss geschrieben. 

1852. Eduard Ohnesorge, domhüfsprediger in Berlin. Der Zions- 
Pilger. Tagebuch auf der Reise nach Jerusalem von Eduard Ohnesorge . . 
Zunächst als Manuscript für Freunde gedruckt. Berlin, J. A. Wohlgemuth, 
1855. 8. x u. 613 s. In frömmelei getauchte deklamazionen bei abgang 
des erforderlichen exakten Wissens. 

1852 f. Hanmer L. Dupuis. The Holy Places; a Narrative of two 
years’ Residence in Jerusalem and Palestine. By Hanmer L. Depuis. With 
Notes on the dispersed Canaanite Tribes. By Joseph Dupuis . . London, 
Hurst, 1856. 8. I 3 blk, 305, Hl bl., 342 s. Mit 1 ansicht für jedes 
titelblatt. Ohne eigentlich wissenschaftlichen zweck für solche geschrieben, 
welche dem Protestantismus in Palästina Vorschub leisten wollen ; nicht ohne 
manche neue notizen. 

1852 und 1864. Der arzt Ch“. F. Zimpel, Dr. Philos. et Med. 
Neue örtliche topographische Beleuchtung der heiligen Weltstadt Jerusalem, 
mit besonderer Rücksicht auf die Leidenstage unseres Herrn J. C. und die 
Identität der h. Orte daselbst, nebst Anleitung zur bequemsten und billigsten 
Reise nach Jerusalem. Mit einem topographischen Plan von Jerusalem, basirt 
auf die neuesten Messungen englischer Marineofficiere , und den Geschichts- 
schreiber Flavius Josephus u. s. w. von Ch n \ F. Zimpel. Stuttgart, E. 
Schweizerbart, 1853. Gr. 8. IV, 123 8. — 2. Strassen - Verbindung des 
Mittelländischen mit dem Todten Meere und Damascus über Jerusalem mit 
Heranziehung von Bethlehem, Hebron, Tiberias, Nazareth &c. Mit einem 
Plane. Von Ch"v F. Zimpel. Frankfurt a. M., H. L. Brönner, 1865. 8. 
47 s. In der ersten schrift treibt Zimpel n^ Katharina Emmerich topo- 
graphie. T)as zu wissen genügt. Die reiseanleitung erscheint obsolet. Die 
strassenverbindung ist phantastiszh planirt und geschrieben. Die karte für 



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eine eisenbahn hat werthvollen Stoff. ' Meines Wissens, bewahrt Zimpel hand- 
schriftlich eine reise durch Palästina. 

C. 1852. Der abbö G. (Gros?) D. Jerusalem et la Terre-Sainte. 
Notes de Voyage, recueillies et mises* en ordre par l’Abbd G. D. Illustrations 
de Rouargue. Paris, Belin-Leprieur, s. a. Gr. 8. Schöner druck und stich, 
sonst aber von wenig werth. 

1853. H. Petermann, professor in Berlin. Reisen im Orient von 
H. Petermann. Mit einem Titelbild und einer Karte, entworfen von H. Kiepert. 
Leipzig, Veit, 1860 — 61. Gr. 8. I vih u. 409, II xrv u. 471 s. S. Petz- 
holdfs Anz., 1863, 108. Manches von interesse, einiges übertrieben und 
unrichtig aus mangel an Studien. 

1853. Alexander Ziegler in Dresden. Meine Reise im Orient. Von 
Alexander Ziegler. Leipzig, J. J. Weber, 1855. Kl. 8. I ixu. 415, II vn 
u. 341 s. Wenn man keine wissenschaftlichen resultate verlangt, so kann 
man sich mit dem buche leicht befreunden. 

1853. Louis finault, doktor der rechte, von Paris. La Terre- 
Sainte. Voyage des quarante P&lerins de 1853 par Louis finault. Avec une 
carte de la Palestine et le panorama de Jerusalem. Paris, L. Maison, 
1854. Gr. 12 . 4 bll., 424 s. Dieser feiner gebildete mann schreibt sehr 
fliessend und anziehend, aber weniges, das grösserer beachtung werth ist 

1S53. Der abbi Azais, almosenier am lyzeum zu Nimes. Pöleri- 
nage en Terre-Sainte par l’Abbö Azais . . Tun« des quarante Pölerins de 
1853. Paris, fit. Giraud; Nimes, L. Giraud, 1855. 8. XIII u. 376 s. Der 
abbe schreibt schön, aber leichtgläubig , im ton: ausser Rom und ausser 
Frankreich kein heil. Er gab auch mit C. Domergue von Beaucaire heraus : 
Journal d’un Voyage en Orient par l’Abbd Azais et C. Domergue (Avignon, 
F. Seguin, 1858. Gr. 12. XII u. 390 s.); allein diese schritt berührt das 
h. Land nicht mehr. 

* 1 853. Henri Bettencourt, doktor der rechte. Rapport sur le 
P&lerinage du mois d’Aoüt 1853, par Henri Bettencourt . . Paris 1854. S. 
Azais et Domergue 385. 

*1853. Der abbi Bargis, professör an der Sorbonne in Paris. 

Les Samaritains de Naplouse. fipisode d’un Pilerinage aux Lieux - Saints. 
Paris 1855. S. Azais et Dom. 385. 

*1853. Augustin Bonjour von Lydn. Les Notes d’un Pilerin. 
S. Azais XI. 

1 853. Der graf de Litourville von Paris. Jerusalem Notes de Voyage. 
Paris, Amyot, 1856. 12. 3 bll., 248 s. Der Verfasser schreibt sehr leicht- 
sinnig und in unbegreiflichem hasse gegen die akatholiken. 

1853. Louis Bunel, anwalt in Toulouse. Jerusalem la Cöte de 
Syrie et Constantinople en 1853 par Louis Bunel. Paris, Sagnier, 1854. 
Gr. 8. Mit dem Vortitel: Souvenirs d’Orient. vin u. 468 s. Der verfasöer 
ist ein blinder tradizionsgläubiger, etwas ungenau, so gut als ohne litteratur- 
kenntniss, sonst nicht überfromm, und bietet doch hier und da etwas brauch- 
bares. S. 3. Wander. 362. ^ 

*1853. Engine Bouiller, schloss Vanceney (Mayenne). LesLettres 
d’un Pilerin de Jerusalem. 8. Azais XI sq. 



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*1853. Joseph Leonhard Mayr veröffentlichte seine reisenotizen im 
Tirolerboten, jahrg. 1854. S. Kerschbaumer hinten 26, 2. auflage. 

*1853. Joseph Hubinger, stifltsherr zu S. Peter in Wien, veröffent- 
lichte seine reiseerlebnisse in einem , Nach trag zu den Pilgerbriefen’, welcher 
im österreichischen Volksfreund, 1853, in 3 abtheilungen erschien, und der 

1. auflage der Pilgerbriefe Kerschbaumers angeschlossen war. S. diesen, 

2. aufl., hinten 25. 

*1853. Professor Ernst Marinelli. Des Sängers Pilgerfahrt. Wien, 
Pichler, 1855. S. Kerschbaumer, 2. aufl., hinten 2 und 24. 

1853 und 1861. Der graf Melchior de Vogu6 in Paris, i. Les 
jfcglises de la Terre Sainte par . . Melchior de Vogüö. Paris, V. Didron, 
1860. 4. Vortitel: Fragments d’un Voyage en Orient 2 bll., 463 s. Mit 
plänen, ansichten und eingedruckten holzschnitten. Eine theilweise Ver- 
deutschung ohne nennung des Verfassers in C. F. L. Försters Allg. Bau- 
zeitung, 1863, 17 ff., 1864, 138 — 170. Mit Zeichnungen auf bl. 546 — 551. 
Vgl. meinen Theoderic. 151. — 2. Le Temple de Jerusalem Monographie 
du Haram -ech-chörif suivie d’un Essai sur la Topographie de la Ville 
Sainte. Paris 1864—65. Fol. Mit vielen tafeln. Der text findet sich zu 
billigem preise fast vollständig im Bulletin de l’Oeuvre des Pelerinages en 
Terre Sainte. Paris, Challamel, 1862, 120 — 150: Le Temple de Jerusalem. 
Wenigstens ist es die quintessenz, und in ermanglung des theuren buches 
mag der auszug vollkommen genügen. Ebenfalls bei d’Aquin 440 — 471. 
— 3. Die Fragments d’un Journal de Voyage en Orient Cötes de Ph&iicie, 
Paris 1855 (s. 3. Wander. 433) berühren eigentlich das h. Land nicht. 
Die artistische ansstattung der werke Vogüö’s ist von unschätzbarem werthe. 
Nicht nur die treue Zeichnung, sondern auch die saubere ausführung ver- 
dient alles lob. Es ist ein monumentum aere perennius. Weit schwächer 
erscheint der text. Wenn auch in herbeischaffung von materialien fleiss und 
Sorgfalt nicht verkannt werden können, so fehlt doch dem Verfasser ein un- 
befangener historischer blick. Es tritt zu sichtlich das bestreben hervor, 
je und immer die geschichtlichen angaben mit den heutigen Überlieferungen 
in einklang zu bringen. Verdienstlich ist auch die herausgabe eines latei- 
nischen und französischen anonymns, die zu den täglises einen anhang bil- 
den. Ich nehme hier anlass, es kräftig zu betonen, dass der französische 
hohe adel, wie kein anderer in der weit, in ausgezeichneter weise die auf- 
merksamkeit dem h. Lande zuwendete, als wenn die manen ihrer ahnen, 
der kreuzfahrer, sie dazu erweckt hätten. Auf der ehrenliste steht der 
herzog von Luynes, die grafen Chasseboeuf de Volney, de Forbin, de Mar- 
cellus, d’Estourmel, de Beugnot, de Bertou, de Vogüö, Adolph de Circourt; 
nicht zu gedenken der dii minores, der grafen de Pardieu, de Gasparin, de 
Lötourville, de Riant und des Vicomte de Chateaubriand. Und wer möchte, 
wer dürfte den grafen de l’Escalopier übergehen, dessen bibliotheca Palaestinm 
ausserordentlich viel schätze enthält und jetzt, wie es scheint, für das publi- 
cum beinahe verloren gehen soll? Nun aber liegt mir eine klage zugleich 
auf der zunge. Wie die gegenwärtige französische regirung werke über 
Palästina ausserordentlich luxuriös und splendid aüsstatten lässt, so thaten 
auch ein paar grafen, die zu wenig an ärmere gelehrte dachten, für das 
äussere zu viel. So wurden schätzbare werke , ausserordentlich vertheuert 
und ihre Verbreitung vielfach beschränkt. Dies gereicht aber weder einer 
regirung, noch den privaten zum rühme. Wenn sie gleichsam etwas monu- 



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mentales errichten wollen, so sorgen sie, fern von aller eitelkeit, doch gleich- 
zeitig auch für eine wolfeile ausgabe ohne pracht und prunk, um den rühm 
sich zu erwerben und zu sichern, dass es ihnen wirklich daran liegt, die 
grenzen der Wissenschaft zu erweitern, diese zu fördern. Praktisch und edel 
denkt der ehemalige russische minister von NorofF. Er lässt sich angelegen 
sein, die gelehrten mit seinem Daniel zu beschenken, auf dass seine arbeit 
nutzen stifte, und dieselben wissen ihm auch dank. 

1853 und 1862. Arthur Penrhyn Stanley, professor der kirchen- 
geschichte in Oxford. Sinai and Palestine in connection with their History. 
By Arthur Penrhyn Stanley. With Maps and Plans. London, J. Murray, 
1856. 8. 1860 erschien die 5. auflage, eine noch neuere 1866. Im fran- 
zösischen war unverdient eine ausführliche anzeige: Le Sinai et la Palestine 
döcrits dans le but d’en dclaircir l’histoire. Par M. Stanley . . Comte rendu 
par . . Adolphe de Circourt . . Extrait des Nouvelles Annales des Voyages. 
— Novembre et döcembre 1857. Paris, A. Bertrand, 1858. 8. 108 8. 
Das buch zeichnet sich durch allgemeine karakterbilder und durch Ver- 
gleichungen mit entfernter liegenden historischen und legendarischen gegen- 
ständen aus. Das weit hergeholte wird sich wahrscheinlich im auszuge für 
die schulen nicht finden: The Bible in the Holy Land. 1862. Auf der 
2. reise begleitete der Chorherr von Canterbury den prinzen von Wales nach 
Hebron, und schrieb auch über den besuch des dortigen haram, was mir 
unbekannt blieb. 

*C. 1853. Samuel J. Prince. Travels in Europe and the East; . . 
Palestine and Egypt. With Illustrations. New -York 1855. 8. 2 voll. 
Es sei flüchtige arbeit. 

C. 1853. C. Seifert. Reise von Deutschland nach Ungarn, Italien, 
'der Türkei, Klein -Asien, Syrien, Palästina, Aegypten, Griechenland, der 
Schweiz und Frankreich. Bearbeitet und herausgegeben von Seifert Dres- 
den, Selbstverlag, 1864. 8. IY u. 369 s. Mit 2 schlechten lithographien. 
Leichtfertiges von einem fechtbruder. 

1854. William Beamont, Esq. A Diary of a Journey to the East, 
in the autumn of 1854. By William Beamont . . London, Longman, 1856. 
8. I x s., I bl., 335, II 2 bll. , 332 s. Mit titelbildern. Die schritt ent- 
hält brauchbare notizen. 

1854. Benjamin Dorr, doktor der theologie. Notes in Egypt, the 
Holy Land . . By Benjamin Dorr. Philadelphia, J. B. Lippincott, 1856. 8. 
Einiges brauchbar. Norr ist unzweifelhaft bei Trübner verschrieben. 

1854. Robert Walter Stewart, doktor der theologie. The Tent 
and the Khan: a Journey to Sinai and Palestine. By Robert Walter 
Stewart . . With Map and Illustrations. Edinburgh, Oliphant; London, 
Hamilton, 1857. Gr. 8. XVI u. 528 s. Mit 17 abbildungen und l karte, 
Der Verfasser bringt manches interessante, doch ohne genügende kenntnisse, 
nicht einmal der englischen litteratur. 

1854. Der conservator Ramboux in Köln. Erinnerungen an die 
Pilgerfahrt nach Jerusalem. 1858 sind von dem werke in Köln 4 hefte 
erschienen, und es blieb, meines Wissens, bisher unvollständig. Die Zeich- 
nungen sind sehr zahlreich, aber fast nur croquis; selten detailzeichnung 
eines Ornaments. Die hefte enthalten wirklich manches frische und merk- 



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würdige, so darstellungen von stücken im alten mosaikboden za H. Kreaz. 
Aach ist vieles aas dem leben gegriffen, z. b. araber and araberinnen in 
ihren trachten. Text and Überschriften lassen wegen mangel gehöriger ge- 
nauigkeit vieles za wünschen übrig. Schade, wenn, wie der anschein vor- 
handen ist, nach dem erfolgten tode des künstlers, der viele kenntnisse mit 
grosser bescheidenheit verband, alles in Vergessenheit gerathen sollte. 

1854. Wilhelm Prisac, stiftsherr za Aachen. Pilgerreise in das 
heilige Land von Wilhelm Prisac . . Münster, Coppenrath, 1858. Kl. 8. IV 
u. 378 s. Lieblich erzählt, doch sehr wenig ausbeute gewährend. Er reiste 
mit Ramboox, dem französischen pilgerzuge sich anschliessend. 

1854. Der lehrer Ludwig Wilhelm Schweitzer von Basel. Ans 
dem Orient. Von L. W. Schweitzer. Basel, Schweighauser, 1858. Gr. 8. 
VII u. 379 s. 2. auflage (titelaasgabe) 1862. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 
108. Der Verfasser hatte den vortheil, das spanische gut zu verstehen, 
und demnach mit den spanischen minoriten, welchen die heimischen klänge, 
wenn schon aus fremdem, sogar häretischem munde, zugleich sehr angenehm 
waren, leichter verkehren zu können. Bei all* dem ist die Schrift eine nach- 
lässige touristenarbeit. 

1854. Katharina Tobin. Shadows of the East; or, slight sketches 
. . from Observations during a Tour in 1853 and 1854, in Egypt, Pa- 
lestine . . By Catherine Tobin. With Maps and Illustrations. London, Long- 
man, 1858. 8. Angenehme plauderei. 

1854 und 1857. Der geistliche J. L. Porter. A Handbook for 
Travellers in Syria and Palestine; including an Account of the Geography, 
History, Antiquities, and Inhabitants of these Countries, the Peninsula of 
Sinai, Edom, and the syrian Desert; with detailed descriptions of Jerusalem, 
Petra, Damascus, and Palmyra. Maps and Plans. London, J. Murray; 
Paris, Galignani, 1858. 8. lxvi u. 652 s., in 2 parts, wovon der 2. theil 
vorne 2 bll. hat. Im buch: The giant Cities of Bashan, and Syria’s Holy 
Places (London 1865) berührt der Verfasser, der auch: Five years in Da- 
mascus, schrieb, den todten See. Vgl. Robinson 2, 553, Vivien de St.- 
Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. Das handbuch ist vortrefflich. Ich darf 
übrigens wol sagen, dass, wenn der Verfasser meine werke nicht bloss an- 
geführt, sondern auch gelesen hätte, er im stände gewesen wäre, manches 
richtiger darzustellen. In der deutung der alterthümer ist der Verfasser zu 
verwegen. 

1854 bis (mit Unterbrechung) 1862. Der genieof&zier Ermete Pierotti 
aus Piemont. 1 . Plan de Iörusalem D : Ermete Pierotti Jng : n rilevö e 
disegnö nel 1855. S. 1. Die legende ist französisch geschrieben. Plan de 
Jerusalem ancienne et moderne par le Docteur Ermete Pierotti, Architecte- 
Ingönieur. Sine anno (1860 oder 1861) et loco. Mit wenig ausnahmen 
ist das gassennetz von 1855 nach Barclay’s plan korrigirt, mithin vielfach 
abgeändert. Um den plan herum stehen interessante pläne von kirchen, 
gräbern. — 2. Jerusalem explored being a Description of the Ancient and 
Modem City. With numerous Illustrations consisting of Views, Ground-plans, 
and Sections. By Ermete Pierotti. Translated by Thomas G. Bonney. 
London, Bell, 1864. 4. Vol. I text, vol. II abbildungen. — 3. Customs 
and Traditions, illustrating the Manners of the Ancient Hebrews. Translated 
by Th. G. Bonney. London 1864. 8. La Palestine actuelle dans ses rapports 



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avec la Palestine ancienne Produits — Moeurs — Coutumes — Legendes 
— Traditions, par le D r Ermete Pierotti . . dödiö k . . Napoleon III. Paris, 
J. Rothschild; Florence, Bocca; Turin, Milan, Naples, S. Pdtersbourg, Madrid, 
1865. 8. 4 bll., III u. 380 8. Über die pläne wurde das ungünstige ur- 
theil anderwärts gefällt. Es ist etwas ungemein peinliches, dass der leser oft 
nicht weiss, was er dem Verfasser glauben darf. Dieser, lange in Palästina 
sich aufhaltend, war in einer Stellung, die ihm erlaubt hätte, das zuver- 
lässigste zu erheben und mitzutheijen ; allein leider fehlte die gewissen haftig- 
keit, die gehörige achtung vor der Wahrheit und dem publicum, das er durch 
sein marktschreierisches wesen zu gewinnen hoffte. Immerhin enthält sowol 
Jerusalem explored, das theuer zu stehen kommt, als La Palestine actuelle 
einiges recht brauchbare. Letztere schrift scheint so verfasst worden zu sein, 
dass der autor eine gedruckte alte und neue geographie zur hand nahm, und 
dann einfach umarbeitete und mit seinen eignen Wahrnehmungen und beobach- 
tungen, wol meist nach der erinnerung, ausrüstete. Es thut weh, mann und 
werk so hart beurtheilen zu müssen. 

1854 und 1863. Viktor Guörin, professor in Paris. 1 . De ora Palästinas 
a promontorio Carmelo usque ad urbem Joppen pertinente Thesim propone- 
bat facultati litterum parisiensi V. Guörin. ^arisiis, A. Durand, 1856. 8. 
2 bll., 72 8. Mit 1 karte. — 2. Mission scientifique de Victor Guerin en 
Palestine. Rapports envoyös . . par Victor Gudrin, chargd d’une mission 
scientifique en Palestine. Paris, A. Bertrand, sine anno (1864). 8. 78 8. 
Mit 1 karte. Erschien auch in den Nouvelles annales de voyages, 1864, 
octobre et novembre. — 3. Artikel in Zeitschriften: Description des ruinea 
d’Ascalon, in Bulletin de la Sociötd de Göographie. Paris, 1857, 81 sqq. 
Auch in: L’Oeuvre des Pölerinages en Terre - Sainte, nr. 2, 75 sqq. Ferner 
Le Mont Thabor. Daselbst 1865, nr. 34, p. 11 — 19. Le Tombeau de 
Josuö. Note sur le Khirbet-Tibneh dans le massif d* Ephraim. Ebenda- 
selbst 1865, nr. 36, p. 254 — 263. S. van de Velde’s Notes on the Map 
of the Holy Land, Gotha 1863, 33, Vivien de St-Martin’s Annde gdogra- 
phique 1864, 135. Die these ist gründlich, der bericht noch skelett, doch 
interessant, aber zugleich ein beweis von ungenügender litteraturkenntniss. 
Auf den eignen rühm und die gloire franQaise wol bedacht nehmend, will 
der Verfasser eine menge alte Ortschaften mit ihren biblischen namen 
entdeckt haben. Die zahl werden andere , welche in der litteratur besser 
bewandert sind, bedeutend reduciren. Die beschreibung von Askalon hätte 
ich seiner zeit gerne benutzt, wäre sie mir nur früher bekannt gewesen. 

1854 und mehrere male, zuletzt 1860. Der feldpropst der französi- 
schen Krimarmee, pater de Damas. 1. En Orient Voyage au Sinai par 
. . P. de Damas. Paris, Putois-Crettö, 1864. (Bibliotheque St.-Germain 
Lectures morales et littöraires). 8. XXXV, 282 s., 2 bll. — 2. En Orient 
Voyage en Judöe par . . P. de Damas. Paris, Putois - Crettd , 1864. 8. 
2 bll., 372 s. u. 1 bl. Table. Die bücher sind angenehm, nicht tradizions- 
blind, aber nicht mit gehöriger Sorgfalt geschrieben; z. b. Abu Gorh für 
Abu Ghöch. Der verf. gibt auch Voyage biblique en T.-S. in jenem Oeuvre. 

*C. 1854. Fisher Howe. Travels in Greece, Turkey, and Palestine. 
New York 18o4. 8. S. Trübner 333. 

*C. 1854. Ülmile Gentil. Souvenirs d’Orient, 1856. S. Rignon, 
1861, 97. 



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*C. 1854. Der abbd Henri de Vanlchier. Lettres sur la Terre 
. 8ainte. Besan$on 1856. S. Rignon, 1861, 97. 

*185?. Moritz Mann. Podröi na Wschöd przez Mayrycego Manna. 
Krakdw 1854. Kl. 8. 3 voll. D. i. reise in den Orient. 8. NorofF bei 
Daniel 216. 

1855. Henry G. J. Clements. Reminiscences of Pilgrimage to the 
Holy Places of Palestine. Being the substance of three Lectures delivered 
on the subject . . By Henry G. J. Clements . . London and Oxford, Parker; 
Dublin, Curry; Sidmouth, Harvey, 1857. 8. Xis., 1 bl., 130 s. Mit an- 
sichten und 1 karte. Weniges brauchbar. 

1855. Professor Alban Stolz in Ereiburg. Besuch bei Sem, Cham 
und Japhet. Freiburg im Breisgau, Herder, 1857. Kl. 8. Zweite (wenig) 
erweiterte auflage das. 1858. 8. 542 s. Dritte auf!., um ein gutes stück 
vermehrt, das. 1864. Der Verfasser schreibt schön, geistvoll, witzig, selbst 
heissend und als aufgeklärter gläubiger katholik ; im ganzen nüchtern, doch 
nicht überall genau. Die Wissenschaft gewinnt dabei kaum etwas, das meiste 
Bühlerthal, dessen kirche der edle theolog die schriftarbeit als ein opfer 
darbringt. 

1855. Der repetitor Stephan Braun. Jerusalem. Bilder aus dem 
Orient und Erläuterungen der heiligen Geschichte von Stephan Braun . . 
Mit einer Ansicht der hl. Grabkirche. Freiburg im Breisgau, J. Dilger, 
1865. 8. 2 bll., 272 s. Nach sorgfältigen Studien gut geschrieben. 

1855. Der pfarrer Urban Loritz in Wien. Blätter aus dem Tage- 
buche meiner Pilgerreise in das heilige Land im Jahre 1855. Von P. Ur- 
ban Loritz* Zweite Auflage. Wien, Mechithariten , 1857. Gr. 8. 1 bl., 
174 s. Mit 1 titelbild und mehreren eingedruckten holzschnitten. Zuerst 
erschienen briefliche berichte an den österreichischen Volksfreund. Kersch- 
baumer hinten 28. Der Verfasser war Präsident der ersten österreichisch- 
deutschen pilgerkarawane. Den mehrertrag bestimmte er zur anschaffung 
von Schulbüchern im pfarrbezirke Schottenfeld. Die Schrift des immerhin 
gewandten Stylisten ist unbedeutend. 

1855. Der pfarrer Philipp Mayer in Rosenheim. Erinnerungen 
aus Jerusalem und Palästina. München, J. G. Weiss, 1858. Kl. 8. IV 
u. 469 s. Der Verfasser erzählt im nachtrock naiv und unterhaltend. Aus 
keiner schrift leuchtet klarer das leben und weben der ersten deutschen 
pilgerkarawane. Sonst unbedeutend. 

1855. Der pfarrer Johann Aloys Kaltner bei Salzburg. Die erste 
Deutsche Pilgerfahrt nach Jerusalem und Palästina. Salzburg, Oberer, 
1855. 12. 1 bl., VIII u. 206 s. Mit I plan und 1 ansicht. Raphael, 

der biblische Führer in’s heilige Land. Eine umfassende Beschreibung der 
ersten deutschen Pilgerfahrt nach Jerusalem und Palästina . . Von Johann 
Alois Kaltner . . Zweite, umgeänderte, dreifach vermehrte und mit einer 
Pilger -Bibel versehene Auflage. Mit einem Stahlstich. Schaffhausen, F. 
Hurter, 1860. XX u. 492 s. Auch mit l kleinen karte und 1 plan von 
Jerusalem. Die schrift verräth hier und da, z. b. am asphaltischen See, 
beim felsendom in Jerusalem eine Unwissenheit, welche kaum jemand bei 
einem wissenschaftlich gebildeten manne voraussetzen dürfte. 

1855. Der abbd Beeq, priester in der diözese Verdun. Journal 
et Impressions d’un Pölerin de Terre Sainte, au printemps de 1855, Par 



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l’Abbö Becq . . Nancy, Vagner, 1857. 12. Mit sehr wenig verändertem 
titel Nonveile Edition. Tours, A. Marne, 1862. Gr. 8. Mit dem Vortitel: 
Biblioth&que des öcoles chrötiennes approuvöe par M« r l’Archeveque de 
Tours. 2 bll., 236 s. Mit 1 tilelbild. Ungenau und phantastisch, vieles 
wie im lieber geschrieben. Der deutsche darf froh sein, dass, wie der an- 
schein lehrt, Beck nnd Wagner französisirt sind. 

1855—57. Der arzt James T. Barclay, M. D. , missionar in Je- 
rusalem. 1 . Jerusalem and Environs From actual and minute Survey 
completed on the spot -and shaded from a verified Model by J. T. Barclay 
and Sons 1856. Philadelphia, J. N. Rosenthal. Ein sehr grosser plan. — 
2. The City of the great King; or, Jerusalem as it was, as it is, and as 
it is to be. By J. T. Barclay . . Philadelphia, Challen; London, Trübner, 
sine anno (1857). Gr. 8. XXII, 1 bl. n. 43 — 627 s. Mit dem bildnisse des 
Verfassers, mit ansichten und eingedruckten holz schnitten, zum theil Plünde- 
rungen aus Bartlett und meiner Siloahquelle. Auf der Schattenseite erblicken 
wir mangel an einordnung des steifes, ungenügende kenntniss der sprachen, 
z. b. Lacus Patriarchi (329, statt Lacns Patriarch®), Piscina Gemilares (321), 
anima regnit (228), Unzuverlässigkeit in den historischen angaben, sein: 
mangelhafte bezeichnung literarischer quellen, viel zusammengewürfeltes pla- 
giat, hypotliesen sucht, dagegen auf der lichtseite manche genauere brauch- 
bare Untersuchungen und beobachtungen , so dass das buch stets einen ge- 
wissen werth sich sichern wird. Wenn amerikaner auf das sprachlich ge- 
lehrte beiwerk der europäer mit geringschätzig herabblicken, so ist dage- 
gen nicht viel einzuwenden ; nur sollen sie dann keine gelehrte werke schreiben 
wollen und dies eben den sprachzöpfen der alten weit überlassen. Die auf- 
führung einer reihe von illustrazionen ,nach eignen photographien gezeichnef, 
welche Barclay allerdings bei seinem dolmetscher, dem bekehrten juden Deniss, 
hätte finden können, aber lieber anderswo geplündert wurden, ist, denke ich, 
selbst nach amerikanischen begriffen etwas stark. Es schmerzt, wahrzuneh- 
men, wie ein Sendbote des evangeliums, ein mann, der gesandt ist, das reich 
der Wahrheit zu erweitern und der auch eine gar fromme feder führt, aus 
eitelkeit oder gewinnsucht sich mit der schände von lug und trug befleckt, 
oder doch diesen Schandflecken in seinem buche duldet. Hingegen ist der 
grundriss von Jerusalem eine originalarbeit, welche den ersten von Pierotti 
weitaus überbietet und rühmliche anerkennung verdient. Doch darf man 
behaupten, dass Barclay sich überschätzte mit den Worten (XVII) : nothing is 
hazarded in saying that the AuthoPs map is the only cocrect one in existence. 
S. meine Planography of Jerusalem 25 sq., 3. Wander. 335 f. 

1855—57. Die amerikanerin Sarah Barclay. Hadji in Syria; or, 
Three Years in Jerusalem. By Mrs. Sarah Barclay Johnson. Philadelphia, J. 
Challen, 1858. Kl. 8. 303 s. Sehr lebhafte und zugleich wahre Schilderungen 
von der tochter des arztes James T. Barclay. 

1855 ff. Die jungfrau Maria Elisa Rogers. Domestic Life in Pa- 
lestine. By Mary Eliza Rogers. London, Bell, 1862. 8. XII u. 416 8. 
Französisch: La vie domestique en Palestine. Paris 1865. 8. XII u. 

416 s. Die Verfasserin ist die Schwester des ehemaligen englischen konsu- 
latskanzlers in Jerusalem. Sie wirft wirklich beachtenswert!® blicke ins 
häusliche leben ; der titel enthält keine täuschung, was sonst so oft der fall. 
Ja das buch ist ausgezeichnet geschrieben — wahr. Die damen Finn, 
Barclay und Rogers bilden ein unverwelkliches kleeblatt von rühm. 



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193 



1855 ff. Der prenssische konsnl G. Rosen in Jerusalem. 1. Das 

Haram von Jerusalem und der Tempelplatz des Moria. Eine Untersuchung 
über die Indentität beider Stätten von G. Rosen . . Mit einer Terrainkarte 
von Jerusalem und drei architectonischen Zeichnungen von der Moschee El 
Borak, den Unterbauten des Gerichtshauses zu Jerusalem und des Teiches 
Obrak. Gotha, R. Besser, 1866. Gr. 8. 1 bl., 65 s. Mit 4 tafeln. — 
2. Artikel in Zeitschriften. Über das Thal und die Umgegend Hebrons, in 
der Zeitschrift der Deutschen morgenl.- Gesellschaft, 185s. 12. bd. Mit A 
karte. Topographisches aus Jerusalem. Daselbst, 1860, 605 — 620. Dazu 
ein plan. Die identität der tenne Aravna mit dem h. feigen im felsendom 
wird nachzu weisen gesucht im Wochenblatt der Johanniter- Ordens -Balley 
Brandenburg, 1860, nr. 12, Beil. Bibel und Josephus von Berggren, ange- 
zeigt als vorzüglich von Rosen in jener Zeitschrift, bd. 17, 736 ff. Monu- 
mentales aus Jerusalem. Im gleichen Wochenblatte, 1861, nr. 25, 26 (Bei- 
lage). Beiträge zur Urgeschichte vom h. Grabe zu Jerusalem. Ebendaselbst, 

1862, nr. 45 — 48. Aus dem Cartular der Kirche des h. Grabes. Das., 

1863, nr. 5 ff. Die Patriarchengruft zu Hebron, deren Besuch durch den 
Prinzen von Wales . . (und Rosen). In der Zeitschrift für Allgemeine Erd- 
kunde. Berlin 1863, 369 ff. Mit plan. Die älteste Beschreibung des 
christlichen Jerusalems, im gleichen Wochenblatt, 1863, 145 ff. Zur Geo- 
graphie Palästinas. Zeitsclir. für Allg. Erdk., sept. 1864, 213 — 231. Das 
palästinensische Felsengrab und seine Bedeutung für die formelle Ausbildung 
der christlichen Kirche. Ibidem 161 — 182. Jerusalem zur Zeit der Kreuz- 
fahrer. Im genannten Wochenblatt des Johanniter -Ordens, 1867, nr. 14, 
15 u. 16. Es ist wesentlich eine Übersetzung der Citez de lherusalem 
von Hugo Plagon, mit beachtenswerthen erläuterungen. Wenn ich noch 
auf die ausführliche abhandlung über Näbulus in ,Grenzboten’ aufmerksam 
mache, so will ich nicht verschweigen, dass wol noch andere aufsätze über- 
gangen wurden. Es ist etwas mühsam, alles zusammenzubringen, und es 
wäre daher gut, wenn der Verfasser das ganze geordnet und zusammenge- 
stellt herausgäbe. Die arbeiten Rosens sind ohne weiteres sehr beachten s- 
werth. Kenntniss der arabischen spräche, gelehrsamkeit überhaupt, ein 
längerer aufenthalt auf dem schauplatze der Untersuchungen und forschungen 
müssen zum voraus den leser für den Verfasser einnehmen. In der that 
auch hat man manches neu gefundene oder genauer erörterte ihm zu ver- 
danken. Indessen treiben ihn die hypothesen zu weit, was schon daraus 
erhellt, dass in der neuesten schrift die terränzeichnung nördlich von Zion 
verfehlt ist. Ich bemerke dies mit allem nachdruck, weil der leser gar 
leicht geneigt ist , dem manne zu folgen , der so viel jahre in der heiligen 
Stadt verbrachte, in der Voraussetzung, dass er in einem solchen punkte 
nicht irrte. Der nüchterne forscher wird sich hier und da zweimal besinnen, 
ehe er den pfad des kühnen Wanderers beschreitet. Rosens ton ist nicht 
derjenige Ritters und Robinsons. 

*C. 1855. Antonio Pasnello. Viaggio a Gerusalemme. Verona, 
Bennasuti, 1857. 8. Mit landkarten. S. Petermann’s Mittheilungen aus J. 
Perthes’ geogr. Anstalt, 1857, 492*. 

G. 1855. Der geistliche 8. C. Malan, vikar von Broadwindsor, 
Dorset. Magdala: A Day by the Sea of Galilee. By . . S. C. Malan. 
London, J. Masters; Oxford, Cambridge, Derby, sine anno. 12. 54 s. Be- 
thany. A Pilgrimage. London u. s. f. 12. 2 bll., 72 s. Liebliche büchlein. 

Tol>l«r, Bibliogr&phia. 13 



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194 



C. 1855. Der theologe Henry S. Osborn, professor der naturge- 
schichte in Salem. Palestine, Past and Present. By . . Henry S. Osbom. 
With original Illustrations and a new Map of Palestine. London, N. Trtib- 
ner, 1859. 8. Im gleichen jahre erschien eine wolfeile ausgabe : The Pilgrim 
in the Holy Land: or, Palestine, Past and Present. By Henry S. Osborn. 
London, J. Hogg, sine anno. Kl. 8. 1 bl., 316 s. Mit einem titelbild und 
mehreren nicht uninteressanten ansichten. Schade für das sehr schöne papier 
und den ebenso schönen druck des bei Trübner erschienenen theuren buches ; 
denn es enthält wenig frisches und gediegenes. Welche bildung sonst der 
Verfasser besitzt, ersieht man daraus, dass er Bo - osh , Avroon oder Abrün, 
Obeb für Abu Ghösh, Lätrün, El-Kubäb schreibt. Ich muss gestehen, dass 
ich gegen werke von amerikanern, wenn sie den gelehrten spielen wollen, 
mehr oder minder misstrauisch geworden bin. 

1856. Der dichter and arzt Ludwig August Frankl, M. D., in 
Wien. Nach Jerusalem! Von Ludwig August Frankl. Erster Theil. 
Griechenland, Kleinasien, Syrien. Leipzig, Baumgärtner, 1858. 8. IX u. 
441 s. Zweiter Theil. Palästina. VIII u. 516 s. Englisch: The Jews in 
the East. By the Rev. P. Beaton, M. A. Chaplain to the Forces. (From 
the German of Dr. Frankl.) London, Hurst and Blackett, 1859. 8. 2 voll. 
Ins Ebräische übersetzt von M. E. Stern. Wien, I. Knöpflmacher, 1860. 8. 
4 bll. , 506 s., 4 bll. Holländisch auszugsweise in: Nederlandsch Jaar- 

boekje, Haag, A. Belifante. Auch erschien eine leidenschaftlich gehaltene 
Streitschrift gegen den Verfasser: „Nach Jerusalem! Von Ludw. Aug. 
Frankl. Herausgegeben vom Institut zur Förderung der israelitischen Lite- 
ratur. Leipzig, Nies . . (Carl B. Lorck) 1858.” Vom jüdischen Stand- 
punkte beurtheilt von J. Aus dem Jeschurun. Ein Monatsblatt . . Leipzig, 
C. W. Vollrath, 1859. Gr. 8. 24 s. Nach Jerusalem. 3. Theil: Aus Egyp- 
ten. Wien, typogr. - literar. - artistische Anstalt, 1860, gr. 8., enthält im An- 
hang, 339 — 349, auch einiges aus Jerusalem. Ein sehr interessantes werk, 
welches in die jüdischen Verhältnisse hell hineinleuchtet, und nur von stock- 
juden angefeindet wurde, wie jener brochurenschreiber J. einer ist. 

1856. Der auditeur Th. E. Fetersen in Kopenhagen. Et Besög i 
Jerusalem og Omegn i Februar 1856. Af Th. E. Petersen . . Med en 
Plan af Jerusalem. Kjöbenhavn, G. E. C. Gad, 1857. Gr. 8. 1 bl., VH 
8., 1 bi., 163 8. Der mit der neuesten litteratur vertraute Verfasser geht 
besonnen auf Untersuchungen ein. 

1856. Horatius Bonar, doktor der theologie in Kelso. The Land 
of Promise: Notes of a Spring -Journey from Bersheba to Sidon. By Ho- 
ratius Bonar. Second Edition. London, J. Nisbet, 1858. 8. VIII u. 568 s. 
Mit ansichten und l karte. Er reiste mit Prime und seiner gemahlin. We- 
niges im buche bietet grösseres interesse ; doch ist einzelnes beachtenswerte 
Vom Verfasser erschien 1866: Days and Nights in the East; or, Illustrations 
of Bible Scenes. With Illustrations. London, Nisbet. 

1856. William C. Prime. Tent Life in the Holy Land. By William 
C. Prime . . London, S. Low; New York, Harper, 1857. 8. 498 s. Mit 
1 vogelansicht von Jerusalem, 1 plan der grabkirche| dort und mit wenigen 
ansichten. Der veifasser schreibt gut, lebendig, mit amerikanischem Selbst- 
vertrauen; seine Studien sind jedoch sehr beschränkt. 



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195 



1 856. Der domkapitular Joseph Strigl in Linz. Getreue und um- 
ständliche Beschreibung der zweiten österreichischen Pilgerfahrt nach Jeru- 
salem und Palästina im Jahre 1856. Vom gewesenen Präses dieser Gesell- 
schaft Joseph Strigl . . Zweite Auflage. Linz, 0. Haslinger, 1857. 12. 

X s., I bl., 260 8. Der bei Strigl wie bei Kaltner auffallende mangel an 
gehöriger Vorbereitung oder an erforderlichen kenntnissen gibt stoff zum 
nachdenken Uber das, was der hohe klerus in Österreich vom imprimatur 
fordert. 

1856. Dr. Johann B. Salfinger zu Gunskirchen. Die Fussstapfen 
unseres Herrn Jesu Christi. Besucht und beschrieben von einem deutschen 
Pilger im heiligen Lande, (Johann B. Salfinger.) Zweites Buch: Bethlehem. 
Zugleich für das christliche Volk ein Gebet- und Erbauungsbuch, enthaltend, 
nebst den Beschreibungen der heiligen Orte, Morgen-, Abend-, Mess-, 
Beicht-, Communion- und verschiedene andere Gebete und Lieder. Steyr, 

M. Haas, 1857. 12. IV u. 247 s. Mit 1 titelbild von Dr. Karl Riedlinger. 
Drittes Buch: Der Jordan und die Wüste. Das ganze besteht aus 12 
büchern; ich konnte jedoch nur diese 2 zu gesicht bekommen. Nazareth 
sei vergriffen. Unbedeutend, doch für römische katholiken ein gutes, wah- 
res pilgerbuch. 

*1856. Vallie. Souvenirs d’un P&lerinage ä Jerusalem; Aoüt et 
Septembre 1856. Le Mans, Mannoyer, 1859. 8. VIII, 140 s. 

*1856. Hovdnyi. Nehäny Höt a szent földön. 1856-ben. Wien, 
Schweiger, 1858. 8. 368 s. D. i. einige wochen im h. Lande im j. 1856. 

1856. Ein ungenannter. Sketches of a Tour in Egypt and Palestine, 
during the spring of 1856. London, J. Nisbet, 1857. Kl. 8. 4 bll., 

101 s. Unbedeutend. 

*1856. Ein ungenannter nordländer. Drei Monate im Orient. — 
Aegypten, Palästina, Syrien, Persien, Klein -Asien, Türkei . . Leipzig, Lorck, 
1860. 8. VI, 138 s. Gehört zu C. B. Lorck’s Eisenbahnbüchern. S. Petz- 
holdt’sAnz., 1863, 109. 

1856. Ein ungenannter. Pensieri e Riflessioni di un Pellegrino sulla 
Terra Santa e su Roma ossia pregi della Terra Santa, e la vigilia di S. 
Pietro in Roma contemplata dalla torre del Campidoglio nel 1856. Roma, 

G. A. Bertinelli, 1856. 12. Einiges lebhaft und belehrend dargestellt. 

C. 1856. Ein ungenannter. Guida del Pellegrino divoto in Terra -f« 
Santa. Roma, A. Bertinelli, 1856. 16. 235 s. Dies ist das leicht les- 
bare pilgerbüchlein, welches im kloster S. Salvator zu Jerusalem ausge- 
theilt wird. 

C. 1866. Der geistliche W. Bitchie in Berwick am Tweed. ’Azüba; 
or, the forsaken Land: a Description of a recent Visit to Palestine. Edin- 
burgh, Johnstone; London, Groombridge, 1856. 8. 504 s. Mit 1 karte. 
Theologische rhetorik. 

C. 1856. Miss Cubley, the Hills and Plains of Palestine. London 
1859. 4. Mit vielen abbildungen von Jerusalem und seiner Umgebung; meist 
steif, einiges, wie trachten, interessant. 

1856 f. Der geistliche Albert Augustus Isaacs in Bath. The 
Dead Sea: or, Notes and Observations made during a Journey to Palestine 

13* 



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196 



ui 1856 — 7, on M. de Saulcy’s supposed discovery of the Cities of the 
Plain. By . . Albert Augüstus Isaacs. London, Hatchard; Edinburgh, John- 
stone, 1857. 8. 2 bll., 100 s. — *2. A-Pictorial Tour in the Holy Land 
. . Illustrated from Photographs taken on the spot by the Author. Lon- 
don, Wertheim, 1862. Kl. 8. VII, 156 s. Manches belehrend, im kämpfe 
gegen die tradizionen, doch ohne gehörige Vorstudien geschrieben. 

1856—59. P. Girardy Saintine. Trois Ans en Judde par P. Gd- 
rardy Saintine. Paris, L. Hachette, 1860. 12.. 3 bll., 376 s. Mit 1 plan 
von Jerusalem. Einiges beachtens werth, anderes sehr einseitig. 

1857. Dr. Ämil Isambert, arzt. Collection des Guideß - Joanne. 16- 
ndraire descriptif, historique et archdologique de l’Orient par Adolphe Joanne 
et Emile Isambert. Ouvrage entidrement nouveau contenant Malte, la Grdce, 
la Turquie d’Europe, la Turquie d* Asie, la Syrie, la Palestine, l’Arabie 
Pdtrde, le Sinai et l’Egypte et accompagnd de 11 cartes et 19 plans. Paris, 
L. Hachette, 1861. 8. 2 bll., XLIV u. 1104 s. Das werk leidet an gar 
manchen Unrichtigkeiten und ist für Palästina nicht bedeutend, ob auch der 
Verfasser einen freiem Standpunkt einnimmt. Ein Vorläufer : Une visite au 
temple de Jerusalem et ä la mosqude d’Omar, erschien im Bulletin de la 
Socidtd de Gdographie, 1860, t. 19 p. 380. sqq. . . 

1857. Adolf Joanne. Voyage en Orient, par Adolphe Joanne. Ixelles 
les Bruxelles, Delevingue, 1859. 8. Unbedeutend. 

1857. Robert Buchanan, doktor der theologie. Notes of a clerical 
Furlough, spent chiefly in the Holy Land. With a Sketch of the Voyage 
out in the yacht^St. Ursula”. By Robert Buchanan . . London, Blackie, 
and Glasgow and Edinburgh, 1859. 8. XIV u. 9—437 s. Mit ansicht 
der Yacht und 1 kärtchen. Eine lebendige und anziehende beschreibung, 
der es nur an umfassender gründlichkeit fehlt. 

1857. Der ingenieur F. W. Conrad. Reizen naar de Landengte van 
Suez , Egypte , het Heilige Land , door F. W. Conrad. Met platen , kaart 
en portretten. Gravenhage, M. Nijhoff, 1858. 8. Der Verfasser sorgte 
bestens dafür , dass seine arbeit für unsereinen zu keinerlei benutzung 
sich eigne. 

1857. Dr. Peter Hatala, priester. Verzdrlapok a Szent Földre, 
vagyis tapasztaläsböl meritett tanäcsok az ut kezdetdre, folytatäsära s bevdg- 
zdsdre; az utba esö jelesebb helyek, nevezetessögek , s a szenthelyek leirä- 
säval A Magyar Zarändokok kedveört irta Hatala Pöter äldozär s hithirdetö 
a Sz. Földön. A sz. sir templomänak jegyzetekkel kisört alaprajzäval. 
Pest, J. Gyriän, 1857. 12. 120 s. Mit 1 plan der grabkirche in Jerusa- 
lem. D. i. wegführer ins h. Land u. s. w. Für die ungarischen pilger 
(in ungarischer spräche) verfasst von Petrus Hatala. Dieser hielt sich längere 
zeit in Bet Dschäla auf. Das büchlein ist eine reiseanleitung und kurze be- 
schreibung des h. Landes ohne jeden wissenschaftlichen Zuschnitt. Von ihm 
sind auch mittheilungen in der Zeitschrift von Köln: Das Heilige Land. 

*1857. Ein ungenannter. Un Pölerinage de marins en Terre Sainte. 
(Extrait d’un journal de bord.) In: Journal de Francfort politique et littö- 
raire, 1860, fol., nr. 91 — 99. S. Petzholdfs Anz., 1861, 341. 

.1857—59. Der gelehrte Emmanuel Guillaume Eey. 1. Voyage 



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197 



dans le Haouran et aux bords de la Mer Morte exdcutd pendant les an- 
nöes 1857 et 1858 par E. Guillaume Rey. Paris, Bertrand, sine anno. 8. 

Mit 1 atlas von 28 tafeln, gr. fol. (preis 84 fr.). — 2. fitude historique 
et topographique de la Tribn de Juda par E. G. Rey chargd d'une Mission 
en Orient par .. le Ministre . . Paris, A. Bertrand, sine anno (1863). 4. 

2 bll., 164 s. Mit karten und an sichten. Der typendruck ist unnöthig 
luxuriös. Manches brauchbar, anderes flüchtig, jedenfalls einer vom Staate 
unterstützten expedizion nicht würdig. 

1857 f. und 1864. Der achlossergeselle Oswald Mehnert aus 
Sachsen. Eines jungen Handwerkers Reisen in Europa, Asien und Afrika, 
gethan in den Jahren 1855 — 1865. Eine getreue Schilderung Dessen, was 
ich als Wanderer, italienischer Legionär und Missionszögling in Deutschland, 
der Schweiz . ., der Türkei, Anatolien, den Inseln Rhodus und Cypern, 
Syrien, Palästina mit Bethlehem, Nazareth, Jerusalem u. s. w. und dem 
Wunderlande Aegypten gesehen und erlebt. Von Oswald Mehnert . . Dres- 
den, Selbstverlag, 1865. Kl. 8. IV, 513 u. XI s. in 2 bänden. Mit der 
Photographie des Verfassers. Produkt eines etwas arbeitsscheuen, dann ar- 
beitsunfähigen handwerkers. 

1857 ff. Albert Rhodos, konsul der vereinigten Staaten in Jeru- 
salem. Jerusalem as it is by Albert Rhodes . . London, J. Maxwell, 
1865. 8. XII, 463 s. Das buch ist nicht geschrieben für die Wissenschaft, 
und die diplomaten lernen auch wenig. Neben interessanten details gibt der 
zum theil unwissende Verfasser ganz ordinäre witze zum besten und hält 
sich von Gehässigkeiten nicht ferne. Vgl. Vivien de St. -Martin’s Annde 
göographique 1865, 151. 

-•v 

1858. Der theologe Felix Bovet von Heuenburg. Voyage en Terre- 
Sainte par Fdlix Bovet. Deuxiöme fedition . . Neuchatel, L. Meyer, 1861. 8. 

2 bll., 475 s. Mit 1 karte und 1 plan von Jerusalem. III. fidit. revue et 
corrigde. Paris, Ldvy, 1862. Gr. 12. 2 bll., 420 s. Mit karten und plan. 
Holländisch: Reis door het Heilige Land. (Uit het Hoogduitsch). Leiden, 
Noothoven van Goor. 8. 2 voll. Deutsch : Reise ins gelobte Land. Aus dem 
Französischen nach der 4. Auflage übersetzt. Mit 2 (lithographirten) Karten. 
Zürich, Schulthess, 1866. Gr. 8. 2 bll., 352 s. mit 2 taf. Diese Über- 
setzung ist nicht treu. S. Petzholdt’s Anz. , 1863, 109, 1866, 255. Die 
kenntniss alter und neuer sprachen, auch der deutschen, kam dem Verfasser 
trefflich zu statten. Obgleich die schrift etwas flüchtig gearbeitet ist, so 
zieht sie doch, schon wegen der fliessenden und plastischen darstellung, un- 
widerstehlich an; auch ist des Verfassers streben unverkennbar, das ver- 
ständniss der bibel solchen, welche das land derselben nicht betreten, näher 
zu bringen. Der umstand, dass der Verfasser für die echtheit des h. gra- 
bes einsteht, bahnte dem buche auch den weg durch das katholische 
Frankreich. 

1858. Don Älv&ro Robledo, kaufmann. Diario de un Peregrfne en 4* 
Tierra Santa, por Don Älvaro Robledo, con un prölogo por Don Antonio 
de Trueba. Madrid, L. Lopez, 1863. Kl. 8. X, 232 s. Bescheiden und 
geniessbar. 

*1858. B. Mansuroffs H p&nocA&BHfje iiokjioiihhkh ist» II&jiecTffErk 
(die orthodöxen pilger in Palästina), 8., kann nicht zu den reisebeschreibun- 



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198 



gen Palästinas gezählt werden. Die schrift handelt davon, wie man lokalen 
übelständen abhelfen könne, und welche mittel anwendbar seien, um die 
russen zum besuche der heiligen orte zu bewegen, so wie um das leben der 
pilger in so fernem lande zu schützen. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche 
mittheilung. 

*1858. Der archimandrit Leonidas. 0. •leoiui/ja, ÖHBiuaro iepo- 
MOfiaxa OriTiiHoii nycTHHii, hmh* apxiiMan^piiTa lepyca^iiMCKoh Miiccin. 
Otpmbkh o lepycajint, d. i., bruchstücke über Jerusalem. S. Noroff bei 
Daniel 39 f., 216. S. sub anno 1864 s. 205. 

1858. Domkapitular Gottfried Strauss in Köln. Bericht über die 
deutsche Pilgerfahrt nach Palästina im Jahre 1858. Im Organ des Vereins 
vom h. Grab: Das heilige Land, 1858, 81 — 103. Lesenswerth. 

1858. Der benediktiner Adolf Kern, cooperator in Jeno. Reise 
in das heilige Land. (Im Jahre 1858.) Von P. Adolf Kern . . Die Hälfte 
des Reinertrages ist zum Besten des heiligen Grabes zu Jerusalem bestimmt. 
(Besonderer Abdruck aus dem ,Kath. Christ’.) Pest, G. Emich, 1861. 8. 
3 bll., 156 s. Aufrichtig, doch nicht alles fleissig und korrekt erzählt. 

1858. Der diakon J. H. Lorenzen zu Delve. Jerusalem. Beschrei- 
bung meiner Reise nach dem heiligen Lande im Jahre 1858. Von J. N. 
Lorenzen . . Mit einer Karte. Kiel, C. Schröder, 1859. 8. 462 s. Nur 
hingeworfene, doch lesbare touristenarbeit. Vgl. 3. Wander. 437. 

1858 und 1861. Fernand Schickler. Souvenirs de Voyage 1858 — 
1861 par Fernand Schickler. Paris, M. Lövy, 1863. Kl. 8. 3 bll., 390 s. 
Viv. de St. -Martin’s Annöe gtfographique 1863, 265. Etwas kritisch, doch 
oberflächlich und übertreibend. 

1859. Dr. Moritz Busch. 1. Die Türkei. Reisehandbuch für Ru- 
melien, die untere Donau, Anatolien, Syrien, Palästina, Rhodus und Cypern. 
Von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1860. 8. t bl., XXXV u. 286 s. 
Mit einigen Ansichten. Auch mit dem titel: Lloyd’s Illustrirte Reisebiblio- 
thek. 6. Band. Der Orient. III. Türkei. — 2. Eine Wallfahrt nach Jeru- 
salem. Bilder ohne Heiligenschein von Moritz Busch. Leipzig, F; W. 
Grunow, 1861. I 3 bll., 265, II 3 bll., 250 s. Eine titelausgabe als 
2. verbesserte auflage erschien 1863; nur im 2. bande von s. 225 an ist un- 
bedeutendes geändert. Vorläufig brachten ein bruchstück die , Grenzboten’ 
von Freytag und Jul. Schmidt, 18. jahrg., 1859, 3, 201 ff, 224 ff., 281 ff., 
326 ff., 361 ff., 423 ff., 460 ff., 493 ff. — 3. Bilder aus dem Orient. 
Nach der Natur gezeichnet von A. Löffler und mit beschreibendem Text be- 
gleitet von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1863 f. Fol. 2 bll., 108 8. 
Mit 32 Stahlstichen. Lieferung 6 — 12 enthält Palästina. Französisch: 
L’Orient pittoresque. Publication artistique . . Triest 1865. Fol. Das reise- 
handbuch ist ziemlich verlässlich ; doch steht es dem porterschen entschieden 
nach. Schade, dass die gut geschriebene, aber allzu sehr auf stylistischen 
effekt berechnete, die geschichte der russen zu Jerusalem^ in bemerkenswer- 
ther weise beleuchtende Wallfahrt so sehr an Übertreibungen leidet. Die 
Bilder sind sehr gut geschrieben und gezeichnet, ohne zweifei dem publicum, 
das man im äuge hatte, willkommen. Der mann der Wissenschaft wird 
letzteres im preise ziemlich, doch nicht übermässig hoch kommende buch kaum 
Aufschlägen. 



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1859. H. Scherer. Eine Oster -Reise ins heilige Land in Briefen an 
Freunde von H. Scherer. Frankfurt a. M., H. L. Brönner, 1860. 8. 2 bll., 
364 8. Wenn das buch gründlich, statt so liederlich, geschrieben wäre, und 
durch die blasirtheit nicht so sehr abstiesse, so verdiente es, des fliessenden 
styls wegen gelesen zn werden. 

1859. Die romanschriftsteilerin Frederike Bremer. Leben in der 
alten Welt. Tagebuch während eines vierjährigen Aufenthaltes im Süden und 
im Orient von Frederike Bremer. Aus dem Schwedischen. Leipzig, F. A. 
Brockhaus, 1862. Kl. 8. Palästina: VII 2 bll., 146, VIII 2 bll., 138, IX 
2 bll., 164, X 2 bll., 147 s. Englisch: Travels in the Holy Land. Trans- 
lated by Mary Howitt. London 1861. 8. 2 voll. 660 s. Französisch von 
der jungfrau R. du Puget: Abrögö des Voyages de Mlle. Bremer dans Tancien 
et le nouveau monde. Palestine et Turquie. Paris 1865. 16. 310 s. 
Anziehend, warm, farbenreich, einiges belehrend, aber ohne gründlichkeit, 
etwas leichtfertig aus dem blaustrumpfe geschrieben. 

1859. Der abbi Forot in Passy- Paris. Lettres d’un Pfclerin de la 
Terre Sainte k . . TEveque de Marseille par l’Abbd Forot . . Paris, P. Bru- 
net, sine anno. Kl. 8. VII, 544 s. Ein auszug mit betrachtungen von mir 
erschien in Peschers Ausland, Cotta’s Verlag, 1863, 294 — 299. Auch kam 
heraus : P&lerinage aux deux Jerusalem, ou abrdgd des Lettres d’un Pölerin 
de la Terre Sainte. Paris, Poussielgue-Rusand, 1862, 12. Manches brauch- 
bare, viel frommes, einiges fast frivol. 

* 1859. Berg. nyTeB 041 iTe.ii> no Iepyca*iiiMy h ero oKpecTHocnmMt, 
coCTaBiijn. H. B. C. üeinepß. 1863. 12. D. i. führer von Jerusalem. Noroff 
bei Daniel 217. 

*1859. Der furst Wolkonsky. SamiCKii nacojiBHHKa. S. Peters- 
burg 1860. 8. D. i. memorial eines gesandten. S. Noroff bei Daniel 216; 
briefliche mittheilung von S. Petersburg. 

*1859. Felix Gondek. Wspomnienia z Pielgerzymky do Ziemi 
Swietöj w roku 1859 odbytdj. Napisal ks. Feliks Gondek. W Bochni 
1860. 8. D. i. erinnerungen aus einer pilgerfahrt nach dem h. Lande. S. 
MayeFs katholische Litteraturzeitung, 1861, 303 f. 

1859. Reise dreier holländer. Pelgrimsreize naar het Heilige Land, 
gedaan in het jaar 1859 door P. M. S. pr., P. J. v. L. pr., J. H. v. G. 
Met platen. ’s Gravenhage, J. A. Frentrop, 1863. Gr. 8. 2 bll., VI, 470 s. 
mit 5 taf. Eine pilgerreisebeschreibnng vom gewöhnliehen schlage. Der 
Verfasser M. S., priester, bezeichnete selbst den Standpunkt also : Wy deden 
zulks omdat er in onze taal van Katholieke zyde sinds lanmen tijd niets 
over het H. Land werd geleverd , . . een . . pelgrimsboek . . , hetwelk in 
hunne taal aan hunne traditien regt liet weder varen (voorwoord). 

1859. Jakob Pammer von Traunstein. Reise nach Jerusalem und 
Rom, unternommen und beschrieben im Jahre 1859 von Jakob Pammer und 
überarbeitet von einem katholischen Geistlichen. Zweite verbesserte Auflage 
mit 4 Abbildungen. Traunstein, A. Miller, 1861. Kl. 8. 109 s. Das Vorwort 
zur 1. auflage wurde im September 1859 geschrieben. Eine römisch-katho- 
lische volksschrift beiläufig mit Übertreibung. 

1859. Der arzt W. Mason Turner, M. D. El-Khuds, the Holy; or, 



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200 



Glimpses in the Orient. By W. Mason Turner . . Philadelphia, J. Ch allen, 
1861. 8. Stelle man sich einen etwas schmächtigen beflissenen der medizin 
vor, der seine füsse auf den sessel oder tisch absetzt und an den finger- 
nägeln herumkäut, er ist Mason Turner. Das buch ist eine art humbug, 
ohne wissenschaftlichen werth. Wie wenig der abenteurer sich zu einem 
topographen eigne, geht schon daraus hervor, dass er von der wohnung 
Denisa’ auf Unterzion zum preussiscben hospiz erst in 1 bis 2 stunden den 
weg fand. 

C. 1859. William Hepworth Dixon. The Holy Land. By William 
Hepworth Dixon. With illustrations. London, Chapman and Hall, 1864. 8. * 

2 voll., XXXVI, 679 s. 2nd edit. 1866. 8. Auch eine wolfeile Copyright 
Edition. Leipzig, B. Tauchnitz, 1865. Kl. 8. I xvi, 272, II xvi, 275 s. 
Ohne illustrazionen. Die 2 bände bilden vol. 797 und 798 der tauch- 
nitzischen Collection of british Authors. Sehr lebendige darstellung, die 

# einem romanschreiber ehre ✓ machen würde. Gelehrte Sachen, gelegentlich 
eingestreut, sind eben nicht erheblich. 

*C. 1859. Joh. Rep. Stöger’ s Pilgerreise. Regensburg, Manz, 1861. 
VIH, 475 s. S. C. G. Kayser’s vollständiges Bücher -Lexicon (Leipz. 1866) 
16, 418". 

1860. Dr. A. Lionnet, prediger. Kreuz und Halbmond. Pilger- 
blicke aus einer Reise durch das Morgenland von A. Lionnet. Berlin, F. 
Schneider, 1860. 8. 4 bll., 206 s. Absprechend und unkritisch. Derselbe 
gab auch einen guten Bibel -Atlas in mehreren ausgaben von 1847 bis 
1859 heraus. 

1860. Gustav Emannel Beskow, vikar in Stockholm. Reiseminnen 
frän Egypten, Sinai och Palestina, 1859 — 60. Af Gustaf Emanuel Beskow . . 
Med 15plancher. Andra upplagan. Stockholm, A. L. Norman, 18GL Kl. 8. 

3 bll., 431 s. 5. aufl. 1867. Schade, dass diese sehr ausgedehnte Pilger- 
fahrt, auch nach weniger besuchten Stätten, wie nach Böt Dschibrin, in wis- 
senschaftlicher beziehung so leer ausgeht. 

*C. 1860. L. M. M. Chassagnet, Journal d’une excursion en Palestine. 
Nancy 1862. 12. Es wurden nur 62 exemplare abgezogen. 

„ *C. 1860. Episode religieuse ou Pölerinage de 40 officiers frangais 
ä Jerusalem. 32 mo . 64 s. 

*C. 1860. Gendry (Abbö), Les Stations de la voie douloureuse, Sou- 
venirs d’un pölerin. Paris, Tolra et Haton. 12. 

* 

1860 f. Professor Ernst Renan in Paris. 1. Vie de Jösus par Ernest 
Renan . . Berlin J. Springer, 1863. 8. Mit dem Vortitel: Histoire des ori- 
gines du Christianisme. Livre premier. 3 bll., XLn u. 327 s. Im fran- 
zösischen gibt es mehrere auflagen. Das buch wurde auch ins deutsche, 
englische, italienische und in andere sprachen übersetzt, und fand eine ausser- 
ordentliche Verbreitung. Kaum fallen hier in betracht die später veröffent- 
lichten Apötres, deutsch: Die Apostel. Leipzig, Brockhaus; Paris, Lövy, 
1866. 8. — 2. Mission de Phönicie, par Ern. Renan. Paris 1864. Gr. 4., 
text und tafeln. Auch E. Lockroy , welcher Renan begleitete, verfasste einen 
bericht über die Mission de M. Ern. Renan en Phönicie in : Tour du Monde, 



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janv. 1863, 33 — 64. S. Vivien de St-Maftin’s Annee gdogr. 1863, 264, 
und 1864, 135. Zu Renan’s bericht gehört eine karte. Das Leben Jesu 
enthält archäologische und geographische notizen vom h. Lande; die Schil- 
derungen einiger partien desselben werden wegen der unnachahmlichen treue 
und der warmen färben höchlich gerühmt. Ich kann in den chorus nicht 
einstimmen. Obschon der Verfasser von der französischen litteratur sich eman- 
zipirt hat, so schreibt er dennoch in der leichten, dabei allerdings gewinnen- 
den manier der franzosen, und es fehlt die vielseitige auffassung und durch- 
dringung, eine durchgehends nüchterne und gründliche prüfung des gegen- 
ständes. Der geograph lernt von ihm wenig neues und wird durch einiges 
irrthttmliche unangenehm berührt. Der leser schwebt manchmal in der wider- 
lichen läge, in der er errathen soll, was beim Verfasser Wirklichkeit oder 
vermuthung sei. Über die alten jüdischen gräber schreibt derselbe so ober- 
flächlich als möglich. 

1860 f. Der französische kriegszahlmeister Ernst Louet. Expe- 
dition de Syrie Beyrouth le Liban — Jerusalem 1860 — 1861. Notes et 
Souvenirs par Ernest Louet . . Paris, Amyot, 1862. 8. 2 bll. , 403 s., 

2 bll. Für den französischen feldzug nach Syrien beachtenswerth, sonst meist 
leichtfertiges geschreibsel. 

*C. 1860. James Hamilton. The Mount of Olives, and a Morning 
beeide the Lake of Galilee. London 1863. 8. 320 s. S. Vivien de St.- 
Martin’s Annöe göogr. 1863, 265. 

*C. 1860. John Brocklebank, Continental and Oriental Travels; 
With Biblical Elucidations and Historical Notes. London (?) 1865. Das 
buch umfasse Palästina und Syrien. 

C. 1860. S. Smith, vikar von Lois Weedon. 1. What I saw in 
Syria, Palestine, and Greece. A Narrative from the Pulpit. By S. Smith 
. . London, Longman, 1864. 8. XI, 271 s. Mit 2 karten und plänen. — 

2. The Temple and the Sepulchre by S. Smith . . London, Longman 1865. 

8. X, 79 8. Mit grundrissen. Ersteres ist eine reise nach Palästina in 
predigten, letzteres, wenn auch gelehrt, doch einseitig für Fergusson. 

*1861. Georg Sandie. Horeb and Jerusalem by George Sandie. 

Edinburgh, Edmonston, 1864. Gr. 8. XV, 417 s. mit 9 taf. Petzholdt’s 
Anz., 1866, 256. 

1861. Valdemar Schmidt, kandidat der theologie. Reise i Grseken- 
land, AEgypten og det heilige Land ved Valdemar Schmidt . . Kjöbenhavn, # 
F. W öldikes, 1863. Gr. 8. 2 bll., 450 s. u. 1 bl. Manches unrichtiger 
abklatsch, doch im ganzen nicht ungeeignet zum lesen. 

1861. Louis Deville. Une Semaine Sainte ä Jerusalem. Paris, E. 
Dentu, 1863. 12. 2 bll., 145 s. Wahrheit und dichtung; leicht, doch an- 
genehm geschrieben. 

1861. Dr. L. Beinke, dozent in Münster. Aus dem Orient. Von 
L. Reinke. Münster, Theissing, 1864. 12. 340 s. Sehr gut stylisirt, viel 
deklamatorische tautologie, dem inhalte nach unbedeutend. 

1862. Der marineoffizier A. L. Mansell. Coast Survey of Palestine. 

A surveying Trip through the Holy Land. In: Nautical Magazine, oct. 



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202 



1862, 505 — 508; janv. 1863, 36 — 40. S. Yivien de SL-Martin’s Annöe 
göogr. 1863, 265, Peschel’s Ausland, Cotta’s Verlag, jahrg. 1865, 322. ~ 

1862. Der rechtsgelehrte Thomas Lewin. 1. Jerusalem A Sketch 

of the City and Temple from the earliest times to the siege by Titus by 
Thomas Lewin. London, Longman, 1861. 8. XII s., 2 bll., 275 s. Mit 
1 plan von Jerusalem. — 2. The Siege of Jerusalem by Titus. With the 
Journal of a recent Visit to the Holy City, and a general Sketch of the 
Topography of Jerusalem from the earlest times down to the Siege. By 
Thomas LeWin . . London, Longman, 1863. 8. XVI, 499 s. Mit grund- 
rissen. Fleissige arbeiten, doch eigne beobachtungen selten, mehr bypothesen. 

1862. Der geistliche Fergus Ferguson. Sacred Scenes; or, Notes 
of Travel in Egypt and the Holy Land. By . . F. Fergusson. Glasgow, 
Adamson; London, Jackson; Edinburgh, Nimmo, 1864. 8. 400 s. Für das 
grössere publicum geschrieben. 

1862. Lion Yerhaeghe. Voyage en Orient par Lion Verhaeghe 1862 
— 1863. Paris, A. Lacroix, 1865. 8. 484 s. Hell geschrieben, doch un- 
bedeutend. 

* 1862. M. N. Dochturoff. üotaAKa hü Boctok'b M. H. ^oxTypona. 
S. Petersburg 1863. 8. D. i. Wanderung in den Orient. Dochturoff reiste 
auf kaiserlichen befehl nach Arabien, um Zuchtpferde anzukaufen. Die be- 
schreibung Jerusalems und der umgegend füfit 20 seiten (2 10 — 229). Über 
Mesopotamien finde man einiges neue. S. Noroff bei Daniel 217; briefliche 
mittheilung aus S. Petersburg. 

1862. Chr. Cooke. A Journey due East being the Journal of a five 
Month’s Trip to Lower Egypt, Palestine, and Turkey, in the winter of 
1862 — 3, returning by Athens and Rome to London. With Maps and 
Illustrations. By Chr. Cooke. London, Hall, 1864. 8. XXVII, 278 s. 
Mit 1 karte. Flüchtig geschrieben. 

*C. 1862. Boisnard, le Tombeau du Sauveur, P&lerinage aux Saints 
Lieux. Paris 1864. 12. 

C. 1862. Lion Faul. Journal de Voyage, Italie — figypte — Judie 
— Samarie — Galilie — Syrie — Taurus Cilicien — Archipel grec par 
Lion Paul. Paris, Librairie fran^aise, 1865. Kl. 8. Der Protestant schreibt 

nicht wissenschaftlich. 

% 

*C. 1862. Der geistliche John Mills. Three Months Residence at 
Nablus, and an Account of the Modern Samaritans. London, Murray, 
1864. 8. XII, 335 s. Wird im Athenseum günstig beurtheilt. Der Ver- 
fasser scheint von Rosens arbeiten keine kenntniss gehabt zu haben. 

1863. Der Zürcher Konrad Furrer, pfarrer. Wanderungen durch 
Palästina von Konrad Furrer. Mit einer Ansicht und einem Plan von Je- 
rusalem nebst einer Karte von Palästina. Zürich, Orell, 1865. Gr. 8. XII, 
414 s. S. Vivien de Saint -Martin’s Annie giogr. 1865, 150. Manches 
neue, viel frisches. Der Verfasser, dessen fusswanderungen wegen der schö- 
nen resultate andere männer von kraft und entschlossenheit zur nachahmung 
ermuntern dürften, ist besonders bemüht, die bibel durch den gegenwärtigen 
befund zu beleuchten. 



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203 



1863. Der abbA Laurent de Saint -Aignan. La Terre Sainte De- 
scription lopographique, historiqne et archeologique de tous les lieux cölöbres 
de la Palestine avec cartes, plans et gravure . . Paris, C. Dillet; Orleans, 
Blanchard, 1864. Gr. 8. XI, 467 s. Mit 1 plan von Jerusalem, der dor- 
tigen grabkirche, des kreuzweges und mit l karte. Das buch legt das 
zeugniss ab, dass die französische pilgerlitteratur zu ihrem vortheile fort- - 
schritte macht. 

♦C. 1863. Fran Beke. Jacob’s Flight; or, a Pilgrimage to Haran, 
and thence in the Patriarch’s footsteps into the Promised Land. With an 
Introduction and a Map by Dr. Beke. London 1865. Kl. 8. XII, 360 s. 
8. Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 152. 

*C. 1863. Ein ungenannter. Wanderings over Bible Lands and 
Sea . . New Edition. With photographic Views, Map and Panorama of 
Jerusalem. London 1865. 

*C. 1863. L. Gabryel. Danube, Nil e£ Jourdain, Souvenirs de Vo- 
yage. Paris, Dentu, 1865. Wird in The Saturday Review, 1865, 388", 
eher gerühmt. 

♦C. 1863. Mrs. Mentor Mott, Stones of Palestine. Notes of a 
Ramble through the Holy Land. Illustrated with Photographs. London, 
Seeleys, 1865. 4. VIII, 88 s. 

*C. 1863. FrAdAric Poiret. Mon Voyage en Orient, figypte, Lieux 
Saints . . Paris 1865. 8. 

1863 f. Der geistliche H. B. Tristram. The Land of Israel; a 
Journal of Travels in Palestine, undertaken with special reference to its 
Physical Character. By H. B. Tristram . . Published under the Direction 
of the Committee of general Literature and Education appointed by the 
Society for promoting Christian Knowledge. London, Society for promot . ., 
1865. Gr. 8. XX, 651 s. Mit karten, ansichten in separaten blättern und 
mit eingedruckten holz schnitten. S. Vivien de St.-Marlin’s Annöe göogr. 
1865, 150. Er veröffentlichte desgleichen einen bericht über die vögel und 
mollusken und Dr. Günther einen über die reptilien und fische. Eine 
synopBis der flora und fauna steht in aussicht. Tristram w'ar auch mehrere 
jahre früher in Jerusalem. Sein werk ist für die naturgeschichte Palästi- 
nas unentbehrlich. 

*1864. ThAodoric Paul Joseph d* Albert, herzog de Luynes. Dieser 
hochsinnige freund der Wissenschaften veranstaltete bekanntlich eine expe- 
dizion nach Palästina, die sich besonders die aufgabe stellte, den todten 
See, seinen berggürtel und die wüste Arabah in beziehung auf hebung und 
Senkung des bodens genauer zu erforschen, wozu ihm namentlich die ge- 
lehrten Vignes und Lartet behilflich waren. Von Luynes ist bisher wenig 
bekannt geworden. Note sur* le voyage de M. le duc de Luynes en Pa- 
lestine, im Bulletin de la SociötA de Göogr., nov. 1864, 392 — 396. S. 
Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. 

* 1 864. Der marinelieutenant L. Vignes. Extrait des Notes d’un 
voyage d’exploration k la mer Morte, dans le Wady Arabah, sur la rive 
gauche du Jourdain et dans le dösert de Palmyre. Publiö sous les auspices 



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204 



de M. le duc de Luynes. Paris 1865. Gr. 4. 79 s. 8. Vivien de 8t.- 
Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. 

*1864. Der naturforscher L. Lartet. Note sar la Formation da 
bassin de la mer Morte et sur les changemen ts survenas dans le niveau de 
ce lac. ln den Comptes rendus de l’Acaddmie des Sciences, avril 1865, 
796 sq. S. Vivien de St. -Martin a. a. o. 

1864. Der bankenner James Fergusson in London. 1. An Essay 
on the ancient Topography of Jerusalem, with restored Plans of the Temple, &c., 
and Plans, Sections, and Details of the Church built by Constantine the 
Great over the Holy Sepulchre, now known as the Mosque of Omar, And 
other lllustrations. By James Fergnsson . . London, J. Weale, 1847. Gr. 8. 
XVI, 188 s. — 2. Notes on the Site of the Holy Sepulchre at Jerusalem. 
Being an Answer to an article in the Edinburgh Review, No. CCXXVHL, 
of october last. By James Fergusson. London, J. Murray, 1861. 8. 69 s. 
— 3. The Holy Sepulchre and the Temple at Jerusalem. Being the Sub- 
stance of two Lectures delivered in the Royal Institution . . 1862, and . . 
1865. By James Fergusson . . London, J. Murray, 1865. Gr. 8. XIII, ( 
151 s. Mit einem titelbild und mit eingedruckten holzschnitten. Bekannt- 
lich verlegt Fergusson das Christusgrab auf den berg Moriah, und dafür 
kämpft er in drei Schriften, in der letzten nach persönlicher besichtigung 
des Streitobjektes. Das erste werk hat weniger werth durch den text als 
durch die artistischen, wirklich sehr schätzenswerthen mittheilungen. In der 
3. Schrift macht die litterari sch - kritische argumentazion keinen befriedigen- 
den eindruck. Gerne anerkennt man einem manne gegenüber, der von der 
baukunst. in ihrer ganzen historischen entwicklung so gründliche kenntnisse 
besitzt, die berechtigung zu der seltsamen hypothese, für die ich bisher nicht 
gewonnen werden konnte. In der letzten schrift werden manche die be- 
schreibung des haram in Hebron, in welches der Verfasser Zutritt erhielt, am 
interessantesten finden. In die fussstapfen Fergussons traten vorzüglich 
2 männer, welche Jerusalem nie besuchten, Unger und Langlois. Die Bau- 
ten Constantin’s des Grossen am heiligen Grabe zu Jerusalem. Von Frie- 
drich Wilhelm Unger . . Abdruck aus Benfey’s Orient und Occident. Bd. 2. 
Göttingen, Dieterich, 1863. 8. Un Chapitre inödit de la Question des Lieux- 
Saints Que le tombeau de Jdsus n’est pas dans l’Eglise du Saint - Söpulcre, 
mais dans la Mosquöe d’Omar ä Jerusalem. Par Victor Langlois. Paris, 
Poulet -Malassis, 1861. Gr. 8. 

1864. Per evangelische prediger Edmund de Pressensd in Paris. 

Le Pays de l’fivangile Notes d’un Voyage en Orient par Edmond de 
Pressensö Avec une Carte Troisifeme fidition. Paris, C. Meyrueis, 1865. 12. 

2 bll., 333 s. Englisch: The Land of the Gospel. London, Jackson, 1865. 
Von wenig werth. 

1864. Der pfarrer G. Ludwig in Diessbach, kanton Bern. Beth- 
lehem. Im Jahr 1864 besucht von G. Ludwig. Bern, J. J. Dalp, 1865. 
Kl. 8. Mit einem titelbild und einer karte. VI, 74 s. Ein lieblich büch- 
lein, doch meist kopie. 

*C. 1864. R. v. Kraemer, en vinter i Orienten. Reseanteckningar 
frän Egypten, Nubien, Sinai och Palestina. Med 29 plancher och 1 karta: 
1866 (?). 8. VII, 399 s. 



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205 



1864. Der rhulrath Ferdinand Schlankes, doktor der theologie. 

Der deutsche Pilgerzug nach dem heiligen Lande im Jahre 1864. Drei 
Vorträge . . 1865 gehalten und herausgegeben . . von Ferdinand Schlünkes . . 
Düsseldorf, F. M. Rampmann, sine anno (1865). Kl. 8. 71 s. Über- 
sehenswerth. 

*1864. Der pater Eigaud, ehrenchorherr von Poitiers, Souvenirs 
de Jerusalem. Poitiers, Oudin, 1866. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pölerinages 
en T. S., 1866, 357, d’Aquin 217. 

1864. Der nordamerikaner J. George d’Aquin aus Heu -Orleans. 

Pölerinage en Terre-Sainte par J. G. d’Aquin. Paris, Gaume, 1866. 8. 
IX, 595 8. Einseitig französischer Standpunkt; der Sonderbündler scheint 
sich zur aufgabe gestellt zu haben, die grossen wissenschaftlichen erfolge 
der Yankees möglichst zu ignoriren. 

1864. Guarmani von Livorno. Itinöraire de Jerusalem au Neged 
septentrional par M. Guarmani. Extrait du Bulletin de la Sociötd de Geo- 
graphie (nov. 1865). Paris, E. Martinet, 1866. 8. 139 8. Mit karte. 

Italienisch Gerusalemme 1866. Weniges über Palästina, aber dieses wenige 
belehrend. In der schrift selbst ist (2) angeführt: Seize ans d’ötude en Syrie, 
en Palestine, en Egypte, et dans les d^serts de l’Arabie, par Guarmani. 
Bologne 1864. Wahrscheinlich ist dieses buch italienisch geschrieben. Der 
Verfasser hatte von der französischen und italienischen regirung den auftrag 
erhalten, für sie arabische Zuchthengste zu kaufen. 

*C. 1864. Der archimandrit Leonidas. IlycmriHH cnamaro rp» 4 a, 
apxHMHH 4 pHTa JleoHH^a. Ü 4 ecca 1865. 8. D. i. die einsiedeleien der 
h. Stadt. Es ist dies der anfang einer umfassenden arbeit, welche eine 
ausführliche beschreibung der Farangischen Laura und manche Zusätze zu 
Toblers Topographie von Jerusalem, namentlich zu dem kapitel der einge- 
gangenen kiöster enthält. Briefliche mittheilung. Es ist wahrscheinlich der 
unter dem j. 1858 angeführte Leonidas. 

1864 ff. Dr. Hermann Zschokke in Jerusalem. 1. Das nentesta- 
mentliche Emmaus, beleuchtet von Hermann Zschokke. Mit 2 Tafeln. 
Schaffhausen, F. Hurter, 1865. Gr. 8. IV, 92 8. Diese wissenschaftlich 
gehaltene abhandlung zeugt mehr von eisernem fleiss als einer ruhigen auf- 
fassung und behandlung des Stoffes. Die beigelegten karten würden noch 
belehrender sein, wenn die legende korrekter geschrieben wäre und allüberall 
mit dem texte übereinstimmte. Die messungen und Zeichnungen für diese, 
wie für die schrift Rosens rühren von dem würtenberger Konrad Schick her, 
der sich schon sehr viel jahre als Vorsteher des englischen industriehauses 
in Jerusalem auf hält. Von diesem erschien ferner in A. Petermann’s Mit- 
theilungen aus J. .Perthes’ geogr. Anstalt, 1867, s. 124 — 132: Studien über 
Strassen- und Eisenbahn - Anlagen zwischen Jaffa und Jerusalem nebst Be- 
schreibung der Gegend im Norden von Jaffa . . Von C. Schick. Mit Karte, 
8. Tafel 5. Aus mangel an umfassender litteraturkenntniss lässt zwar die 
arbeit zu wünschen übrig, bezeichnet jedoch immerhin einen bedeutenden 
fort8chritt. Im , Ausland’ von Peschei, Cotta’s verlag, 1867, nr. 9, schildert 
Schick eine reise ins Philisterland, zumal nach Askalon. Durch solche ar- 
beiten, ‘wie durch ein vortreffliches modell der grabkirche in Jerusalem mit 
ihren annexen erwarb er sich nicht wenig Verdienste. — 2. Beiträge zur 



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Topographie der westlichen Jordans’&u von . . Zschokke. Jerusalem, fran- 
ziskaner, 1866. 8. 83 s. Mit 4 tafeln. Die schrift hat wissenschaftlichen 
gehalt. Der Verfasser sah sich in der litteratur fleissig um; doch ist er, 
vielleicht wegen des aufenthaltes in Jerusalem, mit derselben nicht gehörig 
vertraut. In der anführung der Schriftsteller bezüglich auf titel und text 
ist er unsicher und hinter der zeit. S. Menke bei Petermann M., 1860, 204. 

1865. Der divisionsprediger Hunger. Eindrücke aus dem heiligen 
Lande zur Osterzeit 1865. Vortrag gehalten .. 1866 von .. Hunger. Der 
Ertrag ist zum Besten des Krankenhauses Bethanien in Moers. Moers, J. 
W. Spaarmann, t866. 8. 24 s. Lebhafte darstellung von ephemerem werthe. 



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*1865. Elias Faradsch Basil aus Kesrudn. jf ^J\ 

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)A^° ^AAjV^A*AAA^j^Ä7f b^5f jJ>o Buch des führers der pilger an 

den heil. Orten, verfasst von Elias Faradsch . . Zögling der schule von 
Ain Warakah. Jerusalem, kloster der väter franziskaner, 1865. 12. 345 s. 



1865. Dr. Peter Schegg, professorder theologie in Freising. Ge- 
denkbuch einer Pilger -Reise nach dem Heiligen Lande über Aegypten und 
den Libanon. Von Peter Schegg. München, Verlag des katholischen Bücher- 
Vereins, 1866. 8. 1. lieferung IV u. 288 s. Gut, doeh keck, ohne ge- 
hörige Vorbereitung und nicht ohne Übertreibungen geschrieben. 



*C. 1865. H. de Guinaumont, la Terre-Sainte; la Syrie; leLiban; 
Rhodes; Smyrne; Constantinople ; la Gröce; les lies loniennes ; Malte; l’figypte 
et la Nubie. Paris 1867. 18. 3 voll. 



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ZWEITE ABTHEILUNG. 



Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst wahr- 
scheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen. 

C. 445. Der h. Encherins von Lerins, bischof von Lyon. Epistola 
de situ Judseae urbisque Hierosolymitanae e Josepho, Hieronymo etc. ad 
Faii8tinum. In Nova Bibliotheca manuscriptorum librorum . . Opera et 
studio Phil. l’Abb£. Paris. 1657. Fol. 1 , 665 — 667. Auch enthalten die 
kommentare in Genesim und libros Regum geographisches. S. die ausgabe 
Basil., Frobei^ 1531. Fol. 147 sq., 202. Vgl. Robinson 2, 535. Euche- 
rius schrieb nur vom hörensagen, sowie nach der lectüre (Fl. Josephus und 
Hieronymus). 

C. 880. Eldad Danita hebräisch de decem tribubus juxta fluvium 
Sabbaticum habitantibus. In der bodlejanischen bibliothek zu Oxford; latei- 
nisch am ende der Chronographia Genebrardi. S. Meusel 1, 2, 72, Beller- 
mann 2, 71. 

C. 1 250. Der englische franziskaner und grosse weltweise Roger 
Baco (Bacon) schrieb nach Rignon (1861, 82) über Palästina und die 
h. Stätten. 

G. 1290. Der franziskaner Johann de Oosteroyck: Abhandlung über 
das h. Land. Rignon, 1. c. 

C. 1330. Giovanni Fedantiola, franziskaner ans der römischen 
provinz. Beschreibung des h. Landes. Rignon ibi 83. 

C. 1342. Der spanische franzikaner Blaz de Buiza. Von ihm 
führt Rignon (83) eine beschreibung der h. Stätten (Salamanca 1625) an. 

1350. Traitö sur l’figypte et la Terre Sainte. MS. in Besan$on. 
Haenel Catal. 69. 

C. 1360. Histoire de la Terre Sainte. MS. in S. Omer. S. Haenel 
Catal. 266. 

C. 1361. Jean Godjealis. Von ihm führt Rignon (ibi) ein itinerar an. 

C. 1363. Der karmeliter Johann PositL Von ihm gibt es nach 
Rignon eine Pilgerfahrt und genaue beschreibung Jerusalems und der h. Orte. 

C. 1367. Der engländer Walter Wiburn: die eigenthümlichkeiten 
des h. Landes. Nach Rignon. 



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G. 1370. Der dichter Francesco Petrarca von Florenz. Francisci 
Petrarch® V. C. Itinerarivm in quo, quicquid per Evropam vel Asiam pere- 
grinis Hierosolymitanis Memorabile occurrit, diligentissimfc describitur. In: 
Fr. Petrarchi etc. Opera . . Basile®, H. Peter, 1554. Fol. I, 617 — 26. 
Auch : Francisci Petrarch® . . Iter Palsestinum. In : Hodoeporicorum sine Iti- 
nervm totius ferfc Orbis Lib. VII. Opus Historicum, Etnicum, Physicum, 
Geograpbicum a Nie. Revsnero Leorino iam olim collectum: nunc demum 
Jeremi® Revsneri Fratris cura ac studio editum. Basile®, P. Lecythus, 
1580. 8. 599—624. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Ich fand so wenig 
belehrendes, dass ich nach dem durchgehen nicht einmal dem titel mehr 
aufmerksamkeit schenkte. Von Petrarca war die Pilgerfahrt beabsichtigt, 
nicht aber ausgeführt. 

C. 1450. Hie sint merklich die stett des hailigen lants vnd ist von 
baffow an der bortt (hafen) biss gen rama ain tütsch mil . . Pergament- 
codex, 12., auf der bibliotheca academica in Freiburg (Baden). Die letzte 
Seite, die als Umschlag dient, ist kaum leserlich. Unbedeutend. 

1456. Ludwig de Angulo. Prima . . (pars) erit partim theologalis 
et partim naturalis , secunda ' partim naturalis et in maiore parte historio- 
graphalis, tertia vero et vltima erit tota mathematica astrologalis. Cod. 
bibliothec® Vadian® S. Gallensis, chartaceus, eleganter scriptus a Ludovico 
de Angulo Hispano, tripartitus. 122 quartblätter, 10" 8"' P. lang, 7" 9"' 
breit; die Seite doppelspaltig , jede spalte 2" 2'" breit und 7" lang. Der 
Codex beginnt mit den Worten : Cvm secvndum philosophum primo de anima . . 
Im 2. theile (14 1, sqq.) kommt der Verfasser (39 sqq.) auf Palästina zu 
sprechen, gewährt jedoch wenig ausbeute. 

C. 1480. Arminensis, s. unten (karten). 

1488. Les sainctes peregrinations, et des avirons et des lieux prochains 
du mont de SynaY, et de la gloreuse Katberine. Cestx ouvrage est petit livre 
contenant du tout la description, ainsi que Dieu a voulu donner ä cognoistre. 
Lyon, M. Tobie, J. Herembevelt, 1488. Fol., 1 30 bll. Grässe’s Trds. 5, 199. 

i . . , 

G. 1490. Eines ungenannten Description de la Terre Sainte. MS. 
in Grenoble. S. Haenel Catal. 167. 

1517. Jerusalem: Ein kurtze vermerckung der heyligen Stet des 

heyligen landts in vnd vmb Jerusalem mit verzeychnung der mercklichen 
ding in denselbigen geschehen. Auch wie nahent vnnd verre ein Stat von 
der andern sey. Mit einem holzschnitt. Nürnberg 1517. 4. 

1524. Opera nuova chiamata itinerario de Hierusalem, ouero parte 
orientale. Venetia 1524. 8. S. Brunet 6, 1585. 

1536. Terr® Bauet® . . descriptio una cum singulis tabulis earumdem 
regionum töpographicis , authore Jacobo Zieglero. Argent., Rihel, 1536. 
Gr. 4. S. Topogr. 1, lxxxvi. 

1536. Terr® Sanct® descriptio, juxta ordinem Alphabeti, authore 
Vvolfgango Vueissenburgio. . Zugleich mit Zieglers beschreibung herausge- 
gegeben, p. 111 sqq. Deutsch: Palästina. Strassburg 1630. Fol. Mit 
kupfern. S. Geisheim 56. 



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209 



1538. Der flamänder Hermann Borcnloo. Ciuitatis Jerusalem, ac 
sacrorum locorum vniuersm Palesthinse delineatio ac descriptio per Hermannum 
Borcnloo. Ultrajecti 1538. S. Adrichom. 288*, Rignon, 1861,86. 

1540. Totius terrae sanctae vrbiumque . . secundum bibliacos libros ac 
diuum Hyeronimum, authore M&rtino Brionaeo Parisiensi , elaborata De- 
scriptio. Parisiis, 6. 'de Bossozel, 1540. 4. Kurze alphabetisch geordnete 
beschreibung des h. Landes. 

1544. Jean Gdrard. Description de Jerusalem.. Rignon, 1861, 85. 
Vielleicht ist es der von Aitsinger (s. s. 1) angeführte Gerardus Mercator. 

C. 1550. Von Ägidius Tsehudi, dem schweizerischen chronikschrei- 
ber, finden sich auf der bibliothek der alten abtei S. Gallen in den papier- 
handschriften nr. 666 und 669 beschreibungen von Palästina. 669, Lexicon 
geographicum totius Syriae, Palaestinae, Judaeae, ist ausführlicher. Der autor 
benutzte Fl. Josephus, Plinius, Eusebius, Hieronymus, den Liber Notitiarum, 
Ziegler. Es sind auch karten dabei. 

1563. Adam Beissner, Beschreibung der alten hauptstadt Jerusalem. 
Frankfurt 1563. Lateinisch per Iohannem Heydenum. Francofvrti 1563. 
Kl. fol. Deutsch auch Frankfurt 1555, 1565, 1574, imper. fol. S. Grässe’s 
Trös. 6, 74. 

1581. Itinerarivm Sacrae Scriptvrae. Das ist: ein Reisebuch Vber die 
gantze heilige Schrifft . . vber dreyssig mahl gedrucket. Durch Henricum 
Bünting, Pfarrberrn . . zu Grunaw. Braunschweig, B. Gruber, 1638. Fol. 
Die Vorrede wurde 1579 geschrieben. Ausgaben kennt man ferner: Magde- 
burg 1581, 1585, 1589, 1597, 1599, 1600, 1608, Braunschweig 1650, 4.; 
1718, fol. Lateinische ausgabe vom Verfasser Magdeburg 1597. Englische 
Übersetzung London 1619. Man zitirt auch eine dänische (1587), schwe- 
dische (1595) und holländische Arnh. 1605, Haerl. 1614, 1618, Amst. 
1663, auch: Reyse van ’t Heyligh landt. Armem, I. Iansensj 1630. S. 
Gonsales 12, Grässe’s Trös. 1, 572. 

1582. Michael Aitsinger oder Eytzinger. Terra Promissionis topo- 
graphice atque historice jjescripta. Per Michaelem Aitsingervm. Coloniae 
Agripp., Kemp., 1582. 4. Ohne plan oder karte. 

1583. Tractado y descripcion breue y compendiosa de la tierra Sancta 
de Palestina . Compuesto . . por el padre Fray Rodrigo de Yepes. Madrid, 
I. Iiiiguez de Lequerica, 1583. 4. Italienisch: Nova Descrittione di Terra 
Santa. Dove si descrivono . . Con vn Trattato della Peregrinatione di lesso 
Salvator. Opera . . Del P. Fr. Rodrigo de Iepes. Tradotta di Spagnuolo. 
Venetia 1591. 12. 

1585. Ein newe, warhafftige, gründtliche Beschreibung, wie die heilig 
vnd hochberhümbt Statt Jerusalem von jhrer letzten Zerstörung erbawen, 
wie sie mit herrlichen Tempeln*, schönen Palästen , hohen Thürnen, vesten 
Pforten beschlossen, wie in derselbigen Christi Jesu rosenfarbes blut ver- 
gossen, vnd das menschlich geschlecht auss dem rachen des laidigen Sathans 
gerissen sey worden: Auss flirtrefflichen Scribenten mit höchstem fleiss zu- 
sammen getragen, vnd zu ehr des weitberhümbten Fuggerischen Geschlechts 
in Truck verfertiget. München, A. Berg, 1585. 12. 

1588. Der holländische geistliche Christian van Adrichom von 
Delft. ‘ 1 . Iervsalem , sicvt Christi tempore florvit , et süburbanorum , in- 

Tobler, Bibliographie. 14 



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signiorumque historiarum eins breuSs descriptio. Christiano Adrichomio Del- 
pho avtore. Coloniae Agripp., 6. Kemp., 1584. 12. Editio altera ab autore 
aucta, et emendata. Colonise Agripp., Birckmann, 1 588. Kl. 8. Es sollte in 
dieser ausgabe^auch ein plan sein. Noch gibt es eine Editio postrema ab 
anctore aucta, et emendata. Kl. 8. Der plan ist hier dabei; es scheint 
jedoch bloss eine titelausgabe zu sein. Dieses buch ist ein Vorläufer des 
folgenden Werkes. — 2. Theatrvm Terrae Sanctae et Biblicarvm Historiarvm 
cum tabulis geographicis aere expressis. Avctore, Christiano Adrichomio . . 
Colonise Agripp., Birckmann, 1590. Fol. Spätere ausgaben : daselbst 1593, 
1600, 1613, 1628, 1682. Italienisch: übersetzt von P. F. Toccolo, Verona 
1590, 8. (wahrscheinlich der Vorläufer), auch übersetzt von Lodovico Arri - 
vabene. Verona, M. A. Palazzolo, 1592. Kl. 8. Vom Übersetzer wurde 
auch der oben sub anno 1591 (s. Galeazzo) angeführte Dialogo angehängt. 
Englisch : A briefe description of Hierusalem by T. . Tymmer. London 
1 595. 4. Auch: A Description and Exploration of 268 places of Jerusalem. 
London 1654. 4. Jacobi Bonfrerii Annotationes in Christ. Adrichomii de- 
scriptionem Terrae Sanctae finden sich im Biblicus Apparatus Briani Waltoni 
hinter den zu London herausgegebenen und von^odmer in Zürich gedruck- 
ten Biblia Polyglotta. Vgl. 3. Wander. 437 f. 

1590. Thomas Obicini, franziskaner. Von ihm führt Rignon 
(1861, 88) eine beschreibung von Palästina und besonders von Jerusalem an. 

C. 1590. IIoBtCTi» ai noJii>3t (MHinaiqiiM'B n npo'iHTaioii^HsrL o 
CBJrrfcarfc rpa^t IepycaaHMt n o oKpecTHHX'B ero MtCTex’B. HoßtcTb 
o CBBTtif ropi CMHaiiCTkif. D. i. nützliche erzählung für solche, die über 
Jerusalem und seine Umgebung nachrichten wünschen. Angefügt ist: Dar- 
stellung des berges Sinai. Die hs., 12., wird auf der öffentlichen bibliothek 
zu S. Petersburg aufbewahrt. S. Noroff bei Daniel 211. 

*C. 1600. Ein französischer codex über das h. Land in Besannen 
nach Haenel 71. 

1604. Apparatvs vrbis ac templi Hierosolymitani. Tom. 3. (p. 1. 
et 2.) Joannis Bapt. Villalpandi, collato studio cum H. Prado . Komm, 
Vulliett., 1604. Fol. 

1607. Christoph Petersdorff, Itinerarium sacrum. S. Denkblätter 703. 

1618. Joh. Lightfooti Opera omnia: hac nova editione operibus ejusd. 
posthumis, nunquam hactenus editis, locupletata; Quorum Syllabus, pagina 
post Vitam Auctoris ultima, exhibetur. Johannes Leusden Textum Hebrai- 
cum recensuit et emendavit. . Editio secunda , priore longe correctior et 
emendatior. Vltrajecti, 6. Broedelet, 1699. Fol. 2 voll. Im Vortitel steht 
die jahrzahl 1618. 

1619. Adam Hoto. Description de la Terre Sainte et des Lieux 
Saints. Hignon, 1861, 91. 

1619. Doctor Josepe de Sesse. Libro de la Cosmographia universal 
del mundo y particular descripcion de la Syria y Tierra Santa. Zaragoza 
1619. Kl. 4. S. Grässe’s Trös. 6, 374. Vgl. Rignon 1861, 89. 

1628. Christoph Heidmann s. unten sub anno 1665. 

1636. Christoph Besold. Historia urbis et regni Hierosolymitani, 
regum item Siculorum etc. Auctore Christophoro Besoldo. Argentorati, 
Zetzner, 1636. 12. 



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21t 



1639. Der spanische franxiakaner Didaoo von Cea. Thesaurus 
Terrse Sanct» quem seraphica miuorum religio de observantia ioter infideles, per 
300 et amplius annos religiöse custodit, fideliterque admiuistrat. Avthore . . 
Didaco de Oea . . Rome, congregatio de s. fide, 1639. 4. Vgl. Hiethug 1, 35. 

1640. Geographia sacra, sive notitia antiqua dicecesium omnium pa- 
triarchalium , metropoliticarum , et episcopalium veteris ecclesie etc. Auctore 
Cardio a. 8. Paulo. Amsteledami, Halma, 1704. Fol. 1640 wurde die 
bewilligung zum drucke ertheilt. 

1642. Der minorit Vincenzo Berdini, generalkommissär des h. 
Landes. Historia Dell’ Antica, e Moderua Palestina, Descritta in tre Parti, 
Dal . . Vincenzo Berdini . . Nella quäle si hä particolare descrittione de’ 
luoghi piü singolari del sito, qualitä di essi, gouerno, costumi, guerre, Riuo- 
lutioni, et altri successi notabili. In Venetia, G. B. Surian, 1642. 4. In 
der Zueignung unterschreibt sich der Verfasser Vincenzo Bardini da Sartiano. 
Vgl. Bonar 522. 

1646. La Terre Sainte, description des Lieux Saints. Paris 1646. 
Rignon, 1861, 92. 

1646. Christ Feustel, diss. de Beth-Phage. Lipsie 1646. 4. 

1646. Sam. Bocharti Geographia Sacra, seu Phaleg et Canaan. Ca- 
domi 1646. Fol. Francofurti 1674 und 1681, 4. Lugd. Bat. 1692. Ibidem 
ed. Villemandy 1707. Fol. S. Robinson 2, 553, Grässe’s Tr£s. 1, 457 sq. 
Boohart schrieb auch: Hierozoicon sive bipartitum opus de animalibus S. 
Scriptur». Ed. 4. Lugd. Bat. 1712. Fol. Frühere ausgabe Francof. 
1675. Fol. Dieses Hierozoicon erschien mit Phaleg et Canaan in den Opera 
omnia. Lugd. Bat. 1707 — 12. Fol. 2 voll. Frühere (3.) ausgabe ibi 1692. 

1647. La in9trvttione del viaggio di Hierusalem. Anhang im werk- 
chen: Poste per diverse parti del mondo. Con tutte le Fiere notabili . . 
Aggiontoui di nuouo il viaggio di Hierusaleme. Venetia, D. Imberti, 1647. 
12. Nur 7 seitlein. 

C. 1648. La description de la Palestine et des lieux de cette Prouince 
dont il est parlä dans les saincts Euangils. Cod. gallice scriptus, charta- 
ceus, auf der bibliothek des arsenals in Paris, nr. 22, in 4. 

C. 1650. Francisco de Solis. Descripcion breve de Ia tierra . . santa. 
Papierhandschrift, 4., im brittischen museum zu London, Biblioth. Eger- 
ton 590. 

C. 1650. Johannis Henrici Hottingeri dissertatio de Geographia 
Terr» Canaan. Auch in Ugolini Thesaur. Antiquitatum Sacrarum. Venetiis, 
J. G. Herthz. 6, 1111 — 1144. 

1656. Aloys Vulcain (P. Louis de Padulle M. O.). Nouvelle et 
vöritable Description de toute la Terre Sainte. Naples 1656. 8. Auch 1563. 
Rignon, 1861, 88. Wahrscheinlich italienisch geschrieben. 

1658. Der würtembergische renthammerrath Hieronymus Welsch. Warhafftige 
Beiss - Beschreibung, auss eigener Erfahrung, Von Teutschland, Croatien, Italien, denen 
Insuln ßicilia . . desgleichen von Barbaria , Egypten , Arabien , und dem gelobten 
Lande; . . Auff der EilfFjährigen Reise, Hieronymi Welschen . . Von ihme selbsten 
beschrieben und verfertiget. Stuttgart, Wolffgang d. J. und J. A. Endter, 1658. 4. 12 
bU., 427 s. Vgl. Petzholdt’s Anz. , 1862, 296. Trotz des marktschreierischen titels 
war der Verfasser nicht in Palästina. 

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1658. Peregrinatio Sancta Fr. Laurentii a B. Paulo Sveci. Rom», A. 
Bernabö k Verme, 1658. 8. Die schrift des franziskaners ist gar keine reise- 
beschreibung. 

1659. Joannia Bisselii, e S. J., Pal»stin», seu Terrae Bauet», To- 
pothesia. Amberg» 1659. Ediüo altera Diling» 1679. S. Bonar 523. 

1665. Christophori Heidmanni Palästina sive Terra Sancta Pancis 
capitibns distinctö ordineque explicata . . Jam vero ex autographo ejnsdem 
correcta ac emendata, & . . Henrici Emstii . . Annotationibus, sive Adden- 
dis illnstrata ac aucta, et triplice indice ornata Ob exemplarium raritatem 
una cum quinque tabulis ex Adrichomio et aliis collectis . . Editio tertia. 
Wolferbyti, J. Bismarc., 1665. 4. Das buch erschien auch 1689 in Wolfen- 
bttttel, 4. Das Vorwort zur ersten ausgabe wurde 1628 abgefasst. Vgl. 
Bonar 523. 

1665. Sanson und Le Clero. Geographia Sacra ex vetere et novo 
Testamente desumta et in Tabulis quatuor concinnata. Paris 1665. Ac- 
cesserunt . . Not» Joannis Clerici. Amstel»dami, Halma, 1704. Fol. Vgl. 
Robinson 2, 553. 

1677. Dr. Olf. Bapper. Naukeurige Beschryving van gantsch Syrie, 
en Palestyn of Heilige Lant, etc. Rotterdam 1677. Fol. Amsterdam 1681. 
Fol. Deutsch : Asia, Oder . . Beschreibung des gantzen Syrien und Palestins, 
oder Gelobten Landes . . Aus verschiedenen alten und neuen Scribenten so 
wol, als dem Bericht warhafftiger Augeszeugen und Untersucher zusammen 
getragen von .. 0. Dapper. Nürnberg, J. Hofmann, 1688. Fol. Auch Amster- 
dam 1681, fol., und Nürnberg 1689. S. Robinson 2, 554, Grässe’s Tr6s. 
.2, 335. 

1684. Ber pater franziskaner Juan von Calaorra oder Calahorra 
in Spanien. Chronica de la Provincia de Syria y Tierra Santa. Madrid 
1684. Historia cronologica della Provincia di Syria, e Terra Santa di 
Gierusalemme .. cominciando dal a. 1219. Opera Composta in Spagnuolo 
Dal . . Giov. di Calaorra. Venetia, A. Tiuani, 1694. 4. Der Übersetzer 
ist Angelico di Milano . S. Rignon, 1861, 89 u. 91. Angelico war custos 
des h. Landes. Sa traduction de Calahorra n’est malheureusement pas exacte. 
II a publik dans sa patrie : Fleurs historiques de Terre gainte. S. Rignon. 

1688. Nouvelle relation sur Mat de la Terre Sainte. Paris 1688. 
S. Rignon, 1861, 92. Vgl. oben Beaugrand 119. 

1690. Ber kaplan Balthasar Bartoli. Li tesori celesti e venerati 
di Terra Santa libro secondo. Opera di Baldassare Bartoli . . Macerata, 
Pannelli e Siluestri, 1690. 12. Das 2. buch enthält eine gewöhnliche be- 
schreibung der h. Stätten, der feste und prozessionen der franziskaner. 

1699. Apparatus Geographicus, descriptio Jud»», &c., auctore B. Lainy. 
Gratianopoli 1687. Paris. 1699. Venet. 1733. De tabemaculo foederis, 
de sancta civitate Jerusalem et de templo ejus libri VII. Parisiis 1720. 
Fol. S. Bonar 524, Gratz 629, Grässe's Trös. 4, 9 t. # 

C. 1699. Johannis- ftuistorpii Nebo unde tota perlustfatur Terra 
Sancta. In Th. Crenii Opusc. elegantior. Rotterodami, Fascic. 9. p. 462. 
Auch in Ugolini Antiquitatum Sacr. 6, 1069 — 1110. 

1700? Körte Beschryving van de stad Jerusalem benevens hare voor- 
steden. Door C.-L. Be Vrieze. Wortegheim, C.-L. Vrieze 8. S. a. 



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1701. Christoph: Cellarius, Notitia Orbis Antiqui seu Geographia 
plenior. Lipsi® 1701 — 5. 4. 2 voll. Auxit J. C. Schwarz. Lipsi® 1731 
— 2. Mit einem neuen titel das. 1772 — 3. Syrien und Palästina sind im 

2. theil enthalten. S. Robinson 2, 554. Vgl. Grässe's Trdsor 2, 99. 

1703. J. Hübners kurze Fragen aus der Geographia sacra. Leip- 
zig 1703. 12, Bachiene 1, 1, 22. 

1708. Ed. Wells, An Historical Geography of the New Testament. 
London 1708. 8. 2 voll. Auch das. 1712, 8., und noch mehrere male ge- 
druckt. Desgleichen: An Historical Geography of the Old Testament. 
London 1712 ff. 8. 3 voll. Deutsch beide werke von G. W. Panzer. 
Nürnberg 1764. 8. 4 theile. S. Bachiene 1, 1, 22. 

1709. Adrian Reland, professor in Utrecht. 1. Adriani Relandi 
de Nummis veterum Hebraeorum, qui ab inscriptarum literarum forma S&ma- 
ritani appellantur, Dissertationes quinque. Cum tabulis ®ri inscriptis. Acce- 
dit Dissertatio de marmoribus Arabicis Puteolanis. Trajecti ad Rh., G. 
Broedelet, 1709. 12. 4 bll., von s. 153 — 223 u. 4 bll. — 2. UI. Disser- 
tatio de monte Garizim. Im 1. theil der miszellen von s. 121 — 162. S. 
Relandi Palästina lib. 1 ., cap. LHI. Hier bezieht er sich auf diese schrift. — 

3. Hadriani Relandi Palästina ex menumentis veteribus illustrata. Trajecti 
Bat. 1714. 4. Norimberg® 1716. 4. Auch in Ugolini Thesaurus Antiquitatum 
Sacr., tom. 6., vorne. Fpl. — 4. Hadriani Relandi de Spoliis Templi Hieroso- 
lymitani in arcu Titiano Rom® conspicuis über singularis. Arcum ipsum et 
spolia templi in eo sculpta tabul® in aes incisae exhibent. Trajecti ad Rh., G. 
Broedelet, 1716. 12. 2 bll., 138 8. u. 12 bll. Ed. nova 17J5. — 5. An- 
tiquitates Sacr® veterum Hebr®orum breviter delineat® ab Hadriano Re- 
lando. Editio tertia. Trajecti Bat., G. Broedelet, 1717. 12. 4 bll., 548 s. 
u. 21 bll. 4. ausgabe 1741. 4. — 6. Hadriani Relandi de Religione Mo- 
hammedica libri duo. Editio altera auctior. Trajecti ad Rh., G. Broedelet, 
1717. 12. 30 bll., 272 s. u. 21 bll. Das Vorwort wurde 1705 geschrie- 
ben. — 7. Im holländischen kam heraus: Palestina opgeheldert. Ofte de 
Gelegentheyd van het Joodsche Land. Uyt de Gedenkstukken der Ouden 
getrokken en op vaster Gronden als voorheen aangetoont en beweezen door 
den Heer Adriaan Reland . . Volgens zyn Hoogw: bestek ten dienste der 
Nederlanders uyt zyn Latynsch Werk getrokken, en met de nodige Landkaarten 
ter opheldering noodig voorzien . . Utregt, W. Broedelet, 1719. 8. 36 bll., 428 
s. u. 22 bU. Mit dem portrait des Verfassers und etlichen karten. S. Raumer 
15 f., Robinson 2, 554, Grässe’s Trds. 6, 75. Über den ausserordentlich hohen 
werth der arbeiten Relands ist die ganze gelehrte weit einverstanden. 

1719. Siria Sacra . . Composta dall’ Abbate Biagio Terzi di Lavrea. 
Roma, Buagni, 1719. Fol. 

1723. Decriptio Iordanis flwii in Palästina seu Terra Sancta maximi 
et amoenissimi . . luci p. exposuit J. Georg. Sachse. Erford., J. M. Funck, 
1723. 4. 

1724. Der franziskaner Francisco de Jesus y Maria, Patrimonio 
serafico de Tierra Santa. Madrid 1724. 4. S. Rignon, 1861, 93. Es sei 
eine geschichte der mission der franziskaner in Palästina. 

1722 ff. Aug. Calmet, Dictionarium historicum, chronologicum, geo- 
graphicum et litterarium Bibliorum. August® Vind. 1729. Fol. 2 voll. 
Französisch Paris 1730. Die 1. ausgabe Paris 1722, 8., 2 voll. Disser- 



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214 



tatio in tabnlam geographicam Terrae Promissionis. Wireebnrgi 1789. 

5. Gratz 629, Grässe’s Trös. 2, 20. 

1738. Anth. J. von der Hardt, Galibea Sabulonitis, ex Jud. antiqq. 
penetralibus illnstrata. Helmstadii 1738. 4. 

1739. Regni Davidici et Balomonici descriptio geographica et historica 
nna cum delineatione Syriae et Aegypti . . auctore Johanne Matthia Hasio. 
Norimbergae, Homann, 1739. Fol. Vgl. Grässe’s Trds. 3, 217. 

1739. Dufren, Von der Reisse- Tasche und Wander-Stab derer Pilgrim 
ins gelobte Land. In den Amoenitates historico - jüridicae. Durch Wilhelm 
Friedrich von Pistorius. Franckfurt u. Leipzig, A. J. Felssecker, 1739. 4. 

6. theil, von s. 1659 an. 

1740. J. Jac. Schmidt’ 8 biblischer Geographus. Züllichau 1740. 
Gr. 8. S. Bachiene 1, 1, 22. 

1740. Oriens Christianus, in quatuor patriarchatus digestus . . Studio 
et opera . . Michaelis le Quien. Parisiis 1740. Fol. 3 voll. 

1743. Be Millii Dissert. de terra Canaan, in seinen Dissertationes 
selectae. Lugd. Bat. 1743. 4. 127 — 182. S. Bachiene 1, 1, 22. 

1747. D’Anville , Dissertation sur Ffitendue de l’ancienne Jerusalem 
et de son Temple. Paris 1747. 8. Auch unter den Pifeces justificatives 
hinten bei Chateaubriand 3, 261 sqq. S. Robinson 2, 555, Topogr. 1, 
LXXXVH, Grässe’s Tresor 1, 157. 

1747. Geographie sacrde et historique de l’ancien et du nouveau Testa- 
ment . . par Robert. Paris 1747. S. Bachiene 1, 1, 22. 

1750. W. L. Nitzsch , de horto Gethsemane diss. Witeberg» 
1750. 4. 

C. 1750. Johannis Christophori Wichmannshausen. Dissertatio 
de Thermis Tiberiensibus. In Ugolini Antiquitatum Sacr. 7, 955 sqq. 

1750 und 1755. Balthasar Ludwig Eskuche, Erläuterungen der 
h. Schrift aus morgenländischen Reisebeschreibungen. Lemgo 1750, 55. 
2 voll. S. Bellermann 2, 89. 

1758 — 68. Will. Albert Bachiene, Heilige Geographie . . Utrecht 
1758 — 68. 6 Deelen. Deutsch: Historische und Geographische Beschreibung 
von Palästina, nach seinem ehemaligen und gegenwärtigen Zustande, nebst 
denen dazu gehörigen Landcharten. Aus dem Holländischen übersetzt und 
mit Anmerkungen begleitet von G. A. M. Cleve u. Leipzig , G. C. B, Hof- 
mann, 1766 — 1775. 8. 2 thle. in 7 bänden. Der name des Übersetzers 
ist Maas . S. Robinson 2, 554. 

1764. Harmar, Observations on divers Passages of Scripture grounded 
on circumstances incidentally mentioned in Books of Voyages and Travels 
into the East. London, Th. Field, 1764. 1 vol. Deutsch: Beobachtungen 
über den Orient aus Reisebeschreibungen, zur Aufklärung der heiligen Schrift. 
Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von /. E. 
Faber. Hamburg, J. C. Bohn, 1772 — 79. 8. 3 voll. 

C. 1770. A. E. Büschings grosse Erdbeschreibung. 2. Ausgabe 1771. 
5. th. 1. abth. Palästina. Altona 1785. 8. Mit einem neuen titelblatte, 



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215 



th. II., abth. 1. Hamborg 1792. Eine andere aosgabe (wahrscheinlich 
nachdrnck) in Brflnn, F. A. Schrämbl. Kl. 8. 24. band, 1787: Palästina. 
8. Raumer 15, Robinson 2, 554. 

1771. Bydragen tot de heilige Aardrykskunde, door Justus Tjeenk, 
in den Yerhandelingen uitgegeven door het Zeeuwsch Genootschap der 
wetenschappen te Ylissingen, 2. th. s. 465 ff. Fast nur philologisch gehalten. 

1784. La Geographie sacröe, et les monuments de l’histoire sainte. 
Lettres du P. Joseph -Romain Joly. Paris, A. Jombert, 1784. 4. 

1789. Ueber Golgatha und Christi Grab. Ein Historisch -critischer 
Versuch mit einem Grundriss von der Gegend und Stadt des heutigen Je- 
rusalems von Johann Friedrioh Plessing . . Halle, Waisenhaus, 1789. 8. 
XXXH, 542 s. 

1790. Ysbrang van Hamelsveld, Aardrijkskunde des Bijbels . . 
Amsterdam 1790, 8. 6 Deelen. Daselbst auch 1798. 8. 6 theile. Deutsch 
von R. Jänisch. Hamburg 1793 — 96. 8. 3 voll. Mit karten. Die Über- 
setzung wurde nie zu ende geführt. 8. Raumer 15, Robinson 2, 554, M. 
D. de Bruyn 7 (deutsch, s. unten sub anno 1845), Grässe’s Trds. 3, 204. 

1793. Notizie storiche intorno ai Luoghi di Terra Santa stese succin- 
tamente dal P. Agapito di Palestrina minore riformato. Roma, Giunchi, 
1793. 8. 

1795. Karl Benj. Schmidt, Leitfaden bei dem Unterricht der bibli- 
schen Geographie. Danzig 1795. Gr. 8. 1. tbl. mit 2 karten. Engel- 
mann 1094. 

1799. Conrad Männert, Geographie der Griechen und Römer. 6. th. 
f. abth. Arabien, Palästina, Syrien. Nürnberg 1799. 8. 2. auflage. Leip- 
zig 1831. Robinson 2, 554. 

C. 1806. An Analysis of the Waters of the Dead Sea and the River 
Jordan. By Alexander Marcet, M. D. . . Communicated by Smithson Ten- 
nant. Auszug von s. 296 — 314 aus einem englischen journal (1807), 4., 
dessen titel ich nicht angegeben finde. 

1807. Das buch der geschichte der heiligen und hohen stadt Jerusa- 
lem und der heil, heilsorte unsers Herrn Jesu Christi. Konstantinopel 1807. 
Gr. 8. In armenischer spräche. Mit 1 paar schlechten holzschnitten. 

1814 und 1816. Peter Wilhelm Behrends, die christliche Wallfahrt 
zum heil. Grab und die tausendjährige Gedächtnisfeier der Apostel der 
Niedersachsen zwischen Elbe, Ocker und Bode in einer Oster- und Pfingst- 
predigt im Jahre 1814 und 16 dargestellt Helmstädt 1817. 12. Kurze 
Beschreibung des heiligen Landes . . Helmstädt, Fleckeisen, 1829. 8. S. 
Gei8heim’8 Hohenzollern 57, Engelmann 149. 

1817. C. F. Klöden, Landeskunde von Palästina. Mit 1 nach den 
neuesten Beobachtungen von dem Verfasser gezeichneten und von Carl Mare 
gestochenen Karte. Berlin, Rücker, 1817. Gr. 8. Engelmann 150. 

1817. Joh. Jahn, biblische Archäologie. Wien 1817. 1. th. 1. bd. 
geographische Einleitung von den biblischen Wohnplätzen. Gratz 630. 

1818 ff. Ernst Friedrich Karl Rosenmüller. Das alte und neue 
Morgenland. Leipzig, Baumgärtner, 1818 — 20. 8. 6 voll. Näher zu be- 



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216 



achten ist: Biblische Geographie. Leipzig, Baumgärtner, 1823 — 30. 8. 
3 voll. Mit 2 kupfern, 1 karte und 2 lith. abbildungen in fol. Bildet 
auch den l. — 3. bd. von Rosenmüllers Handbuch der biblischen Alterthums- 
kunde. S. Engelmann 1094. 

1818. 1848 — 54. Professor Earl Sitter in Berlin. Die Erdkunde 
. . oder allgemeine vergleichende Geographie. Berlin 1818. 8. 2 th. West- 
asien. Neue ausgabe Berlin, G. Reimer, 1850 — 52. 8. 15., 16. und 17. th. 
Ein ungewöhnlich reicher schätz. S. Topogr. 1, LXXXIX, Robinson 2, 555. 

1819. La Terre Sainte, ou description des lieux les plus cöl&bres de 
la Palestine (par M. Holande). Metz, Lamort, 1819. 8. Nouv. ödit. Cha- 
telet, Maton, 1860. 12. S. Barbier 3, 311, Petermann’s Mittheilungen aus 
J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1860, 323 h . 

1820. G. B. Winer, biblisches Realwörterbuch. Leipzig 1820. 8. 
3. ausgabe Leipzig 1847 — 8. 8. 2 voll. S. Robinson 2, 554. 

1821. S. Löwisohn, biblische Geographie, enthaltend eine Beschrei- 
bung aller Länder, Meere, Land - Seen , Flüsse, Bäche, die im alten Testa- 
ment Vorkommen . . Aus dem Hebräischen. Mit l Karte. Wien, Beck, 
1821. Gr. 8. S. Engelmann 1094. 

1822. Friedr. Ford. Gessert. Das heilige Land, oder Palästina bis 
auf unsere Zeit. 3., verbesserte und vermehrte Auflage. Essen, Bädecker, 
1835. Gr. 8. S. Engelmann 150. 

1822. Joh. Geo. Melos, Beschreibung des jüdischen Landes zur Zeit 
Jesu, in geographischer, bürgerlicher, religiöser, häuslicher und gelehrter 
Hinsicht, für Bürger- und Volksschulen, und gebildete Bibelleser. 2., nach 
dem Tode des Verfassers umgearbeitete und verbesserte Auflage. Weimar, 
Landes -Industrie -Comptoir, 1830. Gr. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150. 

C. 1822. Palästina oder historisch - geographische Beschreibung des 
jüdischen Landes zur Zeit Jesu. Zur Beförderung einer anschaulichen Kennt- 
niss der evangelischen Geschichte für christliche Religionslehrer und gebil- 
dete Bibelleser von Dr. Johann Friedrich Böhr. 6. vermehrte und ver- 
besserte Auflage. Reutlingen, J. N. Ensslin, 1832. 8. 2. auflage Zeitz 1819. 
Mit t karte von Palästina. Neue ausgabe, mit l plan von Jerusalem. 
Leipzig, O. A. Schulz, 1845. Gr. 8. Titelausgabe 1852. S. Engelmann 
151. Das buch scheint auch ins englische übertragen. 8. M c Leod 102. 

1823. W. F. Palmblad, Palaestina, Geographisk, Archaeologisk och 
Historisk Beskrifning. Upsala 1823. S. Berggren 3, 9. 

1824. Hornung, Handbuch zur Erläuterung der biblischen Geschichte 
und Geographie, für Volksschulen und forschende Bibellehre • . 2. Auflage. 
Leipzig, F. Fleischer, 1827. 8. S. Engelmann 1094. 

1825. Earl Friedrich Hempel, kurze Beschreibung des jüdischen 
Landes und seiner Merkwürdigkeiten, besonders zur Zeit Jesu. Für Kinder 
in Bürger- und Landschulen. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. Leip- 
zig, Herbig, 1835. 8. Mit l karte. S. Engelmann 150. 

1825. Das jüdische Land oder Palästina, nebst einer kurzen Geschichte 
der Israeliten. Schwelm, Scherz, 1825. 8. Mit lithographischen abbildungen 
und 1 karte. S. Engelmann 1094. 



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217 



1826. J. K. Wiets, Palästina, oder: Das heilige Land. Bearbeitet 
nach den getreuesten Berichten bewährter Angenzengen. Prag, Bohmann, 
1826. Gr. 8. Mit 1 plan. S. Engelmann 152. 

1826. Extrait d’un ouvrage öcrit vers la fin de l’annde 1826 et an 
commencement de 1827, sohs le titre de Conp d’oeil snr la Palestine et la 
Syrie. Par Jonas King. Äthanes, C. N. Philadelphien, 1 859. 8. Griechisch: 
2vy07izixrj EmfrttüQrjoig x rjg IlaXaiOTi'vrjg xai Svqiag. Er 'Adyvaig, xvnoyq. 
xijg Auxoviag, 1859. Historisches über missionswesen, weniges aber über 
Palästina. 

1827. Freiherr Heinr. Fr. v. Bminingk, Phantasiegemälde aus dem 
heiligen Lande. Nebst 1 Karte von Palästina und 1 Anhänge zur Ver- 
deutlichung des Textes, in Bezug auf Geschichte und Sitten der Juden; 
Liegnitz, Leonhardt, 1827. 8. S. Engelmann 149. 

1827. W. F. Welleba, Vollkommene Darstellung der Merkwürdig- 
keiten von Jerusalem, den heiligen Orten und dem h. Grabe. Nach den 
neuesten und bewährtesten Reisebeschreibungen geschildert. Prag 1827. 16. 
Mit 2 ansichten. S. Engelmann 137. 

1830. Palästina in historisch - geographisch - statistischen Umrissen, 
nach ältern und neuern Reisebeschreibungen gezeichnet. Freiburg, Herder, 
1830. Gr. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und einer ansicht dea h. grabes. 
S. Engelmann 150. 

1830. Palästina und vornämlich die Stadt Jerusalem. Historisch- 
geographisch beschrieben zur Erklärung der biblischen Geschichte für Re- 
ligionsfreunde. Von Baron von Scheeler. Mit einem Grundriss der Stadt 
Jerusalem und einer Karte von Palästina. Gmünd, Stahl, 1830. 16. 

1830. Alfred Campbell, oder Reisen eines jungen Pilgers nach Aegypten 
und dem gelobten Lande. Frei nach dem Englischen für die Jugend bear- 
beitet von Caroline Stille. Hamburg, A. Campe, 1830. 16. Mit kolorirtem 
titelkupfer. S. Engelmann 119. 

1830. G. Fr. Weikard, Bibelkunde. Sulzbach 1830. Von s. 59 — 
214 die biblische Erd- und Länderkunde. S. Gratz 630. 

1831. Descrizione della Palestina o storia del Vangelo illustrata coi 
monumenti dal dottor Giulio Ferrario. Milano 1831. Gr. 8. Die ansichten 
sind Ludwig Mayer entlehnt. 

1832. Viaggio di Gesü Cristo o Descrizione geografica de’ principali 
luoghi e monumenti della Terra Santa. Con una carta e col tipo di Ge- 
rusalemme di C. M. D* M 5 *. Torino, Mancio, 1832. Kl. 8. 2 voll. Die 
Reisen Jesu Christi, oder geographische Beschreibung der vorzüglichsten 
Orte und Denkmäler des heiligen Landes zu den Zeiten Jesu. Aus dem 
Franz, durch C. M. D. M. übersetzt und mit einer geographisch - historischen 
Einleitung, so wie mit erläuternden Anmerkungen versehen, von J. N. F. 
(Mit 1 Karte und 1 Plan.) Linz, Eurich, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 151. 

1832. Alois Staudenraus. Das heilige Land. Oder: Beschreibung 
der merkwürdigsten Orte des heil. Landes und der Stadt Jerusalem; nebst 
der Passionsgeschichte unsers Herrn nach den vier Evangelien, und der 
Schilderung von Jerusalems Zerstörung. 2. vermehrte und verbesserte Auf- 
lage. Regensburg, Manz, 1839. Gr. 12. Mit titelkupfer. S. Engelmann 151. 



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218 



1833. Justus Olshausen, Zur Topographie des alten Jerusalem. Kiel, 
Schwere, 1833. 8. 8. Robinson 2, 555, Engelmann 137. 

1833. Der bischof Michael Russell. Palestine, or, the Holy Land: 
from the earliest Period to the present Time By . . M. Russell . . With 
a Narrative of recent Visits. London, T. Nelson, and Edinburgh, 1852. 8. 
Mit karte und ansichten. Spätere ausgabe bei Nelson 1855. 8. Die Vor- 
rede zur 4. ausgabe erschien 1837. Deutsch: Palästina oder das heilige 
Land . . Aus dem Englischen übersetzt von F. A. Rüder. Leipzig, Kum- 
mer, 1833. Gr. 8. Mit 1 karte und titelkupfer. 2 theile. Auch Leipzig 1836. 
Mit James B. Fraser gab Russell heraus : Länder - Gemälde des Orients, zur 
Verständigung der Begebenheiten unserer Zeit. Übersetzt von A. Diezmann 
und J. Sporschil. Pesth, Hartleben, 1836. 8. Auch 1840. Ebenfalls von 
A. Diezmann ins holländische übersetzt. Amsterdam, 1838. 8. 2 deel. S. 
Russegger 3, 96, Engelmann 121, 151. 

1833. Job. Aug. Friedrich Schmidt, Die Reisen Jesu, oder Beschrei- 
bung und Schilderung des jüdischen Landes und seiner Bewohner zur Zeit 
Jesu, mit Berücksichtigung seines Zustandes in den frühem, spätem und 
jetzigen Zeiten, und in Verbindung mit Jesu Leben und Schicksalen. Zur 
Erläuterung der heiligen Schriften, vorzüglich des neuen Testamentes, für 
die reifere Jugend und für ältere wissbegierige Bibelleser, welche der theo- 
logischen Gelehrsamkeit wenig kundig sind. Ilmenau 1833. Gr. 8. Mit 10 
lithographien und 1 karte. S. Engelmann 151. 

1834. Professor Karl von Raumer in Erlangen, Palästina. Leipzig 
1835. 8. 2. auflage. Leipzig, Brockhaus, 1838. 8. 3. auflage das. 1850. 8. 

4. auflage das. 1860. 8. Mit 1 plan und 1 karte. In Utrecht sah ieh 
1861 aushängebogen von einer holländischen Übersetzung. Ein vortreff- 
liches handbuch, obschon es der revision, eines umgusses bedarf. 

1834. Geographisch -historische Beschreibung des Landes Palästina 
von Friedrich Gottlieb Grome. Göttingen, Vandenboeck, 1834. 8. Erster 
Theil. Geographische Beschreibung des Landes Palästina. Mit 1 karte. 

5. auch Cromes Artikel Jerusalem in Erech und Grubers Encyklopädie 
s. 273 bis 321 (4.). Vgl. Robinson 2, 555, 3. Wander. 438. 

1834. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth. Brünn 1834. Gratz 630. 

1835. Bened. Adam Geyer, Das heilig Land. Versuch einer Be- 
schreibung desselben nach biblischen Grandsätzen, für Schulen und zum 
Selbstunterricht. Kempten, Dannheimer, 1835. Gr. 12. Mit 1 karte. S. 
Engelmann 1 50. 

1835. K. M. Ernst, Historisch -geographische Beschreibung von Pa- 
lästina für Schulen; zunächst bearbeitet als Wegweiser zur Wandkarte dieses 
Landes für Schulen, in 9 gr. Roy. blättern. 2. Auflage. Breslau 1835. 8. 
S. Engelmann 149. 

1835. Palästina sonst und jetzt. Eine tabellarische Übersicht. Saal- 
feld, Niese, 1835. Gr. fol. S. Engelmann 150. 

1836. (Hochstetter) Biblische Geographie für Schulen und Familien. 
Herausgegeben von dem Calwer Verlagsverein. Mit Holzschnitten und einer 
Charte des heiligen Landes in Stahlstich. Sechste verbesserte Auflage. 
Calw; Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1846. Kl. 8. 5. auflage 1843. Der Verfasser 



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219 



gab auch für den gleichen verein ein Handbttchlein biblischer Alterthümer 
am gleichen Orte, 1852, heraus. Hochstetter verfasste desgleichen die: Be- 
schreibung von Jerusalem. Eine Zugabe zu der Reliefkarte der Stadt und 
Umgegend von Jerusalem von Louis Erbe. Stuttgart, L. Kienzier (1854). 4. 
S. Engelmann 149, Topogr. 1, LXXXVUI f. 

1836. J. C. Kröger, Abriss der biblischen Geographie und Alter- 
thümer, nebst geschichtlichen und andern Tabellen, für Lehrer in Bürger- 
schulen. Hamburg, Hoffmann, 1836. 8. S. Engelmann 150. 

1836. L. Traub, Palästina, oder alte Geographie des heiligen Landes 
für israelitische Schulen und gebildete Bibelleser. Augsburg, Rieger, 1836. 8. 
S. Engelmann 151. 

1836. Friedr. Aug. Schubert, Das Nothwendigste aus dem Gebiete 
der Geographie . . ; nebst einem Anhänge über Palästina. 2. verbesserte und 
vermehrte Auflage. Meissen, Goedsche, 1836. 8. S. Engelmann 35. 

1836. Paul Ewald, Biblische Topographie in alphabetischer Ordnung. 
Zusammengestellt für Schulen und Freunde der heil. Schrift. Ansbach, 
Brügel, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 149. 

1 836. Historisch - geographisch - statistische Beschreibung von Palästina ; 
das ist von dem gelobten, heiligen oder Juden -Lande, als dem Vaterlande 
unseres heil. Religionsstifters Jesus Christus; wie es zur Zeit als Derselbe 
lebte, war, und wie es heut zu Tage ist etc. 2., ganz umgearbeitete . . 
und vermehrte Auflage. Grätz, Ferstl, 1836. 8. Mit 2 kupfern, 8 holz- 
schnitten, 1 landkarte und 1 plan von Jerusalem. S. Engelmann 149. 

1837. C. Friedrich Strahlheim, Die Wundermappe, 2. Serie: Asien, 
* oder alle Merkwürdigkeiten dieses Welttheils. Frankfurt a. M., Comptoir 

für Literatur und Kunst, 1837. Lex. -8. 1. band: Babylonien u. Assyrien, 
Syrien, Phönizien, Palästina, Arabien und Klein - Asien. Mit 49 Stahlstichen. 
S. Engelmann 57. 

1837. L. M. Cottard, Dictionnaire historique et gdographique de la 
Bible. Ä l’usage des Etablissements d’instruction primaire et secondaire. 
Paris et Strasbourg, Levrault, 1837. 12. S. Engelmann 149. 

1837. Einleitung in die Bibel, und Beschreibung der merkwürdigsten 
Länder und Orte, welche in der Bibel Vorkommen, für Elementarschulen. 
3. Auflage. Dortmund, Krüger, 1837. 8. S. Engelmann 149. 

1837. Description de la ViUe Sainte. Moscou 1837. 4. S. Eug. 
Bord 40. 

1837. Andr. Bram, Beschreibung des heiligen Landes. 2., vermehrte 
Auflage. Meurs, Rhein. Schulbuchhandlung, 1838. 8. Mit 1 Wandkarte. 
Französisch: Description dela Terre- Sainte par Andrdas Brsera . . traduction 
par F. de Rougemont. Neuchätel , Petitpierre , 1837. 8. S. Engelmann 149. 

1838. K. Alb. L. Schmidt, Geographisches Lehrbuch; nebst einem 
Anhänge , die biblische Geographie Palästina^ enthaltend . . Berlin , Schroe- 
der, 1838. 8. S. Engelmann 34. 

1838. G. Christian Kneise, Das Wissenswertheste für den geogra- 
phischen Unterricht in Elementar- und Landschulen. Mit einem Anhänge, 



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die Geographie des alten Palästina enthaltend. Reichenbach 1838. 8. S. 
Engelmann 25. 

1838. John Bowring, Report on the commercial statistics of Syria, 
presented to both houses of Parliament, 1838. London 1840. Fol. S. van 
de Velde’s Mem. 10. 

1839. Palästina oder wahrhafte Beschreibung des gelobten Landes, 
der Stadt Jerusalem, der Kirche des heil. Grabes etc., mit einem Anhang 
der Reisen und Wunder unsers Herrn Jesu Christi , wie auch Schilderung 
deijenigen Orte, wo sich die heiligen Begebenheiten zugetragen haben. Zur 
Erbauung für Christen mit vielem Fleiss zusammengetragen. 3., verbesserte 
Auflage. München 1839. Gr. 12. Mit 2 holzschnitten. S. Engelmann 150. 

1839. Joh. Geo. Christian Woerle, Kurzgefasste Geographie nebst 
einem Abrisse der biblischen Geographie für die Hand der Schüler in Volks- 
schulen. 11. verbesserte und vermehrte Auflage. Stuttgart, Lubrecht, 1853. 8. 
S. Engelmann 40. 

1840. Friedr. August Herzberger, Kurze Einleitung in die Bibel 
und historisch - geographische Darstellung der wichtigsten Länder und Reiche, 
welche in der Bibel Vorkommen . . Zum Gebrauche in Schulen. Friedberg 
in d. W., Bindernagel, 1840. 8. S. Engelmann 150. 

1840. A. Dörle, Palästina, oder das heilige Land zu Jesu und unse- 
rer Zeit in engster Verbindung mit der evangelischen Geschichte . . fttr 
Schule und Haus gewidmet. Mainz, Kupferberg, 1840. Mit 1 karte von 
Palästina. S. Engelmann 149. 

1841. Palestine. Description göographique, historique et archöologique, 
par S. Munk . . Paris, F. Didot, 1841. 8. Auch spätere ausgaben, z. b. 
1845, 1856, aber stereotyp, mithin ohne Veränderungen. Mit vielen tafeln. 
S. Robinson 2, 554, 3. Wander. 438. Spanisch: Historia de la Palestina 6 
Tierra Santa . Por * * * Traducido al Castellano por Una sociedad literaria. 
Barcelona, Liberal Barcelones, 1842. 8. 

1841. Palestine: The physical Geography and natural History of the 
Holy Land. By John Kitto. London, C. Knight, 1841. 8. 2 voll. Mit 
vielen holzschnitten. Palestine, its Physical and Bible History. London 1841. 
2 voll. S. Robinson 2, 554, Topogr. 1, LXXXVHI. The pictorial History 
of Palestine and the Holy Land, including a complete History of the Jews. 
London, Knight, 1844. 2 voll. Palestine, an account of its Geography and 
natural History, and of the Customs and Institutions of the Hebrews. Edin- 
burgh, A. and C. Black, 1858. Mit t karte. S. Petermanns geogr. Mit- 
theilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 81. 

1841. Mich. Görringer, Palästina oder das gelobte Land. Für den 
geographisch-geschichtlichen Unterricht in den deutschen Schulen bearbei- 
tet. Zweibrücken, Ritter, 1841. t6. Mit 1 kolorirten kärtchen. S. Engel- 
mann 1 50. 

1842. 1. Golgotham et sanctum sepulcrum extra Hierosolyma et hodierna 
et antiqua etiamnunc superesse, probare studuit et hujus rei judicium Ro- 
binsono, Americano, permisit Otto Thenius. Accedit tabula lithographica. 
In: Zeitschrift für die historische Theologie . . von C. F. Illgen. Leipzig, 
L. H. Bösenberg, 1842. 8. 4, 3 — 34. — 2. Zur Verteidigung des Christen- 



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221 



thums. Ton Thenius. in J. E. R. Känffer’s biblischen Stadien. Dresden 
u. Leipzig, Arnold, jahrg. 1843, 122 — 167. 8. Mit 1 karte von Palästina. 
Die beweisftthrung geschieht auch geographisch. — 3. Die Gräber der Könige 
von Juda, vornehmlich durch Berichtigung der Topographie des vorexiliscben 
Jerusalem nachgewiesen von Otto Thenius. ln Illgens Zeitschrift, 1844, 1, 
3 — 60. Mit 1 plan von Jerusalem. — 4. ynöantt rpnrri Tönpn *v* Das 
vorexilische Jerusalem und dessen Tempel dargestellt von Otto Thenius. 
Nebst drei lithographirten Tafeln. Leipzig, Weidmann, 1849. 8. Ein er- 
gänzender artikel über jene gräber findet sich in der Zts. der Deutsch, 
morgenl. Gesellsch. 

1843. J. Gans bKqttSi rrn btosb oder Landeskunde von 

Könään nach der Stammeintheilung ; zunächst für israelitische Schulen be- 
arbeitet. Paderborn, Winkler, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 149. 

1843. Chstn. Hüther, Das heilige Land. Ein Handbuch zur Er- 
läuterung der biblischen Geschichte. Mainz, Kunze, 1843. Gr. 8. S. Engel- 
mann 150. 

1843. Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte 
und sein jetziger Zustand, dargestellt von Carl Johannes Ball . . Nebst 
einem Grundriss von Jerusalem. Elberfeld, W. Hassel, 1843. Kl. 8. Eng- 
lisch von Sophia Taylor, mit vorrede von A. M’Caul. London, B. Wertheim, 
1843. 12. S. Topogr. 1, LXXXVIH. 

1843. Abraham Levi Mayer, Biblische Geographie für israelitische 
Schulen und zum Privatgebrauche. Nach den besten Quellen bearbeitet und 
herausgegeben. Mainz, Halenza, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150. 

1843. Johannes Köpf, Palästina, oder: Topographische Darstellung 
des biblischen Schauplatzes, verbunden mit einer kurzen Welt- und Religions- 
geschichte. Kempten, Kösel, 1843. Gr. 8. Mit 2 karten. S. Engelmann 150. 

1843. J. Greve, Leitfaden beim Unterricht in der Erdkunde für Bür- 
ger- und Landschulen. 2. verbesserte Auflage, vermehrt mit einem Anhänge 
von Palästina. Kiel, Universitätsbuchhandlung, 1843. 8. S. Engelmann 20. 

1843. Topographie de Jerusalem . . Thöse par . . Athanase J.Coquerel. 
Strasbourg, G. L. Schüler, 1843. 8. 

1844. Biblische Erd- und Länderkunde. Herausgegeben von J. F. 
Allioli, unter Mitwirkung von L. C. Gratz. Landshut, Vogel, 1844 f. Lex. 8. 
Mit 3 karten. Auch u. d. t. : Handbuch der biblischen Alterthumskunde 
(unter Mitwirkung von Gratz und Haneberg). 2 voll. S. Engelmann 1094. 

1844. Fr. Schwed, Die Pilgerreise nach dem heil. Lande, und Er- 
lebnisse und Schicksale im Orient. Unterhaltende und belehrende Erzählung 
für Jung und Alt. 2. neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Wöller, t856. 8. 
S. Engelmann 153. 

1844. Carl Friedr. Wilhelm Clemen, Geographie von Palästina und 
jüdische Alterthumskunde . . Ein Hülfsbuch beim Religionsunterricht in Schu- 
len. Cassel, Bohnö, 1814. Gr. 8. S. Engelmann 149. 

1844. G. Conrad, Das heilige Land. — Kurze Darstellung des Wis- 
senswerthesten aus der Geschichte und Geographie von Palästina. Zum Ver- 
ständnis der heil. Schrift und zum Gebrauche für Volksschulen verfasst 



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222 



2. verbesserte Auflage. Breslau, Trewendt, 1847. 8. 3. verbesserte Auflage 
das. 1857. S. Engelmann 149, 1094. 

1845. 1. Palästina. Historisch -geographisch mit besonderer Berück- 

sichtigung der Helmuth’schen Karte für Theologen und gebildete Bibeüeser 
dargestellt von Dr. Fr. Arnold. Halle, Anton, 1845. Gr. 8. Auch mit 
dieser karte das. 1845. S. Engelmann 148. — 2. Palästina, ln: Herzog* s 
Real-Encyclopädie für Theologie und Kirche 11, 1 — 46. — 3. Städte und 
Ortschaften in Palästina. Encyclopädie 16, 720 — 768. — 4. Zion, Jerusa- 
lem. Encyclopädie 18, 592 — 649. Überhaupt sind in diesem Wörterbuche 
die geographischen artikel nicht bloss von Arnold, sondern auch von Rüetschi 
und Legrer (z. b. Strassen) beachtenswert!). — 5. Die Bibel, Josephus und 
Jerusalem. Sammlung und Beleuchtung aller Stellen der Bibel und des Flavius 
Josephus, welche auf die Topographie Jerusalems Bezug nehmen. 1. Ab- 
theilung. Halle, Waisenhaus-Buchdruckerei, 1865. 2. Abth. ibi 1866. Zu 
den Programmen der lateinischen Hauptschule in Halle. 

1845. Carl Wegen er, Das heilige Land, oder lichtvolle Darstellung 
Palästinas in seiner religiösen Bedeutung bis auf unsere Tage. Für christ- 
liche Schulen. Gumbinnen, König, 1845. Gr. 8. S. Engelmann 151. 

1845. L’Orient 1718 — 1845. Histoire, Politique, Religion, Moeurs . . 
Par Raoul de Malherbe. Paris, Gide, 1846. 8. 2 voll. 

1846. Handbuch für Reisende in den Orient. Inhalt: Die jonischen 
Inseln, Griechenland, Türkei, Inseln des Archipels, Syrien, Palästina und 
Aegypten. Nach eigener (?) Anschauung und den besten Hülfsquellen. Nebst 
Lehren und Winken für Reisende. Stuttgart, Krabbe, 1846. 8. Mit 5 karten 
und den plänen von Konstantinopel und Jerusalem. S. Engelmann 119. 

1846. Theodor Westhaus, Das heilige Land. Zur Verständniss der 
biblischen Geschichte und zum Gebrauch für Elementarschulen. Soest, Nasse, 
1846. 8. Mit kärtchen. Palästina, oder das heilige Land zur Zeit Jesu, in 
geographischen, religiösen, häuslichen und bürgerlichen Verhältnissen. Ein 
Handbuch für Lehrer beim Unterricht in der biblischen Geographie, und zu- 
gleich zum nützlichen Gebrauche für das Haus. Von Theodor Westhaus . . 
Zweite Auflage. Nebst einer Charte von Palästina zur Zeit Jesu. Soest, 
Nasse, 1856. 8. S. Engelmann 152. 

1846. Georg Janas, Beschreibung des heiligen Landes in geographisch- 
statistischer, archäologischer und geschichtlicher Beziehung. Ein Beitrag 
zur Kenntniss der Bibel für Schulen und zum Privatgebrauch. Mit 1 nach 
den neuesten Hülfsmitteln und Entdeckungen gearbeiteten Karte von Palästina 
und 1 Plane von dem ehemaligen Jerusalem. Stuttgart, Belser, 1846. Gr. 8. 
S. Engelmann 150. 

1846. Ed. Lamprecht, Palästina, oder Leitfaden zur biblischen Geo- 
graphie. Meissen, Gödsche, 1846. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und 1 ko- 
lorirten doppelkupfer. S. Engelmann 150. 

1846. A. W. M. Seward, Gespräche eines Vaters mit seinen Kindern 
über das heilige Land, oder Geographie von Palästina in Unterredungen, 
mit beständiger Hinweisung auf die heilige Schrift und mit vielen lehrreichen 
Bemerkungen etc. Hamburg, Nestler, 1846. Mit 1 karte. S. Engel- 
mann 151. 



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223 



1846« Ford. Bastler, Das heilige Land and die angrenzenden Land- 
schaften. In anschaulichen Schilderungen dargestellt Leipzig, Hebenstreit, 

1846. 8. Titelausgabe 1855. Auch das. 1858. S. Engelmann 149. 

1846. Artaud de Montor, s. oben s. 105. Italienisch: Gonsiderazioni 
sopra Gerusalemme. Napoli, Gemelli, 1847. 

1847. Heinrich von Gerstenbergk , Palästina oder das jüdische Land 
zur Zeit Jesu, so wie auch die wichtigsten, ausser Diesem, im Alten und 
Neuen Testamente erwähnten Länder und Orte. Historisch - geographisch 
beschrieben und zur Beförderung einer anschaulichen Kenntniss der biblischen 
Geographie, Geschichte und Alterthumskunde ftlr gebildete Bibelleser, Leh- 
rer etc. bestimmt 2. ftitel-) ausgabe. Eisenberg, Schöne, 1850. Gr. 8. 
Mit 1 karte im- kupferstich. S. Engelmann 149 f. 

1847. P. J. Beniner , Kurze Beschreibung und Geschichte von Palästina. 
Ftlr Volksschulen bearbeitet. 3. verbesserte Auflage. Wesel, Bagel, 1852. 
Gr. 12. Mit 2 karten. S. Engelmann 149. 

1847. J. W. Th. Carstenn, Palästina in historisch -geographischer 
Hinsicht, mit einem Anhang Uber Sitten und Gebräuche der Juden. Ein 
Leitfaden für Schüler. Oldesloe 1847. 8. S. Engelmann 149. 

1847. H. Petersen, Biblische Geographie, nebst einer chronologischen 
Tabelle zur biblischen Geschichte . . Hamburg u. Leipzig, Schuberth, 1847. 
Gr. 12. S. Engelmann 150. 

1847. Gust Friedr. Ludwig Heumann, Kleine Erdbeschreibung, mit 
Berücksichtigung des Preussischen Staates . . Nebst einer kurzen Beschrei- 
bung von Palästina. 8. sehr verbesserte Auflage. Berlin, H. Schultze, 

1847. 8. S. Engelmann 786. 

1847. Le livre d’Or des familles ou*la Terre Sainte. Par J. A. L. 
.Bruxelles, Wasme, 1847. Gr. 8. Mit vielen abbildungen. S. 3. Wander. 438. 

1847. George Finlay, On the Site of the Holy Sepulchre. With a 
Plan of Jerusalem. London, Smith, 1847. 8. 

1847. Das Morgenland. 2. Bändchen: D,ie Sinaihalbinsel und das 
heilige Land. Zwickau 1847. Mit 1 kärtchen. S. Engelmann 120. 

1848. Lorenz Clem. Gratz. 1. Erd- und Länderkunde der heil. 
Schrift für kath. Schulen und Familien zur Erläuterung der heil. Geschichte 
des alten und neuen Bundes. Kempten 1848. Mit 3 karten. — 2. Schau- 
platz der Heiligen Schrift oder das alte und neue Morgenland mit Rücksicht 
auf die biblischen und kirchlichen Zustände. Handbuch zu dem J. F. 
v. Alliolischen Bibelwerke. München, Vogel, 1858. 8. Mit 15 karten. Es 
ist dies die 2., vermehrte auflage der oben 1844, s. 221, angeführten Erd- 
und Länderkunde. 

C. 1850. La Syrie la Palestine et la Judee P&lerinage k Jerusalem 
et aux Lieux Saints. Par le R. P. Laorty-Hadji. Onzi&me ddition. Paris, 
Bolle -Lasalle, 1854. 8. 

1852. The Geography, Topography, and natural History of Palestine. 
By F. A. Cox. . . Illustrated by Engravings. London, J. J.* Griffen, and 
Glasgow, 1852. 8. S. Topogr. 1, LXXXVIII; 2, 1011. 



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224 



1852. Heinr. Aug. Kienemund , Palästina in geographischer und histo- 
rischer Hinsicht. Zum Verständnis der biblischen Geschichte. Heiligenstadt, 
Dunkelberg, 1852. 8. Palästina, oder das heilige Land. Ein Handbuch 
für Lehrer und zum Hausgebrauch. Ebendaselbst 1853. 8. S. Engel- 
mann 150. 

1852. Bybelsch Woordenboek voor het christelijk Gezin. Uitgegeven 
door W. Moll (u. a.). Amsterdam 1852. 4. 3 theile. M. D. de Bruyn 
schrieb artikel für dieses Wörterbuch. • 

1853. Friedr. Heinzeimann, Die Weltkunde. Leipzig 1853. Der 
12. bd. enthält Aegypten und Palästina. Gratz 631. 

1853. Palästina, Land und Volk. Von A. Rathgeber. Langensalza, 
Schulbuchhandlung, 1853. 8. Mit 1 karte. Auch 1860. 8. Engelmann 150. 

1853. £. Scheder, Palästina. Ein Leitfaden für Schulen. Breslau, 
Kern, 1853. 8. S. Engelmann 151. 

1853. La Terra Santa, auf dem zweiten titelblatte: La Terre-Sainte 
et les Lieux illuströs par les s. Apötres. Par l’Abbd Gr . . et A. Egron. 
Paris, J. Vermot, 1853. 8. 2. Ausgabe. Mit 1 karte und 48 Stahlstichen. 
S. 3. Wander. 438 f. 

1854. Shrines of the Holy Land. Contested by the Russian and the 
Turk. London, Longman, 1854. Kl. 8. S. Topogr. 2, 1011. 

1854. Carl Beiling, Der christliche Führer in das heilige Land, oder 
historisch -geographische Beschreibung von Palästina. Zugleich auch erklä- 
render Text zu seiner Karte von Palästina. Mit einem Anhang der häus- 
lichen , religiösen und politischen Alterthümer der Hebräer vermehrt von 
A. Schmitier. Landshuth, Krüll, 1854. Gr. 8. Mit 17 lithographirten an- 
sichten. S. Engelmann 149. 

1855. Das Heilige Land und das Land der israelitischen Wanderung. 
Für Bibelfreunde geschildert von Ludwig Völter . . Mit einer Charte von 
Palästina und vom Peträischen Arabien. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1855. 8. 
2., vermehrte Auflage ibi 1864. Der Verfasser schrieb auch Wanderung 
durch das Heilige Land für G. Plieningers Weihnachtsblüthen auf das 
Jahr 1838. 

1855. H. J. Wetzer und B. Welte, Kirchen-Lexicon oder Encyklopädie 
der kath. Theologie und ihrer Hilfswissenschaften. Freiburg 1855. Die 
geographisch -historischen artikel. S. Gratz 631. ln dieser beziehung hat 
wol Winer’s biblisches Realwörterbuch weit mehr werth. 

1855. Phoenicia. By John Kenrick. London 1855. 

1855. Palästina. Geschildert für Schule und Haus von J. König. 
Mit einer Karte des heiligen Landes. Leipzig, F. Brandstetter, 1855. 8. 

1856. Ein Gang durch Jerusalem. Eine 1856 zu Jena vor einer 
Gesellschaft von Damen und Herren gehaltene Vorlesung. Von A. G. Hoff- 
mann. Im: Ausland, Cotta’scher Verlag, 1856, nr. 43 — 48. Vgl. Ph. Woljfs 
Rundgang in der gleichen ZS., 1861, 763. S. Petzholdtfs Anz., 1863, 109. 

1857. Fortsatte Vandringer i Syrien og det heilige Land. Ved L. N. 
Boisen. Udgivet af Folkeskriftselskabet. Haderslev, G. Nielsen, 1857. 
Kl. 8. Danske Folkeskrifter. XIX. 



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225 



1857. Het Heilige Land en de Landen der heilige Schrift in hunne 
Natur- en Staatkundige Gesteldheid en onderlinge Betrekking. Geschetst voor 
Katechisatiön, Scholen en Huisgezinnen , door H. Bakkes . . Met vier Kaartjes. 
Schiedam, B. A. M. Roelants, 1857. 8. 

1857. Das heilige Land. Eine kurze Beschreibung seiner heiligen 
Orte und deren Umgebung, seiner Kirchen, Heiligthümer und Ablässe. Nach 
den neuesten Reiseberichten für’s Volk bearbeitet von Eriedrich Willam . . 
Mit 12 Ansichten und einer Karte des gelobten Landes. Einsiedeln und 
New- York, Benziger, 1857. 8. 

1858. A Bible Dictionary; being a comprehensive Digest of the 
History and Antiquities of the Hebrews and neighbouring Nations : the natu- 
ral History, Geography, and Literature of the Sacred Writings. With Refe- 
rence to the Latest Researches. By J. A. Bastow. New Edition. London, 
Longmann, 1859. Kl. 8. Mit holzschnitten und 1 karte. S. 3. Wan- 
der. 439. 

1858. Das heilige Land. Für Volksschulen und Bibelleser zum bessern 
Verständniss der heiligen Schrift beschrieben von Friedr. Wilhelm Bode- 
mann. Mit einer Charte von Palästina nnd einem Plane des Tempels in 
Jerusalem. Hannover, Helwing, 1858. 8. 

v 

1858. Fr. Soffer, Palaestina neb Zem6 swatä. Pfirußka k biblickym 
pribähftm. V Hradci Krälovö, 1858, Pospßil. 8. Mit 1 karte. 

1859. (J. R. Macduff). Story of Bethlehem. A Book for the Young. 
2 a . Edition. London, J. Nisbet, 1859. 8. Mit abbildungen. 

1859. Von Hanna findet sich im armenischen kloster auf der insei 
Lazaro zu Venedig eine armenisch abgefasste descrizione della s. cittä di 
Gerusalemme, compilata con esamine da Hanna e Marinos, due storici. 
Gerusalemme, tipografia di S. Giacobo, 1859. 8. Mit Zusätzen herausgege- 
ben von B. Vartdbet Arsuni. Die Schrift enthält manche historische notizen, 
die man brauchen könnte. 

1860. J. A. Messmer. S. sub anno 1845 Strauss. 

1860. Jerusalem and its Environs; or, The Holy City as it Was and 
Is. By .. W. K. Tweedie. Boston, american Tract Society, 1860. 12. Mit 
kolorirten abbildungen. 

1861. Die topographische Streitfrage über Jerusalem, namentlich die 
\4xqol und den Lauf der zweiten Mauer des Josephus, vom A. T. aus be- 
leuchtet Von Hermann Hupfeid. (Aus dem XV. Bande der Deutschen 
Morgenl. Gesellschaft besonders abgedruckt.) Leipzig, G. Kreysing, 1861. 8. 

1861. Geografie von Palästina nebst ausführlicher Beschreibung der 
heiligen Stätten. Von Alexander Kuttner. Mit Illustrationen und 1 Karte. 
Pest R- Lampel, 1861. 8. 

1861. Das alte Jerusalem und seine Bauwerke. Ein Beitrag zur 
biblischen Alterthumskunde von Gustav Unruh. Mit 8 Plänen und 36 Ab- 
bildungen. Langensalza, Verlags - Comptoir, 1861. Gr. 8. 

1861. Der franziskaner Joseph Maria Ludwig Enjelvin. Le Soleil 
de la Terre - Sainte. Paris, Regis Ruffet^ 1861. Rignon 1861 , 98. 

Tobler, Bibliogr&phia. 15 



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226 



1862. Naar Jeruzalem en het Heilige Land. Een Reisverhaal. Naar 
de geachtste en nieuwste Bronnen bewerkt door E . Gerdes Met Platen en 
Kaarten. Amsterdam, de Hoogh, 1862. 8. 

1862. Historical and descriptive Geography of Palestine; With Illustra- 
tions. By Joseph A. Meen. London, Sunday School Union. KL 8. 

1863. Will. Smith, Dictionary of the Bible, comprising its Antiqui- 
ties, Biography, Geography, and natural History. With numerous Illustra- 
tions. London 1860 — 63. Gr. 8. 3 voll. 

1865. The Geography of Palestine, or The Holy Land . . By Walter 
M° Leod. New edit. London, Longmans, 1865. 12. Mit 1 karte. 

1 865. Catoghisonitjan, über die heiligen Stätten, armenisch. Konstan- 
tinopel 1865, 8. 

1865. C. Hergt, Palästina. Weimar, geographisches Institut, 1865. 8. 

1866. Palästina, Land und Volk. Dargestellt nach biblischen Studien 
von Otto Postei . . Langensalza, F. G. L. Gressler, 1866. 8. 

1866. La Palestine ou une visite aux Lieux Saints Par M Uc C. Fil- 
leul - P6tigny. Rouen, M^gard, 1866. 8. Offenbar eine phantasiereise. 



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DRITTE ABTHEILUNG. 



Ansichten und karten. 

a. Ansichten. 

Ich führte schon hin und wieder werke an, die sich durch ansichten 
bemerklich machten oder die hauptsächlich solche enthalten. Wenn ich in der 
ausscheidung nicht strenge genug verfuhr oder verfahren konnte, so suche 
ich die Sache dadurch gut zu machen, dass ich hier zurückweise. 

1. Der maler Erhard Rewich oder Reuwich, s. oben sub anno 1483 
bei Breydenbach, s. 57. 

2. Grünemberg s. 59. 

3. Die holzschnitte im Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro s. 63 f. 

4. Jan van Scorel, s. bei Heuter’s. 69. 

5. Hermann Borculoo s. 209. Kopien nach van Senden 1, 353. 

6. Be le Greche s. 72 bei Prefat. 

7. Johann Zuallart s. 83. 

8. Bernardino Amico s. 87. 

9. Cavazzoni s. 96. 

10. Eugen Roger s. 100. 

11. Johannes Schauwenburgh s. 103. 

12. Jean Boubdan s. 104. 

13. Cornelius de Bruyn s. 114. 

14. Peter Anton von Venedig s. 119. 

15. Ladislaus Mayr s. 131. 

16. L. F. Cassas s. 134. 

17. J. A . Jakob Rotthier s. 134. 

18. N. P. Aug . de Forbin 8. 144. 

19. Leo de Laborde s. 150. 

20. Baniel Wegelin s. 152. 

21. Joseph d'Estourmel s. 153. 

22. F. Arundale s. 1 55. Werthvoll sind auch die arbeiten von 
F. Catherwood bei Stephen Olin und bei J. Fergusson. Vgl. Bartletfs 
Walks 148. 

23. Abraham v. Noroff s. 157. 

24. T. Tobler s. 158. 

25. Heinrich v. Mayr s. 161. , 

26. Tschemezoff 8. 166. 

27. W : H. Bartlett s. 167. 

15* 



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228 



28. W. F. Witts bei Williams s. 169. 

29. Otto Georgi s. 172. 

30. J. N. Sepp 8. 173. Nicht überall die beste auswahl. 

31. Ph. Wolff s. 175. 

32. F. de Saulcy s. 180. 

33. A. Salzmann s. 181. 

34. Maxime du Camp 8. 182. 

35. C. W. M. van de Velde s. 184. 

36. M \ de Vogüd s. 187. 

37. Ramboux s. 188. 

38. V, Guerin s. 190. 

39. Messmer-Strauss (1860) bei Strauss s. 171. 

40. W. M. Thomson s. 156. 

41. A. Löffler bei Busch s. 198. 

42. E . Pierotti s. 189. 

C. 1550. Ansicht von Jerusalem, von ost, gezeichnet von J. van Lier, 
im brittischen museum, ms. ex legato Banks, auf papier, nr. 15505, gr. fol., 
s. 27. Die handzeichnung scheint ziemlich gut, sie ist sehr reinlich; der 
glockenthurm der grabkirche hat die vollständige höhe; das terrän ist 
grossentheils gefehlt. 

1810 — 14. Ansichten von Palästina, oder dem heiligen Lande; nach 
Ludwig Mayer’s Originalzeichnungen mit Erläuterungen von E. F.' K. 
Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1810 — 14. Quer -fol. 3 bände mit 
36 kupfern. S. Engelmann 156. Englisch: Views in Palesöue, from the 
orig. Drawings of L. M. With an hist, and descriptive Account of the 
Country and its remarkable Places, in English and French. London, R. 
Bowyer, 1840. Imp. fol. 24 kolor. tafeln. Auch: Views in Turkey in Eu- 
rope and Turkey in Asia, comprising Roumelia, Bulgaria, Wallachia, Syria 
and Palestine . . London, R. Bowyer, 1810. 2 th. in 1 voL fol. 71 kolor. 
tafeln. S. Grässe’s Trös. 4, 456. Die Zeichnungen sind in der deutschen 
ausgabe untreu. Mayer zeichnete für Sir R. Ainslie. 

1837. Der maler J. M. Bernatz. 1. Bilder aus dem heiligen Lande. 
40 auserwählte Original- Ansichten biblisch - wichtiger Orte, treu nach der 
Natur gezeichnet von J. M. Bernatz. Mit erläuterndem Texte von G. ff. 
v . Schubert. (2. Ausg.). Souvenirs pittoresques de la Terre Sainte. 40 vues 
originales, dessinöes par J. M. Bernatz. Avec un texte explieatif par G. H. 
de Schubert, trad. par A. Vinet. (2. ödit.) Stuttgart, J. F. Steinkopf* 1842. 
Qu. gr. lex. 8. 43 bll. deutscher und französischer text. — 2. Sieben 
Bilder aus dem heiligen Lande. Ein Cyclüs auserlesener Zimmer- oder 
Albums -Zierden aus der grösseren Sammlung von J. M. Bernatz mit erklä- 
rendem Text von G. H. v. Schubert (auf 1 blatt in 8.). Stuttgart, J. F. 
Steinkopf, 1845. Qu. fol. — 3. Album des heiligen Landes. 50 ausgewählte 
Original -Ansichten biblisch wichtiger Orte treu nach der Natur gezeichnet 
von J. M. Bernatz. Ausgeführt in Farbendruck. Nebst einer Karte von 
Palästina. Mit erläuterndem Text (englisch, deutsch und französisch) von 
G. ff. v. Schubert und J. Roth. Stuttgart und Leipzig, J. F. Steinkopf, 
1835. Qu. 8. S. Engelmann 156. Die Zeichnungen werden von den 
, Neueste Nachrichten aus dem Morgenlande’ (Berlin) immerfort zur Verbrei- 
tung ans Schaufenster gestellt, obschon sie im ganzen nicht zu empfehlen 
sind, mag auch das wort treu auf dem titel stehen. Vgl. Topogr. I, CJI f. 



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229 



1838. Die klassischen Stellen des gelobten Landes nnd seine nähern 
Umgebungen. Nach englischen Originalen dargestellt und mit Benützung 
der Schriften Chateaubriand’s . . u. A. erläutert. Mit einem Vorwort von 
Alb. Knapp. Stuttgart, Rieger, 1838. Gr. 8. Mit 24 Stahlstichen. S. 
Engelmann a. a. o. 

1839. Ansichten aus dem Morgenlande: Ascalon — Jaffa. — Das 
Innere einer Gasse von Jerusalem (Als Titelkupfer zu G. H. v. Schubert’s 
Reise geeignet). Frankfurt a. M, Schmerber, 1839. Gr. 8. Engelmann. 

1841 ff. William Tipping. Dieser verbrachte in Syrien und Palästina 
10 monate, immer beschäftigt, um ansichten aufzunehmen, die als illustrazio- 
nen folgendem werke beigegeben sind: The Works of Josephus; a new 
Translation by Robert Traill . . With Notes, explanatory Essays, and pic- 
tural Illustrations. Edited by Isaac Taylor. London, Houlston, 1847 u. 
1851. 8. 2 voll. Dann : The Jewish'War of Flavius Josephus . . a new Trans- 
lation by . . Robert Traill . . Edited with Notes , etc. , by Isaac Taylor. 
Illustrated by seventy-five Engravings on steel, from Drawings made in 
Palestine expressly for this Work. London, Houlston, 1862 (neueste ausgabe). 
Lex. 8. Die abbildungen sind in der regel mehr schön als treu. Übrigens 
bringt Tipping manches neue, und seine bestrebungen sind in hohem grade 
lobenswerth. 

1842. Der maler David Roberts. 1. The Holy Land from Draw- 
ings made on the Spot by David Roberts lithographed by Haghe. 1842. 
Roy. fol. 3 voll. — 2. Views in the Holy Land, Syria, Egypt, Nubia, 
Arabia . . With hist. Descriptions by . . Croly and W \ Brockedon . . 
London 1842, 1847. Gr. fol. 4 voll. Mit 125 lithographirten tafeln und 
ebenso viel Vignetten. Vielleicht ist dies ein anderer titel für das folgende 
werk: Sketches in the Holy Land . . London 1844. Roy. fol. — 3. Sketch- 
es in the Holy Land, Syria, Idumea, Egypt and Nubia; reduced from 
the lithographs by Louis Haghe. London, Day 1855. 8. — 4. La Terre 
Sainte, Vues et Monuments recueillis par David Roberts . ., avec une De- 
scription historique sur chaque Planche, fidit. Bruxelles, Sociötö des Beaux 
Arts, 1845. Fol. S. Raumer 18, Ritter 15, 90, W. Koner, Berliner Zeit- 
schrift für Allgemeine Erdkunde, 1855, 2, 526, Grässe’s Trös. 6, 137. Ich 
sah die Sketches nr. 3. Das werk ist so schwer, dass ein mann zwei bür- 
den daraus machte, um es drei stunden weit her in mein haus zu bringen. Das 
unbequeme ding konnte ich demnach mit aller müsse beschauen. Die ge- 
lehrte weit zieht daraus keinen nutzen. Es ist für die fashionable weit, die 
geldaristokratie berechnet, der es weniger daran liege, etwas wahres als 
etwas splendides vor äugen zu haben. Selten befriedigt ein bild durch 
naturtreue. Am meisten zeichnet sich das werk, neben äusserm prunk, 
durch hohen preis aus. Vgl. Topogr. 1, CHI. 

1844. Der maler Ulrich Halbreiter aus München. 1. Ansichten 
aus Palästina, nach der Natur gezeichnet. 6 grosse Blätter mit 90 An- 
sichten. München, Selbstverlag, 1846. In den grossen lithographirten mit- 
telbildem sieht man, ausser Jerusalem, noch Bethlehem und Nazareth. — 
2. Panorama Jerusalems, vom Thurme der Himmelfahrtskirche auf dem Oel- '* 
berge nach der Natur aufgenommen. München, Selbstverlag, 1849. Es ist 
8' lang. Ausserdem lieferte Halbreiter Zeichnungen für das strauss-mess- 
mersche bilderwerk. Ich werde nicht müde, die abbildungen des gewissen- 



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230 



haften Halbreifer als die besten, naturgetreuesten bis zur zeit der Photo- 
graphien zu preisen. Es war nicht weniger künstlerische begabung, als 
muthige beharrlichkeit und hohe begeisterung für nie sache nothwendig, um 
ein so ausgezeichnetes werk zu stände zu bringen. Vgl. oben s. 167. Das 
panorama vom Ölberge wurde von Löffler, der selbst den Schauplatz auf- 
suchte, gemalt und zwar nach einem sehr grossen massstabe von 1 00' länge 
und 1 8' höhe. Dann machte es in Deutschland die runde von einer grössem 
stadt zur andern, und wurde zuletzt 1856 als geschenk des künstlers und 
eines theiles vom deutschen römisch - katholischen klerus dem papste Pius IX. 
übersandt. In Rom wurde aber das allgemein gerühmte prachtgemälde nicht 
zum genusse und zur belehrung des publicum ordentlich aufgestellt, und so 
liegt es, so zu sagen, brach, die deutsche kunst in rühmloser Verborgen- 
heit. Den ansichten ist je 1 blatt text in der deutschen, französischen, 
italienischen und englischen spräche beigegeben, aber ein inkorrekter, und 
selbst der deutsche nicht rein genug, und sonst voller irrthümer. S. Rit- 
ter 16, 315, 319, Siloahquelle u. Ölb. 63, 68 f., Topogr. 1, CIV, Gratz 633. 

C. 1850. Society for promoting Christian Knowledge: Scenes in the 
Holy Land. After photographs. 

1852. Panorama von Palästina in der Vogelperspective mit 14 Rand- 
ansichten. Nürnberg, Ebner, 1852. Gr. fol. Engelmann 156. 

1855. Edmund Wömdle von Adelsfried. Bilder aus dem heiligen 
Lande, Photographien nach Original -Cartons. Wien, Universitätsbuch- 

druckerei, 1856. Qu. fol. Wer hoffen möchte, photographien nach der natur 
aus dem heil. Lande zu bekommen, den enttäuscht glücklicher weise der 
titel selbst. Es ist nun aber beinahe Sünde, dass man, wie hier, das, was 
Gott und mitmenschen erschaffen', etwas flüchtig abzeichnet , hingegen solche 
eigne arbeit, welche nicht einmal für den stein des lithographen den rechten 
werth hätte, mit der letzten Pünktlichkeit wiedergibt — zu hohem preise. 
Einige ansichten haben immerhin in ihrer säubern weise für den beschauer 
viel ansprechendes. S. 3. Wander. .362 f. 

1855. Views in the Holy Land. With Plan of Jerusalem, Map of 
Palestine and Descriptive Letterpress. 12 mo . (London 1855). Sehr nied- 
liche ansichten und pläne, aber ebenso untreue, man möchte sagen, freche. 

1857. Environs of Jerusalem. London, T. Nelson, 1857. 12. Mit 
text. Die 1 2 ansichten sind zu keck und verrathen zu augenfällig die schnell 
geflohene hand. 

1858. Lays of the Holy Land from ancient and modern Poets. With 
Illustrations from Original Photographs and Drawings. London, J. Nisbet, 
1858. 4. Darin leidlich Jerusalem von ost aufgenommen, der bogen Ecce- 
homo, Hakeldama und ein stück vom innern der stadt Jäfa. 

1858. Sacred Places: A Series of ten Views in the Holy Land. With 
Descriptive Letterpress. London, J. Blackwood (1858). 8. Darin z. b. steif 
und untreu Jerusalem vom Ölberge aus, Gethsemane im mondscheine. Ja wol, 
halb- und vollmondschein genug, so lange die mohammedaner über Palästina 
herrschen. 

1859. G. W. Bridge«, Palestine as it is; in a Series of Photo- 
graphie Views, illustrating the Bible. London, Hogarth, 1859. S. Peter- 
manns Mittheilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 318 1 ’. 



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231 



1859 f. Louis de Clercq. Voyage en Orient. Recueil photographique 
exlcute dans les anndes 1859 — 60. 6 voll. Rignon , 1861, 98. Er reiste 
mit E . G, Rey. 

1861. Souvenirs de Jerusalem. Album dessind par M. le Contre-ad- 
miral Francois - Edmond P&ris . . Ouvrage publid par l’escadre de la Me- 
diterran 6e. Paris, Bertrand. Fol. 14 platten, 6 s. text. Die ansiebten 
gehen an; nur ist nicht einleuchtend, dass die Persönlichkeit der franzosen 
in denselben so auffallend figurirt. 

1861. The City of our Lord. Twelve Photographs of Jerusalem. 
London, R. Griffin, 1861. Gr. 4. Mit wenig text Es sind vorzügliche 
Photographien. 

1864. The Holy Land, Egypt, Constantinople , Athens etc.: A Series 
of Photographs taken by Fr. Bedford for the Prince of Wales during the 
Tour in the East; in which, by Command, he accompanied . . With De- 
scriptive Text and Introduction by W. M. Thompson (Thomson?). Lon- 
don 1864. 4. 

C. 1864. Jerusalem und seine historisch denkwürdigen Umgebungen. 
Lithographien in gr. fol. 

1865. Wanderings over Bible Lands and Seas. S. oben 203. 

1865. Photographs from C. Worner’s Original Drawings of the Holy 
PlaceB by Schmid - Monnard. Leipzig, Hinrichs,' 1865. Fol. 34 bll. Auch: 
Werner’s Jerusalem, Bethlehem and the Holy Places. Also die gleiche be- 
handlung wie bei Wörndle, und das werk kommt sehr theuer zu stehen. 

1866. Aloys Payer. Album von Jerusalem in 25 Ansichten aus den 
heiligen Ländern. Nach photographischen Original - Aufnahmen. Wien, 
Literarisch -artistische Anstalt, 1866. Qu. fol. Steintafeln in tondruck. 

1866. C. Miller in Biberach übergab eine sehr schöne und befrie- 
digende chromolithographische nordan sicht der stadt Jerusalem der Öffent- 
lichkeit. Biberach, M. Kloos. Gr. quer -fol. Es liegt eine photographie zu 
gründe. 

1867. Thdr. Rabbe. Aus dem heiligen Lande. Original - Aufnahmen 
auf Stein gezeichnet und in Farben ausgeführt. Mit Einleitung und Erläute- 
rungen von Const. Tischendorf. Berlin, Schlawitz. Imp. -fol. 

Die erfindung der photographie führte zu einem Umschwünge. Wenn 
früher der künstler mit der phantasie und der pfuscher im leichtsinne man- 
ches hinzu- oder hinwegdichteten, manches entstellten, wenn früher insbe- 
sondere das terrän sehr nachlässig oder willkürlich behandelt wurde, so 
wird man jetzt zur genüge mit treuen ansichten beschert, an denen auch die 
kleinsten einzelheiten nicht fehlen, so dass der Schriftsteller in der weiten ferne 
nach dem gegebenen, so weit es für das äuge erreichbar ist, ein sicheres 
urtheil fällen kann. Es kommt nur darauf an, dass die photographien den 
erfordernissen entsprechen und dass der künstler für den druck sie treu, 
ich möchte sagen, ängstlich kopirt, während das umgekehrte verfahren ein 
wahrhaft unsinniges genannt zu werden verdient. Photographien kann man 
sich nun in Jerusalem und sonstwo leicht verschaffen, und mancher pilgrim 
bringt sie von dort nach hause, so wie die menge kreuze nnd rosenkränze 
nach altem brauch und hang. 



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282 



Der verstorbene leibarzt Lukas Schönlein tbeilte mir in Bamberg mit, 
dass er, meines erinnerns, aus dem 15. jahrhunderte, eine grosse bildliche dar- 
stellung eines pilgerzugs nach Palästina von ort zu ort besitze. Er konnte 
die darstellung im augenblicke nicht finden; ich weiss übrigens bestimmt, 
dass sie der literarische nachlass enthält. 



b. Harten. 



C. 330. Tabula itineraria Peutingeriana , herausgegeben von F. C. 
Scheyb 1753, dann 1824 von der mttnchener- akademie verbessert der 
Öffentlichkeit übergeben. Auch Männert gab sie 1829 heraus. Sie findet 
sich ebenfalls bei Keland 2, 5. Diese karte, freilich sehr wenig inhaltreich, 
ist sonst besser als manche der späteren. S. Raumer 5. 

C. 1200. Göographie du moyen äge ötudiöe par J. Lelewel. Accom- 
pagnöe d’atlas et de cartes dans chaque volume. Bruxelles, Pifliet, 1852. 4. 
3 voll. Das werk enthält auch einschlagendes. Schade, dass der Verfasser 
die alte Schrift nicht richtiger las. 

C. .1250. Cod. ms. chart. bibliotb. Lansdowne im britischen museum, 
nr. 253, fol. S. 197 enthält eine sehr interessante federzeichnung , eine 
karte von Palästina, nach alter manier mit äusserst ungenauen distanzen 
und mit ansiehten von gebäuden. Die schrift, unzweifelhaft eine kopie, 
wurde abgefasst, ehe die Christen Ptolemais räumen mussten. -Es findet 
sich von dieser stadt auch ein plan, welcher mit demjenigen von Marin 
Sanuto verglichen werden sollte; z. b. le Cimetire Saint Nicholas ausser 
der stadt, in der mitte la tur de pisanz. Von der hierosolymitanischen 
gegend heisst es: Tutes cestes parties ki ore sont en la subieccion des 
Sarrazins furent iadis tutes crestienes. Daher fiel auch der plan von Je- 
rusalem sehr kärglich aus, nur ein quadrat mit den Worten darin: Ciuitas 
omnium est ciuitatum dignissima , und rechts daneben : Cest eite ki ad nun 
Jerusalem est la plus digne eite ki soit. OSO. von Jerusalem ist Bethle- 
hem, 0. von beiden Nazareth, N. davon der Tabor und noch weiter gegen 
N. la mer morte hingesetzt. Durch den druck schon' veröffentlicht von 
M. Jomard (Paris), Monuments de la Göographie, 1 bd., 1855 et 1856, 
III® partie: Pelerinage de Londres ä Jerusalem. 

C. 1250. Das facsimile einer karte von Palästina, nach dem original 
in Hereford, bei Jomard 1. c., V® partie. Auch diese karte ist nicht gut. 
Am meere sieht man Tope (Jope), Actua ciuitas, östlich davon Gaza ciuitas. 
Der plan von der ciuitas Jerusalem sieht einem mühlrade sehr ähnlich und 
ist kaum brauchbar. 

C. 1310. Durch Marin Sanuto Torselli (s. oben s. 32) wurde in 
der kartographie ein grosser“ schritt vorwärts gethan. Zwar hat die Phan- 
tasie noch überall den weitesten Spielraum; allein die karte ist, in berück- 
sichtigung der maasse, in quadrate eingetheilt, und die verstösse gegen die 
beziehung zu den himmelsgegenden sind viel seltener und weniger stark. 
Dieselbe gewährt ein interessantes geographisches bild aus der letzten zeit 
der kreuzfahrer. In belehrender weise sind manche kas teile und Ortschaften 



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nach dem namen der kreuzfahrer angeführt, wie castrum Beroardi, casale 
Lamberti, Bcandalinm, Faba, Abelina, Belvoir. Die legende ist jedoch in 
der regel schlecht, offenbar auch irrig geschrieben oder gedruckt, und gibt 
hier und da Stoff zum enträthseln. Die karte sollte nach codd. frisch heraus- 
gegeben werden. Eine pergamentkarte mit der aufschrift: Marinvs Sanvtvs 
Svriae Terrae loc* signavit. A. 1350. Dominicvs Pizigano fecit, bewahrt 
die reichsbibliothek in Paris. Es ist eigentlich Palästina, die namen sind / 
Behr verblichen und zum theil unleserlich. Der nördlichste punkt ist unweit 
Tyrus und der südlichste LAR.8, d. h. El -Arisch. 8. Sitzungsberichte der 
bayer. Akademie der Wissenschaften, 1866, 2, 4, s. 428 f., bericht von G. 

M. Thomas. 

C. 1480. Aminensis. Tractatulns totius sacrae historise elucidativus . . 
Incipit prologus Arminensis in mappam Terresancte . templi domini. Ac sancte 
ciuitatis Hierusalem. Ende: Et sic 6nit tractatulns totius sacre historie 
elucidativus quantum ad templi salemonis omnem circumstanciam Et totius 
ciuitatis ierusalem disposicionem cum suis vallibus. montibqs. fontibus, edi- 
ficijs notabilioribus intus et extra Et quod preciosius est totius terre sancte 
ac omnem locorum distanciam et elongacionem non tan tum ad vnius passagij 
modicam enarracionem velut nostri consueuerunt ob nubila . . enarrare pe- 
regrini qui vix ad xx miliaria terram illam ascendendo peragrant Sed ad 
totius terre sancte loca famosiora et omnem circuitum quibus bene masti- 
catis statim scietur aliquo loco textus audito quorsum directe in plagis terre 
^habentur. vt quisque predicator non sicut oculo nocticoracis obtuso iudicet 
istis de locis. sed velut aqailinaris inquisitor fiat eorundem verissimus enarra- 
tor ..8.1. a. et typ. n. Gr. fol. Hain, Repertor. 1798. Vgl. Grässe’s 
Tr^s. s. v. Ich finde keine Verwandtschaft mit dem -armenier Haithon 
(Hethum). S. oben s. 31. 

1522. Einen Wandteppich von sehr grossem umfang liess der pfalz- 
graf Otto Heinrich anfertigen. Derselbe stellt eine unverlässliche karte des 
h. Landes, insbesondere auch einen ebenso un verlässlichen plan der h. Stadt 
und ihrer Umgebungen vor. Verschiedene h. stätten sind mit gothischer schrift 
erklärt. Der teppich wird im baierischen nazionalmuseum zu München 
aufbewahrt. 

1536. ^akob Ziegler arbeitete zuerst eine genauere karte nach den 
alten denkmälern aus. S. oben s. 208. 

C. 1536. Karten von ungenannten. Cod. ms. nr. 337 auf der Uni- 
versitätsbibliothek in München. Er bietet auf fol. 1 5 ein gar anschauliches 
bild des h. Landes, gleichsam aus der Vogelschau in relief gemalt. Die 
küstenorte sind auch mit den karten des kriegsministeriums und der Staats- 
bibliothek zu vergleichen. Belehrendes darüber bei G. M. Thomas in seiner 
abhandlung: Der Periplus des Pontus Euxinus. Nach Münchener Hand- 
schriften. . (Mit einer Karte) Ingleichen der Paraplus von Syrien und Palästina 
und der Paraplus von Armenien (des Mittelalters). I. Classe der k. (b.) Aka- 
demie der Wissenschaften, 10. b. 1. abtheil. (1864), besonders s. 227, 279 f. 

C. 1550. Agidius Tsohudi. Die karten, federzeichnungen, sind nicht 
gut. 8. oben s. 209. 

1557. Hierosolymitan» vrbis, totiusque Terrae promissionis tabula k 
Tilmanno Stella Sigenensi confecta, et anno 1557. dedicata duci Saxoniae; 



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234 



impressa Antvverpiae. S. Adrichom. 288 a . 2. auflage in des Ortelius Theatrum 
orbis terrarum, mit der inschrift: Typus chorographicus locorum in regno 
Judse et Israhel, arte factus a Tilemanno Stella Sigenensi. S. Raumer 16. 

1559. Vrbis Ierusalem delineatio per Adamum Reisnerum tabula pro- 
tracta, et August® Vindelicorum ann. 1559. Ferdinando Imp. exhibita. excusa 
Francfurti ad Moenum. S. Adrichom. 1. c. 

1 572 , lieferte Montanus eine karte zu den Antiquitates judaic®. S. 
Raumer 16. 

1581. Heinrich Bünting (s. oben s. 209). 25. Folget nun die Taffel 
des heiligen Landes, wie es gestalt gewesen als die zwölff Stämme Israel 
darin gewonet. 28. Folget die Taffel der Reisen der Kinder von Israel aus 
Egypten. Es ist nur eine ungefähre Veranschaulichung des h. Landes mit 
wenig gebirgszeichnung. 

1586. Johann Zuallart (s. oben s. 84). Die karte in seinem buche 
ist kaum erwähnenswerth. 

1588. Christian van Adrichom (s. oben s. 209). Sitvs Terrae pro- 
missionis SS Bibliorum intelligentiam exacte aperiens : per Christianvm Adri- 
chomivm. Etwa 3' laug und 1' breit. Es ist diese karte zwar sehr aus- 
führlich und auch übersichtlich ; in einigen stücken aber steht sie hinter den 
arbeiten des Marin Sanuto zurück. So wurde von Adrichom die küste von 
Sidon bis Alexandrien in Ägypten gegen mittag gezogen; richtig biegt sie 
sich von Sanuto’s ,Culfum de risu’ (golf von El -Arisch) gegen abend. Der 
asphaltische und galiläische See sind auf Adrichoms karte beinahe gleich 
gross; auf der von Marin Sanuto ist der todte See bedeuteud grösser. Die 
karte des delfters ist eine fleissige feststellung der Ortsnamen nach der h. 
sclirift und der tradizion ohne geometrische grundlage ; das terrän ist schlech- 
ter gezeichnet als von Bünting. 

C. 1630 (?). Orontius Fineus Delphinas Tabulam primus, ut titulus 
habet, utriusque Testamenti intelligentiam, concinnavit. S. Quistorp oben 
s. 212 a. a. o. s. 1070. 

1633. Omnibus mappis repraesentantibus Terram sanctam; facile pal- 
mam praeripit alicujus Judeei Jacobi, filii Rabbini Abrahami Justi Tabula, 
quam sculpsit Abraham Goos Amstelod. , additis Ebraice ipsis nominibus 
Sacr® Scriptur® famiiiaribus : Qua qui recte uti vult, adhibeat clavem, typis 
Johannis Georgii, Hamburgi Anno lß?3. excusam. S. Quistorp. 1. c. Diese 
karte kam mir nie zu gesicht. 

1651. Sovrie ov Terre Saincte Moderne Par Ph: de la Rue, Parisien. 
Paris, P. Mariette. Die karte ist interessant. Scalona wird mit Ascalon, 
Alzette mit Azotus, Ybelim mit Geth identifizirt; zwischen Jamnia und Azot, 
aber nahe der meeresküste, steht le Chasteau de Beroal. Es wird auch 
angeführt: La Terre Sainte en 6 cartes göographiques et les traitez sur 
icelles suivant ses principales divisions. Paris 1651. Fol. 

1665. Christoph Heidmann (s. oben s. 212). Totius Terrae Sanct® 
Delineatio. Auf dieser karte ist ein sehr grosser fortschritt bemerkbar. 
Zum ersten mal sehe ich sie in längen- und breitengrade mit den minuten 
eingetheilt; die distanz Verhältnisse sind weit besser; die grössenverhältnisse 
des mare Galil®» et Mortuum befriedigen so ziemlich ; allein in der schraffi- 



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235 



rung des terrän gibt es noch keinen rechten fortschritt. Das gleiche urtheil 
gilt von der Tab. III.: Iudaeae Conterminarumque Terrarum Delineatio, von 
der Tab. IUI. : Samarise Conterminarumque Terrarum Delineatio, und von der 
Tab. 111II. : Galilaeae Conterminarumque Regionum Delineatio. Auch unbiblische 
namen, wie Bellefort, castrum Roberti, Saltus Domini, sind hier und da 
eingetragen. 

1665. Sanson (s. oben s. 212). Joh. Bapt. Homann, Judaea, seu 
Palästina ob sacratissima Redemtoris vestigia hodie dicta Terra Sancta prout 
olim in duodecim tribus divisa. Collectä ex tabulis Guil. Sansonij. t : 750000. 
Norimberg». 8. Engelmann 154. Vgl. Bellermann 2, 134. 

? Christianus Schrott adornavit tabulam, quam nuncupat Peregrinatio- 
nem fidelium Dei. Quistorp. 1. c. 

1709 ff. Adrian Roland (s. oben s. 213). Facies Palaestinae exmo- 
numentis veteribus descripta ab Hadriano Relando. Vorne in der Palaestina. 
Dieser arbeitete bis dahin weitaus am gründlichsten , indem er, die Hügel 
der phantasie best möglich stutzend, sorgfältig bemüht war, die entfemungen 
und Ortsrichtungen nach historischen und itinerären angaben einzuhalten. 
Noch aber ist die terränzeichnung nicht besser als bei Heidmann. Man 
verdankt dem Reland auch einen Conspectus Palaestinae uti a priscis incolis 
fuit inhahitata tempore Josvae (h’b. I. c. 27) und Facies regionis Philistaeorum, 
in qua Situs quinque urbium quas ista gens incoluit Ecronis, Asdod, Gath, 
Ascalonis et Gazae testimonio scriptorum veterum confirmatus per Miliaria 
Romana describitur (1, 13). Die gewährsmänner sind, ausser Eusebius und 
Sofcoineiius, der Diodor von Sicilien und Antoninus Augustus (Itinerarium), 
so wie der Verfertiger der peutingerschen karte. Dann auch andere kärt- 
chen, unter denen ich noch hervorhebe den Conspectus Palaestinae divisae 
in primam, secundam et tertiam ut erat circa initium saeculi Aerae Christianae 
quinti (1, 31). 

1738. Richard Pococke (s. oben s. 127 f.). Seine karte vom heili- 
gen Lande und von Syrien empfiehlt sich nicht durch genauigkeit, wol aber 
dadurch, dass neuere Ortsnamen eingetragen wurden. 

1739. Johann Matthias Hase (s. oben s. 214). Zum Regnum Da- 
vidicum gehören 6 karten, so wie die 3 blätter des Typus Aetiologicus. 
S. Bellermann 2, 130, 133. 

1741 ff. Jo. Christoph. Harenbergii Graecia cum confiniis (Asia 
minori, Parte Palaestinae, Africa septentrionali, Jtalia &c.) ad intelligendos 
scriptores N. T. 1741. Von demselben: La Palestine distribude en XH. 
Tribus, dtendue par les rois David et Salomon, jüsqu’aux frontidres de Thapsac 
ou d’Orontes. I: 1,100,000. 8 bll. Nuremberg 1 745. Homannische Erben. 
Item : Carte de la Terre Sainte divisde selon les douze Tribus d’Israel revue 
et augmentde. Nüremberg 1750. Homanns Erben. Auch kennt man von 
Harenberg: Palestina seu terra a Mose et Josua occupata et inter Judaeos 
distributa .. Augustae Vind., M. Seutter. 1: 1,100,000. S. Bellermann 
2, 134 f., Engelmann 154. 

C. 1758. La Palestine. Par le S r . d’Anville (s. oben s. 214). Po- 
sition ddterminde par des distances donndes sur une Echelie rdduite au tiers. 
Atlas antiquus D’Anvillianus . . Norimbergae, Officina Weigelio - Schneide- 
riana, 1784. 12 bogen in Royalfol. Tab. IV — IX und XI gehören hierher. 



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236 



Ebendas, auch mit französischem text. Scala 1 : 850,000. Die karten 
bei Schneider sind ein nachstich. S. Bellermann 2, 133, Engelmann 153. 
D’Anville behandelte den gegenständ mit fleiss und mit wissenschaftlichem 
ernste. 

1759. Tobias Konrad Lotter, Terra Sancta, sive Palaestina exhibens 
non solum regna vetera Juda et Israel in suas XII tribus distincta . . noviter 
adornata . . Augustse Vindel. 1759. 1: 700,000. Engelmann 155. 

1766 — 1774. G. A. Maas lieferte 6 karten zum werke von Bachiene 
(s. oben s. 214), in denen kaum ein fortschritt bemerklich ist. Bei ihm 
findet man zuerst eine spezialkarte der Umgebungen von Jerusalem mit einem 
massstab nach stunden: Vorstellung der Gegend um Jerusalem oder des 
Districts El-Kods (2, 1 , 440), worin auch arabische und legendennamen 
Vorkommen. Vgl. Beilermann 2, 132, M. D. de Bruyn 5 (deutsch, s. wei- 
ter unten j. 1845). 

C. 1780. David Funcke, Novissima totius Terrae Sanctse sive Pro- 
missionis descriptio. Norimbergse, J. B. Homann. 1: 1,000,000. Engel- 
mann 154. 

1785. La Terre Sainte divisöe en ses XII tribus et ses deux royau- 
mes de Juda et dlsrael. Dressöe sur les derni&res observations. Par J. B. 
Nolin. Paris, Basset, 1758. Daneben ein plan der kircbe der himmelfahrt 
auf dem Ölberge, der Christusgrabkirche und eiu kleiner plan de Jerusalem 
moderne sous la domination des Turcs, der aber wegen der Schlechtigkeit 
gar nicht zu beachten ist. 

Die französische revoluzion im letzten jahrhundert versetzte der gewöhn- 
lichen Pilgerfahrt einen harten stoss ; denn Europa war mit sich selbst übrig 
und genug beschäftigt. Indessen hatte der französische feldzug nach Ägyp- 
ten und Palästina, den immerfort tüchtige gelehrte begleiteten, auch sein gutes, 
weil von den ingenieurs, oberst Jacotin und dem artillerieofficier Paultre 
laudesvermessungen vorgenommen wurden, die sich zwar, mit wenig ausnah- 
men, auf die küste beschränkten. 

1803. Charles Paultre, Carte physique et politique de la Syrie. 
Paris 1803. Raumer 16, Ritter 15, 82. 

1804. Palästina zur zeit Jesu. Aus der Beschreibung des Jüdischen 
Landes von Melos. Weimar, Landes -Industrie -Comptoir, 1804. Gr. fol. 
Engelmann 155. 

1810. Carte topographique de l’figypte et de plusieurs parties des 
pays limitrophes; levöe pendant l’Expödition de l’armöe fran§aise par les in- 
gönieurs - göographes .., contruite par Jacotin. Paris 1810. 1: 100,000. 
34 bll. Das memoir war veröffentlicht im 17. th. der Description de Ffigypte. 
Man hält die karte für gut, doch nicht für zuverlässig in allen theilen. S. 
Raumer 17, Ritter 15, 82 f., van de Velde’s Mem. 14 sq. 

1810. Ulrich Jasper Seetzen (s. oben s. 140). No. 2. U. J. 
Seetzens Original Charte von Peraea, dem Todten Meere und dem südlichen 
Palaestina (Batanaea, Gileaditis, Ammonitis und Moabitis.) Mit Hinznfttgung 
der alten Namen von Fr. Kruse. Gr. fol. Die karte, ohne gradeintheilung 
und scala, ist eine blosse skizze. Viele arabische namen sind frisch einge- 
tragen, und dadurch erhält die karte den hauptwerth. Vgl. van de Velde’s 



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237 



Mem. 9. Schon 1810 erschien in Gotha ein Vorläufer: Karte von Palästina, 
reducirt aus den von Herrn Seetzen an Ort und Stelle entworfenen Hand- 
zeichnungen. S. M. D. de Bruyn 23 f. (deutsch, s. hinten j. 1845.) 

1816. Christ. Gottlieb Reichard. Palästina. Nürnberg, Campe, 1 816. 
Imp. fol. S. Engelmann 155, Raumer 17. 

1817. C. F. Klöden (s. oben s. 215). Karte von Palästina. S. Rau- 
mer 17, Ritter 15, 83. 

1822. Charte zu J. L. Burckhardts (s. oben ^ 141) Reisen in Syrien 
und dem Gelobten Lande. Weimar, geogr. Institut, 1822. Gr. fol. Von 
Palästina lernt man nicht viel mehr; es hätte aber in den engen raum we- 
nig mehr eingetragen werden können. S. Raumer 17. 

1825. A. H. Dufour, Carte de la Palestine adoptöe par le Conseil 
Roy. de Flnstruction publique. Paris 1825. Nebst Analyse g^ographique 
etc. Diese karte enthält schon Gauthier’s Ortsbestimmungen (1816 — 20), 
Jacotin’s rekognoszirungen , Paultre’s Vermessungen. S. Raumer 17, Ritter 
15, 83. 

1825. G. F. Haug, Karte von Palästina zum Gebrauch beim Lesen 
der Bibel. Mit einem Plane von Jerusalem. Stuttgart, Metzler, 1825. Kupfer- 
stich. Roy. fol. S. Engelmann 1095. 

1828, John Silk Buckingham (s. oben s. 143). Charte -von Syrien 
und Palästina. Weimar, geograph. Institut, 1828. Die gehirge sind, wie- 
wol willkürlich, doch ziemlich gut gezeichnet. Zum ersten mal lese ich Abu 
Gosch zwischen Ramla und Jerusalem. Die karte dient wenigstens zur 
Vergleichung. 

1830. J. L. Grimm. 1. Palaestina. Mit dem grqpdriss von Jerusa- 
lem, und Nebenkarte von Arabia petraea. Berlin, Schropp, 1830. Kolor. 
Roy. fol. — 2. Karte vom Königreich Jerusalem zu Wilken’s Geschichte 
der Kreuzztige. Entw. u. gez. von L. C. Grimm. Leipzig, F. C. W. 
Vogel, 1832. 1 bl. gr. fol. 1: 3,000,000. Die kolorirte karte ist eine 
sehr verdienstliche Arbeit, zu der auch Karl Ritter behilflich war. Das 
terrän scheint fleissiger, natürlicher gezeichnet, als es bisher geschah ; allein 
der raum ist zu klein, als dass er genügend die orte und namen fasst und 
überall beim lesen der geschichte der kreuzzüge zur führung dienen könnte. 
Es mag daher das bestreben Grimms nur als ein versuch betrachtet werden. 
S. Wilken 7, vorne IV, Engelmann 154, M. D. de Bruyn a. a. o. 7, 11 f. 
(s. unten 1845). 

1830. J. T. Assheton, Topographisch -historische Charte von Pa- 
lästina, mit 96 biblischen Vignetten. Durchgesehen und verbessert von E. 
F. K. Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1830. Gr. fol. 4 bll. 1: 350,000. 
In Amsterdam gab die englische karte 1828 E. Maaskamp heraus: Geo- 

graphische, örtliche und geschichtliche Karte von Palästina oder dem heili- 
gen Lande. S. Engelmann 153, besonders M. D. de Bruyn a. a. o. 14 ff. 

1833. F. Catherwood. An outline Map of Egypt, Arabia Petraea 
and Palestine. Showing Olin’s route. Compiled from the best authorities, 
By F. Catherwood. Gehört zum reisewerke Olin’s. Die karte ist sehr klein 
und ganz unbedeutend. 



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238 



1834. Ludwig Ehrhardt, Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch 
für Bürger- und Landschulen. Nach den neuesten Hülfsmitteln entworfen. 
2. Auflage. Quedlinburg, Basse, 1834. Imp. fol. 2 bolorirte bll. 8. Engel- 
mann 154. 

1835. Karte von Syrien den Manen Jacotin’s und Burckhardt’s ge- 
widmet von H. Berghaus. Gotha, J. Perthes, 1835. Imp. fol. Hauptkarte 
1: 450,000, nebenkarten 1 : 1,800,000. Die karte gehört zu Berghaus* 
Atlas von Asien. Es ist dies eine ausserordentlich fleissige, jedoch noch 
sehr mangelhafte und fehlerhafte arbeit. Man muss Berghaus nachrühmen, 
dass er die vorhandenÄi . materiaiien mit der grössten aufmerksamkeit auf- 
suchte und aufs sorgfältigste ausnutzte. Vortrefflich ist die terränzeichnung. 
Fast sämmtliche randansichten sind verfehlt. Vgl. Raumer 17 f., van de 
Velde’s Mem. 15 sq. 

1835. Carte de la Syrie möridionale et de la Palestine, dressöe en 
1835 . . par C. Callier, chef d’Escadr. au corps royal d’ötat major, d’apr&s 
ses observations et reconnaisances faites en 1832 — 1833. I: 500,000. 

S. van de Velde’s Mem. 4. 

1835. Joh. Christ. Gotth. Schincke, Palaestina nach den jüngsten 
Forschungen berichtigt, in die alten israelitischen Stammgebiete und in die 
neuern jüdischen Provinzen getheilt, mit den Wegen Jesu einfach bezeichnet 
und mit 5 Ansichten, 1 Plane vom alten Jerusalem . . Gezeichnet von Julius 
Naumann . . Nebst : Drei Beilagen zur Erläuterung und Erleichterung beim 
Gebrauche dieser Karte. Neustadt a. d. O., Wagner, 1835. Die karte in 
Roy. fol. S. Engelmann 155. 

1835. Karte des Heiligen Landes (nebst Plan von Jerusalem), zum 
Gebrauch in Bürger- und Landschulen, nach den neuesten Hilfsmitteln ent- 
worfen, zu Hempers kurzer Beschreibung des jüdischen Landes. Leipzig, 
Herbig, 1835. Fol. Kolorirter kupferstich. 8. Engelmann 154. 

1836. Heinrich Schneeweiss, Karte von dem Gelobten Lande und 
der 40jährigen Reise der Kinder Israel, zum alten und neuen Testamente 
verfertiget. (Rostock, Oeberg, 1836). Gr. fol. Engelmann 156. 

1837. Carte de la Palestine, pour servir k l’intelligence des Saintes 
ficritures et particuliörement k l’Histoire de notre Seigneur Jdsus Christ. 
Freiburg, Herder, 1837. Gr. fol. Engelmann 154. 

1837. Andreas Bram, s. oben s. 219. Engelmann 153. 

1838. Eduard Robinson, s. oben s. 162. Robinson und Smith sam- 

melten auf beiden reisen ein reiches material, das H. Kiepert zu karten 
verarbeitete. Diese kamen mit den reisewerken heraus. Schon die karten 
znm ersten reisewerke, 1840, überboten durch reichhaltigkeit und genauig- 
keit alles, was bisher auf dem gebiete der palästinischen kartographie er- 
schienen. Vgl. Kieperts Memoir bei Robinson, l. reise, deutsche ausgabe, 
1, XL— LXXVI. Massstab I: 400,000, die nächste Umgebung Jerusalems 
und das Sinaigebirge 1: 100,000. Viel verbessert war A new Map of Pa- 
lestine including also Phoenicia and Ccelesyria, to accompany Prof. E. Robin- 
son’s Later Bibi. Researches constructed principally from unpublished mate- 
rials furnished by Ed. Robinson and Eli Smith, and other American trä- 
vellers: by Henry Kiepert . . 1856. 1: 600,000. Der name der vorzüg- 



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239 



liehen beobachter und des ausgezeichneten kartographen bürgt dafür, dass 
ein sehr bedeutender fortschritt einzuregistern sei. Die schrift ist zwar klein, 
doch noch deutlich. 

1840. Dr. Heinrich Kiepert, professor in Berlin. Nächst Berghaus 
und van de Velde nimmt er wol die erste stelle unter den palästinisehen 
kartographen ein. Seine arbeiten nach und für Robinson und Smith lernte 
man so eben kennen. Gleichfalls für Porter’s Handbook (s. oben s. 189) 
verfertigte er die karte; ebenso 1: 600,000 für die grosse und 1: 200,000 
für die kleine karte. So weit ich nachsah, ist die karte für Robinson’s 
Later Bibi. Res. und für Porter’s Handbook eine und dieselbe; auch den 
stich besorgte der gleiche künstler, W. A. K. Johnston in Edinburg. Einzig 
sind im titel die Worte : and other American travellers abgeändert in : and Rev. 
J. L. Porter. Fernere kartenwerke von Kiepert sind: l. Karte von Palaestina 
nach den neuesten Quellen, vorzüglich nach den Robinsonschen Untersuchun- 
gen bearbeitet und gezeichnet von H. Kiepert. Herausgegeben von Carl 
Ritter . Berlin, S. Schropp, 1842. Berichtigt im Jahre 1843. Roy. fol. 
Lithographirt und kolorirt. 1 : 600,000. Mit nebenkärtchen nach kleinem 
massstabe. — 2. Bibel -Atlas nach den neuesten und besten Hülfsquellen 
gezeichnet von Dr. Kiepert. Mit Erläuterungen, die sich an das Liscosche 
Bibelwerk anschliessen, und einem biblisch - geographischen Register. Berlin, 
G. W. F. Müller, 1847. 4. 2. unveränderte Ausgabe 1851; 3., welcher 
Peters’ Übersichtskarten beigefügt sind, 1854. — 3. Karte von Palästina 
für Schulen, bearbeitet von H. Kiepert. Berlin, D. Reimer, 1857. Fol. 
Kolorirter kupferstich. I: 1,000,000. Mit nebenkärtchen. — 4. Wand- 
karte von Palästina für den Schulgebrauch bearbeitet. Berlin, D. Reimer, 
1857. 8 chromolithographirte blätter gr. fol. 5 1 bl. text. 1: 200,000 3. ver- 
besserte auflage 1866. — 5. Übersichtskarte von Palästina und Phönizien, 
vorzüglich nach den Messungen und Beobachtungen von Ed. Robinson und 
Ely Smith, und mit Benutzung aller bis jetzt erschienenen Reisewerke neu 
construirt. Zur Erläuterung von Ed. Robinsons zweiter Reise in Palästina. 
Berlin, G. Reimer, 1857. Lithographirt und kolorirt. Gr. fol. 1 : 800,000. 
Mit Carton: ‘Umgebungen von Jerusalem 1 : 200,000. Vgl. Engelmann 154 f., 
1095, C. G. Kayseris Vollst. Bücher -Lexicon 15, 516*. . 

1840. Kenner, Karte von Palästina, nach Grimm, Berghaus und an- 
dern guten Hülfsmitteln. Mit der Beikarte von Arabia Petraea und dem 
Plan von Jerusalem. Berlin, Schropp, 1840. Roy. fol. Kolorirter Stahl- 
stich. S. Engelmänn 155. 

1840 f. Map of Syria, constructed from the surveys and Sketches of 
the undepnentioned officers in that country in 1840 1841, by Major R. 
Kochfort Scott, R. Staff- Corps, under whose general direction the work was 
undertaken, Majors F. H. Kobe, 87 lh Fusileers and R. Wilbraham, 7 1b Fu- 
sileers , and Lieut. J. F. A. Symonds, R. Engineers. Die karte wurde in 
England für das auswärtige departement gestochen, kam aber nicht in den 
buchhandel und doch in die Hände der geographen. S. van de Velde’s 
Mem. 5. Der name Symonds ist auch mit dem plan von Jerusalem und 
mit der depression des asphaltischen Sees verbunden. 

1840 — 44. Bijbel- Atlas, voornamelijk ten gebruike by de Bijbelver- 
taling van den Hoogleeraar J. H. van der Palm, door G. H. van Senden. 



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240 



Darauf liess dieser folgen: Register op den Bijbel- Atlas of Woordenboek 
der gewijde Aardrijkskunde. S, oben van Senden s. 179. 

1841. T. Krause, Palaestina. Eine Charte sowohl zum Schul- als 
Handgebrauch. Nach Grimm’s Charte von Palaestina bearbeitet. 4. Auflage. 
Magdeburg, Mazzuchi, 1841. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. 
S. Engelmann 155. 

1841. £. Scheuermann, Karte von Palästina, nebst Plan von Jerusa- 
lem und Kärtchen von Africa. Aarau, Christen, 1841. Gr. 4. Kolorirt. 
S. Engelmann 155. 

1841. C. C. G. Zerrenner, Charte von Palaestina, nach den besten 
vorhandenen Materialien entworfen und für Schulen eingerichtet. Magde- 
burg, Schmilinsky, 1841. Imp. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156. 

1842. Karl Ritter. S. oben unter Kiepert s. 239. Bei jenem auch: 
Die Landschaft Galilaea nach Berghaus, Robinson u. Kiepert’s, und Zimmer- 
mann’ö Karten, theilweise berichtigt von E. G. Schulz. Gezeichnet von H. 
Lange. Zu C. Ritters Erdk. Thl. XVI. Palaestina S. 722 — 816. Mass- 
stab 1: 333,333. 

1 842. Jos. Fr. Allioli und L. C. Gratz , Karte des biblischen Schau- 
platzes. Landshut, Vogel, 1842. Roy. fol. Lithographirt und kolorirt. Fer- 
ner: Karte von Palästina nach den neuesten Hilfsquellen entworfen. Eben- 
das. 1844. Roy. fol. Lith. u. kolor. S. Engelmann 153. Gratz (s. diesen 
oben s. 223) gab zu seinem Werke aueh eine karte: Palästina quse nunc 
est unacum Libano. Das heutige Palästina nebst dem Libanon Gebirge. 
München, Vogel. Fol. Kolorirter stich. Die karte ist sehr fein, den neuem 
forschungen entsprechend; allein die Orthographie hängt zu sehr an der 
englischen. Es ist diese karte Tab. VI; im ganzen sind 9 tafeln. 

1842. Geo. Mayr, Historische Karte von Palaestina und Arabia pe- 
traea mit einem grossen Theil von Aegypten, zur Erläuterung biblischer 
Geographie des alten und neuen Testaments, zugleich Uebersicht der Gegen- 
wart. Nebst Grundriss der Stadt Jerusalem mit seiner Umgegend und histo- 
rischer Uebersicht einiger Haupt -Zeitabschnitte in der Geschichte Palästinas. 
München, Mey, 1842. Imp. fol. Kolorirter steinstich. 1: 1,009,000. S. 
Engelmann 155. 

1843. Joh. Valer. Kutscheit, Palaestina. Ein Karten -Tableau zur 
Uebersicht der Geographie und Geschichte des heiligen Landes. (Mit 1 0 
beikärtchen) 2. mit Nachträgen vermehrte Auflage. Berlin, T. Trautwein, 

1843. Imp. fol. S. Engelmann 155. 

1843. £. S allmann, Wand-Karte des heiligen Landes, nach den 
besten Hülfsquellen, besonders auch nach den neuen Ermittelungen von Ro- 
binson und E. Smith, sowie nach der von C. Ritter redigirten Karte ent- 
worfen. Cassel, Fischer, 1843. Imp. fol. 2 bll. in Ölfarbendruck. S. 
Engelmann 155. 

1843. C. Helmuth, Karte von Palästina nach Robinson, Ely Smith 
und von Schubert bearbeitet. Halle, E. Anton, 1843. Imp. Fol. Umge- 
bungen von Jerusalem 1: 200,000. S. Engelmann 154. 

1843. K. F. R. Schneider, Wandkarte zur biblischen Geschichte. 
Jfacb den neuesten Htilfsmitteln , besonders nach den Angaben und Karten 



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241 — 

von E. Robinson und E. Smith, K. v. Raumer, H. v. Schubert, H. Kie- 
pert etc. bearbeitet. Dresden, Naumann, 1843. Imp. fol. 6 kolorirte bll. 
S. Engelmann 156. 

1843. Ed. Winckelmann, Wand -Karte von Palaestina, herausge- 
geben von Dan. Völter. Esslingen, Dannheimer, 1843. Imp. fol. 2 litho- 
graphirte und kolorirte bll. S. Engelmann 156. 

1843 ff. Ernst Gustav Schultz, s. oben s. 169. 

1844. Sepp, Palaestina zur Zeit Christi. Regensburg, Manz, 1844. 
Roy. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156. 

1844. C. G. Bäu, Wand -Karte zum Unterricht in der Biblischen 
Geschichte, für Volksschulen bearbeitet . . Mit dem Begleitungswort : Geo- 
graphische Uebersicht der für die biblische Geschichte wichtigsten Länder. 
Von A. Palm. 8. Stuttgart, Metzler, 1844. 45. Imp. fol. 4 lithographirte 
und kolorirte bll. S. Engelmann 155. 

1845. Marinus Didericus de Bruyn in Utrecht. 1. Over Carto- 
graphie van Palestina. Berigt bij de uitgave eener kaart van het Heilige 
Land. Amsterdam 1845. 4. Lateinisch : Brevis notitia de Palaestinae tabula 
geographica quam edidit M. D. de Bruyn. Amstelodami, S. de Grebber, 
1846. 4. Deutsch: M. D. de Bruyn über Cartographie von Palästina. 
Aus dem Holländischen bearbeitet von Johannes Müller. Berlin, J. C. Hu- 
ber, 1859. 8. — 2. Palaestina ex veteris aevi monumentis ac recentiorum 
observationibus illustrata. Ed. H. Trajecti ad Rhen., Kemink, 1851. Imp. fol. 
Kupferstich. S. Engelmann 153. Aus der Unterredung mit de Bruyn und 
aus seiner schrift über kartographie ersehe ich, dass er es mit dieser ernst- 
lich meint. Ich prüfte die karten nicht näher. Er beabsichtigte 1861 eine 
neue ausgabe; später starb sein kartenstecher G. Mayr. 

1845. G. A. St. Dewald, Wandkarte der biblischen Geographie. Ent- 
worfen und gezeichnet für den Schulgebrauch. Erlangen, Palm, 1845. 
Roy. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 154. 

1845. H. Petersen, Karte der biblischen Geographie für Volksschulen. 
Hamburg, Leipzig und New -York, Schuberth, 1845. Imp. fol. 2 bll. 8. 
Engelmann 155. Vgl. oben s. 223. 

1845. G. A. Seile. Schul-Karte von Palaestina. (Heide 1845). Fol. 
4 lithographirte und kolorirte bll. Ferner: Schul-Karte von Europa, nebst 
einer Biblischen Geschichts - Karte vom südwestlichen Asien. Ebendas. Roy. fol. 
8. Engelmann 156; 266. 

1845. C. E. Weiland, Bibel -Atlas nach den neuesten und besten 
Httlfsmitteln gezeichnet und erläutert von C. Ackermann, Weimar, Landes- 
industrie - Comptoir, 1845. 3. unveränderte Ausgabe das. 1855. 13 kolo- 

rirte kupferstiche (karten). S. Engelmann 156. 

1845. T. Tobler, s. oben s. 158. 1. Umgebung von Jerusalem nach 

Messungen von Robinson und Smith, nebst Berichtigungen und Ergänzungen 
von mir. 1 : 80,000. Beilage zu den Denkblättern. — 2. Karte des Lan- 
des zwischen Jerusalem ostseits, B6t Dschibrln und Er-Ramleh westseits, 
skizzirt. 1: 160,000. Beilage zur 3. Wanderung. 

Tobler, Bibliographie. \ß 



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242 



1846. C. Obmann, Palaestina zur Zeit Jesu nnd der Apostel. — Das 
Koenigreich Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Nach den zuverlässigsten 
Quellen gezeichnet und gestochen. Berlin 1846. Roy. fol. 9 lithographirte 
und kolorirte bll. Auch (wahrscheinlich titelausgabe) Berlin, E. Kortmann, 
1864. Ferner: Palaestina von den Zeiten Mosis bis auf die Könige; Pa- 
laestina zur Zeit Jesu und der Apostel ; das Königreich Jerusalem zur Zeit 
der Kreuzzüge; Plan von Jerusalem; Gegend von Jerusalem bis Bethlehem. 
Ebendas. 1846. Roy. fol. 1 lithographirtes und kolorirtes bl. S. Engelmann 155, 
1095. Ohmanngab auch eine Schul- Wandkarte zur biblischen Geschichte heraus 
bei E. Kortmann in Berlin, 1856. 9 bll. royalfol. Wenn man eine auch nur 
einigermassen befriedigende karte mit einem plan von Jerusalem zur zeit 
der kreuzzüge erwartet, so täuscht man sich gänzlich. Dieselbe wartet 
immer noch auf den fleissigen und kundigen mann. 

1846. Schulkarte von Palaestina, nach den neuesten Quellen entwor- 
fen. Augsburg, Walch, 1846. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte 
bll. S. Engelmann 156. 

1847. Jean van de Cotte, Carte topographique de la Palestine, dressöe 
d’apr&s la Carte topographique lev6e par le savant Jacotin et autres G6q- 
graphes de l’Armöe d’Orient, pendaut l’Expddition Syrienne par les Gdn£raux 
Buonaparte, Murat et Kldber Tan 1799, beaucoup augmentde. (Nebst: Je- 
rusalem.) Bruxelles 1847. Adlerformat. Lithographirt und kolorirt Dazu: 
Coup d’oeil historique, g6ographique et critique sur les Cartes topographiques 
de la Palestine servant d’exphcation k notre carte. Gr. lex. 8. S. Engel- 
mann 154. 

1847. Jakob Schwarz, s. oben s. 154. Map of Palestine . . 5607. 
Mancher ort frisch aufgenommen ; im ganzen ein machwerk. 

1847. W. M. Thomson, s. oben s. 156. 1. Map of the Holy Land 
and Southern Syria. Compiled from the best Sources by W. M. Thomson 
1858. Fol. 2 bll. lithographirt. — 2. Lake of Tiberias and its Environs, 
bolzschnitt. Beide karten gehören zum werke : The Land, letztere zu b. 2, 
s. 12. Thomson fehlte ein kartenzeichner, wie Kiepert. Immerhin sind 
seine karten* beachtenswerth, weil man in denselben gar manches frische fin- 
det. Der verstoss Santa Saba für Santo Saba (Mär Saba) ist ein echt 
amerikanischer. 

1847. John Wilson, s. oben s. 168. Map of the Holy Land, with 
topographical Plans of Jerusalem, Tyre, Sidon, ’Akkä*, and Beirüt. Construc- 
ted For Wilson’s Lands of the Bible by W. Sr A. K. Johnston. Geogra- 
phen & Engravers to The Queen. Edinburgh 1847. Imp. fol. Die litho- 
graphie ist kartographisch recht schön ausgeführt; allein da Wilson keine 
neuen routen wählte, so wird man sehr wenig neues finden. 

1847. A. Lionnet, s. oben s. 200. Bibel -Atlas nach den neuesten 
nnd besten Htilfsquellen. Zweite Ausgabe. In seiner Ersten Ausgabe 1847 
und den drei 1851 — 1858 erschienenen unveränderten Abdrücken derselben 
gezeichnet von Kiepert, in der vorliegenden zweiten Ausgabe in Karten und 
Text völlig neu bearbeitet von A. Lionnet. Mit sieben vergrösserten durch- 
weg neu gestochenen Karten und Plänen, ausführlichem Kartentexte und 
umfangreichem biblisch -geographischen Namenregister. Berlin, G. W. F. 
Müller, 1859. 4. Der atlas ist wenigstens praktisch eingerichtet. 

1848. W. E. Lynch, s. oben s. 176. Das buch: Narrative, ent- 



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243 



h&lt 2 lithographirte karten in roy* fol. a. Sketch Map of tbe River Jordan, 
b. Sketch Map'of the Dead Sea. Diese karten wurden dann auch im Offi- 
cial Report vom Lient. M. F. Manry veröffentlicht. S. van de Velde’s 
Mem. 17. Die karten sind von grosser Wichtigkeit, weil in denselben znm 
ersten mal der lauf des Jordan vom galiläischen See an genau angegeben 
und der küstenlauf und die grösse des todten Sees genauer bestimmt ist. 

1849. A. W. Möller, Karte des Heiligen Landes zum Gebrauch für 
Stadt-/ und Landschulen neu bearbeitet und nach den besten Hülfsmitteln. 
6, Auflage. Essen, Bädeker, 1849. Imp. fol. Lithographirt und kolorirt. 
3. Auflage Essen 1826. S. Engelmann 155, Gratz 630. 

1850. F. de 8aulcy, s. oben s. 181. Die karte für die 1. reise fin- 
det sich , meines erinnerns , im atlas. Das 2. reisewerk : Le Voyage en 
Terre Sainte, enthält mehrere kartenstücke, die reise von Ramleh über El- 
Kuböbeh nach Jerusalem (1, 81), die von da nach Hebron (1, 144), einen 
theil von Ammonitis (1, 200), die reise von Dschifna nach Mesareh (2, 238), 
die Umgebung von Näbulus (2, 245), die reise von Näbulus nach Dschenin 
(2, 254), von da nach Nazareth (2, 258). Die arbeiten, vom Stabsoffizier 
Gelis verfertigt, zeigen manchen neuen fund, den ein späterer kartograph 
gehörig verwerthen wird. Interessant sind auch manche pläne, und billig 
hebe ich hervor : Nivellement de Jerusalem. Exöcutd par le Capitaine d’fitat- 
Major Gölis, du 18 Nov bre . au Döcembre 1863, massstab i: 5000, in letz- 
terem Voyage 2, 39 und in : Les derniers jours de Jerusalem, hinten. 

1851. C. W. M. van de Velde, s. oben s. 184. 1. Map of the 
Holy Land, constructed by C. W. M. van de Velde . . from his own sur- 
veys in 1851 and 1852; from those made in 1841 by Majors Robe and 
Rochfort Scott, *Lieut. Symonds and other officers ..; and from the Results 
of the Researches mäde by Lynch, Robinson, Wilson, Burckhardt, Seetzen &c. 
I: 315,000. Gotha, J. Perthes, 1858. 9 bll. in kupferstich. Dazu das 
sehr lesenswerthe Memoir to accompany the Map of the Holy Land con- 
structed by C. W. M. van de Velde. Gotha, J. Perthes, 1858. 8. 2 bll., 
356 s. — 2. Carte de la Terre Sainte, pour servir k Tötude des Saintes 
ßcritures. Paris, Reuguard, 1865. 2 bll. adlerformat. Mit text in 12. — 
3. Karte von Palästina von C. W. M. van de Velde. Deutsche Ausgabe 
nach der zweiten Auflage der „Map of the Holy Land”. Massstab 1: 31 5,000. 
8 Blätter in Farbendruck. Gotha, J. Perthes, 1866. Roy. fol. Dazu Notes 
on the Map of the Holy Land. By C. W. M. van de Velde. Second 
Edition. Gotha, J. Perthes, 1865. 8. 1 bl., 48 s. Deutsch: C. W. M. 
van de Velde’s letzte Reise in Palästina, 1861 — 62, und Bericht über die 
neue Auflage seiner Karte des Heiligen Landes, in Petermann’s Mittheilun- 
gen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1865, 188 — 191, 215 — 224, 296 — 
305. Auch dieser bericht ist sehr lehrreich. S. Vivien de St. -Martin, 
l’Annöe g£ogr. 1865, 150. Holländisch kam die Kaart van het heilige 
Land in Amsterdam bei Kirberger 1866 heraus. Die neueste karte des 
heil. Landes von van de Velde ist entschieden die beste, die wir jetzt ken- 
nen. Der farbendruck spricht sehr an, und nur an wenigen stellen ist er 
zu dunkel, dass die schrift etwas undeutlich wird. Auf die Schreibung der 
namen wurde fleiss verwendet; nur wird der deutsche manches falsch aus- 
sprechen, da die legende für den engländer berechnet ist. Die bergzeiclinung 
erscheint vorzüglich gelungen. Was die genauigkeit der karte betrifft, so 
lässt sie freilich hier und da zu wünschen übrig. Immerhin waren wolket- 

16 * 



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244 



nem kartographen mehr posizionen zufolge astronomischer heobachtungen 
und sonst zuverlässigere hilfsmittel bei der hand. Van de Velde selbst be- 
reiste zweimal das h. Land, nahm messungen vor und sammelte verschiedene 
beobachtungen. Aber auch dem Verleger gebührt ein preis für die unge- 
wöhnlich schöne ausstattung. Vgl. 3. Wander. 432, Raumer 18. 

1852. L. Holle, Schulwandkarte von Palaestina zur Zeit Jesu und 
der Apostel. Wolfenbüttel, Holle, 1852. Imp. fol. 4 lithographirte und 
kolorirte bll. Nr. 3 des historisch - geographischen Schulatlas. S. Engel- 
mann 154. 

1852. K. Ernst, Wand-Karte der biblischen Geographie. Ein Hülfs- 
mittel zur Versinnlichung der biblischen Geschichte, mit Bezug auf die alte 
Geschichte. Für Schullehrer - Seminarien, Gymnasien etc. bearbeitet. 2. Auf- 
lage. Leipzig, Hentze, 1852. Gr. fol. 9 lithographirte bll. S. Engel- 
mann 154. 

1854. Viktor Guerin, s. oben s. 190. 1. Ora maritima Palaestinse 

a promontorio Carmelo usque ad urbem Joppen, ex tabula geographica Kie- 
perti , sed aliquot nominibus vel adjunctis, vel correctis. Sauberes kärtchen, 
sonst unbedeutend. — 2. Indication des principales localitös reconnues pour 
la premifcre fois par Victor Guörin en Jud£e et en Samarie et dans la Basse 
Galilöe Pendant sa Mission de 1863. Roy. fol. Eine flüchtig gezeichnete 
karte, in der auch bekannte, dem reisenden aber unbekannt gebliebene na- 
men eingetragen sind. Vgl. van de Velde’s Notes 33. 

1854. Carl Beiling, Karte von Palästina oder dem heiligen Lande 
nach ältern und den neuesten besten Quellen entworfen, zum Studium der 
heiligen Schrift und zum Gebrauche für Schulen. 2. von Schmiiier revidirte 
Auflage. Landshut, Krüll, 1854. Imp. fol. 2 lithographirte bll. S. Engel- 
mann 153. Vgl. oben s. 224. 

1854. F. A. Garbs, Geographische Wandkarte zum Gebrauche beim 
Bibellesen. Nebst einer Specialkarte von Palästina. Hameln, Labuske, 1854. 
Imp. fol. 7 bll. Ferner: Geographische Wand -Karte zum Gebrauche beim 
Bibellesen und beim Unterrichte in der biblischen Geschichte unter steter 
Hinweisung auf Bibelsteilen mit Bezug auf die alte Geschichte und die Kir- 
chengeschichte der ersten Jahrhunderte nebst Angabe der Völkertafel. Für 
Schullehrer -Seminare, hohe und niedere Schulen, wie zum Privatgebrauche 
bearbeitet. 2. wohlfeile (titel -) Ausgabe. Nebst Special -Karte von Palästina. 
Hannover, Ehlermann, 1856. Imp. fol. 7 lithographirte bll. S. Engelmann 
154, 1095. 

1854. D. Hornung, Biblische Geschichtskarte, für Schulen bearbei- 
tet . . 4. Aufl. Leipzig, F. Fleischer,' 1854. Fol. 8 bll. 8. Engel- 
mann 1095. 

1855. Ludwig Völter, s. oben s. 224. Palaestina & das petraeische 
Arabien. Entworfen und gezeichnet von C. Baur, Verhältnis 1 : 4,87 5,000 (?). 
2., veränderte Auflage 1864: Palaestina. Nach älteren Quellen (Flavius 
Josephus), sowie nach den Ergebnissen neuester Forschungen und Mappi- 
rungen (Kiepert, v. Raumer, Ritter, van de Velde, Wetzstein) gezeichnet und 
bearbeitet vom Ingenieur Topographen G. Baur . Roy. fol. 1 : 687,500. 
Pie chromolithographirte karte, wacker ausgearbeitet, hat für das äuge viel 



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245 



anziehendes. Die Schreibart ist die englische und nicht durchgehende korrekt. 
Vgl. Engelmann 153. 

1856. F. Handtke , Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch für 
Schulen eingerichtet, und nach den besten Quellen entworfen und gezeichnet. 
3. Auflage. Glogau, Flemming, 1856. Gr. fol. 4 litbographirte und kolo- 
rirte bll. S. Engelmann 154, 1095. 

1856. F. Eiewe , Wandkarte von Palaestina zum Gebrauche für Schu- 
len eingerichtet, nach den besten Hülfsquellen entworfen und gezeichnet. 
Dramburg 1856. Gr. fol. 3 lithographirte und kolorirte bll. Engel- 
mann 1095. 

1856. Karte von Palästina. Fulda (Müller) 1856. Qu. fol. S. Engel- 
mann 1095. 

1858. G. Bosen, s. oben s. 193. Die Hochthäler der Wadis Beit 
Gibrln und Sür . . unter Zugrundlegung der Karte von van de Velde nach 
eignen Aufnahmen entworfen von G. Rosen. Berliner - Zeitschrift für allg. 
Erdkunde. Bd. 17, taf. 1. Die karte ist nicht besonders zuverlässig. 

1858. Wandkarte des heiligen Landes oder Palästina. Für Schule 

und Haus zusammengetragen von Heinrich Keller. Zürich, Selbstverlag, 
1858. Verbessert 1865. 3 kolorirte bll. gr. querfol. 

1859. E. G. Eey, s. oben s. 196. Reconnaissance topographique de 
la tribu de Juda. 1: 100,000. Imp. fol. 2 bll. Die karte liefert brauch- 
bares material, ist indessen im ganzen ziemlich leichtfertig ausgearbeitet. 
Die neuerstellten wachtthürmchen westlich von Jerusalem haben die ehre, 
mit dem deutschen worte Blockaus (blockhaus) bezeichnet zu werden. 

1860. Karl von Raumer, s. oben s. 218. Karte von Palaestina 
nach den zuverlässigsten alten und neuen Quellen von K. v. Raumer. 
Neue berichtigte Ausgabe. 1 : 1,100,000. Farbendruck. Gotha, J. Perthes, 
1860. Qu. fol. Nr. 42 h von Stieler’s Hand -Atlas. Auch hier die englische 
Schreibart. Die karte zeugt von fleiss; allein der massstab ist überall zu 
klein gefasst, als dass der mann der Wissenschaft belehrung schöpfen könnte. 
Für den zweck des handbuchs ist jedoch die karte nicht abzurathen. Auf 
derjenigen zur 3. auflage (1850) steht: von K. v. Raumer und F. v. Sttilp- 
nagel. Gotha, J. Perthes, 1844. Schon 1838 hat Raumer versprochen, 
in Verbindung mit v. Stülpnagel eine karte herauszugeben (Vorrede zur 
2. Auflage XH). Vgl. M. D. de Bruyn’s Cartographie (deutsch) 14. 

1861. Kaart van Palestina naar de beste bronnen ontworpen door 
S . H. Sem6. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. Roy. fol. 2 chromolithogra- 
phirte bll. 1: 420,000. Dazu: Memorie behoorende bij de kaart van Pa- 
lestina door S. H. Sernö. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. 12. Die karte, 
wiewol hinter der van de velde’schen weit zurückstehend, ist mit Sorgfalt 
ausgeführt, und ich kenne keine karte von Palästina, die klarer, für das 
äuge wolthuender wäre. Man kann nicht verhehlen, dass sich die hollän- 
der grosse Verdienste auch insbesondere um die kartographische darstellung 
des h. Landes erwarben. 

1863. Konrad Furrer, s. oben s. 202. Karte von Palästina. Nach 
C. W. M. van de Velde u. H. Kiepert entworfen und gezeichnet von Henry 
Lange . 1 : 1,075,000. Fol. 1 bl. Lange zeichnete im kleinen sehr schön' 



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246 



und scharf. Die interessanten fusstouren, wie die höchst seltene längs dem 
Wädi Ismain nach Ain Scherns, sind mit einer rothen linie bemerklich gemacht. 

1863. H. B. Tristrain , s. oben s. 203. Routes in the Holy Land. 
Schmal roy. fol. Diese karte dient weniger dazu, die geographischen kennt- 
nisse zu erweitern, als vielmehr dazu, die sehr vielen, zum theile neuen 
marschrouten des forschers anschaulich zu machen. Eine chromolithogra- 
phirte karte: The Dead Sea to illustrate the Routes and Observations of 
H. B. Tristram, ist nicht wenig unterrichtend. 

1864. F. Zimpel, s. oben s. 185. Plan d’un chemin de fer de Jaffa 

k Jerusalem. Constantinople 1864.. 1: 100,000. Roy. fol. Die namen 

sind hier und da nachlässig, unzuverlässig geschrieben. Das kartenbild 
von Wädi Hanieh, Sätäf und Ismatn ist sehr beachtenswerth. 

1864. Carte du cours införieur du Jourdain, de la Mer Morte et des 
rggions qni Tavoisinent. — Carte du Wady Arabah et du lit du Wady el 
Jeib; par Erhard, d’apr&s M. Vignes . Paris, Lemercier, 1866. 

1864. Die Länder der heiligen Schrift. Historisch - geographischer 
Bibel -Atlas als Hilfsmittel zur Verständigung der heiligen Schrift und der 
biblischen Geschichte. Zugleich mit Rücksicht auf die heutigen geographi- 
schen Verhältnisse Palästina^, der Sinai -Halbinsel und der Ruinenfelder von 
Assyrien und Babylon. Nach den besten und neuesten Hilfsquellen darge- 
stellt in sieben Karten von Richard* Riese. Freiburg im Breisgau, Her- 
der. Fol. Lithographirt und kolorirt. Der text liegt im langen titel. 

1865. Hermann Zschokke, s. oben s. 205. 

1866. Cote de Syrie: Athlit. C£sar£e. Jaffa. Position probable du 
port d’Yebnah, grav6 par J. Geisendorfer. Paris, Lemercier, 1866. 

1866. Vignes. 1. Carte du cours införieur du Jourdain, de la mer 

Morte et des r£gions qui Tavoisinent, dress^e par Vignes . ., assistd de . . 
Combe . . et publide . . en 1865. Paris, gr. adlerformat (au 240000®, 0 m , 
46 au degrd). — 2. Carte- du Wady Arabah et du lit du Wady el Jeib, 
dressde par Vignes, assiste du Dr. Combe . . Paris 1865. 1 blatt vbn 

gleicher grösse und mit dem gleichen massstabe. — 3. Das Extrait des 
notes ist von 1 karte in 2 blättern begleitet. S. oben s. 203 und V. de 
Saint -Martin’s Annde g^ographique 1866, 48. 

1867. Einen Bibelatlas in 8 blättern wird nach sorgfältigen Studien 
Theodor Menke bei J. Perthes in Gotha herausgeben. Dieser autor wird 
das publicum auch bescheren mit einer karte von Syrien zur zeit der kreuz- 
züge; nebenkarten: Terra sancta, umgegend von Jerusalem, Jerusalem, Acre. 
N. X der abtheilung Orient in der von Menke besorgten 3. auflage von K. 
v. Spruner’s Handatlas für die Geschichte des Mittelalters und der neuern Zeit. 

1867« K. Schick, s. oben s. 205. 

In den vielen atlanten finden sich noch andere karten, die ich hier 
nicht berühre. 



Man hat schon längst darauf gesonnen, das land in seiner ganzen ge- 
staltung durch plastische darstellung der anschauung noch näher zu bringen. 
Es ist schliesslich von den reliefkarten die rede. 

Ehe aber an eine reliefkarte des ganzen landes hand gelegt wurde, 
versuchte man, ein geoplastisches bild von Jerusalem zu geben. Schon im 



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247 



sechzehnten Jahrhundert (um 1522) liess der pfalzgraf Otto Heinrich das 
alte Jerusalem in holz ausschnitzen. Alles ist aber so missrathen, dass es 
keinen werth hat. Übrigens wurde ein so grosser massstab gewählt, dass 
auch häuser oder überhaupt gebäude ausgeschnitzt sind. Im baierischen 
nazionalmuseum zu München wird diese gut gemeinte Spielerei gezeigt. Vor 
drittehalb jahrhunderten machte ein jesuit, Villalpandus (s. oben s. 210) 
den versuch zu einem topographischen relief. Er stellte nämlich, wie er 
erzählt (3, 1, 5) aus weicher kreide die berge, abstürze, thäler, quellen, 
mauern, thürme, paläste, bürgen u. s. f. nach einem gewissen mass und 
verhältniss dar, und zwar auf einfragen bei männern von verschiedenen 
nazionen, zumal bei solchen, welehe sich längere zeit in Jerusalem aufhielten, 
namentlich bei Leonhard Abel, bischof von Sidon, welcher Jerusalem durch- 
musterte und darüber bücher schrieb. Ein exemplar schickte der geoplastiker 
Philipp II., dem könig von Spanien. Ein anderer versuch fällt in das erste 
viertel des letzten jahrhunderts : Die Stadt Jerusalem Mit allen Ihren Mau- 
ren, Thoren, Thürmen, Tempel, Pallästen, Schlössern, auch übrigen publiqueh 
und privat- Gebäuden, samt denen Thälern, Bergen, und umliegenden Ge- 
genden, In einem Modell und Materiellen Fürstellung, aufgerichtet Anno 
1718. Halle, Wäysenhaus. 12. 32 s. Angebunden ist die Stifts -Hütte 
Mosis . . ln einem Modell und materiellen Figur aufgerichtet. Desgleichen : Der 
Tempel Salomonis . . In einem eigentlichen Modell und Materiellen Fürstellung 
auffgerichtet Anno 1717. Halle, Wäysenhaus. 12. 16 s. Diesem versuche 
folgte: Die h. Stadt, d. i. Die Jüdische Haupt -Stadt Jerusalem, Und was 
von derselben in Heil. Scbrifft angeführt wird, In einem Modell und des- 
selben kurtzgefassten Beschreibung nebst beygefügten Kupffer und Register 
vorgestellct von M. G. H. (Gottlieb Herrmann) P. I. C. Chemnitz, J. C. 
u. J. D. Stösseln, 1729. 12. Das modell sah ich nicht, das beigefügte 
kupfer ist ein machwerk, die beschreibung eine kurze, gewöhnliche. ^Relief* 
pläne von Jerusalem verfertigten ferner Joseph Bürgi im Baselland 1845 
und Ludwig Erbe in Stuttgart 1846, beide nach einem kleinen massstabe; 
später aber gab letzterer, nicht ohne meine mitwirkung, einen viel grössern 
plan von 1' 1 1 t/a" länge und 1' 7 1 / 2 " breite heraus. S. Hochstetter oben 
s. 219. Vor einem Vierteljahrhundert verfertigte John Blackburn (s. oben 
8. 1 66) einen reliefplan (Model) von Jerusalem und dessen Umgebung, so dass 
sein Hand-book mehr als der Begleiter und eriäuterer desselben anzusehen ist. 
In welchem zusammenhange dieses geoplasma mit dem nach Blackburn aus- 
geführten von Edwin Smith: Model of Jerusalem . . Published by Edwin 
Smith Sculptor and Modeller. Sheffield, may 1845, steht, kann ich nicht 
sagen. Dies ist das kleine relief 1' 8" (Süd -Nord) zu 1' 5", nach Robin- 
son. Im mai 1846 erschien ein relief nach einem weit grössern massstabe, 
3' 4" zu 2' 10", scala 18" zu l engl, meile. Dazu eine gedruckte erklä- 
rung: Key to the Model of Jerusalem; with short Description. Published 
by Edwin Smith [third Edition]. Sheffield 1847. 12. Das titelblatt zeigt 
ein abbild wie bei Blackburn , unter welchem die arbeit ausgeführt wurde. 
Weiter ist ein grundriss mit 87 zahlen, nicht ohne irrthümer, beigegeben, 
überall aber der Wäd, wie bei Williams, verbessert. Eduard Beck in Bern 
veröffentlichte 1856 in einem winkel seiner karte einen reliefplan nach Ro- 
binson - Sieber. So sauber die arbeit aussieht, so ist sie doch antiquirt, ab- 
gesehen von dem irrigen gassennetze. Verwerflich ist der 1858 in Berlin 
erschienene reliefplan in gips, 1' zu 10", mit sehr dürftiger textbegleitung; 
gedruckt bei W. Moeser in Berlin. Sonst trat das modell ohne heimatschein 



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248 

in die weit. Musste sogar die Westseite des baram esch-scherlf wieder in 
winkel verzogen werden, obscbon ad unguem bewiesen war, dass die linie 
gerade läuft. Derselbe hatte die verdiente oder unverdiente ehre, dem ty- 
rannen Theodor, dem christlichen könige von Habesch, als geschenk über- 
sandt zu werden. Bonar empfahl 1858 (497) the neat and very correct 
model . . , lately published by Mr . Green in London. Ebenso wenig als 
dieses relief kenne ich j£nes in Paris nach Anicet Digard. S. Bulletin de 
Toeuvre des pölerinages 1, 154. H. W. Altmüller ’ s Reliefplan von Jerusa- 
lem 12V2" zu 9 3 /4" rh., kolorirt, erschien 1859. Dazu: Jerusalem nach 
seiner örtlichen Lage und bedeutungsvollen Geschichte von H. W. Altmüller. 
Ein Begleitwort zu des Verfassers Reliefplan vou Jerusalem. Cassel, T. 
Fischer, 1859. Kl. 8. Dann: AltmüllePs Relief- Plan of Jerusalem improved 
and corrected by Conrad Schick. Cassel, T. Fischer (1865; Jäfa, Löwen- 
thal; Jerusalem, Spittler). Das geoplasma misst nur etwa !'□ und ist in 
dieser kleinheit nicht befriedigend. Ich hielt mich unverbältnissmässig lange 
bei den geoplastischen darstellungen der h. Stadt auf, wenn man daneben 
die grundrisse in anschlag bringt. Als rechtfertigung vermag ich nur anzu- 
führen, dass ich über die letztem eine monographie, die Planographie , ge- 
schrieben habe, auf welche ich verweise, und dass die nachlese nicht reich 
ausgefallen sein würde. S. Topogr. 1, XCIX f., 3. Wander. 440. Ich gehe 
jetzt zu den reliefkarten über. 

1722. Palästina Oder das Gelobte Land Und dessen Berühmteste 
Städte, Wälder, Wüsten, Meere, Flüsse, Berge, Thäler, Höhlen, Grabmahle, 
Gärten, Aecker, Weinberge, auch Gegenden derer umliegenden Länder in 
einem eigendlichen Modell fürgestellet. Halle, im Wäysenhause, 1722. 12. 
104 s. Mit einer karte: Delineatio Palaestinae sive Terrae Sanctae maxime 
ad Ha^. Relandi mentem composita. Der text empfiehlt sich eben nicht 
besonders, und das modell konnte ich nicht zur sicht bekommen. 

1842. Ludwig Erbe, Karte von Palästina. In gips- und papier- 
masse, kolorirt und gefirnisst. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1842. V 5" zu 
1' 1". Das relief ist gefällig für das äuge. 

C. 1844. Relievo Map of Palestine or the Holy Land, illustrating the 
Sacred Scriptures and the Researches of Modem Travellers. Constructed 
from recent Authorities and Ms. Documents in the Office of Board of Ord- 
nance. Embossed Map. London, Dobbs and C. 134 Fleet Street. S. Rit- 
ter 16, 315. 

1845. Palästina von Jos. Bürgi bearbeitet nach der neuen Karte von Karl 
Ritter. 1' 8" zu 1' 3". In gips bossirt, zudem kolorirt. Eine plumpe arbeit. 

1856. Relief de la Terre-Sainte par EdT Beck. Bern, Dalp, 1856. 
Gr. fol. Die Überschrift auch deutsch. S. Engelmann 1095. 

1860. H. W. Altmüller, Das Heilige Land und der Libanon in plasti- 
scher Darstellung nach den neuesten Forschungen. Cassel, T. Fischer, 1860. 
56 zu 40 centimeter: massstab ungefähr 1: 900,000. S. Petermann ’s Mit- 
theilungen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1860, 20 1\ Ich könnte in 
das grosse lob nicht ganz einstimmen. — F. Altmüller: Aegypten, Sinai- 
Halbinsel und Palästina, edirte einen Begleitbericht zum Reliefplane der ge- 
uaunten Länder. Cassel, Fischer, 1861. Gr. 8. Mit 1 lithographirten karte 
in 4. 



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REGISTER. 



Die anonymen Schriften finden sich hier unter , Anonymi* alphabetisch gereiht, je das erste 
wort des titels voran; nur wenige titel ausnahmsweise auch sonst im alphabet. 



A. 

A. da Firenze 51. 

Abd er-Rahman 50. 

Abn Abdallah, s. el - Baschschari. 
Abu el-Feda (Abulfeda) 34. 

Abu el-Hasan 50. 

Ackermann, C. 241. 

Adamnanus 8. 

Adlerberg, N. 172. 

Adorno, A. 50. 

Adrichom, J. v. 1, 209, 234. 
Aertz, J. 48. 

Aiton, J. 183. 

Aitsinger 1, 209. 

Albert v. Aix 13. 

Alcarotti 85. 

Aldersey 82. 

Alexander, s. Rhein. 

Alexander, bischof 148. 

Ali Bei el-Abassi 140. 

Allatius, L. 16. 

Allen, W. 180. 

Allioli, J. F. 221, 240. 

Allom, T. 167. 1 

Altmüller, F. 248. 

Altmüller, H. W. u. F. 248. 
Amico, B. 87. 

Amman, H. J. 93. 

Anderson, J. 180. 

Anderson, H. J. 177. 

Andriesz, G. 104. 

Angeli, B. 126. 

Angelico di Milano 212. 

Angeli^ A. de 81. 

Anglure, d’ 44. 



Angouleme , s. Thevet 
Angulo, L. de 208. 

Anicet, s. Digard. 

Anonymi : 

A Handbook for Travellers 189. 

A stränge and true Account 89. 

Acht Wochen in Syrien 165. 
Ansichten aus dem Morgenlande 229. 
Unodetgi? 44. 

Biblische Geographie 218. 

Bordeauxer- pilger 5. 

Carte de la Palestine- 238. 

Cartulaire du S. S6pulcre 14. 
Catoghisonitjan 226. 

Ci orroiz lestat de la eite de Iherusa- 
lem 21. 

Cippi Hebraici 71. 

Ciuitas Jerusalem 232. 

Codice diplomatico 14. 

Cöte de Syrie 246. 

Das buch der geschichte 215. 

Das jüdische Land 216. 

Das Morgenland 223. 

De dispositione Terrae S. 29. 

De Famagusta 26. 

De situ urbis 14. 

Der Tempel Salomonis 247. 

Descriptio itineris in Terram S. 18. 
Descriptio sanctorum locorum 13. 
Descriptio Terrae S. 23. 

Descriptio veridica 30, 68. 

Description de la Terra Sainte 49. 
Description de la Yille Sainte 219. 

Die klassischen Stellen 229. 

Die peregrinatie 49. 



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Die Stadt Jerusalem 247. 

Drei Briefe der palästinischen Juden 160. 
Drei Monate im Orient 195. 

Du Saint Voyage de Jerusalem 72. 
Ego iui de Accon 19. 

Ein kurtze vermerckung des heyligen 
Landts 208. 

Ein newe, warhafftige, grlindtliche Be- 
schreibung 209. 

Eines Salzburgers reise 124. 

Einleitung in die Bibel 219. 

Environs of Jerusalem 230. 

Eöthen 157. 

Episode religieuse 200. 

Epitome bellorum sacrorum 42. 
Geographia nubiensis 15. 

Gesta Francorum 13. 

Guida del Pellegrino 195. 

*H 'Ayta rij 97. 

Haec est via ad Terram S. 26. 
Handbuch ftir Reisende in den Orient 
222 . 

Hee sunt peregrinationes et loca terre 
s. 32, 58. 

Hie hebt an das buoch von dem weg 
zuo dem holigen grab 50. 

Hie in dem puch 44. 

Hie sint mercklich die stett 208. 
Hierosolima habet portas 6. 

Histoire de la Terre S. 207. 

Historia Hierosolymitana 13, 25. 
Historisch - geographisch - statistische 
Beschreibung von Palästina 219. 
Ierusalem as it now is 89. 

Jerusalem und seine hist, denkwürdi- 
gen Umgebungen 231. 

Jichus ba-Abot 71. 

II libro del Passagio di Terra S. 42. 
Illustrazioni in un an. viaggiatore 59. 
Incipit descriptio locorum sanctorum 13 
(s. Descriptio). 

Informacön for Pylgrimes 51. 
Innominatus, s. dies. • 

Iter Hierosolymitanum 77. 

Itinerarium a Bvrdigala Hiervsalem 
usque 5. 

Karte des h. Landes 238. 

Karte von Palästina 245. 

Karten, ms. 232 f. 

Kosmographie mit Palästina 12. 

La citez de Iherusalem 21. 



La description de la Palestine 211. 

La instrvttione del viaggio diHierusa- 
lem 2t 1. 

La Terre Sainte (1646) 211. 

La Terre Sainte ou description (1819) 
216. 

La Terre Sainte (la Terra Santa) ou 
les lieux illusträs 167, 224. 

Lays of the H. Land 230. 

Le Livre d’Or 223 
Le Voyage de Galil6e 111. 

Le voyage de la s. Cite 53. 

Les passaiges doultremer 63. 

Les sainctes p6r6grinations 208. 
Missions - Notizen aus dem h. Lande 175. 
Mittheilungen über Jerusalem 174. 

(fehldruck (jjulX&c) or 
"the true site of Calvary 182. 
Morgenland und Abendland, s. Hail- 
bronner. 

Mosir el-Gharam 50. 

Nach Jerusalem (gegen Frankl) 194. 
Nazaret gloriosa 113. 

Neueste Reise in Palästina 152. 

Notizie della Missione in Terra S. 175. 
Nous vous avons dit 22. 

Nouveau Voyage . . de Palestine 123. 
Nouvelle Relation 212. Vgl. Relation. 
Dies la deuise del saincts liu de iheru- 
salem 19. 

Omnibus volentibus visitare sepulchrum 
D. 20. 

Opera nuova chiamata itinerario de 
Hiervsalem 208. 

Or vous dirai de la seinte cite de Je- 
rusalem 25. 

Palästina in historisch -geogr. Umrissen 
. 217 

Palästina Oder das Gelobte Land 248. 
Palästina oder wahrhafte Beschreibung 
220 . 

Palästina sonst und jetzt 218. 

Palästina und vornämlich 217. 

Palästina zur Zeit Jesu 236. 

Panorama von Palästina 230. 
Pelgrimsreize 198. 

Pellegrinaggio della* terra s. 88. 
Pensieri e Riflessioni 195. 

Per viam superiorem ab Accaron in s. 
civitatem 18. 

Peregrinationes civitatis Jerusalem 58. 



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251 



Peregrinationes totius Terrae S. 58. 
HoßtCTb 210. 

Primo de portu Brandieise, Innom. III. 
Puteschestwie 151. 

Qaesti sono i viaggi 35. 

Reise nach dem h. Lande (nieder- 
deutsch) 44. 

Reise nach Jerusalem (flämisch) 44. 
Reise -Skizzen aus dem Morgenlande 
164. - 

Relation d’un voyage de Metz & Je- 
rusalem 44. 

Relation fidelle du voyage de la Terre 
S., s. Beaugrand. x 
Relation nouvelle 104. 

Relievo Map of Palestine 248. 
Reyssbuch dess h. Lands 12. 

Sacred Places 230. 

Salzburgers, eines, reise 124. 

Scenes in the H. Land 230. 

Schulkarte von Palästina 242. 

Secunda pars Historise hierosolimitanse 
13. 

Shrines of the H. Land 224. 

Si quis ab occidentalibus partibus Jeru- 
salem, Innominatus I. 

Sketches of a Tour 195. 

Souvenirs de la Terre S. 165^ 

Stjörn 15. 

Story of Bethlehem 225. 

Sytus et descriptio terre jerosolimi- 
tane 23. 

Tabula itineraria 232. 

Teppichkarte 233. 

Terra iherosolimitana 22. 

The City of our Lord 231. 

The Information for pylgrimes 51. 

The Travels of 14 Englishmen 89. 
Three Weeks in Palestine 152. 
Tombeaux des Patriarches 71. [22. 

Tractatus de loeis et statu sancte terre 
Traitß sur lTSgypte 207. 

Travels of 4 Englishmen 89. 

True and Strange Discours 89. 

Tvvo Journeys to Jerusalem 89. 

Un P&lerinage de marins 196. 

Vera e fedele Relatione 101. 

Viaggio, s. Viazo. 

Viaggio del Sepolcro di GesüCristo 79. 
Viaggio di Gerusalemme (Venezia) fll. 
Viaggio di Gerusalemme (Roma) 136 



Viaggio di Gesü C. 217. 

Viaggio in Terra S. 36. 

Viazo (Viaggio) da Venezia al sancto 
iherusalem (Sepulchro) 63. 

Views in the H. Land 230. 

Visitatio Ex Jaffa 81. 

Von der Schickung und gestalt des h. 
Grabs 49. 

Voyage & Jerusalem 59. 

Voyage & la Terre -Sainte 60. 

Voyage en Galil6e 145. 

Wanderings over Bible Lands 203. 
Anshelm v. K. 65. 

Antoninus Aug. 4. 

Antoninus Martyr 8. 

Anville, d’ 138, 214, 235. 

Apianus, P. 70. 

Aquilante, s Rocchetta. 

Aquin, J. G. d’ 205. 

Aranda, A. de 70. 

Arculf 8. 

Areso, J. 177. 

Arfagart, s. Greffin. 

Ariosto 52. 

Arminensis 233. 

Arnold, F. 2, 222. 

Arrivabene, L. 86, 210. 

Arsenios 104. 

Arundale, F.155, 227. 

Arvieux, L. d* 108. jp 

Assheton, J. T. 237. 

Aveiro (Aveyro), P. v. 74. 

Aveling, T. W. 182. 

Avenel, J. d’ 155. 

Avezac, d’ 14. 

Azals 186. 

B. 

Bachiene, W. A. 1, 214. 

Baco, R. 307. 

Badya y Leblich 140. 

Bagge, H. 172. 

Bagr^ef - Speransky 176. 

Bakalär 60. 

Bakkes, H. 225. 

Baldensel 35. 

Baldricus 13. 

Ball, C. J. 221. 

Balourdet, L. 89. 

Bankes, W. J. 143, 146. 

Barclay, J. T. 21, 192. 



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Barclay, S. 192. 

Bargäs 186. 

Barlaam 121. 

Barrely, D. 89. 

Barsky, B. 124. 

Bartlett, W. H. 167, 227. 

Bartoli, B. 212. 
el-Baschschäri 11. 

Basil Faradsch, E. 206. 

Basili, K. 174. 

Basilius 49. 

Bassi, A. 3, 175. 

Bässler, F. 223. 

Bastow, J. A. 225. 

Batuta (35), s. Iben. 

Baudry, s. Baldricus. 
Baumgarten, M. v. 65. 
Baumgartner, S. 62. 

Baur, G. 244. 

Bavincourt, C. de 76. 

Beamont, W. 188. 

Beaugrand, F. 119. 

Beauiieu 123. 

Beauveau, H. de 90. 

Beck, E. 247 f. 

Beck, J. 160. 

Becq 191. 

Beda, V. 10. 

Beder ed-Dtn es -Serkeschi 50. 
Bedford, F. 231. 

Behrends, P. W. 215. 

Beding, C. 224, 244. 

Beke, s. Beck, G. 

Beke, die 203. 

Belgiojoso, s. Trivulci. 
Bellermann, J. J. 2. 

Belon 72. 

Bemmelberg, R. v. 90. 

Ben Schahin, s. el-Chalil. 
B4nard, N. 96. 

Benedetto, G. 119. 

Benjamin, J. J. 175. 

Benjamin v. Tudela 17. 
Benzelius, H. 122. 

Berchem, J. v. 61. 

Berdini, V. 211. 

Berg 199. 

Bergeron, N. 108. 

Berggren, J. 148. 

Berghaus, H. 2, 238. 

Bergk 137, 144. 



252 

Bernardino, s. Amico. 

Bernardino, G. de 90. 

Bernardus, M. 11. 

Bernatz, J. M. 228. 

Berthold IV. 16* 

Berton 179. 

Bertou, J. de 161. 

Bertrandon 46. 

Beskow, G. E. 200. 

Besold, C. 79, 210. 

Besson 107. 

Bettencourt, H. 186. 

Beugnot, de 21. 

Beumer, P. J. 223. 

Biagio, s. Terzi. 

Bianco, N. 70. 

Bicken, Ph. v. 57. 

Biddulph, W. 89. 

Billandiäre, La 130. 

Binos, M. D. de 134. 

BiÖrno 44. 

Bisselius, J. 212. v 
Blackburn, J. 166, 247. * 

Blanc, Le 86. 

Blondel, E. 162. 

Bochart, S. 211. 

Bockenberg, s. Boekenberch. 
Bodemann, F. W. 225. 

Bodmann, J. v. 42. 

Boekenberch, J. Dirkz 78. 

Boha ed-Din 23. 

Boisen, L. N. 224. 

Boisnard 202. 

Boisot 112. 

Boldensele, s. Baldensel. 

Bonar, H. 3, 194. 

Bongars 12. 

Bonifazio v. R-, s. Stefani. 
Bonjour, A. 186. 

Borchardus Alimanus 27. 
Borculoo, H. 209, 227. 
Bordeauxer- pilger Jb. 

Bor6, E. 177. 

Borrer, D. 168. 

Borsum, J. F. J. 146. 

Botho III. 60. 

Bottnya, Julo u. Tzialling van 67. 
Bottu, J., de Limas 185. 

Boucher de la Richarderie 2. 
Boucher, J. 92. 

Bouiller, E. 186. 



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253 



Bourassä, J.-J. 185. 

Bov6 153. 

Bovet, F. 197. 

Bowring, J. 220. 

Bräm, A. 219, 238. 

Bramsen 142. 

Brascha, S. 53. 

Braun, S. 191. 

Brebis, de 90. 

Bremer, F. 199. 

Bremond, G. 109. 

Breuning, H. J. 81. 

Braves, de, s. Savary. 

Breydenbach, B. v. 55. 

Bridges, G. W. 230. 

Briemle, V. 121. 

Brionseus, M. 209. 

Brocardus, B. Burchard. 

* Brocardus, Bonaventura 98. [naita 71. 
Brocardus (Brochard), Bonaventura, Ber- 
Brocardus, Bonaventura, Theutonicus 30. 
Brocchi, G. 149. 

Brockedon, W. 229. 

Brocklebank, J. 201. 

Brocqui^re, de la 46. 

Browne, W. G. 136. 

Bruiningk, H. F. v. 217. 

Brun, C. de 114. 
ßrunis, J. de 94. 

Brunner, U. 50. 

Bruno, A. 95. 

Brusseri 41. 

Bruyn, C. de 114. 

Bruyn, M. D. de 2, 224, 241. 

Bscheider, G. 134. 

Buchanan, R. 196. 

Buckingham, J. S. 143, 237. 

Bugislaus 61. S. Dalmar. 

Buhle, J. G. 130. 

Buiza, B. de 207. 

Bunel, L. 186. 

Bünting, H. 209, 234. 

Burchard v. Barby (Zionsberg) 27. 
Burckhardt, missionar 149. 

Burckhardt, J. L. 141, 143. 237. 
feürgi, J. 247 f. 

Burgo, J. B. de 113. 

Burhan ed-Dln el-Fesari 50. 

Burkard v. Strassburg 19. 

Burrel, T. 89. 

Busch, M. 198. 



Btisching, A. F. 214. 

Butigella, J. M. 49. 

c. 

C. D. S. M. 123. 

C. M. D. M. 217. 

Caccia, F. 115. 

Caffin, F. 131. 

Calaorra, J. de 212. J 
Callier, C. 238. 

Callot, E. v. 182. 

Calme, Omer 100. 

Calmet, A. 213. 

Camp, M. du 182. 

Campbell, A. 217. 

Campo, L. dal 45. 

Capodilista, G. 57. 

Careri, s. Gemelli. 

Carlsson, E. 127. 

Carmoly, E. 23. 

Carne, J. 148, 167. 

Carolina, B. de 99. 

Carstenn, J..W. T. 223. 

Cartulaire du S. S6pulcre 14. 
Casale, D. di 119. 

Casola, P. 61. 

Cassas, L. F. 134. 

Cassini, F. 174. 

Castel, J.' du 90. 

Castela, H. 88. 

Castillo, A. del 98. 

Castlereagh 173. 

Catherwood, F. 167, 227, 237. 
Catoghisonitjan 226. 

Caumont, v. 45. 

Cavazzoni 96. 

Cea, D. de 211. 

Cellärius, C. 213. 

Ceverio, J. 86. 
el-Chalil Ben Schahin 48. 
Champs, Des, s. Deschamps. 
Chassagnet, L. M. M. 200. 
Chateaubriand 2, 5,^M» 214. ( 

Chelo I. 36. 

Cheron, H. 108. 

Chiswell, R. 118. 

Chrysanthos, s. Kamares. 
Chrysanthos, patriarch 124. 
Churton, s. Whitaker. 

Circourt, A. de 188. 

Citez (la) de Iherusalem 21. 
Clarke, D. E. 137. 



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254 



Clemen, C. F. W. 221. 
Clements, H. G. J. 191. 
Clerc, Le 212. 

Clercq, L. de 231. 
Cöllen, F. A. 172. 
Connor, J. 143, 146. 
Conrad, F. W. 196. 
Conrad, G. 221. 

Cooke, C. 202. 

Cooley, s. Eving. 
Coquerel, A. J. 221. 
Cornille, H. 152. 

^ Cotovicus, s. Kootwyck. 
Cottard, L. M. 219. 
Cotte, J. v. d. 242. 

Cox, F. A. 223. 
Craigher, J. N. 166. 
Croix, de la 112. 

Croly 229. 

Crome, F. G. 218. 
Cubley, die 195. 

Curtis, G. W. 182. 
Curzon, R. 155. 



D. 

D. C., s. Castel, du. 

D. S. A. 111. 

Daldini 142. 

Dalmar, M. 61. 

Dal ton (pseudonym) 173. 

Damas, de 190. 

Damer 162. 

Damoiseau 147. 

^ Dandini, H. 87. 

Dandolo, E. 183. 

Danesi, D. 84. 

Daniel 14. 

Daniele, s. Casale. 

Dapper, 0. 212. 

Daveiro (Daveyro), 8. Aveiro (Aveyro). 
De la Croix, s. Croix. 

Delarotere 153. 

^ Delessert, E. 180. 

Deschamps, B. 110. 

Des-Hayes 97. 

Desmazure 144. 

Desmet, P. 65. ß. Smet. 

Deville, L. 201. 

Dewald, G. A. S. 241. 

Diaz, F. 124. 

Dieterici, F. 179. 



Digard, Anicet 248. 

Dillen 130. 

Dimiskhi 30. 

Dirkz, s. Bbekenberch. 

Dixon, W. H. 200. 

Döbel, E. C. 156. 

Dochturoff, M. N. 202. 
Dodechini 63. 

Domergue, C. 186. 

Domingo, P. de S. 88. 

Donauer, C. 65. 

Dörle, A. 220. 

Dorr, B. 188. 

Dositheos 125. 

Doubdan 104. 

Droehoiowsky, J. 136. 

Dufour, A. H. 237. 

Dufren 214. 

Dupuis, H. L. 185. 

Durbin, J. B. 168. 

Dusseldorp, J. 63. 

E. 

Ecklin, D. 75. 
el - fidrisi 16. 

Egen, L. 43. 

Egerton, F., u. frau 164. 
Egmond, J. Ä. v. 119. 

Egron, A. 224. * - 'f* 

Ehrenberg, H. v. 76. 

Erhardt, L. 238. 

Eicholz, J. H. 138. 

Eldad Danita 207. 

Eiiah v. Ferrara 47. 

Eliot, Warburton, s. Warburton. 
Elliot, C. B. 159. 

Emln ed- Din Ahmed 50. 
Emmerich, G. 49. 

Enault 186. 

Encina, J. D. 68. 

Eneman, M. 121. 

Engelmann, W. 3. . 

Enjelvin, J. M. L. 225. Hr 
Eöthen, s. Kinglake. 

Epiphanios von Jerusalem 17. 
Eptingen, B. v. 49. 

Erbe, L. 218, 247 f. 

Erhard 246. 

Ernest, H. 212. 

Ernst, K. 244. 

Ernst, K. M. 218. 



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255 



Eskuche, B. L. 214. 

Este, N. da 45. 

Esthori, s. Parchi. 
Estourmel, J. d’ 153. 
Eucherius h. 207. 
Eugesippus - Fretellus 1 6. 
Eusebios v. Cäsarea 6., 
Eving Cooley, J. 164. 
Ewald, die 16§. 

Ewald, F. C. 166. 

Ewald, P. 219. 

Eyselsaner 48. 

Eytzinger 209. 

F. 

Faber, J. E. 214. 

Fabri, F. 53. 

Failoni, G. 150. 

Fallmerayer, J. P. 45, 154. 
Faradsch, s. Basil. 

Farnard, N. de 59, 66. 
Fasbender, P. 60. 

Fässler, J. G. 160, 

Fauvel 99. 

Fedantiola 207. 

Feliciano, F. 49. 

Felsecker, F. J. 166. 
Ferguson, F. 202. 
Fergusson, J. 204, 227. 
Ferrara, s. Eiiah. 

Ferrario, G. 217. 

Feustel, C. 211. 
Filleul-P6tigny 226. 

Finlay, G. 233. 

Finn, die 173. 

Firenze, A. da 51. 

Fischer, S. 161. 

Fisher, Howe 190. 

Fisk, G. 149, 165. 

Fisk, P. 149. 

Flaminius, L. 80. 

Fleischer, H. L. 140. 
Fliedner, T. 184. * 

Forbes, P. 179. 

-V Forbin, L. N. P. A. de 144. 
Forest, de 179. 

Formby, H. 164. 

Forot 199. 

Foucher de Chartres 12. 
Frameynsperg, R. v. 42. 
Frankl, L. A. 194. 



Fraser, J. B. 218. 

Freese, V. 60. 

Frescobaldi, L. 42. 
Fresquet, s. Goupil. 
Fretellus, s. Eugesippus. 
Fridach, J. 51. 

Füessli, P. 69. 

Fulcher, s. Foucher. 
Funcke, D. 236. 

Fürer, C. 79. 

Furrer, K. 202, 245. 

G. 

G. A. M., s. Maas. 

G. D., s. Gros. 

Gabriel, franziskaner 66. 
Gabryel, L. 203. 

Gadow, H. 174. 

Gagara, B. 101. 

Galeazzo, G. 86. 

Galibert, L. 167. 

Gans, J. 221. 

Garbs, F. A. 244. 

Garcia, M. de 141. 

Gari, J. A. 168. 

Gasparin, de 177. 

Gassot, J. 71. 

Gauthier 237. 

Gehlen, F. J. 170. 

Geisheim 3, 47. 

G61is 243. 

Gemelli, G. F. 1, 115. 
Gendry 200. 

Gentil, E. 190. 

Georg 65. 

Georgi, O. 172. 

Georgiewitz, B. 73. 

G6ramb, M. J. de 152. t 
G6rard, J. 209. 

Gerdes, E. 226. 

Gerson 77. 

Gerstenbergk, H. de 223. 
Gesenius, W. 141. 

Gessert, F. F. 216. , 
Geubels, M. 133. 

Geyer, B. A. 218. 

Ghistele, J. v. 57. 

Giraudet, G. 75. 

Godefridus I. 77. 

Gödern, H. v. 77. 

Godjealis, J. 207. 



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256 



Gondek 199. 

Gonsales, A. 109. 

Görringer, M. 220. 

Gossler, H. 170. 

Goujon, J. F. 111. 

Goupil Fresqnet 164. 

Grand, Le, oder Legrand 134, 144. 
Grange, de la 45. 

Gratz, L. C. 3, 221, 223, 240. 
Graul, K. 179. 

*b Gravenweert 161. 

Greche, de le 72. 

Green 248. 

Greffin, Arfagart 71 (vgl. Griffon). 
Greve, J. 221. 

Griffon 51. 

Grimm, J. L. u. L. C. 237. 

Grbben, 0. F. v. d. 113. 

Gronow 130. 

Gros? 186, 224. 

Gramm 180. 

Grtinemberg, 21.^59. 

Guarmani 205. 

Gucci, G. 43. 

Gu6rin, V. 190, 244. 

Guerrero, F. 86. 

Guinaumont 206. 

Gumpenberg, S. v. 47. 1 

Gusman 97. 

Guylforde, R. 65. 

H. 

H., s. Herrmann. 

H. T., s. Timberlake. 

Hacket, H. B. 185. 

Hackländer, F. W. 165. 

Hadgi Mehemmed Efendy 109. 
Hahn -Hahn, I. 168. 

Hailbronner, K. v. 164. 

Haithon (Hethum) 31. 

Halbreiter, U. 167, 170, 229. 
Hamelsveld, J. v. 215. 

Hamilton, J. 201. 

Hanau, L. v. 57. 

Handtke, F. 245. 

Haneberg 61, 221. 

Hanna, 225. 

Harant, C. 88. 

Harding 167. 

Hardt, J. v. 214. 

Hardy, Spence 155. 



Harenberg, J. C. 235. 

Harff, A. v. 62. 

Harmar 214. 

Hase, J. M. 214, 235. 
Hasselquist, F. 130. 

Hassler 138. 

Hatala, P. 196. 

Haug, G. F. 237. 

Haukr 15. 

Hault, N. de 86. 

Haynes, J. 127. 

Hays, Des- 97. 

Haython, s. Haithon. 
Heidmann, C. 212, 234. 
Heinrich, s. Otto. 

Heinrich der Löwe 18. 
Heinzeimann, F. 224. 

Helffricb, J. 78. 

Helmuth, C. 240. 

Heit, J. de 63. 

Hempel, K. F. 216, 238. 
Henne, A. 160. 

Henniker, F. 147. 

Hergt, C. 226. 

Herrmann, G. 247. 

Herschell, R. H. 168. 

Hertel, s. Liechtenstain. 
Herzberger, F. A. 220. 

Herzog 222. 

Hese, J. de 43. 

Hessel van Martena 67. 
Hethum, s. Haithon. 

Heuter, J. 69. 

Heyman, J. 119, 123. 

Heyman, J. W. 120. 

Hierokles, Gr. 8. 

Hieronymus, h. 6 f. 

Hierotheus v. Retschanin 120. 
Hietling, K. 118. - 

Hilber, J. 183. 

Hirschfeld, B. v. 67. 
Hirschinger, S. 154. 
Hochstetter 218. 

Hoffmann, A. G. 224. 
Hoffmann, F. L. 3. 

Hogg, E. 153. 

Holande 216. 

Holle, L. 244. 

Holowinsky, X. 164. 

Holthaus, D. 162. 

Höpken, K. F. v. 127. 



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257 



Hornung, D. 216, 244. 

Hoto, A. 210. 

Hottinger, J. H. 71, 211. 
Hovänyi 195. 

Howe, s. Fisher. 

Hubinger 187. 

Hübner, J. 213. 

Huen, N. le 56, 59. 

Hunger 206. 

Hupfeid, H. 225. 

Huszthius 79. 

Hüther, C. 221. 

I. J. 

J. 194. 

J. A. L. 223. 

I. D. 105. 

J. H. y. G. 199. 

J. N. F. 217. 

Jäck, J. H. 2. 

Jacotin 236. 

Jäger, C. 102. 

Jahn, A. 149. 

Jahn, J. 215. 

Jakob filius Abr. Justi 234. 
Jakob von Paris 26. 

Jakob von Vitry 23. 

Jäküt el-Hamawi 25. 

Jauss, G. 222. 

Iben Asakir 50. 

Iben Batüta 35. 

Iben, el- Wardi 41. 

Ibrahim, s. el-Khijäri. 

Jemsel, S. ben D. 102. 

Jesus Christo, J. de 145. 

Jesus y Maria, F. de 213. 
Ignatieff, A. 122. 

Ignatius, diakon 43. 

Ignaz, s. Rheinfelden. 

Ingulf 12. 

Innominatus, s. Anonymi. 
Innominatus I. 13. 

Innominatus IL 18. 

Innominatus IQ. 26. 

Innominatus IV. 26. 

Innominatus V.. 19. 

Joa, G. di 72. 

Joanne, A. 196. 

Johannes Würzburger 17. 
Johnston, W. u. A. K. 239, 242. 
Joinville, J. v. 25. 

Tobler, Bibliograph». 



Joliffe, T. R. 143. 

Jolowicz 3. 

Joly, J.-R. 215. 

Jomard 232. 

Jonas 104. 

Jones, G. 156. 

Josephus, Fl. 4. 

Josten, J. 104. 

Jouvin 112. 

Jowett, W. 143. 

Joy, E. Morry 165. 

Irby, C. L. 145. 

Isaacs, A. A. 195. 
Isambert, E. 196. 

Isermann, J. G. 77. 

K. 

Kabateik, Kabatnik, M. 60. 
Ealtner, J. A. 191. 
Kamares, C. 135. 
Kamjaschott, J. B. 139. 
Kaminsky 180. 

Eapfmann, S. 60. 

Keller, H. 245. 
Kemäled-Din 50. 

Kenrick, J. 224. 

Kern, A. 198. 

Kettner, J. 50. 

Ketzel, M. 51. 
el-Khijäri el-Medeni 112. 
Kiechel, S. 83. 

Kienemund, H. A. 224. 
Kiepert 238 f., 243. 

King, J. 217. 

Kinglake 157. 

Kinnear, J. G. 164. 

Kitto, J. 2, 220. 

Klöden, C. F. 215, 237. 
Knapp, A. 229. 

Kneise, J. C. 219. 

König, J. 224. 

Kootwyck, J. v. 86. 

Köpf, J. 221. 

Korobeinikoff, T. 82. 

Körte, J. 128. 

Kraemer, R. v. 204. 

Krafft, W. 171. 

Krause, T. 240. 
Kreutzhuber, M. 159. 
Kreyck, J. 53. 

Kröger, J. C. 219. 

17 



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258 



Kronecker, F. 147. 
Kruse, F. 140, 236. 
Kuhn, C. 160. 
Kutscheit, J. V. 240. 
Kuttner, A. 225. 
Kuynretorff, H. 68. 



L. 

L., J. A. L. 223. 

L. M. 228. 

L. R. 127. 

La Billandiäre 130. 

La Porte, s. Laporte. 

Laassner, F. 169. 

^ Labat, J. B. 108. 

^ Laborde, L. de 150. 

Ladoire, M. 122. 

Laffi, D. 113. 

Lalanne, L. 2. 

4, Lamartine, A. de 153. 

Lamartine, Frau de 153. 

Lamego, J. de 142. 

Lamprecht, E. 222. 

Lamy, B. 212. 

Lange, H. 240, 245. 

Langes 144. 

Langlois, V. 204. 

Lannois, G. de 46. 

4- Laorty-Hadji 2, 133, 223. 

Laporte -Dutheil (Du Theil) 134, 144. 
Lartet 204. 

Lasaulx, E. v. 155. 

Lasor, A. 1. 

Lauffen, J. v. 83. 

^-Laurent, J. C. M. 24, 28, 30, 34. 
Leblanc, s. Blanc. 

Leduc, J. -N. 185. 

Legh, L. 146. 

Legrand, s. Grand. 

Legrelle, A. 165, 173. 

Legrenzi, A. 112. 

Leiblich, J. B. 130. 

Lelewel, J. 232. 

Leman, U. 60. 

Lengherand, G. 58. 

Leob, R. 122. 

Leod, W. M* 226. 

Leonidas 198, 205. 

Leontius 120. 

Lesaige, J. 67. 

L&ourviUe, de 186. 



Lewin, T. 202. 

Leyrer 222. 

Liebetrut, F. 183, 
Liechtenstein, Hertel v. 42. 
Lier, J. v. 228. 

Light, H. 142. 

Lightfoot, J. 210. 

Lindau, W. A. 138, 148. 
Linden, J. v. d. 101. 
Lindsay, A. W. C. 159. 
Lionnet, A. 200, 242. 
Lithgow, W. 93. 

Lobkowitz, J. v. 60. 
Lochner, H. 47. 

Locke, J. 75. 

Lockroy, E. 200. 

Löffler, A. 198. 

Loir, Du 102. 

Long, Le 31, 34 f. 

Lorent, J. A. 168. 
Lorenzen, J. N. 198. 

Loritz, U. 191. 

Lotter, T. K. 236. 

Lotze, H. 67. 

Louet, E. 201. 

Löuwenstein, A. zu 77. 
Löwisohn, 8. 216. 

Lowthian, J. 168. 

Lucas, P. 122. 

Luchino, s. Campo (L. dal). 
Ludolf v. Sudheim 39. - 
Ludwig, G. 204. 

Ludwig, J., zu Nassau 61. 
Lukianoff, J. 120. 

Lusiguan, S. 131. 

Lussy, M. 8?. 

Luynes, de 203. 

Lynch, W. F. 176, 242. 

M. 

M., C. M. D. M. 217. 

M. G. H., s. Herrmann. 
Maas, G. A. 214, 236. 
Macduff, J. R. 225. 

Madden, R. R. 150. 

Madox, J. 149. 

Magni, G. 113. 

Makarius 120. 

Malan, S. C. 193- 
Malaucenne, E. J. v. 98. 
Malherbe, R. de 222. 



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Mangles, J. 145. 

Mann, M. 191. 

Männert, C. 215. 

ManseJl, A. L. 201. 

Mansuroff, B. 197. 

Mantegazza, S. 90. 

Manzius, A. 170. 

Marcellus, de 147. 

Marcet, A. 215. 

Margolionth, M. 177. 

Mariano v. Siena 46. 
Marignola, J. v. 42. 

Marinelli 187. 

Marinos 225. 

V Mariti, G. 59, lfo, 

Marmier, X. 2, 172. 

Marmont, A. F. L. V. de 155. 
Martena, H. v. 67. 

Matzek, J. 183. 

Maundeville, J. 36. 

Maundrell, H. 116. 

Mauritius 15. 

Maurokordatos 125. 

Maximilian in Bayern 161. 
Mayer, A. L. 221. 

Mayer, L. 217, 228. 

Mayer, P. 191. 

Mayr, G. 240 f. 

Mayr, H. v. 161. 

Mayr, J. H. 141. 

Mayr, J. L. 187. 

Mayr, L. 130. 

Medina, A. 66. 

Medschir ed-Dtn 61. 

Meen, J. A. 226. 

Meggen, J. de 72. 

Mehnert, O. 197. 

Meier, U. 90. 

Meletius 125, 136. 

Melos, J. G. 216, 236. 

Menke, T. 246. 

Mergenthal, H. v. 51. 

Merion (Merryon) 143. 

Messmer, J. A. 225. 

Messmer u. Strauss 171 f. 
Metzger, J. B. 116. 

Meunier, N. 182. 

Meusel, J. G. 1. 

Michael a SS. Trinitate 133. 
Michaud 151. 

Michon, J. H. 181. 



Milano, s. Angelico. 

Millard, D. 166. 

Miller, C. 231. 

Millius, D. 214. 

Mills, J. 202. 

Mirebel, C. 58. 

Mislin, J. J78. - <•4-' 

Missions -Notizen aus <föm h. Lande 175. 
Mocquet, J. 93. 

Mohammed Ben Mahmud 50. 

Moll, W. 224. 

Möller, A. W. 243. 

Molyneux 176. 

Monceaux, Des 111. 

Monconys, B. de 103. 

Mondaini, A. 133. 

Monro, s. Vere. 

Montanus 234. 

Montefiore, die 150. 

Montevilla, J. 38. 

Montor, A. de 105, 223. 

Moore, H. 160. 

Moreson, J. 51. 

Morin, E. 60. 

Morison, A. 118. 

Morone, M. 105. 

Morry, E. Joy 165. 

Mott, M. 203. 

Mottraye, A. de la 116. 

Mourawieff, A. M. 151. 

Munk, S. 2, 220. 

Müller, K. L. M. 138. 

Müntzer, W. 76. 

Myller, A. M. 125. 

Myrike, B. de 71. 

Myrike, H. 114. 



H. 

Nali, B. di 60. 

Napier, E. 165. 

Nassau, J. L. zu 61. 

Nau, M. 110. ' A- *j- 

Naumann, J. 238. * 

Nazaret gloriosa 113. 

Neale, F. A. 174. 

Neitzschitz, G. C. 102. 

Neret 124. x 

Neumann, G. F. L. 223. 
Neumann, E. F. 45. 

Neumann, W. A. 19, 22, 26, 33. 
iNewbold 173. 

17* 



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260 



Niebubr, C. 132. 

Niklaus 15. 

Nitzsch, W. L. 214. 

Noe 64. S. auch Blanco. 

Nolin, J. B. 236. 

Noroff, A. v. 4, 14, 157. 

Nowgorod, S. v. 42. 

Nowikoff 137. 

Nugent 170. 

0 . 

Obermayer 135. 

Obicini, T. 210. 

Oderico, Oderieus^ 34. 

Oertel 83. Vgl. ÖrtL 
Ohmann, C. 242. 

Ohnesorge, E. 185. 

Olgiati, C. 102. 

Olin Stephen 164. 

Olshansen, J. 218. 

Oosterroyck, J. de 207. 

Orontius Finens 234. 

Örtl, E. 77. 

Osborn, H. S. 194. 

Othmar 17. 

Otto Heinrich 233, 247. 

P. 

P. ä S. T. 99. 

P. J. y. L. 199. 

P. M. S. 199. 

Pacifique, s. Provins. 

Palerne, J. 81. 

Palestrina, A. di 215. 

Pallme, J. 155. 

Palmblad, W. F. 216. 

Palmer 176. 

Pammer, J. 199. 

Pantaleon, Pantaleam, Pantaliam, Panta- 
liäo, s. Aveiro. 

Pantaleon, Jak. 26. 

Paoli, S. 14. 

Parchi 33. 

Pardieu, C. de 179. 

Paris, F.-E. 231. 

Paris, M. 25. 

Parsons 149. 

Parthenios 171. 

Parthey, Gr. 149. 

Parvilliers 129. 

Pascha, J. 70. 

Passerhammer, J. 46. 



Pasuello, A. 193. 

Patterson, J. L. 180. 

Paul, L. 202. 

Paulo, C. a S. 211. 

Paulo * L. a divo 105. 

Paultre, C. 236. 

Paulus 131. 

Paxton, J. D. 159. 

Payer, A. 231. 

Pelchinger, A. 49. 

Pell6, C. 167. 

Perdikas 26. 

Perrier, F. 164. 

Perrier, R. 139. 

Perugia (Perusinus), G. di 62. 
Pesenti, C. P. 93. 

Petachia 19. 

Petermann, H. 186. 

Petersdorff, C. 210. 

Petersen, H. 233, 241. 

Petersen, T. E. 194. 

Petrarca, F. 208. 

Petzholdt, J. 3. 

Peutingeriana tabula 232. 

Pfeiffer, I. 165. 

Pfinzing, G. 47. 

Pfyffer, R. 83. 

Philipp, graf 47. 

Philippe, C. 71. 

Philippus a SS. Trinitate 98. 
Philippus: Glorios« 26. 

Phokas, J. 20. 

Pierotti, E. 189. 

Pietr’ Antonio von Venedig 119. 
Pigeory, F. 180. 

Pipino, F. 33. 

Pissidios, S. 129. 

Plagon, H. 21. 

Pleschtschjeew, S. 133. 

Plessing, J. F. 215. 

Plettenberg 49. 

Pli tt, T. 183. 

Pock, J. J. 121. 

Pococke, R. 127, 235. 
Poggibonzi, N. di 4t. 

Poiret, F. 203. 

Portaeis, J. 165. 

Porte, s. Xaporte-Dutheil. 
Porter, J. L. 189, 239. 

Positi, J. 207. 

Possot, D. 70. 



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261 



Postei, G. 71. 

Postei, 0. 226. 

Poujoulat 151. 

Poujoulat, B. 151, 160. 
Poullet 107. 

Prefat, U. 72. 

Pressensä, E. de 204. 

Prime, W. C. 194. 

Prince, S. J. 188. 

Prisac, W. 189. 

Prokesch, A. 150. 

Provins, P. v. 97. 

Prack, W. G. v. 79. 
Pückler- Muskau, H. v. 161. 
Pursher, W. 167. 

Pursperg, C. v. 94. 

a. 

Quaresmio, F. 96. 

Quien, le 214. 

Quistorp, J. 212. 

B. 

R., s. L. 

Rabbe, Th. 231. 

Radulfus, s. Raoul. 

-V Radzivil, C. 83. 

Rafalowitsch 176. 

Ragor, H. H. 75. 

Raguse, due de 155. 
Raimond d Agiles 13. 
Ramboox 188. 

Rammstein, L. 144. 

Rantzow, H. 98. 

Raoul (Radulfus) v. Caen 13. 
Rathgeber, A. 224. 
Rattenberg, G. v. 70. 

Rau (bei Shaw) 124. 

Rau, C. G. 241. 

Raumer, K. v. 3, 218, 245. 
Rauwolf (Rauchwolflf), L. 79. 
Rebren, L. 127. 

Regnault 73. 

Regnaut, A. 73. 

Reichard, C. G. 237. 

Reinke, L. 201. 

Reissner, A. 209, 234. 

Reiz, H. 114. 

Reland, A. 4, 213, 235. 
Renan, E. 200. 

Renner 239. 

Retschanin, H. v 120. 



Rewich, E. 57, 227. 

Rey, E. G. 196, 231, 245. 

Reybaud, L. 151. 

Reymann, N. 120. 

Reynaud, C. 170. 

Reyssbuch dess h. Lands 12. 

Rhein, A. bei 61. 

Rheinfelden, I. v. 106. 

Rhodes, A. 197. 

Riant, P., Pälerinages des Scandinaves 15. 
Ribera, s. Rivera. 

Ribes, R. 98. 

Riccoldo da M. di Croce 30. 

Richardson, R. 145. 

Richter, 0. F. v. 142. 

Ricoldus 30. 

Riess, R. 246. 

Riewe, F. 245. 

Rigaud 205. ~ | 

Rignon, F. 3. 

Rinuccini, A. 50. 

Ritchie, W. 195. 

Ritter, K. 2, 140, 215 f., 237, 240. 

Rivera, F. H. de 68. 

Riviäre, C. de 65. 

Robe, F. H. 239. 

Robert (1747) 214. 

Robert, abt 122. . 

Robert, mönch 12. 

Roberts, D. 229. 

Robertson 160. 

Robertus 123. 

Robinson, E. 2, 21, 162, 238. 

Robinson, G. 151. 

Robledo, A. 197. 

Rocchetta, A. 88. 

Rochfort Scott 239. 

Roger, E. 100. ^ 

Rogers, M. E. 192. 

Röhr, J. F. 216. 

Römer, die 174. 

Roque, La 108, 114. 

Rosen, G. 193, 245. 

Rosenmtiller, E. F. K. 2, 144, 215, 237. 
Rosenmüller, F. L. 145. 

Röser, J. 156. 

Roth, J. R. 159. 

Röth, M. 57. 

Rotthier, J. A. J. 134. 

Rozel, C. Du 102. 

I Roztere, E. de 14. 



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262 



Rue, de la 234. 
Rüetschi 222. 
Russegger, J. 160 
Russell, A. u. P. 136. 
Russell, M. 218. 



S. 

S. L., s. Lusignan. 

Sachse, J. G. 213. 

Saint -Aignan, L. de 203. 

Saint -G6nois, J. de 24. 

Saint -Gennain, C. d. 108. 

Saint -Martin, Viv. de 2. 

Samte -Maure, C. de 123. 

Saintine, P. G. 196. 

Salfinger, J. B. 195. 

Salignac, B. de 69. 

Salle, E. de 161. 

Sallmann, E. 240. 

Salzbacher, J. 159. 

Salzmann, A. 181. 

Salzburger, ein 124. 

Samuel Bar Simson 23. 

San Domingo, P. de 88. 

San Francisco, E. de 105. 

Sanctissima Trinitate, M. a. 133. 
Sanctissima Trinitate, P. a. 98. 
Sancto Paulo, C. a 211. 

Sancto Paulo, L. a 105; 212. 
Sanderson86, 112. 

Sandie, G. 201. 

Sandys, G. 91. 

Sanseverino, s. Severmo. 

Sanson 212, 235. 

Santa Cecilia, L. di 129. 

Santissimo Sacramento, J. de el 124. 
Sanuto, M. 32, 232, 234. 

Sarebruche, S. de 44. 

^ Saulcy, F., de 1£0, 243. 

Savary, F., de Braves 90. 

Savonarola, R 1. 

Säwulf 13. 

Saxe 124. 

Schachten, D. v. 57. 

Schaffter, A. 175. 

Schahab ed-Dln 50. 

Schahin, s. el-Chalil. 
Schauwenburgh, J. 103. 

Scheder, E. 224. 

Scheelen, v. 217. 

Schegg, P. 206. 



Scheidt, H. 78, 94. 

Scherer, H. 199.' 

Scheuermann, E. 240. 

Scheyt, s. Scheidt 
Schick, K. 205, 248. 
Schickler, F. 198. 

Schiferle, J. 184. 
Schildtberger 44. 

Schilling, W. 174. 

Schincke, J. C. G. 238. 
Schlegel, K. T. 165. 

Schleyer, M. 123. 

Schlünkes, F. 205. 

Schmid, s. Fahrt 
Schmid, B. 123. 

Schmid, F. 53. 

Schmid, P. 78. 

Schmidt, J. A. F. 218. 
Schmidt, J. J. 214. 

Schmidt, K. A. L. 219. 
Schmidt, K. B. 215. 

Schmidt, V. 201. 

Schmitter, A. 224, 244. 
Schneeweiss, H. 238. 
Schneider, K. F. R 240. 
Scholz, J. M. A. 147. 
Schreber, J. C. D. 127. 
Schrödter, J. 136. 

Schrott 235. 

Schuber, M. 177. 

Schubert, F. A. 219. 
Schubert, J. G. v. 159, 228. 
Schulthess, J. H. 176. 

Schultz, E. G. 21, 169, 240 f. 
Schultz, S. 131. 

Schulz, E. W. 183. 

SchUrpff, H. 62. 

Schutte, R 128. 

Schwaiberger 126. 

Schwallart, a. Zuallart 
Schwarz, J. 154, 242. 
Schwarz, Isr. 154. 

Schwed, F. 221. 

Schweigger, S. 81. 
Schweitzer, L. W. 189. 
Schwerdt, H. 156. 

Scorel, J. v. 69. 

Scott, 8. Rochfort 
Seetzen, U. J. 140, 236. 
Seifert, C. 188. 

Seile, G. A. 241. 



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263 



Senden, J. G. v. 2, 179, 227, 239. 
Sepp, J. N. 173, 228, 241. 

Sem6, S. H. 245. 

Sesse, J. de 210. 

Severlno, B. de S. 48. 

Sew&rd, A. W. M. 222. 

SeycUitz, M. v. 76. 

Shaw, T. 123. 

Shonw 179. 

Sieber, F. W. 145. 

Siena, M. da 46. 

Sigoli, S. 43. 

Silvester 120. 

Simonowitsch 116. 

Skalhölt 15. 

Skinner 156. 

Süsansky, L. 108. 

Smet, P. de 65. 

Smith, Edwin 247. 

Smith, EU 162 f. 

Smith, J. 112. 

Smith, S. 201. 

Smith, W. (Di^ionnary) 226. 
Soarez, A. 75. 

Soffire, F. 225. 

Solik, J. C. 121. 

Solis, F. de 211. 

Somer, J. 86. 

Sophronios 8. • 

Soriano, s. Suriano. 

Spence, s. Hardy. 

Spencer, J. A. 179. 

Sprecher, J. A. 25. 

Sprengel. M. C. 136. 

Stain, P. v. 70. 

Stammer, G. v. 105. 

Stanhope, H.143. 

Stanley, A. P. 188. 

Standenrans, A. 217. 

Stebbing, EL 167. 

Steebroek 65. 

Stefani, B. 73. 

Stegemann, C. F. 146. 

Steiner, J. G. 98. 

Steinhart, G. 131. 

.SteUa, T. 233. 

Stephan der Spanier 11. 

Stephan v. Nowgorod 42. 
Stephens, J. L. 158. 

Stern, V. 118. 

Stewart, B. W. 188. 



Stochove, J. V. 99. 

Stockar, H. 68. 

Stockman, W. 90. 

Stöger, J. N. 200. 

Stolz, A. 191. 

Strahlheim, C. F. 219. 

Strand 130, 133. 

Stranss, F. A. 171. 

Stranss, G. 198. 

Strigl, J. 195. 

Stuck, G. EL 1. 

StUlpnagel, F.v. 245. 

Stulz, EL 68. 

SuchanofF, A. 104. 

Sachen oder Sudheim, L. v. 39. 
Suriano, F. 58. 

Surius, B. 103. ~ 

Sveci, s. Sancto Paulo, L. a. 
Symeon % 129. 

Symonds, J. F. A. 239. 

T. 

T. B., s. Barrel. 

T. B. J., s. Joliffe. 

Tabula itineraria Peutinger 232. 
Taylor, B. 185. 

Taylor, I. J. S. 151. 

Tenerreyro, A. 73. 

Terwencoren, E. 165. 

Terzi, Biagio 213. 

Thenaud, Thenauld 66. 

Thenius, O. 220. 

Theoderich, Theodericus 18. 
Theodoras 7. 

Theotonius 14. 

Thetmar, Thietmar 24. 
Theudemund 11. 

Thävenot, J. de 106. - 

Thevet, A. 73. 

Thiele, H. 177. 

Thomas, J. 185. 

Thomas, G. M. 22, 154, 233. 
Thompson, K. 127. 

Thomson, W. M. 156, 242. 
Thrupp, J. F. 182. 

Thunger 73. 

Tjeenk, J. 215. 

Timberlake, Timbertake 89. 
Timberly 112. 

Tipping, W. 229. 

Tischendorf, K. ftt, 231. 



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264 



Tobin, K. 189. 

Tobler, T. 3, 7 f., 13, 18, 21, 24, 26, 33, 
157, 176, 241. 

Tollot, 126. 

Traub, L. 219. 

Tressan, de 104. 

Tristram, H. B. 203, 246. 

Trivulci, C. 183. 

Troilo, F. F. v. 110. 

Tschernezoff 166. 

Tschudi, Ä. 209, 238. 

Tschudi, L. 67. 

Tuch, F. 8, 112. . 

Tücher, J. 52. 

Tudebove 12. 

Turner, W. 142. 

Turner, W. M. 199. 

Turner, künstler 167 
Turpetin 122. 

Tweedie, W. K. 225. 

Tydeman 124. 

Tyrius, Guil., s. Wilhelm v. Sür. 
Tzialling y. Bottnya 67. 



U. 

Umanetz, A. 179. 

Ungenannte, s. Anonymi. 

Unger 204. 

Unruh, G. 22b. 

Urban IV. 26. 

Uri v. Biel 71. 

V. 

Valiani, L. 149. 

Valle, P. della 95. 

Vall6e 195. 

Vartabet Arsuni 225. 

Vaulchier, H. de* 191. 

Velde, C. M. v. de 3, 158, 184, 243. 
Venezia, P. A. da 64. 

Venzow, H. 129. 

Vera, de, s. Ceverio. 

Vere Monro 155. 

Vergne, P. de la 104. 

Verhaeghe, L. 202. 

Vemet, H. 164. 

Vignes, L. 203, 246. 

Villalpandus, J. B. 210, 247. 

■ 4 - Villamont, de 85. 

Villinger, P. 78. 

Vinsauf, W. 23. 



Vißino, J. N. 160. 

Vitry, J. de (Vitriacus) 23. 
Vlaming, A. de 79. 

Vogel, D. 53. 

Vogü6, M. de 14, 21 f., 187. 
Volney, C. F. 135. , _ -- 

Völter, L. 224, 241, 244. 

Vos, A. de 97. 

Vrieze C.-L. de 212. 

Vulcain, A. 211. 

W. 

Wacek, F. J. 172. 

Wächter, P. 62. 

Walter, B. 85. 

Wanckel, N. 66. 

I Warburton, E. 170. 

Wedel, L. v. 81. 
j Wegelin, D. 152. 

Wegener, C. 222. 

Weikard, G. F. 217. 

Weiland, C. F. 241. 
Weissenburg, W. 208. 
Welleba, W. F. 217. 

| Weller H. 52. 

! Wells, E. 213. 

Welsch, H. 211. 

Welte, B. 224. 

Werner, C. 23t. 

Weschniakoff 137. 

Westhaus, T. 222. 

Westphal 149. 

Wetzer, H. J. 224. 

Wey, W. 48. 

Weyand, J. K. 146. 

Whitaker Churton 176. 
Wiburn, W. 207. 
Wichmannshausen, J. C. 214. 
Wietz, J. K. 217. 

Wilbraham, R. 239. 

Wilbrand v. Oldenburg 24. 
Wild, J. 91, 

Wilde, W. R. 161. 
Wildenbruch, v. 170. 

Wilhelm Ul. v. Sachsen 49. 
Wilhelm v. Sür 20. 

Willam, F. 225. 

Williams, G. 21, 48, 169. 
Willibald, h. 10. 

Willis, R. 169. 

Wilson, J. 168, 242. 



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265 




Wilson, W. Rae 146. 
Winckelmann, E. 241. 
Winer, G . B. 216. 
Wischensky, H. 120. 
Wittman, W. 136. 
Witts, W. F. 169. 
Woerle, J. Q. C. 220. 
Wolcott, S. 166. 

Wolff, M. S. 148. 
Wolff, P. 174 f., 224. 
Wolkonsky 199. 
WolsJri, T. S. A. 126' 
Wonner 185. 
Woodcock, W. J. 177. 
Wormbser, J. 77. 
Wörndle, E. 230. 
Würzburger, J. 17. 



Y. 

Yepes, R. de 209. 

Z. 

Zeebout, A. 58. 
Zerrenner, C. C. G. 240. 
Ziegler, A. 186. 

Ziegler, J. 208, 233. 
Zillebeke, J. v. 66. 
Zimmermann, C. 169. 
Zimpel, F. 185, 246. 
Zosimus 46. 

Zschokke, H. 205. 
Zuallart, J. 83, 234. 
Zülnhart, W. v. 61. 
Zwinner, E. 107. 



Druck von J. B. Ilirschfeld in Leipzig. 



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